Monthly Archives: Dezember 2015

Good riddance, 2015

Finally this awful year is at its end and I don’t really feel like writing more about it then necessary – those who followed this Blog throughout the year, know what I’m talking about – and therefore point you to the WordPress‘ helper monkeys* who prepared their annual report for this blog.

Here’s an excerpt:

A San Francisco cable car holds 60 people. This blog was viewed about 2,800 times in 2015. If it were a cable car, it would take about 47 trips to carry that many people.

Click here to see the complete report.

Have a save Journey into the new Year, see you in 2016!

PoiSonPaiNter
* The German version has elves, the English one gets monkeys… 🙁

Advent Calendar: Door/Türchen #24

Read in English

Damian

Anders als Damian es erwartet hatte, war die Arbeit beim Schmied keine wirkliche Strafe. Er musste den Stall ausmisten, den Lehrlingen helfen Kohle zu schippen oder den Ofen mit dem Blasebalg gleichmäßig heiß zu halten oder das Haus, den Hof und die Schmiede fegen. Es waren keine einfachen Aufgaben und teilweise Schwerstarbeit, aber jeder im Dienst des Schmieds musste diese Arbeiten verrichten. Der Schmied und seine Frau stellten sich als sehr liebevolle Menschen heraus, die ihm schlichtweg eine zweite Chance geben wollten.
Eines Abends hatte Kurt Damian zu sich gerufen. Er saß auf einem alten Schaukelstuhl und rauchte gemütlich eine Pfeife, während im Kamin ein warmes Feuer prasselte und forderte Damian auf, sich hinzusetzen. Dieser nahm auf einem flauschigen Schafsfell vor dem Kamin Platz.
„Warum stielst du, Damian?“, wollte Kurt nach einem Moment wissen.
Der Junge schaute verwirrt zu ihm auf. „Weil ich es kann?“, fragte Damian mehr als das er begründete.
„Möchtest du nicht lieber ein anderes, ehrliches Handwerk erlernen?“, fragte Kurt weiter.
„Ich – Kein Lehrmeister würde mich einstellen“, gab Damian niedergeschlagen zu und blickte zu Boden.
„Als Dieb bist du Fingerfertig, der Beruf des Goldschmieds könnte etwas für deine Fähigkeiten sein“, überlegte Kurt laut und zog an seiner Pfeife.
„Überleg es dir. Ich werde dir ein paar Aufgaben geben, damit du es mal ausprobieren kannst und wenn es nichts für dich ist, dann hast du wenigstens gelernt, dass dein bisheriges Handwerk Konsequenzen mit sich bringt“, eröffnete Kurt ihm und fügte nach einem Moment hinzu: „Jetzt geh schlafen. Morgen wird ein anstrengender Tag“
Damian verbrachte die nächsten Tage damit sich hin und wieder an kleineren Schmuckstücken oder Ausschmückungen auf Rüstungen und Schilden zu versuchen. Zu seinem Erstaunen machte es ihm Spaß, aber in seinem Inneren zog es ihn weiter und besonders schlimm wurde es, als der Fremde kam. Er war hoch gewachsen und schlank und kein Mensch, das wusste Damian. Da er ebenfalls im Stall untergebracht war, erfuhr er bald, dass es sich bei dem Fremden um einen Felsling handelte. Damian verbrachte fast die ganze Nacht mit Sasha, wie er – kin, wie es die Felslinge nannten, wenn sie übereinander sprachen – sich vorgestellt hatte und löcherte ihn – kin – mit Fragen zu seinem – gazem – Volk. Und schon hatte ihn das Fernweh wieder.
Am nächsten Tag hatte er eine Entscheidung gefasst und so fragte er den Felsling beim späten Frühstück, ob er kin begleiten konnte. Sasha verneinte und empfahl ihm hierzubleiben, aber das wollte Damian nicht und so schritt er nun den Speiseraum auf und ab und überlegte, wie er den Felsling doch noch überreden konnte, als er plötzlich Schritte hörte. Damian versteckte sich aus Gewohnheit hinter einem Vorhang, der zur Abstellkammer führte und beobachtete durch einen Spalt, wie Kurt und Sasha in den Raum kamen und Kurt seine Frau rief. Nach einem kurzen Gespräch ging Sasha wieder und stattdessen kam Marie in den Raum. Kurt erklärte ihr, dass sie ein Essenspacket für Sasha bereiten sollte. Kin wollte also abreisen, er hatte kin vertrieben.
Nach einem Moment ging auch Kurt wieder aus dem Speiseraum und Marie kam auf die Abstellkammer zu. Damian wich in die andere Ecke aus und versteckte sich auf der anderen Seite des Vorhangs, bis sie wieder nach draußen trat – sicher, dass niemand anderes mehr im Raum war, unsicher, warum er sich noch immer versteckte, aber es jetzt zu erklären war ihm mehr als unangenehm.
Es dauerte nicht lange, dann stellte Marie ein Packet auf den Tisch und verließ den Raum wieder zu den Waschräumen. Damian war gerade dabei aus seinem Versteck hervorzukommen, als sich die Tür, die zum Hof führte erneut öffnete und Sasha den Raum erneut betrat. Kin begutachtete das Packet und holte dann ein paar Münzen aus einem kleinen Beutel, den kin am Gürtel trug und legte diese auf den Tisch und ging mit dem Packet hinaus. Nun endlich konnte Damian hinter dem Vorhang hervor kommen. Für einen Moment blieb er vor den Münzen stehen, hob eine von ihnen auf und betrachtete sie. Er wollte sowieso gehen und Kurt hatte Sasha gesagt, dass er keine Entlohnung wollte, also könnte er sich einfach ein wenig Startkapital nehmen und sich davon machen.
Energisch schüttelte Damian den Kopf und warf die Münze regelrecht zurück. Etwas in seinem Inneren sträubte sich dagegen, von diesen Menschen zu nehmen. Dennoch hatte er einen Entschluss gefasst und so eilte er hinab in den Stall und packte eilig seine Sachen.
„Du hast dich also entschieden…“, bemerkte eine ruhige Stimme hinter ihm und Damian schreckte auf.
Kurt lehnte sich an die Tür der Buchte und betrachtete ihn mit einer Mischung aus Trauer und Enttäuschung. Damian konnte ihm nicht in die Augen sehen und senkte den Blick. Kurt seufzte und ging fort. Damian blickte ihm kurz hinterher und widmete sich anschließend wieder seinem Gepäck. Er schulterte seinen Rucksack als er Huftritte hinter sich hörte. Kurt hielt eines der älteren Pferde an der Leine, eine kleine Haflingerstute, die er die vergangenen Wochen hatte hin und wieder striegeln müssen. Ohne Vorwarnung streckte Kurt Damian die Zügel entgegen.
„Dein Lohn. Du hast gute Arbeit geleistet und ich hätte dich gern als Lehrling behalten, aber es zieht dich weiter, also werde ich dich nicht aufhalten. Ich hoffe nur du hast deine Lektion gelernt und wirst dir eine richtige Lehre suchen“, eröffnete er mit einem traurigen Lächeln.
„Ich-“, Damian war sprachlos und nahm nur zögerlich die Zügel entgegen.
Wie vom Blitz getroffen umarmte er den Schmied.
„Danke“, murmelte er mit Tränen erstickter Stimme.
Nie war jemand so herzlich zu ihm gewesen, der wusste, was er war. Ein Dieb und Schmarotzer, Abschaum, ein Niemand und doch hatte er ihm eine Chance gegeben und dafür würde Damian ihm ewig dankbar sein. Kurt klopfte ihm auf den Rücken und Damian löste sich von ihm und bestieg sein Pferd.
„Passt gut auf euch auf!“, forderte Kurt und strich der Stute über den Hals.
Damian nickte und trieb sie sogleich an. Vielleicht schaffte er es ja noch Sasha einzuholen.

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Sasha

Sasha war bereits ein gutes Stück unterwegs als kin plötzlich Hufschritte hinter sich hört. Kin dachte sich nichts dabei, da dies eine vielberittene Straße der Stadt war, also kümmerte kin sich nicht weiter darum. Es dauerte nicht lange, dann hatte kin die beschauliche Stadt hinter sich gelassen, aber das andere Pferd konnte kin immer noch hinter sich hören. Noch immer hielt kin es für nichts Besonderes, auch wenn kin doch seinen Schritt verlangsamte, damit der andere aufholen konnte, doch die Schritte blieben gleichmäßig hinter kim. Kurz hinter der Stadt kam kin in einen Wald und dort schien es kim, dass die Schritte sich ins Unterholz verlegt hatten. Tief in gazem Inneren machte kin sich bereit für einen Angriff aus dem Hinterhalt, mit der einen Hand hielt kin die Zügel fest, mit der anderen umfasste kin gaz Schwert. Aber der Angriff blieb aus. Hinter dem Waldstück kam eine Weidefläche und nun war es kim zu bunt und kin drehte sich mitsamt gazem Pferd zu gazem Verfolger um. Hinter kim war ein Haflinger, dessen Reiter mühsam versuchte das Tier und sich selbst vor gazem Blick zu verstecken. Ohne Bäume und hohes Gras stellte sich das allerdings als relativ trauriges Schauspiel des hin- und her Schwankens heraus.
Sasha ritt auf den anderen zu bis kin schließlich den Reiter erkannte.
„Du?! Was hast du hier verloren? Warum bist du nicht beim Schmied geblieben?!“, fuhr kin den Jungen an.
„Ich-ich wollte, konnte nicht mehr dableiben“, gab der andere kleinlaut zu.
„Und deswegen bestiehlst du deinen Herrn um ein gutes Pferd und läufst mir feige hinterher?!“, beschuldigte Sasha und packte ruckartig die Zügel.
„Ich habe es nicht gestohlen!“, verteidigte sich Damian und konnte sich gerade noch so auf dem Tier halten, dass sich beim Ruck erschrocken hatte.
„Wie kommst du zu diesem Tier?“, wollte Sasha als nächstes wissen.
„Der Meister hat es mir geschenkt! Als Lohn!“, schrie Damian kin regelrecht an.
„Als Lohn?“, fragte kin nun etwas verwirrt und lockerte gazen Griff an den Zügeln.
„Ja, er hat eingesehen, dass ich nicht an einem Ort bleiben wollte, aber will, dass ich ein vernünftiges Leben, ohne stehlen anfange und hat mir deshalb das Pferd gegeben!“, erklärte Damian und fügte hinzu: „Ich habe nicht mal dein Geld genommen, auch wenn ich die Chance dazu gehabt hätte!“
„Mein Geld?“, fragte Sasha verdutzt.
„Ja, ich war die ganze Zeit in der Stube und hatte mich versteckt – aus Gewohnheit“, gab Damian geknickt zu.
„Ich habe dir gesagt, dass ich nicht mit dir Reisen will und du ignorierst meine Worte und folgst mir. Was erwartest du jetzt von mir?“, wollte Sasha wissen.
„Bitte, Sasha! Gib mir eine Chance! Ich möchte mich bessern! Und ich habe das Gefühl, dass ich an deiner Seite ein besserer Mensch werden kann!“, flehte Damian kin an.
Sasha betrachtete ihn für einen Moment. Kin sah Aufrichtigkeit in seinen Augen und kin erkannte klar den Wunsch nach Veränderung in den Zügen des anderen. Kin seufzte.
„Na gut. Du darfst mich begleiten, aber sobald du jemanden bestielst werde ich ohne dich weiterziehen, haben wir uns verstanden?“, entschied kin sich.
„Ja“, erwiderte Damian lediglich mit einem Nicken.
Sasha ließ die Zügel los und drehte gaz Pferd wieder Richtung Straße und ritt voran. Damian folgte kim schweigend und für eine Weile sprach keiner von ihnen ein Wort.
Die Sonne verschwand bereits am Horizont als die beiden an einer hohen Stadtmauer ankamen. Die Höhe konnte bei Weitem nicht mit Sasha’s heimatlichen Bergen mithalten, aber es war beeindruckend so etwas um eine Menschensiedlung herum zu sehen. Kin wusste nicht, was sie auf der anderen Seite erwartete, aber kin war jetzt schon gespannt darauf, wie es mit kim und dem Dieb weitergehen würde.

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Mina

„Ihr kennt ihn?“, fragte Mina verdutzt.
„Ja, der Bengel hat versucht meine Kundschaft auszurauben, aber wir haben ihn auf frischer Tat ertappt!“, erzählte der Wirt stolz.
„Was hast du mit dem zu schaffen?“, wollte er sogleich wissen und schien bereit sie auf der Stelle zu verjagen.
„Er hat auch mich bestohlen“, gab Mina missmutig zu.
„Schätzchen, da wirst du nicht die einzige sein!“, lachte der Wirt über ihr Eingeständnis.
„Was habt Ihr mit ihm gemacht, nachdem Ihr ihn erwischt habt?“, wollte Mina nachdrücklich wissen.
„Der Schmied hat ihn mitgenommen. Bei ihm muss er seine Strafe abarbeiten, auch wenn wir viel lieber seine Hände hätten rollen gesehen…“, fantasierte der Wirt.
„Wo kann ich den Schmied finden?“, fragte Mina ungeduldig und der Wirt erklärte es ihr.
Sogleich machte sie sich auf und war im nu bei der Schmiede angelangt. Sie stieg vom Pferd ab, eine Mischung aus Wut und Erwartung brodelte in ihr, und ging auf den Hof.
„Hallo?“, rief sie vorsichtig, als sie niemanden sehen konnte.
Ein hochgewachsener, kräftiger Mann mit vollem Bart kam aus einem der Gebäude heraus und wischte sich die Hände an seiner Schürze ab.
„Wie kann ich dir helfen? Stimmt etwas nicht mit deinem Pferd?“, grüßte er sie freundlich.
„Nein. Danke. Ich suche Damian“, sprang sie gleich zum wichtigen Thema.
„Damian? Den hast du knapp verpasst. Er ist weitergereist, warum?“, erklärte er ruhig.
„Weiter gereist? Das kann nicht sein!“, beschwerte sie sich, den Tränen nahe.
Sie war so dicht dran gewesen und nun war alles umsonst.
„Hat er dich bestohlen?“, fragte der Schmied und bekam nur ein Nicken als Antwort.
„Soweit ich weiß ist er mit einem Haflinger Richtung Süden unterwegs, vermutlich mittlerweile zusammen mit einem Reiter auf einem Rappen. Vielleicht holst du die beiden noch ein“, schlug er Mina vor, Mitleid in seiner Stimme.
„Süden?“, versicherte sich Mina sogleich mit neuem Mut und stieg wieder auf ihr Pferd.
Aus dem Stand war es nicht einfach für sie, da sie eher Ponys gewöhnt war, aber mittlerweile hatte sie sich daran gewöhnt und schaffte es ohne große Probleme.
„Genau“, bestätigte der Schmied und erklärte ihr, welchen Straßen sie folgen musste.
Mina trieb ihr Pferd an so schnell sie konnte. Eine Pause könnte ihr nur kostbare Zeit kosten. Sie ritt durch einen kleinen Wald und wirbelte Blätter hinter sich auf. Sie ritt über ein Feld und eine Staubwolke bildete sich hinter ihr. Dann endlich, als der Tag sich seinem Ende entgegen neigte, sah sie zwei Reiter am Horizont, die zu einer hohen Stadtmauer empor blickten und zur Beschreibung des Schmiedes passten. Wieder stieg Wut in ihr auf, endlich hatte sie ihn.
„Verzeih mir“, bat sie ihr Pferd und schickte ihre Kräfte durch es hindurch.
Ohne Vorwarnung sprossen mehrere Wurzeln vor dem Haflinger aus dem Boden und das Tier bäumte sich auf und warf seinen Reiter ab. Mina hatte die anderen fast erreicht als sie nun selbst vom Pferd, das gerade langsamer wurde, sprang. Wütend rannte sie auf den am Boden liegenden zu.  Gerade wollte dieser sich wieder aufrappeln, als sie ihn auch schon ansprang und erneut zu Boden warf.
„Du Mistkerl!“, brüllte sie ihn an und verpasste ihm eine saftige Ohrfeige, bevor sie ihm am Kragen packte und schüttelte.
„Was hast du mit meinem Geld gemacht? Dachtest du, du würdest ungeschoren davonkommen?“, schrie sie und um sie herum bebte die Erde ein wenig.
„Ich habe es noch! Ich habe es noch!“, schrie Damian ihr entgegen und verdutzt ließ Mina ihn los.
„Außer für die Zeche, habe ich nichts davon benutzt! Ich konnte es einfach nicht über mich bringen!“, offenbarte er ihr, die Hände schützend vors Gesicht haltend.
„Dann gib es mir wieder!“, forderte Mina ihn auf und schlug ihm wie ein störrisches Kind auf die Brust.
„Es ist in meinem Rucksack“, bedeutete Damian und deutete etwas weiter weg, wo er bei seinem Sturz liegen geblieben war.
Mina erhob sich und warf ihm den Rucksack hin. Damian hatte sich mittlerweile aufgesetzt. Unter Aufsicht kramte er nun kurz darin und holte schließlich Mina’s Geldbeute hervor.
„Hier, fast alles noch drin“, sagte er und warf ihn ihr zu.
„Tut mir Leid“, ergänzte er als Mina den Beutel mit Freudentränen in den Augen betrachtete.
Der andere Reiter räusperte sich.
„Es wird Zeit, dass wir uns ins Innere der Stadt aufmachen, bevor die Tore schließen“, schlug er vor.
Mina schaute zu ihm auf, noch nie war sie einem Felsling begegnet. Seine Größe allein, war beeindruckend für sie, aber zusammen mit seiner ruhigen Haltung fühlte sie sich kindisch, für ihr eigenes Verhalten. Ein leichter Rotschimmer huschte über ihre Wange als sie zu ihrem eigenen Rucksack ging, den sie beim Abspringen einfach hatte fallen lassen.
„Darf ich dich einladen? Als Entschädigung?“, fragte Damian vorsichtig nachdem er aufgestanden war.
„Bezahlst du von deinem eigenen Geld?“, erwiderte Mina spöttisch und Griff die Zügel ihres Pferdes, den Rucksack und darin das Geld wieder auf ihrem Rücken.
„Ja“, antwortete Damian zögerlich.
„Heute Nacht werde ich für uns drei bezahlen. Du, Damian, musst dir erst Geld verdienen“, beschloss der Felsling, wandte sich Richtung Tor und trieb sein Pferd an.
Damian und Mina folgten ihm schweigend, wissend, dass jedes weitere Wort vorerst unnütz war.

Hinter den Kulissen

Und hier endet sie die Geschichte von Mina, Damian und Sasha. Ich bin mir noch nicht sicher, wie ich sie weiterführen werde, aber ein paar Ideen habe ich schon. Spätestens nächstes Jahr im Dezember wird sich dann zeigen, ob ich es wieder auf diese Weise mache. 😉
Aber jetzt lasst doch mal von euch hören:
Hat euch die Geschichte gefallen?
Wie gefiel euch die Lesart (verschiedenen Charakteren folgen)?
Wen mochtet ihr besonders und wen gar nicht?
Auf alle Fälle wünsche ich euch:

Frohe Weihnachten!

Viele Geschenke und eine schöne Zeit mit euren Lieben!
Wir sehen uns dann demnächst, dann wird es vermutlich auch noch eine Zusammenfassung der Geschichte geben. Seid gespannt. 😉
Bis dann
PoiSonPaiNter
© Für Geschichte und Charaktere liegen bei mir. Verwendung oder Weitergabe nicht ohne meine Zustimmung.
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Lies auf Deutsch

Damian

Contrary to what he had expected was the work for the Smith not that much of a punishment at all. He had to muck the stables, help the apprentices to shovel coals or to keep the furnace evenly heated with bellows or sweep the house, court yard or smithy. They weren’t easy tasks and partly heavy labour, but everyone in the service of the smith had to do these tasks. The smith and his wife turned out to be quite loving people, that simply wanted to give him a second chance.
One evening Damian had been ordered to see Kurt. Kurt sat in an old rocking chair and smoked his pipe, while a warm fire crackled in the fireplace and urged Damian to sit down. Damian took the fluffy sheepskin in front of the fireplace as seat.
“Why do you steal, Damian?” Kurt wanted to know after a moment.
Puzzled the boy looked up to him. “Because I can?” Damian asked more than he reasoned.
“Wouldn’t you rather like to learn an honest craft?” Kurt continued.
“I – No teacher would take me”, Damian admitted disheartened and looked to the floor.
“As a thief your nimble-fingered, the profession of a gold smith could be just right for your skills”, Kurt thought loudly and smoked his pipe.
“Think about it. I will give you a few task so you can try it and if it isn’t for you, then you’ve at least learned that your current craft has consequences”, Kurt revealed to him and added after a moment: “Now go to bed. Tomorrow will be an exhaustive day”
Every now and then over the next few days Damian tried his skills with small trinkets or armour or shield ornaments. To his amazement did he enjoy it, but deep inside he was pulled onwards and it even more so, when the foreigner arrived. He was tall and slim and no human, that much Damian knew. As he was staying in the stables as well he soon learned that the foreigner was a Stoneling. Damian nearly spent the whole night with Sasha, as he – kin, as Stoneling talked about each other – had introduced himself – kimself – and peppered him – kim – with questions regarding his – gaz – folk. And the Fernweh was back.
The next day he had made up his mind and so he asked the Stoneling during the late breakfast if he could accompany kim. Sasha denied and advised him to stay, but that was not what Damian wanted. He walked the dining room up and down and thought of ways to convince the Stoneling to change gaz when he heard footsteps. Out of habit Damian hid behind a curtain that lead to the storeroom and watched through gap how Kurt and Sasha came into the room and Kurt called for his wife. After a short conversation Sasha went out again and in his place Marie came into the room. Kurt told her that she should prepare a packet of food for Sasha. Kin wanted to leave then, he had driven kim away.
After a moment Kurt left the dining room as well and Maria came towards the storeroom. Damian sidestepped into the other corner and hid on the other side of the curtain until she went out again – knowing, that no one would be in the room, unsure, why he was still hiding, but to explain things would be too awkward now.
It didn’t take long until Marie put the packet on the table and left the room towards the laundry rooms. Damian was just about to leave his hideout as the door towards the courtyard opened again and Sasha came back into the room. Kin looked at the packet and then took a few coins out of a small purse that kin was wearing at gaz belt and put them on the table and took the packet with kim as he walked out. Now finally Damian could come out behind the curtain. For a moment he stood before the coins, took one of them and looked at it. He wanted to leave after all and Kurt had told Sasha that he did not want any payment, so he could simply take a little seed money and get going.
Forcefully Damian shook his head and practically threw the coin back. Something inside of him was reluctant to take from these people. Still, he had made a decision and thus he hurried to the stables and hastily packed his things.
“So you made up your mind…” A calm voice noted behind him and Damian startled.
Kurt leaned against the door of the box and watched him with a mixture of sadness and disappointment. Damian couldn’t look him in the eyes and lowered his gaze. Kurt sighed and went away. Damian shortly watched him go and then went back to his luggage. He shouldered his backpack when he heard the clacking of horse shoes. Kurt held one of the oldest horses at the reins, a small Haflinger that he had had to groom every now and again during the last weeks. Without warning Kurt held out the reins towards Damian.
“Your payment. You worked well and I would have liked to take you as an apprentice, but your driven onwards, so I can’t hold you back. I hope you have learned your lesson and will try to find a proper apprenticeship”, he revealed with a sad smile.
“I-“, Damian was speechless and hesitantly took the reins.
Thunderstruck he hugged the smith tightly.
“Thank you”, he murmured with a tear chocked voice.
No one, who knew what he was, had ever been this cordially to him. A thief and moocher, scum, a no one and he still had given him a chance and for that Damian would forever be thankful. Kurt patted him on the back and Damian broke away from him and mounted the horse.
“Take good care of the two of you!” Kurt demanded and stroked the mares neck.
Damian nodded and spurred her right away. Maybe he’d manage to catch up with Sasha.

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Sasha

Sasha’s been on gaz way for quite a bit as kin suddenly heard the sound of hooves behind kim. Kin didn’t think anything about it, as this was an often ridden road, so kin didn’t deal with it further. It didn’t take long and kin had left the picturesque town behind kim, but kin could still hear the other horse behind kim. Still kin didn’t take it for anything special, even though kin slowed down so the other could ride up to kim, but the steps remained steadily behind kim. Shortly after the town kin came into a forest and it seemed to kim as if the steps had relocated to the brushwork. Deep inside kin readied kimself for an ambush, with one hand kin took the reins, with the other kin clasped gaz sword. But the ambush never came. A meadow rose behind the woods and now kin had had enough and turned around with gaz horse towards gaz pursuer. Behind him was Haflinger whose rider painstakingly tried hiding himself and his horse from gaz view. Without any tress or high grass this was a rather sorry display of swaying back and forth.
Sasha rode towards him until kin finally recognized the rider.
“You?! What are you doing here? Why did you not stay in the smithy?” Kin snapped at the boy.
“I-I wanted, couldn’t stay there longer”, the other meekly replied.
“And that is why you steal a good horse from your master and come cowardly running after me?!” Sasha accused him and took the reins with a jerk.
“I didn’t steal it!” Damian defended himself and was just about able to stay on the beast that startled due to the jerk.
“How did you get this beast?” Sasha demanded to know.
“The master gave it to me! As payment!” Sasha practically yelled at kim.
“As payment?” Kin asked now confused and loosened his grasp on the reins.
“Yes, he understood that I did not stay in one place, but wants me to start a proper life without stealing and therefore gave me the horse!” Damian explained and added: “I didn’t even take your money, even if I had the chance!”
“My money?” Sasha asked puzzled.
“Yes, I was hiding in the dining room the whole time – out of habit”, Damian admitted bummed.
“I told you that I do not want to travel with you and you ignored my words and followed me. What do you expect me to do now?” Sasha wanted to know.
“Please, Sasha! Give me a chance! I want to better myself! And I have the feeling that by your side I can become a better person!” Damian pleaded.
Sasha watched him for a moment. Kin saw sincerity in his eyes and recognized the wish to change in the other’s features. Kin sighed.
“All right. You can accompany me, but if you steal from someone I will continue my journey without you, are we understood?” Kin decided.
“Yes”, Damian only returned with a node.
Sasha let go of the reins and turned gaz horse back towards the road and rode ahead. Damian followed kim silently and for a while neither of them spoke a word.
The sun was vanishing behind the horizon as the two of them reached high city walls. The height was nowhere near keep up with Sasha’s native mountains, but it was impressive to see something like this around a human settlement. Kin did not know what awaited them on the other side, but kin was already curious how things would continue with kim and the thief.

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Mina

“You know him?” Mina asked perplexed.
“Yes, that rascal tried stealing from my customers, but we caught him red handed!” The innkeeper told her proudly.
“What do you have to do with him?” He right away wanted to know and seemed ready to shoo her off on the spot.
“He stole from me, too”, Mina admitted discontented.
“You won’t be the only one, Sweetie!” The innkeeper laughed at her confession.
“What did you do with him, after you caught him?” Mina insistently wanted to know.
“The smith took him. There he has to work off his sentence, even if we had preferred to see his hands rolling…” The innkeeper fantasized.
“Where can I find the smithy?” Mina asked impatiently and the innkeeper explained it to her.
Right away she continued on her way and soon reached the smithy. She unhorsed, a mixture of rage and anticipation bubbling inside auf her, and went onto the courtyard.
“Hello?” She cautiously called when she couldn’t see anyone.
A tall, strongly build man with a full beard came out of one of the buildings and cleaned his hands with his apron.
“How can I help you? Is something wrong with your horse?” He greeted her friendly.
“No. Thanks. I’m looking for Damian”, she jumped to the important topic right away.
“Damian?” You’ve just missed him. He journeyed on, why?” He explained calmly.
“Journeyed on? That can’t be!” She complained, close to tears.
She had been so close and now everything would be for naught.
“He stole from you, didn’t he?” The smith asked and received a nod as answer.
“As far as I know did he ride southwards on a Haflinger; by now probably together with a rider on a black horse. Maybe you’ll catch up with them”, he suggested to Mina, pity in his voice.
“South?” Mina made sure immediately with new courage and got back on her horse.
It wasn’t easy for her to do that from a standing position, as she was used to ponies, but by now she had gotten used to it and managed it without a lot of trouble.
“Exactly”, the smith confirmed and told her which roads she had to take.
Mina spurred her horse as fast as she could. A break would cost her precious time. She rode through a small forest and leaves swirled behind her. She rode across a field and a cloud of dust followed her. Then finally, as the day was drawing to its end, she saw two riders on the horizon that looked up to a tall city wall and fit the description the smith had given her. Anger again boiled inside of her, she had finally found him.
“Forgive me”, she begged her horse and send her powers through it.
Without warning several roots shot up from the ground in front of the Haflinger and the beast reared up and threw down his rider. Mina had nearly reached them as she jumped down from her own horse that had just gotten slower. Angrily she ran to the one lying on the ground. Just as he wanted to get up again, she jumped at him and threw him back down.
“You bastard!” She yelled at him and hit him hard in the face, before she took him by the collar and shook him.
“What did you do with my money? Did you think you’d get away with this?” She shouted and around them the ground shook a little.
“I still have it! I still have it!” Damian yelled back at her and Mina let go of him, puzzled.
“Except the bill, I did not use it for anything! I just couldn’t do it!” He revealed to her, holding his hands protectively before his face.
“Then give it back!” Mina demanded and hit him on the chest like a stubborn child.
“It’s in my backpack”, Damian implied and waved a little away where it had dropped during the fall.
Mina got up and threw the backpack at him. Damian had sat up by now. Under her watchful eye he rummaged in it shortly and then finally took out Mina’s purse.
“Here, nearly everything still inside”, he told her and threw it towards her.
“I’m sorry”, he added when Mina looked at it with tears of joy in her eyes.
The other rider cleared his throat.
“It is time to enter the city before the gates close”, he suggested.
Mina looked up at him, she had never met a Stoneling before. His height alone was impressive to her, but together with his calm composure she felt childish for her own behaviour. A hue of read flittered across her face as she went over to her own backpack that she had dropped when she had jumped down.
“Would it be alright if I paid for you tonight? As compensation?” Damian cautiously asked after he had gotten up.
“Are you paying with your own money?” Mina retorted sneeringly and took the reins of her horse, the backpack and the money inside it again on her back.
“Yes”, Damian answered hesitantly.
“Tonight I will pay for the three of us. You, Damian, still have to earn money”, the Stoneling decided and turned his horse towards the gate and spurred it.
Damian and Mina followed him silently, knowing that any more words would be useless right now.

Behind the Scenes

And here ends the story of Mina, Damian and Sasha. I’m not sure yet, how I will continue it, but I do already have a few ideas. Next december at last it’ll be revealed, if I’ll continue it like this. 😉
But now I want to hear from you:
Did you like the story?
How did you like this way of reading (following different characters)?
Whom did you like most and whom not at all?
In any case do I wish you:

Frohe Weihnachten! (A Merry Christmas! 😉 )

A lot of presents and a great time with your loved ones!
We’ll see us in a few days, as there probably will be a collection of the story. Stay tuned. 😉
Until then
PoiSonPaiNter
© For the story by me. Do not use or repost either without my permission.

Advent Calendar: Door/Türchen #23

Read in English

Sasha

Am nächsten Morgen erwachte Sasha ausgeruht wie schon lange nicht mehr. Die ganze Zeit auf der Straße hatte kin immer Augen und Ohren offen gehalten, falls kin jemand überfallen wollte. Aber hier in der Scheune fühlte sich Sasha vorerst sicher. Nachdem kin sich angezogen hatte ging kin in den Wohnbereich der Schmiede und fragte, ob der Schmied bereits angefangen hatte gaz Pferd zu beschlagen. Die Frau des Schmieds sagte kim, dass er vermutlich gerade dabei war und schlug vor, dass kin doch zur Schmiede hinüber gehen und zusehen sollte. Sasha fand den Vorschlag gut und machte sich sogleich auf den Weg.
Aus der Schmiede kam kim heiße und stickige Luft entgegen und kin wandte sich zu gazem Pferd, das direkt davor an eine Holzstange angeleint war. Kin begrüßte es und sah sich dabei nach dem Schmied um.
„Morgen, Sasha!“, grüßte kin stattdessen der Lehrling.
„Guten Morgen, Damian“, erwiderte kin den Gruß.
„Dein Pferd ist gleich dran, der Alte bereitet schon die Hufeisen vor“, erzählte Damian.
Es dauerte nicht lange bis der Schmied Anweisungen nach draußen rief. Die beiden sollten das Pferd drehen, also taten sie wie befohlen und positionierten sich auf beiden Seiten des Pferdes um dies zu tun. Sogleich kam der Schmied mit einem glühenden Hufeinsen nach draußen und wies sie an, den Huf zu heben. Damian übernahm diese Aufgabe, da Sasha unsicher aussah und nicht wusste wie kin das anstellen sollte. Interessiert beobachtete der Krieger die Arbeit des Schmieds und seines Lehrlings.
„Tut das dem Tier nicht weh?“, fragte kin, als der Schmied einen Nagel in den Huf trieb.
„Nur wenn es falsch gemacht wird. Die Hufe sind wie große Fingernägel, bis zu einer bestimmten Tiefe spüren sie nichts“, erklärte der Schmied, während er arbeitete.
Sobald er mit dem Huf fertig war ging der Schmied zurück in die Schmiede um das zweite Eisen vorzubereiten. Die Prozedur wiederholte sich und Sasha schaute noch immer zu. Als der Schmied fertig war richtete er sich auf und fragte Sasha: „Hast du überhaupt schon gefrühstückt?“
Sasha verneinte woraufhin der Schmied Damian auftrug: „Bring ihn in die Küche und zeig ihm wo das Essen steht“
„Kin“, verbesserte Damian ihn.
„Was?“, entgegnete der Schmied lediglich.
„Bring kin und zeig kin, heißt es richtig“, erwiderte Damian Vorlaut.
Sasha lachte auf als kin den verwirrten Blick des Schmieds sah.
„Es müsste kin und kim sein“, berichtigte kin und fügte hinzu: „Wir Felslinge verwenden andere Wörter für er und sie“
„Ah, kin ist das richtige Wort dann, ja?“, erkundigte sich der Schmied.
„Ja, das ist die Grundform“, bestätigte Sasha.
„Ich versuche daran zu denken, aber ich kann nichts versprechen“, gab der Schmied zu.
„Das ist in Ordnung. Die Wenigsten wissen überhaupt, dass dieses Wort existiert“, beschwichtigte Sasha.
Damian und Sasha machten sich auf den Weg in den Speiseraum. Gemeinsam deckten sie den Tisch und der Lehrling gesellte sich zu kim.
Sie sprachen über alles Mögliche und nach einer Weile fragte Damian: „Kann ich mit dir kommen?“
„Warum?“, fragte Sasha und fügte hinzu: „Du hast ein gutes Leben hier, eine Lehre, einen guten Meister. Warum solltest du weg wollen?“
„Weil es nicht eine Entscheidung war bei ihm anzufangen“, eröffnete Damian und blickte betreten auf die Tischplatte.
Sasha sah ihn fragend an und schließlich fügte er hinzu: „Naja, ich hab scheiße gebaut“
Der Felsling war nur noch verwirrter, aber ließ den Jungen ausreden.
„Ich hab im Gasthaus die Gäste beklaut und wurde erwischt. Und der Schmied hat dann gesagt, ich soll das Ganze hier abarbeiten“, erklärte Damian.
„Dann hast du noch weniger Grund mich zu begleiten. Du musst hier bleiben und deine Schuld begleichen. Alles andere wäre unehrenhaft und feige“, entschied Sasha und strafte Damian mit einem finsteren Blick.
„Ja, aber – “, setzte dieser an.
„Nichts aber. Von anderen nehmen ist falsch und jemand, der so etwas für richtig hält und nicht mit den Konsequenzen leben kann, soll mich nicht auf meinem Weg begleiten“, erklärte der Krieger und verließ den Raum ohne ein weiteres Wort.
Kin ging zurück zur Schmiede und erzählte dem Schmied von der Unterhaltung.
Der Schmied bestätigte kim: „Ja, er hat gestohlen und die Stadt wollte ihn fast schon hinrichten dafür. Ich wollte ihm noch eine Chance geben, um ein richtiges Handwerk zu erlernen“
„Ich meine als Dieb sollte er die nötige Fingerfertigkeit für die kleinen Dinge mitbringen, aber vielleicht habe ich mich geirrt. Vielleicht will er sich gar nicht ändern“, fügte er mit einem Seufzen hinzu.
„Das scheint mit leider auch so. Wenn es Euch recht ist würde ich gerne noch heute abreisen, damit er nicht noch weiter in Versuchung gerät“, offenbarte Sasha.
„Natürlich. Dein Pferd ist fertig. Ich werde meine Frau bitten dir noch etwas Proviant zu machen“, erklärte der Schmied sich einverstanden.
„Danke, aber das ist nicht notwendig. Ich werde mir bei Gelegenheit etwas erstehen oder jagen“, lehnte Sasha das Angebot ab.
„Unsinn. Du bekommst etwas von uns. Komm mit“, beschloss der Schmied und winkte kin zurück in Richtung Haus.
Die beiden gingen zurück in den Speiseraum und der Schmied rief nach seiner Frau, die ein paar Zimmer weiter die Wäsche machte. Die Reste vom Frühstück standen noch auf dem Tisch, aber von Damian war nichts mehr zu sehen.
„Was schulde ich Euch für Eure Dienste?“, fragte Sasha und zog gazen Geldbeutel hervor.
„Lass gut sein. Das geht aufs Haus“, winkte der Schmied erneut ab.
„Habt dank, aber das kann ich nicht annehmen“, widersprach Sasha.
„Doch kannst du“, bestimmte der Schmied und schlug ihm freundschaftlich auf die Schulter.
„Jetzt geh und pack deine Sachen, du kannst dein Essen dann hier abholen. Hab eine gute Reise und sei gut zu deinem Pferd“, forderte der Schmied.
„Habt dank und ich werde mein Bestes geben, damit es dem Tier gut geht!“, versprach Sasha und machte sich auf den Weg.
Es dauerte nicht lange, da hatte kin gaze Sachen auch schon wieder verstaut und an gazem Pferd befestigt. Kurz danach ging kin zurück in die Küche und fand dort ein fest verschnürtes Packet auf dem abgeräumten Tisch. Weder der Schmied, noch seine Frau waren im Raum also entschied kin ihnen eine kleine Spende dazulassen. Kin ließ ein paar Münzen mit Felslings-Prägung auf den Tisch liegen und verließ dann den Raum. Nicht viel später war kin wieder auf gazem Weg.

Hinter den Kulissen

Mit Sasha’s Geschichte geht es weiter hinter dem 24. Türchen.

Wenn ihr in der Zwischenzeit bei den anderen vorbei schauen möchtet, dann startet neu bei Türchen 1 und entscheidet euch zwischen Damian und Mina.
Falls die ganzen Pronomen für Sasha verwirrend sind verweise ich an dieser Stelle nochmal auf die Übersicht aus 20. Türchen.
Ansonsten: Wer Damian’s Geschichte verfolgt hat, wird wissen, dass der Schmied Kurt heißt, aber da er sich nie wirklich Sasha vorgestellt hat, wollte ich ihn nicht beim Namen nennen. Wer jetzt noch verwirrter ist als eh schon, sollte wohl die Kapitel von Damian nachholen. 😉
Abgesehen davon ist mir aufgefallen, das Sasha am Corwyn-Syndrom leidet, benannt nach einem von DarkFairys Charakteren aus unserer Geschichte Warlords, der einem gerne mal große Weisheiten an den Kopf knallt und dann einfach abhaut. 😀
Wie auch immer, ich hoffe euch gefällt die Geschichte bisher.
Bis Morgen,
PoiSonPaiNter
© Für Geschichte und Charaktere liegen bei mir. Verwendung oder Weitergabe nicht ohne meine Zustimmung.
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Lies auf Deutsch

The next morning Sasha woke up as rested as kin hadn’t been in a while. The whole time on the road kin always had gaz eyes and ears open in case someone wanted to ambush kim. But here in the stables Sasha felt safe for now. After kin had gotten dressed kin went to the living quarters of the smith and asked if the Smith had already started shoeing gaz horse. The smith’s wife told kim that he probably was at it about now and suggested that kin should get over to the smithy to watch. Sasha liked the suggestion and set forth right away.
Hot and sticky air flew towards kim from the smithy and kin turned towards gaz horse that was tied to a wooden bar in front of it. While kin greeted it he looked for the smith.
“Morning, Sasha!” The apprentice greeted kim instead.
“Good Morning, Damian” Kin returned the greeting.
“It’ll be your horses turn soon. The old man is already preparing the shoes”, Damian told kim.
It didn’t take long until the smith yelled orders from the inside. They should turn the horse, so they did as they were told and positioned themselves on either side of the horse to do so. At once the smith came out with a glowing horse show and ordered them to lift the hoof. Damian took up this task as Sasha looked uncertain and didn’t know what kin should do. Interested the warrior observed the work of the smith and his apprentice.
“Doesn’t it hurt the beast?” Kin asked the smith as he piled a nail into the hoof.
“Only if you do it wrong. The hooves are like large fingernails until a certain depth they don’t feel a thing”, the smith explained while he worked.
As soon as the hoof was finished the smith returned to the smithy to prepare the second iron. The procedure repeated itself and Sasha continued to watch them. When the smith was done he straightened up and asked Sasha: “Did you even have breakfast?”
Sasha denied whereupon the Smith ordered Damian: “Take him to the kitchen and show him where the food is”
“Kin”, Damian corrected him.
“What?” The smith simply returned.
“Bring kin and show kin, is what it’s called”, Damian retorted cheekily.
Sasha started laughing when kin saw the confused look on the smiths face.
“It should be kim in both cases”, kin corrected and added: “We Stonelings use different words for he and she”
“Ah, kin is the correct word than, yes?” The smith inquired.
“Yes, it’s the basic form”, Sasha confirmed.
“I’ll try to remember it, but I can’t promise a think”, the smith admitted.
“That’s all right. The fewest even know the word exists”, Sasha reassured him.
Damian and Sasha made their way to the dining room. Together they set the table and the apprentice joined kim.
They talked about all sorts of things and after a while Damian asked: “Can I join you?”
“Why?” Sasha asked and added: “You have a good life here, an apprenticeship, a good master. Why would you want to leave?”
“Because it wasn’t my decision to start working for him”, Damian revealed and looked embarrassed down onto the table.
Sasha looked at him questioningly and he finally added: “Well, I screwed up”
The Stoneling was now even more confused, but let the boy continue.
“I stole from the people in the inn and got caught. And the smith decided that I should work off my debt”, Damian explained.
“Then you have even less reason to accompany me. You have to stay here and settled your debt. Everything else would be dishonourable and cowardly”, Sasha decided and scolded Damian with a frowning look.
“Yes, but –“, he started.
“No buts. Taking from others is wrong and I will not be accompanied by someone who deems this right and cannot live with the consequences”, the warrior explained and left the room without another word.
Kin returned to the smithy and told the smith about the conversation.
The smith confirmed: “Yes, he stole and the town even wanted to hang him for it. I wanted to give him a chance, to learn a real craft”
“I mean, as thief he should bring the needed light-fingeredness for small objects with him, but maybe I was wrong. Maybe he simply doesn’t want to chance”, he added with a sigh.
“That unfortunately seems to be the case. If it is all right with you, I’d be leaving today to not tempt him further”, Sasha revealed.
“Of course. Your horse is ready. I’ll ask my wife do make some provision for you”, the smith agreed.
“Thanks, but that is not necessary. Given the opportunity I will buy or hunt something”, Sasha refused the offer.
“Nonsense. You’ll get something from us. Come on”, the smith decided and waved kim back towards the house.
The two of them returned to the dining room and the smith called out to his wife that was working on the laundry a few rooms over. The remains of the breakfast still stood on the table, but Damian was nowhere to be seen.
“What do I owe you for your services?” Sasha asked and took out gaz purse.
“Nevermind. It’s on the house”, the smith waved off again.
“Have my thanks, but I cannot accept it”, Sasha disagreed.
“Yes you can”, the smith ordered and gave him a friendly pat on the shoulder.
“Now go and pack your things, you can get the food later. Have a good journey and be good to your horses”, the smith demanded.
“Have my thanks and I will do my best to make sure the beast does well!” Sasha promised and went on his way.
It wasn’t long before gaz things were back in gaz backpack fastened to gaz horse. Shortly after that kin went back to the kitchen and found a tied up packet on the cleaned table. As kin could neither see the smith nor his wife kin decided to leave them a small offering. Kin left a few coins with Stoneling-stamping on the table and left the room. Not much later kin was already on gaz way again.

Behind the Scenes

Sasha’s story will continue behind the 24th door.
If you want to see what the others are doing in the meantime, go back to the 1st door and choose between Mina and Damian.
In other respects: Those who follow Damian’s story know that the smith is called Kurt, but as he never really introduced himself to Sasha I didn’t want to call him by his name. Those who are now even more confused than before, probably should catch up with Damian’s chapters. 😉
Regardless of that did I notice that Sasha suffers from the Corwyn-Syndrome, named after one of DarkFairys from our story Warlords,who loves dropping huge chunks of wisdom into your face and then simply leaving. 😀
In any case do I hope you like the story so far.
See you tomorrow,
PoiSonPaiNter
© For the story by me. Do not use or repost either without my permission.

Advent Calendar: Door/Türchen #22

Read in English

Damian

Mehr und mehr seiner Beute kam zum Vorschein und die Männer in Damian‘s Zimmer überlegten sich bereits, was sie mit ihm anstellen würde. Wie aus der Ferne hörte Damian den Vorschlag, dass ihm die Hände abgehackt werden oder er sogar gleich an den Galgen kommen sollte. Dies sollte sein größter Raubzug gewesen sein und nun war es seine größte Niederlage. Der Mann am Bett hatte alle seine Sachen einfach auf den Boden geworfen und die Beute, so wie es Damian am Abend zuvor getan hatte, auf dem Bett ausgebreitet.
„Wem gehört was?“, fragte er in die Runde.
Einer nach dem anderen ging auf das Bett zu, nahm etwas und ging zurück. Schließlich kam die Frau hob sachte ihre Ohrringe auf, kam auf Damian zu und verpasste ihm eine schallende Ohrfeige. Hätte der Große ihn nicht noch immer festgehalten, wäre Damian vermutlich umgekippt. Am Ende lagen nur noch Mina’s Geldbeutel und ein paar Schmuckstücke einer früheren Entwendung auf dem Bett. Nun kam der Wirt zu ihm und verpasste ihm ebenfalls eine Ohrfeige.
„Von wegen ehrlicher Finder“, kommentierte er herablassend.
Damian versuchte sich klein zu machen, denn er sah ihm an, dass er gerne noch weiter zugeschlagen hätte, aber der Große hinter Damian hielt ihn irgendwie davon ab.
„Was machen wir jetzt mit dir?“, fragte der Große schließlich mit einem enttäuschten Tonfall.
„Hände abhacken!“, rief einer.
„Durchschachten!“, ein anderer.
„Was haltet ihr davon, dass er seine Schuld abarbeitet?“, schlug der Große ruhig vor.
„Der und arbeiten? Pah! Das klappt nie!“, beschwerte sich einer der Männer.
„Ich finde es ist einen Versuch wert“, blieb er bei seiner Entscheidung.
„In meine Küche kommt der nicht!“, forderte der Wirt.
„Ich dachte eher an meine Schmiede“, bot der Große an, der für Damian nun der Schmied war.
„Gut. Dann kannst du ihm gleich die Hände abschlagen, wenn er nicht spurt!“, forderte der Hände-ab-Mann.
Verwirrt und verschreckt schaute Damian zum Schmied hinauf.
„Du packst jetzt deine Sachen zusammen, zahlst deine Zeche und dann kommst du mit mir in die Schmiede. Haben wir uns verstanden?“, fragte er Damian und drückte mit seiner Hand fest Damian’s Schulter.
Damian nickte nur und sogleich ließ der Schmied ihn los und schubste ihn leicht Richtung Bett.
Die Meute im Zimmer verließ einer nach dem anderen den Raum, nun da es nichts mehr zu sehen gab. Einige verabschiedeten sich mit Kommentaren, ob das die richtige Entscheidung war, andere gingen einfach wortlos. Damian indes sammelte sein Hab und Gut zusammen und verstaute es wieder in seinen Rucksack. Als er fertig war, warf der Schmied sich den Rucksack über die Schulter und deutete Damian an voraus zu gehen.
Als sie die Stufen hinab gingen konnte er bereits hören, wie die Männer sich darüber stritten, wer wie viel Geld zu wenig oder zu viel hatte. Wäre der Schmied nicht gewesen, wären sie vermutlich noch einmal auf Damian losgegangen. Beim Wirt setzte der Schmied den Rucksack ab, damit Damian das Geld rausholen konnte. Dieser tat wie ihm geheißen und legte die Zeche fein säuberlich auf den Tresen. Als der Wirt die Bezahlung akzeptiert hatte nahmen die beiden, unter den Blicken der anderen Besucher ihren Weg wieder auf.
Damian malte sich bereits die kühnsten Dinge aus, die mit ihm in der Schmiede passieren würden. Er sah den Schmied schon seine Hände auf die Esse pressen oder an seinen Fingern die Schärfe einer Axt oder Schwertes testen. Hätte der Mann nicht seinen Rucksack fest im Griff würde Damian davon rennen so schnell er konnte, aber er war noch immer nicht bereit ihn aufzugeben, schließlich war er alles was er besaß.
Sie gingen immer weiter durch die Gassen der Stadt. Leute nickten dem Schmied zu oder grüßten ihn herzlich und schauten Damian neugierig an, aber niemand sagte ein Wort. Seine Tat musste sich bereits rumgesprochen haben. Ein paar Straßen entfernt konnte er bereits die Rauchwolken sehen, die von der Schmiede aufstiegen, vielleicht würde der Schmied ihn auch einfach in eines der Feuer stoßen.
Erneut stieß der Schmied ihn an, um ihn vorwärts zu treiben. Es war ein leichtes, aber ausdrückliches Stoßen. Endlich waren sie an der Schmiede angekommen und Damian beäugte das hölzerne Gemäuer mit einer Mischung aus Scheu und Neugierde. Ein großes Haupthaus verdeckte die Sicht auf einen weiten Innenhof, der zu den Schmieden und Ställen führte. Der Schmied geleitete ihn in Richtung des Letzteren.
„Meine Knecht-Behausungen sind voll. Du wirst vorerst hier schlafen müssen. Betrachtete es als Teil deiner Strafe“, erklärte er ihm, als auch gleich eine Frau hereingestürzt kam.
„Kurt?! Ist es wahr?“, fragte sie ihn und blickte von ihm zu Damian.
„Was haben sie denn erzählt, dass wahr sein sollte?“, erwiderte er stattdessen gelassen.
„Das du einen Dieb herbringst, um ihm die Hände abzuschlagen!“, wiederholte die Frau den Tratsch.
„Ach Marie, du kennst mich doch. So etwas würde ich nicht tun. Nein, das ist -“, begann er mit einem Lachen und stockte dann.
„Ich habe dich gar nicht nach deinem Namen gefragt“, fiel es ihm plötzlich auf.
„Damian“, sagte dieser nach einem Moment.
Er stand bereits in einer der Pferdebuchten und hatte sie sich angesehen.
„Damian“, wiederholte der Schmied und sprach weiter: „Er hatte im Gasthaus ein erstaunliches Sümmchen zusammengestohlen und als Strafe soll er bei uns arbeiten“
„Und was wenn er auch uns bestiehlt und flieht?“, gab Marie zu bedenken.
„Das wird er nicht. Habe ich Recht?“, fragte Kurt an Damian gewandt, ein drohender Ton in seiner Stimme.
„Nein. Werde ich nicht“, versprach Damian kleinlaut.

Hinter den Kulissen

Mit dem letzten Teil von Damian’s Geschichte geht es hinter dem 24. Türchen weiter, seid gespannt, wie es ausgeht. 😉

Wenn ihr in der Zwischenzeit bei den anderen vorbei schauen möchtet, dann startet neu bei Türchen 1 und entscheidet euch zwischen Sasha und Mina.
Wer gestern bei Sasha mitgelesen hat, sollten jetzt einen Aha-Moment haben. 😉
Alle anderen sollten vielleicht nochmal zurück gehen und Nachlesen. 😛
Kurt hat sich übrigens zu einem meiner Lieblings-Charaktere dieser Geschichte gemausert, irgendwie mag ich ihn…
Auf alle Fälle hoffe ich, euch gefällt die Geschichte bisher.
Bis Morgen,
PoiSonPaiNter
© Für Geschichte und Charaktere liegen bei mir. Verwendung oder Weitergabe nicht ohne meine Zustimmung.
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Lies auf Deutsch

More and more of his loot came into view and the men in Damian’s room already thought about what they should do with him. Like it came from afar Damian heard the suggestion that his hands should be cut off or that he should hang at the gallows right away. This should have been his biggest raid and now it was his biggest defeat. The man at the bed had simply thrown all of his stuff onto the floor and had spread the loot over the bed, like Damian had done in the evening before.
“What belongs to whom?” He asked into the room.
One after the other the others went to the bed, took something and went back. Eventually the woman gently took up her earring, came towards Damian and slapped him hard across the face. If it wasn’t for Tall Guy holding him, Damian would certainly have fallen over. In the end only Mina’s purse and a few trinkets from a previous pilfering remained on the bed. Now the innkeeper came to him and slapped him as well.
“Honest finder, as if!” he commented condescending.
Damian tried to look small when he saw it in the others face that he wanted to hit him again, but Tall Guy who stood behind Damian somehow kept him from doing it.
“What are we going to do with him now?” Tall Guy finally asked in a disappointed tone.
“Cut off his hands!” One called out.
“Give him a proper beating!” Another.
“What are your thoughts on him working off his debt?” Tall Guy suggested calmly.
“He and working? Pah! That’ll never work!” One of the men complained.
“Not in my kitchen!” The innkeeper urged.
“I was thinking about my smithy”, Tall Guy offered, who now was the Smith for Damian.
“Good. There you can cut off his hands if he misbehaves!” The Hands-Off-Guy demanded.
Confused and frightened Damian looked up to the Smith.
“You’ll pack your things, pay your bill and then you’ll come with me to my smithy. Are we understood?” He asked Damian and squeezed his shoulder tightly.
Damian only nodded and the Smith let him go right away and pushed him lightly towards the bed.
The people one after the other let the room now that there was nothing to see anymore. Some took their leave with a comment, if this was the right decision; others simply went without a word. In the meantime Damian collected his belongings and stuffed them back into his backpack. When he was finished the Smith took the backpack and waved for Damian to walk ahead.
When they descended the stairs he could already hear the men fighting over how much money whom had too much or too little. If it hadn’t been for the Smith they probably had slashed at him again. In front of the innkeeper the Smith put down the backpack so Damian could get out the money. He did as he was told and put it neatly on the counter. When the innkeeper accepted the payment the two of them continued on their way under the eyes of the other patrons.
Damian already imagined the wildest things of what would happen in the smithy. He already saw the Smith push his hands onto the forge or test the sharpness of an axe or sword on his fingers. Had the man not hold his backpack tightly Damian would start running as fast as he could, but he still wasn’t ready to give it up, it was all he had after all.
They walked farther and farther through the alleys of the town. People nodded to the Smith or greeted him sincerely and eyed Damian curiously, but no one said a word. Word of his doings had certainly gotten around already. A few streets away he could already stay the smoke clouds that rose from the smithy, maybe the Smith would even simply shove him into the fire.
Again the Smith nudged him to walk faster. It was a light, but explicit nudge. Finally they arrived at the smithy and Damian eyed the wooden building with a mixture of dread and curiosity. The main building hid the sight to the wide courtyard that lead to the smithy and the stables. The Smith lead him into the direction of the latter.
“The living quarters for my workers and apprentices are full. You’ll have to sleep here for now. See it as part of your punishment”, he told him when a woman rushed into the building.
“Kurt?! Is it tur?” She asked and looked from him to Damian.
“Whatever did they tell that should be true?” He calmly asked in return.
“That you’re bringing a thief here to cut off his hands!” The woman repeated the gossip.
“Oh Marie, you know me. I would never do something like that. No, this is –“, he started with a laugh and halted.
“I have never even asked for your name”, he suddenly noticed.
“Damian”, he said after a moment.
He already stood in one of the horse stalls and had looked at it.
“Damian”, the Smith repeated and continued: “He had stolen quite a sum in the inn and as punishment should work here with us”
“And what if he steals form us too and flees?” Marie pointed out:
“He won’t. Am I right?” Kurt asked towards Damian, a threating tone in his voice.
“No. I won’t”, Damian promised meekly.

Behind the Scenes

Damian’s story will continue behind the 24th door.
If you want to see what the others are doing in the meantime, go back to the 1st door and choose between Mina and Sasha.
Those who read Sasha’s chapter yesterday, should now have an Aha-moment. 😉
Everyone else should probably go back and read it. 😛
Kurt has by the way become one of my favourite characters of this story, I do like him somehow…
In any case do I hope you like the story so far.
See you tomorrow,
PoiSonPaiNter
© For the story by me. Do not use or repost either without my permission.

Advent Calendar: Door/Türchen #21

Read in English

Mina

Müde und erschöpft wurde Mina erst von Winfrid geweckt, der sie kräftig an den Schultern rüttelte. Nachdem sie die Spuren ihrer Tat versteckt hatte, war sie am Tisch sitzend eingeschlafen.
„Gute Arbeit, Kleines!“, lobte Winfrid sie und deutete auf die vollen Flaschen, die vor ihr auf dem Tisch standen.
Mina nickte mit einem Gähnen und streckte sich ausgiebig.
„Geh und sieh nach, ob die Pferde versorgt sind, du kannst dir dann auch gleich ein gutes Frühstück gönnen!“, forderte er sie auf und warf ein paar Münzen auf den Tisch.
Noch nicht ganz wach starrte Mina das Geld für einen Moment an, bevor sie es nahm und aufstand. Beim Rausgehen warf sie sich ihren Rucksack über die Schulter und schaute ein letztes Mal verstohlen zu den befüllten Flaschen, ein kleines Lächeln auf ihren Lippen, dann ging sie ins Gasthaus.
Der Wirt erlaubte ihr sich in einem der leeren Räume zu waschen während er ihr Frühstück zubereitete und als sie saß und aß kam auch schon ein Bursche lachend hereingelaufen.
„Das müsst ihr euch ansehen! Der eine Händler verkauft Heiltinkturen, die die Hautfarbe verändern!“, prustete er und stützte sich lachend auf seinen Knien ab.
Mina konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen und beeilte sich noch ein wenig Essen in ihren Mund zu stopfen, während sie den Rest in ein Tuch einwickelte und in ihren Rucksack tat. Beim Waschen hatte sie beschlossen, dem Händler eine weitere Lektion zu erteilen indem sie eines seiner Pferde zu nehmen um ihre Reise fortzusetzen, sobald ihre kleine Überraschung ans Licht kam.
Während alle Gäste auf den Markt eilten, eilte Mina in den Stall und zäumte eines der Tiere auf. Sie hatte zwar keinen Sattel, aber so war es ihr sowieso viel lieber zu reiten. Natürlich ließ sie es sich nicht nehmen und ritt am Marktplatz vorbei, der gefüllt war von Gelächter und Schimpfwörtern. Einige Leute hatten hochrote, andere sogar blaue oder grüne Köpfe und Winfrid schwankte von einem Fuß auf den anderen und versuchte sich irgendwie rauszureden. Mina grinste weiterhin und trieb schließlich das Pferd an. Winfrid würde es sich von nun an dreimal überlegen, wen er um Hilfe bat bei seinen Betrügereien.
Die nächsten Tage verbrachte Mina damit von Stadt zu Stadt zu reiten und die Leute entweder nach Arbeit oder Damian zu fragen, von dem sie eine Skizze angefertigt hatte. Allerdings hatte ihn niemand gesehen und die Arbeit war meist nicht gut bezahlt und reichte gerade dafür, dass sie sich etwas zu Essen kaufen konnte; dennoch war sie für alles dankbar, was sie bekommen konnte. Wenn sie gerade nicht arbeitete versuchte sie weiter mit ihrer Gabe zu üben. Kräuter wachsen lassen war eine Sache, aber Wurzeln zur Verteidigung zu verwenden erschien ihr hilfreich zu sein.
Eines Nachmittags, als sie gedankenverloren einen Feldweg entlang ritt, scheute ihr Pferd auf einmal auf und tänzelte zur Seite. Aufgeschreckt schaute sich Mina um und entdeckte eine Wurzel, die genau da aus der Erde ragte, wo das Tier eben noch gegangen war. Mina hatte zwar über die Technik nachgedacht, aber sie berührte den Boden nicht einmal, wie sie es sonst tat. Außer. Mina setzte sich wieder so hin, wie sie zuvor gesessen hatte. Ihre Hände ruhten auf den Schultern des Pferdes, da sie keinen Sattel hatte, auf dem sie sie ablegen konnte und sie konzentrierte sich auf die Wurzel. Mina konnte spüren, wie ihre Kräfte durch den Körper des Tieres wanderten und dafür sorgten, dass die Wurzel wieder im Erdreich verschwand. Das Tier schüttelte sich, es war davon alles andere als begeistert.
„Es tut mir Leid“, bat Mina um Verzeihung und streichelte ihm den Hals, dann setzten sie ihren Weg fort.
Sie passierte weitere Orte und Mina hatte es fast schon aufgegeben, aber ein letztes Mal wollte sie noch fragen. Im Gasthaus rollte sie das knitterige Papier mit der Skizze auseinander und zeigte es dem Wirt mit den Worten: „Habt Ihr diesen Jungen schon einmal gesehen?“
Wie all die anderen Male zuvor erwartete sie auch jetzt eine Verneinung, aber der Wirt überraschte sie, indem er sagte: „Den Schlingel würde ich überall erkennen!“

Hinter den Kulissen

Mit dem letzten Teil von Mina’s Geschichte geht es hinter dem 24. Türchen weiter, seid gespannt, wie es ausgeht. 😉

Wenn ihr in der Zwischenzeit bei den anderen vorbei schauen möchtet, dann startet neu bei Türchen 1 und entscheidet euch zwischen Sasha und Damian.
Man merkt ein bisschen das Mina nachtragend ist, oder? 😉
Abgesehen davon hat mich die Übersetzung vor eine interessante Frage gestellt:
Was ist eigentlich bekannter?
Sich etwas zweimal oder dreimal zu überlegen?
Im Deutschen war mir persönlich wie dreimal, im Englischen eher das zweimalige, die Meinungen meiner Befragten gingen da etwas auseinander, aber die Mehrheit war doch für zweimal. Trotzdem hab ich mich jetzt dazu entschieden, dass Winfrid daher im Deutschen und Englischen jetzt dreimal überlegen wird, von wem er sich helfen lässt. 😉
Wie auch immer, ich hoffe euch gefällt die Geschichte bisher.
Bis Morgen,
PoiSonPaiNter
© Für Geschichte und Charaktere liegen bei mir. Verwendung oder Weitergabe nicht ohne meine Zustimmung.
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Lies auf Deutsch

Tired and exhausted Mina was only awoken as Winfrid firmly shook her shoulders. After she had hid all the evidence of her doings she had simply fallen asleep at the table.
“Good work, kid!” Winfrid praised her and waved towards the filled bottles that stood before her on the table.
Mina nodded with a yawn and stretched.
“Go and see if the horses are fed, feel free to treat yourself to a good breakfast!” He ordered and threw a few coins on the table.
Still not entirely awake she stared at the money for a moment before she took it and stood up. When she left she threw her backpack over her shoulder and stole a last glance at the filled bottles, a small smile on her lips and went to the inn.
The innkeeper had allowed her to use one of the empty rooms to wash herself while he prepared her breakfast and when she sat and ate a boy came running into the inn, laughing.
“You have to go and see! One of the merchant sells healing potions that change ones skin colour!” He snorted and leaned down to his knees, not being able to hold back his laughter.
Mina could keep herself from grinning and hurried to gulp down a little more food, while she wrapped the rest into a cloth and put it into her backpack. While she was washing herself she had decided that she would teach the merchant another lesson by taking one of his horses to continue her journey as soon as her surprise had come to light.
While all the guests hurried to the market, Mina hurried to the stables and bridled one of the beasts. She didn’t have a saddle, but she felt way more comfortable riding this way anyway. Of course couldn’t resist and rode through the market that was filled with laughter and curses. Some people had red, others even green or blue heads and Winfrid swayed from one foot to the other and tried to talk himself out of this somehow. Mina still grinned and eventually spurred the horse. From now on Winfrid would think thrice before asking someone for help with his cons.
The next few days Mina spent riding from town to town and asking people either for work or Damian, of whom she had drawn a sketch. Though no one had seen him and work was usually badly paid and was mostly only enough to buy some food; still she was thankful for everything she got. When she wasn’t working she tried to practice using her gift. Growing herbs was one thing, but using roots as defence seemed helpful to her.
One evening she rode on a field road, deeply lost in her thoughts when her horse shied and pranced to the side. Startled Mina looked around and saw a root that stuck out from the earth were the beast had been just a moment ago. Mina had thought about the technique, but she didn’t touch the ground like she usually did. Except. Mina sat back the way she did before. Her hands rested on the horses’ shoulders as she didn’t have a saddle where she could put them and concentrated on the root. Mina could feel how her powers wandered through the body of the beast, causing the root to retreat into the ground. The beast shook, it wasn’t very happy about this.
“I am sorry”, Mina excused herself and stroked its neck then she continued her way.
She passed several more places and Mina had nearly given up, but she wanted to ask one last time. In the inn she unrolled the wrinkled paper with the sketch and showed it to the innkeeper with the words: “Have you seen this boy?”
Like all the other times before she expected a denial, but the innkeeper surprised her as he said: “I’d recognize that rascal anywhere!”

Behind the Scenes

Mina’s story will continue behind the 24th door.
If you want to see what the others are doing in the meantime, go back to the 1st door and choose between Damian and Sasha.
It’s easy to notice that Mina is resentful, right? 😉
Aside from that did the translation bring up an interesting question:
What is more known?
Thinking twice about something or thrice?
In german I personally feel like thrice, in English I lean more towards twice, but the ones I asked mostly leaned towards twice. Still, I decided that Winfrid, both in German and in English, will think thrice about whom he would ask for help. 😉
Anyway, I hope you like the story so far.
See you tomorrow,
PoiSonPaiNter
© For the story by me. Do not use or repost either without my permission.

Advent Calendar: Door/Türchen #20

Read in English

Sasha

Es war fast Mittag gewesen, als Sasha seine Reise wieder angetreten war. Als er aufgewacht war, hatte er lange überlegt, ob seine Begegnung mit dem Dämmerich nur ein Traum gewesen war, aber dann hatte er sich an die Münze erinnert. Wie er im Dämmerlicht bereits erkannt hatte, war die Münze silbern, ein ihm unbekanntes Zeichen war auf die eine Seite graviert und sah seinem eigenen Wappen recht ähnlich. Auf der Rückseite fand er eine Kombination aus Strichen und Punkten, die in das Metall eingeritzt waren oder daraus hervorragten. Kurz strich Sasha mit dem Daumen darüber und konnte die unterschiedlichen Kerben deutlich spüren. Er wollte diese Münze auf keinen Fall verlieren und verstaute sie sorgfältig in seinem Reisegepäck. Nach einem kurzen Frühstück machte er sich schließlich auf den Weg.
Es dauerte mehrere Tage bis er die nächste Stadt erreichte. Auf seinem Weg dachte er oft daran, wie es wohl sein würde Begleitung zu haben und abends hatte er mehrfach überlegt den Dämmerich zu rufen, um jemanden mit jemandem reden zu können, aber er hatte sich daran gehindert und würde die Münze nur im Notfall verwenden.
In der Stadt machte er sich nun auf die Suche nach einem Schmied. Das eine Hufeisen seines Pferdes war locker, ein weiteres war abgefallen und er hoffte hier jemanden finden zu können der dem Tier half. Am späten Nachmittag fand er die Schmiede und musste sich sogleich eine Predigt des Schmieds anhören, wie unverantwortlich es sei das Pferd so zu reiten. Da er aber sah wie erschöpft Sasha war lud er ihn dennoch zum Essen ein und ließ ihn in seinem Stall schlafen. Beim Abendessen lernte er die Familie des Schmieds und seine Gesellen kennen. Sie waren nette Leute und seine Frau bat um Verzeihung für das Verhalten ihres Mannes, aber Sasha verstand es. Er hatte sich selbst nicht wohl gefühlt dabei mit dem Pferd weiter zu reiten, aber er wusste nicht wie er es dem Pferd hätte leichter machen können. Der Schmied erklärte ihm, dass das Pferd zwar auch ohne Eisen geritten werden konnte, aber es nicht gut war, wenn die anderen Hufe besohlt waren. Bei einem losen Eisen sollte er möglichst auf hartem Boden reiten, bei einem abgefallenen eher auf Weichem, in beiden Fällen aber auf dem schnellsten Wege zu einem Schmied und langsam reiten. Sasha war dankbar für die Erklärung und nahm die Informationen begierig auf.
Die Lehrlinge schauten ihn fasziniert an und einer besonders. Er saß etwas Abseits am Tisch und schien noch nicht lange im Dienst zu stehen. Die Frau des Schmieds warf dem Jungen gelegentlich einen argwöhnischen Blick zu. Wie er später lernte, schlief auch der Lehrling vorerst in der Scheune. Die beiden unterhielten sich über ihre jeweiligen Reisen, aber dann überkam die Müdigkeit Sasha und er beschloss sich bettfertig zu machen und zur Abwechslung mal seine Rüstung abzulegen. Bei dieser Rüstung brauchte er keine Hilfe, wie bei der vom Turnier, aber es war dennoch umständlich und der Lehrling betrachtete ihn neugierig. Als er alle Schnallen gelöst hatte, hob Sasha den Brustpanzer über seinen Kopf und legte ihn dann behutsam zu Boden.
Der Junge starrte ihn mit ungläubigem Blick an „Du bist `ne Frau!“, entfuhr es ihm erstaunt.
Sasha betrachtete ihn für einen Moment und blickte dann an sich herab. Natürlich hatte er eine zierliche Figur, aber das war für Felslinge ganz normal. Dann lachte er auf, als er sich an etwas erinnerte, dass Georg ihm gesagt hatte: Menschen begriffen Felsling-Anatomie nicht sonderlich gut. Der Junge schaute verwirrt zu ihm auf.
„Ich bin keine Frau. In euren Worten bin ich weder das, noch ein Mann“, offenbarte er ihm mit einem Lächeln.
„Wie jetzt?“, fragte der andere nur noch verwirrter.
„Felslinge haben keine Geschlechter wie ihr Menschen, unsere Fortpflanzung funktioniert anders und wir sind nicht darauf angewiesen“, erklärte Sasha ruhig.
Der Junge verarbeitete dies für einen Moment und setzte mehrfach an etwas zu sagen, doch schloss den Mund sofort wieder. Sasha nutzte diese Gelegenheit um sich auch vom Rest seiner Rüstung zu befreien und sein Nachtlager aufzuschlagen, dann setzte er sich auf sein Bettzeug und wartete darauf, dass der Lehrling seine vielen Fragen ausformuliert hatte und diese aussprach.
Es dauerte nicht lange da sprudelten die Fragen nur so aus ihm heraus: „Wie funktioniert das dann mit eurer Fortpflanzung? Habt ihr Familien? Wie werdet ihr aufgezogen? Und wie redet ihr übereinander ohne ‚sie‘ und ‚er‘?“
Sasha lächelte. Er freute sich darüber, dass der Junge ein solches Interesse hatte zu lernen. Sein eigenes Volk lehrte einiges über die Menschen, aber bei den Menschen sah es mit dieser Bildung eher mau aus.
„Wir erzeugen unsere Nachkommen durch Magie, dass ist die einzige Form, die wir Anwenden können, daher haben wir uns auf den Kampf ohne sie spezialisiert. Um einen neuen Felsling zu erschaffen bestimmt der Ältestenrat sieben Felslinge, die einen Teil von sich geben. Diese Teile werden dann in einem Ritual zusammengefügt zu neuem Leben. Das geschieht einmal im Jahr mit bis zu sieben Elterngruppen, um neue Felslinge zu erschaffen. Diese sieben wachsen dann gemeinsam in einem Haushalt auf und werden vom ganzen Dorf aufgezogen und erzogen“, erklärte Sasha und machte eine Pause für neue Fragen, aber der andere nickte nur und sog die Informationen in sich auf.
Natürlich hatte Sasha ihm nur eine Kurzfassung der Geschehnisse gegeben, alles andere hätte zu lange gedauert und schließlich wollte er ja eigentlich schlafen gehen.
„Und was die Bezeichnung angeht, so haben wir in unserem Dialekt das Wort ‚kin‘, das wir verwenden, um über andere zu sprechen“, fuhr er fort.
„Kinn?“, versuchte der Junge nachzusprechen.
„Nein, kin mancherorts auch kien ausgesprochen“, verbesserte Sasha ihn.
„Wie funktioniert das?“, wollte der Junge wissen.
„Wenn ihr zum Beispiel sagen würdet: ‚Er macht sich auf den Weg‘; sagen wir: ‚Kin macht sich auf den Weg‘“, gab kin ihm ein Beispiel.
„Was ist mit: ‚Das ist sein Pferd‘; ‚Das ist kin Pferd‘?“, kam sogleich die nächste Frage.
„Nein, das ist eine andere Form und heißt dann ‚Das ist gaz Pferd‘“, erklärte Sasha.
„Klingt kompliziert“, kommentierte der Junge.
„Ist es nicht. Unser er und sie ist kin und für sein und ihr-Formen verwenden wir gaz“, tat Sasha mit einem Schulterzucken ab.
„Gas?“, versuchte sich der Junge erneut an der Aussprache.
„Gaz. Mit einem Z-laut und kurzem a“, verbesserte Sasha erneut.
„Ah. Ich glaub das musst du mir morgen genauer erklären. War das jetzt richtig?“, fragte der Junge vorsorglich.
Sasha lachte auf: „Ja Du verwenden wir genauso wie ihr – und Höflichkeitsformen“
„Na dann will ich dich nicht länger vom Schlafen abhalten! Gute Nacht, Sasha!“, beschloss der Junge und stand auf.
„Gute Nacht, Damian“, erwiderte Sasha und legte sich hin.
Es dauerte nicht lange, da hatte der Schlaf kin auch schon überkommen.

Hinter den Kulissen

Mit Sasha’s Geschichte geht es weiter hinter dem 23. Türchen.

Wenn ihr in der Zwischenzeit bei den anderen vorbei schauen möchtet, dann startet neu bei Türchen 1 und entscheidet euch zwischen Damian und Mina.
Hier haben wir ein zweites Zusammentreffen der Charaktere. Wie kommt Damian wohl in die Schmiede? Das müsst ihr schon selbst nachlesen. 😉
Auf alle Fälle an dieser Stelle ein Dankeschön an Jenni für die Infos zum Reiten mit losen/fehlenden Hufeisen!
Auch interessant ist aber denke ich die kin-Geschichte.
Aus irgendeinem Grund habe ich mir von Anfang an in den Kopf gesetzt, dass ich einen geschlechtsneutralen Charakter in die Geschichte einbauen möchte. Mein Hauptproblem war allerdings, dass es im Deutschen kein vernünftiges Wort dafür gibt bzw. die, von denen ich gelesen habe, fühlten sich für mich irgendwie seltsam und unpassend an.
Was macht man in einem solchen Fall? Man setzt sich mit der Grammtik-begeisterten Person im Bekanntenkreis zusammen und denkt sich ein eigenes aus. >_<
Naja, gefühlt habe ich nur den Grundsatz mit „kin“ geliefert (schließlich endeten die ganzen Wesen in der Geschichte bis dahin alle -ling und kin ist im Prinzip die abgewandelte Englische Form davon) und SaJaehwa hat dann die ganze Arbeit geleistet und „gaz“ (von „ingaz“, einer Urform von ling) als Possesiv-Form noch dazu getan.
Für die folgenden Kapitel mit Sasha habe ich mich entschieden – jetzt da die Katze sozusagen aus dem Sack ist – die Form auch in der Beschreibung zu verwenden, also hier eine Übersicht über die verschiedenen Formen:
er/sie – kin
seiner/ihrer- gaz
ihm/ihr – kim
ihn/ihr – kin
Possessiv:
seine/ihre – gaze
seinem/ihrem – gazem
seiner/ihrer – gazer
seinen/ihren – gazen
seines/ihres – gazes
Versucht euch doch mal selbst daran, diese Pronomen anzuwenden, vielleicht setzen sie sich ja durch. 😉
Also dann, hoffe euch gefällt die Geschichte bisher.
Bis Morgen,
PoiSonPaiNter
© Für Geschichte und Charaktere liegen bei mir. Verwendung oder Weitergabe nicht ohne meine Zustimmung.
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Lies auf Deutsch

It was about midday when Sasha had continued his journey. When he had woken up, he wasn’t sure if his meeting with the Darkrich had only been a dream, but then he remembered the coin. Like he had seen in the light of dawn, was the coin made of silver, an unfamiliar sigil was engraved on one side and looked quite similar to his own coat of arms. On the backside he found a combination of lines and dots that were carved into the metal or stuck out from it. For a moment Sasha ran his thumb across it and could clearly feel the different notches. He didn’t want to lose the coin by no means so he stashed it carefully in his luggage. After a short breakfast he continued on his way.
It took him several more days until he reached the next town. On his way he had often thought about what it would be like to have a travelling companion and in the evenings he more than once considered calling the Darkrich, just to have someone to talk to, but he had decided against it and would keep the coin for emergencies.
In the town he went to search for a blacksmith. One shoes of his horse was loose, another had fallen off and he hoped to find someone that could help the beast. Late in the afternoon he found the smithy and right away got berated by the blacksmith at how irresponsible it was to ride his horse like that. But as he saw how exhausted Sasha was he invited him for dinner and let him stay in his stables. At dinner he met the smith’s family and his apprentices. They were nice people and his wife excused his husband’s behaviour, but Sasha understood. He hadn’t felt good riding the horse like that, but he didn’t know how to make it easier for the horse. The smith told him that horses could be ridden without shoes, but it wasn’t a good thing if the other hooves soled. With a loose shoe he should ride on hard ground if possible, with a missing shoe preferably on soft ground, but in both cases he should slowly ride to the nearest smith without detours. Sasha was grateful for the explanation and eagerly took in the information.
The apprentices looked at him in fascination, one of the especially. He sat a bit aside at the table and didn’t seem to be in training long. The smith’s wife occasionally looked at him in suspicion. As he later learned did the apprentice sleep in the stables as well for now. The two of them talked a bit about their respective journeys, but then tiredness overcame Sasha and he decided to get ready for bed and for once take off his armour. With this armour he didn’t need help, like with the one he had used for the tourney, but it was still difficult and the apprentice watched him curiously. When he had opened the buckles Sasha pulled the breastplate over his head and gently put it on the ground.
The boy stared at him in disbelieve “You’re a woman!” He exclaimed astonished.
Sasha looked at him for a moment and then looked down at himself. Of course he had a dainty physique, but that was normal for Stonelings. He started laughing, as he remembered something Georg had told him: Humans could rarely grasp Stoneling anatomy. The boy looked up to him in confusion.
“I’m not a woman. In your words I am neither that nor a man”, he revealed with a smile.
“What?” The other asked even more confused.
“Stonelings don’t have genders like you humans, our reproduction works different and we do not depend on that”, Sasha explained calmly.
The boy worked through this for a moment and more than once tried saying something, but closed his mouth again. Sasha used this opportunity to remove the rest of his armour and prepare his night’s lodgings then he sat down on the bedding and waited for the apprentice to formulate all the questions he had and ask them.
It didn’t take long before the question sputtered out of him: “How does your reproduction work then? Do you have families? How are you raised? And how to you talk about each other without ‘she’ and ‘he’?”
Sasha smiled. He was happy that the boy had such an interest in learning. His folk taught a lot about humans, but humans rarely had such an education.
“We create our offspring through magic, it is the only form we can use therefore we specialized in fighting without it. To create a new Stoneling the council of the Elders chooses seven Stonelings that give a part of them. These parts are then merged in a ritual into new life. This happens once a year with up to seven groups of parents to create new Stonelings. These seven grow up together in a household and are taught and raised by the whole village”, Sasha explained and paused, waiting for new questions, but the other only nodded and took in the information.
Of course Sasha had only told the short version of what was happening, everything else would have taken too long and he did want to go to bed after all.
“And regarding the pronouns, we have the word ‘kin’ in our dialect that we use when we talk about others”, he continued.
“Cin?” The boy tried pronouncing it.
“No, kin in some places even pronounced kien”, Sasha corrected him.
“How does it work?” The boy wanted to know.
“For example, if you want to say: ‘He was on the road’; we say: ‘Kin was on the road’”, kin gave him an example.
“What’s with: ‘That is his horse’; ‘That is kin horse’?” Came the next question right away.
“No, that is a different form and we say: ‘That is gaz horse’”, Sasha explained.
“Sounds complicated”, the boy commented.
“It isn’t. Our he and she is kind and for your his and her-forms we use gaz”, Sasha brushed off with a shrug.
“Gas?” The boy again tried the pronunciation.
“Gaz. With a Z-sound and a short a”, Sasha corrected him again.
“Ah. I think you have to explain that to me more thoroughly tomorrow. Was that right now?” The boy asked cautiously.
Sasha laughed: “Yes we use you the same way as you – and the polite forms of addressing someone”
“Well then I won’t keep you longer from sleeping! Good night, Sasha!” The boy decided and got up.
“Good night, Damian” Sasha returned and lay down.
It didn’t take long until sleep had already overcome kin.

Behind the Scenes

Damian’s story will continue behind the 22nd door.
If you want to see what the others are doing in the meantime, go back to the 1st door and choose between Mina and Sasha.
Here we have a second meeting of the characters. How does Damian get into the smithy? You’ll have to read that yourself. 😉
Either way at this point I’d like to thank Jenni for the information regarding the riding with loose/missing horse shoes!
Also interesting is probably the kin-story.
For some reason I got it into my head from the beginning that I wanted to include a gender neutral character into my story. My main problem, however, was that there isn’t a proper word for that (in German) or at least the ones I read about simply felt weird and unfitting.
What to do in such a case? You sit down with a gramma-enthusiast in your circle of friends and think up your own. >_<
Well, it feels like I only delivered the basis with „kin“ (after all, all the creatures in the story all until then ended with -ling and kin is more or less the modified English version of it) and SaJaehwa then did all the work and added „gaz“ (from „ingaz“, the original form of ling) as possesiv form.
For the following chapters with Sasha I decided – now that the cat is out of the bag so to speak – to use the form in the descriptions, so here you have an overviw of the different forms:
he/she – kin
his/her – gaz
him/her – kim
Possessive:
his/hers – gaz
himself/herself – kimself
Try using this pronoun yourself, maybe it’ll become accepted. 😉
Anyway, I hope you like the story so far.
See you tomorrow,
PoiSonPaiNter
© For the story by me. Do not use or repost either without my permission.

Advent Calendar: Door/Türchen #19

Read in English

Damian

Helle Sonnenstrahlen bahnten sich ihren Weg durch die nicht komplett zugezogenen Vorhänge und mit einem Grummeln erwachte Damian langsam aus einem erholsamen Schlaf. Er brauchte einen Moment um richtig wach zu werden, stand auf und wusch sie das Gesicht mit dem Wasser, das gestern bereits in sein Zimmer gebracht worden war. Nachdem er sich angekleidet hatte breitete er die entwendeten Geldbeutel auf seinem Bett aus und überlegte, wie er ein paar von ihnen wieder ihren Besitzern zukommen lassen würde, ohne sich auffällig zu machen.
Den Inhalt des größten Beutels verteilte er. Einen Teil steckte er in die anderen Beutel, einen Teil noch zusätzlich in seinen eigenen Beutel, ein paar Münzen ließ er in diverse Taschen seines Rucksacks und seiner Kleidung wandern. Ein paar Geldstücke ließ er im eigentlichen Beutel, da er diesen später auf der Treppe fallen lassen würde, sodass es Aussah, als wäre er ausgekippt und der Inhalt verteilt und aufgesammelt worden.
Einen weiteren Beutel würde er unter einen Tisch im Schankraum werfen und darauf warten, dass jemand anderes ihn fand.
Einen Dritten würde er dem Wirt geben und behaupten, dass er ihn gefunden hatte, in diesen würde er fast den gesamten Inhalt lassen, damit niemand erkannte, dass er sich daran bedient hatte.
Sobald sein Plan stand machte sich Damian an die Arbeit ihn umzusetzen. Er verstaute die restlichen Beutel in seinem Rucksack und steckte die ausgewählten drei Beutel in seine Jackentaschen, dann machte er sich auf zum Frühstück.
Auf der Treppe schaute er sich um und lies dann nach einigen Stufen den großen Beutel unauffällig fallen. Ein paar der verbliebenen Münzen rollten klirrend die Stufen hinab, aber sie waren nicht laut genug um Aufmerksamkeit zu erregen und das Geräusch hätte genauso gut davon kommen können, dass er eine der Münzen mit dem Fuß erwischt hatte.
Unten im Schankraum war noch nicht sonderlich viel Betrieb. Ein paar vereinzelte Gäste saßen und aßen ihr Frühstück, einige lagen noch auf den Bänken und schliefen ihren Rausch von der vorherigen Nacht aus.
Damian beschloss, dass er das Fallenlassen des zweiten Beutels auf später verschieben und erst einmal nur den anderen Beutel abgeben würde. Er setzte sich an einen der leeren Tische und der Wirt kam auch bald auf ihn zu.
„Na was darf’s zum Frühstück sein?“, fragte er sogleich.
Damian bestellte und fragte dann: „Könnt Ihr herumfragen, wem dieser Beutel gehört? Ich habe ihn vorhin gefunden“ und zeigte dem Wirt den vorbereiteten Geldbeutel.
„Natürlich. So ehrliche Finder gibt es nicht häufig. Der Besitzer wird sich sicherlich freuen!“, kommentierte der Wirt und nahm ihm den Beutel sogleich ab.
„Ich will nur helfen, Ihr dürft den Ruhm und Finderlohn gerne für Euch nehmen“, schlug Damian mit einem Lächeln vor.
„Sehr großzügig“, bemerkte der Wirt und machte sich auf in die Küche.
Während er auf sein Essen wartete beobachtete Damian den Schankraum und überlegte, wie er den letzten Beutel am besten loswerden würde. Ihn fallen zu lassen und mit dem Fuß wegzuschließen hielt er momentan für zu gefährlich. Irgendwer würde es in der Stille des Morgens sicherlich bemerken, aber es würde sich schon eine Gelegenheit bieten.
Sein Frühstück war noch nicht mal halb aufgegessen als ein spitzer Schrei durch das Gasthaus hallte. Damian und viele der anderen Gäste schreckten auf, einige eilten sogar die Treppe herauf, als ein weiterer, tieferer, Schrei und lautes Gepolter ihnen entgegen kamen. Ein Knecht war auf einer der Goldmünzen ausgerutscht und rutschte nun die Treppe hinunter in den Strom der Männer hinein. Damian stand mittlerweile und beobachtete das Geschehen aus der Ferne, dann drangen Stimmen von der Treppe.
„Meine Herrin! Ihr Schmuck! Gestohlen!“, keuchte der gefallene Knecht.
Stimmen wurden laut, als einer er Männer den Beutel fand und ein weitere sich über seinen eigenen Verlust beklagte. Es war Zeit für Damian zu verschwinden, aber die Meute auf der Treppe versperrte ihm den Weg und von außen hatte er keine Chance in sein Zimmer zu gelangen, das hatte er am Vortag bereits ausgekundschaftet. Er könnte sich Ohrfeigen über diese Wendung, warum hatte er sich nicht schon längst auf den Weg gemacht? Warum hatte er sich entschieden noch etwas zu bleiben? Der Wirt rief die Männer von der Treppe weg und Damian nutzte den Moment um den letzten Beutel auf den Boden fallen zu lassen und wegzutreten.
„Hey~!“, lallte jemand plötzlich hinter ihm.
„Du has‘ was fall’n lass’n“, schrie der noch immer Betrunkene ihn regelrecht an.
Die Männer, die bereits von der Treppe weg getreten waren schauten nun zu ihm herüber und Damian versuchte so zu tun, als wäre er lediglich gegen den Beutel getreten und hob ihn mit leicht zittriger Hand auf.
„Das hab ich also getreten“, überlegte er laut.
„Pah! Das aus dein‘ Tasche ‘fallen“, lallte der Andere, der anscheinend mehr gesehen, als Damian gehofft hatte und deutete auf Damian mit schwankendem Arm.
Einer der Männer kam auf ihn zu und nahm ihm den Beutel aus der Hand.
„Kam der aus deiner Tasche?“, fragte er ruhig, aber betont und schaute eindringlich auf Damian herab.
„Nein, hab ich doch gesagt! Ich bin dagegen getreten und das hat den Suffkopf geweckt!“, verteidigte sich Damian.
„Quatsch! Hab’s doch selb’s seh’n!“, maulte der Betrunkene.
„Wo ist deine Kammer?“, fragte der Große – wie Damian den anderen Mann mittlerweile nannte, woraufhin Damian nur mit einem verwirrten „Was?“ reagierte, als auch schon der Wirt dazu kam und sagte: „Im ersten Stock. Ich zeig‘s Dir!“
„Hey! Ihr habt kein Recht einfach in mein Zimmer zu gehen!“, beschwerte Damian sich und versuchte den Wirt festzuhalten.
„Verbirgst du etwas, Bursche?“, wollte der Große wissen.
„Nein, aber ich habe nichts getan! Ich habe vorhin sogar einen anderen Beutel abgegeben, den ich gefunden habe!“, versuchte Damian sich zu verteidigen.
„Gefunden oder gestohlen?“, mischte sich nun ein weiterer ein.
„Lass uns einen Blick in dein Zimmer werfen und alle Beschuldigungen werden beseitigt sein, wenn wir nichts finden“, schlug der Große vor und Damian hatte keine andere Wahl, als nachzugeben und gemeinsam mit ihm und den anderen nach oben zu gehen.
Ängstlich sah Damian sich nach einem Fluchtweg um. Er würde seine Sachen, seine Beute und alles verlieren, was er nicht am Leib trug, wenn er jetzt floh, aber er würde eventuell eine Chance haben davon zu kommen und nicht für seine Tat bestraft zu werden.
Als sie im Zimmer angekommen waren überlegte er, ob er schnell genug war zwischen den Beinen der Männer, die die Tür blockierten hindurch zu krauchen, aber der Große, der ihn hochgeführt hatte, schien seinen Gedanken zu folgen und hielt ihn an der Schulter fest. Ein weiterer Mann war indes dabei seinen Rucksack auszuräumen.
„Sieh auch in den Taschen nach!“, bemerkte ein anderer.
Damian wand sich im Griff des Großen, aber er hatte keine Chance sich zu befreien. Schließlich schüttete der andere den Rucksack kopfüber auf das Bett aus und einige Geldstücke lösten sich aus dem Wirrwarr aus Stoff und Leder und rollten auf den Boden. Der Mann warf den Rucksack vorerst Beiseite und fing an den Inhalt zu durchwühlen.
„Na was haben wir denn da?!“, sagte er triumphierend und drehte sich mit der geöffneten Schatulle zu ihnen um, das feine Tuch sorgfältig über den Rand ausgebreitet.
Für alle sichtbar lagen darin die Ohrringe der Rittersdame, die Kette und die Ringe, die Damian entwendet hatte. Damian wäre am liebsten im Erdboden versunken, aber auch dazu ließ ihm sein Bewacher keine Chance.

Hinter den Kulissen

Mit Damian’s Geschichte geht es weiter hinter dem 22. Türchen.

Wenn ihr in der Zwischenzeit bei den anderen vorbei schauen möchtet, dann startet neu bei Türchen 1 und entscheidet euch zwischen Sasha und Mina.
Abgesehen davon, dass Damian ja scheinbar doch kein so guter Dieb ist wie er denkt, ist dieser Beitrag trotzdem was besonderes.
Er ist nämlich mein:

300. Beitrag!

Und das obwohl die 200 gerade mal Anfang des Jahres war und ich gefühlt sehr wenig veröffentlicht habe…
Mal schauen, ob ich irgendwas dazu mache, die Auflösung des Gewinnspiel’s vom letzten Mal lässt ja auch noch auf sich warten… >_<
Wie auch immer, ich hoffe euch gefällt die Geschichte bisher.
Bis Morgen,
PoiSonPaiNter
© Für Geschichte und Charaktere liegen bei mir. Verwendung oder Weitergabe nicht ohne meine Zustimmung.
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Lies auf Deutsch

Bright rays of sunlight made their way through the not entirely closed curtains and with a groan Damian slowly awoke from a restive sleep. He needed a moment wake up entirely, stood up and washed his face with the water had been brought to his room the day before. Next he got dressed and spread the pilfered purses on the bed and thought of how he could return some of them to their owners without getting noticed.
He split the content of the largest purse. A part of it he put into the other purses, another he added to his own purse, a few coins wandered into the different pockets of his backpack and clothing. A few coins he left in the actual purse as he wanted to drop it on the stairs later, so that it would like as if it had tipped over and the content had been scattered and collected.
Another purse he wanted to drop below a table in the bar and wait for someone else to find it.
The third one with nearly all its content, so that no one noticed that he’d taken something from it, he would give to the innkeeper and claim that he had found it.
As soon as his plan was ready Damian got to work and realize it. He stashed the remaining purses in his backpack and put the selected three purses into his jacket pickets then he went down to get breakfast.
On the stairs he looked around and inconspicuously dropped the large purse after a few steps. Some of the remaining coins rolled down the steps with a clanking noise, but they weren’t loud enough to attract attention and the noise sounded as if he had simply kicked a coin with his foot.
Down in the bar not much was happening yet. A few lonely guests sat and ate their breakfast; some still lay on the benches sleeping off their hangovers from the previous night.
Damian decided that he’d shelve the dropping of the second purse for later and would only give away the other purse. A sat down at an empty table and waved the innkeeper over.
“Well, what should it be for breakfast?” He asked right away.
Damian ordered and then asked: “Could you ask around whom this purse belongs to? I found it earlier” and showed the innkeeper the prepared purse.
“Of course. There rarely are such honest finders. The owner will certainly be delighted!” The innkeeper commented and took the purse from him.
“I only want to help, you may take the glory and the finder’s fee”, Damian suggested with a smile.
“How generous”, the innkeeper noted and retreated to the kitchen.
While he was waiting for his meal Damian watched the bar and thought about how he could best get rid of the last purse. Dropping it and kicking it away with his foot would be too dangerous at the moment, he reckoned. Someone would certainly notice it in the silence of the morning, but there would come an opportunity.
His breakfast wasn’t even half finished as a high pitched scream echoed through the inn. Damian and some of the other guests startled, some even hurried up the stairs as a second, deeper, scream and loud rumbling came towards them. A servant had slipped on one of the gold coins and now slid down the stairs into the stream of men. Damian stood by now and watched the events from a far, then voices came from the stairs.
“My Mistress! Her Jewels! Stolen!” The Servant panted.
Voices rose as one of the men found the purse and another complained about his own loss. It was time for Damian to disappear, but the men on the stairs blocked his way and from outside he didn’t have a chance to get to his room, he had checked that the day before. He could slap himself for this turn of events, why had he not left already? Why had he decided to stay a bit longer? The innkeeper called the men away from the stairs and Damian used the moment to drop the last purse and kick it away.
“Hey~!” Someone suddenly slurred behind him.
“You’ve dropp’d som’thin’”, the still drunk downright yelled at him.
The men who had already gotten away from the stars now looked towards him and Damian tried to act as we had simply kicked the purse and picked it up with a shaking hand.
“So that’s what I kicked”, he thought loudly.
“Pah! I’ fell fr’m yo pock’t”, the other slurred, who had apparently seen more than Damian had hoped and pointed towards Damian with a shaky arm.
One of the man came over to him and took the purse from his hand.
“Did this come from your pocket?” He asked calmly, but emphasized and looked insistently down to Damian.
“No, I just said it! I kicked it and it woke the drunkard!” Damian defended himself.
“Nonshense! Saw It m’self!” The drunkard grumbled.
“Where is your room?” The Tall Guy – as Damian called the man by now, asked whereas Damian could only react with a confused “What?” before the innkeeper got involved and said: “On the first floor. I’ll show you!”
“Hey! You have no right to just enter my room!” Damian complained and tried to hold back the innkeeper.
“Are you hiding something, boy?” The Tall Guy wanted to know.
“No, but I didn’t do anything! Earlier I even gave him a purse that I had found!” Damian tried to defend himself.
“Found or stolen?” Another guy now butted in.
“Let us take a look into your room and all accusations will be cleared if we don’t find anything”, Tall Guy suggested and Damian had no choice but to give in and go upstairs with them.
Frightened Damian looked around for an exit route. He would have to leave his belongings, his loot and everything that he didn’t carry on him if he fled now, but he might have a chance to get away without being punished for what he had done.
As they arrived in the room he thought if he was fast enough to crawl between the legs of the men that blocked the entrance, but the Tall Guy, who had lead him upstairs seemed to follow his though and grabbed him by the shoulder. Meanwhile another man cleared his backpack.
“Look into the pockets!” Another suggested.
Damian wiggled in the hold of Tall Guy, but he didn’t have a chance to free himself. Finally the other guy lifted the backpack head first and emptied onto the bed and a few coins got loss and rolled out of the tangle of cloth and leather onto the ground. The man threw the backpack aside for the moment and started picking through its content.
“Well, look what we have here!” He said triumphantly and turned around to them, the open jewel case with the scarf neatly folded across the edges in his hand.
The earrings of the knight’s lady, the necklace and the rings, that Damian had pilfered all lay visible for everyone to see. Damian wished the ground would swallow him up, but his guard didn’t give him a chance to do that either.

Behind the Scenes

Damian’s story will continue behind the 22nd door.
If you want to see what the others are doing in the meantime, go back to the 1st door and choose between Mina and Sasha.
Aside from the fact that Damian seems to be not as good a thief as he thought he is, is this post still something special.
Because it is my:

300th post!

And that even though the 200 was just at the beginning of the year and it feels like I haven’t published that much…
Well see, if I do something for the occasion, the conclusion from last times raffle still hasn’t been published after all… >_<
Anyway, I hope you like the story so far.
See you tomorrow,
PoiSonPaiNter
© For the story by me. Do not use or repost either without my permission.

Advent Calendar: Door/Türchen #18

Read in English

Mina

Mina war viele Stunden gewandert. Als es Nacht wurde, hatte sie versucht ihre Gabe einzusetzen um Gras und Wurzeln aus dem Erdreich zu holen und wachsen zu lassen, um etwas Schutz zu bekommen. Zuerst wollte es ihr nicht so recht gelingen, doch dann gaben die Pflanzen nach und liefen zu einem kleinen Zelt, das von weitem wie ein Busch aussah zusammen, unter dem sie die Nacht verbrachte.
Am Morgen senkte sie ihre Behausung wieder in den Boden und ging nach einem kurzen Frühstück weiter. Die Mittagssonne stand hoch am Himmel als sie lautes Klappern von Holz und Hufen hinter sich hörte. Mina drehte sich um und schirmte ihre Augen gegen die Sonne ab, um zu erkennen, was auf sie zukam. Kurz darauf machte eine kleine zweispännige Kutsche vor ihr halt.
„Ho!“, rief der Kutscher seinen Pferden zu.
„Was macht denn eine junge Waldlings-Dame wie du hier ganz allein auf der Straße?“, fragte er sie unverhohlen.
Noch geprägt von ihrem letzten aufeinandertreffen mit einem Fremden antwortete Mina lediglich: „Ich suche Arbeit“, was nicht gelogen war, aber auch nicht der ganze Wahrheit entsprach.
„Was kannst du denn?“, fragte der Mann neugierig.
„Ich kenne mich gut mit Kräutern und Pflanzen aus“, berichtete sie ihm.
„So jemand kommt mir gerade recht!“, freute er sich und sprang schwungvoll vom Kutschbock.
„Ich heiße Winfrid und bin fahrender Händler. Ich wollte schon lange in den Kräuter- und Tinkturen-Bereich einsteigen! Du kommst mir also wie gerufen!“, erzählte er ihr in einem Schwall aus Worten und streckte ihr die Hand entgegen.
Zögerlich erwiderte Mina die Geste mit einem knappen, aber höflichen: „Mina, freut mich dich kennen zu lernen“
„Und mich erst! Und mich erst!“, verlautete er euphorisch, ergriff ihre Hand mit beiden Händen und schüttelte sie energisch.
„Also dann, pack deine Sachen hinten in den Wagen und dann zu mir auf den Kutschbock und wir können das Geschäftliche besprechen!“, schlug er vor und ließ sie abrupt wieder los.
Er schob sie Richtung Wagenende und öffnete eine kleine Luke, entriss Mina regelrecht ihren Rucksack, sodass sie sich geradeso noch daraus winden konnte und warf ihn in den Wagen. Anschließend bugsierte er sie zum Kutschbock und half ihr hinauf. Mina blieb kaum eine andere Wahl, als sich mitreißen zu lassen.
Winfrid begann sogleich unentwegt auf sie einzureden, wie toll er doch Waldlinge fand und wie sehr er ihr Können schätzte und wie schrecklich toll es doch war, dass sie sich hier begegnet waren. Mina hörte zu, versuchte zu folgen und nickte, wann immer es ihr richtig erschien, aber viel verstehen tat sie nicht. Auf diese Weise reisten die beiden bis sie in ein kleines Dorf gelangten und Winfrid ihren Wagen am Markt abstellte. Er spannte die Pferde ab, nahm sie bei den Zügeln und gemeinsam gingen sie in ein nahegelegenes Gasthaus. Dort stellte er die Tiere unter und bestellte für sich und Mina Essen. Sobald sie saßen, fing er von neuem an zu reden, aber im Lärm des Schankraumes konnte Mina ihn gut ausblenden. Als sie fertig gegessen hatten, gingen sie nicht wie erwartet auf ein Zimmer sondern zurück zum Wagen.
„Wir haben noch viel zu tun!“, eröffnete ihr und stieg durch die Hintertür in den Innenraum der Kutsche.
Kurzerhand schob er Mina’s Rucksack mit dem Fuß Beiseite und zündete eine kleine Laterne an, die von der Decke herab hing. Zum ersten Mal sah Mina was sich im Inneren befand. Die Wände waren voll mit Fläschchen und Beuteln und obskuren Gegenständen, die Mina nicht benennen konnte. Für jemanden, der gerade erst mit dem Heilkunde-Handel beginnen wollte, hatte Winfried außerdem bereits eine erstaunliche Sammlung mit „Heilsalbe“, „Kräutersaft“ und ähnlichem beschrifteten, vollen Behältnissen. Wäre er ihr nicht schon wegen seines vielen Geredes unsympathisch, so hätte Mina spätestens jetzt Verdacht geschöpft, dass etwas mit diesem Händler nicht stimmte. Sie ließ sich nichts anmerken und versuchte ihm stattdessen zuzuhören, vielleicht hatte sie auch einfach nur ein falsches Bild von ihm.
Mittlerweile hatte er eine alte Truhe zu einem Tisch umfunktioniert und einige Kräuterbündel von der Decke abgemacht und darauf gelegt. Gerade war er dabei leere Flaschen zusammenzusuchen.
„Da musst mir helfen noch ein paar Tinkturen zu machen. Ich zeige dir gleich wie es geht, lass mich das nur kurz vorbereiten…“, erklärte Winfrid ihr und stellte eine Armladung Flaschen ab und eilte zu einem schweren Krug der in einer Ecke des Wagens fest verschnürt war.
Er löste die Verankerung des Deckels und schöpfte mit einer Kelle einige Schlucke klares Wasser daraus in eine Schüssel, die er dann auf den Tisch stellte.
„Komm her!“, forderte er sie nun auf und winkte hektisch zur anderen Seite des Tisches.
Zögerlich und neugierig setzte Mina sich.
„Diese Tinktur dient dazu, dass Haarwachstum wieder in Schwung zu bringen und deine Aufgabe ist es jetzt sie zu brauen. Also pass gut auf“, erklärte er und griff nach einem der Kräuterbündel.
Mina erkannte das Kraut sofort und wusste, dass diese Mischung nie zu seinem gewünschten Ergebnis führen konnte, aber sie sagte nichts und hörte und sah zu, wie Winfrid die Zutaten vermengte.
„Und fertig!“, rief er aus und drückte einen Korken fest in die frisch befüllte Flasche.
„Das machst du jetzt mit den anderen Flaschen! Ich muss nochmal los und etwas besorgen!“, befahl er ihr nun mit einem Lächeln und stand auf.
Mina nickte knapp und sah ihm dann nach, wie er aus dem Wagen ging und die Tür hinter sich schloss. Für einen Moment saß sie nur da und schaute auf die Zutaten vor ihr. Sie wollte nicht Teil seines Schwindels sein, aber was konnte sie tun? Ihn auffliegen lassen, bevor die Menschen etwas kauften? Aber wie? Gedankenverloren blickte sie sich im Wagen um bis sie etwas entdeckte. Mina kletterte auf die Truhe, nahm die Laterne vorsichtig aus der Halterung und stieg wieder ab. Die Laterne in der hoch erhobenen Hand, näherte sie sich den Kräutern, die sie gesehen hatte. Mit einem breiten Grinsen stand sie davor und nahm sie, auf Zehenspitzen stehend, von der Wand.
Die ganze Nacht war sie damit beschäftigt die Tinkturen so zu präparieren, dass Winfrid eine böse Überraschung erleben würde, sobald jemand seine Waren ausprobierte. Als Waldling war sie eigentlich nicht gehässig und gemein, aber wenn jemand die Kräuterkunde verhöhnte verletzte es ihren Stolz und mit einem Waldling mit verletztem Stolz war nicht zu spaßen.

Hinter den Kulissen

Mit Mina’s Geschichte geht es weiter hinter dem 21. Türchen.

Wenn ihr in der Zwischenzeit bei den anderen vorbei schauen möchtet, dann startet neu bei Türchen 1 und entscheidet euch zwischen Sasha und Damian.
Ich hab eine Weile überlegt, ob dieses Verhalten zu Mina passt, aber ich habe mich dann doch dafür entschieden, dass es das tut. Schließlich versucht er mit ihrer Hilfe zu bescheißen und das mag niemand gern.
Wie auch immer, ich hoffe euch gefällt die Geschichte bisher.
Bis Morgen,
PoiSonPaiNter
© Für Geschichte und Charaktere liegen bei mir. Verwendung oder Weitergabe nicht ohne meine Zustimmung.
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Lies auf Deutsch

Mina had wandered for many hours. When night fell she tried to use her gift to raise grass and roots from the ground and let them grow to get some shelter. At first it didn’t work as well as she wanted but then the plants gave in one after the other and grew into a small tent that seemed like a bush from afar, where she spent her night.
In the morning lowered her shelter back into the ground and continued after a short breakfast. The midday sun was high in the sky as she heard the clatter of wood and hooves behind her. Mina turned and shielded her eyes from the sun to see what was coming towards her. Not long after a two-horse carriage stopped before her.
“Ho!” The coachman yelled towards his horses.
“What is a Woodling-Lady like you doing here all alone on the road?” He asked blatantly.
Still affected by her last meeting with a stranger Mina simply answered: “I’m looking for work”, which wasn’t a lie, but not the entire truth either.
“What can you do?” The man asked curiously.
“I’m well-schooled with herbs and plants”, she told him.
“Someone like you comes right in time!” He exclaimed joyously and jumped boldly down from the coach box.
“I’m Winfrid and I’m a travelling salesman. I wanted to get into the herb and lotion business for quite some time now! You come right on cue!” He told her in flush of words and reached out his hand.
Hesitantly Mina returned the gesture with a short, but polite: “Mina, nice to meet you”
“And me! And me!” He announced euphorically, took her hand with both of his and shook them enthusiastically.
“Well then, put your things in the back of the coach and then come to the coachbox and we can talk business!” He suggested and let go of her abruptly.
He shoved her towards the end of the coach and opened a small hatch, downright yanked Mina’s backpack from her shoulders so she could only wrest out of it in time before he threw it into the coach. Next he shoved her towards the coach box and helped her up. Mina didn’t really have a choice but let herself get carried along.
Winfrid stated right away to go on and on about how great he considered Woodlings to be and how he high he valued their abilities and how incredibly great it was that they had met. Mina listened, tried to follow and nodded whenever it seemed right to her, but she didn’t understand that much. This way the two of them travelled until they reached a small village and Winfrid parked the coach on the market. He unharnessed the horses, took the reins and together they went to a nearby inn. There he left the horses in the stables and ordered a meal for Mina and himself. As soon as they sat he started talking again, but the noise in the bar made it easier for Mina to shut him out. When they had finished eating they did not retreat to a room as she had expected but returned to the coach.
“We have a lot to do!” He revealed to her and got into the coach through the back door.
Quickly he simply shoved Mina’s backpack aside with his foot and lit a small lantern that hung down from the ceiling. For the first time Mina saw what was inside. Shelves on the wall were filled with flasks and pouches and dubious objects that Mina could not name. For someone who wanted to start dealing with medicine Winfrid already had an impressive collection of “Healing Ointment”, “Herb Juice” and similarly labelled, filled cases. If hadn’t been dislikeable to her through his talking, she at least now would have grown suspicious that something wasn’t right with this merchant. She didn’t let on about it and tried listening instead; maybe she just had a wrong picture of him.
By now had turned an old chest into a table and had put a few herb bundles he had taken from the ceiling onto it. Right now he was collecting empty flasks.
“You have to help me to make a few more potions. I’ll show you how it’s done, just let me finish preparing first…”, Winfrid explained and put an armload of flasks down and hurried towards a heavy jug that was tied tightly in a corner of the coach.
He unfastened the bolts of the lid, scooped some water into a bowl with a dipper and put in onto the table.
“Come here!” He ordered and waved hectically towards the other side of the table.
Hesitantly but curious Mina sat down.
“This potion helps to pep up hair growth again and your task will be to brew it. So pay good attention”, he explained and took one of the herb bundles.
Mina recognized the herb right away and knew that this mixture would never do the trick, but she said nothing and simply listened and watched how Winfrid mixed the ingredients.
“And done!” He exclaimed and pushed a cork deep into the freshly filled flask.
“Now you’ll do just that with the other flasks! I’ll have to leave again to acquire something!” He now ordered with a smile and stood up.
Mina nodded shortly and watched him get out of the coach and close the door behind him. For a moment she simply sat there and stared at the ingredients before her. She did not want to be part of his con, but what could she do? Blow his cover before people would buy something? But how? Lost in thought she let her gaze wander through the coach until she noticed something. Mina climbed the chest, carefully took down the lantern from its holding and got back down. The lantern held high above her she got closer to the herbs she had seen. With a wide grins she stood before them and took them, standing on her toes, from the wall.
She spent the whole night preparing the potions so that Winfrid would be quite surprised as soon as someone tried his goods. As Woodling Mina usually wasn’t spiteful and mean, but if someone mocked herbology it hurt her pride and one should not mess with a Woodling whose pride was hurt.

Behind the Scenes

Mina’s story will continue behind the 21st door.
If you want to see what the others are doing in the meantime, go back to the 1st door and choose between Damian and Sasha.
I wondered for a while if this behavior fit for Mina, but then I decided that it did. He tried to get her help to pull a fast one on people after all and no one likes that.
Anyway, I hope you like the story so far.
See you tomorrow,
PoiSonPaiNter
© For the story by me. Do not use or repost either without my permission.

Advent Calendar: Door/Türchen #17

Read in English

Sasha

Sasha war bereits zwei Tage unterwegs und er näherte sich langsam aber sicher seiner ursprünglich geplanten Strecke. Bevor er aufgebrochen war, hatte er noch einmal die Karten verglichen, um auch wirklich dem richtigen Weg zu folgen. Jeden Abend, wenn er sein Nachtlager aufgeschlagen hatte, studierte er erneut die Karte, um sicherzugehen, dass er nicht wieder eine andere Richtung eingeschlagen hatte.
Am ersten Tag hatte er befürchtet das Lager im Wald aufschlagen zu müssen, aber in der Dämmerung lichtete er sich und Sasha kam endlich wieder auf weite Felder, wie sehr er doch so etwas vermisst hatte.
Am zweiten Tag hatte er die Wegkreuzung erreicht und schlug dort sein Lager auf. Von den Kriegern am Hof hatte er gehört, dass man nie an dort übernachten sollte, wo zwei Wege sich kreuzten, da Kreaturen der Dunkelheit an solchen Orten wandelten, die ahnungslose Reisende heimsuchten und in ihren Bann zogen. Sasha kümmerte sich nicht um solch menschlichen Aberglauben, für ihn war es ein Ort, wie jeder andere.
Felslinge hatten einen anderen Glauben als Menschen und auch wenn er die Geschichten kannte, die man sich über die Kreaturen in den Felsspalten erzählte, hieß das noch lange nicht, dass er ihnen Glauben schenken musste. Ebenso ging es ihm mit den Geschichten der Menschen.
Für ihn war es nur das: Geschichten.
Sasha hatte ein kleines Feuer entfacht, um sich warm zu halten, das Pferd graste hinter ihm. Es gab in der Nähe keine Quelle, also hatte er sich seine Wasserration gut eingeteilt und seinem Pferd etwas abgegeben. Das Feuer war nicht sonderlich groß, hatte er es doch nur aus losen Stöckern und Gras gemacht, aber es reichte um etwas Wärme zu spenden und etwas Essen warm zu machen. Die Nacht brach heran und er saß tief gebeugt über seine Notizen und fügte neue Gedanken hinzu als plötzlich eine tiefe, rauchige Stimme zu ihm sprach: „Wer wagt es sich des Nachts an meiner Weggabelung niederzulassen?“
Das Pferd wieherte hinter ihm und bäumte sich. Gerade noch konnte Sasha aufspringen und die Zügel fassen, um es zu beruhigen.
Inmitten der Kreuzung war eine dunkle Gestalt aufgetaucht und Sasha fragte sich, ob diese eine der Kreaturen war, von denen die anderen Krieger berichtet hatten. Verdutzt schaute Sasha das fremde Wesen an und strich seinem Pferd dabei beruhigend über die Nüstern.
„Nun?“, drängte es mit einem leicht verdutzten Unterton in der Stimme.
„Ihr seid also keine Einbildung“, stellte Sasha trocken fest.
„Natürlich nicht. Ich bin der ehrwürdige Wächter dieser Kreuzung!“, offenbarte es und breitete die Arme aus, die weiten Ärmel seiner Robe wehten leicht im Wind.
Das Wesen klang in Sasha’s Ohren alles andere als ehrwürdig und mehr wie ein kleines Kind, dem sein Spaß verwehrt wurde.
„Du solltest Angst vor mir haben, Reisender!“, mahnte es.
„Noch erkenne ich in euch keine Gefahr, verzeiht“, erwiderte Sasha unbeeindruckt.
„Ich bin gefährlicher als alles, dem du je begegnen wirst!“, prophezeite das Wesen.
Sasha war noch immer nicht überzeugt.
Das Wesen hob seine Arme in die Höhe und ein dichter Nebel stieg um ihn herum auf, aber auch das beeindruckte Sasha nicht, im Gegenteil, es faszinierte ihn.
Ruckartig ließ es die Arme fallen: „Weißt du überhaupt mit wem du es zu tun hast?“
„Nein“, bestätigte Sasha nur knapp.
„Dann hat das alles hier sowieso keinen Sinn…“, erklärte es resigniert und drehte sich um.
„Wartet! Erzählt mir doch, was Ihr seid, dann kann ich mich beim nächsten Mal gebührlich fürchten!“, schlug Sasha vor.
Dem Wesen schien der Vorschlag zu gefallen, denn es drehte sich um und kam dichter ans Feuer. Nun konnte Sasha die weiten, dunklen Roben erkennen und sah, dass unter einer Kapuze ein blasses Gesicht mit großen klaren Augen versteckt lag. Sasha betrachtete es für einen Moment bevor er auf den Boden neben dem Feuer deutete und sich setzte.
„Was seid ihr?“, fragte Sasha nachdem sie sich einen Moment über das kleine Feuer hinweg angesehen hatten.
„Ich bin ein Dämmerich“
„Dämmerich?“
„Nie von uns gehört? Wie auch, ihr miesen Menschlinge nennt uns meist Dämmerlinge“, beschwerte sich der Dämmerich.
„Auch das habe ich noch nicht gehört, aber das Problem ist mir durchaus bekannt“, erwiderte Sasha nur.
„Problem?“
„Die Menschen nannten uns einst Berglinge oder Klifflinge, aber wir konnten es ihnen austreiben“, führte Sasha weiter aus.
„Du-du bist ein Felsling? Dann ist klar, warum du keine Angst vor mir hast. Wir kommen zu selten in eure Gegend, als das ihr von uns wüsstet!“, entfuhr es dem Dämmerich und hob und senkte seine Arme theatralisch.
„Wir haben Legenden über Wesen, die in Felsspalten leben“, bot Sasha an.
„Wirklich? Das sind dann auch Dämmeriche“, bestätigte der andere.
„Aber wir haben keine direkten Weggabelungen im Gebirge“, bemerkte Sasha, auch wenn es mehr eine Frage war.
„Oh, das ist nicht wichtig. Wir haben uns nur irgendwann angewöhnt die Kreuzungen als Ausgänge zu verwenden“, winkte der Dämmerich ab.
„Ausgänge?“
„Ja. Wir leben in Tunneln unter der Erde“, erklärte er, als wäre es das normalste auf der Welt.
„Daher die Augen und die Blässe“, schlussfolgerte Sasha.
„Genau. Im Sonnenlicht sind wir nutzlos und vor allem schutzlos. Deswegen kommen wir nur im Dunkeln an die Oberfläche“, bestätigte der Dämmerich.
„Und dann lauert ihr wehrlosen Reisen auf, um sie zu fressen?“, mutmaßte Sasha.
„Fressen? Nein! Wir machen uns einen Spaß daraus mit ihnen Händel abzuschließen. Menschlinge wünschen sich immer irgendetwas und wir besitzen magische Fähigkeiten, die es uns ermöglichen Wünsche zu erfüllen und da Menschlinge meist nicht in der Lage sind ihre Wünsche vernünftig zu formulieren, müssen sie dann mit teils obskuren Resultaten leben“, erklärte der Dämmerich mit einen breiten Grinsen und fügte auf Sasha’s fragenden Blick hin, hinzu: „Wir erfüllen Wünsche nicht wortgenau. Wenn sich ein Menschling zum Beispiel Gold und Reichtum wünscht, dann nehmen wir es von einem anderen Menschling und wenn der dann rausbekommt, dass sein Eigentum zum anderen übergegangen ist, gibt es dann natürlich Ärger“
„Warum macht ihr sowas?“, wollte Sasha verständnislos wissen.
„Zeitvertreib. Es kann manchmal ganz schön langweilig da unten werden“, antwortete der andere und zuckte lediglich mit den Schultern.
„Und ihr könnt eure Kräfte nur einsetzen, wenn sich jemand etwas wünscht?“, fragte Sasha als nächstes.
„Nein, schau“, forderte der Dämmerich auf und hielt seine Hand über das Feuer, dass nun aufflackerte und mit größerer Flamme brannte.
„Und wen hast du jetzt das Feuer genommen?“, fragte Sasha skeptisch.
„Niemandem. Die Manipulation der Elemente ist die Basis unserer Fähigkeiten“, erklärte der Dämmerich beiläufig.
„Wie genau das aber zusammenhängt kann ich dir nicht sagen, da müsstest du einen unserer Ältesten fragen“, fügte er erneut mit einem Schulterzucken hinzu.
Sasha lächelte. Er war froh, dass er sich entschieden hatte an diesem Ort zu übernachten. Die Unterhaltung mit dem anderen war äußerst interessant. Der Dämmerich erklärte ihm noch mehr über sein Volk und sie sprachen bis in die frühen Morgenstunden.
Als die ersten Sonnenstrahlen hinter dem Horizont hervor kamen stand der Dämmerich auf.
„Es wird Zeit für mich zu gehen“, verkündete, ein trauriger Unterton schwang dabei mit.
Sasha erhob sich ebenfalls und reichte dem anderen die Hand über das heruntergebrannte Feuer.
„Es war mir eine Ehre“
Skeptisch nahm der andere die Hand und schüttelte sie.
„Mir ebenfalls“, erwiderte er, schien sich aber nicht sicher zu sein, ob es die richtigen Worte waren.
Er nahm seine Hand zurück und ging rückwärts einige Schritte in Richtung der Kreuzungsmitte. Sasha sah seine langen, bleichen Finger eine streichende Geste in Höhe seiner Brust vollziehen, konnte aber nicht erkennen was er tat. Im nächsten Moment warf der andere ihm etwas entgegen und Sasha fing eine kleine, silberne Münze gekonnt auf. Sasha betrachtete sie einen Moment, dann sah er fragend zum Dämmerich herüber.
„Solltest du dir an einer Kreuzung mal nicht sicher sein, welche Richtung du einschlagen sollst, dann vergrab die Münze in der Mitte der Kreuzung bei Dämmerung und ich werde kommen und dir helfen“, erklärte der Dämmerich, ein Lächeln auf den schmalen Lippen.
„Hab dank“, erwiderte Sasha, ebenso lächelnd.
„Das ist das Geringste was ich tun kann. Ich muss dir danken. Das war eine interessante Nacht. Die meisten Schrecken davor zurück überhaupt an Kreuzungen zu übernachten, geschweige denn mit uns zu reden. Das war eine nette Abwechslung“, gab der andere zu und lächelte.
Der Dämmerich hob die Hand zu einem letzten Gruß, dann stieg Nebel um ihn herum auf und als dieser sich verzogen hatte war auch er verschwunden. Sasha sah noch einen Moment auf die Stelle, dann setzte er sich wieder auf den Boden, lehnte er sich zurück und ließ seine Gedanken schweifen bis der Schlaf ihn letztendlich überkam.

Hinter den Kulissen

Mit Sasha’s Geschichte geht es weiter hinter dem 20. Türchen.

Wenn ihr in der Zwischenzeit bei den anderen vorbei schauen möchtet, dann startet neu bei Türchen 1 und entscheidet euch zwischen Damian und Mina.
Eigentlich wollte ich nur die Waldlinge, die Felslinge und die Menschen haben, durch Sasha’s Reise haben sich dann mittlerweile auch noch die Sumpflinge und jetzt noch die Dämmeriche eingeschlichen… Jedwede Ähnlichkeit zu Crossroads-Demons aus einer gewissen Fernsehserie ist natürlich vollkommen zufälllig. >_<
Spaß Beiseite, wie das manchmal so beim Schreiben ist, merkt man erst, wenn es auf dem Papier steht, was da gerade aus seinem Hirn entfleucht. Als ich also dabei war den Aberglauben der anderen Krieger aufzuschreiben, hielt ich plötzlich inne und stellte leicht irritiert fest: „Ich schreibe gerade einen Crossroads-Demon in meine Geschichte“.
Natürlich wollte ich keine Dämonen haben, also habe ich überlegt, was sie denn stattdessen sein können und bin zu dem Schluss gekommen, dass sie unterirdisch lebende, magiebegabte Wesen sind, die einen Heidenspaß daran haben Menschen aufs Korn zu nehmen. 😀
Der erste Schritt war getan, nun ging es weiter: Wie sollen die Dinger heißen?
Mit SaJaehwa überlegte ich hin und her (Dunkelling und Finsterling, waren z.B. die ersten – doof klingenden – Ideen), bis ich/wir schließlich bei den Dämmerichen angelagt war.
Ein Hintergedanke zu dieser Bezeichnung kam schnell: Alle haben einen Namen, der ein -rich enthält und teilweise in der X-ten Generation (wie schnell man doch vergisst, dass Friedrich auch in die Kategorie fällt…).
Natürlich hat auch der Dämmerich in dieser Geschichte einen Namen, auch wenn er sich Sasha nicht vorgestellt hat, aber manchmal ist das eben so, dass man sich mit Leuten unterhält und dann auseinandergeht ohne zu wissen, wie der andere eigentlich heißt (Vor allem auf Festivals und Conventions ist das ziemlich üblich).
Jedenfalls – nur um es hier mal festzuhalten – heißt der Dämmerich Richard, mal wieder… Ich hatte euch ja schon von meinem Problem mit Georg erzählt, Richard ist da noch schlimmer… In Michael’s Geschichte gibt es momentan 2-3 Richard’s und bestimmt noch ein paar mehr in anderen Geschichten. Im Gegensatz zu Georg ist das allerdings ein Name, den ich persönlich ziemlich gut finde – und absolut nicht verstehen kann, wie man ihn zu so Sache wie Richie/y oder gar Dick abkürzen kann…
So viel wieder dazu, hoffe euch gefällt die Geschichte bisher.
Bis Morgen,
PoiSonPaiNter
© Für Geschichte und Charaktere liegen bei mir. Verwendung oder Weitergabe nicht ohne meine Zustimmung.
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Lies auf Deutsch

Sasha

Sasha was on the road again for two days and he slowly came closer to his original chosen route. Before he had left, he had compared the maps once more to really take the right route. Every evening when he had raised his night’s lodgings, he studied the map again, to make sure he still hadn’t gone into the wrong direction again.
On the first day he had feared to make camp in the forest, but as the twilight came it grew thinner and Sasha finally came onto wide fields, oh how he had missed something like this.
On the second they he had reached the crossroads and made camp there. From the warriors in the castle he had heard that he should never spend the night where two roads crossed, as creatures of darkness haunted in such places and put innocent travellers under their spells. Sasha didn’t care for such human superstition, for him this place was just like any other.
Stonelings had a different belief than humans and even if they too told stories about creatures in the crevices, did it not mean that he had to buy into them. He felt the same about the stories of humans.
For him it was just that: Stories.
Sasha had lit a small fire to keep warm, the horse grazed behind him. There was no spring nearby so he had to divide his water ration carefully and give something to his horse as well. The fire wasn’t that large as he only could use loose sticks and grass, but it was enough the give some warmth and cook a warm meal. As the night fell he sat deep in thought over his notes and added new thoughts as suddenly a deep, husky voice talked to him: “Who dares coming to rest the night at my cross roads?”
The horse let out a whinny and reared up. Sasha could only jump up and catch the rains to calm it.
In the middle of the cross road a dark figure had appeared and Sasha wondered if this was one of the creatures the other warriors had told him about. Puzzled he looked at the strange creature and stroked his horse soothingly across the nostrils.
“So?” It urged with a slight startled undertone in its voice.
“You really are not a hallucination”, Sasha concluded dryly.
“Of course not. I am the venerable guard of this crossing!” It revealed and spread its arm, the wide sleeves of its robe swaying lightly in the wind.
The creature sounded all but venerable in Sasha’s ear and more like a small child that didn’t get his way.
“You should fear me, traveller!” It warned him.
“So far I do not see you as a threat, forgive me”, Sasha replied unfaced.
“I am more dangerous than anything that you will ever meet!” The creature prophesized.
Sasha still wasn’t convinced.
The creature lifted its arms high and thick fog rose up around him, but not even that impresses Sasha; quite contrary, it fascinated him.
Suddenly it dropped its arms: “Do you even know whom you’re dealing with?”
“No”, Sasha confirmed shortly.
“Then there is no point in all this…”, it explained resigned and turned around.
“Wait! Do tell me what you are, so I can be properly scared next time!” Sasha suggested.
The creature seemed to like the idea as it turned around and came closer to the fire. Now Sasha could distinguish the wide, dark robes and saw that underneath a hood a pale face with large, bright eyes lay hidden. Sasha studied it for a moment before he waved towards the ground next to the fire and sat down.
“What are you?” Sasha asked after they had looked at each other across the small fire for a moment.
“I’m a Darkrich”
“Darkrich?”
“Never heard of us? How could you, you wretched manlings call us Darklings”, the Darkrich complained.
“I never heard of that either, but I am aware of the problem”, Sasha only returned.
“Problem?”
“The humans used to call us Hillings or Clifflings, but we could make them stop”, Sasha explained further.
“You-you’re a Stoneling? Then it’s no surprise you’re not afraid of me. We come too rarely into your realm to make us known to you!” The Darkrich exclaimed and lifted and dropped his arms theatrically.
“We have legends about creatures that live in crevices”, Sasha suggested.
“Really? Then that are Darkriches too”, the other confirmed.
“But we don’t really have crossroads in the mountains”, Sasha noted, even though it was more of a question.
“Oh, that doesn’t matter. We simply started using crossroads as exits at one point”, the Darkrich waved off.
“Exits?”
“Yes. We live in tunnels below the ground”, he explained as if it was the most normal thing in the world.
“Hence the eyes and the paleness”, Sasha concluded.
“Exactly. We’re useless and most of all defenceless in the sunlight. That’s why we only come to the surface when its dark”, the Darkrich confirmed.
“And then you lie in ambush for defenceless travellers to eat them?” Sasha presumed.
“Eat them? No! We have fun making deals with them. Manlings always wish for something and we have magical abilities that allow us to fulfil those wishes and as Manlings aren’t able to properly formulate their wishes they have to live with quite obscure results at times”, the Darkrich explained with a wide grin and added after seeing Sasha’s confused look: “We don’t fulfil wishes verbatim. If a Manling for example wishes for gold and riches we take it from another Manling and if they find out that their property went to someone else then there obviously will be trouble”
“Why are you doing something like that?” Sasha wanted to know uncomprehending.
“Pastime. It can be quite boring down there”, the other answered and simply shrugged his shoulders.
“And you can only use your powers when someone wishes for something?” Sasha asked next.
“No, look”, the Darkrich urged and held his hand above the fire that now flared up and burned in a larger flame.
“And whose fire did you take now?” Sasha asked sceptically.
“No one. The manipulation of the elements are the basis for our abilities”, the Darkrich explained casually.
“How exactly that is connected I can’t tell you, you’d have to ask one of our elders for that”, he added with another shrug of his shoulders.
Sasha smiled. He was glad he had decided to spend the night at this place. The conversation with the other was most interesting. The Darkrich told him more about his folk and they talked until the early morning hours.
When the first rays of sunlight rose behind the horizon the Darkrich got up.
“It’s time for me to go”, he announced, a sad undertone in his voice.
Sasha got up as well and held out his hand towards the other across the burned down fire.
“It’s been an honour”
Sceptically the other took his hand and shook it.
“Same here”, he returned, but didn’t seem certain if those were the right words.
He took back his hand and walked a few steps backwards towards the middle of the crossroad. Sasha saw his long, pale fingers make a stroking gestured in front of his chest, but couldn’t see what he did. The next moment the other threw something towards him and Sasha caught a small, silver coin skilfully. Sasha looked at it for a moment then looked towards the Darkrich in question.
“If you ever are unsure which way you should take at a crossroad, simply bury the coin in the middle of the crossroad at twilight and I’ll come and help you”, the Darkrich explained, a smile on the narrow lips.
“You have my thanks”, Sasha returned, smiling as well.
“That’s the least I could do. I have to thank you. It was an interesting night. Most people are too scared to even stay at a crossroad, let alone talk with us. It was a nice change”, he admitted and smiled.
The Darkrich lifted his hand for a last greeting then fog rose around him and when it had cleared he was gone as well. For a moment longer Sasha looked at the spot then he sat down on the ground again, leaned back and let his thoughts wander until sleep overcame him.

Behind the Scenes

Sasha’s story will continue behind the 20th door.
If you want to see what the others are doing in the meantime, go back to the 1st door and choose between Damian and Mina.
I actually only wanted to have Woodlings, Stonelings and humans, but through Sasha’s journey by now Swamplings and now the Darkriches had sneaked into the story… Any similarities to the Crossroads-Demons of a certain tv show are obviously completely coincidental. >_<
Joke aside, as it is with writing, you sometimes only notice what escaped your brain after it’s written on paper. So when I was writing about the superstition of the other warriors, I suddenly stopped and noticed slightly irritated: „I’m writing a crossroads-Demon into my story“.
Of course did I not want to have any Demons, so I thought what they could be instead and came to the conclusion that they are subterranean,  magically-skilled creatures that have a lot of fun toying with humans. 😀
The first step was taken, now it continued: What should those things be called?
With SaJaehwa I thought back and forth, until I/we eventually reached the Darkriches (actually it was amongst the first ideas, but it’s German equivalent – Dunkelling- sounded silly, so I changed that to Dämmerich, which comes from Dämmerung/Twilight).
A background thought for this name soon surfaced: They all have names that contain a -rich and sometimes even in the x-th generation (how fast one can forget that Friedrich is one of those names…).
Of course does the Darkrich in this story have a name, even if he hadn’t introduced himself to Sasha, but sometimes it’s just the case that you talk to people and then walk away without knowing the others name (especially at Festivals and Conventions this is quite common).
Anyway. – just to make a note of it here – the Darkrich is called Richard, again… I told you about my problem with Georg, Richard is worse… In Michael’s Story there are currently 2-3 Richard’s and most likely some more in other stories. Though, contrary to Georg Richard is a name that I personally do quite like – and I absolutely cannot understand how one can shorten it to Richie/y or even Dick…
I hope you like the story so far.
See you tomorrow,
PoiSonPaiNter
© For the story by me. Do not use or repost either without my permission.

Advent Calendar: Door/Türchen #16

Read in English

Damian

Wieder war Damian unterwegs, ohne Geld, ohne Ziel, ohne Begleitung.
Natürlich hatte er immer noch den Geldbeutel des Waldling-Mädchens, aber er konnte sich einfach nicht dazu durchringen seinen Inhalt zu verwenden. Er musste schleunigst ein neues Wirtshaus finden oder einen Marktplatz, um seine Reserven wieder aufzufüllen. In dieser Ecke des Landes war das allerdings nicht ganz so einfach, da es hier hauptsächlich Felder und Bauern gab und dehnen wollte er nichts entwenden, die hatten selbst schon zu wenig. Immerhin konnte er sich mit Nahrungsmitteln eindecken. Ein paar Ähren oder Maiskolben würden dem Gesamtertrag nicht schaden, dafür war die Ernte zu gut in diesem Jahr. Es hatte schlimmere Zeiten gegeben, aber dieses Jahr war ein gutes Jahr.
‚Zumindest für die Bauern‘, murrte Damian in Gedanken.
Für ihn war das Jahr bisher so schlecht wie jedes andere. Er war gut in seinem Handwerk, aber er wurde dennoch viel zu häufig erwischt oder musste verschwinden bevor jemand etwas bemerkte. Er hoffte darauf DEN großen Fang zu machen, um erstmal für eine Weile ausgesorgt zu haben. Bisher war ihm das aber nicht vergönnt.
Es dauerte zwei Tage bis er in eine Stadt gelangte. Das Gasthaus war einladend und groß und er mietete sich sofort darin ein und genoss ein ausgiebiges Mahl.
Die Leute im Schankraum waren von den verschiedensten Rängen. Bauern, Kaufleute und sogar ein paar Ritter hatten sich eingefunden. Hier würde er gute Beuten machen können.
Nachdem er aufgegessen hatte mischte Damian sich unter die Leute. Die Stimmung war ausgelassen, der ganze Raum feierte und niemand beachtete den kleinen Gauner bei der Arbeit.
Er scherzte hier, erzählte ein Lügenmärchen dort oder vollführte sogar ein kleines Kunststück, das er auf seinen Reisen gelernt hatte, um die Menge bei Laune zu halten. Alldieweil wanderten Geldbeutel und Schmuckstücke in seine Taschen.
Spät in der Nacht fiel Damian erschöpft ins Bett und ruhte sich einen Moment aus, bevor er seine Beute begutachtete. In seinen Jackentaschen befanden sich die Ringe aus Gold, Kupfer und Zinn und eine schmale Börse, sowie eine lange Kette mit einem feinen Schmuckstein. In seiner Umhängetasche lagen drei Geldsäcke, einer davon prall gefüllt, die anderen mehr Leder als Inhalt. In seinen Hosentaschen waren ein Halstuch aus einem feinen Stoff und hübsche Ohrringe, die er einer Dame abgenommen hatte, die einen der Ritter begleitete.
Damian war voll und ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Er nahm eine kleine Schatulle und seinen eigenen Geldbeutel aus seinem Rucksack und packte ein paar Geldstücke – genügend um seine Zeche und gegebenenfalls die eines seiner Opfer zu bezahlen – in seinen Geldbeutel und verstaute den Schmuck sorgfältig in der Schatulle, eingewickelt in das Tuch. Auf diese Weise konnte er sichergehen, dass keines seiner Opfer, seinen eigenen Geldbeutel erkennen würde, schließlich wollte er noch ein bisschen hier bleiben und alles andere würde für zu viel Aufsehen sorgen.
Damian legte seine Jacke ab und zog seine Schuhe aus, dann verstaute er die Schatulle zusammen mit den restlichen Geldbeuteln in seinen Rucksack und packte diesen unter das Strohkissen. Dann legte er sich selbst auf das Bett und machte es sich bequem. Morgen würde er ein paar der Geldbörsen leerer im Schankraum und Gasthaus verteilen, aber bis dahin würde er erstmal ruhig schlafen.

Hinter den Kulissen

Mit Damian’s Geschichte geht es weiter hinter dem 19. Türchen.

Wenn ihr in der Zwischenzeit bei den anderen vorbei schauen möchtet, dann startet neu bei Türchen 1 und entscheidet euch zwischen Sasha und Mina.
Als es darum ging seinen Beutezug zu beschreiben, habe ich lange überlegt, wie ausführlich ich das mache, aber ich bin mit der Kürze hier eigentlich ganz zufrieden, vor allem, da das nächste Kapitel dann auch etwas länger wird. 😉
Ich hoffe euch gefällt die Geschichte bisher.
Bis Morgen,
PoiSonPaiNter
© Für Geschichte und Charaktere liegen bei mir. Verwendung oder Weitergabe nicht ohne meine Zustimmung.
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Lies auf Deutsch

Damian

Again Damian was on his way, without money, without destination, without company.
Of course he still had the purse of the Woodling-girl, but he just couldn’t bring himself to use its content. He had to find a new inn or a market place as soon as possible to stock up his reserves. Though, in this part of the country that was not that easy as there were mostly fields and farmers and he did not pilfer anything from them, as they had far too little themselves. At least he could stock up on food. A few ears or corncobs would not harm total yield, the harvest was far too good for that this year. There had been worst times, but this was a good year.
‘At least for farmers’, Damian grumbled in his thoughts.
For him the year was so far just as bad as every other. He was good in his trade, but he was still far too often caught or had to leave before someone noticed anything. I hoped to make THE grand catch, to be set for a while. Up till now it was not granted to him.
It took him two more days to reach a town. The inn was welcoming and large, and he rented a room right away and enjoyed an ample meal.
The people in the bar were from all kinds of positions. Farmers, merchants and even a few knights were gathered here. He would be able to make good loot here.
After he had finished his meal Damian started to mingle. The atmosphere was jolly, the whole room celebrated and no one paid attention to the little dodger at work.
He joked here, told a tall tale there or even performed a little trick he had picked up during his journey to jolly them along. All the while purses and trinkets wandered into his pockets.
Late that night Damian fell down into his bed and rested for a moment before he examined his loot. In his jacket pockets he found rings of gold, copper and tin and a thin purse, as well as a long necklace with a fine piece of jewellery. In his shoulder bag he found three purses, one of them filled to the rim, the others more leather than content. In his trouser pocket he found a scarf of fine cloth and beautiful earrings that he had taken from a lady that accompanied one of the knights.
Damian was fully satisfied with this result. He took a small jewel case and his own purse from his backpack and put a few coins – enough to pay his bill and if necessary the pay the one of one of his victims – into his purse and carefully put the jewellery into the case, wrapped into the scarf. Through this he could be certain that none of his victims would see their own purse, he wanted to stay a bit longer after all and everything else would cause quite a stir.
Damian took off his jacket and his boots, then he put the jewel case and the remaining purses back into his backpack and put it underneath his straw pillow. Next he got to bed himself and got comfortable. Tomorrow he would leave a few purses in the empty bar and the inn, until then he would sleep calmly.

Behind the Scenes

Damian’s story will continue behind the 19th door.
If you want to see what the others are doing in the meantime, go back to the 1st door and choose between Sasha and Mina.
When it was time to describe the raid I thought for a quite a while about how long I would do that, but I’m quite satisfied with the briefness of it, especially as the next Chapter will be a bit longer. 😉
I hope you like the story so far.
See you tomorrow,
PoiSonPaiNter
© For the story by me. Do not use or repost either without my permission.