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#Blogvent2020: Adventskalender

Da ich auch in diesem Jahr keinen eigenen Adventskalender mache, nutze ich die Chance ich Lexa’s (Meergedanken) #Blogvent2020, um euch ein bisschen durch die Weihnachtszeit zu begleiten. Bis zum 24. gibt es Thementage zu denen Blogger:innen Beiträge beisteuern können. Ich habe mir ein paar herausgesucht zu denen ich etwas sagen kann und bin schon gespannt, was die anderen Teilnehmenden schreiben werden.

Instagram Grafik des #Blogvent2020: Alle Daten und Themen sind vor einem weihnachtlichen Hintergrund zweireihig aufgelistet - welche das sind findet ihr im verlinkten Blogbeitrag.

Natürlich macht den Anfang das Thema

Adventskalender

Wie eingangs erwähnt, habe ich selbst Adventskalender geschrieben und ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass ich keinen von ihnen bis Dezember fertig hatte.

Aber lasst uns mal einen Blick zurückwerfen.

Poisons Adventskalender #1: Alles begann in 2014 mit der Idee einen Adventskalender zu Bildern zu erstellen. Es hat auch ganz gut geklappt, ich hatte bald mehr als 24 Bilder zusammen, die wir z.T. später für die Aktion Dein Bild – Eine Geschichte weiterverwendet habe. Die entstandenen Geschichten habe ich damals sogar mal zu einem Verlag in Neubrandenburg gebracht, nur um festzustellen, dass es ein DKZ-Verlag ist. Dennoch habe ich sie mir lektorieren lassen – damals noch ohne vorher Testlesende drübergeschickt zu haben, jetzt bin ich schlauer – und vor allem einschätzen lassen, was davon tatsächlich Kurzgeschichten und was Fragmente sind. Ich habe Pläne für die Fragmente, aber wann ich sie tatsächlich umsetzten werden, tja, wir werden sehen …

Poisons Adventskalender #2: Weiter ging es in 2015, ich wurde ambitioniert, versuchte mich nicht nur an einer Folge-dem-Charakter Geschichte, sondern vor allem an einer Figur, die kein Geschlecht hat. Dafür half mir Hannes Laumeier bei der Entwicklung eines passenden Pronomen. Das diese Neopronomen heißen, lernte ich erst später. Da die Geschichte auf einem kleinen Cliffhänger endet, wollte ich sie eigentlich immer mal fortsetzen, aber mir ist bisher nichts passendes eingefallen, vor allem, da die Charaktere auch erstmal gemeinsam unterwegs sein werden und eine Aufspaltung wenig Sinn ergibt. Aber vielleicht habe ich ja irgendwann mal die zündende Idee.

Poisons Adventskalender #3: Nach Folge-dem-Charakter hieß es 2016 dann: Wähle-dein-eigenes-Abenteuer oder wie ich es gerne spaßhaft beschreibe: 6 1/2 Wege zu sterben. Könnten auch 7 1/2 gewesen sein, ich verzähle mich da regelmäßig. Auch hier habe ich eigentlich vor, dass mal in ein Spielbuch umzuwandeln, zwei Testlesende hatten mir schon Anmerkungen zugearbeitet, umgesetzt habe ich davon aber noch nicht viel … aber irgendwann kann die Berg-Quest dann auch mal in Buchform nachgelesen werden!

Poisons Adventskalender #4: Erschöpft vom Planungsaufwand der vorherigen Jahre und mitten in einer Mandelentzündung suchte ich mir 2017 Hilfe, um die 24 Tage zu füllen. Aus verschiedenen Ecken kamen sie und übernahmen Kapitel oder Abschnitte aus der Geschichte rund um den Weihnachtsmann Nicholas und seine Familie, aber davon werde ich euch an den anderen Tagen noch ein bisschen mehr erzählen. Bleibt also gespannt.

Poisons Adventskalender #5: Nach vier Jahren ging mir die Puste aus. Ich wollte die Adventskalender abrunden, hatte aber keine Energie oder Ideen um eine neue Geschichte zu verwesen. Also habe ich einen Schnipsel-Adventskalender gemacht, in dem ich meine verschiedenen offenen Projekte vorstelle und Einblicke darin gewähre. Von Cupric Art habe ich dafür noch extra diese wunderschöne Grafik bekommen, die seither nicht mehr benutzt wurde:

Poisons Adventskalender Grafik. Auf hölzernem Untergrund liegen abgerissene Ecken aus einem Tagesplaner mit Dezemberdaten, darüber liegt der Schriftzug "Poisons Adventskalender" und ein Leuchtpunkte-Filter. Unten in der Ecke ist mein Logo.

Über die Jahre hinweg, habe ich aber nicht nur meine eigenen Adventskalender bestückt, sondern auch bei anderen mitgemacht:

Nornennetz

Bücherstadt Kurier

Die Krippe – Literarischer Adventskalender 2016, in dem eine sehr interessante Weihnachtskrippe beschrieben wird.

[#RACVillainz] Operation „Joker“ eine Kooperation mit June Is – #litkalender 2018, bei der es Cosplayer ein bisschen zu ernst nehmen mit ihrer Rolle.

[#RACVillainz] Unter dem Mistelzweig #litadvent 2019, Fortsetzung von Operation „Joker“ als Weihnachtsspecial.

Tintenfleck-Blog #Projekt24

Blind Date – Mein Beitrag zur Anthologie „Dinner for Two“ von fruehstuecksflocke auf dem Tintenfleck-Blog, bei der zwei sehr unterschiedliche Wesen sich gezwungenermaßen kennen lernen (müssen).

In diesem Jahr

Da ich keinen eigenen Kalender ausrichte wird es dieses Jahr in erster Linie die Beiträge zum #Blogvent2020 geben, mit denen ich euch ein bisschen auf die Reise durch meinen Blog mitnehme – und am Bastel-Tag auch einen kleinen Gabentisch für euch aufbauen werde.

Das Nornennetz hat sich dieses Jahr entschieden keinen Adventskalender, sondern einen Rauhnächte-Kalender zu machen, diesen eröffne ich am 25.12.

An einem der Adventssonntage wird auch eine weitere Geschichte von mir im Bücherstadt Kurier erscheinen, aber ich verrate noch nicht an welchem.

Ansonsten wünsche ich euch einen guten Start in die Adventszeit.

Weitere Beiträge zum heutigen Thema findet ihr auch bei:

und vor allem auf der Übersichtsseite.

Anne/Poisonpainter

Blogparade: Aus Freizeit wird Freuzeit

Da sie, wie so vieles in diesem Jahr nicht stattfindet, hat die modell-hobby-spiel zu einer Blogparade aufgerufen, an der ich gerne teilnehme. Das wurde mir von einem Buchfink zugezwitschert, aus dessen Team ebenfalls einen Beitrag dazu geschrieben wurde.

Die Prämisse ist dabei Folgende:

Logo der Blogparade unterlegt mit bunten Linien und Formen

2020: das Jahr der Hobbys. Weniger Reisen, mehr Zeit zu Hause und damit jede Menge Freiraum fürs eigene Hobby. Zeit, um neue Hobbys zu entdecken; alte wiederzuentdecken oder einfach nur das geliebte Hobby in Ruhe auszuleben. […]

Wir wollen wissen, welche Hobbys dir dieses Jahr die freie Zeit versüßt und in Freuzeit verwandelt haben.

Für mich hat sich in den vergangenen Monaten was meine Freizeit angeht wenig geändert, da ich immer noch Vollzeit im Home Office arbeite. Dadurch, dass allerdings alle Messen und Reisen ausfallen, für die ich sonst meine Wochenenden und Urlaubstage verwende, musste auch ich mich etwas umorientieren.

Binge doch mal

Zuhause bleiben ist für mich eher der Normalzustand als die Ausnahme, daher ist es nicht verwunderlich, dass ich wieder vermehrt Serien und Filme schaue. Dabei ist mir aufgefallen, das wenn ich sonst eher mal zu einem Drama oder Krimi greife, habe ich nun mehrere durchgeschaut, die eher unter „seichte Kost“ fallen. Der Babysitter Club, Diebische Elstern, aber besonders Mr. Iglesias waren Serien, die ich sehr genossen habe. Zwar behandeln sie auch ernste Themen wie den Verlust eines Elternteils, Rassismus oder Konzentrationslager, aber sie verpacken sie in leicht verdauliche, humorvolle Happen, die die Stimmung nicht zu sehr senken. Und das tut gerade doch irgendwie gut. Ich muss aber auch gestehen, dass ich anstatt neue Dinge zu erkunden, tatsächlich noch ein oder zwei weitere Male (mein Zeitgefühl ist mir mittlerweile vollständig abhanden gekommen, tut mir Leid) Good Omens angesehen habe, einfach weil es eine großartige Umsetzung des Romans ist. Und natürlich zeigt die Serie, dass man eine Apokalypse durch Köpfchen, Zusammenarbeit und gute Argumente abwenden kann. Wäre das doch nicht nur fiktiv …

Als Film ist übrigens The Babysitter’s Guide To Monster Hunting sehr zu empfehlen. Wer besser als ich darin war, zu erkennen, wer sich hinter der Maske des Bösewichts verbirgt, möge sich bitte bei mir melden.

Vermutlich werde ich mir demnächst auch die ein oder andere Weihnachtsschnulze ansehen für das Wohlgefühl, oder zumindest den Spaß, wenn ich mich darüber lustig mache, wie albern die verwendeten Klischees doch alle sind.

Die andere Art des Zuschauens

Wenn nichts live stattfindet, muss man die Dinge eben online verlegen. Viele Messen und Veranstaltungen nutzen dafür nicht nur Discord, sondern vor allem Twitch, um Panel und Workshops für die Leute zugängig zu machen. Doch auch außerhalb gibt es ein breit gefächertes Angebot.

Dadurch habe ich Twitch für mich entdeckt. Zumindest als Zuschauer. Anderen Leute mit der digitalen Anwesenheit in den Kommentaren dabei zu unterstützen ihre Projekte voranzubringen – sich vielleicht selbst auch zu den eigenen motivieren zu lassen – oder Spiele zu bestreiten, hat was. Und je regelmäßiger die Leute streamen, umso besser kann man es auch im Alltag unterbringen.

Gerne und regelmäßig bin ich vor allem bei Elenor Avelle (Schreib- und Zeichenstream, Gaming und wissenswertes) und Michaela Harich (Schreib- und Lektoratsstreams, gelegentlich Gaming) bzw. ihrem Verlag Alea Libris (Lesungen, Verlagsgeplauder, Lektorat, Spielerunden) dabei, aber das sind noch längst nicht alle, denen ich folge.

Um euch nicht zu sehr zu beeinflussen, benenne ich aber nicht noch mehr. Schaut euch doch selbst ein bisschen in der noch immer wachsenden Deutschen Twitch-Szene um, ob vielleicht auch was für euch dabei ist. Vor allem für Schreibende findet sich mehr und mehr.

Ein kleinen Schritten vorwärts

Wo wir gerade dabei sind. Ein weiteres Hobby, dem ich zur Zeit wieder vermehrt nachgehe ist das Schreiben. Vor allem durch den Schreibstreams am Mittwoch von Elenor in dem wir gemeinsam vor der Kamera sitzen und an unseren Projekten #Schneerot und #Neubrandenwolf arbeiten. Na gut, in erster Linie liegt es an den dafür geschaffenen Motivationswaschbären …

Waschbären? Wie bekommt man denn Waschbären?

Es gib mehrere Möglichkeiten einen digitalen Waschbären zu bekommen, um sich ein bisschen Motivation mitzunehmen. Vor allem für Leute, die ein Bullet Journal über ihre Schreibtätigkeit führen, dürfte das interessant sein, denn Ausdrucken und als Sticker einkleben kann man sie nämlich auch.

Diese sind:

  • Arbeitet man am Tag mindestens 15 Minuten an einem Schreibprojekt, verdient man sich einen Waschbären, den man sich auf Twitter bei Elenor oder mir abholen kann.
  • Schreibt man während des Streams in einer 15-Minuten-Einheit mit, verdient man einen Waschbären, nimmt man noch vier weitere mit, dann sind es sogar zwei für den Mittwoch.
  • Sammelt man von Schreibstream zu Schreibstream fünf davon, bekommt man eine Waschbären-La Ola, die man sich im Stream abholen kann.

Das könnt ihr auch nochmal hier nachschauen:

Manche nutzen die Motivationsmonster, andere die Pomodoro-Methodik oder Apps mit denen man virtuell Bäume pflanzt. Wir nutzen Waschbären und zumindest mir macht es sehr viel Spaß. Auch wenn ich unter der Woche gelegentlich damit „schummele“, dass mein Schreibprojekt nicht der Neubrandenwolf, sondern eine Fanfiction ist. Manchmal will der Kopf nach einem langen Arbeitstag aber auch nicht mehr und wenn man die La Ola dann trotzdem möchte, dann muss man sich anderweitig darum bemühen.

Und die La Ola ist wirklich toll … schaut gerne mal zu Streambeginn (17 Uhr) am kommenden Mittwoch vorbei und freut euch mit uns über erreichte Schreibziele.

Lesen in „einfach“

Wie ich schon im August schrieb, habe ich momentan nicht wirklich die Muße zu lesen. Dadurch, dass mir meine Busstrecke wegfällt, die ich morgens und abends sonst immer gependelt bin, fehlt mir schlichtweg der Rahmen um zu lesen. Bücher gehen dadurch nur beschwerlich wenige Seiten vorwärts, wenn ich mich dann doch einmal an eines setze.

Was ich aber feststellen musste, ist, dass ich Comics momentan wesentlich besser lesen kann. So habe ich zumindest ein paar Bände von meinem SuB nehmen können und vermutlich wird meine Lesestatistik in diesem Jahr auch weiterhin sehr Comic-lastig bleiben. Es ärgert mich ein wenig, dass ich reine Textgeschichten zur Zeit schwer verarbeiten kann – wenn es nicht gerade digitales Testlesen oder, nun ja, Fanfictions sind – aber irgendwann werde ich wieder Busfahren können, dann wird das nachgeholt. Wäre nicht das erste Jahr, dass lesetechnisch etwas flautig ist. Abgesehen davon bedeutet eine gezeichnete Unterlegung einer Geschichte noch lange nicht, dass sie weniger anspruchsvoll ist. Mein aktueller Comic ist Unerschrocken Band 1, eine Sammlung von kurzen Lebensgeschichten bedeutender und beeindruckender Frauen der Weltgeschichte. Da habe ich zum Beispiel gelernt, dass die Schauspielerin Margaret Hamilton, die „Wicked Witch of the West“ aus den alten Zauberer von Oz-Filmen, zum Teil mit Verbrennungen die Dreharbeiten beendete. Oder das Tove Jansson, die Mumin-Erschafferin, sich in regelrechten Mumin-Hass reingearbeitet hat, bis sie ihre Lebensgefährtin kennenlernte und sie dank ihr mit einer neuen Figur ihrer Welt neues Leben einhauchte. Und viele andere faszinierende Persönlichkeiten, die Teils als Kuriositäten (Frau mit Bart, Meerjungfrau) abgestempelt wurden, teils Errungenschaften erzielten, die man Frauen in der damaligen Zeit nicht zutraute und dennoch sich ihren ganz eigenen Erfolg erarbeitet haben. Mindestens die Kaiserin von China erwartet mich noch in diesem Band und ein weiteres Dutzend im Zweiten. Es bleibt also interessant.

Und mit was habt ihr euch vermehrt beschäftigt?

Anne/Poisonpainter

Weitere Beiträge zur Blogparade findet ihr hier: Blogparade modell-hobby-spiel

Monsterparty

Kennt ihr noch das alte Die Ärzte Lied Monsterparty (oder zumindest den Film Hotel Transsilvanien)? Eine solche soll heute hier ganz in der Nähe stattfinden. Mal sehen, ob ich mich reinschleichen und euch davon berichten kann … 

Am Tor hängt ein großer Spiegel (Narzissa aus Der tote Prinz von Katherina Ushachov – meine Rezension). Für einen Moment betrachte ich mein Spiegelbild darin, dann flimmert die Oberfläche und eine Stimme sagt: “Nutzer nicht erkannt, bitte identifizieren Sie sich.”
Verwirrt blicke ich mich um, bis ich begreife, dass der Spiegel mit mir sprach. Meinen richtigen Namen sollte ich vermutlich nicht verwenden. “Ähm Poison.”
“Neuer Eintrag: Poison, Mensch-”
“Nicht so laut!”, unterbreche ich die Ansage in Angst um meine Tarnung.
“Lautstärke gesenkt um 3%.”
Oh, Sofortreaktion auf Anweisungen. Ob der Spiegel eine durch ein neuronales Netz gesteuerte KI war? Die Chance muss ich nutzen, das bisschen verbleibende Wissen aus meiner Bachelorarbeit auszuprobieren.
Doch bevor ich Fragen stellen kann, erklärt mir der Spiegel: “Menschen sind auf dieser Feier nicht zugelassen.”
Verdammt. Moment. Mit einem Grinsen ziehe ich meinen Bardic Immunity Badge aus der Gürteltasche und halte ihn hoch. “Ich bin kein normaler Mensch. Ich bin Erzählerin von Geschichten und ich möchte den Leuten von dieser Feier berichten.”
Der Spiegel verarbeitet die Informationen für einen Moment, dann zitiert er JourneyQuest [mein altes Review], Wren’s Stimme unverkennbar: “It’s bad luck to kill a bard.
Ich nicke und nutze die Chance, um mich über die bereits angekommenen Gäste zu informieren.

Am Buffet erkenne ich die Invitros (aus der Reihe Die verfallene Welt von Elenor Avelle), die sich ihre Teller füllen, vermutlich die erste gute Mahlzeit seit langem. Soweit ich das verstanden habe, sind sie Menschen noch am Ähnlichsten, wenn auch künstlich gezüchtet und mit außergewöhnlichen Fähigkeiten ausgestattet. Sich einfach mal so mit einem Rechner verstöpseln um ihn mit den Gedanken zu steuern hat definitiv was … würde mir nicht die Warnung “nicht gut auf Menschen zu sprechen” in den Ohren klingeln, würde ich mich vielleicht zu ihnen gesellen.

Am Punschkessel erkenne ich den Vampir und Nachtclubbesitzer Damien Moreau (aus Blood and Guilt von Sophie Grossalber) und die Hexen Helena Weide (aus der Reihe Magie hinter den sieben Bergen von Diandra Linnemann) und Aya Mammini (aus Occult von J. Helmond). Letztere glaubt anscheinend sie sei unauffällig dabei, wie sie direkt neben der magischen Ermittlerin etwas in das Getränk tropfen ließ. Narzissa hatte mir erzählt, dass Mammini der Kopf einer Gangsterbande war, was das Gespräch zu einer sehr interessanten Konstellation machte.

Ich beschloss einen Bogen um dieses Getränk zu machen und mir lieber an der Bar etwas zu holen, um nicht noch mehr aufzufallen. Die Barkeeperin, ein Racheengel (aus Michaela Harich’s Kurzgeschichte aus der Anthologie A Night on the Rocks), wie ich vom Spiegel wusste, beäugt mich skeptisch.
“Du solltest nicht hier sein.”
Unauffällig lege ich meinen Badge auf die Theke. “Ich dokumentiere bloß.”
Für einen Moment runzelt sie die Stirn dann zuckt sie mit den Achseln. “Deine Entscheidung. Komm nicht bei mir Jammern, wenn dich einer von den weniger netten Leuten auffrisst. Die interessiert ein Stück Metall nicht, wenn sie Appetit auf Menschenfleisch haben.”
Ich schaue sie verunsichert an. Kurz darauf steht ein Becher mit warmen Met vor mir.
“Na dann viel Spaß”, verabschiedet sie sich mit einem amüsierten Grinsen und widmet sich einem Gast, der sich lautstark darüber beschwert, dass in seiner Bloody Mary kein Blut ist. Ah, der andere Bluttrinker. Der Dämon Buluc Chabtan (aus Die Götter der Dämmerung von Jasmin Engel), Gott der Blutopfer. Kein Wunder, dass ihm der Tomatensaft nicht schmeckte.
Ich stecke das Heftchen mit dem Badge wieder ein, nehme den Met und gehe mit einem flauen Gefühl im Magen weiter. Mit Blutsaugern konnte man zur Not noch argumentieren, dass sie noch was übrig ließen, aber Menschenfresser – wenn es diese hier gab, hatte Narzissa das nicht erwähnt. Blöderweise hatte ich aber auch nicht explizit danach gefragt. Gefährlich werden konnten mir hier alle.

Plötzlich hüpfte mir etwas auf die Schulter und ich ließ fast meinen Metbecher fallen.
“Hallo, hallo, hallo.” Die Worte kamen in einem Sing-sang, als das Wesen auf und ab wippte. “Du solltest nie nicht hier sein nicht!”
Anscheinend war meine Verkleidung doch nicht so gut, wie ich gedacht hatte. Verdammt. Obwohl. Als das federleichte Wesen meinen Arm hinabkletterte, um daran zu baumeln erkannte ich es. Das Gruselwusel (aus Das Gruselwusel von mir)! Natürlich würde es mich wiedererkennen!
“Ich bleib bei dir, dann bist du nicht so allein, nicht!”, verkündete es mit blitzenden gelben Augen. Ohje, das konnte ja heiter werden.

Doch viele Möglichkeiten etwas anzustellen hatte es nicht, denn es verschwand sobald das Licht ausging. Ein Spotlight richtet sich auf die Bühne in deren Mitte ein Barhocker stand. Obendrauf, das Mikro in der Hand: Ein Tentakel. Bob (aus Andrea, die lüsternde und die und die lustigen Tentakel des Todes von Diandra Linnemann), wenn ich mich richtig an die Worte des Spiegels erinnere. Damit startet also das Unterhaltungsprogramm, eine Comedy-Show. Nach ein paar Witzen muss ich mir eingestehen, dass ich schon weitaus bessere gesehen habe …

Während alle gebannt dem Außerirdischen lauschen, gehe ich zum Fenster. Unter mir erstreckt sich ein Kürbisbeet, oder eher das, was davon übrig ist, ein wahres Kürbisgemetzel (gleichnamige Anthologie von und mit Roxane Bicker) … vermutlich waren das die Werwölfe (aus dem #Neubrandenwolf von mir), die sich noch immer zwischen den Überresten jagen. Es ist heute schließlich nicht nur Halloween, sondern auch Vollmond.

Ein geschnitzter und beleuchteter Kürbis mit Wolfsgesicht.

Also dann gebt auf euch acht, heut Nacht!

Poison

P.S. Mehr gruselige Geschichten findet ihr auch hier: Halloween Wanderkürbis.

Märchensommer 2020 Zusammenfassung

Das Märchensommer Banner zeigt eine Scherenschnitt-Fee, die Glitzer auf den verschnörkelten Schriftzug "Märchensommer" über einem aufgeschlagenen Buch streut. Alles vor einer grünen Wiese neben einem Baum und Sonnenstrahlen im Hintergrund.

Was lange währt wird endlich gut? Zwei Monate ist der Märchensommer bereits vorüber und ich habe es endlich geschafft, die Zusammenfassung für alle Rätsel und Beiträge des Märchensommers fertigzustellen.

Schaut rein, wenn ihr wissen wollt, welche Lösung sich tatsächlich hinter den Rätseln versteckte, die ihr nicht lösen konntet:

Und vor allem ist es mir gelungen das #CroMär zu überarbeiten.

Die Ursprungsfassung von 2018 könnt ihr noch immer hier auf dem Blog lesen. Die neue, überarbeitete Fassung inklusive der Weitererzählung aus der diesjährigen Märchenrallye gibt es hier:

Der nächste Schritt ist nun ein Lektorat und dann könnt ihr vielleicht auf Messen für einen kleinen Obolus die Geschichte als Büchlein erwerben. Wobei es bei fast zwanzigtausend Wörtern vielleicht doch nicht mehr sooo dünn sein wird.

Also dann: Viel Spaß beim Nachlesen und Nachstöbern!

Anne/Poisonpainter

Wenn die Gedanken Achterbahn fahren

Vor Jahren nahm ich mir vor jeden Monat einen Beitrag für den Blog zu verfassen und nun sitze ich hier, Ende August, und weiß immer noch nicht worüber ich schreiben soll.

Eigentlich wollte ich euch schon längst die Zusammenfassung mit allen Rätsellösungen des Märchensommers geben und auch die Gesamtfassung des #CroMär. Die Überarbeitung dauert allerdings länger als erwartet und bis morgen schaffe ich es definitiv nicht mehr.

Dann hatte ich überlegt euch an den Gedanken und Erlebnissen aus den Streams, an denen ich in den vergangenen Monaten teilgenommen habe, teilhaben zu lassen. Und glaubt mir, da ist einiges zusammengekommen. Ich war ja nicht nur mit Elenor Avelle und Zefiiel Feather als Die Drei Lesezeichen live, sondern auch mit Carolyn Gmyrek in einem Stream über den Märchensommer und Adaptionen und seit kurzem mit Elenor im wöchentlichen Schreibstream. Aber auch die Worte wollen sich nicht richtig formulieren lassen.

Dazu kamen noch all die Gedanken zur aktuellen Weltsituation, die von Tag zu Tag merkwürdiger und grauseliger wird. Wie war das noch mit diesem schlecht geplotteten Kapitel der Menschheitsgeschichte? Dem verlorenen Jahr? Es ist doch echt der Wurm drin, vermutlich mittlerweile eher ein Lindwurm oder gar die Midgardschlange …

Ich könnte auch ein bisschen zu Online Messen und Veranstaltungen erzählen, an denen ich teilgenommen habe, aber eigentlich würde ich das alles viel lieber live haben. Wieder reisen, wieder Leute treffen, die ich schon Monate lang nicht gesehen hab … ich bin urlaubsreif und hab doch ein zu mulmiges Gefühl überhaupt raus zu gehen, geschweige denn irgendwo anders hinzufahren … Wenn ich mal ins Büro muss, nehm ich ja nicht mal den Bus …

Letzteres ist übrigens auch einer der Gründe, warum ich zur Zeit so gut wie nicht lesen kann. Hin und wieder bekomme ich mich mit Comics ausgetrickst oder schaffe doch mal ein Kapitel, aber es ist schleppend und frustrierend. Immerhin klappt das Schreiben einigermaßen, auch wenn die Energie eher für Projekte reicht, die die meisten als sinnlos bezeichnen würden. Na ja, immerhin bleib ich in der Übung und durch den Schreibstream und die Waschbärensammlung komme ich auch mit den wichtigeren Projekten voran.

Es ist mühsam, es ist ermüdend und anstrengend und ich sehne mich nach der Normalität, die wir noch Anfang des Jahres hatten – abgesehen davon, dass wir in einigen Bereichen gute Schritte vorwärts gemacht haben, die gerne beibehalten werden dürfen. Die Rückwärtsschritte können dahingehend genauso wieder verschwinden, wie sie vermehrt wieder auftreten – und damit hab ich doch ein paar Gedanken dazu hier gelassen.

Kurz gesagt: Momentan ist einfach alles seltsam.

So, und damit ihr noch was von dem Geschwurbel habt, gibt es hier noch eine Clue-Geschichte, die ich vor ein paar Jahren geschrieben habe, in der die Protagonistin ein ähnliches Problem hat: Das Durcheinander der Gedanken.

Passt auf euch auf

Anne

Märchensommer 2020 – Auswertung

Das Märchensommer Banner zeigt eine Scherenschnitt-Fee, die Glitzer auf den verschnörkelten Schriftzug "Märchensommer" über einem aufgeschlagenen Buch streut. Alles vor einer grünen Wiese neben einem Baum und Sonnenstrahlen im Hintergrund.

Keine Ahnung wo die Zeit schon wieder geblieben ist, aber auch in dieser Märchensommer ist schon wieder seit ein paar Tagen vorbei …

Der Sommer war anders, abgespeckter und erneut weniger Teilnehmer:innen als im Vorjahr. Allerdings hoffe ich, dass dass eher an unseren momentanen Lebensumständen, als am verringertem Inhalt lag. Dennoch wollte ich euch und mir einen kleinen Lichtblick in dieser seltsamen Zeit liefern, was mir, denke ich, gelungen ist, wenn ich mir das bisherige Feedback anschaue.

Allerdings muss ich auch zugeben, dass die Rätsel dieses Jahr besonders schwer waren, denn es hat nur eine Person geschafft, alle zu lösen: Tanja von Buchgarten! Einige andere von euch haben teilweise etwas zu kompliziert gedacht. An dieser Stelle sei nochmal gesagt: Ich nutze keine Märchen, die die Allgemeinheit eher weniger kennt.

Neben all jenen, die am Märchensommer teilgenommen haben, gebührt vor allem großer Dank denjenigen, die Gastbeiträge: Anne Danck, Jan Laumeier, Christina Löw, Jule Reichert, Sabrina Siebert und Bilderrätsel: Elenor Avelle, Susanne Eisele oder Rallye-Stationen beigesteuert haben. Danke!

Der eigentliche Grund für den Märchensommer ist ja das Lesen von Märchen und Märchenadaptionen. Ich selbst habe es geschafft, sage und schreibe, einen Comicband mit Afrikanischen Märchen zu lesen. Immerhin auch die ersten drei Kapitel von Wild Hunt Casino, nachdem ich Der Kater unterm Korallenbaum erstmal nicht mehr weiterlesen konnte (die behandelte Thematik ist gerade etwas zu nah an meinen momentanen Sorgen). Von den Rezensionen, in denen ich verlinkt wurde, hattet ihr mehr Erfolg, dass freut mich!

Ich hoffe ihr habt ein bisschen was aus diesem Sommer mitgenommen, ein paar neue Bücher entdeckt und hattet Spaß auf eurer Reise durch den Märchenwald!

Wie geht es weiter?

Zu 80-90% wird es auch nächstes Jahr einen Märchensommer geben (Fünfjähriges!11^). Wie dieser aussehen oder wann er stattfinden wird, kann ich euch noch nicht sagen. Erstmal müssen wir dieses verlorene Jahr überstehen.

Sagt mir gerne, welche Aktion(en) euch am besten gefallen hat/haben oder was ihr diesen Sommer vermisst habt!

Wer weiterhin märchenhaft unterwegs sein möchte, kann samstags 19 Uhr auf Twitch die Streams von Carolin Gmyrek schauen, in denen sie mit Gästen verschiedenste Themen analysiert. Bisher ging es zum Beispiel über den Wolf und Kindsmord im Märchen. Diesen Samstag werde ich dort mit ihr über den Märchensommer und Märchenadaptionen plaudern und würde mich freuen ein paar von euch im Chat mit Fragen und Ergänzungen zu sehen!

Ansonsten behaltet natürlich die Märchenspinnerei im Auge, wo auch weiterhin viele interessante Adaptionen das Licht der Welt erblicken werden.

Aber nun zu den wirklich wichtigen Dingen:

Die Verteilung der Preise

Wie angekündigt, wird es dieses Jahr nur digitale Preise geben. Die Zusammenfassung des Sommers und des in der Märchenrallye weitergeführten #CroMärs werde ich euch noch einen Moment schuldig bleiben, reiche ich aber definitiv nach.

An dieser Stelle einen großen Dank an die MärchenspinnerinnenJenny Völker, Fabienne Siegmund, den Machandel Verlag und die Textgemeinschaft für die großartigen E-Book Preise!

Kleiner Hauptpreis

Qualifiziert für eines dieser fünf E-Books:

  • 1x „Im Bann der vewunschenen Zeit“ von Jenny Völker
  • 1x „Saving Rapunzel“ von Rabea Blue
  • 1x „Das erste Lied“ von Susanne Eisele
  • 1x „Träume voller Schatten“ von Christina Löw
  • 1x „Das Nebelmädchen von Mirrors End“ von Fabienne Siegmund

haben sich …

Melanie Kurt, Nicole Knappstein, Christina Löw und Lydia Heymach!

Gratulation!

Hauptpreis

Noch mehr Punkte gesammelt und damit für diese Auswahl:

  • Ein Buch nach Wunsch – von mir zu euch bestellt – oder ein gleichwertiger Amazon Gutschein (Wert 12 €)
  • oder eines der folgenden vierzehn E-Books:
    • 5x Anthologie „Frühlingserwachen im Märchenland“ der Textgemeinschaft
    • 5x Anthologie „Die koboldhafte Welt der Waldwesen“ der Textgemeinschaft
    • 3x Sammelband „Versprechen der Magie“ („Ein Funke Magie/Nur ein Kind“) – Elena Münscher/Mira Lindorm
    • 1x „Der Kater unterm Korallenbaum oder: Wünschen will gelernt sein“ + Vorgeschichte: „Maneki Neko“ von Christina Löw

berechtigt sind ….

*Trommelwirbel*

Anne Danck, Svenja Krause und Tanja Schmitz!

Alle drei haben die Maximalpunktzahl (69 Märchenpunkte) – wie auch schon in den Vorjahren – überschritten, Tanja sogar mit satten zwanzig Punkten!

Gratulation!

Formular

Schickt bitte eure entsprechenden Wünsche bis 29.7. über das Formular unten an mich. Wer bis dahin nichts eingereicht hat, kann leider keinen Preis bekommen.

Vielen Dank und bis demnächst!

Anne/Poisonpainter

The Weekend Guess #133

Eine Gedankenblase mit dem Schriftzug "The Weekend Guess" auf blauem Grund und in einem braunen Rahmen

Was ist der Weekend Guess?

Ein von mir formuliertes Rätsel, das Wortwitze und Wortspiele über die Antwort selbst enthalten könnte, wird hier zum Lösen für meine Leser:innen eingestellt.

Worum geht es bei den Fragen?

Diese sieben speziellen Fragen drehen sich um Märchen, schließlich ist Märchensommer. 😉

Was ist deine Aufgabe dabei und was bringt das für dich?

Du kannst versuchen das Rätsel zu lösen und damit fünf Punkte für die gesammte Märchensommer Challenge sammeln!

Lasst uns einen Blick auf das siebte Märchenrätsel werfen:

Magieeinbußung durch Haarverlust

Welches Märchen suche ich?

Hinweis: Die Beschreibung bezieht sich nicht auf die Protagonisten!

Das Märchensommer Banner zeigt eine Scherenschnitt-Fee, die Glitzer auf den verschnörkelten Schriftzug "Märchensommer" über einem aufgeschlagenen Buch streut. Alles vor einer grünen Wiese neben einem Baum und Sonnenstrahlen im Hintergrund.

Wenn ihr die Antwort kennt, benutzt NICHT die Kommentare, sondern sendet eure Antwort über das Formular!

Anne/PoiSonPaiNter

Schreiberlinge im Interview: Fabienne Siegmund

Das Märchensommer Banner zeigt eine Scherenschnitt-Fee, die Glitzer auf den verschnörkelten Schriftzug "Märchensommer" über einem aufgeschlagenen Buch streut. Alles vor einer grünen Wiese neben einem Baum und Sonnenstrahlen im Hintergrund.

Schon sind wir auch beim letzten Interview in diesem Märchensommer angelangt.

Fabienne Siegmund

Ein paar Daten zu dir:

Fabienne Siegmund, geboren 1980, lebt in der Nähe von Köln. Ihre Liebe zum Märchen begleitet sie schon seit Kindertagen und so kam es beinahe wie von selbst, dass in den meisten ihrer Bücher und geschriebenen Welten immer wieder märchenhafte Elemente zu finden sind, wenn sie Märchen nicht gleich ein neues Kleid verpasst. So finden sich in den Büchern „Sommerkuss“ und „Winterträne“ Märchenfiguren im heutigen New York wieder und in „Das Nebelmädchen von Mirrors End“ muss eine junge Frau einen gefährlichen Weg auf sich nehmen, um einen Fluch zu brechen, der die ganze Welt zu verschlingen droht.

Vorneweg ein paar Fragen zu deinem Märchen:

1. Welches Element deiner Märchen war am Schwierigsten umzusetzen?

Puh, gar nicht so leicht zu beantworten. Die Elemente kommen meistens wie von selbst, aber sie schlüssig miteinander zu verbinden, ohne dabei zu sehr in Klischees abzudriften, empfinde ich immer als Herausforderung.

2. Was hat dich bei der Arbeit am Märchen am meisten zur Verzweiflung gebracht?

Bislang gab es da noch nichts, aber ich merke, dass die Planung meines nächsten Buches mich aufgrund einer Vielzahl von märchenhaften Prüfungen vermutlich dicht an den Rand der Verzweiflung bringen wird.

3. Welche Fassung (Film, Erzählung, Adaption) der Märchen, außer deiner eigenen, magst du am liebsten?

Da ich selbst selten direkte Märchenadaptionen nehme, sondern eher Elemente aus Märchen nutze, muss ich eine Kurzgeschichte zur Rate ziehen, die ich als Adaption der Schneekönigin für Christian Handels Anthologie „Durch Eiswüsten und Flammenmeere“ geschrieben habe. In der Anthologie ist noch eine andere Variante der Geschichte der Schneekönigin, geschrieben von Nora Bendzko, die ich wahnsinnig liebe. Und ansonsten ist und bleibt meine allerliebste Variante dieses Märchens „Frostfeuer“ von Kai Meyer.

Wenn ich die Werke anderer nennen sollte, was Märchenadaptionen im Allgemeinen angeht, wären es im Buch: Julia Adrian, „Winters zerbrechlicher Fluch“ und „Saint Falls“ (diverse Autoren), als Film wäre es „Auf immer und ewig“

4. Ein Film-Mensch kommt auf dich zu und möchte deine Märchen umsetzen. Wen siehst du in den Hauptrollen?

Hui. Kommt auf das Märchen an. In dem Buch, dass ich gerade geschrieben habe: Emma Watson und Dominic Sherwood, Cate Blanchett, Helena Bonham Carter und Zoe Krawitz

5. Was wünscht du dir für die Zukunft der Märchen?

Was meine eigenen Geschichten angeht, natürlich, dass sie gelesen werden – denn dafür sind Geschichten da. Geschichten erwachen zum Leben durch die Augen Lesender. Und ich hoffe, dass die Märchen nie in Vergessenheit geraten, da sie unendlich wichtig sind. Vielleicht sind meine Geschichten ein kleiner Weg dorthin – zurück zu den Märchen. Denn die Welt braucht Märchen.

Schauen wir uns deine Märchenleidenschaft mal etwas genauer an…

6. Was ist deine schönste Erinnerung, wenn es um Märchen geht?

Meine Großeltern haben mir immer Märchen vorgelesen, als ich klein war. Ich sehe die Ausgabe der Grimms Märchen immer noch vor mir.

7. Was magst du lieber? Happy End oder Bad End?

Ich mag beides, es kommt immer darauf an, wie es zur Geschichte passt. Ein erzwungenes Happy End finde ich schrecklich.

8. Was stört/begeistert dich bei Märchen am meisten?

Dass es oft Klugheit, Güte und Freundlichkeit sind, die ans Ziel bringen. Was mich stört – vielleicht, dass die Bösewichte nur selten beleuchtet werden. Sie sind einfach böse. Aber zum Glück gibt es ja Adaptionen.

9. Was ist für dich typisch an einem Märchen?

Die Elemente. Magische Gegenstände. Sprechende Tiere. Prüfungen. Die Magie der Zahlen 3, 7, etc. – halt die ganz klassischen Sachen =)

Zum Schluss noch ein paar märchenhafte Fragen:

10. Du triffst auf ein sprechendes Tier, das dir weismachen will, dass es ein verzauberter Mensch ist. Was würdest du tun?

Mir erst seine Geschichte anhören. Und ihm dann vermutlich helfen, den Fluch zu brechen. (Es sei denn, ich komme zur Ansicht, dass dieser Mensch als Tier vielleicht besser dran ist. Weniger Schaden anrichten kann.)

11. Eine gute Fee will dir drei Wünsche erfüllen, was würdest du dir wünschen?

Weniger Ellbogengesellschaft. Gesundheit für meine Lieben und mich. Ein dritter Wunsch fällt mir gerade gar nicht ein.

12. Welchen Märchenweg würdest du wählen um jemanden aus dem Weg zu räumen?

Vielleicht würde ich diesen jemand in ein Tier verwandeln. Aber ich bin nicht sicher, ob ich dazu neige, jemandem aus dem Weg zu räumen.

13. Bonusfrage: Mit welcher Märchenfigur würdest du gerne tauschen?

Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Bei allen, die mir in den Sinn kommen, fallen mir sofort all die Dinge ein, die ich nicht erleben wollen würde …

Mehr zu Mika gibt es hier:

Facebook: Fabienne Siegmund
Instagram: @fabienne.s_autorin

Vielen Dank, Fabienne!

Anne/PoiSonPaiNter

Märchensommer Buchvorstellung #6

Willkommen in der siebten und letzten Woche des Märchensommers!

Das Märchensommer Banner zeigt eine Scherenschnitt-Fee, die Glitzer auf den verschnörkelten Schriftzug "Märchensommer" über einem aufgeschlagenen Buch streut. Alles vor einer grünen Wiese neben einem Baum und Sonnenstrahlen im Hintergrund.

Habt ihr schon alle Rätsel gelöst und die Rallye durchschritten? Nein, dann wird es aber Zeit! Noch bis zum 19.7. könnt ihr eure Lösungen einreichen. Alle Links findet ihr auf der oben verlinkten Übersichtsseite.

Könnt ihr es glauben? Der Märchensommer ist schon wieder fast vorbei … selbst wenn man nicht Reisen kann, vergeht die Zeit einfach wie im Flug …

Heute möchte ich euch ein paar weitere Bücher vorstellen, auf die ich beim BücherHamstern gestoßen bin.

Cover Tatort Märchenwald
Cover Psycho im Märchenwald

Diesmal sind es keine Adaptionen sondern Sachbücher, die ich bei Edition Roter Drache entdeckt habe.

Wie die meisten von uns wissen, waren Märchen nicht immer harmlos (s.a. Das wahre Ende von Märchen) und auch in den herabgeschwächten Versionen von heute werden noch einige Straftaten begangen. Tatort Märchenwald von Rona Walter und Kristina Lohfeldt beschäftigt sich mit eben jenen. Alltbekannte Märchen werden mit Fokus auf ihre kriminalistischen Hintergründe in ein neues Licht gerückt.

Psycho im Märchenwald von Alexa Waschkau und Sebastian Bartoschek hingegen, befasst sich mit der psychologischen Analyse der kulturhistorischen Wurzeln des Materials.

Beides klang für mich sehr spannend, auch wenn ich noch nicht reingelesen habe.

Ein weiteres Sachbuch, dass aber noch kein Cover und keinen Erscheinungstermin (mehr) hat, ist zu „Behinderungen im Märchen“ von Tanja Kollodzieyski (auf Twitter als @rollifraeulein unterwegs). Es wird im Frohmann Verlag erscheinen und steht schon jetzt auf meiner zu-kaufen-Liste.

Habt ihr euch schon mal mit diesen Aspekten von Märchen beschäftigt?

Anne/Poisonpainter

The Weekend Guess #132

Eine Gedankenblase mit dem Schriftzug "The Weekend Guess" auf blauem Grund und in einem braunen Rahmen

Was ist der Weekend Guess?

Ein von mir formuliertes Rätsel, das Wortwitze und Wortspiele über die Antwort selbst enthalten könnte, wird hier zum Lösen für meine Leser:innen eingestellt.

Worum geht es bei den Fragen?

Diese sieben speziellen Fragen drehen sich um Märchen, schließlich ist Märchensommer. 😉

Was ist deine Aufgabe dabei und was bringt das für dich?

Du kannst versuchen das Rätsel zu lösen und damit fünf Punkte für die gesammte Märchensommer Challenge sammeln!

Lasst uns einen Blick auf das sechste Märchenrätsel werfen:

Gehirnerschütterung nach Missachtung vorheriger Abmachungen

Welches Märchen suche ich?

Das Märchensommer Banner zeigt eine Scherenschnitt-Fee, die Glitzer auf den verschnörkelten Schriftzug "Märchensommer" über einem aufgeschlagenen Buch streut. Alles vor einer grünen Wiese neben einem Baum und Sonnenstrahlen im Hintergrund.

Wenn ihr die Antwort kennt, benutzt NICHT die Kommentare, sondern sendet eure Antwort über das Formular!

Anne/PoiSonPaiNter