Unten im Fluss

Dieser September ist fĂŒr mich geprĂ€gt von Veröffentlichungen. Zum einen ist die BroschĂŒre zur Bild-Schreib-Werkstatt erschienen, zum anderen die Nachfolge-Anthologie zu Dunkle Feder, scharfe Krallen. Und ĂŒbermorgen erscheint dann auch noch der #Neubrandenwolf passend zum Aufbau der BuchBerlin, wo ihr ein paar Exemplare direkt bei mir erwerben könnt – ich nehme aber auch Bestellungen entgegen.

Aber heute geht es um die Anthologie.

Dunkle Pfade, scharfe ZĂ€hne

Cover Dunkle Pfade, scharfe Krallen

Schon kurz nach der Veröffentlichung des ersten Kurzgeschichtenbandes, war klar, dass Herausgeberin Mika M. KrĂŒger eine weitere Anthologie mit uns herausbringen will.

Bald darauf stellte lud sie drei weitere Schreibende in unsere Runde und stellte uns ihre Idee vor: Geschichten zu Yokai, Japanischen Geisterwesen. Und da auch dies wieder eine Spendenanthologie ist, gehen alle Einnahmen an die Deutsch-Japanische-Gesellschaft Berlin.

Wir alle durften uns eines Aussuchen – natĂŒrlich mussten wir schauen, dass wir nicht die gleichen erwischen – und unsere Geschichten bis zum Ende letzten Jahres verfassen. Mein Yokai: Ein Kappa.

Übrigens gibt es in der Anthologie nicht nur die Namen der Yokai in Kanji, sondern auch einen kleinen Beschreibungstext zu ihnen – und ein entsprechendes Glossar fĂŒr die genutzten Begrifflichkeiten.

Zitategrafik. Der Hintergrund ist zart Rosa gehalten mit getuschten BĂ€umen am unteren Rand. Links ist ein Frauenkopf an deren Hinterkopf eine Oni-Maske befestigt ist. Text: ”Er nennt mich Schneewittchen”, Ă€nderte die Schlange das Thema. Taki war sich sicher, dass sie grinsen wĂŒrde, wenn sie es könnte. Unten: Aus “Unten im Fluss” von Anne Zandt

Ich weiß nicht mehr genau, warum ich mich fĂŒr ein Kappa entschieden habe. Von Anfang an wusste ich jedoch, dass eine Figur aus meiner Geschichte „Stadtgeschichte“ aus der ersten Anthologie mit Taki interagieren wĂŒrde. Dass sich dann auch eine zweite dazugesellte, kam eher ĂŒberraschend. Aber ich finde, es ist schön zu sehen, was aus Schneewittchen, die dort ihren großen Moment hatte, wiederzutreffen.

Taki ist die Blickwinkelfigur/der Hauptcharakter der Geschichte. Was fĂŒr mich sehr spannend war, da ich viele GegenstĂ€nde beschreiben musste, fĂŒr die Taki keine Worte kennt. Smartphones, Badesachen und MotorrĂ€der sind halt Dinge, die unten im Fluss keine Relevanz haben.

Zitategrafik. Der Hintergrund ist zart Rosa gehalten mit getuschten BĂ€umen am unteren Rand. Links ist ein Frauenkopf an deren Hinterkopf eine Oni-Maske befestigt ist. Text: “Nach dem fĂŒnften Mal hatte Taki keine Lust mehr und spritzte dem stöhnend am Boden liegenden Landwesen eine Ladung Wasser aus seinem Schnabel ins Gesicht.” Unten: Aus “Unten im Fluss” von Anne Zandt

Diese Spielerei ist ĂŒbrigens auch der Grund, warum es von Takis Geschichte bereits ein Spin-Off gibt. Über das MentoringKUNST Programm habe ich Christine Lengtat kennengelernt, die fĂŒr ein Kunst Heute Projekt zu Radkappen Geschichten suchte.

Das Ergebnis könnt ihr in den Neuen RÀume 2023 Wismar sehen, wo es am 30.9. 19 Uhr eine Lesung mit Performance gibt.

Ich bin schon sehr gespannt, wie das Projekt ankommt – vor allem, da ich meinen Text auch eingelesen habe. Nachzuhören auf Youtube.

Doch das ist noch lange nicht alles, hier noch ein paar weitere interessante Termine zur Anthologie:

  • Erschien am 23.09.2023
  • Lesung auf der Buch Berlin: 30.09. 14:00 -14:30 Uhr
  • Lesung auf Twitch bei Saskia Dreßler: 19.10. 17 Uhr
  • Lesung Deutsch-Japanische Gesellschaft Berlin: 25.10. 18 Uhr (<-da bin ich dabei!)

Und soweit ich das richtig im Kopf habe, wird es auch wieder eine Leserunde auf lovelybooks geben.

Bleibt also gespannt!

Bis dahin

Anne

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