Mina
Gestern hatte es ein groĂes Fest gegeben auf dem alle Bewohner des Dorfes zusammengekommen waren um sich von Mina zu verabschieden.
Es wurde gegessen, gesungen, getanzt und vor allem viel gelacht. Es war einfach ein wundervoller Abend gewesen und kein Vergleich zu der betrĂŒbten Stimmung, die jetzt ĂŒber dem Dorf hing.
Viele TrĂ€nen flossen und besonders Minaâs Mutter fiel es schwer ihr kleines MĂ€dchen ziehen zu lassen, aber sie musste es tun.
Von klein auf hatten sie diesen Tag gefĂŒrchtet. Mina hatte eine Gabe, die niemand sonst im Dorf hatte und um sie besser zu verstehen und vor allem zu erlernen musste sie ausziehen und einen Lehrmeister finden.
So war es immer gewesen und so wĂŒrde es immer sein.
Waldlinge mit einer Gabe waren hoch angesehen, aber oft auch gefĂŒrchtet, aber vor Mina fĂŒrchtete sich niemand.
Sie war ein liebes Kind gewesen und wenn sie unbewusst ihre Gabe eingesetzt hatte, dann sind Blumen erblĂŒht, wenn sie sich freute oder verwelkt, wenn sie schmollte. Mittlerweile hatte sie so viel Kontrolle, dass sie Blumen bewusst wachsen lassen konnte, aber das war auch alles was sie ĂŒber ihre Gabe wusste und deswegen brauchte sie einen Lehrmeister.
In Dörfern, so wie ihrem, konnte sie allerdings niemand unterrichten. Die, die es konnten lebten entweder in den groĂen StĂ€dten als Hofmagier oder Berater oder Wissenschaftler. Meist nahmen sie auch nur wenige und nur gut betuchte Lehrlinge auf.
Mina machte sich keine groĂen Hoffnungen, dass einer von den GroĂen sie in die Lehre nehmen wĂŒrde, schlieĂlich kam sie aus einem kleinen, Ă€rmlichen Dorf.
Dennoch wollte sie ihr GlĂŒck versuchen und einen Lehrmeister finden, der ihr beibrachte ihre Gabe zu beherrschen.
Sie freute sich bereits auf die Erfahrungen, die sie auf ihrer Reise sammeln und auf die Leute, denen sie dabei begegnen wĂŒrde, dennoch war es jetzt schmerzhaft von all ihren geliebten Freunden Abschied zu nehmen.
Eigentlich wollte sie stark sein, aber als sie die TrÀnen ihrer Mutter sah wurden auch ihre Augen feucht.
Es half nichts.
Weinend lagen die beiden Frauen sich in den Armen.
âPass auf dich auf meine Kleineâ, schluchzte Minaâs Mutter und drĂŒckte ihre Tochter fest an sich.
âDu auch, Mutter. Wenn ich zurĂŒck komme erzĂ€hle ich dir alles von meiner Reise und meinen Erlebnissen und wenn ich es schaffe, schicke ich Nachrichten, versprochenâ, versicherte Mina ihr und drĂŒckte sie ebenso fest.
Ihre Mutter war es, die die Umarmung löste. Eine ihrer HĂ€nde ruhte noch immer auf dem Arm ihrer Tochter, aber sie war einen Schritt zurĂŒck gegangen und wischte sich mit einem alten Leinentuch ĂŒber die Augen.
âJetzt mach dich auf, bevor ich mich umentscheide und dich nicht gehen lasse!â, forderte sie Mina neckend auf.
Mina grinste und umarmte ihre Mutter ein letztes Mal.
âBis dann, Mamaâ, flĂŒsterte sie und nutzte einen Kosenamen, den sie zuletzt als kleines Kind benutzt hatte.
âBis dann, mein Schatzâ, erwiderte ihre Mutter und gab ihr einen Kuss auf die Stirn.
Endlich löste sich Mina von ihr und ging schnurstracks zum Eingang des Dorfes. Hin und wieder drehte sie sich um, um noch einmal kurz zu winken, aber nie lange genug um stehen zu bleiben.
Das Dorf war von einem Holzzaun umgeben, der sich in den vier Himmelsrichtungen jeweils zu einem Torbogen öffnete. Wobei dieser nicht halbrund war, sondern aus einem Balken, der auf zwei stehenden SĂ€ulen lag, bestand. Sie nannten es dennoch Bogen, warum wusste Mina nicht, fragte sich aber, warum sie sich jetzt gerade darĂŒber Gedanken machte.
Kopf schĂŒttelnd blieb sie vor dem Tor stehen.
Noch ein Schritt und ihre Reise wĂŒrde beginnen.
Sie blickte noch einmal nach hinten und suchte den Blick ihrer Mutter unter den MĂ€nnern, Frauen und Kindern des Dorfes. SchlieĂlich fand sie sie stolz lĂ€chelnd und mit dem Tuch in der Hand winkend. Mina erwiderte den GruĂ und drehte sich um.
Noch einmal atmete sie tief durch, dann Schritt sie durch das Tor und die Jubelschreie begannen.
âGute Reise!â âAlles Gute!â âKomm gut wieder!â hallte es hinter ihr, aber sie wagte es nicht, sich noch einmal umzudrehen und ging stur geradeaus.
TrĂ€nen liefen ihr in Strömen ĂŒber die Wange und die winkende Hand zitterte.
Nun gab es kein ZurĂŒck mehr.
Sie war auf dem Weg und wĂŒrde einen Lehrmeister finden.
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Sasha
Die Burg thronte hoch ĂŒber Sasha als er durch das Haupttor auf die BrĂŒcke schritt, die sie mit dem Rest der Stadt verband.
Er hatte die vergangenen Wochen an diesem Ort verbracht, um im menschlichen Heer neue Kniffe zu lernen. Der hiesige Herrscher hatte ihn gern aufgenommen, denn Felslinge waren weithin als begabte KĂ€mpfer bekannt.
Jeder Felsling musste in seinem Leben eine PrĂŒfung absolvieren, fĂŒr die er sich auf eine Reise begeben und verschiedene Aufgaben fĂŒr verschiedene Leute erfĂŒllen musste, bis er unter ihnen die eine PrĂŒfung fand, die ihn in den Stand der Erwachsenen erhob. Jedoch legte jeder Krieger seine Aufgaben selbst fest und damit gaben sich einige mit geringen BotengĂ€ngen zufrieden, wĂ€hrend andere sich KĂ€mpfen oder Armeen anschlossen, um in der Schlacht Ruhm und Ehre zu erlangen. Sasha war ehrgeizig und wollte eine groĂe PrĂŒfung fĂŒr sich finden, hatte bisher aber kein GlĂŒck dabei. Auch die Anstellung in diesem Schloss hatte ihm da nicht sonderlich geholfen.
Er hatte ein paar neue FĂ€higkeiten im Schwertkampf, aber auch fĂŒr den Nahkampf und andere Waffen gelernt und somit brachte ihn der Aufenthalt hier als Krieger voran, aber um seine PrĂŒfung zu bestehen, fĂŒhlte er sich hier fehl am Platz.
Am kommenden Tag fand ein groĂes Turnier statt und er hatte sich dafĂŒr angemeldet. Er sah es nicht als seine PrĂŒfung, sein Können hier unter Beweis zu stellen, dennoch wollte er natĂŒrlich gewinnen und galt auch als Favorit.
FĂŒr dieses Turnier musste er sich nun aus der Stadt einen Banner abholen, den er extra hatte anfertigen lassen, denn jeder Teilnehmer musste einen solchen aufweisen, der seinen Stand und seine Herkunft aufzeigte.
Felslinge hatten solche Sachen nicht, aber er hatte einfach das Wappen seines Dorfes etwas abgewandelt, um fĂŒr sich passend zu sein.
Er hĂ€tte auch einen Knappe schicken können, aber Sasha genoss es durch die StraĂen zu ziehen und die Leute, denen er begegnete, zu beobachten. Als Felsling wurde er oft von weitem bereits erkannt, da er gröĂer war als die meisten Menschen. Einige schauten ehrfurchtsvoll zu ihm hinauf, andere versteckten sich vor ihm. Es hatte sich mittlerweile herumgesprochen, dass er am Hof war, trotzdem war es noch immer ungewöhnlich, wenn er durch die Stadt ging und tatsĂ€chlich gesehen wurde. An manchen Tagen kĂŒmmerte es ihn, wenn sie ihn anstarrten, aber heute war es ihm egal. In Gedanken war er bereits beim Turnier und ĂŒberlegte sich, wie er gut darin abschneiden konnte. FĂŒr die meisten der anderen Krieger am Hof war klar, dass er den Sieg davontragen wĂŒrde; Sasha war sich da nicht so sicher. In einigen Disziplinen hatten die anderen einfach mehr Erfahrung als er und da wĂŒrde ihm auch sein natĂŒrliches Talent fĂŒr den Kampf nicht weiterhelfen. Er hatte beschlossen noch etwas zu trainieren wenn er zurĂŒckkehrte, aber nicht zu viel, um nicht völlig erschöpft in das Turnier zu starten.
Endlich kam er beim Tuchmacher an, der gerade ein paar junge Frauen beim Stoffkauf, aus der Auslage vor seinem Laden, beriet. Die Frauen schenkten ihm ein verfĂŒhrerisches LĂ€cheln, Sasha hingegen erwiderte zögerlich ein LĂ€cheln aus Höflichkeit. FĂŒr ihn war es schwer mit Menschen zu interagieren, wenn sie auf diese Weise an ihn herantraten. Er hatte an solchen Sachen kein Interesse und es war immer schwer, das einem anderen verstĂ€ndlich zu machen, besonders denen, fĂŒr die seine SchĂŒchternheit ihn nur noch attraktiver machte. Vor Avancen dieser beiden Damen wurde er jedoch bewahrt, als der Tuchmacher ihn bemerkte.
âAh! Da seid Ihr ja!â, begrĂŒĂte er ihn erfreut und ergriff Sashaâs Hand um sie zu schĂŒtteln.
Sogleich danach fasste er Sasha an die Schulter und schob ihn in den Laden. Der Tuchmacher lieĂ Sasha vor dem Tresen stehen und eilte an dem groĂen Holztisch vorbei ins Lager. Der Krieger hatte nur einen kurzen Moment sich umzusehen, bevor der Andere auch schon wieder mit den Armen voller Stoff zurĂŒckkehrte.
âDa wĂ€ren wirâ, verkĂŒndete er strahlend und breitete alles fein sĂ€uberlich aus.
Auf dem Tresen lagen nun neben dem Banner auch ein Wappenrock und ein Umhang.
âIch hatte nur den Banner bestelltâ, bemerkte Sasha und sah den Tuchmacher eindringlich an.
âUnd auch nur den sollt Ihr bezahlen! Ich kann doch nicht den zukĂŒnftigen Champion ohne Wappenrock und Umhang antreten lassen!â, brĂŒskierte sich der Tuchmacher.
âHabt dank, aber ich befĂŒrchte Ihr setzt auf den falschen Kriegerâ, versuchte Sasha das Kompliment abzuwehren.
âSeid nicht so bescheiden! Wort von Eurem Können hat mich lĂ€ngst erreicht! Und jetzt probiert es an, ich will sehen, wie es passt!â, drĂ€ngte er.
Da er nicht weiter mit dem Mann streiten wollte, tat Sasha worum er gebeten wurde. Der Stoff saĂ perfekt ĂŒber der Turnier-RĂŒstung, die er extra angezogen hatte, um sich daran zu gewöhnen und der Tuchmacher war begeistert von seiner Arbeit. Er zupfte hier und dort den Stoff zurecht und schob Sasha anschlieĂend vor einen der Spiegel. Sasha war sprachlos. Er fĂŒhlte sich wie einer der Ritter, mit denen er trainiert hatte.
Auf seiner Brust prangte Ferron, der höchste Berg der Gebirgskette, die er seine Heimat nannte, mit feinen NĂ€hten auf den Rumpf des Berges war das Zeichen der Felslinge gestickt. Ebenso fein waren die Sonnenstrahlen, die er fĂŒr sich haben wollte, die hinter dem Berg hervortraten. Der Sonnenaufgang hinter Ferron war einer seiner liebsten Anblicke. Vorsichtig strich er ĂŒber das Stickmuster und verspĂŒrte einen Stich Heimweh.
âIch danke Euch. Das ist einfach unbeschreiblichâ, erklĂ€rte er dem Tuchmacher mit erstickter Stimme.
Dieser grinste noch breiter.
âDann kann das Turnier ja kommenâ, bestĂ€tigte er und klopfte Sasha auf die Schulter.
âJa, jetzt kann das Turnier kommenâ, dachte auch Sasha und ein Grinsen breitete sich in seinem Gesicht aus.
Seine Angst zu versagen war wie verflogen beim Anblick seiner Heimat auf dem Wappenrock. Er fĂŒhlte sich, als könnte er so alles schaffen.
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Damian
âVerschwinde du Taugenichts!â, schrie der Wirt ihn an.
Der Mann hatte Damian ohne Vorwarnung fest im Nacken gepackt, zur TĂŒr geschliffen und ohne dass er sich wehren konnte im Nu hinaus befördert. Benommen saĂ Damian auf dem harten Backsteinboden und versuchte zusammenzubekommen, was eigentlich geschehen war, als er ihm auch schon seinen armseligen Rucksack und diese Worte entgegenwarf.
Vor ein paar Tagen hatte er sich in das Wirtshaus eingemietet, leider war ihm der Wirt schnell auf die Schliche gekommen und hatte gemerkt, dass er die Zeche nicht bezahlen konnte. Daraufhin hatte er ihn gezwungen seine Schulden abzuarbeiten.
Erst musste er Böden schrubben, anschlieĂend Töpfe und Pfannen und alles unter Aufsicht des Wirts oder einem seiner Knechte, damit er ja nicht auf die Idee kam abzuhauen.
Sie waren nicht gerade freundlich zu ihm, aber er war nichts anderes gewohnt, war er doch schon mehrfach in diese Situation gekommen.
Es war nicht so, dass er gar kein Geld hatte, aber meist lebte er dennoch ĂŒber seinem Stand und versuchte sich mit kleineren Gaunereien etwas zusĂ€tzlich zu verdienen.
Normale Arbeiten waren meist nicht so sein Fall, da er zum Teil ziemlich ungeschickt war. Was aber meist daran lag, dass sein Kopf weit weg war und sich ĂŒber seine Reise Gedanken machte oder darĂŒber, wie er aus einer Situation wieder herauskam.
So geschah es dann auch, dass er wĂ€hrend er zum GeschirrspĂŒlen eingeteilt war, den einen oder anderen Teller hatte fallen lassen, der dann auf dem Boden zerschellte. Nach dem fĂŒnften Teller hatte der Knecht ihn von der SpĂŒle weggezogen und zum Wirt gebracht. Diesem hatte es dann gereicht und er hat ihm eine Backpfeife nach der anderen verpasst, wĂ€hrend sein Knecht Damianâs Rucksack holen gegangen ist.
Mit angeschwollenen Wangen wurde er dann auf die StraĂe gestoĂen.
Und da saĂ er nun benommen und mit verstreuten Habseligkeiten.
Ein weiteres âVerschwindeâ und âDu vergraulst mir die Kundschaft, mach, dass du weg kommst!â kam von der TĂŒr zu ihm herĂŒber.
KrĂ€ftig schĂŒttelte Damian den Kopf und machte sich daran seinen kleinen Besitz wieder in den alten Rucksack zu stopfen. Es dauerte nicht lange und er konnte ihn sich ĂŒber die Schultern werfen.
Etwas drĂŒckte ihn in den RĂŒcken, aber das versuchte er vorerst zu ignorieren, da er einfach nur weg wollte von hier, bevor der Wirt sich entschied seine Wut weiter an seinem Gesicht auszulassen.
Mit einem Seufzen ging er voran. Eigentlich hatte er gehofft noch ein wenig hier bleiben zu können, aber wie es Aussah, musste er weiter ziehen, da es hier nur dieses eine Wirtshaus gab und seine Tat vermutlich bereits durchs ganze Dorf gewandert war.
Vielleicht hatte die nĂ€chste Stadt ja mehr fĂŒr ihn zu bieten.
Hinter den Kulissen
Da sind sie nun, die ersten drei Kapitel der Fortsetzungsgeschichte „Trinity“ (TrinitĂ€t im Deutschen, was aber nicht ganz so nett klingt). Wie im Prequel schon beschrieben könnt ihr euch nun entscheiden, welchem Charakter ihr weiter folgen möchtet.
Möchtet ihr dem Waldlings-MĂ€dchen Mina folgen, dann schaut im 2. TĂŒrchen vorbei.
Möchtet ihr wissen, ob Damian ein neues Gasthaus findet, dann schaut im 3. TĂŒrchen nach.
Möchtet ihr erfahren, wie sich der Felsling Sasha im Turnier schlĂ€gt, dann mĂŒsst ihr leider bis zum 4. TĂŒrchen warten.
Ich hoffe euch gefÀllt ihre Geschichte bisher.
Bis Morgen,
PoiSonPaiNter
© FĂŒr Geschichte und Charaktere liegen bei mir. Verwendung oder Weitergabe nicht ohne meine Zustimmung.
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Lies auf Deutsch
Mina
Yesterday there had been a huge feast, where all the people from the village came together to say their goodbyes to Mina.
There was eating, singing, dancing and most of all a lot of laughter. It had been a wonderful evening and not comparable to the sad atmosphere that now hung over the village.
Many tears were shed and it was especially hard for Minaâs mother to let her little girl go, but she had to.
Since she was little they had dreaded this day. Mina had a gift that no one else in the village had and to better understand it and especially learn to use it, she had to set forth to find a teacher.
This was how it has always been und this was how it always should be.
Woodlings with a gift very highly respected, but often also feared, but no one was afraid of Mina.
She had been a lovely child and if she had unintentionally used her gift then she had caused flowers to bloom when she was happy or to wilt when she was sad. By now she had enough control to let the flowers grow intentionally, but that was about everything she knew about her gift and that was why she needed a teacher.
In villages like hers, there was no one to teach her. Those who could usually lived in the larger cities as court sorcerers or advisors or scholars. If they took in any apprentices they only took a few and mostly the well-heeled.
Mina did not have high hopes that one of the grand ones would take her under his wings, she was only from a small, poor village after all.
Still, she wanted to try her luck and find a teacher that would show her how to control her gift.
She was excited about the experiences that she would have during her journey and the people she would meet along the way, but it was still hurtful to say farewell to her beloved friends.
In her mind she wanted to be strong, but when she saw her motherâs tears her eyes moistened up as well.
It was to no avail.
The two women cried holding each other in their arms.
âTake care my little oneâ, Minaâs mother sobbed and hugged her daughter close to her.
âYou too, mother. When I get back Iâll tell you everything about my journey and my experiences and if I manage it, Iâll send you letters, I promiseâ, Mina assured her and hugged her just as tightly.
Her mother was the one that broke the embrace. One of her hands still resting on her daughterâs arm, but she stepped aside and wiped her eyes with an old linen cloth.
âNow off you go, before I change my mind and wonât let you leave!â She demanded teasingly from Mina.
Mina grinned and hugged her mother one last time.
âSee you, Mamaâ, she whispered the nickname, she had last used when she was a little child.
âSee you, my loveâ, her mother replied and kissed her on the forehead.
Finally Mina let go of her and went straightaway to the entrance of the village. Every now and again she turned around to wave once more, but never long enough to stand still.
The village was enclosed by a wooden fence that opened up into four archways in every point of the compass. Though the openings werenât half-round, but consisted of a joist lying on two standing pillars. They still called it an archway, why Mina did not know, still she wondered why she was thinking about this now.
Shaking her head she stopped before the gate.
One more step and her journey would begin.
Once more she looked back and searched for her motherâs eyes amongst the men, women and children of the village. Finally she found her smiling proudly and waving with the cloth in her hand. Mina returned the gesture and turned around.
Once more she took a deep breath, then she stepped through the gate and the cries of rejoicing started.
âHave a good journey!â âAll the best!â âGet back save!â, echoed behind her, but she did not dare to turn around again and stubbornly went on.
Tears streamed down her cheeks and her waving hand trembled.
There was no going back any more.
She was on her way and she would find a teacher.
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Sasha
The castle loomed high above Sasha as he walked through the main gate onto the bridge that connected it with the rest of the town.
He had spent the last weeks in this place to learn new tricks in the human host. The local ruler had gladly taken him in as Stonelings were commonly known as highly skilled warriors.
Every Stoneling had to pass a test in their lives for which they had to go on a journey and fulfil several task for different people until they found their test amongst them, which then would raise them into adulthood. However, each warrior could choose their own tasks and therefore some of them were satisfied with mere errands, while others joined battles or armies, to gain fame and glory. Sasha was ambitious and wanted to find a huge test for himself, but he hadnât had any luck so far. Even the position at the castle had not helped him.
He had learned some new skills for swordplay, but also for close combat and other weapons and this way his stay advanced him as a warrior, but to pass his test he felt out of place here.
On the following day a large tourney would take place and he had signed up for it. He didnât see it as his test to prove his prowess; he still wanted to win and was even counted as favourite.
For the tourney he now had to pick up a banner that he had ordered, because every participant had to hold one that showed their status and birth.
Stonelings did not have such things therefore he simply had changed the crest of his village a little to fit him.
He could have sent a squire, but Sasha enjoyed walking through the streets and watching the people he passed. As Stoneling he was often recognized from afar as he was taller than most humans. Some looked up to him in awe, others hid from him. Word had gotten around that he was staying at the castle, but it was still unusual, when he walked through the town and was actually seen. On some days he cared if they stared at him, but today he didnât. His mind was already at the tourney and he thought about, how he could do well. Most of the other fighters at the castle were certain that he would win; Sasha wasnât so sure about it. In some disciplines they others had more experience than him and his natural talents for fighting would do him nothing good there. He had decided to train some more when he got back, but not too much, as he did not want to start exhausted into the tourney.
Finally he reached the clothier who was advising a couple of young women in front of his store in choosing the right fabrics. The women gave him a seductive smile; Sasha in turn hesitantly returned a polite one. It was difficult for him to interact with humans when they approached him like this. He did not have any interest in such things and it was hard for him to make them understand that, especially those that thought his shyness just made him more attractive. The clothier saved him from any advances of those two ladies when he noticed him.
âAh! There you are!â, he greeted him joyfully and took Sashaâs hand to shake it.
Right after that he took Sasha by the shoulder and shoved him into the store. The clothier left Sasha in front of the counter and hurried past the huge wooden table into the storage. The warrior only had a short moment to look around before the other already returned, his arms full of fabric.
âThere we areâ, he exclaimed excited and spread everything neatly.
On the counter now lay beside the banner also a surcoat and cloak.
âI only ordered the bannerâ, Sasha noted and intently looked at the clothier.
âAnd only that you should pay for! I just couldnât let our future champion compete without surcoat and cloak!â, the clothier rebuffed.
âHave my thanks, but Iâm afraid youâre putting your hopes on the wrong warriorâ, Sasha tried to avoid the compliment.
âDonât be so modest! Word of your skills has already reached me! And now try it on, I want to see if it fits!â, he urged.
As he did not want to argue with the man Sasha did what he was asked to do. The cloth sat perfectly above the tourney amour that he had put on to get used to wearing it and the clothier was thrilled at his work. He tugged the cloth here and there into place and shoved Sasha in front of a mirror. Sasha was speechless. He felt like one of the knights, with whom he had trained.
On his chest shone Ferron, the highest mountain in the mountain chain that he called his home, with fine lines the sign of the Stonelings was stitched onto the body of the mountain. Just as fine were the rays of sunlight that he had wanted for himself, that emerged behind the mountain. The sunrise behind Ferron was one of his most beloved sights. Cautiously he ran his fingers across the embroidery and felt a pang of home sickness.
âI thank you. This is beyond wordsâ, he told the clothier with a chocked voice.
He only grinned wider.
âThen the tourney can beginâ, he agreed and patted Sasha on the shoulder.
âYeah, now the tourney can beginâ, Sasha thought as well and a grin spread on his face.
His fear to fail had dissipated at the sight of his home on his surcoat. He felt like he could accomplish anything like this.
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Damian
âGet lost you scallywag!â, the innkeeper yelled at him.
The man had grabbed Damian at the neck without warning, dragged him to the door and without him being able to resist had thrown him out. Dazzled Damian sat on the hard brick road and tried to recollect, what had even happened, as his pathetic backpack and those words were thrown at him.
A couple of days ago he had rented a room in the inn to stay a few days. Unfortunately the innkeeper had soon found out that he couldnât pay his bill. Thereupon he had forced him to work off his debts.
He had to scrub the floors, later the pots and pans and everything under surveillance of the innkeeper or one of his workers, so that he would not think about bunking off.
They werenât friendly towards him, but he wasnât used to anything else as he had been in similar situations before.
It wasnât as if he hadnât had any money, but he usually lived above his station and tried to earn some additional income through some trickery.
Normal work wasnât really his cup of tea, as he at times was quite clumsy. What usually was due to his mind already being far away thinking about his journey or how he would get out of a situation.
Thus it happened, as he was put to clean the dishes, that he had dropped one or the other plate, which then shattered on the ground. After the fifth plate the worker pulled him away from the sink and brought him to the innkeeper. He in turn had had enough and slapped him across the face one at a time, as the worker went to get Damianâs backpack.
With swollen cheeks he was then pushed onto the street.
And there he said now, dazzled and with scattered belongings.
Another âGet lostâ and âYou scare away my customers, hurry up and disappear!â came to him from the door.
Firmly Damian shook his head and moved on to push his small possessions back into his old backpack. It didnât take him long until he could throw it over his shoulders.
Something pressed against his back, but he tried to ignore it for now, as he only wanted to get away from here before the innkeeper decided to further let out his anger at his face.
With a sigh he started walking. He actually had hoped to stay a bit longer, but from the look of it he had to continue on his way, as this was the only inn and his doings had probably already spread across the village.
Maybe the next town had more in store for him.
Behind the Scenes
Here they are now, the first three Chapters of the serial „Trinity„. As I told you in the Prequel can you now decide which character you want to follow.
Do you want follow the Woodling-girl Mina, then look no further than door 2.
Do you want to find out if Damian comes across a new inn, then take a look at door 3.
Do you want to know how well Stoneling Sasha does in the tournament, then you unfortunately have to wait for door 4.
I hope you enjoy their story so far.
See you tomorrow
PoiSonPaiNter
© For the story and characters by me. Do not use or repost either without my permission.