Author Archives: PoiSonPaiNter

Es geht wieder nach Leipzig!

In zwei Wochen ist es soweit: Die Leipziger Buchmesse öffnet ihre Pforten für Besucher und Ausstellende.

Wie schon im letzten Jahr werde ich mit dem Nornennetz vor Ort sein.
Mehr dazu, was wir uns vom Netzwerk alles für euch ausgedacht haben, werdet ihr die Tage auf dem Nornenblog erfahren.

Hier soll es erstmal darum gehen, was ich mir so vorgenommen habe …

Triff mich … am Stand

Nachdem ich letztes Jahr Standinventar war, werde ich es vermutlich auch dieses Jahr sein. Zumindest habe ich diesmal mehr offizielle Standschichten am Nornennetz-Stand in Halle 2, K309:

Donnerstag: 14 – 16 Uhr und 17 – 18 Uhr
Freitag: 10 – 12 Uhr
Samstag: 15 – 17 Uhr
Sonntag: 12 – 13 Uhr und 15 – 17 Uhr

Allerdings gibt es mindestens zwei Zeiten, bei denen ich definitiv nicht am Stand sein werde …

Nämlich am Freitag Nachmittag, da werde ich entführt, ich weiß nur noch nichts davon. Also psst!

Der andere ist etwas angsteinflößender:

Triff mich … auf der Leseinsel Phantastik 2

Wie ich schon in meinen Sozialen Medien verkündete, nehme ich an der Talkrunde des Nornennetzes teil, die auch so ziemlich auf meinen Mist gewachsen ist …

Als es darum ging, ein Talkthema zu finden, warf ich meinen Gastbeitrag für den #kunterbunt-Monat des Bücherstadt Kuriers in den Raum: Diversität ist mehr als Hautfarbe und sexuelle Orientierung

Das Thema fand Anklang und bald waren mit Michelle Janßen, Eleonore Laubenstein und Barbara Weiß die restlichen Talk-Teilnehmerinnen gefunden.

Zusammen werden wir uns am Donnerstag 16 – 16:30 Uhr auf der Leseinsel Phantastik 2 diesem wichtigen und aktuellem Thema widmen.

Wer sich den Termin bei Facebook merken will, kann das hier tun: Nornennetz Talkrunde auf der LBM 2019!

Oder über die Leipziger Buchmesse hier: Diversität ist mehr als sexuelle Orientierung und Hautfarbe

Nachdem ich mich Donnerstag hoffentlich nicht komplett blamiert habe, werde ich mich am Sonntag noch einmal ans Mikrofon wagen:

Triff mich … bei meiner Standlesung

Am Sonntag 13 – 13:30 Uhr werde ich am Nornennetz Stand aus meiner Geschichte „Ein neuer Tag“ lesen, die vergangenen November in der Anthologie „Entzünde den Funken“ erschienen ist. Eine erste (etwas andere) Fassung wurde heute vor drei Jahren auf diesem Blog veröffentlicht.

Zusätzlich dazu werde ich euch auch ein kleines Fragment vorlesen, dass diejenigen, die mir schon eine Weile folgen, in seiner Ursprungsform bereits kennen. Warum gerade das, wird aber noch nicht verraten.

Wie erkenne ich dich denn bloß?

Abgesehen davon, dass mein Gesicht mittlerweile für die Talk-Veranstaltung und den Nornenstand in der Werbung zu sehen ist, habe ich es mir ganz einfach gemacht: Ich werde wieder die gleichen T-Shirts wie letztes Jahr tragen. Nur in anderer Reihenfolge, also bitte die Tage im Bild ignorieren. 😀

Am Donnerstag, werde ich für den Talk das Nornennetz T-Shirt tragen (unten links).

Am Freitag das Edguy T-Shirt mit dem Grinse-Jester (oben links).

Am Samstag das andere Edguy T-Shirt (unten rechts).

Und am Sonntag, zu meiner Lesung, das DF.PP Entertainment T-Shirt (oben rechts).

Eigentlich wollte ich ja noch eines mit meinem eigenen Logo machen lassen, aber das hat bisher noch nicht geklappt. Also muss ich noch etwas improvisieren und auf andere T-Shirts mit Jester zurückgreifen.

 

Tja, da liegt einiges vor mir und euch.

Ich bin gespannt, ob alles so klappt, wie es soll und sowieso und überhaupt.

Wir sehen uns dann hoffentlich in zwei Wochen auf der Leipziger Buchmesse!

Anne

Es märchensommert wieder …

An diesem märzigen Sonntag bringe ich euch frohe Kunde:

Der Märchensommer geht in die dritte Runde!

Wann, wann, wann!?

Genau in drei Monaten, nämlich vom 3. Juni bis 21. Juli!

Wer, wie was?

Ein genauer Plan wird noch erstellt, aber in groben Zügen wird der Märchensommer ähnlich wie im letzten Jahr ablaufen:

  • Montag: Vorstellung einer oder mehrerer Märchenadaptionen & eine Märchenfrage
  • Dienstag: Wenn sich genügend Leute finden (s.u.!) start der Märchenrallye-Runden
  • Mittwoch: Bilderrätsel
  • Samstag: Weekend Guess, sieben neue Wortspiel-Märchenrätsel!
  • Sonntag: Auch hierfür habe ich schon eine Idee, aber in Tüten und Papier ist sie noch nicht. Bleibt gespannt.
  • In den offenen Tagen gibt es dann Rezensionen, Interviews und auch wieder ein paar Gastbeiträge (s.u.!).

Für einige dieser Bestandteile wird es wieder Punkte für die Gesamtwertung geben, durch die ihr die Preise (s.u.) gewinnen könnt.

Aktuelle Informationen könnt ihr über meine Sozialen Netzwerke und die Gruppe bei Facebook „Märchensommer“ erfahren.

Ich möchte beim Märchensommer mitmachen!!!^11

Gern! Ob als Teilnehmer*in oder als Blogger*in/Autor*in schon im Vorfeld, jeder ist im Märchensommer willkommen!

Es gibt sogar noch ein paar offene Aufgaben zu füllen!

Die Rallye, die fand ich suuuper! Ich will auch, dass sie auf meinem Blog vorbeischaut!

Wenn wir die Märchenrallye wie im letzten Jahr aufteilen wollen (vier Runden á sieben Stationen), brauche ich für die ersten drei Runden noch 20 Blogger*innen, die Lust haben, eine Station zu übernehmen!
Für die letzte Runde suche ich Autor*innen, die diese nutzen können, um ihr Werk aus den Bereichen Märchen, Sage, Legende oder Adaptionen dieser vorzustellen!

Voraussichtliche Termine: 11.6., 18.6., 25.6. Bloggerrunden und am 2.7. die Autorenrunde

Was müsst ihr tun?

Erstmal: Euch bei mir melden, damit ich euch auf die Liste setzen kann. =)

Für den Beitrag:

  • Euch wird eine Frage zu einem Märchen inklusive Antwortmöglichkeiten, Beiträgen zu denen ihr verlinken müsst und die Rallye- und Lösungsbuchstabengrafik bereitgestellt. Diese müsst ihr in einem Blogbeitrag verarbeiten. Wie umfangreich das ist, bleibt euch überlassen. Es gab schon alles von kurz und knapp bis hin zu eigenen Märchenkreationen.
    Hinweis für die Autor*innen: Ihr könnt eure Frage auch explizit zu dem von euch vorgestellten Buch selbst erstellen und bekämt dann nur die Antwortlinks.
  • Euren Beitrag vorplanen und den Link rechtzeitig an mich schicken (Mitte Mai), damit ich ihn an die anderen Stationen weiterleiten kann. (Jede Antwortmöglichkeit führt zu einem anderen Blog.)
  • Am Tag selbst: Schnell reagieren können, falls irgendwo ein Link schief sitzt …

Wer einen bestimmten Termin- oder Märchenwunsch hat, kann diesen gerne bei der Anmeldung nennen.

Ich habe ein Märchenbuch, nimm mich bitte in den Sommer auf!

Von meiner Seite aus wird es wieder Interviews mit Autor*innen zu ihren Märchen(adaptionen) geben. Seid ihr noch nicht von mir über ein potentielle Interview informiert worden, dann könnt ihr euch hier gerne anmelden!

Eventuell kann es sein, dass ich euch an Sarah von Trimagie oder eine andere Bloggerin aus der Planungstruppe verweise.

Auch die Kurzvorstellungen an den Montagen haben noch ein paar Plätzchen frei.

Was auch wunderbar wäre, wenn ihr Goodies oder Preise habt, die wir während des Sommers verlosen können!

Was müsst ihr tun?

  • Euch bei mir melden, damit ich euch auf die Liste setzen kann. =)
  • Mir einen Link zu eurem Blog o.ä. schicken, auf dem Informationen zu eurem Märchenbuch stehen.
  • Wenn ihr Goodies/Preise geben möchtet: Ankündigung bitte bis Mitte Mai, damit ich es entsprechend bewerben kann. Versand reicht zum Ende des Sommers (Juli) hin.

Ich fand die Bilderrätsel so toll, kann ich auch was zeichnen?

Gern. Noch ist nicht ganz raus, wie genau wir es machen wollen, aber wenn ihr ein Märchenbild in der Schublade habt, dass ihr gerne dafür zeigen möchtet, wäre das voll dufte.
Vielleicht habt ihr ja Glück, und es wird zu einer Postkarte, wie die Rätselbilder von Andrea (Trimagie).

Was müsst ihr tun?

  • Euch bei mir melden, damit ich euch auf die Liste setzen kann. =)
  • Mir das Bild im Vorfeld des Sommers (Mitte Mai) zuschicken, damit es an die entsprechende Station geschickt werden kann.

Ich hab sooo viel zu Märchen zu erzählen, ich will auch!!

Uuuh, das höre ich sehr gerne!

Wenn ihr ein Thema habt, dass ihr gerne als Gastbeitrag (erscheint hier auf dem Blog) umsetzten wollt, fänd‘ ich das furchtbar fabelhaft!

Gern könnt ihr aber auch eigene Sachen bei euch auf den Blogs oder Sozialen Netzwerken machen, die ich dann in der Facebook Gruppe verlinke.

Was müsst ihr tun?

  • Euch bei mir melden, damit ich euch auf die Liste setzen kann. =)
  • Gastbeitrag: Mir das Thema vorstellen(, um zu gucken, dass es nicht schon behandelt wurde bzw. wird) und den Beitrag rechtzeitig (Mitte Mai) schicken, damit ich ihn vorplanen kann.
  • Sonderaktion: Mir rechtzeitig Bescheid geben, damit ich entsprechend verlinken kann – und sagen, dass dies eine vom Märchensommer inspirierte Sonderaktion ist. Sprich mich als Obermotz des Märchensommers benennen/verlinken und/oder die Grafik am Anfang dieses Beitrags verwenden.

Ihr habt jetzt ganz viele Plotbunnies für eure Teilnahme am Märchensommer?

Dann schreibt mir eine E-Mail an maerchensommer(at)randompoison.com und sagt mir wie, wo, wann, usw. ihr euch beteiligen möchtet.

Ich bin gespannt, was ihr euch alles so ausgedacht habt!

Anne/PoiSonPaiNter

Sieben Jahre Random Poison

Heute ist es soweit … heute jährt sich mein Hallo Welt zum siebten Mal … Mensch, wie die Zeit vergeht …

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten, wage ich zu behaupten, dass ich mittlerweile das Bloggen ganz gut im Griff habe. Ich gehöre zwar zu denen, die keine großen Grafiken verwenden, aber ich schaffe es immerhin einmal im Monat einen Beitrag zu veröffentlichen (in all den Jahren habe ich nur den August 2012 ausfallen lassen).

Außerdem ist nicht nur dieser Beitrag mein Jubiläumsbeitrag, er ist auch mein 600er. Also in dem Sinne gibt es heute eine Doppel-Party (und da dachte ich erst, ich schaff das nicht …).

Aber werfen wir mal einen Blick zurück …

In den vergangenen Jahren habe ich mich in verschiedene Richtungen ausprobiert. Reisen, Festivals, Konzerte, Serien/Filme, Bücher, Comics, aber auch Sachen wie Lost in Translation und den Weekend Guess. Zu allen Themen habe ich noch jede Menge zu erzählen, aber an der Umsetzung scheitert es gelegentlich …

Wobei das Hauptproblem leider ist, dass ich zwar viel schreibe, aber nur wenig Rückmeldung bekomme.

Mal ein paar Zahlen …

Wie gesagt, ist dies mein 600. Blogbeitrag darin enthalten sind:

Und natürlich wird es weitergehen … so schnell gebe ich nicht auf …

Aber ich hab ja gesagt, wir wollen heute mit ernsten bis ulkigen Fragen feiern!

Also dann … was habt ihr denn so gefragt?

Leider haben nur vier Leute Fragen gefunden, die sie mir stellen wollten, aber dafür einige gleich mehrere und bei ein paar bin selbst ich auf meine Antwort gespannt. 😀

June Is: Mit was spielen Eskimo-Kinder?

Hmmm …. Pinguinen? 😀
Ach, Moment, die sind ja am anderen Ende der Erde … hmm … die Sendung mit der Maus hat mir glaube mal erzählt, die spielen auch mit Eisbärkindern
Abgesehen davon, dass sie viel öfter Figuren aus Schnee bauen können als wir, spielen die vermutlich mit ähnlichen Dingen, wie auch wir es früher getan haben.
Wer hofft eigentlich noch, dass der Winter nicht erst wieder zur LBM einbricht?

Sophie GrossalberHast du schon mal deine Plotbunnies nach Mitternacht gefüttert und sind sie dann zu Plotgremlins geworden? Oder wurden sie eher zahmer?

Guute Frage … hmm … da ich es grundsätzlich vermeide, Plotbunnies zu füttern – außer sie werden gerade gebraucht – kann ich das gar nicht so sagen. Auch wenn es durchaus Plotbunnies gab, die sich durch (düstere/merkwürdige) Träume mir erst vorgestellt haben … also … hmm … muss ich mal im Auge behalten und wir können dann Erfahrungsberichte austauschen!

Kia Kahawa vom BuchessembleWenn ein Blitz ins Maisfeld einschlägt, gibt es dann Popcorn?

Meine These: Kommt drauf an wo. Wenn der Blitz direkt den Maiskolben trifft, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass – wenn der Maiskolben nicht direkt verkohlt – es zumindest ein paar Körner schaffen würden zu Popcorn zu werden. Trifft er allerdings den Boden, dann wird das vermutlich nichts … 🙁

Warum nenne ich meine Waschmaschine ständig „Mikrowelle“?

Vermutlich aus dem gleichen Grund warum ich zum Bus immer Zug sage/sagen wollte … oder war das umgekehrt?

FunFact: Ich hatte als Kind – und gelegentlich habe ich das auch immer noch – das Problem, dass ich anstatt Kirche immer Kirsche gesagt habe … da sind wir dann sonntags halt mal in die Kirsche gegangen … ^^°

Warum kommt die Latte im Tetris immer zu früh oder gar nicht?

Weil Tetris eines der wundervollsten und fiesesten Spiele überhaupt ist …

Kennt ihr eigentlich schon den Tetris-Bot auf Twitter? Den hat die fürchterbar fiesliche Kirana neulich geteilt und seit dem muss ich da gelegentlich immer mal mitspielen …

Zumindest bis ich mich dann wieder dem Reallife Tetris für die LBM widmen kann.

… Äh, ich meine, wann kommt nochmal eine Nerdwoche o.ä.? Ist etwas in der Art in Planung?

Ja und nein.
Ja: Ich möchte definitiv wieder so etwas machen.
Nein: Ich hab nur keine Ahnung zu welchem Thema … beim letzten Mal hatte ich gerade angefangen Gotham nebenbei zu gucken und musste mal wieder feststellen, dass ich die Bösewichte in Geschichten sehr oft wesentlich besser finde als die Helden. Daher kam die Überlegung auf, eine Villain-Week zu machen. Passend zu den Superheldinnen müsste/sollte/könnte es allerdings um weibliche Bösewichte gehen, was aber schon fast daran scheitert, Gute zu finden … wobei hier eine Mischung wohl auch nicht schlecht wäre …

Dann kommt hinzu, dass es demnächst auch den Essayband Roll-Inclusive zu Diversität in Pen&Paper-Rollenpielen gibt, der eine ganz andere Thematik einbringen würde, die wir vom Nornennetz – inklusive mir *Panik* – auch auf der LBM besprechen wollen. Das wäre für eine Nerdwoche im Mai allerdings zu spät …

Lange Rede, kurzer Sinn: Es sind Ideen da, aber allzu konkret ist nichts. Erstmal wieder den Märchensommer in die Gänge kriegen, da ist auch einiges zu tun noch … (Wenn wer helfen mag, gerne schon mal melden!)

Anne Granert: Was befindet sich auf deinem Nachttisch und in deinen Anorak-Taschen?

Nachttisch: Viel zu viel Krempel 😀 Darunter verstecken sich aber auch Bücher, die ich noch lesen muss (inklusive der beiden Anthologien, in denen ich vertreten bin), der Dragonball, den ich immer noch nicht weggeräumt habe, Kleingeld und jede Menge anderes Zeug. 😀

Jackentasche: Momentan nur meine fingerlosen Handschuhe (ich mag es nicht, wenn irgendetwas meinen Tastsinn einschränkt …), wenn ich sie trage auch meine Hände in den Handschuhen und mein Telefon mit Pokémon Go. 😀
Gestern waren da zwei Ohrenstöpsel mit drin, um unsere Ohren vor potentiellen Glockenläuten zu schützen, als wir die Konzertkirche in Neubrandenburg hochgekraxelt sind.

Welches phantastische Element in einem Roman hat dich positiv umgehauen?

Puh … immer diese schweren Fragen … ich mag es, wenn die phantastischen Elemente, Magiesysteme etc. gut durchdacht sind und in sich schlüssig. Sie müssen nicht den physikalischen Regeln entsprechen, sollten sich aber zumindest nicht widersprechen.

Deine Talente in „Des Sandes Wiederhall“ klingen interessant, auch wenn du noch nicht so viel über ihre Entstehung erzählt hast. Den Umgang mit Superkräften in „Karriere: Superheldin“ fand ich faszinierend – auch wenn die Charaktere und die Handlung meh waren … Das Rumpelstilzchen aus „Kindsräuber“ hat auch seinen ganz eigenen Charme …

Doch was mich wirklich umgehauen hat, dass kann ich gar nicht sagen …

Welche Romanverfilmung fandest du gut und welche ging gar nicht?

Legende von … aach ne, das war ja ein Cartoon und kein Roman … hmm … ich bevorzuge es ja, Verfilmungen erst zu sehen, nachdem ich das Buch gelesen haben. Manchmal klappt das nicht, da konnten z.B. Tintenherz und Der Sternwanderer mich überzeugen. Mit Blick auf die Bücher sind sie zwar nicht perfekt, aber sie erschaffen trotzdem eine ähnlich großartige Stimmung.

Und nu?

Nun, nun widme ich mich wieder meiner ToDo-Liste und ihr bekommt dann demnächst zu hören, was für den Märchensommer geplant ist, wo ihr mich wann auf der LBM findet und was sonst noch so ansteht.

Es bleibt spannend

Auf die nächsten sieben Jahre und Danke an alle, die hier (un)regelmäßig lesen und kommentieren. Und natürlich auch Danke für die tollen Fragen!

Anne

Valentinsblargh

Herzlich willkommen zu diesem Valentins-Spezial-Beitrag. Ich hoffe ihr hattet alle einen wunderbaren Tag mit euren Liebsten oder werdet später noch gebührend feiern.

Das liebliche Gezwitscher von Vögeln umgibt euch. Dazu hängt ein süßer Duft von frischen Rosen in der Luft und die Pralinenschachtel wartet nur darauf, gemeinsam vernascht zu werden …

Ach kommt, wem mach’ ich hier eigentlich was vor?

Romantik und ich, werden nie Freunde werden … es macht viel zu viel Spaß sich über die unzähligen Klischees lustig zu machen.

Deswegen gab es für mich auch keine Frage, ob ich bei der Valentinsaktion des Nornennetzes mitmache:

#BadDating

Anfang des Jahres wurde bei den Nornen die Idee in den Raum geworfen, sich einmal anders mit den Klischees der Romantik auseinanderzusetzen. Allen voran mit dem Hauptklischee, dass Frauen nur Romance schreiben können.

Hahaha, ja, also June Is und ich mussten schnell feststellen, dass wir das so gar nicht können:

Aber zum Anfang …

Es wurde eine Liste bereitgestellt, aus der wir uns ein Klischee aussuchen und bedienen konnten. Die Seelenverwandtschaft sprang mich direkt an und June konnte schnell überzeugt werden, dass wir unsere literarische Kooperation nach der „Operation „Joker““ weiterführen(, abgesehen davon, dass wir noch immer dabei sind, Pläne für dieses Universum zu schmieden … muahahaha … räusper …. ).

Jedenfalls ging es dann an die Planung … die sich als gar nicht so einfach herausstellte. Wir erschufen einen Dialog, der drei Charaktere beinhaltet und dann auch noch thematisch getrennt wird. Nicht zuletzt musste die Art der Veröffentlichung über Twitter diskutiert werden. Selbstverwirrung stand da auf der Tagesordnung.

Für die Dialogbilder, die es schließlich auf Twitter geben sollte, haben wir uns dann noch Sophie Grossalber ins Boot geholt. Sie übernahm den dritten Charakter.

Aber wir haben es geschafft und das Ergebnis könnt ihr hier nachlesen: Seelenverfranzt


(Für den Fall das Twitter zickt oder ihr keinen Account habt, hier einzeln: #1 – #1.1#1.2 , #2 – #2.1 – #2.2, #3 – #3.1#3.2, #4 – #4.1#4.2, #5 – #5.1#5.2, #6 – #6.1#6.2, #7 – #7.1#7.2, #8 – #8.1#8.2, #9 – #9.1#9.2, #10 – #10.1#10.2#11 – #11.1#11.2)

Doch das war nicht das einzige Date, an dem ich beteiligt war. Nachdem die Nornen über diverse Klischees gefachsimpelt hatten, fand ich es lustig, eines davon mit einer ganz absurden Idee zu verknüpfen. Schwups wurde Grumpy Moon „zwangsverpflichtet“ mir dabei zu helfen es umzusetzen und bald darauf stand dann auch schon unser Date zum Thema „spontaner Versöhnungssex“.

Was daraus geworden ist, könnt ihr hier nachlesen: Mörderische Lust

Es gibt übrigens noch eine andere Version, die will ich euch aber nicht zeigen …  zu grauselig.

Wer beide Dates gelesen hat, dem wird eventuell aufgefallen sein, was dieser Tweet damit zu tun hatte:

Ist doch voll romantisch so ein Mord. 😀

Viel Spaß mit den beiden – und natürlich auch den anderen #BadDating -Dates der Nornen – und vergesst nicht: Bis Sonntag könnt ihr mir noch Fragen zum Bloggeburtstag schicken!

Anne

Bloggeburtstagsvorbereitung

Wie ich neulich feststellte, jährt sich in diesem Jahr am 19.02. der erste Beitrag, den ich je auf „diesem“* Blog geschrieben habe zum siebten Mal!

Seit sieben Jahren blogge ich also schon und das heißt, es wird

Bloggeburtstag

gefeiert!

Dafür habe ich mir Folgendes überlegt:

Von jetzt bis zum 17.02. könnt ihr mir hier in den Kommentaren, über Twitter, Facebook – oder sonstwo, wo wir miteinander verbunden sind – Fragen stellen.
Das kann sein:

Das Beste daran: Die Frage kann sowohl ernst, als auch total unsinnig sein! Denn wer eine Plüsch-Elchtrophäe bei sich an der Wand hängen hat und sich über eine Tetris-Lampe freut (beides Geburtstagsgeschenke), der mag auch unsinnige Fragen. Oder wie man im Englischen sagen würde: „totally random questions“, immerhin sind wir hier ja auf „Random Poison“. 😀

Das ist aber nicht alles: Wer mag, kann mit der Frage auch in den Lostopf hüpfen (bitte entsprechend im Kommentar dazuschreiben), denn für die skurrilste/merkwürdigste/verrückteste (die ich beantworten kann) von ihnen verlose ich ein Buch eurer Wahl mit einer Beteiligung von 7,00 € (ein anderer Betrag wäre im siebten Jahr irgendwie unpassend).

Also dann: Lasst mich eure Fragen hören!
Ich behalte mir jedoch vor Fragen, zu denen ich keine Antwort weiß oder geben möchte, nicht zu beantworten

Wer gewonnen hat und wie meine Antworten lauten erfahrt ihr dann pünktlich zum Bloggeburtstag am 19.02. genau hier!

In gespannter Erwartung

Anne/PoiSonPaiNter

* Ich blogge weiterhin unter dem Namen Random Poison aber technisch gesehen fing ich ja mit einer wordpress.com-Seite an, die erst vergangenes Jahr auf diese selbstgehostet Variante umgezogen ist.

Poisonige Entwicklung

Read in English

Unterbewusst habe ich mir irgendwann mal vorgenommen, jeden Monat mindestens einen Beitrag zu schreiben. Bisher ist mir nichts eingefallen … jetzt aber!

Die Idee sprang mich förmlich an, als ich mal wieder über Gotham nachdachte. Diese Serie will mich einfach nicht loslassen, vor allem da ich sie gerade mit June Is noch einmal schaue, damit wir gemeinsam dann endlich (*hibbel*) in Staffel 5 einsteigen können. (Und ja, selbst Gotham hat nichts an meiner Meinung geändert, dass Batman immer noch einer der langweiligsten und nervigsten Charaktere ist, die mir je begegnet sind.)

Jedenfalls gab es in Staffel 2 einen Spruch, der mich zum Grübeln gebracht hat:

„And like the butterfly, I’ve come to realize that I cannot be a caterpillar once again.“/
[Und wie der Schmetterling habe ich erkannt, dass ich keine Raupe mehr sein kann.]
– Edward Nygma, Staffel 2, Folge 9: A bitter Pill to swallow

Jede*r von uns macht in seinem Leben eine Entwicklung durch

Ob wir uns das eingestehen oder nicht, wir verändern uns – auch wenn es oft genug in Geschichten heißt, dass Menschen das nicht tun. Nur aufgrund unserer Anpassungsfähigkeit hat es die Menschheit überhaupt erst soweit gebracht, dass wir uns jetzt selbst zerstören können, anstatt nur auf den nächsten Fressfeind zu warten. Aber das ist ein anderes Thema.

Wie ich in meinem Jahresrückblick schon erzählt habe, gab es im vergangenen Jahr einige Veränderungen für mich:

  • Das neue Logo
  • Die Lesung auf der LBM
  • Bloggen unter richtigem Namen

Für manche mögen das Kleinigkeiten sein, für mich sind es große Schritte.

Schauen wir uns die Schmetterlingsmetapher mal etwas genauer an:
Biologisch betrachtet hat ein Schmetterling drei Entwicklungsstufen: Raupe, Puppe/Kokon, Schmetterling oder anders gesagt: Raupy, Safcon, Smettbo … 😀

Als Raupy ist man ja bekanntlich recht scheu, versteckt sich und will sich gar nicht so in die Welt hinauswagen. Das ist die Phase in der ich angefangen habe mich in einem Fantasy Forum herumzutreiben. Der Name PoiSonPaiNter entstand und das Krakelbild vom Jesterdeer wurde mein Avatar. Das war 2007, also vor fast zwölf Jahren.
Ich begann mit Beiträgen, kommentierte mit und lernte über die Zeit, dass mit vielen Smileys schreiben als doch recht albern angesehen wurde. Nach und nach, traute ich mich dann auch an erste eigene Geschichten, die ich im Rahmen des Forums vorstellte.

Vier Jahre später wagte ich mich an Fanfictions auf Englisch, und da ich Poison nicht damit in Verbindung bringen wollte entstanden die Abwandlungen Mod Soul bzw. konpaku für die entsprechenden Seiten. Trotzdem wurde auch hier mein Jester der Avatar. Mittlerweile nutze ich in Bezug auf diese Geschichten eine strengere Teilung, denn Fanfictions werden leider immer noch sehr oft belächelt. Ich ließ es mir dennoch nicht nehmen, bei einer Charity Auktion für Random Acts mitzuhelfen und meine Schreibdienste gegen eine Spende anzubieten.

Meinen Blog begann ich dann im Februar 2012, wartet … ich habe dieses Jahr 7-jähriges Jubiläum! *panisch im Kreis renn* … *räusper* … zurück zum Thema: Auch hier blieb ich dem Namen und dem Avatar treu und verwendete auch für andere Leute, mit denen ich zu tun hatte, Spitznamen anstatt Realnamen. (Was ich im oben verlinkten Beitrag ausführlicher erklärte.)

Wow, wie sich Ansichten ändern können … denn aus

„Ich will einfach nicht, dass die Leute das, was ich schreibe, sofort mit dem verbinden, wer ich bin. Ich möchte, dass sie lesen und genießen und dann vielleicht einen genaueren Blick darauf werfen, wer hinter all dem Müll steckt. Ich möchte, dass die Leute „mich“ mögen / meine Arbeit für das, was ich tue / wie ich schreibe und nicht für das, wer ich bin.“

wurde mittlerweile etwas ganz anderes.

Mittlerweile wurden nicht nur Geschichten unter meinem echten Namen veröffentlicht, sondern auch meine Seiten in den Sozialen Netzwerken entsprechend umbenannt.

Mit der letzten LBM kam dann auch der Logowechsel hinzu. Der krakelige Jester bekam ein neues Gewand. Doch nicht nur das: Ich wurde gezeichnet. Denn für die Werbung unserer Lesungen am Nornenstand musste ein Bild her und da ich noch lange nicht so weit war, mein Gesicht zu zeigen – und auch kein vernünftiges Bild hatte – nahm sich Elenor Avelle der Sache an.
Während der Messe hatte es sich Ela Schnittke zur Aufgabe gemacht, ein Foto von mir zu schießen. Dieses Foto wurde nicht nur für den BuchBerlin-Katalog im November, sondern wird auch für die bald schon anstehende LBM genutzt.

Hier das ganze mal etwas visualisiert:

Um bei der Metapher zu bleiben: Das Raupy begann sich zu verpuppen.

Durch die Arbeit mit und für die Nornen habe ich viel gewonnen, vor allem aber das Selbstbewusstsein hinter meinen Sachen zu stehen. Trotzdem habe ich noch immer einen weiten Weg vor mir. Noch ist das Smettbo nicht komplett aus der Safcon-Hülle ausgebrochen. Noch verstecke ich mich zu gern hinter Poison und Jester.

Denn auch das ist Teil einer Entwicklung: Aus den bekannten Mustern auszubrechen und sich auf neue Pfade zu wagen. Hin und wieder tue ich genau das, um mich herauszufordern, um mir selbst zu zeigen, dass ich etwas kann. Denn wie heißt es so schön? Man ist selbst sein schlimmster Feind und Kritiker. Mein innerer Kritiker ist zum Teil extrem laut und da hilft es noch immer den schützenden Safcon-Kokon zu haben, in den ich mich zurückziehen kann.

Doch nach und nach werde ich in den Vordergrund rücken müssen.
Außer natürlich ich schmeiße alles bisher Erreichte über den Haufen und … ach, ne, das wäre dämlich. 😀

Es wird allerdings noch eine Weile dauern, bis ich das Autorenfoto auch auf meiner Autorenseite verwende, geschweige denn Bilder von mir nicht nur gelegentlich in Beiträgen unterzubringen, sondern mich selbst damit zu präsentieren. Das fällt mir halt immer noch sehr schwer.

Der Jester wird auf alle Fälle weiterhin mein Logo und Avatar bleiben.

Womit ich mich dieses Jahr auf der LBM herausfordere, werdet ihr demnächst noch erfahren … 😉

Anne
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Lies auf Deutsch

Poisonian Evolution

Subconsciously, I decided at some point to write at least one article every month. So far nothing has crossed my mind … but now!

The idea jumped at me when I thought about Gotham again. This series just won’t leave me alone, especially since I’m watching it again with June Is, so that we can finally start season 5 together. (And yes, even Gotham hasn’t changed my mind that Batman is still one of the most boring and annoying characters I’ve ever met.)

Anyway, there was a line in Season 2 that got me thinking:

„And like the butterfly, I’ve come to realize that I cannot be a caterpillar once again.“
– Edward Nygma, Season 2, Episode 9: A bitter Pill to swallow

Every one of us goes through a transformation in their lives

Whether we admit it to ourselves or not, we change – even if it is often said in stories that people don’t. It is only because of our adaptability that humanity is now capable of destroying itself instead of waiting for the next predator. But that is another topic.

As I already told you in my retrospective, there were some changes for me in the past year:

  • The new Logo
  • My reading at Leipzig Bookfair (LBM)
  • Blogginng with my real name attached

For some, those may be little things, for me they’re big steps.

Let’s take a closer look at the butterfly metaphor:
From a biological point of view, a butterfly has three stages of evolution: Caterpillar, chrysalis/cocoon, butterfly or in other words: Caterpie, Metapod, Butterfree… 😀

As you know, as a Raupy you are quite shy, hide and don’t want to venture out into the world. This is the phase in which I started to hang out in a fantasy forum. The name PoiSonPaiNter was created and the scribble picture of the Jesterdeer became my avatar. That was in 2007, almost twelve years ago.
I began with contributions, commented and learned over time that writing with lots of smileys was considered quite silly after all. Little by little, I dared to write my first own stories, which I presented in the forum.

Four years later I ventured into Fanfictions in English, and since I didn’t want to associate Poison with it, the variations Mod Soul and konpaku were created for the corresponding pages. Nevertheless my Jester became the Avatar. By now I use a stricter division regarding these stories, because Fanfictions are unfortunately still very often ridiculed. Nevertheless, I didn’t miss the opportunity to help with a Charity Auction for Random Acts and offer my writing services for a donation.

I started my blog in February 2012, wait … this year I’ll have my 7th anniversary! *running in a circle in panic* … *cough* … back to topic: Again I stayed true to the name and the avatar and used nicknames instead of real names for other people I met. (Which I explained in more detail in the above linked post.)

Wow, how views can change … because

„I just don’t want people to associate what I write with who I am right away. I want them to read and enjoy and than maybe have a closer look at who is behind all this rubbish. I want people to like „me“/my work for what I do/how I write and not for who I am. „

has changed into something completely different.

Not only have stories been published under my real name, but my pages in the social networks have also been renamed accordingly.

With the last LBM the logo change was added. The squiggly Jester got a new robe. But not only that: I was drawn. Because for the advertisement of our readings at the Norn’s booth a picture had to be made and since I was far from ready to show my face – and also had no proper picture – Elenor Avelle took care of it.
During the fair, Ela Schnittke made it her mission to take a picture of me. This photo was not only used for the BuchBerlin catalogue in November, but also for the upcoming LBM.

Here the whole thing visualized:

To stick with the metaphor: The Caterpie began to pupate.

By working with and for the Norns I gained a lot, but above all the self-confidence to stand behind my stuff. Nevertheless, I still have a long way to go. The Butterfree hasn’t completely broken out of the Metapod-shell yet. I still like to hide behind Poison and Jester.

Because that is also part of a evolution: To break out of the familiar patterns and venture onto new paths. Every now and then I do exactly that to challenge myself, to show myself that I can do something. Because what does it say so fittingly? You are your own worst enemy and critic. My inner critic is sometimes extremely loud and it still helps to have the protective Metapod cocoon to which I can retreat.

But little by little I’ll have to come to the surface.
Except of course I throw everything achieved so far away and … oh, no, that would be stupid. 😀

However, it will take a while until I will use the author’s photo on my author’s page, not to mention not only to place pictures of me occasionally in articles, but to present myself with them. This is still very difficult for me.

The Jester will definitely remain my logo and avatar.

What I’m challenging myself with this year at the LBM, you’ll soon find out … 😉

Anne

Was für ein Jahr …

Hier kommt er, der Jahresrückblick auf den ich eigentlich keine Lust hatte, weil zu viele wow-Sachen passiert sind. 😀

Aber von vorn … erinnert ihr euch noch, wie ich Anfang des Jahres noch darüber nachgedacht habe, ob ich von Englisch auf Deutsch wechsel oder zweisprachig mache? Tjoa, wie man sieht bin ich irgendwie einfach dazu übergegangen. Das war aber eher so eine notwendige, als bewusste Entscheidung, weil meine Blog-Aktionen doch eher deutsches Publikum anlocken … ein paar Englische Beiträge haben sich ja trotzdem dazwischen geschlichen, aber es wurde schon ab März immer seltener … Zusätzlich dazu, fing ich auch an die Beiträge nicht mehr länger als PoiSonPaiNter zu unterzeichnen, sondern meinen richtigen (Vor)Namen zu verwenden, da der ja mittlerweile auch bei meinen Veröffentlichungen steht … alles sehr merkwürdig …

Wo wir schon beim Blog sind …

Nachdem die DSGVO alles durcheinander brachte, wanderte der Blog im Mai von randompoison.wordpress.com zu randompoison.com. Damit kamen ein paar Umstellungen, die ich jetzt noch nicht alle hinter mir habe – vor allem die Zeilenumbrüche in alten Beiträgen muss ich noch durchackern … es gibt also immer was zu tun …

Und weil das nicht genug ist, gab es natürlich wieder ein paar Aktionen.

Nachdem ich letztes Jahr die Supermamas von Tina Skupin gelesen und Karriere: Superheldin von Marion G. Harmon gewonnen hatte, war mir klar: Ich muss die Nerdwoche neu auflegen, mit dem Thema Superheldinnen.
Gesagt getan und mit Hilfe von diversen Gastautorinnen füllten sich schnell mehr Tage, als ursprünglich geplant. Sogar eine Verlosung konnte ich dabei machen, bei der es Comics vom Gratis Comic Tag, die ich selbst gesammelt hatte und drei, die ich von den Veranstaltern selbst bekam und ein Exemplar der Supermamas zu gewinnen gab. Die Beteiligung war leider etwas gering, aber die Beiträge waren trotzdem klasse.

Nachdem es letztes Jahr schon so viel Spaß gemacht hat, musste ich auch dieses Jahr wieder einen Märchensommer machen. Diesmal war alles größer, ausgereifter und vielleicht auch besser? Als frisch ernannte Fee (inklusive meines aller ersten Interviews) der Märchenspinnerei hatte ich doch ein paar andere Möglichkeiten und einige neue Beteiligte, die mir bei der Umsetzung halfen. Zusammen mit fünf anderen Autorinnen erschufen wir dann auch das #CroMär, das Crossover Märchen. Mal schauen, wie es nächstes Jahr weitergeht. 😀

Die Feenwerdung hat auch gleich ein paar andere Sachen mit sich gebracht, denn kurz darauf, wurde ich auch schon die Patenfee von Susanne Eiseles „Das erste Lied„. Die Releaseparty habe ich nicht nur betreut, sondern auch eine kleine Videolesung für vorbereitet … und ich weiß immer noch nicht, warum es so klingt als wenn ich lispele. :’D

Das war die zweite von vier bedeutenden Lesungen dieses Jahr … die dritte war vor ein paar Monaten im Märchenhaus Neubrandenburg, als ich Ausschnitte aus drei Geschichten der Märchenspinnerei Anthologie „Es war einmal … ganz anders“ lesen durfte, leider nur vor drei Leuten, aber mal sehen, ob da noch mehr draus wird im neuen Jahr …

Vorher habe ich aber auch Katherina Ushachov schon mit einer kleinen Aktion zu ihrer Adaption „Zarin Saltan“ geholfen.

Doch nicht nur die Spinnerei habe ich unterstützt. Für die Veröffentlichung ihres letzten Galgenmärchens „Hexensold“ kam Nora Bendzko auf mich zu und fragte mich, ob ich die Betreuung der Online Releaseparty übernehmen möchte, während sie in Wien live feierte. Konnte ich auch nicht nein sagen …

Ups, irgendwie bin ich jetzt vom Thema abgekommen … ich wollte ja über den Blog reden … zwei Sachen davon waren aber auf Facebook … eine im echten Leben … also zurück zum Thema!

Fremdgebloggt & Geschriebsel

Neben diversen Beiträgen auf dem Nornennetz Blog (u.a. zu den Themen Comics, Conventions, Gute Bösewichte und natürlich Märchen) habe ich dieses Jahr auch zwei Gastbeiträge auf dem Blog des Bücherstadt Kuriers gehabt in deren Diversitätsmonat (Diversität ist mehr als Hautfarbe und sexuelle OrientierungEnglisch, Review zu „Strowlers“Englisch ). Doch das war nicht alles! Eine weitere Geschichte von mir erschien im Rahmen des #100Bilder100Geschichten Projekts (Ungreifbare Geschichte) und eine Geschichte, die ich gemeinsam mit June Is geschrieben habe, belegte gleich zwei Türchen des diesjährigen Adventskalenders (Operation „Joker“ – Teil 1; Teil 2).

Aber nicht nur das, ich habe auch andere … öhm … zu mir geholt.
Und zwar für meinen diesjährigen Adventskalender. Neben jeder Menge Schnipsel aus meinen verschiedenen Projekten, gab es fünf Kurzgeschichten an den Adventssonntagen und Heiligabend von Gastautorinnen.

Wo wir schon bei Kurzgeschichten sind …

Neben den oben genannten Geschichten gab es auch eine kleine Halloweengeschichte hier, ein Drabble im Adventskalender des Nornennetzes. Und natürlich meine Veröffentlichung in der Anthologie „Entzünde den Funken“ von Siiri Saunders & Adrian Stiller.

Massig Messe …

Dies ist ein weiterer Schritt in meiner Autorinnen-Karriere, in der es in diesem Jahr einige Highlights gab.
Für die LBM wurde für mich eine tolle Box gebastelt und ich habe seit dem ein gepimptes Logo, Visitenkarten und Märchensommer Lesezeichen (und Buttons). Ich denke, in diesem Fragefreitag vom Nornennetz, habe ich das denke ich mal ganz gut zusammengefasst:

Ich war 2017 das erste Mal auf einer richtigen Buchmesse, der BuchBerlin, als Besucherin, die sich ordentlich mit neuem Lesestoff eingedeckt hat und als Autorin, deren erster Anthologiebeitrag an jenem Wochenende erschien. Nicht viel später war ich dann eine derjenigen, die den Messeauftritt der Nornen auf der LBM 18 nicht nur geplant, sondern auch als Standinventar begleitet hat. Außerdem hatte ich da auch noch meine erste große Lesung am Stand … Momentan bin ich eine der Hauptorganisatorinnen unserer Messeauftritte (BuchBerlin 2018 und LBM 2019) und das ist irgendwie ein sehr schräger Wandel …

Kurz vor meiner Lesung regelte Elenor Avelle noch die Lautstärke des Mikros. (Foto: T.S. Elin)

Den Bericht zur BuchBerlin hab ich noch nicht geschrieben, aber eines der Highlights da, war definitiv die Lesung (Nr. 4) in verteilten Rollen von Anne Dancks Beitrag in der Anthologie „Verirrte Prinzen und bockige Prinzessinnen„. Die war einfach nur witzig … sollte die Aufzeichnung davon mal ihren Weg ins Internet finden, geb ich Bescheid. 😀

Als Gast war ich außerdem im Dezember online unterwegs. In Anja Buchmanns Adventskalender konnte man Weihnachtspost von mir gewinnen. Die Bücherhexe auf Facebook stellte in ihrem mein Projekt #Eishörnchen vor. Und beim Comic Klatsch durfte ich in Folge 8 (54:00:00 – 1:05:00) zwei Comics empfehlen. Den eine habe ich hier auch schon vorgestellt.

Auf Achse …

Das waren aber nicht die einzigen Veranstaltungen, an denen ich teilgenommen habe. Mit June habe ich Berlin nicht nur während des Gratis Comic Tags unsicher gemacht, sondern auch die German Comic Con besucht. Zusammen waren wir aber auch musikalisch unterwegs, als wir uns Van Canto bzw. Stratovarius und Tarja Turunen angesehen haben.
Mit den üblichen Verdächtigen, war ich dieses Jahr auch wieder auf dem Rockharz, auch wenn es etwas anders als geplant ablief … aber dazu irgendwann später mehr.

Faszinierende Fische

Obendrauf kam dann noch das wunderbare #NornenHopping, bei dem ich so vielen großartigen Autorinnen begegnet bin, das ich es immer noch nicht ganz glauben kann … geendet hatte es dann im LitcampHH, auf dem ich dann am ersten Tag auch gleich eine Session leitete. Zu beidem werde ich noch einen Bericht schreiben, versprochen!

Doch das war noch nicht alles. Mit meinem Vater besuchte ich zum ersten Mal das Ozeaneum in Stralsund und kehrte nach Jahren zum Königsstuhl zurück. Meinen Halloween-Urlaub verbrachte ich bei Elenor Avelle und half ihr bei der Vorbereitung und Durchführung ihres Hexenhofmarkts, bevor es dann mit Jancy für ein Wochenende nach Amsterdam ging.

Tja, wie ihr seht … hatte ich ein sehr ereignisreiches und wow-iges Jahr.
Vieles erlebt, viele tolle Leute getroffen, und doch ist es gefühlt irgendwie nur der Anfang …Wir werden sehen, was 2019 bringt. Bis nächstes Jahr.
Anne

Türchen #24

Man glaubt es kaum, aber schon sind wir am letzten Tag des Adventskalenders angelangt!

Diesen heiligen Abend versüßt uns Angelika Depta mit ihrer Kurzgeschichte

Das Weihnachtsgeschenk

Eingepackt in einem schweren mit Lammfell gefütterten Ledermantel eilt ein Mann durch die vor Kälte klirrende Weihnachtsnacht. Das Atmen fällt ihm schwer. Jeder Atemzug schmerzt, weil sich die Kälte ihren Weg durch die Luftröhre bahnt. Er zieht sich seinen Schal über Mund und Nase. Im hellen Schein des Vollmondes leuchtet das Feld. Der Wanderer nimmt die Umgebung heute Nacht kaum wahr, er hastet seinen Weg weiter. Trotz der Kälte bilden sich Schweißtropfen auf seiner Stirn. In Zwiesprache mit sich selbst schimpft er: „Ausgerechnet heute muss das Auto liegen bleiben. Hätte ich doch nur getankt. Herr im Himmel lass mich nicht zu spät kommen“, dabei wirft er einen Blick nach oben. Die Sterne blinken über ihm wie die Birnchen einer Lichterkette. Eine Sternschnuppe fliegt durch das Blickfeld des Mannes, schnell schickt er dem verglühenden Schweif einen Wunsch hinterher, und stapft so schnell es geht weiter. Ein paar Schritte vor ihm erkennt er die Spuren eines fliehenden Rehes in der sonst unberührten weißen Pracht. Am nächtlichen Horizont zeichnen sich bereits die Umrisse seines Hauses ab. Er und seine Familie wohnen am Rande eines kleinen Dorfes auf der Schwäbischen Alb. Es ist ein kleines altes Bauerndorf mit drei Höfen, die gerade so die Familien über Wasser halten können. Der Ort ist in einer verschneiten hügligen Landschaft eingebettet und schmiegt sich im Osten schutzsuchend an ein größeres Waldgebiet

„Gott sei Dank habe ich es gleich geschafft.“ Mit noch schnelleren Schritten schreitet er auf sein Ziel zu. Bei dieser Eile übersieht er den vor ihm liegenden Schneehügel. Er stürzt über das Hindernis der Länge nach hin und bleibt einen Moment auf dem kalten Boden liegen. Unter dem Schnee verborgen lag ein großer Stein. Verärgert über sich, dass er nicht aufgepasst hat, schickt er einen Schwall Schimpfwörter in die Nacht hinaus. Der Mann versucht aufzustehen und setzt sich gleich wieder hin. Er hat sich seinen Fuß verstaucht. Beim zweiten Versuch kommt er auf seinem verletzten Fuß zu stehen. Mit schmerzverzerrtem Gesicht humpelt er weiter auf sein Ziel zu. „Du schaffst es! Komm! Los, beeil dich! Du hast es versprochen dabei zu sein!“ Den Rest des Weges passt er auf, wohin er tritt. Aus einem Gebüsch, an dem er vorbeieilt springt ein aufgescheuchtes Reh und sucht das Weite. Vor Schreck fängt ihm das Herz an zu rasen. Durch das ruckartige Stehenbleiben meldet sich sein schmerzender Fuß erneut. Das Tier verschwindet in dem in der Nähe liegenden Wäldchen. Die Laufgeräusche des Rehs schluckt der Schnee, es ist noch nicht einmal ein Knirschen des weißen Belages zu hören. Langsam beruhigt sich sein Herz wieder, der Mann hinkt weiter. Nach einer kleinen Ewigkeit erreicht er den Asphaltweg, der direkt zu seinem Ziel führt. Er sieht wie ein Auto auf dem Parkplatz vor dem Haus einparkt. Er bleibt kurz stehen um seine letzten Reserven zu aktivieren, einen Moment nimmt er sein vor ihm liegendes Haus auf. Es sieht heimelig von außen aus, alles ist weihnachtlich geschmückt. Einige mit selbstgebastelten Strohsternen geschmückte Fenster, sind in warmes Licht getaucht. Aus dem Kamin auf dem schneebedeckten Dach steigt der Rauch auf. Er kann sogar das Kaminholz durch die kalte Luft riechen. Die wie ein zerfließender Nebel wirkende Milchstraße mit ihren unzähligen Sternen ziert den Nachthimmel über seinem Haus. Nicht an den Schmerz in seinem Fuß denkend, läuft er so schnell wie möglich  auf sein Heim zu.

Im Vorgarten steht ein mit einer Lichterkette geschmückter Lebensbaum. Direkt am Hauseingang begrüßt ihn ein Schneemann. Dieser trägt auf dem Kopf eine Nikolausmütze, um den Hals einen Wollschal gewickelt. Steine dienen als Augen, Nase und Knöpfe.

Der Hausherr atmet einmal tief durch, endlich hat er es geschafft, eiligst betritt er den Flur seines Zuhauses. Es duftet nach gebackenen Plätzchen, gemischt mit dem Geruch von Tannenharz des bereits geschmückten Weihnachtsbaums.

Marie seine kleine Tochter kommt ihm wie ein kleiner Wirbelwind entgegengegerannt, aufgeregt quietscht sie: „Papa, komm ganz schnell! Mama hat ganz doll Bauchweh! Sie sagt, das Baby kommt gleich!“

Die Augen des Mannes strahlen zufrieden. Er ist doch noch pünktlich eingetroffen. „Ja, mein kleiner Schatz, ich komme ja schon.“

Er gibt der Kleinen einen Kuss auf die Wange, nimmt sie an die Hand und erklimmt mit ihr humpelnd die Treppe zum Schlafzimmer. Die Hebamme hatte schon alles vorbereitet. Jeden Moment würde es losgehen. Ria seine Frau liegt bleich und mit verschwitztem Haar im Bett. Alle Strapazen sind für einen Moment vergessen, als sie ihren Mann Joe sieht. Er lässt Maries Hand los, eilt zu seiner Frau ans Bett, nimmt sie liebevoll in die Arme und gibt ihr einen Kuss.

“Da bin ich Liebling, pünktlich zum Eintreffen unseres Weihnachtsgeschenkes.“

Sie strahlt ihn mit glücklichen Augen an: „Wir haben nur auf dich gewartet.“

Die Autorin

Angelika Depta wohnt mit ihrem Mann, zwei Hunden und einem Kater im schönen Rheinhessen. 2015 hat sie das Schreiben für sich entdeckt. Sie belegt immer wieder Seminare um das Handwerk der Schreibkunst richtig zu lernen. Nebenbei unterhält sie eine Homepage und ist viel in den sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram unterwegs.

Homepage: ad wie es mir gefällt
Facebook: Angelika Depta Autorin
Facebook-Gruppe: Schreiben – Mein Leben – Was mir gefällt
Instagram: @angelika.depta.autorin

Hinter den Kulissen

Ein kleines Drabble von mir erscheint heute auch auf der Instagram-Seite des Nornennetzes. Schaut mal vorbei!

Ich hoffe alle Leser*innen und Autorinnen hatten Spaß – und Letztere waren nicht zu arg genervt, wenn ich doch nochmal was geändert haben wollte.

Damit wünsche ich uns:

Besinnliche Feiertage mit euren Lieben und vielleicht noch ein paar Flocken Schnee!

Anne

Türchen #23

Die vorletzte Gastgeschichte stammt von der wunderbaren Irina Christmann.

Freut euch auf

Heiße Weihnachten

Weihnachten … kein Fest polarisiert die Menschen so wie dieses. Gehasst oder geliebt. Dazwischen gibt es nichts. Ich liebe Weihnachten. Jedenfalls die Idee dahinter. Seine Lieben um sich sammeln, gemeinsam etwas Gutes essen, einander zeigen, dass man sich mag. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich in einer Pflegefamilie aufgewachsen bin. Noch heute besuche ich das einzige Zuhause, das ich je kannte regelmäßig. Hanna und Klaus haben nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass ich nicht ihr Kind bin. Sie ließen mir die Wahl, ob ich sie Mama und Papa nennen wollte. Und als ich alt genug war, unterstützten sie mich auch dabei Kontakt mit meiner Mutter Miriam aufzunehmen. Sie war gerade mal 13, als sie mich zur Welt brachte. Sie ist eine verrückte, liebenswerte Frau und eine gute Freundin. Seit ich studiere, wohnen wir nur ein paar Kilometer voneinander entfernt.

Ich muss ein Stück durch die Fußgängerzone, wo der Weihnachtsmarkt noch einmal alles gibt, bevor er heute Abend zum letzten Mal für dieses Jahr schließt. Von allen Seiten duftet es nach Essen. Geräucherter Fisch, Bratwurst, Crêpes, Plätzchen und Glühwein bilden diese ganz spezielle Mischung, die zu dem Trubel einfach dazugehört. Heute habe ich allerdings keine Zeit und eile weiter. Irgendwo muss es den Film doch noch geben. Im Kaufhaus riecht es leider mehr nach verschwitzten Menschen und Stress, als nach Weihnachten. Die Spielwarenabteilung ist ein Chaos aus quengelnden Kindern und genervten Erwachsenen, die am Tag vor Heiligabend noch auf Geschenkejagd sind. Mein Ziel liegt dahinter. Vorsichtig schlängele ich mich durch die Menschen und halte den Eingang zur Medienabteilung im Auge. Für meinen Geschmack sind dort auch eindeutig zu viele Leute.

Zuerst suche ich im Sonderregal für Zeichentrick- und Kinderfilme. Leider jedoch ohne Erfolg. Dann durchsuche ich die alphabetisch sortierten Titel. Unglaublich wie viele Filme mit einem ‘Z’ beginnen. Ich bin kurz davor, die Suche aufzugeben, als ich im vorletzten Fach doch noch fündig werde.
“Yes”, jubele ich und drücke die Hülle an mich.
“Muss ja ein toller Film sein”, spricht mich da jemand an und ich drehe mich erschrocken um.
“Ich liebe Faultiere”, sage ich perplex. Mein Gegenüber lacht leise.
“Kann ich verstehen”, ahmt er die extrem langsame Sprechweise von Flash aus dem Film nach. “Ich mag Zeichentrickfilme auch.”
“Cool”, sage ich wenig eloquent, denn irgendwie scheint mein Kopf plötzlich leer zu sein.
“Ist noch eine da? Mein Ex hat die komplette Sammlung mitgenommen. Dieser Arsch. Und ich brauch Stoff für die Feiertage.”
“Nein, Ich glaube das war die Letzte. Aber die hab ich noch nicht durchgeschaut.” Ich deute auf die beiden letzten Fächer und freue mich, dass ich zwei zusammenhängende Sätze formuliert habe. “Ach, schade. Ich hab einfach kein Glück”, meint er und zuckt mit den Schultern. “Dann such ich mir wohl was anderes.”
“Monster Uni”, schlage ich vor, ohne nachzudenken. Am liebsten würde ich mir sofort auf die Zunge beißen. Er legt den Kopf schief und sieht mich an.
“Gute Idee, der hat ja sogar zwei Teile”, meint er dann und geht an den Regalreihen entlang. Noch einmal schaut er sich nach mir um und lächelt. Dann beginnt er die Hüllen durchzusehen und ich bin wieder in der Lage mich zu bewegen. Ich stecke gerade meinen Einkauf in den Rucksack, als auch ER bezahlt.
“Brauchst du noch was? Oder hättest du Zeit und Lust auf einen Glühwein?”
Überrascht sehe ich von meinem Rucksack auf.
“Wer? Ich?”, quietsche ich überrascht. Er grinst nur und nickt.
“Äh, klar, gerne”, stammele ich.
“Super. Ich lad dich ein. Als Danke für die Empfehlung, okay? Ich bin übrigens Dominik.”
Er streckt mir seine Hand entgegen.
“Tobias”, stelle ich mich vor und lege meine Hand in seine. Sein Händedruck ist erstaunlich vorsichtig, wahrscheinlich hat er Angst meine dünnen Finger zu zerquetschen. Auf seinem Handrücken prangt eine große Narbe, die noch nicht allzu alt zu sein scheint. Zusätzlich sorgt sein Lächeln für ein sanftes Kribbeln in meinem ganzen Körper.
“Wollen wir dann?”
Dominik sieht mich fragend an und ich nicke stumm. Endlich lasse ich auch seine Hand los. Er bahnt sich souverän einen Weg durch die Leute, die auch je näher wir dem Ausgang kommen glücklicherweise weniger werden. Immer wieder sieht er sich um, ob ich auch noch da bin.

Vor der Tür atme ich erst einmal tief durch. Stadtluft als frisch zu bezeichnen wäre wahrscheinlich übertrieben, aber besser als in einem stickigen Kaufhaus ist sie allemal.
Nur wenige Meter weiter steht die erste Glühweinbude und Dominik hält direkt darauf zu.
“Mit oder ohne Alkohol”, erkundigt er sich bei mir.
“Lieber ohne, ich rede sonst nur wirres Zeug.”
“Dann vielleicht beim nächsten Mal”, meint er und geht die letzten Schritte, um unsere Bestellung aufzugeben. Mir schwirrt noch das “nächste Mal” durch den Kopf, da steht er auch schon mit einem Becher in jeder Hand wieder vor mir. “Bitteschön.”
Sein Lächeln ist eindeutig eine Gefahr. Und nicht nur für mich. Denn ich fange den Blick einer jungen Frau auf, die ihn ganz offen mustert. Dominik zwinkert ihr zu, stellt sich dann so, dass sie ihn nur noch von hinten sehen kann und hält mir einen Becher entgegen.
“Danke”, antworte ich. Unsere Finger streifen sich, als ich diese nehme. Vielleicht sogar etwas länger, als eigentlich nötig. Wir schlendern zwischen den Buden entlang, nippen an unserem Punsch. Dominik fragt mich nach meinem Lieblingsfilm, wir unterhalten uns über die neuesten Superheldenfilme. Selten habe ich mich so schnell so gut mit jemandem verstanden. Ohne uns abzusprechen, geben wir die zwischenzeitlich leeren Tassen zurück und stellen uns in die Reihe der Crepês-Liebhaber. Es dauert eine Weile, bis wir an der Reihe sind. Dominik entscheidet sich für die herzhafte Schinken-Käse-Variante , ich für die klassische Bananen-Schoko-Kombination.
“Dacht ich mir doch, dass du ein Süßer bist”, kommentiert Dominik lachend. Ich grinse lediglich. Noch immer bin ich überfordert, wenn ich so offensiv angeflirtet werde. Ich bin nicht gerade der Typ, der einem sofort auffällt. Eigentlich genau das Gegenteil, der Typ, den man schnell übersieht oder gleich wieder vergisst. Normalerweise macht mir das auch gar nichts aus. „Naja, eigentlich versuch ich nur auf Fleisch und so zu verzichten“, kommentiere ich lächelnd. Hoffentlich gerate ich jetzt nicht in eine Grundsatzdiskussion über meine Ernährung. Doch Dominik beißt einfach in seinen Crêpes und geht weiter. Eigentlich müsste ich dringend nach Hause. Meine Tasche muss noch gepackt werden und ich fürchte außerdem, dass ich erst noch ein paar Klamotten waschen und trocknen muss, bevor ich morgen mit Miriam zu meinen Eltern fahren kann.

Wir haben die letzten Buden in der Fußgängerzone erreicht.
„Du hast da was“, meint Dominik und deutet auf mein Gesicht. „Darf ich?“
Da es sich dabei bestimmt um Schokosauce handelt, und ich sie mir im Zweifel nur mehr im Gesicht verteile, als sie zu entfernen, nicke ich nur. Dominik beugt sich zu mir herunter, legt eine Hand in meinen Nacken. Ich blinzele verwirrt, und will protestieren. Da küsst er mich schon und jeglicher Protest verflüchtigt sich. Nur Augenblicke später werfe ich sämtliche weiteren Einwände meines Hirns über Bord, das mir zuflüstert, dass ich eine Dummheit mache, dass man nicht einen fast Fremden küsst. Dafür macht es einfach viel zu viel Spaß. Doch leider endet dieser Kuss – wie jeder andere auch – irgendwann. Dominik hält mich fest an sich gedrückt. Ich genieße seine Wärme, seine Nähe und fühle mich einfach wohl.
„Sorry, aber ich konnte einfach nicht widerstehen“, entschuldigt er sich.
„Hast du das Gefühl, dass es mir nicht gefallen hat?“ Er lacht leise und ich lege meinen Kopf an seine Schulter, schließe die Augen und wünsche mir, dass das hier nur der Anfang ist.

„Verdammt“, Dominik drückt mich sachte von sich weg, greift in seine Jackentasche und zieht einen Pieper hervor. „Scheiße, ich muss sofort weg … Gib mir mal schnell dein Handy“, sagt er nachdem er einen schnellen Blick darauf geworfen hat.
Vollkommen perplex reiche ich ihm das Gerät und er tippt hastig eine Nummer ein.
„Ruf mich an, bitte!“ Ich nicke und sehe ihm nach, wie er im Laufschritt durch die Menschen eilt und nach wenigen Augenblicken von der Masse verschluckt wird.

Werft einen Blick hinter die Kulissen, um zu erfahren, wie es weitergeht …

Die Autorin

Seit 2017 schreibt Irina Christmann unter diesem Pseudonym alles. Die Einhornfreundin ist eine Vielleserin, aber auch Vielschreiberin. Täglich schreibt sie in „ihrem“ Café, ob nun von verliebten Jungs, historischen Charakteren oder nun auch phantastische Geschichten.

Facebook: Irina Christmann
Twitter: Ridani76

Hinter den Kulissen

Da die gute Irina nicht nur sofort inspiriert war (s. #WeihnachtenFürPoison), sondern auch die Wortvorgabe von ~1.000 Wörtern versechsfacht hat, haben wir uns entschieden, das ich hier nur das erste Kapitel präsentiere.
Wie es mit Tobias und Dominik weitergeht, könnt ihr auf Bookrix nachlesen: Heiße Weihnachten.

Viel Spaß

Anne

Türchen #22

Heute gibt es einen weiteren Ausblick auf das nächste Kapitel des

Neubrandenwolf

Auch diesen Schnipsel habe ich extra abgetippt und übersetzt. Es ist ein ruhigerer und emotionalerer Auszug als der vorherige.

Aber nun zum neunzehnten Schnipsel

Amir unterbrach ihren Spaziergang neben einem Beet, das mit den herrlichsten Lilien gefüllt war. Nachdem er sich auf den Weg gekniet hatte, streckte er seine Hand aus, um die Blütenblätter einer von ihnen sanft zu berühren. „Sie waren Favorit von mein Frau“, sagte er leise zu den anderen, wobei sich seinen Augen mit Tränen füllten. Er schlug seine Hand in die Erde vor sich und senkte den Kopf. „Wie kann ich glücklich sein, wenn sie weg? Wenn was mich Monster gemacht sie wegnehmte?“ Seine Hände krallten sich in die Erde, als die Tränen über seine Wangen liefen.
Ohne zu zögern kniete sich Thomas neben ihn und zog seinen Freund in eine feste Umarmung.
„Es nicht fair! Ich auch tot sein!“, weinte Amir in seinen Armen.
„Nein! Nein! Das darfst du nicht denken!“, tadelte ihn Thomas und schob ihn von sich, damit er ihn ansehen konnte. „Denke niemals, dass du es verdienst zu sterben!“
„Aber ich Monster!“ Amir bestand darauf und lenkte seinen Blick auf die Blumen.
Rasha kniete neben ihnen nieder und legte sanft eine Hand auf Amirs Schulter. „Weißt du, was ich denke?“ Widerwillig sah er sie an und sie fuhr fort: „Ich denke, sie wäre stolz auf mich. Du hast so viel durchgemacht, so viel gelitten und schau, wo du jetzt bist, was du erreicht hast! Du hast es geschafft, hierher zu kommen! Du hast eine völlig neue Sprache gelernt! Du hast einen Arbeitsplatz gefunden! Du hast Freunde gefunden, die dich unterstützen. Und vor allem: Du hast gelernt, etwas zu kontrollieren, das viele vor dir in den Wahnsinn getrieben hat! Du bist sanft und fürsorglich. Amir, du bist ein guter Mann, kein Monster.“

Hinter den Kulissen

Ich mag Lilien, sie sehen einfach irgendwie cool aus. Schon in Michaels Geschichte spielen sie eine große Rolle, heißt doch seine Gefährtin Lilly. Das Amirs Frau auch diese Blumen als ihre Favoriten bekam, war also gar nicht so weit hergeholt. Vielleicht bin ich aber auch einfach einfallslos was Grünz- äh Blumen angeht. 😀

Anne