Category Archives: Story

Türchen #22

Heute gibt es einen weiteren Ausblick auf das nächste Kapitel des

Neubrandenwolf

Auch diesen Schnipsel habe ich extra abgetippt und übersetzt. Es ist ein ruhigerer und emotionalerer Auszug als der vorherige.

Aber nun zum neunzehnten Schnipsel

Amir unterbrach ihren Spaziergang neben einem Beet, das mit den herrlichsten Lilien gefüllt war. Nachdem er sich auf den Weg gekniet hatte, streckte er seine Hand aus, um die Blütenblätter einer von ihnen sanft zu berühren. „Sie waren Favorit von mein Frau“, sagte er leise zu den anderen, wobei sich seinen Augen mit Tränen füllten. Er schlug seine Hand in die Erde vor sich und senkte den Kopf. „Wie kann ich glücklich sein, wenn sie weg? Wenn was mich Monster gemacht sie wegnehmte?“ Seine Hände krallten sich in die Erde, als die Tränen über seine Wangen liefen.
Ohne zu zögern kniete sich Thomas neben ihn und zog seinen Freund in eine feste Umarmung.
„Es nicht fair! Ich auch tot sein!“, weinte Amir in seinen Armen.
„Nein! Nein! Das darfst du nicht denken!“, tadelte ihn Thomas und schob ihn von sich, damit er ihn ansehen konnte. „Denke niemals, dass du es verdienst zu sterben!“
„Aber ich Monster!“ Amir bestand darauf und lenkte seinen Blick auf die Blumen.
Rasha kniete neben ihnen nieder und legte sanft eine Hand auf Amirs Schulter. „Weißt du, was ich denke?“ Widerwillig sah er sie an und sie fuhr fort: „Ich denke, sie wäre stolz auf mich. Du hast so viel durchgemacht, so viel gelitten und schau, wo du jetzt bist, was du erreicht hast! Du hast es geschafft, hierher zu kommen! Du hast eine völlig neue Sprache gelernt! Du hast einen Arbeitsplatz gefunden! Du hast Freunde gefunden, die dich unterstützen. Und vor allem: Du hast gelernt, etwas zu kontrollieren, das viele vor dir in den Wahnsinn getrieben hat! Du bist sanft und fürsorglich. Amir, du bist ein guter Mann, kein Monster.“

Hinter den Kulissen

Ich mag Lilien, sie sehen einfach irgendwie cool aus. Schon in Michaels Geschichte spielen sie eine große Rolle, heißt doch seine Gefährtin Lilly. Das Amirs Frau auch diese Blumen als ihre Favoriten bekam, war also gar nicht so weit hergeholt. Vielleicht bin ich aber auch einfach einfallslos was Grünz- äh Blumen angeht. 😀

Anne

Türchen #21

Ein weiter Blick auf

Der Wunsch der Königin

führt uns zu einer kleinen, aber doch bedeutungsschweren Unterhaltung zwischen der Heilerin Mara und der Bediensteten Lihsa.

Der achtzehnte Schnipsel:

„Kannst du mir den Trank geben, den Emry immer für uns braut, wenn wir…“, bat sie zögerlich und doch hörte Mara Bestimmtheit heraus. Sie holte den Behälter aus einem Schrank und stellte ihn auf einen der Behandlungstische. Lihsa öffnete ihn sogleich und schüttete den Inhalt in einen Becher, den sie mitgebracht hatte.
„Halt, das ist viel zu viel!“ Mara griff nach dem Behälter und zwang Lihsa dazu aufzuhören. „Was ist geschehen?“, fragte sie vorsichtig, schlimmes ahnend.
Lihsa schüttelte nur den Kopf und presste die Lippen aufeinander; ihre Hand umklammerte noch immer den Behälter. „Hat es Nebenwirkungen, wenn ich zu viel nehme?“, fragte sie stattdessen.
„Du wirst dich schlecht fühlen und vielleicht sogar Schmerzen haben oder Durchfall bekommen“, erklärte Mara und löste vorsichtig Lihsas Hand. Diese ließ es geschehen und setzte sich langsam auf die danebenstehende Liege. Mara nutzte die Gelegenheit und schüttete einen Teil der Kräutermischung zurück in den Behälter. Anschließend brachte sie ihn wieder weg und setzte Wasser auf.
„Willst du darüber reden?“, versuchte Mara es erneut nachdem sie den Trank aufgebrüht hatte, aber Lihsa schüttelte nur den Kopf und nahm den heißen Becher entgegen.
Mara setzte sich zu ihr und legte einen Arm um ihre Schulter, um sie wenigstens ein bisschen zu trösten. Sie konnte sich vorstellen was passiert war. Seit Emry sie erneut abgewiesen hatte, hatte sie gelegentlich versucht in den Armen einer der Krieger oder Dienstboten Trost zu finden. Und einer von ihnen hatte sie nun verletzt.

Hinter den Kulissen

Es gibt zwei Dinge, die hier interessant sind: Der Trank und öhm Emry.
Den Trank habe ich als alternatives Verhütungsmittel eingeführt, da es solche tatsächlich früher mal gegeben hat, bevor die Pille, etc. erfunden wurden.

Und Emry … nun ja … er lenkt sich gerne ab … nennen wir es mal so … ?

Anne

Türchen #20

Read in English

Der heutige Schnipsel ist etwas ganz Besonderes. Er stammt nämlich von einer Geschichte, die im Universum der

Demon Hunters

spielt. Einem Universum, das von Dead Gentlemen Productions erschaffen wurde und nun unter einer speziellen Lizenz als offen deklariert wurde. Durch den Kickstarter zu Demon Hunters S.O.L. habe ich die Chance bekommen, mit DGP zusammen an einer Geschichte in diesem Universum zu arbeiten. Allerdings, habe ich noch nicht geschafft, meine Idee vollständig abzutippen und ihnen vorzustellen. Da sie allerdings mit Filmen, etc. beschäftigt waren, denke ich, ist das nicht allzu schlimm. Trotzdem hier mal ein kleiner Einblick in die Idee

als fünfzehnten Schnipsel

„Ich kann das nicht“, schrie der Mann und brach zusammen, sein Schild fiel klappernd zu Boden.
Der Dämon schoss weiterhin Dornen aus seinen Armen und Nina trat mit ihrem eigenen Schild vor ihren Kollegen. „Bist du verrückt? Was ist los mit dir?“, rügte sie ihn.
„Ich kann das nicht…“, wiederholte er, schwankte hin und her, seine Arme über dem Kopf verschränkt.
Der Dämon hörte auf, seine Stacheln zu werfen. Für einen Moment verstummte das Schlachtfeld. Nina versuchte, die Situation einzuschätzen, als ein ausgelassenes Lachen ihre Aufmerksamkeit wieder auf den Dämon lenkte. Er streckte seine Arme aus und begann, sich in einem schnellen Wirbel um sich selbst zu drehen. Während zwischen den Jägern bedeutungslose Worte gewechselt wurden, schrie die Frau, die mit ihrem eigenen Schild neben ihnen stand, und bäumte sich auf. Ein dicker Dorn steckte in ihrem Rücken und Blut floss nur so aus der Wunde.
„Stella!“, hörte sich Nina schreien, als sie zu ihrer Freundin eilte. Sie erwischte sie gerade noch rechtzeitig, bevor sie auf den Boden fiel.
Das Lachen des Dämons schallte in ihren Ohren. „Danke für die Unterhaltung, aber ich muss wirklich los.“
Sie ignorierte es, ihr Blick fixierte Stella, deren Augen bereits erblindet waren.
„Es tut mir so leid….“
Nina schreckte aus der Erinnerung auf, Schweiß und Tränen liefen über ihr Gesicht.

Hinter den Kulissen

Da ich ja so unglaublich gut mit Namen bin, heißt die Protagonistin momentan „Nina“. Es passte irgendwie, aber eventuell muss ich es nochmal anpassen, damit ich mich nicht selbst mit der Neubrandenwolf-Nina verwirre …

Anne
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Lies auf Deutsch

Today’s snippet is something very special. After all, it is part of a story that is told in the universe of the

Demon Hunters

A universe created by Dead Gentlemen Productions and now declared open under a special license. With the Kickstarter for Demon Hunters S.O.L. I got the chance to work with DGP on a story in this universe. However, I haven’t yet managed to completely type my idea and present it to them. But since they were busy filming, etc., I think it’s not too bad. Nevertheless, here is a little glimpse into the idea

as fifteenth snippet

„I can’t do this“, the man screamed and slumped down, his shield clattering to the ground.
The demon continued shooting spikes out of its arms and Nina stepped before her colleague using her own shield. „Are you nuts? What’s wrong with you?“ she berated him.
„I can’t do this …“, he repeated, swaying back and forth, his hands covering his head.
The demon stopped throwing its spikes. For a moment, the battlefield fell silent. Nina tried to assess the situation, when a boisterous laugh made her focus on the demon again. Stretching out its arms, it started to turn around itself in a fast swirl. While meaningless words were exchanged between the hunters, the woman standing with her own shield beside them shrieked and reared up. A thick thorn stuck in her back and blood all but poured from the wound.
„Stella!“ Nina heard herself scream as she rushed over to her friend. She caught her just in time before she hit the ground.
The demons laughter rang in her ears. „Thanks for the entertainment, but I really need to be on my way.“
She ignored it, her gaze fixed on Stella, whose eyes had already gone blind.
„I’m so sorry …“
Sitting upright Nina woke from the memory, sweat and tears running down her face.

Behind the Scenes

Since I am so incredibly good with names, the protagonist is currently called „Nina“. It fitted somehow, but I may have to change it again so that I don’t confuse myself with the Neubrandenwolf-Nina …

Anne

Türchen #19

Auch heute gibt es wieder eine Szene aus DarkFairys und meinem Projekt

Warlords

Diese Szene stammt ebenfalls aus dem zweiten Band. Etwas später als die erste Szene und mit einem unserer Lieblingscharaktere.

Kurz vorher gibt es auch eine Zeile, die es so vermutlich nicht in die Endfassung schaffen wird, aber uns momentan, also zumindest mich, immer wieder zum Schmunzeln bringt: Wenn die Wellen sanft den Leichnam umspielen …

Sorry …

Kommen wir zum siebzehnten Schnipsel:

„Hey… wenn du weiter so gräbst landest du in meinem Schlafzimmer und da haben kleine Mönche wahrlich nichts verloren!“, ertönte eine Stimme vom Rand des Grabes her. Coelestin musste nicht aufsehen um zu wissen, wer dort saß.
„Was willst du?“, fragte Coelestin gereizt. „Aber, aber wer wird denn gleich so aufbrausend?“, scherzte Luzifer und schob sich seinen Hut etwas aus dem Gesicht. Er stand nun in voller Pracht und Größe direkt vor Coelestin im Grab, mit einem Fuß auf dessen Schaufel gestützt. Gedankenverloren blickte er über ihn hinweg in den Himmel, während der Wind die Feder an seinem Hut umspielte, sich aber sonst weiter kein Haar oder Stoff an seinem Körper bewegte. „Sag, Coelestin, ist das Meer nicht eine wundervolle Schöpfung des Herren?“, fragte er nach einer Pause. „Die Freiheit und die Unendlichkeit, die sich in seinen sanft wogenden Wellen widerspiegelt. Eine wahre Wonne, die man sich bis in alle Ewigkeit ansehen könnte.“ Wissentlich zitierte er den Verstorbenen, ein hämisches Grinsen auf den Lippen.
„Nimm den Fuß da weg. Ich habe zu tun!“, fauchte Coelestin und sah dem Höllenfürsten hasserfüllt ins Gesicht.
„Wut steht dir gut, kleiner Mönch.“, erwiderte dieser nur und nahm Coelestins Kinn zwischen Zeigefinger und Daumen, damit dieser sich seinem Blick nicht entziehen konnte. Sein Grinsen wurde nur noch breiter, als er den Zorn in des jungen Mannes Augen noch besser sehen konnte. Coelestin hätte den Höllenfürsten am liebsten angebrüllt. Ihm ins Gesicht gespuckt und ihm alles vorgeworfen, was bis jetzt passiert war. Mit einem Ruck riss er seinen Kopf aus der Hand des Satans. „Ja ich bin wütend! Auf dich, weil du mich nicht arbeiten lässt!“, sagte er, wohlwissend dass es eigentlich nicht stimmte.
„Coelestin…Coelestin…“, wisperte Luzifer in dessen Ohr. Er stand nun hinter ihm, seine Hände auf Coelestins Schultern und zu ihm hinab gebeugt.
Coelestin riss sich los und wirbelte herum. Er schlug mit seiner freien Hand nach dem Höllenfürsten.
„Aber nicht doch…“, meinte dieser nur als er elegant auswich und wieder auf der anderen Seite auftauchte. „So wirst du mich niemals treffen. Du bist geblendet vom Zorn, mein Freund.“, erklärte er finster und schob sich den Hut mit einer Hand etwas tiefer ins Gesicht um den Ausdruck seiner Augen zu verbergen.

Hinter den Kulissen

Ach, ich mag Luzi, wir beide mögen Luzi … es macht einfach sooo viel Spaß ihn zu schreiben …

Ihn würde ich ganz dreist auch zu den guten Bösewichten zählen … 😀

Heute erschien außerdem mein Gastbeitrag im Nornennetz zum Thema „Märchen als Weihnachtstradition“: Da bleib ich doch lieber bei Märchen!

Anne

Türchen #18

Einen letzten, sehr kurzen Ausschnitt gibt es heute aus

The Unnamed One

Auch dieser Versuch stammt laut Dateidatum aus 2008, doch zeitlich findet er wesentlich später statt. So circa 40-50 Jahre nach der Szene mit Josh, wenn ich mich grade nicht verrechnet habe.

Dies hier ist tatsächlich etwas, dass ich als Schluss ansehen würde, ob er das auch tatsächlich wird, kann ich noch nicht sagen.

Aber nun zum fünfzehnten Schnipsel:

„Das ist nun einmal unser Schicksal Kittie, wir leben so lange bis wir im Kampf sterben, eine silberne Kugel unser Herz durchstößt oder wir so alt und gebrechlich sind, dass wir einfach aufgeben. Jeder der sich mit einem nahezu unsterblichen Wesen einlässt sollte eines Wissen: Wir Leben ewig, sie begleiten uns nur für einen Bruchteil dieser Zeit auf unserem Weg.“

Hinter den Kulissen

Vor zwei Jahren mittlerweile, glaube ich, habe ich einen Plan angelegt, wie ich die verschiedenen Erzählstränge am besten verknüpfen könnte. Sämtliche Dateien, die ich habe, liegen noch in Pt. 1 und Pt. 2 Ordnern, jener Plan sieht allerdings vor, dass es mindestens sechs Bände werden …

Mal schauen, wann ich endlich dazu komme, bzw. mich endlich traue, die Geschichte vollständig zu erzählen.

Anne

Türchen #17

Ich hatte letzte Woche gar nicht verraten, dass heute ein weiterer Schnipsel aus dem

Eishörnchen

kommt, überhaupt gar nicht! 😀

Noch einmal gibt es eine Szene zu Magnus und Carlos, hier gemeinsam mit Nicholas‘ Schwester Nicole – und ja, die haben alle sehr ähnliche Namen. Das ist Absicht und eine endlos bescheuerte Familientradition. Wissen die selbst. 😀

Kommen wir zum vierzehnten Schnipsel:

Mitten in der Nacht riss ein schriller Ton Magnus aus dem Schlaf. Müde entwirrte er sich aus der Decke und angelte nach seinem Pieper, den er immer auf dem Beistelltisch liegen hatte. Mit noch halb geschlossenen Augen versuchte er die Worte zu entziffern. Als ihm das endlich gelang entfuhr ihm ein “Fy faen i helvete!” und er fiel regelrecht aus dem Bett. Schnell griff er sich alles notwendige, warf seine Jacke über und ließ die Wohnungstür mit einem Knallen ins Schloss fallen.

Nicole schreckte auf und sah sich verwirrt in der fremden Wohnung um. Als sie nichts erkannte, was das Geräusch verursacht hatte, stand sie auf und ging Richtung Schlafzimmer, dessen Tür noch weit offen stand.
Vorsichtig warf sie einen Blick hinein und sah Carlos, der sich ebenfalls verwirrt die Augen rieb, in dem riesigen Bett liegen.

“Das ging aber schnell, mit Euch beiden”, merkte sie leise lachend an und Carlos setzte sich mit einem Ruck auf.

“Was? Nein, ich … wir … es ist nicht das, wonach es aussieht”, stammelte er.

“Das sagen sie alle…”, lachte Nicole und ging einen Schritt weiter in den Raum hinein.
Auf dem Nachttisch entdeckte sie ein Uhr zu der sie sich hinunterbeugte. Vier Uhr morgens. Da hatten sie ja noch etwas Zeit.

“Nein, echt jetzt!”, beharrte Carlos.

“Ja, schon gut, rutsch rüber und lass mich mit unter die Decke”, forderte sie dann. Carlos folgte ihrer Aufforderung, schnappte sich das Kissen von Magnus und ließ Nicole mit unter die Decke.

“Kuschelig hattest du es jedenfalls”, meinte diese und ließ sich von Carlos in den Arm nehmen, bevor beide erneut einschliefen.

Ein paar Stunden später wachte Nicole zu ihrer üblichen Zeit auf. Sie hatte sich mittlerweile von Carlos weggedreht und klopfte ihm nun mit dem Arm auf die Brust, um ihn zu wecken. Leise grummelnd schlug Carlos die Augen auf. “Was denn?”, fragte er noch halb schlafend. “Aufstehen”, rief sie ihm zu und schälte sich aus dem Bett und ging erstmal ins Bad.

Carlos tappste durch den Flur in die Küche. Prompt blieb er mit der Socke in einer klebrigen Pfütze hängen. Dann sah er die Überreste ihrer nächtlichen Putzaktion. Da Nicole noch immer im Bad war, schnappte er sich Putzeimer und Lappen und beseitigte die Schweinerei. Gerade als er die Sachen wieder wegräumte, kam seine Freundin durch den Flur. Sie musterte Carlos nur kurz, sagte aber nichts. Erneut streifte sein Blick die ominöse Theo-Kiste und er grinste bei der Erinnerung an den vorangegangen Abend.
“Was gibt es denn so tolles in diesem Kabuff?”

“Nichts, alles okay”, antworte Carlos schnell. “Können wir los? Ich würde mich noch gerne wenigstens umziehen …”

Nicole schnüffelte demonstrativ.

“Duschen könnte auch nicht schaden”, erklärte sie, lachte leise und öffnete das Portal direkt in der Wohnung, was sie bei ihrer Anreise nicht hatten tun können, da die Koordinaten nicht genau genug gewesen waren.

“Frechdachs … “

Auf der anderen Seite liefen sie direkt Nicholas in die Arme, der auf dem Weg Richtung Fabrik war. Dieser sah fragend zwischen ihnen hin und her.

“Nettes Shirt”, kommentierte er und ging dann weiter.

Carlos blickte an sich herab und ihm wurde schlagartig bewusst, was Nicholas von ihm denken musste. Verdammt. “Wa-”
“Lass gut sein”, hielt Nicole ihn ab und klopfte Carlos auf die Schulter. “Wir sehen uns später, Flattermann.”

“Aber ich …”, setzte Carlos an, doch Nicole war schon davongegangen. Seufzend machte er sich auf den Weg zu seiner Wohnung. Duschen war wirklich dringend angesagt.

Hinter den Kulissen

Zum Verständnis: Magnus hatte Carlos eines seiner T-Shirts geliehen, nachdem die beiden sich mit verschüttetem Bier eingesaut hatten …
Ein Gothic Shirt mit einem Raben drauf. Alle, die die beiden kennen, wissen, dass das definitiv nicht Carlos‘ Shirt ist …

Hihi …

Anne

Türchen #15

Auch wenn ich Michaels Geschichte noch nicht fertig geschrieben habe, kam mir vor einer Weile die Idee zu einem

The Unnamed One – Spin Off

Sie spielt in der gleichen Welt und ist einer meiner ersten Versuche im Genre Crime Fantasy. Ich bin gespannt, was ihr davon haltet.

Viel Spaß mit dem dreizehnten Schnipsel

Langsam kam Rebecca wieder zu sich. Das erste, dass sie warnahm, war der muffige Geruch, der sie umgab. Das zweite, die Fesseln, die ihre Hände hinter ihrem Rücken an den Stuhl banden auf dem sie saß. Vorsichtig öffnete sie die Augen. Kein anderer als <Drug Boss> persönlich stand direkt vor ihr und zog ihre Ausweise aus der Dienstmarkenhülle.
„Ich weiß nicht, was ich hiervon halten soll, Frau Kommissar. Sie haben einen Ausweis, der sie als Anfang dreißig und dann diesen hier, der behauptet Sie sind in den Fünfzigern geboren …“, kommentierte er, nachdem er merkte, dass sie wach war. Sorglos warf er die beiden Dokumente auf den Boden. „Wir werden sehen, was wahr ist …“ Auf den Wink seiner Finger hin, traten zwei bullige Männer auf Mitch zu, der auf einem Stuhl neben ihr gefesselt war und sich verwirrt umblickte. Ein weiterer ließ Schläge auf ihn einprasseln. Amüsiert schaute <Drug Boss> dem Schauspiel zu. Unbemerkt fuhr Rebecca ihre Krallen aus, nutzte sie, um sich aus dem einfachen Seil zu befreien.

Hinter den Kulissen

Voraussichtlich wird auch diese Geschichte mehrere Bände umfassen. Wie viele kann ich noch nicht sagen, so sehr habe ich mich an das Plotbunny noch nicht rangetraut, aber drei Fallideen habe ich bereits.

Im letzten Fall wird Michael einen Gastauftritt haben, das steht fest. 😀

Anne

Türchen #14

Ein vorletztes Mal begeben wir uns in die Welt von

Der Wunsch der Königin

Diese Szene spielt weit in der Zukunft. Hofzauberer Emry aus dem Greifen-Schnipsel hat mittlerweile eine kleine Tochter, der er hin und wieder etwas Unsinn beibringt.

Doch erstmal zum zwölften Schnipsel:

Durch seine Arbeit als Hofzauberer bekam er sie nur selten zu Gesicht und nutzte jede Gelegenheit, Zeit mit ihr zu verbringen. Er hob sie hoch und sie klammerte sich nur noch fester an ihn.
„Ich hab dich auch vermisst, meine kleine Prinzessin“, pflichtete er ihr liebevoll bei. Sarah löste sich ein wenig von ihm und sah ihn erwartungsvoll an, auf das er ihr berichtete, weswegen er gekommen war. „Und was lernt ihr heute Schönes?“, fragte Emry sie und stützte ihren Rücken mit seiner Hand.
„Ich habe einen Vogel gezeichnet!“, erzählte sie ihm stolz und verrenkte sich, um auf den Tisch hinter sich zu zeigen.
„Na dann wollen wir uns deinen Vogel doch mal anschauen“, verkündete Emry mit einem breiten Lächeln und trug sie hinüber. Am Tisch stellte er sie auf die Bank. Sogleich setzte Sarah sich hin und zog ein Pergament zu sich, sodass Emry es sehen konnte. „Da schau“, präsentierte sie ihm stolz und Emry zog die Augenbrauen kraus. Mit einem übertrieben verwirrten Blick schaute er erst auf die Zeichnung und dann auf seine Tochter. „Ein Vogel sagst du?“
„JAH!“, protestierte sie und zeigte erklärend auf verschiedenen Teile des Linienwirrwarrs: „Das ist der Schnabel, das sind die Flügel und das sind die Füße!“
Sanft schob Emry sie ein Stück zur Seite, sodass er auch auf der Bank sitzen konnte. „Tochter, wenn das ein Vogel ist, dann muss ich Euch wohl mal wieder zum Kräutersammeln mitnehmen, damit ihr einem Richtigen begegnet“, verhöhnte er sie scherzend und hielt kurz seine Hand über das Bild. Beleidigt blies Sarah die Backen auf und wollte schimpfen, aber dann sah sie wie die Linien sich bewegten und sich zu einer erkennbaren Zeichnung eines Vogels verschoben. Erstaunt klopfte sie Konrahd, der neben ihr saß, auf den Arm, damit dieser auch ja das Schauspiel mitverfolgen konnte. Mit offenem Mund beobachteten die beiden Kinder wie der Vogel begann sich auf dem Pergament zu bewegen. Erst zuckte er nur mit dem Schnabel, dann plusterte er sein Gefieder auf und breitete schließlich die Flügel aus, um sich mit wenigen Schlägen aus dem Pergament zu erheben. Lachend verfolgten die Kinder und auch ihre Lehrerin wie der kleine Linienvogel durch die Luft flog bis er wieder auf dem Pergament zum Stehen kam. Er wollte sich gerade das Gefieder putzen, als er wie von selbst wieder in das Pergament gesogen wurde und seine Konturen wieder zu wirren Linien wurden.
„Mach das nochmal!“, forderte Sarah auf und klatschte begeistert in die Hände.
„Ja! Bitte Meister Emry!“, bat nun auch Konrahd.
„Aber nur einmal, dann geht ihr wieder an die Arbeit!“, ließ Emry sich breitschlagen und erntete begeisterten Jubel als die Linien des Vogels sich erneut zu bewegen begangen.

Hinter den Kulissen

Hab ich eigentlich schon mal erwähnt, dass alle, die im Schloss der Königin leben/arbeiten, die Erlaubnis haben, ein h in ihrem Namen zu tragen? Nein? Dann hab ich das jetzt gemacht. Nur falls sich jemand über Konrahd wundert. 😀

Anne

Türchen #13

Heute gibt es nochmal einen Ausschnitt aus einer Kurzgeschichte:

Besessen

Dieser ist über den Alltag von Tod und entsprechend spricht er mit Großbuchstaben – da ich keine Ahnung habe, wie man bei WordPress Kapitälchen einpflegt.

Der elfte Schnipsel

Er hatte schon ein paar Filme gesehen und Bücher gelesen in denen er eine Rolle spielte; immer wenn er während seiner Arbeit bei jemandem vorbei kam, der sie gerade schaute oder las. Romanzen, Horror oder Apokalypse, das waren meistens die Grundthemen. Ein Tod war ihm dabei besonders ins Auge gefallen: Ein im adretten Anzug gekleideter Mann, mit einer Vorliebe für Essen. Der gefiel ihm. HÄTTE ICH EINEN KÖRPER, WÜRDE ICH AUCH ALLES AUSPROBIEREN, war sich Tod sicher. ZUMINDEST, WENN ICH RAUSBEKOMME, WIE MAN IHN BENUTZT …, ergänzte er und erinnerte sich an eine doch eher unangenehme Begebenheit.

Hinter den Kulissen

Die Geschichte habe ich für einen Anthologie-Wettbewerb geschrieben. Genommen wurde sie nicht, da ich sie trotzdem mag, werde ich die vollständige Kurzgeschichte auch irgendwann mal einstellen.

Anne

Türchen #12

Auch heute wieder gibt es einen Schnipsel aus

Warlords

Dieser Ausschnitt aus dem ersten Band von DarkFairys Senfs und meinem Projekt zeigt eine andere Seite unseres oft leidenden Hauptcharakters … Tja, wer feiern will …

Der zehnte Schnipsel

Auch Coelestin ließ sich auf dem Boden nieder.
„Verdammte Straße! Muss die so holprig sein?“, murrte er und massierte seine Stirn. Sein Schädel brummte immer noch.
„Alles in Ordnung?“, fragte Grace besorgt und strich ihm zärtlich über die rechte Schläfe.
„Mhm… der Abt hat mich gestern Abend zum Wein eingeladen. Wir haben bis spät in die Nacht getrunken. Aber keine Angst ich hab nichts gesagt, was ich bereuen müsste. Ich kann mich noch an alles erinnern. Ich hab nur tierische Kopfscherzen“, erklärte der junge Mönch und schloss die Augen.
Corwyn grinste und nahm ein Hemd und eine Hose aus dem Sack.
Liebevoll strich Grace ihm über die Wange und gab ihm einen Kuss auf die Schläfen, dann lehnte sie sich mit einem Lächeln an ihn. Pride musste aufgrund der Erklärung laut auflachen.
„Der Herr Abstinenzler hat ’nen Kater, wie find ich das denn…“, scherzte er.
„Nicht so laut bitte“, grummelte Coelestin, „und außerdem, wer sagt, dass ich gar nichts trinke? Nur halt nicht sehr oft…“ Corwyn lachte.
„Stimmt, ich kann mich daran erinnern wie du einen Abend betrunken ins Kloster zurückgekehrt bist. Du wolltest ja nicht bei mir übernachten. Pride ich sage dir, wenn der Kerl was trinkt, dann auch richtig!“ Der Gaukler schwelgte in Erinnerungen.
Coelestin machte ein leicht säuerliches Gesicht.
„Das hättest du auch für dich behalten können“, murmelte Coelestin ohne die Augen zu öffnen.
Ihm war es hier eindeutig zu hell und zu laut und zu holprig. Er legte einen Arm um Grace und war kurz darauf eingeschlafen.
„Er hat mal wieder zu wenig geschlafen“, kommentierte Corwyn und lächelte.(bearbeitet)
„Dann sollten wir alle wohl mal einen Trinken, wenn das ganze hier vorbei ist!“, schlug Pride heiter vor.
„Du solltest dir mal eine andere Beschäftigung angewöhnen.“, murmelte Grace.
„Das könnte interessant werden. Auch wenn Coelestin stockbesoffen ist, ist er irgendwie erstaunlich klar. Er lallt zwar sehr und torkelt. Am nächsten Morgen hat er dann auch einen tierischen Kater, aber er weiß trotzdem immer noch was er gemacht oder gesagt hat. Zu hoffen, dass er im Suff ein Geheimnis ausplaudern wird, ist bei ihm vergebens“, überlegte Corwyn laut.
Coelestin kuschelte sich derweil enger an Grace.
„Pride findet alles lustig wenn er stockbesoffen ist…“, erklärte Grace angriffslustig und schloss Coelestin in die Arme.
„Und du schläfst nach nen paar Schlucken ein!“, konterte ihr Bruder.

Hinter den Kulissen

Für diejenigen, die unserem Projektblog noch nicht folgen:
Coelestin und Corwyn sind Marinas Charaktere. Pride und Grace werden von mir geschrieben.

Merkt man das eigentlich?

Anne