Category Archives: Fairy Tale Summer

Schreiberlinge im Interview: Kerstin G. Rush

Mit diesem Interview sind dann alle Autorinnen der Märchensommer Leserunde #MärchenDreier an der Reihe gewesen. Viel Spaß mit den Antworten von …

Das Märchensommer Banner zeigt eine Scherenschnitt-Fee, die Glitzer auf den verschnörkelten Schriftzug "Märchensommer" über einem aufgeschlagenen Buch streut. Alles vor einer grünen Wiese neben einem Baum und Sonnenstrahlen im Hintergrund.

Kerstin G. Rush

Ein paar Daten zu dir:

 Ich heiße Kerstin, komme aus der Pfalz und liebe Fantasy und Sci-Fi. Alle meine Werke sind bis jetzt im Bereich Selfpublishing erschienen. Diesen Weg habe ich aus freien stücken gewählt, weil ich Herausforderungen liebe.

Meine Bücher:

Vorneweg ein paar Fragen zu deinen Märchen Yukina:

1. Welches Element deines Märchens war am Schwierigsten umzusetzen?

Das Verständnis, warum Yukina und Schneewittchen sich nicht ausstehen können, obwohl sie Mutter und Tochter sind.

2. Was hat dich bei der Arbeit am Märchen am meisten zur Verzweiflung gebracht?

Ehrlich gesagt fällt mir da nichts ein. Die Geschichte sprudelte gerade so aus mir heraus.

3. Welche Fassung (Film, Erzählung, Adaption) deines Märchens, außer deiner eigenen, magst du am liebsten?

Spieglein, Spieglein – Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen.

4. Ein Film-Mensch kommt auf dich zu und möchte dein Märchen umsetzen. Wen siehst du in den Hauptrollen?

Florence Hunt

5. Was wünscht du dir für die Zukunft deines Märchens?

Das viele Menschen es lesen und ein paar schön Stunden in einer anderen Welt verbringen können.

Schauen wir uns deine Märchenleidenschaft mal etwas genauer an…

6. Was ist deine schönste Erinnerung, wenn es um Märchen geht?

Das Wegträumen in eine andere Welt, in der so viele möglich ist.

7. Was magst du lieber? Happy End oder Bad End?

Happy End

8. Was stört/begeistert dich bei Märchen am meisten?

Hm schwere Frage. Manchmal stört mich das Bild der Frau in Märchen. Auf jeden Fall begeistert mich die Leichtigkeit mit den Geschichten erzählt werden. Selbst bei schwierigen Themen.

9. Was ist für dich typisch an einem Märchen?

Das die Magie nicht erklärt werden muss. Wenn Tiere sprechen können, dann ist das einfach so.

Zum Schluss noch ein paar märchenhafte Fragen:

10. Du triffst auf ein sprechendes Tier, das dir weismachen will, dass es ein verzauberter Mensch ist. Was würdest du tun?

Ich würde es sehr penibel Ausfragen und ihm dann gegebenenfalls helfen.

11. Eine gute Fee will dir drei Wünsche erfüllen, was würdest du dir wünschen?

1. Geld, es macht zwar nicht Glücklich, aber sorgenlos.
2. Gesundheit
3. Ein fast ewiges Leben, bei dem ich selbst entscheiden kann, wann ich sterbe.

12. Welchen Märchenweg würdest du wählen um jemanden aus dem Weg zu räumen?

Uh, was für eine Frage. Jemanden wie bei Hänsel und Gretel in einen Ofen zu schubsen, ist zwar sehr brutal, aber eben auch effektiv.

13. Bonusfrage: Mit welcher Märchenfigur würdest du gerne tauschen?

Noch so eine Gemeine Frage. Wenn ich mich wirklich entscheiden muss, dann würde ich wohl Goldmarie aus Frau Holle wählen. Natürlich hatte sie es auch schwer. Da Frau Holle ja eigentlich eine Göttin ist, wäre das schon interessant.

Mehr zu Kerstin gibt es hier:

Homepage: Kerstin G. Rush – Autorin
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Twitter: @RushKerstin
Instagram: kerstin.g.rush.autorin
Twitch: kerstingrush

Vielen Dank, Kerstin!

Anne/PoiSonPaiNter

#CroMär: Kapitel 12

Erinnert ihr euch noch an Regina aus dem #CroMär? Sie ist uns jetzt schon in zwei Märchensommern begegnet und auch in diesem Jahr, möchte ich ihre Geschichte weitererzählen.

Das Märchensommer Banner zeigt eine Scherenschnitt-Fee, die Glitzer auf den verschnörkelten Schriftzug "Märchensommer" über einem aufgeschlagenen Buch streut. Alles vor einer grünen Wiese neben einem Baum und Sonnenstrahlen im Hintergrund.

Doch zunächst …

Was bisher geschah …

Regina soll ihrer kranken Oma etwas zu Essen vorbeibringen. Auf dem Weg dahin begegnet sie ihrer Tante, die ihr einen Diät-Apfel andreht und ihrem Jugendschwarm Wolf, der sie zum Wunderjunggesellenball einlädt. Hin und hergerissen schließt Regina einen Deal um den ersten Kuss des Abends mit einem seltsamen Förster, damit sie den Apfel, den sie grad erst entsorgt hat, zurückbekommt.
Allerdings war das erst der Anfang der bizarren Ereignisse, denn bald stellt sich heraus, dass ihre Oma keine geringere als Frau Holle ist und mit der Baba Yaga eine ernstzunehmende Rivalin hat.
Das am Ende des Ballabends Wolf dann ein Frosch ist, war auch nicht das was Regina davon erwartet hatte.

Am nächsten Morgen hat Regina ein schleimiges Erwachen, denn sie hat Wolf mit nach Hause genommen. Mit Hilfe ihrer Familie und dem Förster, der eigentlich Ralf heißt und sich als Rumpelstilzchen vorstellt, macht Regina sich daran in wieder zurückzuverwandeln. Was gar nicht so leicht ist, da er einsehen muss, wie sehr sein Handeln sie verletzt hat …

Ausführlich könnt ihr es hier nachlesen: #CroMär

Und nun geht es ein paar Monate später weiter mit:

Kapitel 12

Seit Regina davon erfahren hatte, dass ihre Großmutter niemand geringeres als die Frau Holle war, hatte sie ihr Alltag komplett auf den Kopf gestellt. Nicht nur entdeckte sie täglich etwas Neues, der Tisch, der sich von selbst deckte, das Brot, dass niemand zubereiten musste, die Äpfel, die Oma durch die Gegend schleudern konnte. Nein, es stellte sich sogar mehr und mehr heraus, dass Regina in die Fußstapfen ihrer Oma treten sollte und es auch können würde. Im Gegensatz zu ihrer Mutter und ihrer Tante, deren Fähigkeiten nur Teilaspekte beinhalteten und entsprechend ungeeignet waren. Die ersten Anzeichen ihrer Kräfte hatten sich bereits gezeigt, immerhin hatte sie unbewusst einen Verwandlungsfluch in eine andere Form verändert. Dadurch musste Regina nun regelmäßig zu ihrer Oma zum Üben. Als wären Studium und Nebenjob noch nicht anstrengend genug. Den Gedanken, dass sie potentiell nie in ihrem Fachgebiet arbeiten können würde verdrängte sie gekonnt. Schließlich wollte sie momentan nur in erster Linie dafür sorgen, dass sie es nicht ausversehen im Hörsaal schneien ließ. Vielleicht fand ihre Großmutter ja auch noch jemand passenderes um den Mantel der Holle zu übernehmen, sie war ja schließlich auch nicht Teil der Familie ihrer Vorgängerin gewesen.

Heute war Regina ausnahmsweise zu Fuß unterwegs, der Weg noch viel zu schlammig vom Regen letzte Nacht, um mit dem Fahrrad zu fahren und mit dem Auto war es nicht nur Spritverschwendung, sondern auch ein Umweg.

Wie aus dem Nichts, stieß auf einmal etwas gegen ihre Seite. Sie und die andere Person rutschten, hielten einander fest und schafften es irgendwie nicht im Matsch zu landen. Regina versuchte noch immer ihre Atmung und wild schlagendes Herz zu beruhigen, als sie erkannte wer da vor ihr stand. Das Mädchen von ihrem Abenteuer mit Wolf. Mareike? Nein, der Name war kürzer. Mika? Mina?

»Oh, du bist es!«, grüßte diese mit einem freudestrahlenden Lächeln, hatte sie offensichtlich auch erkannt.

»Hi«, erwiderte Regina unsicher und fragte dann verwundert, ob alles in Ordnung ist.

»Sie ist schon wieder ausgebüchst!«, lamentierte irgendwas mit M und warf die Arme in die Luft.

Regina trat einen Schritt von ihr Weg, um vom Gefuchtel nicht erwischt zu werden. »Wen genau meinst du?«

»Die Ziege!«, schrie sie nahezu, als ob Regina wissen sollte, was sie damit meinte.

Dann machte es Klick. »Ach die, von neulich?«

»Ja, genau!« Wie auch immer sie hieß seufzte schwer. »Seit damals versucht sich ständig vom Hof zu entkommen. Und wir haben schon alles doppelt und dreifach überprüft, ob da noch irgendwelche Löcher im Zaun sind, aber sie findet trotzdem immer einen Weg!«

Die Erklärung sorgte für ein ungutes Gefühl in Regina, irgendetwas stimmte daran nicht. Doch die Landwirtin gab ihr keine Chance etwas Entsprechendes zu fragen.

»Weißt du, sie ist schon lange nicht mehr zum Melken oder für die Zucht vorgesehen, das macht es ja so traurig, dass sie immer wieder wegläuft. Sie hat auf dem Hof wirklich die Möglichkeit einen schönen Lebensabend zu verbringen, aber sie stürzt sich stattdessen in ein Abenteuer!«

»Brauchst du Hilfe?«, bot Regina widerwillig an. Irgendwie hatte sie das Gefühl, sie würden sich sonst hier festquatschen.

»Wenn sie nichts Neues ausprobiert, weiß ich wo sie ist. Erinnerst du dich noch an den Rapunzelturm?«

Und ob sie sich daran erinnerte. Mittlerweile kannte sie ihn sogar von Innen, da einige ihrer Stunden bei Ralf waren. Dass die Ziege zum Zauberer verschwand unterstrich ihre Vorahnung nur weiter.

»Es tut mir so leid!«, rief Reginas Begleiterin direkt aus, als sie kurz darauf am Turm ankamen.

Ralf war gerade damit beschäftigt, die Ziege aus seinen Rapunzeln zu zerren und schaute erst genervt, dann amüsiert zu ihnen hinüber. »Hallo«, grüßte er anschließend, die Hände fest um das Halsband.

»Hi«, erwiderte Regina mit einem Winken.

»Es tut mir so leid!«, wiederholte die Frau, deren Name Regina doch jetzt endlich Mal einfallen könnte und nahm ihm die Ziege ab. »Ich versteh einfach nicht, warum sie immer wieder hierherkommt! Ich mein, wir haben es mit Rapunzeln versucht, aber die wollte sie auch nicht. Immer wieder beschwert sie sich nur und haut dann ab.«

»Beschwert sich?« Die Frage, war schneller aus Reginas Mund heraus, als sie sie aufhalten konnte.

Mit erhobener Augenbraue wartete auch Ralf die Antwort ab.

»Na, meckern halt, wie eine Ziege«, war der klägliche Versuch einer Erklärung. Auf ihre nicht überzeugten Blicke hin, ergänzte sie: »Ihr glaubt mir eh nicht.«

Ralf sah nun herausfordernd zu Regina und sie wusste, was er damit meinte. Genervt schnaubte sie und streckte ihre Hand aus. Sie kniff die Augen zusammen und konzentrierte sich auf die Mitte ihrer Handfläche. Mühsam setzten sich kleine Luftpartikel zu einer erkennbaren Schneeflocke zusammen. Das erstaunte aufatmen ließ sie das erste Mal zu Marie aufblicken. »Meine Oma ist Frau Holle, wir glauben dir.«

Ungläubig starrte sie auf die Flocke, da fiel Regina endlich der Name ein: Marie! Wie die Pechmarie! Das hätte sie sich aber wirklich merken können. Da sie die Magie nicht länger halten konnte, platschte die Flocke als Tropfen in ihre Hand und Regina atmete tief durch. Sie bekam ein anerkennendes Nicken von Ralf und würde vermutlich später angezählt werden, warum sie sich wieder so verkrampft hatte. Magie zu wirken fiel ihr nun Mal noch schwer. Für den Moment tippte er sich nur gegen die Lippe und Regina wusste, was er damit meinte. Mit Zunge raus zaubert man nicht. Sie schnaubte und drehte sich vollends zu Marie, die noch immer nichts gesagt hatte.

»Also?«, versuchte Regina sie zu animieren.

Noch immer druckste Marie herum, dann flüsterte sie. »Sie kann sprechen!«

Regina betrachtete die Ziege, dann Ralf, der es ihr gleichtat. Wie zur Bestätigung bähte diese Lautstark.

»Nicht jetzt gerade, aber, wenn sie am Hof ist, nutzt sie ihre Fähigkeiten, um die Leute dazu zu bringen, sie rauszulassen, weil nichts im Hof ihr schmeckt oder sie nicht richtig gefüttert wurde, dann bückst sie aus, wenn sie nicht hingucken.«

»Sie oder du?«, fragte Ralf und Regina hörte den neckenden Unterton.

»Ich«, gab Marie widerwillig zu und sah zu Boden.

»Und sie spricht nur zu dir?«

»Zumindest habe ich von den anderen noch nichts Anderes gehört, aber es ist ja auch unglaublich und wer würde das sonst glauben-« Bevor sie sich in einer Tirade verlieren konnte, legte Regina ihr die Hand gegen den Oberarm.

»Wir glauben dir«, versicherte sie. Im Augenwinkel sah sie Ralfs Nicken.

Nachwort

Auch diesmal behandeln die einzelnen Kapitel wieder märchenhafte Aspekte. Könnt ihr erraten, welches hier thematisiert ist?

Nächsten Mittwoch geht es weiter!

Anne/Poisonpainter

Märchensommer Buchvorstellung #2

Willkommen in der zweiten Woche des Märchensommers!

Auch dieses Jahr werde ich euch wieder Märchenadaptionen der Märchenspinnerei vorstellen, die im letzten Jahr frisch herausgekommen sind.

Das Märchensommer Banner zeigt eine Scherenschnitt-Fee, die Glitzer auf den verschnörkelten Schriftzug "Märchensommer" über einem aufgeschlagenen Buch streut. Alles vor einer grünen Wiese neben einem Baum und Sonnenstrahlen im Hintergrund.

Auch in im letzten Jahr gab es keinen Zuwachs die Hauptreihe, dafür zwei neue Novellenpaare in der Licht und Schatten-Reihe.

Zum einen Jorinde und Joringel:

Cover "Das Lied des Herbstmondes"
Cover "Die Stille der Herbstblume"

Das Lied des Herbstmondes (Christina Löw) und Die Stille der Herbstblume (Julia Maar) sollten eigentlich beide, wie auch die anderen Licht und Schatten Werke, Novellen werden. Tatsächlich haben sich beide zu ausgewachsenen Romanen gemausert.

Dabei wird die Geschichte um das alliterarische Liebespaar in eine magische Castingshow gesetzt. In Herbstmond, das ich bei der Release-Party begleiten durfte, lernen wir die Hintergründe der „Hexe“ kennen bis es in der Herbstblume dann richtig zur Sache geht.

Zum anderen Schneeweißchen & Rosenrot

Cover "Zwergenschatz"
Cover "Schwesternmacht"

Im Gegensatz dazu sind Zwergenschatz (Katherina Ushachov) und Schwesternmacht (Rabea Blue) putzig kurz mit jeweils 90 Seiten auf denen sie im modernen Frankfurt die Geschichte eines verwandelten Prinzen, zwei Schwestern und den dazugehörigen Zwergen erzählen.

Bin schon gespannt, wie einige kritische Punkte der Grimm’schen Fassung angepasst wurden – freut euch da auf die Update-Interviews für mehr Informationen.

Beides zusammen ist auch wieder als Wendecover erhältlich: Zwergenschatz und Schwesternmacht

Habt ihr schon was davon gelesen?

Wie eben schon angedeutet: Alle Vier haben sich meinen Interview-Update Fragen zu diesen Adaptionen gestellt, seid also gespannt!

Und! Am 2.8. 18 Uhr wird es mit ihnen einen Einen märchenhaften Abend mit Licht und Schatten bei Gipfelbasilisk auf Twitch geben! Schaut also unbedingt vorbei, wenn ihr mehr über die Reihe und die Bände erfahren wollt!

Übrigens: Ende der Woche (1.7.) erscheint die zweite Märchenspinnerei Anthologie „Es war einmal … davor und danach“ worin es kleine Ausschnitte zu Vor- oder Nachgeschichten zu den bisherigen Adaptionen enthalten sind. Ich bin schon sehr gespannt darauf!

Anne/Poisonpainter

Schreiberlinge im Interview: Elenor Avelle

Als ein Drittel der Autorinnen der Märchensommer Leserunde #MärchenDreier fangen wir heute mit der Person, die mich im Hintergrund mit am meisten unterstützt (u.a. durch Komposition des Banners, Videoschnitt, Arschtritte, …) und sich durch den Sommer ein Bunny einfing.

Das Märchensommer Banner zeigt eine Scherenschnitt-Fee, die Glitzer auf den verschnörkelten Schriftzug "Märchensommer" über einem aufgeschlagenen Buch streut. Alles vor einer grünen Wiese neben einem Baum und Sonnenstrahlen im Hintergrund.

Elenor Avelle

Ein paar Daten zu dir:

Elenor Avelle ist seit ihrer frühesten Kindheit Autorin und Zeichnerin aus Leidenschaft. Die in Berlin geborene Österreicherin mit internationalen Wurzeln, lebt aktuell mit ihrer Familie in Baden-Württemberg. Ihr erstes Buch „Infiziert“ – ein postapokalyptischer Zombieroman mit Genreumbruch zu Sci-Fi – erschien 2017. Sie liebt es mit Konventionen zu brechen, Genregrenzen zu überschreiten und zu überraschen. In ihren vorwiegend dystopischen Romanen, legt sie viel Wert auf die Charaktere, das Setting und den Subtext bezüglich der menschlichen Gesellschaft und Zivilisation.

Vorneweg ein paar Fragen zu deinen Märchen Schneerot:

1. Welches Element deines Märchens war am Schwierigsten umzusetzen?

Keines. Die Basiselemente von Schneeweißchen und Rosenrot fand ich alle leicht umzusetzen. Die Einarbeitung in ein futuristisches Clockpunksetting war interessant, aber nicht schwierig.

2. Was hat dich bei der Arbeit am Märchen am meisten zur Verzweiflung gebracht?

Die Adaption war das aufwändigste Buch, das ich jemals geschrieben habe. Die Genderneutralität, die Entwicklung der Sprache, das gesamte Worldbuilding waren extrem arbeitsintensiv. Daran bin ich schon hin und wieder ein bisschen verzweifelt.

3. Welche Fassung (Film, Erzählung, Adaption) deines Märchens, außer deiner eigenen, magst du am liebsten?

Die Originalfabel von Karoline Stahl. Die Prinzen in der bekannten Märchenfassung wirken zurecht wie ein Fremdkörper neben den eigentlichen Hauptpersonen, den Schwestern.

4. Ein Film-Mensch kommt auf dich zu und möchte dein Märchen umsetzen. Wen siehst du in den Hauptrollen?

Amandla Stenberg stelle ich mir als Rota vor, Chloë Grace Moretz als ihre Schwester Wite und Cole Sprouse als Juliano.

5. Was wünscht du dir für die Zukunft deines Märchens?

Ich würde mir wünschen, dass die wertschätzende Art der Erzählung viele Menschen erreicht und dadurch zu einem Umdenken in Sachen gegenseitiger sozialer Akzeptanz führt. Vielleicht trauen sich noch andere Geschichten zu erzählen, die nicht ausschließlich von Konflikten leben.

[Anm. Poison wünscht sich außerdem ein erfolgreiches Crowdfunding von Teil 2, damit sie beide Bücher wunderbar im Schrank haben kann. B)]

Schauen wir uns deine Märchenleidenschaft mal etwas genauer an…

6. Was ist deine schönste Erinnerung, wenn es um Märchen geht?

Märchenerzählungen sind für mich unweigerlich mit meiner Kindheit verknüpft. Jede Osterferien sind wir zu meinen Großeltern gefahren und auf der Fahrt hat meine Großmutter Märchen erzählt. Das war eine wertvolle Zeit, an die ich mich gerne erinnere. Im Haus meiner Großeltern kam ich mir oft selbst wie eine Märchenfigur vor. Alles schien möglich und war abenteuerlich.

7. Was magst du lieber? Happy End oder Bad End?

Ich bin ganz klar Team Happy End. Traurige Enden kann ich zwar ertragen, aber ich finde im Leben gibt es schon so viel auszuhalten, da möchte ich in Geschichten die Möglichkeiten von Glück erleben.

8. Was stört/begeistert dich bei Märchen am meisten?

Märchen sind mit Absicht simpel gestrickt. Das kann zum einen das Erleben der Geschichte leicht machen. Hin und wieder sind simple Darstellungen erfrischend und kurzweilig ohne viel Komplikation. Zum anderen kann gerade diese Eigenheit auch zu Klischees führen und sehr eindimensionalen Figuren, an denen viel mehr im Verborgenen dran sein könnte, ohne, dass es erzählt wird.

9. Was ist für dich typisch an einem Märchen?

Die Menschen mit fieser Gesinnung bekommen immer was sie verdienen. Diesen Aspekt liebe ich sehr.

Zum Schluss noch ein paar märchenhafte Fragen:

10. Du triffst auf ein sprechendes Tier, das dir weismachen will, dass es ein verzauberter Mensch ist. Was würdest du tun?

Ich würde mich zuerst einmal freuen, weil ich mich schon immer mal mit einem Tier unterhalten wollte. Danach käme es sehr darauf an, was das Tier von mir will. Es darf gerne einziehen, aber ob ich helfen könnte den Bann zu brechen, käme darauf an, wie.

11. Eine gute Fee will dir drei Wünsche erfüllen, was würdest du dir wünschen?

Darüber habe ich schon oft nachgedacht. Diese Wünsche müssen ja meist sehr genau formuliert werden, damit kein Haken dran ist. Ich würde mir als erstes wünschen, dass in allen Ländern der Welt nur noch Menschen an die Macht kommen, die sozial, altruistisch, umweltbewusst, friedlich und reflektiert sind. Dann würde ich mir wünschen, dass die Umweltverschmutzung verschwindet und der ganze Energiebedarf von erneuerbaren Energien gedeckt ist. Den dritten Wunsch würde ich für mich behalten und mir und meiner Familie 100% Gesundheit bis zum Tod wünschen.

12. Welchen Märchenweg würdest du wählen um jemanden aus dem Weg zu räumen?

Ich würde mir den roten Stier halten, der meine Widersacher ins Meer treibt.

13. Bonusfrage: Mit welcher Märchenfigur würdest du gerne tauschen?

Mit gar keiner. Ich mag mein Leben, auch wenn es nicht perfekt ist.

Mehr zu Elenor gibt es hier:

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Twitter: @ElenorAvelle
Instagram: ElenorAvelle
Twitch: ElenorAvelle

Vielen Dank, Elenor!

Anne/PoiSonPaiNter

Märchensommer Buchvorstellung #1

Da heute nicht nur der Märchensommer, sondern auch die Leserunde #MärchenDreier beginnt, ist doch eigentlich klar, welche Bücher ich heute vorstelle.

Das Märchensommer Banner zeigt eine Scherenschnitt-Fee, die Glitzer auf den verschnörkelten Schriftzug "Märchensommer" über einem aufgeschlagenen Buch streut. Alles vor einer grünen Wiese neben einem Baum und Sonnenstrahlen im Hintergrund.

Schneerot

Cover Schneerot

Schneerot (& Rosenweiß – gerade im Crowdfunding) von Elenor Avelle ist in vielerlei Hinsicht ein besonderes Buch.

Nicht nur, weil es – wie im Leserunden Beitrag erwähnt – aus dem Märchensommer entstanden ist, sondern auch in der Art wie Elenor es erschaffen hat.

Die Solar-/Clockpunk Märchenadaption zu Schneeweißchen & Rosenrot zeigt offene Gesellschaft (Stichwort casual queerness) ohne konstruierte Konflikte und mit einer faszinierenden Sprache 3.000 Tausend Jahre in unserer Zukunft.

Die Hada-Schwestern Rota (asexuell, aromantisch) und Wite (neurodivers) führen ein ruhiges Leben im Bay, der letzten Landmasse der Erde. Als sie einen Fremden am Strand finden stellen sie fest, dass an den Sagen um Ren Ima, die Stadt im mehr dran ist. Gemeinsam mit dem Petu Juliano lernen sie mehr über einander, die Nivasi Drai (im Prinzip uns, nur noch ein bisschen später) und noch ein paar Geheimnisse, die erst in Band 2 kommen, ups.

Ich durfte beide Bücher testlesen, ursprünglich sollte es ja nur ein Buch werden, daher kenne ich sogar schon das Ende. Es war – und ist – spannend das Buch nahezu von der ersten Idee an bis jetzt zu begleiten. Zu sehen, welche neuen Gimmicks sich ausdenkt (alle Zeichnungen im Buch sind mit Bleistift handgezeichnet, jedes Buch kommt in einer handgefertigten Box) und wo die Reise uns als nächstes hinführt.

Ein kleiner Running Gag aus der Kommentarspalte: Ich habe es nahezu nie geschafft, den Namen des Nebenprotas Julaine richtig zu schreiben, außer ich habe mich explizit darauf konzentriert.

Für die Leserunde: Hier kaufen – Hashtag: #SchneeRot

Yukina – im Bann des Zauberspiegels

Cover Yukina

Wolltet ihr schon immer mal wissen, wie es mit Schneewittchen weiterging?

Laut Kerstin G. Rush hat sie eine Tochter bekommen: Yukina.

Diese hat es nicht leicht, die Schönste im ganzen Land als Mutter zu haben. Vergleiche und Erwartungen bleiben da nicht aus. Als dann auch noch Unruhen im Land toben, wird es immer deutlicher, dass ihre Mutter mehr damit zu tun hat als es scheint … Wird Yukina die Wahrheit erfahren?

FunFact: Das Cover ist von der gleichen Cover-Designerin gestaltet worden, die auch Schneerot (und Elenors andere Bücher) eingekleidet hat!

Für die Leserunde: Hier kaufen – Hashtag: #Yukina

#MärchenDreier

Für den #MärchenDreier wollte ich euch eine Auswahl an Büchern geben, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch etwas gemeinsam haben. Habt ihr es schon erkannt?

Schneerot, Yukina und Das Rot der Nacht haben alle etwas mit Schnee zu tun.

Und wenn die meisten den Winter schon mit Märchen assoziieren anstatt den Sommer, dachte ich mir, hol ich auch noch eine, oder drei, Ladung/en Schnee mit dazu. B)

Also dann, auf eine tolle Leserunde!

Anne/Poisonpainter

Update #Märchensommer Zeitplan

Seit der ersten Ankündigung haben sich noch ein paar Streams gefunden, daher möchte ich euch noch eine knappe Aktualisierung geben zu allem, was im Märchensommer stattfinden wird.

Das Märchensommer Banner zeigt eine Scherenschnitt-Fee, die Glitzer auf den verschnörkelten Schriftzug "Märchensommer" über einem aufgeschlagenen Buch streut. Alles vor einer grünen Wiese neben einem Baum und Sonnenstrahlen im Hintergrund.

Beiträge

  • Montags: Stelle ich euch eine oder mehrere Märchenadaptionen vor
  • Mittwochs: Gibt es ein Update des #CroMär
  • Donnerstags/Freitags: Interviews
  • In den offenen Tagen gibt es neue vllt auch Rezensionen, Gastbeiträge und ein paar andere spannende Beiträge!

Was passiert danach? – Schreibchallenge

Am 24.6., 29.7. jeweils 20 Uhr Auswertung der Schreibchallenge Was passiert danach? bei Gipfelbasilisk auf Twitch – Themen: Juni: Sommeranfang – Juli: Musik als Inspiration

Zeichenstreams mit Bilderrätseln

Themenstreams

Es kann sein, dass spontan noch mehr dazu kommt, behaltet einfach die Übersichtsseite und meine SoMe Kanäle im Auge, da kündige ich alles an.

Leserunde

Während des gesamten Sommers findet zudem die Leserunde #MärchenDreier statt mit Schneerot von Elenor Avelle (Crowdfunding zu Teil 2 Rosenweiß), Das Rot der Nacht von Katrin Ils und Yukina von Kerstin G. Rushs. Schnappt euch (mindestens) eines der Bücher und lest mit mir gemeinsam!

So, jetzt muss ich aber endlich die Beiträge auch vorplanen!

Bis nächste Woche im Märchensommer 2022!

Anne/Poisonpainter

Leserunde #MärchenDreier

Wie bereits angekündigt, möchte ich diesen Märchensommer gemeinsam mit euch lesen, wie das funktioniert erfahrt ihr heute hier!

Das Märchensommer Banner zeigt eine Scherenschnitt-Fee, die Glitzer auf den verschnörkelten Schriftzug "Märchensommer" über einem aufgeschlagenen Buch streut. Alles vor einer grünen Wiese neben einem Baum und Sonnenstrahlen im Hintergrund.

Wie funktioniert es?

Ein bisschen ist die Idee noch Versuch und Irrtum, daher auch etwas experimentell.

Fakt ist, ich stelle euch drei Bücher vor, die wir im Zeitraum des Märchensommers (20.6.-7.8.) gemeinsam lesen. Natürlich nicht gleichzeitig alle drei, sondern so wie ihr Lust habt, wenn das nur eines von ihnen ist, ist es schon großartig.

Dafür werde ich euch in (un)regelmäßigen Abständen Fragen über Twitter und Facebook (u.a. in der FB Gruppe zum MäSo) zuwerfen (und in diesem Beitrag weiter unten sammeln), die ihr dann für die aktuelle Lektüre beantworten könnt. Alles, worum ich euch bitten möchte, ist bei eigenen Beiträgen die Hashtags #Märchensommer #MärchenDreier und den jeweiligen des Buches in euren Beiträgen zu verwenden – ob ihr die Autorinnen oder mich taggt ist euch überlassen, erhöht aber die Wahrscheinlichkeit, dass ich eure Beiträge finde und teilen kann.
Gern könnt ihr auch über Instagram mitmachen, auch wenn ich die Plattform selbst nicht bediene.

Eventuell schaffen wir es auch noch einen oder mehrere Lesungsstream(s) zu veranstalten.

Am Ende des Märchensommers haben wir dann gemeinsam mindestens ein großartiges Buch gelesen und vielleicht sogar die eine oder andere Rezension dazu verfasst!

Um welche Bücher geht es?

Das Rot der Nacht

Cover Das Rot der Nacht

Bereits letztes Jahr habe ich euch Das Rot der Nacht von Katrin Ils vorgestellt.

Eine Dark Fantasy Erzählung mit Märchenelementen, einer Priese Vampirismus und einem düsteren Geheimnis im (Winter)Wald.

Hier kaufen – Hashtag: #DasRotDerNacht

Schneerot

Cover Schneerot

Nach der Zombieapokalypse widmet sich Elenor Avelle einem Märchenplotbunny, dass sie sich hier im Märchensommer einst eingesammelt hat.

Bei der Märchenrallye 2018 stellte sie die Fabel hinter Schneeweißchen & Rosenrot vor, die komplett ohne Prinzen auskam. Dies wurde zu Schneerot (& Rosenweiß – gerade im Crowdfunding): Eine Solarpunk Märchenadaption mit offener Gesellschaft (Stichwort casual queerness) und ohne konstruierte Konflikte und einer faszinierenden Sprache 3.000 Tausend Jahre in unserer Zukunft.

Hier kaufen – Hashtag: #SchneeRot

Yukina – im Bann des Zauberspiegels

Cover Yukina

Das dritte Buch im Bunde ist Kerstin G. Rushs Yukina.

Darin erzählt sie die Geschichte von Schneewittchen weiter, eher gesagt die deren Tochter und wie sie damit zurechtkommt die Schönste im ganzen Land als Mutter zu haben. Und das während Unruhen im Land toben, mit denen eben jene mehr zu tun hat als es scheint…

Hier kaufen – Hashtag: #Yukina

Neugierig geworden? Dann schnappt euch die Bücher und lasst uns gemeinsam lesen!

[Gewinnspiel beendet und entfernt]

Die Fragen

An dieser Stelle werde ich die Fragen ergänzen, die ich euch auf Twitter und Facebook zwischendrin immer mal stellen werde. Behaltet dort also ein Auge darauf.

  1. Mit was habt ihr angefangen? Twitter FB FBGruppe
  2. Was ist der letzte Satz, den ihr gerade gelesen habt? Twitter FB FBGruppe

Viel Spaß beim Lesen!

Anne/Poisonpainter

Märchensommer mal anders

Was lange wärt, wird endlich gut, so heißt es ja.
Ob, sich das in diesem Fall auch auszählt, wird sich noch zeigen, auf alle Fälle kann ich euch heute ein paar Infos zum Märchensommer 2022 geben, der stattfindet vom:

20.6. – 7.8.

Das Märchensommer Banner zeigt eine Scherenschnitt-Fee, die Glitzer auf den verschnörkelten Schriftzug "Märchensommer" über einem aufgeschlagenen Buch streut. Alles vor einer grünen Wiese neben einem Baum und Sonnenstrahlen im Hintergrund.

Wie ihr seht, ein bisschen nach hinten geschoben, wie auch schon dieser Beitrag und die Planung an sich. Die Zeit ist einfach viel zu schnell verflogen und mein Zeitgefühl ist noch mehr im Argen als eh schon.

Jedenfalls gibt es ein paar wichtige

Anpassungen

In diesem Jahr wird es keine Preise für den Gesamtmärchensommer geben!
Es kann sein, dass einzelne Aktionen Preise haben, aber diese werden nicht gesammelt.
Entsprechend wird es auch keine Weekend Guesses geben, auch, wenn ich hier gerne ein live Quiz daraus gemacht hätte. Da mir allerdings die Plattform fehlt, wird das weiterhin nur ein Wunschtraum sein.
Auch die Rallye wird in diesem Jahr ausfallen, da einerseits schon die Zeit „drängt“ und andererseits der Aufwand zu groß ist, damit dann nur wenige die Chance nutzen dadurch neue Märchen und Blogs zu entdecken.

Für alle Fans der Aktionen tut es mir leid, aber ich muss dieses Jahr leider Abstriche machen.

Was erwartet euch?

Was definitiv bleibt sind die Buchvorstellungen und dazu passende Interviews, vielleicht schaffe ich es auch ein paar Rezensionen zu verfassen. Auch soll das #CroMär weitererzählt werden, da arbeite ich gerade noch dran.

Ein paar Streams sind schon eingeplant, genauere Infos gibt es dann kurz vorher auf den SoMes und vielleicht schaffe ich es auch die Videos aus dem letzten Jahr noch aufzubereiten.

Gastbeiträge habe ich leider bisher keine, falls ihr also ein märchenhaftes Thema habt, das euch schon immer in den Fingern juckte zu schreiben, meldet euch gerne bei mir!

Schreibchallenge

Ganz neu dabei ist Gipfelbasilisk und seine Schreibchallenge Was passiert danach?!
Extra für den Märchensommer hat er seine Schreibaufgabe mit märchenhaften Themen verknüpft.

Im Juni ist das Thema Sommeranfang im Juli Musik als Inspiration, alle Infos wie ihr daran teilnehmen (und was ihr gewinnen könnt) findet ihr auf seiner Seite. Die Aktionen enden jeweils am 24.6 bzw. 29.7. live in seinem Twitch-Stream ab 20 Uhr.

Leserunde!

Da ich noch ein bisschen weiter zurück zu den Wurzeln des Märchensommers bzw. dessen Challenge-Charakters möchte, möchte ich mit euch gemeinsam eine Leserunde veranstalten.
Am Montag gibt es dazu weitere Infos, welche Bücher unter dem Motto #MärchenDreier zur Auswahl stehen (es sind drei wirklich wunderbare!) und wie ihr je eines davon im Vorfeld gewinnen könnt.
Seid also bespannt!

Ansonsten: Lasst euch überraschen, ich werde es auch tun. Ich möchte es lockerer angehen und mit euch den Spaß an Märchen und Märchenadaptionen teilen.

Auf ein neues Jahr!

Anne/Poisonpainter

Märchensommer 2021 – Auswertung

Das Märchensommer Banner zeigt eine Scherenschnitt-Fee, die Glitzer auf den verschnörkelten Schriftzug "Märchensommer" über einem aufgeschlagenen Buch streut. Alles vor einer grünen Wiese neben einem Baum und Sonnenstrahlen im Hintergrund.

Und da ist der August auch schon wieder vorbei und ich habe es bisher nicht geschafft, den Märchensommer auszuwerten … bis jetzt zumindest.

Aber, ich habe gute Ausreden!

Ich habe mir gegönnt ein paar Leute zu treffen, leckeres Essen eingeschlossen. Sogar in etwas größerem Rahmen bei den Lesenächten des Dichtfest Verlag. Es war interessant mal wieder ein paar neue Menschen kennenzulernen, die ich bisher nur über Twitch kannte.

Apropos Twitch: Neben dem regulärem Schreibstream am Mittwoch, war ich die letzten Wochen auch als Stimme aus dem Off bei Elenor Avelle, um sie und Stephanie Helmel beim Spielen der We were Here-Reihe zu unterstützen.

Und dann gab es natürlich noch den FunFact Stream bei Saskia Dreßler mit ihr und Isabelle Hellwege, bei dem wir uns zwei Stunden lang viele interessante Sachen beigebracht haben. (Diesen Freitag beschäftigen wir uns übrigens mit dem Thema „Nordische Mythologie“, schaut also gerne am 19 Uhr vorbei.)

Doch bei online blieb es nicht! Vor knapp zwei Wochen hatten Saskia, Juliane Schiesel und Aria Rauh eine Lesung in Halle/Saale unter dem Thema „Facetten der Fantastik“ auf dem ich einen Auszug aus meiner Märchenfortsetzung „Tonloses Flötenspiel“ und Elenors „Infiziert“ las.

Tja, und ich habe die Rohfassung des #Neubrandenwolfs beendet … aber genug davon, lasst uns einen kleinen Rückblick machen!

Zunächst einmal vielen Dank, an alle, die auch dieses Jahr wieder digitale Preise gespendet haben! Märchenspinnerei, Jenny Völker und die Textgemeinschaft! An Elenor und Christina Löw, die Bilderrätsel beigesteuert haben!
Und natürlich alle Rallye-Stationen und Rachel und Carola Käpernick für ihre Gastbeiträge!

Eine Zusammenfassung über alles könnt ihr hier nachlesen:

Leider habe ich es nicht geschafft, das Video vom Talk zu Japanischen Märchen mit Saskia, Christina und Mika M. Krüger zu schneiden. Irgendwie wollte das Schneideprogramm nie so, wie ich … Aber bis zum nächsten Sommer werde ich es bezwingen! Dann gibt es auch wieder ein paar Lesungsvideos!

Preise

Aber jetzt zu dem, auf das ihr alle schon so lange wartet! Die Auswertung der Punkte!

Kleiner Hauptpreis 

Eines von diesen sechs E-Books:

  • 1x Die Gefallene Fee von Jenny Völker
  • 1x Saving Rapunzel von Rabea Blue
  • 1x Der siebte Sohn von Julia Maar
  • 1x Träume voller Schatten von Christina Löw
  • 1x Der Kater unterm Korallenbaum oder: Wünschen will gelernt sein von Christina Löw
  • 1x Tropfen der Ewigkeit von Eva-Maria Obermann

haben sich verdient …

Isabelle Hellwege, Christina Löw und Sarah Sim.

Hauptpreis

Qualifiziert für

  • Ein Buch nach Wunsch – von mir zu euch bestellt – oder ein gleichwertiger Amazon Gutschein (Wert 12 €)
  • oder eines der folgenden zwölf E-Books:
    • 5x Anthologie Frühlingserwachen im Märchenland der Textgemeinschaft
    • 5x Anthologie Die koboldhafte Welt der Waldwesen der Textgemeinschaft
    • 1x Sammelband Das Meer so tief, der Wind so frei von Barbara Schinko
    • 1x Der Kater unterm Korallenbaum oder: Wünschen will gelernt sein + Vorgeschichte: Maneki Neko von Christina Löw
  • Trostpreis: Kleiner Hauptpreis

haben sich:

Anne Danck, Nicole Knappstein, Svenja Krause und Tanja Schmitz!

Anne war dabei die einzige, die alle Rätsel richtig gelöst hat!

Herzlichen Glückwunsch!

Formular

Schickt bitte eure entsprechenden Wünsche bis 19.9. über das Formular unten an mich. Wer bis dahin nichts eingereicht hat, kann leider keinen Preis bekommen.

Bis zum nächsten Jahr!

Anne/PoiSonPaiNter

Schreiberlinge im Interview: Christian Handel

Ein kleinen Interview-Nachzügler gibt es diesen Märchensommer gibt es noch. Christian Handel hat sich für seine neusten Werke dem Mini-Bogen noch einmal gestellt.

Das Märchensommer Banner zeigt eine Scherenschnitt-Fee, die Glitzer auf den verschnörkelten Schriftzug "Märchensommer" über einem aufgeschlagenen Buch streut. Alles vor einer grünen Wiese neben einem Baum und Sonnenstrahlen im Hintergrund.

Palast aus Gold und Tränen

1. Welches Element deines Märchens war am Schwierigsten umzusetzen?

In Palast aus Gold und Tränen verwebe ich vor allem osteuropäische Märchen in meine Geschichte. Eine bedeutende Rolle nimmt vor allem die berühmte Hexe Baba Yaga ein. In den Sagen, Mythen und Märchen, die sich um sie ranken, ist sie mal die Antagonistin, mal die Helferin der Held:innen. Ihr zwielichtiges Wesen so einzufangen, dass ihr auch die Leser:innen nicht ganz über den Weg trauen, war eine Herausforderung.

2. Was hat dich bei der Arbeit am Märchen am meisten zur Verzweiflung gebracht?

Der Lektoratsprozess. Das darf man jetzt nicht falsch verstehen. Ich arbeite sehr gern mit meinen Lektoren zusammen. Beim Palast merkte mein Lektor jedoch an, dass für ihn zum einen das Buch mit einem anderen Antagonisten besser funktionieren würde, zum anderen der Anfang zu ausführlich geschildert sei und sich dadurch arg zöge. Das Dumme war: er hatte recht. Das hatte zur Folge, dass ich ca. 200 Seiten noch mal gelöscht und neu geschrieben habe. Durch das Raffen des Anfangs lernten sich manche Figuren anders kennen als zunächst geplant. Und das war in den Überarbeitungsrunden wirklich extrem anstrengend, weil so eine Änderung Auswirkung auf spätere Kapitel hatte. Das war echt noch mal krass viel Arbeit. Auch für meinen Lektor. Allerdings bin ich froh, dass wir das gemacht haben, das Ergebnis liest sich meinem Empfinden nach jetzt so viel besser.

3. Welche Fassung (Film, Erzählung, Adaption) deines Märchens, außer deiner eigenen, magst du am liebsten?

Spontan fällt mir der Roman Wildwood Dancing von Juliet Marillier ein. Sie erzählt zwar eigentlich das Märchen von den Zertanzten Schuhen, versetzt es jedoch nach Transsilvanien und arbeitet osteuropäische Märchenmotive mit ein. Diese Vorgehensweise fand ich faszinierend und ich liebe den Roman.

4. Ein Film-Mensch kommt auf dich zu und möchte dein Märchen umsetzen, wen siehst du in den Hauptrollen?

Eigentlich ist sie dafür zu schön, aber Adelaide Kane (Reign) wäre sicher als Muireann phantastisch. Und Marlehn Loose wäre eine großartige Rose. Wenn wir dann gleich beim Träumen sind: Was hältst du von Helen Mirren als zwielichtige Baba Yaga?

Rowan & Ash

1. Welches Element deines Märchens war am Schwierigsten umzusetzen?

Rowan und Ash beginnt mit einer märchenhaften Erzählung um eine Schattenhexe, die eine augenzwinkernde Verbeugung an das Grimm’sche Märchen Die sechs Schwäne darstellt. Es kommt zwar nicht zu einer Schwanen-Verwandlung. Aber die Hexe, die zur bösartigen Königin wird und Schlossbewohner ihrer menschlichen Gestalt beraubt: das sind wichtige Elemente. In der zweiten Hälfte des Romans, in der es darum geht, dass Rowan sich aufmacht, seine große Liebe Ash zu retten, erfährt er mehr über die Herkunft der Schattenhexe – und diese Erkenntnisse in die Handlung einfließen zu lassen, ohne dass die Spannungskurve einknickt, war eine Herausforderung.

2. Was hat dich bei der Arbeit am Märchen am meisten zur Verzweiflung gebracht?

Zur Verzweiflung gebracht hat mich bei diesem Roman eigentlich nichts. Es war ein wunderbares Abenteuer.

Rowans Prozess, zu sich selbst zu stehen, für sich anzunehmen, dass er schwul ist und sich auf einen jungen Mann einzulassen stellt für mich den Kern des Romans dar. Ich wollte ein Buch schreiben, in dem sich sowohl queere Menschen wiederfinden und das ihnen Mut gibt, als auch eines, das heterosexuellen Menschen zeigt: so fühlt sich (für manche von uns) das Coming Out an. Diese Sorgen und Ängste quälen viele von uns in dieser Phase. Kein Coming Out gleicht jedoch dem anderen. Ich habe mich also an meinen Erinnerungen orientiert, noch mal alte Tagebucheinträge gelesen – und das hat teilweise schmerzliche Erlebnisse wieder stark in Erinnerung gerufen.

3. Welche Fassung (Film, Erzählung, Adaption) deines Märchens, außer deiner eigenen, magst du am liebsten?

Rowan & Ash erzählt mehr ein eigenes Märchen, als dass es eine Adaption ist. Da aber Elfen eine große Rolle spielen, möchte ich euch unbedingt die Comicreihe ElfQuest – Abenteuer in der Elfenwelt ans Herz legen. Diese wunderschöne, epische Fantasy-Erzählung hat mich sehr geprägt.

[Anm. In Zusammenarbeit mit The Fantasy Network wird gerade ein Audiomovie erschaffen nachdem es über Crowdfunding finanziert werden konnte.]

4. Ein Film-Mensch kommt auf dich zu und möchte dein Märchen umsetzen, wen siehst du in den Hauptrollen?

Die Schauspieler, an die ich gerade denke, sind eigentlich inzwischen zu alt, aber Ash sah vor meinem inneren Auge Sam Claflin in seiner Rolle als Finnick Odair aus den Hunger Games sehr ähnlich. Und da zwischen den beiden die Chemie zu stimmen scheint, würde Josh Hutcherscon (Peetah) als Rowan gut passen.

Mehr zu Christian gibt es hier:

Interview zu Rosen & Knochen: Christian Handel

Homepage: Christian Handel
Twitter: @DarkstarGermany
Facebook: Christian Handel Autor

Vielen Dank, Christian!

Anne/PoiSonPaiNter