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Triff mich … auf der Leipziger Buchmesse

Heute ist ein merkwürdiger Tag, denn die Trauer aufgrund des dritten Jahrestages wird mit Vorfreude überdeckt.

Vorfreude auf die Leipziger Buchmesse

Heute in einer Woche werde ich nämlich mit InGenius zusammen nach Leipzig fahren und dann mit Elenor Avelle, Nike Leonard, Katrin IlsDiandra Linnemann und Jana Jeworreck unseren Stand vom Nornennetz, in Halle 2, J303, aufbauen.

Und dann geht es erst richtig los. Vier Tage voller Messe, Menschen und (M)E(h)rlebnisse, auf die ich schon seit Wochen/Monaten hinarbeite und hinfiebere – was schlimmstenfalls wörtlich zu nehmen ist, denn seit Anfang der Woche kämpfe ich mit einem Schnupfen, der über Husten zur Erkältung werden will …

Wir haben so viel vorbereitet und geplant für die Messe, da ist krank werden einfach keine Option. 😉

Triff mich … am Stand

Wer einen Stand hat, muss ihn auch betreuen, vermutlich werde ich auch außerhalb meines Standdienst da viel rumhängen und euch gerne Empfehlungen zu den Nornenwerken geben, die wir dort ausstellen – und die ich in den letzten Wochen gelesen habe (Packstation sein, hat seine Vorteile 😉 ).

Es gibt auch noch viele tolle Preise zu gewinnen – Alien-Horst in allen Variationen z.B. 😀 – da lohnt es sich bei unserer Verlosung teilzunehmen: Magische Momente mit To-Go-Artikeln am Nornenstand.

Ich selbst bringe auch wieder Märchensommer Postkarten (von line artist Nami and digital artist Yoyo) vom letzten Jahr mit, die ihr dann aus einer extra von Elenor gebastelten Goodie Box losen könnt: Der verboxte Jester. Außerdem werde ich Lesezeichen für dieses Jahr und Visitenkarten dabei haben – und vllt. kommt auch noch was anderes in die Box. Vorbeikommen lohnt sich also. 😀

Aber wann bin ich denn nu definitiv am Stand?

Zum Einen habe ich am Sonntag Standdienst von 14:00 – 16:00 Uhr – zusammen mit Diandra und später Anna Kleve.

Zum Anderen gibt es am Samstag von 14:00 – 14:30 Uhr eine Lesung + Meet & Greet mit mir, wo ich aus Wintermond meinem Anthologie-Kapitel des Neubrandenwolfs (#Neubrandenwolf), aus dem Wunsch der Königin (#WunschDerKönigin) und aus meinem Adventskalender vom letzten Jahr (#Eishörnchen) vorlesen werde und anschließend für Fragen und Gespräche zur Verfügung stehe.

Wer sich das im Kalender markieren möchte, kann das gerne über die Facebook-Veranstaltung machen, wo ich auch noch ein bisschen über die Ausschnitte schreibe(n werde): Triff Norne Anne Zandt.

Das ganze noch schön visuell dargestellt im Banner, den Nora Bendzko für uns Vorleser angefertigt hat:

Neben meiner gibt es natürlich noch einige andere Nornenlesungen und auf der Fantasy Insel am Samstag auch noch eine Talkrunde: Über Frauen in der Fantastik und im Literaturbetrieb.

Drückt mir die Daumen, dass meine Stimme bis dahin wieder vernünftig klingt …

Wie erkennt ihr mich sonst?

Eben habt ihr ja schon mein Gesicht – wenn auch nur von Elenor wunderbar gezeichnet – gesehen, aber T-Shirts haben ja meist noch einen stärkeren Wiedererkennungswert.

Da sich mein Jester zum Logo gemausert hat und Edguy auch die Inspiration für meinen Online-Namen waren, werden zwei Bandshirts von ihnen meine Messeoutfits abrunden, zusätzlich dazu dann noch mein DF.PP Shirt und das, ebenfalls von Elenor angefertigte – ja sie ist ein verdammt fleißiges Bienchen, Nornennetz-T-Shirt am Samstag mit meinem Schriftzug vorne und der Norne auf dem Rücken. Es fällt bestimmt niemandem auf, dass ich an dem Tag mal kein schwarzes T-Shirt trage …

Ich denke damit sollte ich dann auch erkennbar sein, für all jene, die mich finden wollen. 😀

Auf alle Fälle freue ich mich auf eine Messe mit vielen Nornen, Bloggern, Autor*innen und und und …

Wir sehen uns (vielleicht) in Leipzig!

Anne

#LoveWritingChallenge – Everything about Writing

And with this, week four, we already reached the end of the #LoveWritingChallenge by Katie Kling. Scary how a month flies by without anything getting done…
(For more information see the introduction post.)

Week 4

This weeks theme is Everything about Writing and as I wouldn’t have that much to say about the different topics, I’ve decided to put them all into one post again.

For stuff about Warlords feel free to check out our Facebook Page.

Plotted-Pantsed driven Worldbuilding

From the Inspiration week I do believe one can figure that I’m a pantser. I have an idea and then just sit down and write. Everything else then comes when I start to edit (or lengthen) it and think about what things actually make sense.

Though that doesn’t mean plot isn’t involved. I usually have a few markers that I want to reach, but what I write to get there or for them is then pantsed or dictated by the characters involved. Usually these markers are rough ideas/scenes that I want to see in a chapter or part of the story, so I make notes about them and fill them out when I’ve got time to pantse it. 😉

This graphic from Tumblr, even if it is for Fanfiction, still describes my process quite well:

Other than that are there only a few occasions where I think about the world beforehand. Usually this is done, when I actually write a Fanfic, as I always try my best to have the story fit into the given narrative. When it’s my own world it’s mostly in the editing phase that I think about things in the grander scheme.
E.g. for The Queen’s Wish, which is the story I’m writing for Projekt Myra, I had to adjust the idea I had for the layout of the land, so it would fit onto an island in the Myra world, (though I’m still not sure, whether it will really work for them, but that’s just my insecurity talking again…).

Selfpublishing vs Publishing House

I’m a no-name. That’s a fact. So for me to even try my luck at a publishing house I’d have to write extremely well or so mainstream that the bigger ones would like it. I don’t do either. That leaves the smaller ones, which either are busy with their own brilliant authors or turn out to be DKZ (Druckkostenzuschuss – Print Cost Grant) publishers and so on.
Plus, I’m really insecure when it comes to my writings, so I will either one day try my luck with selfpublishing or stick to just putting stuff on my Blog, because I think no one would want to read it anyway. 😉

Weird Research

There certainly was strange research I had do make over the years, but I don’t really remember what it was. I only remember that one of the last „weird“ things I had to google was: Is it possible to kill a bear with a knife? Those who thoroughly read my Advent Calendar last year, know why I had to research that. 😉

Interestingly: I only do research when I’m in the editing process to check if what I thought up (pantsing, remember?) does even make sense. While just writing down stuff I find research to be far too distracting and counter productive…

My very first Story

was written, in second grade (together with a classmate, but I did most of the work, I think), at least I have no memory of other stories. It was filled with spelling mistakes and handwritten on small (A7 maybe?), glued together pages with little scribbles of the characters. It also has an incredible twist [/sarcasm], because somehow, as a seven year old, I thought it very plausible that people from Australia talked backwards because they lived on the other side of the planet…
I still have it somewhere, so I could photograph it, but for now, have this German transcript of „How Horse and Kangaroo [became] friends“ (Warning: Please keep tissues at hand, you might cry):

Wie Pferd und Kängeruh Freunde [wurden]
Es war einmal vor langer, langer Zeit. Im fernen Lande Australien dort wonte ein kleines Kängeruh. Eines Tages wurde das kleine Kängeruh nach Deutschland verfrachtet.

In Deutschland angekommen blieb es erst einmal in einem Reiterhof. Im Reiterhof gab es ser viele Pferde so ca 40 stück, zwischen disen 40 war auch das schwarze Pferd Robert.

Er war nicht nur das einzigste schwarze Pferd sondern auch das schnellste Pferd im Hof. Die anderen 39 fragten Robert: „Wie machst du das du so schnell bist?“ „Ich teile meine kraft ein“. Es wuselte nur so durch den Stall. Alle dachten leise: kraft einteilen, kraft einteilen, dachten sie die ganze Nacht.

Robert konnte diese Nacht gut schlaffen.
Bei dem nesten Renen war es wie verhekst. Ein Kopf an Kopf Renen. Aber Robert gewonn trotzdem. Die Anderen Pferde wahren total neidisch auf Robert.
Der ausrit aus dem Stall war eine woltat für Röbert.
Die Reiter sprachen wun einem Kängeruh. Ein Kängeruh im Stall dachte Robert.

Er wuste was ein Kängeruh ist. Als sie wieder im Stall waren machte Robert sich auf die suche nach dem Kängeruh. Robert suchte hir und suchte da, aber er fand es nicht. Aber im lestem gang fand er es. Das Kängeruh sang immer wieder „Kleine Maus komm aus dem Haus. Sonst holt dich di Katze raus und dann ist es aus.“ Sang es immer wider.
Das hörte Robert und ging sofort hin. Er sag es und fragte wie er heiße. Das Kängeruh antwortete „Hci eßieh Lrak“, Robert verhstand nicht was er sagte. Johannes das war sein Johkej. Er hörte Roberts gejammer und rannte sofort hin. Johannes fragte Robert: „Was ist los?“ Robert Antwortete: „Dieses Kängeruh hat eine undäutliche ausschbrache.“ Was hat es den gesagt.“ „Ich habe in gefragt wie er heist. Und er hat gesagt: „Hci eßieh Lrak.“ „Also du verschtestin nicht, aber ich.“ „Was hat er gesagt Johannes?“ „Er hat gesagt „Ich heiße Karl.“ „In Australien spricht mann so. Das ist rückwertz.“

I really hope you didn’t forget the tissue, I always have tears in my eyes when I read this. :’D
It’s just so…I don’t even have words for it.
(The song was from my classmate I think, no idea why that wasn’t in „Australian“…)

At least I can proudly say: I’ve come a loooong way since then or so I think. 😀

My stories in five words

For this I focused on the three stories I told you about in the Character-week.
I’m not entirely satisfies with the words, but well, it’s all I could think of.

The Unnamed One: Werwolf, Vampire, Family, Prejudices, Life

The Queen’s Wish: Intrigues, Magic, Family, Change, Compassion

Neubrandenwolf: Werwolf, Change, Full Moon*, Life, Running

Well, this concludes the challenge.

I hope you enjoyed this look into my different projects, I certainly enjoyed writing about them.

See you around

PoiSonPaiNter

* I know I cheated with this, but Full Moon in German is Vollmond and that’s one word. 😉

#LoveWritingChallenge – Themes

And week three of the #LoveWritingChallenge by Katie Kling. For more information see the introduction post.

Week 3

This weeks theme is Themes and as I would just be repeating myself with the sub-themes, I’ve decided to put them all into one post again.

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Loving and losing your family and friends

For some reason do I always end up creating families in my longer projects. I can’t figure out why that is. Part of me thinks it’s far too cheesy to give everyone a more or less happy end or at least someone that cares deeply for them, but another feels like it’s important for those characters, that it fits for them and their story to have someone in their lives. They just wouldn’t be the same without their families. I mean, Andrew would barely survive on his own…
Though that doesn’t mean all my families are the same. As I have mentioned in the character-week posts does not everyone of my characters fall into the usual sexual spectrum, so their love-lives are equally different from the norm. It feels like I have several kinds of couples on various levels, even if the majority is still the „traditional“ female/male relationship. Apart from that, does, even if they have kids, barely anyone get married in my stories…
There is one couple from The Unnamed One that’s had an on-and-off relationship for over twenty years, including kids and different partners in the meantime, before they finally tie the knot (twice if you count human and wolf wedding 😉 ).
Another couple has a very unhealthy, kind of co-dependant, relationship that’s mostly based on lust and the thrill of being with something that is able to kill you and of course the outdated thought of having to make it work with the father of your child/ren.
But love isn’t only between couples, it’s between parent and child, siblings and friends. It’s about caring for one another, about being with someone if they need you and about kicking their butts if they’re being stupid. In short terms. 😉
With friends and families comes tragedies and the more I think about it, the more I’m certain my subconscious wanted to prepare me for losing my own Mum. There is no other reason I could use to explain why so many of my characters have lost their mothers (at a young age). Though, I could blame Disney…
Just like in real life, do I try to keep the reactions realistic and differing from character to character. As I said does, e.g., Andrew not deal well with loss. He sinks into a very deep hole that he can’t get out of by himself. Others have it a bit easier to move on.
Dying isn’t the only way you can lose someone, so obviously I also have a few characters just drifting apart, breaking up or just losing sight of each other.
Describing this part of the human condition is fun for me, but I’m never sure if it’s too much, too detailed or just enough to get invested in the characters…
Curiously: In my short stories the characters rarely talk about their families and only occasionally have friends (mentioned). 😀

Tempting Courage and Fear

Temptation in the meaning of forbidden love is something I certainly use as a theme in variations (age-/status-gap, existing relationships, species), even if I don’t like the term. Love isn’t something a law can dictate it just happens, even if it’s sometimes creepy and/or weird – or biologically questionable/unhealthy, if you want to go down that road.
Besides with werwolves and vampires there is a different kind of temptation at play. 😉
But there is also the temptation of power that a few characters have to face (I wrote a short story a couple of years ago about the Tree of Knowledge that I feel I should link here: Knowledge is Power (German), be warned: It’s old!). My antagonists usually succumb to this, but at least one main character dips into it pretty badly until he realizes what he’d become.
I couldn’t say if any of them is particularly brave or frightened in a situation, but there are of course different ways to be either. It’s part of a person to succumb to/overcome fear, but overcoming fear isn’t necessarily courage, just as not being brave doesn’t mean you’re afraid. It’s a thin line between all these things and I think it’s interesting to play with it and „throw“ the characters into uncomfortable situations. 😉
Though there are short stories where I intentionally played with fear, which was fun:

Just to name a few.
Courage on the other hand doesn’t seem to be one of the themes I focus on. The Christmas Light is pretty much the only thing I can think of, where a character displays some kind of courage (the moving on-kind).

My own theme

In short stories a reoccurring theme is running (away) or flying from something. In the longer ones it’s „life“ and what troubles it and the setting in general throws your way. Other than that is I think „being different“ one of the main topics in my writings.
Sometimes I include stuff to discuss it or work through it myself (like a death-scene in the 2015 Advent Calendar), at other times I just write something without much thought behind it and someone else interprets it completely different and pretty deeply (happened with Blind Date (German), though Evanesca has yet to tell me about all the layers she discovered. 😀 Though I can’t find where we talked about it… =/).
Well, it’s not much and I didn’t really go into that much detail, but I’ve already covered some of it in the first week and other things would give too much away, soo….let’s just say: I try to keep an open mind to how my characters would react in a given theme, even if I have to push it onto them at times. 😉
See you with the next theme next week (or hopefully on Sunday with the update of Neubrandenwolf)!
PoiSonPaiNter

A new Day

It’s been a year now and I still haven’t entirely gotten around the thought that my Mum is no longer with us. A lot has become normalcy by now, but it is still strange to come home and only seeing my Dad

I started travelling again and managed to get back into writing and reading as well, but it’s not the same as before. Those who followed my stories throughout the year will notice that I used (some of) my experiences with this loss as basis for stories – or chapters and it was a good way for me to work through it.

In honour of my Mum’s love for reading do I now want to show you the first story I wrote after her passing (only in German, sorry). I got the idea for it during an organ concert we went to together and when I was having trouble focusing my creativity I knew that this was the story I wanted to write to overcome the urge to just don’t write anything any more and judging by my output, I guess this worked quite well. I’d tell you to have fun reading, but I guess it should be more of an ‚I hope you enjoy it, regardless of the topic‘.

I miss you, Mum. This story is for you.

Ein neuer Tag

Es war ruhig im Dorf. So ruhig, wie er es sein ganzes Leben lang nicht erlebt hatte.
Normalerweise liefen die Kinder lachend durch die Straßen; die Händler priesen ihre Waren an und Nachbarn unterhielten sich von Fenster zu Fenster über die Straße hinweg.
Jetzt war nichts mehr von alledem zu hören, denn das Dorf trauerte.
Vor nicht ganz einer Woche war Garland, ihr geliebter und gütiger Anführer für immer eingeschlafen. Eine schreckliche Krankheit hatte ihn befallen und selbst die besten Heiler des Dorfes konnten nichts gegen sie ausrichten.
Er war in seinen letzten Monaten immer schwächer geworden, hatte sich aber nichts anmerken lassen, um sein Volk nicht zu beunruhigen. Immer wieder hatte er selbst den Kleinsten versichert, dass es ihm gut ging und er bald wieder mit ihnen spielen könnte – er hatte es geliebt den Kindern Geschichten zu erzählen und mit ihnen auf Schatzsuche zu gehen.
Insgeheim wusste das ganze Dorf jedoch, was er ihnen nicht sagen wollte.

Und nun hatte ihn diese schreckliche Krankheit dahin gerafft. Anuk war bei ihm gewesen, als es passiert war, aber selbst jetzt konnte er es noch immer nicht begreifen. Die Nachricht hatte sich wie ein Lauffeuer im Dorf verbreitet und alle Arbeit wurde niedergelegt. Egal wo man hinschaute, überall saßen die Leute und weinten oder trauerten auf ihre Weise. Niemand wagte es fröhlich zu sein, selbst die Kinder hatten aufgehört zu spielen. Seitdem hatte kaum jemand gearbeitet oder auch nur gescherzt, niemandem war danach zumute und die, die arbeiteten taten nur das Notwendigste.

Heute hatten sich nun alle versammelt, um Garland die letzte Ehre zu erweisen. Ein langer Zug hatte sich hinter den Sargträgern gebildet, die ihren geliebten Anführer zu seiner letzten Ruhestätte brachten. Die Leute hielten sich an den Händen oder lagen sich in den Armen; Kinder klammerten sich an ihre Eltern und jedem standen die Tränen in den Augen oder liefen ihnen über die Wangen. Niemand sagte ein Wort.

Am Grab angekommen verteilte sich das Dorf in einem Kreis darum, jeder wollte etwas sehen.
Wie es bei ihnen üblich war, wurde über dem Grab ein Scheiterhaufen aufgebaut, sodass die Asche in es hinein fallen konnte. Vorsichtig hievten die Träger den Sarg auf das aus Holz und Reisig gebaute Podest und entfernten sich ein Stück, damit der Heiler vortreten konnte.
„Aus der Erde sind wir gekommen – in die Erde werden wir zurückkehren.
Mögen die Flammen Garlands‘ Geist zu den Ahnen aufsteigen und seinen Körper zu neuem Leben werden lassen“, sprach er die alten Worte mit weit ausgebreiteten Armen.
Der Heiler ging wieder einen Schritt zurück und nickte seinem Lehrling zu, der daraufhin die brennende Fackel, die er in der Hand hielt an das trockene Reisig zwischen dem Holz hielt. Mit einem Knistern breitete sich das Feuer aus und hatte bald den Sarg umschlossen und sogleich stimmte das Dorf einen Trauergesang an.
Es war ihr traurigstes Lied und während sie sangen, schien alles inne zu halten. Nur der Gesang der Dorfbewohner durchdrang diese Stille.

Als der Sarg und seine Halterung zerfallen waren, war auch das Lied vollendet und alle schwiegen. Nun war es an den Sargträgern, dass Grab mit Erde zu bedecken, während das Dorf in die Große Halle einkehrte, um dort ihrem Oberhaupt zu gedenken.
Es gab reichlich Speis und Trank für jeden und auch wenn es schwer fiel, wurden fröhliche Geschichten aus besseren Tagen erzählt und darüber gelacht, denn so war es Tradition. Man gedachte den Verstorbenen indem man sie in Erinnerung behielt und sie somit in ihrer Mitte weiterlebten.

Die Feier ging bis in die späte Nacht und es war merkwürdig für Anuk als er nach Hause zurückkehrte und nur noch das letzte Geleit vor Augen hatte.
Alles schien ihm düster und grau und er verkroch sich sogleich in sein Bett. Weinend holte ihn schließlich der Erschöpfungsschlaf ein.

Am nächsten Morgen erwachte er mit trockenen Augen. Es war bereits hell draußen, aber irgendetwas war anders als zuvor.
Noch leicht benommen setzte er sich auf und blickte aus dem Fenster.
Die Sonne strahlte hinein und kündigte einen schönen Tag an.
Dann bemerkte er es.
Stimmen.

Von draußen hörte er Stimmen.
Er stand auf und öffnete das Fenster um hinaus zu sehen.
Die Leute rannten aufgeregt aus ihren Häusern und riefen einander zu aufzustehen und zu folgen, auch Anuk wurde herunter gerufen.
Verdutzt zog er sich seinen Mantel und seine Stiefel über und eilte nach draußen. Unten angekommen hielt er einen anderen Dorfbewohner an und fragte was überhaupt los sei.
„Hörst du es denn nicht?“ Antwortete dieser nur und eilte davon.
Verwirrt schaute Anuk ihm hinterher und strengte dann seine Ohren an.
Dort in der Ferne hörte er es.
Eine Melodie so lieblich und zart, dass ihm warm ums Herz wurde.
Die Schwere, die sich durch seine Trauer darauf gelegt hatte, löste sich und er fühlte sich erleichtert.
„Was ist das?“ Fragte er sich und folgte dem anderen in die Richtung, aus der die Musik kam und in die sich auch die anderen Dorfbewohner bewegten.

Kurz darauf standen sie alle wieder um das Grab herum. Dort wo die Erde frisch gegraben war stand nun ein Baum dessen Blätter im Wind wehten und diese wunderschöne Melodie erzeugten. Sie alle standen wie gebannt und lauschten der Melodie.
Ein paar wenige begannen mitzusummen bevor sie schließlich einen Gesang anstimmten; ein altes Geburtslied wurde entsprang den Kehlen der älteren Dorfbewohnern und die Kinder begannen dazu zu tanzen.
Die traurige Stimmung war auf einmal verschwunden und wurde ersetzt durch eine Art Hoffnung, dass trotz ihres Verlustes das Leben immer noch Wunder mit sich brachte, dass es immer noch schön war und das man sich davor nicht verstecken sollte. Das Leben war ein Geschenk und man sollte es nutzen um Entdeckungen zu machen, zu spielen, zu genießen und es auszukosten. Daran erinnerte sie das Lied, das sie hörten und auch das, was sie sangen.

Garland war von ihnen gegangen, aber er war für immer ein Teil von ihnen und sie würden sein Andenken in Ehren halten und das Dorf wieder in neuem Glanz erstrahlen lassen.
Mit diesen Gedanken konnte auch Anuk weiter machen, selbst wenn jetzt vieles anders sein würde, so würde der Geist seines Vaters doch dafür sorgen, dass er das Dorf in seinem Sinne anzuführen.
Nun war er bereit, die Position des Anführers zu übernehmen.
Nun war er bereit sein Leben weiterzuführen, denn so hätte sein Vater es gewollt.

Just like Anuk did I make the decision for myself to continue, because that’s what my Mum would have wanted – even though she did not sent me a magical tree to tell me. That doesn’t mean I/we do not miss her, but I/we manage to get by. Somehow.

PoiSonPaiNter

Good riddance, 2015

Finally this awful year is at its end and I don’t really feel like writing more about it then necessary – those who followed this Blog throughout the year, know what I’m talking about – and therefore point you to the WordPress‘ helper monkeys* who prepared their annual report for this blog.

Here’s an excerpt:

A San Francisco cable car holds 60 people. This blog was viewed about 2,800 times in 2015. If it were a cable car, it would take about 47 trips to carry that many people.

Click here to see the complete report.

Have a save Journey into the new Year, see you in 2016!

PoiSonPaiNter
* The German version has elves, the English one gets monkeys… 🙁

Advent Calendar: Door/Türchen #8

Read in English

Mina

Einige Wochen waren vergangen und Yagai hatte Mina viel über Kräuter- und Heilkunde beigebracht. Sie wusste jetzt welche Kräuter sie für simple Heiltränke oder Salben verwenden musste und was noch besser wirkte bei einfachen Erkältungen, als das, was sie von zu Hause kannte. Mina war oft mit der Alten in den Wald gegangen und nachdem Yagai ihr die Pflanzen gezeigt hatte, musste Mina sie ohne Hilfe erkennen. Auch ein paar Hausbesuche hatte sie, wie versprochen mitgemacht. Ein kleiner Junge mit gebrochenem Bein wurde ebenso von Yagai behandelt, wie eine alte Frau mit schwerem Lungenleiden. Einmal wurden sie zu einem schwer verwundeten Mann gerufen, dem Yagai nur helfen konnte, indem sie seine Schmerzen linderte und ihm dadurch half ruhig zu entschlafen.
Es war der erste Tod den Mina bewusst mitterlebt hatte und ihre Tränen waren fast so schlimm geflossen, wie die der Familie. Yagai hatte sie alle mit Worten und Berührungen beruhigt und Mina schließlich aus dem Raum geschoben, damit die Familie Abschied nehmen konnte.
„Warum konntest du ihm nicht helfen?“, fragte Mina mit tränenerstickter Stimme.
„Ich habe ihm geholfen. Durch das Schmerzmittel hatte er es einfacher zu gehen und musste dabei nicht leiden“, erklärte Yagai ruhig.
„Aber seine Familie! Für sie wäre es doch besser gewesen, wenn er gekämpft hätte!“, protestierte Mina.
„Nein. Es wäre schmerzhafter gewesen. Je länger das unausweichliche hinausgezögert wird, umso schmerzhafter und belastender ist es für alle Beteiligten. Der Geist des Mannes mag noch Kampf- und vor allem Lebensbereit gewesen sein, aber sein Körper war es nicht. Das musst du verstehen“, erklärte sie.
„Das will ich aber nicht!“, jammerte Mina wie das kleine Kind, dass sie schon lange nicht mehr war und begann erneut heftig zu schluchzen.
Yagai seufzte. Es hatte momentan keinen Sinn weiter auf sei einzureden. Die Trauer in dem Waldling-Mädchen war zu groß, auch wenn sie den Mann nicht gekannte hatte.
Leise verließ Yagai den Raum um nach den Angehörigen zu sehen. Sie nahmen es wesentlich gefasster als der junge Waldling. Sie gab ihnen und Mina noch etwas Zeit, bevor sie sich verabschiedete und mit Mina zu ihrer Hütte zurückkehrte. Es war ein ruhiger Rückweg, nur unterbrochen durch gelegentliches Schluchzen.
In der Hütte angekommen, setzte die Alte einen Teekessel auf und reichte Mina anschließend das heiße Getränk: „Hier. Das wird dir gut tun“
Mina nahm es dankend an und nippte ein wenig daran. Yagai setzte sich mit einer weiteren Tasse zu ihr an den Tisch und rührte gedankenverloren darin mit ihrem Löffel.
„Weißt du,“ eröffnete sie schließlich „Das Leben hat viele Facetten und viele gute und schlechte Sachen, die wir meistern und überwinden müssen. Das Schwerste jedoch ist der Verlust eines geliebten Menschen. Man wird sich immer an diesen jemand erinnern und das was er einem beigebracht hat. Dennoch ist die Trauer groß und auch der Frust, wenn man nur zusehen kann, wie das Leben aus ihnen herausgleitet. Trotzdem darf uns das nicht davon abhalten weiterzumachen und uns auf unser Leben zu konzentrieren. Man selbst mag in tiefer Trauer versunken sein, aber um einen herum lässt das Leben sich nicht aufhalten. Es geht einfach weiter und man muss für sich selbst entscheiden, ob man einfach stehen bleiben will oder sich wieder in den Fluss des Lebens eingliedert“, erklärte sie ihr.
Mina nahm alles auf und überlegte lange darüber.
„Es ist unfair, aber ich denke ich verstehe“, sagte sie schließlich.
„Niemand hat gesagt, dass das Leben fair ist“, kommentierte Yagai mit einem ansteckenden Lächeln.

Hinter den Kulissen

Mit Mina’s Geschichte geht es weiter hinter dem 11. Türchen.

Wenn ihr in der Zwischenzeit bei den anderen vorbei schauen möchtet, dann startet neu bei Türchen 1 und entscheidet euch zwischen Sasha und Damian.
Da ich immer noch dabei bin meine eigene Trauer zu bewältigen hat sich dieses Kapitel von selbst hinzugefügt, ich hatte nicht vor es zu schreiben.
Daher denke ich, ich sollte diese Erklärung hinzufügen:
Der Teil über die Medizin spiegelt in keiner Weise meine Ansichten zu Sterbehilfe wieder und ist schlichtweg nur dazu da um diese Art der Verwendung zu erklären, die ähnlich derer ist, wie sie von heutigen Palliativ-Diensten genutzt wird, die versuchen ihren Patienten zu helfen.
Bitte seht davon ab diese Thematik hier auszudiskutieren.
Ich hoffe die Geschichte gefällt euch trotzdem bisher.
Bis Morgen,
PoiSonPaiNter
© Für Geschichte und Charaktere liegen bei mir. Verwendung oder Weitergabe nicht ohne meine Zustimmung.
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Lies auf Deutsch

Mina

A couple of weeks had passed and Yagai had taught Mina a lot about herbs and medical plants. She now knew which herbs to use for simple potions or ointments and what was even more effective against a simple cold than what she knew from home. Mina often went into the forest with the hag and after Yagai had shown her a plant Mina had to recognize them without help. Like she had promised she even participated in a few house calls. A young boy with a broken leg was treated by Yagai, just as an old woman with a bad lung disease. One time she was called to a heavily wounded man, whom Yagai could only help by relieving his pain and helping him to pass on.
It was the first death Mina experienced consciously and her tears ran nearly as heavily as the families. Yagai had calming words and touches for all of them and finally shoved Mina out of the room, for the family to say their farewell.
“Why couldn’t you help him?” Mina asked choking back tears.
“I helped him. Through the pain medicine it was easier for him to leave and he didn’t have to suffer through it”, Yagai calmly explained.
“But his family! It would have been better or them if he had continued to fight!” Mina protested.
“No. It would have been more painful. The longer the inevitable is prolonged the more painful and straining it is for everyone involved. The spirit of the man still might have been willing to fight and especially to live, but his body wasn’t. You have to understand that”, she explained.
“I don’t want to!” Mina wailed like the little child she uses to be quite some time ago and started sobbing again.
Yagai sighed. It was no use talking further to her like this. The sadness of the Woodling-girl was too heavy, even though she hadn’t even known the man.
Quietly Yagai left the room the look after the relatives. They took it way more calmly than the young Woodling. She gave them and Mina a little more time before she bit her goodbyes and returned to her hut with Mina. It was a silent on their way back, only interrupted through occasional sobs.
Back in her hut the hag put on a kettle and gave later gave the hot drink to Mina: “Here that will make you feel better”
Mina thankfully took it and sipped at it a little. Yagai sat down with another cup, stirring it with her spoon and letting her thoughts drift.
“You know”, she eventually opened, “Life has many faces and is full of good and bad things that we have to master and overcome. The most difficult, however, is the loss of a loved one. You will always remember that person and what they have taught you. But for all that the sadness will be great and so will be the frustration, especially if the only thing you can do is watch their life fade before your eyes. Still, it should not keep you from continuing and to concentrate on your own life. You might be engulfed in deepest sorrow, but the life around you can’t be stopped. It simply continues and you have to decide for yourself if you want to stand still or if you want to get back into the flow of life”, she explained to her.
Mina took everything in and thought about for a long time.
“It’s unfair, but I think I understand”, she eventually said.
“No one said that life is fair”, Yagai commented with an infectious smile.

Behind the Scenes

Mina’s story will continue behind the 11th door.
If you want to see what the others are doing in the meantime, go back to the 1st door and choose between Damian and Sasha.
As I’m still trying to overcome my own grief, I guess this Chapter just added itself to the mix, I certainly didn’t plan on writing it.
So I feel the need to add this as a disclaimer:
The part about the medicine does not reflect my views on euthanasia, it simply is meant to explain a usage of it similar to what current day palliative services do to try to help their patience.
Please refrain from discussing this topic here.
I hope you still enjoy the story so far.
See you tomorrow,
PoiSonPaiNter
© For the story by me. Do not use or repost either without my permission.

On a Side Note #2

I want to give you a little status update on a few things, so I’m using this category again, as I had anticipated last time.
My pile of stuff to type is getting bigger and bigger by the day and I feel like my brain is busy with so many different ideas that I just don’t know where to start.
As I mentioned in the last What’cha Watching Wednesday did a simple story-idea ran totally amok and I’m barely catching up with it…
Aside from that have I managed to publish a few stories, namely my entry for the Clue Writing Blog Parade and Chapter Eleven of Crossing Over – that were on my to-type-list last time – and a short story for a contest over at Edge of Night.
Guess what?

R.O._Winners_Award_PoiSonPaiNter

My award!


Isn’t that awesome? 😀
Either way, I also managed to write two more stories for Your Picture – A Story – again both are in German: Preparations (a continuation of Lukas‘ story from my Advent Calendar) and The Medlar – a Fairy Tale for a change. 😉
During my recent stay with DarkFairy we also managed to edit quite a bit of our book in a few days time, you can read more about it here: Scenes of an Editing Marathon.
Just yesterday I also sent off my Season Summary for Season Three of Supernatural, that might be published one of these days on The Extremis Review.
By now I’m also half way through this years Advent Calendar, but it already looks like my original plan will fail, but I’ll tell you more about that in December. 😉
Other than that am I trying to catch up with my Journey through a bit of Germany-series, as there is still a lot to talk about from last year and some new stuff from this year. I’m also going to expand on the travel logs as I want to include my trip to Ireland from last Halloween, the short trip to Liegé during my mini-Journey and the one to Stockholm I’m about to partake in at the end of the month (24th-26th).
Back in July I participated in another Reading Stage (Lesebühne) and presented some of my stories. Between reading them, someone I’ve been there with commented that I should publish my stuff as it is really good. So now we come to the main reason, why I’m writing this post:
After long contemplation I created an exposé for my Advent Calendar stories, but I wasn’t sure if I should really give it away for quite some time. Then Ed proposed to set a deadline for doing so. That deadline is today, so printed the exposé, put it into an envelope and really put that envelope into the letter box of a local publisher.
I’m still not entirely sure if that was the right thing to do.
Part of me is thrilled at the thought of it being read by professionals, another part is terrified of just that. You know how the saying goes: You’re your own worst critic, so my pessimism is greatly involved in me not believing what I have done and that they won’t like it anyway…
Well, guess we’ll see what will come of this…
See you around
PoiSonPaiNter
P.S. It’s been six months today and we regained some kind of normalcy by now, but it’s still so, so strange. Especially when Dad and I are cooking a meal after two different recipes at the same time or, you know, we’re attending a wedding together, that she would have loved to be part of…I just miss her soo much… 🙁

On the Road: Travelling with a Heavy Heart

For the first time since it happened my Dad and I will be driving to Mum’s/our relatives for our more or less regular Pentecost visit.
It will be very strange to be there without her.

The missing Navigator

Whenever we went to see our relatives, since I got my licence, Mum would sit in the back seat giving us directions and telling us when to switch the motorway and we would tell her that we know and that we can read the signs.
Whenever she saw me struggling to keep concentrated she would give me snack or something to drink, as we kept a basket with food and drinks on the back seat beside her.
Now both those task will have to be done by my Dad and it will be really weird.
We will find our way, but she wont be there with us.
Though the hardest thing will be that down there, where Mum grew up, will also be all those people that knew her and now have the chance to express their condolences in person.
It will be a difficult weekend full of tears, even though I’m tired of crying, but my heart doesn’t care about that.

Small steps

These past few (nearly three…) months I’ve been trying to get some kind of normalcy back into my life and as my Dad supports me in pursuing my own adventures this even included minor trips.
The first time meeting people that know what happened is hard, but at some point you have told them what you need to tell and you can commence to different topics, which takes your mind off off things.
My first visit was to Janzy in Hamburg where we participated in the Lange Nacht der Mussen (Long nights of museums). It was an interesting, educative and really nice trip, but the whole time there was this aching in my heart when I thought of my Mum.
Whene I was travelling in the past I would call her or at least text her to give her an update, but this time I had to inform my Dad about all the things happening.
It felt really weird and it still does.
Another way of me to get used to texting my Dad and enjoying stuff without having the chance to tell her about it was for me to participate in the meetings of the local Animexx group in Greifswald. I discovered the HGWAnime last year and one of their meetings was my last trip I could still tell her about. I felt the need to go there again, to be able to continue going there without thinking of that last time and so far it worked and I could enjoy my time there without thinking too much about her.
Two weeks ago Breagit and I also made another trip to Berlin for Germany’s version of the Free Comicbook Day. We were so busy throughout those hours that I barely thought about her, but still managed to give my Dad some updates.
Another thing I have last done when she got out of the hospital in January was the Sabaton concert I attended with Anice. I was so occupied by my fear of losing her that I only could really enjoy the concert when the main band started.
Next week for the first time I will attend a concert again. It will be in the same hall, but a different band and a different person to accompany me. I’m not sure how that will turn out, but I made the decision to see this band last year and I really wanted to see Blind Guardian in a standalone concert for quite some time now. I really hope I can enjoy it.

What is ahead

Last year I talked about my Fernweh and slowly but surely it keeps sipping in again. With all the sadness and memories surrounding the places I know here my urge to just drive/fly away, abroad if possible, is becoming stronger and stronger. But so far I don’t have any set plans for actual journeys, like the ones I did the past few years. But I want to continue to explore stuff and I’m certain my Fernweh will find a way. Probably even more so when I start typing up my travel logs from last year…
PoiSonPaiNter
P.S.  On a completely different note and in a different tone: My Post about Fernweh is now also available in an E-Book for ferngeweht’s Blog-Parade: 49 Gedanken zu Fernweh (49 thoughts on Fernweh), you can check it out if you like, some entries, including mine, are even in English.

A different routine

Lies auf Deutsch
Tomorrow it will be a month, but also my first day back at work.
This means I’ll go back to my routine of working throughout the week and usually coming home for the weekend.

Yet, it won’t be the same:

  • The daily call will now be made by my Dad or me, with no chance of even hearing her murmurs in the background.
  • The two of us have to coordinate the shopping list and think of all the things she reminded us to buy.
  • My Dad and/or close friends will now be subjected to my rants and/of negativity, now that my main motivator can no longer tell me what nonsense I’m babbling about.
  • I no longer have a first hand proofreader that tells me what is wrong with my stories.
  • While waiting longer for the bus or taking longer to walk somewhere, there will be no one on the other end of the line that I can call to have someone to talk to.
  • When I want to see my Mum I have to look at a photograph, when I want to visit her, I have to go to the cemetery.
  • Everything will be different.

Still, life will go on regardless of all that.
As harsh as it might sound.

What remains

is an emptiness in my heart and the urge to just curl up and hide.
But I can’t succumb to this.
She wouldn’t have wanted it.
My Mum always encouraged me to participate in things I was unsure about attending.
She encouraged me to travel, to explore, to live my life the way I want.
I wont sully her memory by becoming even more of a recluse that I already am.
I will continue.
With this Blog, with my stories, with my travellings and concert/festival visits.
She would have wanted me to.
So, even though I’ll probably have to kick myself in the butt to do so – as my butt kicker can’t tell me to do something any more – I want to restart my weekly schedule for this Blog with the return of The Weekend Guess, Reading Together (when I finally manage to read something again) and the newer Watcha‘ Watching Wednesday, hopefully starting next week.
Thank you for your patiences and sympathies.
PoiSonPaiNter
____________
Read in English

Eine andere Routine

Morgen ist es ein Monat, aber auch mein erster Tag wieder auf Arbeit.
Das heißt ich kehre zurück zu meiner Routine von unter der Woche arbeiten und normalerweise nach Hause kommen fürs Wochenende.

Dennoch, es wird nicht das Gleiche sein:

  • Der tägliche Anruf wird nun von meinem Papa oder mir gemacht, ohne die Chance auch nur ihr Gemurmel im Hintergrund zu hören.
  • Wir zwei müssen die Einkaufsliste koordinieren und daran denken an all die Dinge zu kaufen, an die sie uns immer erinnert hat.
  • Mein Papa und/oder meine engen Freunde werden jetzt meinem Gerede und/über meine/r Negativität ausgesetzt sein, jetzt da mein Haupt-Motivator mir nicht länger sagen kann was ich für einen Unsinn von mir gebe.
  • Ich habe nicht länger einen Korrekturleser aus erster Hand, der mir sagt, was mit meinen Geschichten nicht stimmt.
  • Während ich länger auf den Bus warte oder einen längeren Fußweg irgendwohin habe, ist da niemand mehr am anderen Ende der Leitung, den ich anrufen kann, um jemanden zum Reden zu haben.
  • Wenn ich meine Mama sehen will, muss ich ein Foto anschauen, wenn ich sie besuchen möchte, muss ich auf den Friedhof gehen.
  • Alles wird anders sein.

Trotzdem geht das Leben weiter.
So hart das auch klingen mag.

Was übrig bleibt

ist die Leere in meinem Herzen und der Drang mich einfach einzuigeln und zu verstecken.
Aber dem kann ich nicht nachgeben.
Das hätte sie nicht gewollt.
Meine Mama hat mich immer ermutigt an Sachen teilzunehmen, bei denen ich unsicher war, ob ich mitmachen soll.
Sie hat mich ermutigt zu reisen, zu entdecken, mein Leben so zu leben, wie ich es wollte.
Ich werde die Erinnerung an sie nicht beschmutzen indem ich noch mehr zum Einsiedler werde, als ich es eh schon bin.
Ich werde weiter machen.
Mit dem Blog, mit meinen Geschichten, mit meinen Reisen und Konzert-/Festivalbesuchen.
Das hätte sie für mich gewollt.
Auch wenn ich mir wahrscheinlich selbst dafür in den Hintern treten muss, um es zu tun – da meine Hintern-Treterin mir nicht mehr tu was sagen kann – will ich meinen wöchentlichen Zeitplan für diesen Blog wieder anfangen mit der Rückkehr des The Weekend Guess, Reading Together (wenn ich es endlich schaffe wieder etwas zu lesen) und dem neueren Watcha‘ Watching Wednesday, hoffentlich ab nächste Woche.
Danke für eure Geduld und Anteilnahme.
PoiSonPaiNter

But you have older siblings, right?

Lies auf Deutsch
This is the first question people ask when they learn about my parents‘ age.
But it also leads me to write this very personal post.
Nowadays it is not unusual to have children late in ones life, but a pregnancy during a woman’s early forties is still considered quite odd.
Back in the late eighties, after nearly twenty years of marriage, my parents were finally expecting their very first child and a little over nine months later little me was brought into this world.
Back then my parents were both already beyond forty: Mum 42, Dad 41.

Growing up with old parents

I love my parents to bits, regardless of us butting heads and disagreeing on things.
Yes, they have lived a complete life before me and much has changed since I’ve entered their lives, but we are a family that cares deeply for each other and that’s the important thing about it.
With all their experiences growing up and living in the GDR and generally already being old people, I do believe they raised me well.
Still, our age difference did lead to some confusion about our actual relations:

  • Back when I lay in the stroller and my Mum was pushing me around town, one of my Mum’s old colleagues asked her what it felt like to push ones grandchild.
  • When I was in kindergarten my Dad once picked me up and another child told me that my Grandpa was picking me up – which I was utterly confused about, as my Grandpa lived hundreds of kilometres away and wasn’t visiting us at that time.
  • Technically the titular question counts for this as well, as people have a hard time believing that I am an only child.

Anyway, at some point in your life you start thinking about the age difference. Not just because all the other parents are so much younger, but also about what will happen in a few years time. You start to realize that you won’t have your parents as long as others will.
For years my calculation was that when I’m forty, my parents will be in their eighties and I still have at least twenty years with them.
Unfortunately this turned out to be one of my false predictions.
Because

on 7. March 2015 I lost my Mother to cancer

after mere 25 years of knowing her.
I know cancer is disease that can strike at any age, but a young woman is more likely to overcome the struggles than one that is already in her sixties.

A futile battle

Back in 2011, when I returned from my worst semester during studying, I found her crying and admitting to me that she had done something wrong.
For a few weeks she had hid a wound under her arm from both my father and me to not make us worry, but when it started bleeding he knew and they decided not to tell me until my semester and my exams finished – I still failed 4/6 of them without knowing anything.
Shortly afterwards we got the diagnosis: Cancer, virulent.
Months of radiation and several chemotherapies passed and between them it looked like she would now finally make it. That she had won.
But there was always a remainder of the cancer and always another chemo.
Still, when she was well we still managed to do stuff together, like go the Christmas markets or the cinema, visit the Book Hotel, attend organ concerts and what not.
She was still able to do all that.
At least until earlier this year.
At the end of last year her body started to react badly, skin slowly peeled, her breathing got more problematic and her arm swell.
Still, she did not want to worry us, so again she waited with seeing a doctor.
Only after we celebrated my Birthday together – where she and my Dad made fun of me by telling me there would only be cookies and later bringing in pieces of cake and two candles (a 2 and a 5) – she went to the hospital and stayed there.
When she got out about a week later and I finally saw her after my trip to Cologne, I was shocked how bad she looked and my fear of losing her rose.
The doctors statement that there was medically nothing they could do any more, wasn’t helping.
Still, my Mother always fought, always stayed optimistic and always assured us that things will get better.
But they didn’t.
Things got worse.
Returned from the hospital we now had someone from a nursing service coming to us on a daily basis and later on also someone from a palliative service a few days a week.
They tried to remove the water that got stuck in my Mums arm through a special massage, they twice removed a total of 3 litres of it from her lungs (first time 1 litre, the second 2) in the hospital and they changed her bandages on a daily basis.
Things looked good again. We had our schedules, the first care level and the services tried different things to improve her wound – which by now had spread from her armpit to her breast and back.
Yet, my Mum started having trouble eating and drinking.
Managing a whole litre a day was hard, just some days later a half-litre was much.

The final struggle

A volunteer from the palliative service gave us a booklet about how to live with someone that is slowly passing away and for some reason my Mum was eager to catch up and run through the phases described in it.
In her last week she went from being able to sit up and walk, to just lying, to lying in a special bed wearing a diaper, to being calmed and soothed by medication.
When she was awake she could still recognize us and say a few words, but she knew as well as we did that all her fighting was to no avail. That this horrible sickness finally got the better of her.
Yet, she smiled and listened to us like it was nothing.
My Dad, my aunt and I knew deep down in our hearts that she would not live through the weekend and we/I just kept telling my Mum that it was okay for her to leave us, that we would somehow manage, that we do not want her to suffer any more.
We were with her all the way to the end.
And it was the worst moment of my life when I held her hand and her breathing simply stopped.

My Mum

My Mum was the most important person in my life and I love her with all my heart.
She was a wonderful, caring and strong woman that fought until the bitter end.
There is a saying – I don’t know if it is a German one – that says that someone who fights for their children/family, fights like a lioness.
My Mum was definitely one, as all her fighting was to make sure she could stay by my side a bit longer.
She showed me how to lead a selfless life, how to help people in need and not ask for anything in return. In our Abschlusszeitung (literally completion paper, something people in their final school year make to commemorate their time together) of Secondary School – she was my teacher too – we compared her to „Mother Theresa“ and I still believe there could be no one more fitting.
She was gentle and I could always come to her with my problems and get a warm hug and encouraging words from her. She lifted my spirits so often I lost count, but regardless of my negativity she still remained optimistic and told me when I was babbling nonsense.
She was clever and a total bookworm. I got my love for reading from her and she was always the first person to hear about new stories I wrote or thought about.
She managed to completely read my Advent Calendar, but barely any of the stories for the Your Picture – A Story project over at DF.PP Entertainment. As we didn’t manage to keep up, she only managed to read the first few chapters of Warlords, but at least she liked them.
When she didn’t like something in the story I changed it and asked her again if it was better now. The last story we worked on together was „Nebeljagd“ that even made it into the current issue of the Bücherstadt Kurier.
I owe her so much and I will never be able to repay any of it.

What the future holds

It’s been a week now and I still haven’t completely realized that she is no longer with us. The lump in my throat and the heaviness of my heart is slowly getting better, but the tears still stream whenever I think about her.
Writing this helps a little as well, but I still don’t know when I’ll pick up Blogging and Writing properly again. I just don’t feel like doing anything right now.
Her memorial service will be on the 27th and maybe until then I find the strength again to continue. Until then I just need some time for myself. And for my Dad.

Life is like a book full of stories and it ends after far too few chapters.

PoiSonPaiNter
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Aber du hast noch ältere Geschwister, oder?

Das ist die erste Frage, die Leute mir stellen, wenn sie vom Alter meiner Eltern erfahren.
Aber sie veranlasst mich auch dazu einen sehr persönlichen Beitrag zu schreiben.
Heutzutage ist es nicht ungewöhnlich erst spät im Leben Kinder zu bekommen, aber eine Schwangerschaft bei einer Frau in den frühen Vierzigern wird immer noch als seltsam angesehen.
Damals in den späten Achtzigern, nach fast zwanzig Jahren Ehe erwarteten meine Eltern endlich ihr allererstes Kind und ein bisschen mehr als neun Monate später wurde klein-Ich in diese Welt geholt.
Damals waren meine Eltern bereits beide über vierzig: Mama 42, Papa 41.

Mit alten Eltern aufwachsen

Ich liebe meine Eltern über alles, egal ob wir uns streiten und uns uneinig sind über Sachen.
Ja, sie haben bereits ein komplettes Leben vor mir gelebt und vieles hat sich verändert, seit ich da bin, aber wir sind eine Familie, die sich umeinander sorgt und das ist das Wichtigste.
Mit all ihren Erfahrungen vom Aufwachsen und Leben in der DDR und generell davon, bereits alte Leute zu sein, denke ich, haben sie mich gut erzogen.
Trotzdem hat unser Altersunterschied zu einigen Verwirrungen, was unsere tatsächliche Verwandtschaft betrifft, gesorgt:

  • Als ich noch im Kinderwagen lag und meine Mutter mich durch die Stadt geschoben hat, fragte sie eine alte Kollegin wie es sich anfühlte, dass eigene Enkelkind zu schieben.
  • Als ich noch im Kindergarten war und mein Vater mich abgeholt hat, hat ein anderes Kind mir gesagt, dass mein Opa mich abholen kommt – was mich total verwirrte, da mein Opa mehrere hundert Kilometer weit weg gewohnt hat und uns zu dem Zeitpunkt nicht besucht hatte.
  • Theoretisch zählt hier auch die Titel-Frage, da es Leuten immer noch schwer fällt zu glauben, dass ich ein Einzelkind bin.

Wie auch immer, an einem gewissen Punkt im Leben fängt man an sich über den Altersunterschied Gedanken zu machen. Nicht nur, weil alle anderen Eltern so viel jünger sind, aber auch darüber, was in ein paar Jahren passieren wird. Man fängt an zu begreifen, dass man selbst seine Eltern nicht so lange haben wird wie andere.
Über Jahre war meine Rechnung, dass wenn ich vierzig bin, meine Eltern in ihren Achtzigern sein werden und ich somit noch immer zwanzig Jahre mit ihnen haben werden.
Leider wurde das eine meiner falschen Voraussagen.
Denn

am 7. März 2015 habe ich meine Mama an Krebs verloren

nach nur 25 Jahren, die ich sie kannte.
Ich weiß, Krebs ist eine Krankheit, die in jedem Alter eintreten kann, aber eine junge Frau hat eine größere Chance den Kampf zu überstehen als eine Frau, die bereits in ihren Sechzigern ist.

Ein aussichtsloser Kampf

In 2011, als ich von meinem schlimmsten Semesters in meinem Studium zurück kam, fand ich meine Mutter weinend und zugebend, dass sie etwas falsch gemacht hatte.
Seit ein paar Wochen hatte sie eine Wunde unter ihrem Arm vor meinem Vater und mir versteckt, aber als sie anfing zu bluten wusste er es und sie hatten entschieden mir nichts zu sagen, bis mein Semester und meine Prüfungen zu Ende waren – ich habe trotzdem 4/6 Prüfungen nicht bestanden, ohne etwas zu wissen.
Kurz danach haben wir die Diagnose bekommen: Krebs, bösartig.
Monate voll Bestrahlung und mehrere Chemotherapien vergingen und zwischendrin sah es so aus, als wenn sie es endlich schaffen würde. Das sie gewonnen hatte.
Aber es blieb immer ein Rest des Krebs und immer eine neue Chemo.
Trotzdem haben wir es geschafft Dinge zu unternehmen, während es ihr gut ging, wie auf Weihnachtsmärkte oder ins Kino gehen, das Buchhotel oder Orgelkonzerte besuchen und was nicht noch alles.
Sie konnte das immer noch machen.
Zumindest bis Anfang diesen Jahres.
Zum Ende letzten Jahres fing ihr Körper an schlecht zu reagieren, Haut löste sich ab, Atmung wurde problematisch und ihr Arm schwoll an.
Trotzdem wollte sie uns nicht beunruhigen und sie wartete wieder bis sie zum Arzt ging.
Erst nachdem wir zusammen meinen Geburtstag gefeiert haben – wo sie und mein Vater mich noch veralbert haben, dass ich nur Kekse bekommen würde und sie später Kuchenstücken und zwei Kerzen (eine 2 und eine 5) auftischten – ist sie ins Krankenhaus gegangen und dort geblieben.
Als sie ungefähr eine Woche später wieder raus kam und ich sie nach meinem Ausflug nach Köln gesehen habe, war ich geschockt wie schlecht sie aussah und meine Angst sie zu verlieren stieg.
Die Aussage der Ärzte, dass sie medizinisch nichts mehr machen konnten waren auch nicht hilfreich.
Trotzdem kämpfte meine Mutter immer weiter, blieb immer optimistisch und versicherte uns das es wieder besser wird.
Wurde es aber nicht.
Es wurde schlimmer.
Zurück aus dem Krankenhaus kam jetzt täglich jemand vom Pflegedienst und ein paar Tage die Woche auch jemand vom Palliativ Dienst.
Sie haben versucht, dass Wasser das in Mama’s Arm fest steckte durch spezielle Massage zu entfernen, zwei Mal haben sie im Krankenhaus insgesamt 3 Liter Wasser aus ihrer Lunge gepumpt (1 Liter beim ersten Mal, 2 beim Zweiten) und sie haben täglich ihren Verband gewechselt.
Es sah wieder gut aus. Wir hatten unseren Rhythmus, die erste Pflegestufe und die Dienste versuchten neue Sachen um ihre Wunde -, die sich jetzt von der Achselhöhle bis zur Brust und dem Rücken ausgebreitet hatte – zu verbessern.
Dennoch fing Mama an Schwierigkeiten mit Essen und Trinken zu haben.
Einen ganzen Liter am Tag zu schaffen war schwer, nur ein paar Tage später, war ein halber Liter schon viel.

Der letzte Kampf

Eine Freiwillige vom Palliativ Dienst hatte uns ein Büchlein gegeben in dem etwas über das Leben mit einem langsam Sterbenden stand und aus irgendeinem Grund hat meine Mama versucht, die darin beschriebenen Phasen aufzuholen und durch sie durch zu rasen.
In ihrer letzten Woche ging sie von sitzen und laufen können, zu nur liegen, zu im Spezialbett liegen und Windeln tragen, zu beruhigende und schmerzlindernde Medikamente bekommend.
Wenn sie wach war konnte sie uns noch immer erkennen und ein paar Wörter sagen, aber sie wusste genauso wie wir, das ihr Kampf vergebens war. Das diese schreckliche Krankheit schließlich doch die Oberhand gewonnen hatte.
Trotzdem lächelte sie und hörte zu, als wäre nichts.
Mein Papa, meine Tante und ich wussten tief in unseren Herzen, dass sie das Wochenende nicht überleben würde und wir/ich sagten meiner Mama wieder und wieder, dass es okay war wenn sie uns verließ, dass wir irgendwie schon klar kommen würde, dass wir nicht wollen, dass sie noch länger litt.
Wir waren bei ihr bis zum Schluss.
Und es war der schlimmste Moment in meinem Leben, als ich ihre Hand hielt und ihre Atmung einfach aufhörte.

Meine Mama

Meine Mama war der wichtigste Mensch in meinem Leben und ich liebe sie von ganzem Herzen.
Sie war eine wundervolle, fürsorgliche und starke Frau, die bis zum bitteren Ende gekämpft hat.
Es gibt ein Sprichwort, dass sagt, dass wenn jemand für seine Kinder kämpft, dann kämpft sie wie eine Löwin.
Meine Mama war definitiv eine, da all ihr kämpfen dafür sorgen sollte, dass sie noch länger an meiner Seite sein konnte.
Sie zeigte mir wie man ein selbstloses Leben führt, wie man Menschen in der Not hilft und nichts dafür im Gegenzug erwartet. In unserer Abschlusszeitung der Realschule – sie war auch meine Lehrerin – haben wir sie mit „Mutter Theresa“ verglichen und ich denke immer noch, dass es keine passendere Person gibt.
Sie war sanftmütig und ich konnte immer zu ihr kommen mit meinen Problemen und bekam eine warme Umarmung und aufmunternde Worte von ihr. Sie hat mich so oft wieder aufgeheitert, dass ich den Überblick verloren habe, aber unabhängig von meiner Negativität blieb sie optimistisch und sagte mir wenn ich Unsinn redete.
Sie war klug und ein richtiger Bücherwurm. Ich habe meine Leidenschaft fürs Lesen von ihr und sie war immer die erste Person, der ich von neuen Geschichten, die ich geschrieben oder mir ausgedacht habe, erzählt habe.
Sie hat es geschafft meinen Adventskalender komplett zu lesen, aber kaum etwas von den Geschichten von unserem Dein Bild – Eine Geschichte Projekt, drüben bei DF.PP Entertainment. Da wir nicht hinterher kamen hat sie auch nur geschafft, die ersten Kapitel von Warlords zu lesen, aber zumindest die haben ihr gefallen.
Wenn ihr etwas in einer Geschichte nicht gefiel, habe ich es geändert und sie wieder gefragt, ob es jetzt besser war. Die letzte Geschichte an der wir zusammen gearbeitet haben war „Nebeljagd„, die es sogar in die aktuelle Ausgabe des Bücherstadt Kurier’s geschafft hat.
Ich verdanke ihr so viel und ich werde es nie schaffen ihr irgendetwas davon zurückzugeben.

Was die Zukunft bringt

Es ist jetzt eine Woche her und ich habe es noch immer nicht ganz begriffen, dass sie nicht mehr bei uns ist. Der Kloß in meinem Hals und die Schwere meines Herzens werden langsam besser, aber Tränen kommen noch immer, wenn ich an sie denke.
Das hier zu schreiben hilft ein bisschen, aber ich weiß noch nicht wann ich das Bloggen und Schreiben wieder vernünftig anfange. Ich fühle mich zur Zeit einfach nicht danach irgendetwas zu machen.
Ihre Beisetzung ist am 27. und vielleicht schaffe ich es bis dahin die Kraft zu finden weiterzumachen. Bis dahin brauche ich einfach ein bisschen Zeit für mich. Und für meinen Papa.

Das Leben ist wie ein Buch voller Geschichten und nach viel zu wenigen Kapiteln endet es.

PoiSonPaiNter