Sasha
Am nĂ€chsten Morgen erwachte Sasha ausgeruht wie schon lange nicht mehr. Die ganze Zeit auf der StraĂe hatte kin immer Augen und Ohren offen gehalten, falls kin jemand ĂŒberfallen wollte. Aber hier in der Scheune fĂŒhlte sich Sasha vorerst sicher. Nachdem kin sich angezogen hatte ging kin in den Wohnbereich der Schmiede und fragte, ob der Schmied bereits angefangen hatte gaz Pferd zu beschlagen. Die Frau des Schmieds sagte kim, dass er vermutlich gerade dabei war und schlug vor, dass kin doch zur Schmiede hinĂŒber gehen und zusehen sollte. Sasha fand den Vorschlag gut und machte sich sogleich auf den Weg.
Aus der Schmiede kam kim heiĂe und stickige Luft entgegen und kin wandte sich zu gazem Pferd, das direkt davor an eine Holzstange angeleint war. Kin begrĂŒĂte es und sah sich dabei nach dem Schmied um.
âMorgen, Sasha!â, grĂŒĂte kin stattdessen der Lehrling.
âGuten Morgen, Damianâ, erwiderte kin den GruĂ.
âDein Pferd ist gleich dran, der Alte bereitet schon die Hufeisen vorâ, erzĂ€hlte Damian.
Es dauerte nicht lange bis der Schmied Anweisungen nach drauĂen rief. Die beiden sollten das Pferd drehen, also taten sie wie befohlen und positionierten sich auf beiden Seiten des Pferdes um dies zu tun. Sogleich kam der Schmied mit einem glĂŒhenden Hufeinsen nach drauĂen und wies sie an, den Huf zu heben. Damian ĂŒbernahm diese Aufgabe, da Sasha unsicher aussah und nicht wusste wie kin das anstellen sollte. Interessiert beobachtete der Krieger die Arbeit des Schmieds und seines Lehrlings.
âTut das dem Tier nicht weh?â, fragte kin, als der Schmied einen Nagel in den Huf trieb.
âNur wenn es falsch gemacht wird. Die Hufe sind wie groĂe FingernĂ€gel, bis zu einer bestimmten Tiefe spĂŒren sie nichtsâ, erklĂ€rte der Schmied, wĂ€hrend er arbeitete.
Sobald er mit dem Huf fertig war ging der Schmied zurĂŒck in die Schmiede um das zweite Eisen vorzubereiten. Die Prozedur wiederholte sich und Sasha schaute noch immer zu. Als der Schmied fertig war richtete er sich auf und fragte Sasha: âHast du ĂŒberhaupt schon gefrĂŒhstĂŒckt?â
Sasha verneinte woraufhin der Schmied Damian auftrug: âBring ihn in die KĂŒche und zeig ihm wo das Essen stehtâ
âKinâ, verbesserte Damian ihn.
âWas?â, entgegnete der Schmied lediglich.
âBring kin und zeig kin, heiĂt es richtigâ, erwiderte Damian Vorlaut.
Sasha lachte auf als kin den verwirrten Blick des Schmieds sah.
âEs mĂŒsste kin und kim seinâ, berichtigte kin und fĂŒgte hinzu: âWir Felslinge verwenden andere Wörter fĂŒr er und sieâ
âAh, kin ist das richtige Wort dann, ja?â, erkundigte sich der Schmied.
âJa, das ist die Grundformâ, bestĂ€tigte Sasha.
âIch versuche daran zu denken, aber ich kann nichts versprechenâ, gab der Schmied zu.
âDas ist in Ordnung. Die Wenigsten wissen ĂŒberhaupt, dass dieses Wort existiertâ, beschwichtigte Sasha.
Damian und Sasha machten sich auf den Weg in den Speiseraum. Gemeinsam deckten sie den Tisch und der Lehrling gesellte sich zu kim.
Sie sprachen ĂŒber alles Mögliche und nach einer Weile fragte Damian: âKann ich mit dir kommen?â
âWarum?â, fragte Sasha und fĂŒgte hinzu: âDu hast ein gutes Leben hier, eine Lehre, einen guten Meister. Warum solltest du weg wollen?â
âWeil es nicht eine Entscheidung war bei ihm anzufangenâ, eröffnete Damian und blickte betreten auf die Tischplatte.
Sasha sah ihn fragend an und schlieĂlich fĂŒgte er hinzu: âNaja, ich hab scheiĂe gebautâ
Der Felsling war nur noch verwirrter, aber lieĂ den Jungen ausreden.
âIch hab im Gasthaus die GĂ€ste beklaut und wurde erwischt. Und der Schmied hat dann gesagt, ich soll das Ganze hier abarbeitenâ, erklĂ€rte Damian.
âDann hast du noch weniger Grund mich zu begleiten. Du musst hier bleiben und deine Schuld begleichen. Alles andere wĂ€re unehrenhaft und feigeâ, entschied Sasha und strafte Damian mit einem finsteren Blick.
âJa, aber â â, setzte dieser an.
âNichts aber. Von anderen nehmen ist falsch und jemand, der so etwas fĂŒr richtig hĂ€lt und nicht mit den Konsequenzen leben kann, soll mich nicht auf meinem Weg begleitenâ, erklĂ€rte der Krieger und verlieĂ den Raum ohne ein weiteres Wort.
Kin ging zurĂŒck zur Schmiede und erzĂ€hlte dem Schmied von der Unterhaltung.
Der Schmied bestĂ€tigte kim: âJa, er hat gestohlen und die Stadt wollte ihn fast schon hinrichten dafĂŒr. Ich wollte ihm noch eine Chance geben, um ein richtiges Handwerk zu erlernenâ
âIch meine als Dieb sollte er die nötige Fingerfertigkeit fĂŒr die kleinen Dinge mitbringen, aber vielleicht habe ich mich geirrt. Vielleicht will er sich gar nicht Ă€ndernâ, fĂŒgte er mit einem Seufzen hinzu.
âDas scheint mit leider auch so. Wenn es Euch recht ist wĂŒrde ich gerne noch heute abreisen, damit er nicht noch weiter in Versuchung gerĂ€tâ, offenbarte Sasha.
âNatĂŒrlich. Dein Pferd ist fertig. Ich werde meine Frau bitten dir noch etwas Proviant zu machenâ, erklĂ€rte der Schmied sich einverstanden.
âDanke, aber das ist nicht notwendig. Ich werde mir bei Gelegenheit etwas erstehen oder jagenâ, lehnte Sasha das Angebot ab.
âUnsinn. Du bekommst etwas von uns. Komm mitâ, beschloss der Schmied und winkte kin zurĂŒck in Richtung Haus.
Die beiden gingen zurĂŒck in den Speiseraum und der Schmied rief nach seiner Frau, die ein paar Zimmer weiter die WĂ€sche machte. Die Reste vom FrĂŒhstĂŒck standen noch auf dem Tisch, aber von Damian war nichts mehr zu sehen.
âWas schulde ich Euch fĂŒr Eure Dienste?â, fragte Sasha und zog gazen Geldbeutel hervor.
âLass gut sein. Das geht aufs Hausâ, winkte der Schmied erneut ab.
âHabt dank, aber das kann ich nicht annehmenâ, widersprach Sasha.
âDoch kannst duâ, bestimmte der Schmied und schlug ihm freundschaftlich auf die Schulter.
âJetzt geh und pack deine Sachen, du kannst dein Essen dann hier abholen. Hab eine gute Reise und sei gut zu deinem Pferdâ, forderte der Schmied.
âHabt dank und ich werde mein Bestes geben, damit es dem Tier gut geht!â, versprach Sasha und machte sich auf den Weg.
Es dauerte nicht lange, da hatte kin gaze Sachen auch schon wieder verstaut und an gazem Pferd befestigt. Kurz danach ging kin zurĂŒck in die KĂŒche und fand dort ein fest verschnĂŒrtes Packet auf dem abgerĂ€umten Tisch. Weder der Schmied, noch seine Frau waren im Raum also entschied kin ihnen eine kleine Spende dazulassen. Kin lieĂ ein paar MĂŒnzen mit Felslings-PrĂ€gung auf den Tisch liegen und verlieĂ dann den Raum. Nicht viel spĂ€ter war kin wieder auf gazem Weg.
Hinter den Kulissen
Mit Sasha’s Geschichte geht es weiter hinter dem 24. TĂŒrchen.
Wenn ihr in der Zwischenzeit bei den anderen vorbei schauen möchtet, dann startet neu bei TĂŒrchen 1 und entscheidet euch zwischen Damian und Mina.
Falls die ganzen Pronomen fĂŒr Sasha verwirrend sind verweise ich an dieser Stelle nochmal auf die Ăbersicht aus 20. TĂŒrchen.
Ansonsten: Wer Damian’s Geschichte verfolgt hat, wird wissen, dass der Schmied Kurt heiĂt, aber da er sich nie wirklich Sasha vorgestellt hat, wollte ich ihn nicht beim Namen nennen. Wer jetzt noch verwirrter ist als eh schon, sollte wohl die Kapitel von Damian nachholen. đ
Abgesehen davon ist mir aufgefallen, das Sasha am Corwyn-Syndrom leidet, benannt nach einem von DarkFairys Charakteren aus unserer Geschichte Warlords, der einem gerne mal groĂe Weisheiten an den Kopf knallt und dann einfach abhaut. đ
Wie auch immer, ich hoffe euch gefÀllt die Geschichte bisher.
Bis Morgen,
PoiSonPaiNter
© FĂŒr Geschichte und Charaktere liegen bei mir. Verwendung oder Weitergabe nicht ohne meine Zustimmung.
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Lies auf Deutsch
Hot and sticky air flew towards kim from the smithy and kin turned towards gaz horse that was tied to a wooden bar in front of it. While kin greeted it he looked for the smith.
âMorning, Sasha!â The apprentice greeted kim instead.
âGood Morning, Damianâ Kin returned the greeting.
âItâll be your horses turn soon. The old man is already preparing the shoesâ, Damian told kim.
It didnât take long until the smith yelled orders from the inside. They should turn the horse, so they did as they were told and positioned themselves on either side of the horse to do so. At once the smith came out with a glowing horse show and ordered them to lift the hoof. Damian took up this task as Sasha looked uncertain and didnât know what kin should do. Interested the warrior observed the work of the smith and his apprentice.
âDoesnât it hurt the beast?â Kin asked the smith as he piled a nail into the hoof.
âOnly if you do it wrong. The hooves are like large fingernails until a certain depth they donât feel a thingâ, the smith explained while he worked.
As soon as the hoof was finished the smith returned to the smithy to prepare the second iron. The procedure repeated itself and Sasha continued to watch them. When the smith was done he straightened up and asked Sasha: âDid you even have breakfast?â
Sasha denied whereupon the Smith ordered Damian: âTake him to the kitchen and show him where the food isâ
âKinâ, Damian corrected him.
âWhat?â The smith simply returned.
âBring kin and show kin, is what itâs calledâ, Damian retorted cheekily.
Sasha started laughing when kin saw the confused look on the smiths face.
âIt should be kim in both casesâ, kin corrected and added: âWe Stonelings use different words for he and sheâ
âAh, kin is the correct word than, yes?â The smith inquired.
âYes, itâs the basic formâ, Sasha confirmed.
âIâll try to remember it, but I canât promise a thinkâ, the smith admitted.
âThatâs all right. The fewest even know the word existsâ, Sasha reassured him.
Damian and Sasha made their way to the dining room. Together they set the table and the apprentice joined kim.
They talked about all sorts of things and after a while Damian asked: âCan I join you?â
âWhy?â Sasha asked and added: âYou have a good life here, an apprenticeship, a good master. Why would you want to leave?â
âBecause it wasnât my decision to start working for himâ, Damian revealed and looked embarrassed down onto the table.
Sasha looked at him questioningly and he finally added: âWell, I screwed upâ
The Stoneling was now even more confused, but let the boy continue.
âI stole from the people in the inn and got caught. And the smith decided that I should work off my debtâ, Damian explained.
âThen you have even less reason to accompany me. You have to stay here and settled your debt. Everything else would be dishonourable and cowardlyâ, Sasha decided and scolded Damian with a frowning look.
âYes, but ââ, he started.
âNo buts. Taking from others is wrong and I will not be accompanied by someone who deems this right and cannot live with the consequencesâ, the warrior explained and left the room without another word.
Kin returned to the smithy and told the smith about the conversation.
The smith confirmed: âYes, he stole and the town even wanted to hang him for it. I wanted to give him a chance, to learn a real craftâ
âI mean, as thief he should bring the needed light-fingeredness for small objects with him, but maybe I was wrong. Maybe he simply doesnât want to chanceâ, he added with a sigh.
âThat unfortunately seems to be the case. If it is all right with you, Iâd be leaving today to not tempt him furtherâ, Sasha revealed.
âOf course. Your horse is ready. Iâll ask my wife do make some provision for youâ, the smith agreed.
âThanks, but that is not necessary. Given the opportunity I will buy or hunt somethingâ, Sasha refused the offer.
âNonsense. Youâll get something from us. Come onâ, the smith decided and waved kim back towards the house.
The two of them returned to the dining room and the smith called out to his wife that was working on the laundry a few rooms over. The remains of the breakfast still stood on the table, but Damian was nowhere to be seen.
âWhat do I owe you for your services?â Sasha asked and took out gaz purse.
âNevermind. Itâs on the houseâ, the smith waved off again.
âHave my thanks, but I cannot accept itâ, Sasha disagreed.
âYes you canâ, the smith ordered and gave him a friendly pat on the shoulder.
âNow go and pack your things, you can get the food later. Have a good journey and be good to your horsesâ, the smith demanded.
âHave my thanks and I will do my best to make sure the beast does well!â Sasha promised and went on his way.
It wasnât long before gaz things were back in gaz backpack fastened to gaz horse. Shortly after that kin went back to the kitchen and found a tied up packet on the cleaned table. As kin could neither see the smith nor his wife kin decided to leave them a small offering. Kin left a few coins with Stoneling-stamping on the table and left the room. Not much later kin was already on gaz way again.
Behind the Scenes
Sasha’s story will continue behind the 24th door.
If you want to see what the others are doing in the meantime, go back to the 1st door and choose between Mina and Damian.
In other respects: Those who follow Damian’s story know that the smith is called Kurt, but as he never really introduced himself to Sasha I didn’t want to call him by his name. Those who are now even more confused than before, probably should catch up with Damian’s chapters. đ
Regardless of that did I notice that Sasha suffers from the Corwyn-Syndrome, named after one of DarkFairys from our story Warlords,who loves dropping huge chunks of wisdom into your face and then simply leaving. đ
In any case do I hope you like the story so far.
See you tomorrow,
PoiSonPaiNter
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