Monthly Archives: Juni 2021

The Weekend Guess #136

Eine Gedankenblase mit dem Schriftzug "The Weekend Guess" auf blauem Grund und in einem braunen Rahmen

Was ist der Weekend Guess?

Ein von mir formuliertes RĂ€tsel, das Wortwitze und Wortspiele ĂŒber die Antwort selbst enthalten könnte, wird hier zum Lösen fĂŒr meine Leser:innen eingestellt.

Worum geht es bei den Fragen?

Diese sieben speziellen Fragen drehen sich um MĂ€rchen, schließlich ist MĂ€rchensommer. 😉

Was ist deine Aufgabe dabei und was bringt das fĂŒr dich?

Du kannst versuchen das RĂ€tsel zu lösen und damit fĂŒnf Punkte fĂŒr die gesammte MĂ€rchensommer Challenge sammeln!

Lasst uns einen Blick auf das dritte MÀrchenrÀtsel werfen:

Gerstenkorn-Menschlein

Welches MĂ€rchen suche ich?

Das MĂ€rchensommer Banner zeigt eine Scherenschnitt-Fee, die Glitzer auf den verschnörkelten Schriftzug "MĂ€rchensommer" ĂŒber einem aufgeschlagenen Buch streut. Alles vor einer grĂŒnen Wiese neben einem Baum und Sonnenstrahlen im Hintergrund.

Wenn ihr die Antwort kennt, benutzt NICHT die Kommentare, sondern sendet eure Antwort ĂŒber das Formular!
[wpforms id=“5834″ title=“false“ description=“false“]

Anne/PoiSonPaiNter

Schreiberlinge im Interview: Jana Jeworreck

Gerade erst habe ich euch im Rahmen des MĂ€rchensommers ihr neustes Werk vorgestellt, kommt sie nun auch selbst zu Wort und beantwortet meine Interviewfragen zu ihrer Adaption.

Das MĂ€rchensommer Banner zeigt eine Scherenschnitt-Fee, die Glitzer auf den verschnörkelten Schriftzug "MĂ€rchensommer" ĂŒber einem aufgeschlagenen Buch streut. Alles vor einer grĂŒnen Wiese neben einem Baum und Sonnenstrahlen im Hintergrund.

Heute im GesprÀch:

Jana Jeworreck

Ein paar Daten zu dir:

Meine Name ist Jana Jeworreck, ich lebe im Ruhrgebiet, bin Fantasyautorin und habe inzwischen fĂŒnf BĂŒcher im Eigenverlag veröffentlicht. Das erste Buch war „Reise in die Mitte von Mera“, mit einigem Abstand dann die Fantasytrilogie „Dreiland“ und letztes Jahr die MĂ€rchennovelle „Die Töchter des Henkers“. Hinzukommen einige kleinere Sachen, wie ein Kurzgeschichten und GedichtebĂŒchlein und eine Kurzgeschichte in der Anthologie „Schicksal, Schuld und Werden“.

Vorneweg ein paar Fragen zu deinem MĂ€rchen:

1. Welches Element deines MĂ€rchens war am Schwierigsten umzusetzen?

Ich springe bei dieser Frage direkt in den Spoileralert, denn es geht um ein zentrales Element, nĂ€mlich um einen Körpertausch. Ich wusste nicht, wie oft ich fĂŒr den Leser wiederholen musste, dass X im Körper von Y ist. Möglicherweise habe ich es fĂŒr den einen ĂŒbertrieben und fĂŒr den anderen zu wenig klar gemacht. Es war definitiv der schwierigste Teil.

2. Was hat dich bei der Arbeit am MĂ€rchen am meisten zur Verzweiflung gebracht?

Die Geschichte drohte ab der Mitte epischer zu werden, also sich zu einem richtigen Fantasyroman ausdehnen zu wollen und da fiel es mir schwer, mich zurĂŒckzuhalten. Der Weltenbau rumort noch immer in mir. Folgegeschichten sind also nicht ausgeschlossen.

3. Welche Fassung (Film, ErzĂ€hlung, Adaption) deines MĂ€rchens, außer deiner eigenen, magst du am liebsten?

Da ich kein MĂ€rchen adaptiert, sondern ein eigenes erfunden habe, gibt es keine andere Fassung. Der Schwerpunkt meiner Geschichte ist aber etwas, das mir einerseits in MĂ€rchen wichtig ist und zugleich enthĂ€lt es ein Spiel mit den Rollenbildern und Rollenmustern, die mir nicht mehr zeitgemĂ€ĂŸ erschienen.

Also Zauber, Magie, geheimnisvolle Wesen und Natur liebte ich immer im MÀrchen, auch die royalen Machtstrukturen, Schlösser und der Kampf von Arm und Reich, Sieg des Guten etc. Auch das Element der Wandlung und Verwandlung gefiel mir immer sehr.

Mir war aber wichtig, dass das hÀssliche Entlein nicht einfach schön wird, oder das arme MÀdchen eine Prinzessin, ich wollte die Frage nach der IdentitÀt stellen und auch durch zwei gleichwertige Frauenfiguren spiegeln, deren Rollen als Gut und Böse stÀndig wechseln. Muster, die mir zu simpel vorkamen, wollte ich brechen, aber die romantische Stimmung und Verzauberung beibehalten.

4. Ein Film-Mensch kommt auf dich zu und möchte dein MÀrchen umsetzen. Wen siehst du in den Hauptrollen?

Die Töchter wĂ€ren Ruth Wilson als Tonja und Mia Wasikowska als Felia. Der Henker wĂ€re Kristofer Hivju, der Prinz James Norton und der Graf Kid Harrington.  Ich gestehe, das sprengt jedes Budget. Außerdem glaube ich, dass fast alle zu alt fĂŒr die jeweiligen Rollen sind. Aber man darf ja mal trĂ€umen.

5. Was wĂŒnscht du dir fĂŒr die Zukunft deines MĂ€rchens?

Weniger Prinzessinnen mehr Königinnen. Der einscheidende Unterschied ist: Die eine ist von Beruf Tochter. Die andere ist Kanzlerin. Es geht um das Umdenken von Mustern und diese in neuen Heldengeschichten vereinfacht erzÀhlen.

Schauen wir uns deine MĂ€rchenleidenschaft mal etwas genauer an…

6. Was ist deine schönste Erinnerung, wenn es um MÀrchen geht?

Verzauberung. DĂ€umelinchen beispielsweise, das auf einem Blatt von einem Schmetterling gezogen wird und so auf dem Wasser reist. Das hat mich fasziniert und mir als Kind einen völlig anderen Blick auf die Natur gegeben. Jedes Blatt wurde zu einem Boot, jede Blume zu einem Zauberhut und kleinste Tiere ganz groß.

7. Was magst du lieber? Happy End oder Bad End?

Eine Weile dachte ich, ich wĂŒrde ein Bad Ende bevorzugen, glaube aber inzwischen, dass es um positive Ideale geht. Unsere Moral oder Ethik haben sich stark verĂ€ndert, auch weil alte Muster nicht mehr greifen. FĂŒr ein gesellschaftliches Miteinander muss es aber Ideale geben, die erstrebenswert sind. Ein Happy End, was eine „Moral der Geschichte“ passend zu unserer heutigen Zeit gibt, finde ich inzwischen wohltuend und auch wichtig.

8. Was stört/begeistert dich bei MÀrchen am meisten?

Siehe oben, das Prinzessinnen/Königinnen-Beispiel. Wichtig wĂ€re eben auch, dass das Rollenbild des Prinzgemahls auch nichts Ungewöhnliches mehr ist. Aktuell ja schön am Beispiel des verstorbenen Prinz Philip zu erkennen. Weibliche wie mĂ€nnliche Rollenbilder mĂŒssten sich erneuern. NatĂŒrlich muss man sich auch generell fragen, wofĂŒr das Bild der Monarchie im MĂ€rchen ĂŒberhaupt noch steht und welche Geschichten man damit oder abseits davon erzĂ€hlen kann. Mir fĂ€llt es schwer, mich von der romantischen „alten Welt“ zu trennen, aber MĂ€rchenmuster passen natĂŒrlich auch in ein Science Fiction Setting. Wobei ich dann denke, hier fließt die Grenze zur epischen Fantasy, bzw. richtigem Science Fiction.

(weiter bei der nÀchsten Frage)

9. Was ist fĂŒr dich typisch an einem MĂ€rchen?

Typisch fĂŒr MĂ€rchen ist fĂŒr mich, dass es nach gewissen Mustern ablĂ€uft und an mancher Stelle mehr Tell als Show hat. Manches wird eben nicht ausgearbeitet, wie in der epischen Fantasy, sondern nur „zentrale Szenen“. Außerdem gibt es einen starken Symbolismus. Es sind Analogien, Allegorien und Metaphern, die sich durch die Geschichten ziehen und komplexe Sachverhalte vereinfacht darstellen. Man kann sich mit den dahinterliegenden Themen auseinandersetzen oder auch nicht.

Zum Schluss noch ein paar mÀrchenhafte Fragen:

10. Du triffst auf ein sprechendes Tier, das dir weismachen will, dass es ein verzauberter Mensch ist. Was wĂŒrdest du tun?

Ich wĂŒrde ihn/sie/es erst ein wenig prĂŒfen und wenn ich ihm glaubte, dann wĂŒrde ich helfen.

11. Eine gute Fee will dir drei WĂŒnsche erfĂŒllen, was wĂŒrdest du dir wĂŒnschen?

Das weiß ich wirklich nicht. Die Superkraft „GlĂŒck“ in Deadpool 2 fand ich einfach genial. Vielleicht wĂ€re das mein einziger Wunsch und zwei verschenke ich. Aber da ja das Meiste in MĂ€rchen ungeahnte Konsequenzen hat, wĂ€re ich vorsichtig.

12. Welchen MĂ€rchenweg wĂŒrdest du wĂ€hlen um jemanden aus dem Weg zu rĂ€umen?

Das Duell mit Schwertern. Wenn es sich nicht vermeiden lĂ€sst, bin ich fĂŒr ehrliche Konfrontation. Auch wenn es natĂŒrlich verlockend wĂ€re, jemanden mit Zauberei oder Gift zu beseitigen. Meist hat heimtĂŒckiger Mord aber verheerende Konsequenzen.

13. Bonusfrage: Mit welcher MĂ€rchenfigur wĂŒrdest du gerne tauschen?

Ich denke, ich wĂ€re gerne fĂŒr einige Zeit DĂ€umelinchen, könnte in einer Walnussschale schlafen, wĂŒrde auf einem Seerosenblatt von einem Schmetterling ĂŒber Wasser gezogen. Aber am Ende bin ich lieber die Strippenzieherin, die Schreibende.

Mehr zu Jana gibt es hier:

Homepage: Jana Jeworreck
Facebook: Jana Jeworreck
Instagram: jana_jewo
Twitter: @herartis

Vielen Dank, Jana!

Anne/PoiSonPaiNter

The Weekend Guess #135

Eine Gedankenblase mit dem Schriftzug "The Weekend Guess" auf blauem Grund und in einem braunen Rahmen

Was ist der Weekend Guess?

Ein von mir formuliertes RĂ€tsel, das Wortwitze und Wortspiele ĂŒber die Antwort selbst enthalten könnte, wird hier zum Lösen fĂŒr meine Leser:innen eingestellt.

Worum geht es bei den Fragen?

Diese sieben speziellen Fragen drehen sich um MĂ€rchen, schließlich ist MĂ€rchensommer. 😉

Was ist deine Aufgabe dabei und was bringt das fĂŒr dich?

Du kannst versuchen das RĂ€tsel zu lösen und damit fĂŒnf Punkte fĂŒr die gesammte MĂ€rchensommer Challenge sammeln!

Lasst uns einen Blick auf das zweite MÀrchenrÀtsel werfen:

Vergesslichkeit sorgt fĂŒr StadtĂŒberschwemmung

Welches MĂ€rchen suche ich?

Das MĂ€rchensommer Banner zeigt eine Scherenschnitt-Fee, die Glitzer auf den verschnörkelten Schriftzug "MĂ€rchensommer" ĂŒber einem aufgeschlagenen Buch streut. Alles vor einer grĂŒnen Wiese neben einem Baum und Sonnenstrahlen im Hintergrund.

Wenn ihr die Antwort kennt, benutzt NICHT die Kommentare, sondern sendet eure Antwort ĂŒber das Formular!
[wpforms id=“5834″ title=“false“ description=“false“]

Anne/PoiSonPaiNter

MĂ€rchenspinnerei im Interview: Barbara Schinko

Am Montag stellte ich euch im MĂ€rchensommer die neuen BĂ€nde der MĂ€rchenspinnerei vorgestellt. Heute gibt es passend dazu die kleinen Interviewbögen von Barbara Schinko.
Banner der MĂ€rchenspinnerei. Es zeigt links ein Spinnrad auf dessem Faden zur Spindel verschiedene MĂ€rchenfiguren sitzen, stehen oder laufen.

Das Meer so tief

1. Welches Element deines MĂ€rchens war am Schwierigsten umzusetzen?

Ich wĂŒrde mal sagen der Pferdekopf. Wobei das nicht ganz richtig ist, weil ich ja schon von Anfang an gewusst habe, was ich mit diesem Element anfangen wĂŒrde. Es gibt schließlich mehrere GrĂŒnde, warum ich beschlossen habe, meine Adaption im keltischen Sprachraum anzusiedeln. 😉

2. Was hat dich bei der Arbeit am MĂ€rchen am meisten zur Verzweiflung gebracht?

Ganz ehrlich: gar nichts. Ich habe mir dieses MĂ€rchen ausgesucht und ich liebe Irland, daher war es eine Geschichte, die ich wirklich, wirklich, wirklich gerne schreiben wollte.

3. Welche Fassung (Film, ErzĂ€hlung, Adaption) deines MĂ€rchens, außer deiner eigenen, magst du am liebsten?

Ich liebe die Version der BrĂŒder Grimm trotz oder gerade wegen seiner schrĂ€gen Charaktere. Ein König, der sich null fĂŒr das Regieren seines Reichs interessiert und stattdessen die ganze Zeit auf der GĂ€nseweide Detektiv spielt, und ein Prinz, der nicht mal merkt, dass er die falsche Braut hat? Damit eröffnen sich doch wunderbar viele gedankliche Möglichkeiten.

4. Ein Film-Mensch kommt auf dich zu und möchte dein MÀrchen umsetzen, wen siehst du in den Hauptrollen?

Emma Watson als Deidre, und was Murrough angeht – der „Pooljunge“ auf dem Cover entspricht ziemlich genau meiner Vorstellung von ihm.

Der Wind so frei

1. Welches Element deines MĂ€rchens war am Schwierigsten umzusetzen?

Die GĂ€nse, aber wie schon beim ersten Band waren diese von Anfang an ein Teil meiner Planung. Irische Söldner trugen frĂŒher mal den Spitznamen „WildgĂ€nse“, und als ich das gelesen habe, stand fĂŒr mich sofort fest, wo meine Adaption spielen wĂŒrde.

2. Was hat dich bei der Arbeit am MĂ€rchen am meisten zur Verzweiflung gebracht?

Nichts. Es gibt andere Projekte, an denen man als Autor wirklich zu kĂ€mpfen hat, aber dieses hat einfach Spaß gemacht.

3. Welche Fassung (Film, ErzĂ€hlung, Adaption) deines MĂ€rchens, außer deiner eigenen, magst du am liebsten?

Die Version der BrĂŒder Grimm. Allein schon wegen des genialen Windspruchs.

4. Ein Film-Mensch kommt auf dich zu und möchte dein MÀrchen umsetzen, wen siehst du in den Hauptrollen?

Sophie Turner als Aoife. Und fĂŒr Kevin einen jĂŒngeren Brian Austin Green.

Mehr zu Barbara gibt es hier:

Interview zu Ein Mantel so rot: Barbara Schinko

Homepage: Barbara Schinko Welten zwischen den Zeilen
Facebook: Barbara Schinko

Vielen Dank, Barbara!

Das MĂ€rchensommer Banner zeigt eine Scherenschnitt-Fee, die Glitzer auf den verschnörkelten Schriftzug "MĂ€rchensommer" ĂŒber einem aufgeschlagenen Buch streut. Alles vor einer grĂŒnen Wiese neben einem Baum und Sonnenstrahlen im Hintergrund.

Anne/PoiSonPaiNter

MĂ€rchensommer Buchvorstellung #1

Willkommen in der zweiten Woche des MĂ€rchensommers!

Auch dieses Jahr werde ich euch wieder MĂ€rchenadaptionen vorstellen, die im letzten Jahr frisch herausgekommen sind oder ich neu entdeckt habe.

Das MĂ€rchensommer Banner zeigt eine Scherenschnitt-Fee, die Glitzer auf den verschnörkelten Schriftzug "MĂ€rchensommer" ĂŒber einem aufgeschlagenen Buch streut. Alles vor einer grĂŒnen Wiese neben einem Baum und Sonnenstrahlen im Hintergrund.

Den Anfang macht traditionell wieder die MĂ€rchenspinnerei:

Cover
Cover Der Wind so frei
Cover Das Meer so tief, der Wind so frei

WĂ€hrend die Hauptreihe zur Zeit ruht, hat die Licht und Schatten-Reihe mit diesem Novellenpaar zum MĂ€rchen Die GĂ€nsemagd Zuwachs bekommen.

Das Meer so tief erzĂ€hlt die Geschichte aus Sicht der Magd, die im modernen Irland in das Kleid ihrer „Herrin“ – hier Mitbewohnerin – schlĂŒpft und sich bald in einer Situation wiederfindet, die sie so nicht geplant hatte …

Der Wind so frei spielt aus der Sicht der Prinzessin, die in verarmten VerhĂ€ltnissen im modernen Irland aufwĂ€chst und von ihrer Kindheitsliebe in ein Abenteuer gestĂŒrzt wird.

Beide Novellen sind als Der Meer so tief, der Wind so frei wieder gemeinsam ĂŒber den Machandel Verlag erhĂ€ltlich.

Leider hab ich es noch nicht geschafft, es mir zu holen, aber Setting und MĂ€rchenhintergrund sind fĂŒr mich schon mal zwei interessante Punkte, immerhin ist die GĂ€nsemagd mit ihrem Fallada eines der MĂ€rchen, die wir bestimmt am hĂ€ufigsten zitieren – auch wenn Romantasy nicht unbedingt meines ist. Ich bin gespannt.

Doch auch die Nornen waren fleißig.

Cover Das Rot der Nacht
Cover Die Töchter des Henkers

Neben Katrin Ils, der ich in einem vorherigen MĂ€rchensommer ein Plotbunny verpasst habe, hat auch Jana Jeworreck sich an ein eigenes MĂ€rchen gesetzt.

In Das Rot der Nacht spielt Katrin mit verschiedenen MÀrchenelementen, allen voran dem Rapunzelturm im (Winter)wald, aber auch RotkÀppchen und Schneewittchen lassen sich wiederfinden. Dazu eine Priese Vampirismus und jede Menge dunkle Geheimnisse.

Ein bisschen was dazu, hatte sie auch in unserem Subgenrevideo zum Thema MÀrchen erzÀhlt. Schaut gerne mal rein: Subgerne MÀrchen/adaption

Die Töchter des Henkers sind ein ungleiches Paar, die mit ihrem Vater im Wald leben und als KuriositÀt gelten. Als die eine sich in verliebt, ergreift die andere ihre Chance aus dem Schatten herauszutreten.

Auf diese beiden bin ich auch schon sehr gespannt. Die Töchter liegen schon bei mir, das Rot der Nacht ist noch unterwegs.

Habt ihr schon was davon gelesen?

Alle drei Autorinnen haben sich ĂŒbrigens auch meinen Interviewfragen gestellt, seid also gespannt!

Anne/Poisonpainter

The Weekend Guess #134

Eine Gedankenblase mit dem Schriftzug "The Weekend Guess" auf blauem Grund und in einem braunen Rahmen

Was ist der Weekend Guess?

Ein von mir formuliertes RĂ€tsel, das Wortwitze und Wortspiele ĂŒber die Antwort selbst enthalten könnte, wird hier zum Lösen fĂŒr meine Leser:innen eingestellt.

Worum geht es bei den Fragen?

Diese sieben speziellen Fragen drehen sich um MĂ€rchen, schließlich ist MĂ€rchensommer. 😉

Was ist deine Aufgabe dabei und was bringt das fĂŒr dich?

Du kannst versuchen das RĂ€tsel zu lösen und damit fĂŒnf Punkte fĂŒr die gesammte MĂ€rchensommer Challenge sammeln!

Lasst uns einen Blick auf das erste MÀrchenrÀtsel werfen:

Gestirn verdeckt durch MĂ€usepelz

Welches MĂ€rchen suche ich?

Das MĂ€rchensommer Banner zeigt eine Scherenschnitt-Fee, die Glitzer auf den verschnörkelten Schriftzug "MĂ€rchensommer" ĂŒber einem aufgeschlagenen Buch streut. Alles vor einer grĂŒnen Wiese neben einem Baum und Sonnenstrahlen im Hintergrund.

Wenn ihr die Antwort kennt, benutzt NICHT die Kommentare, sondern sendet eure Antwort ĂŒber das Formular!
[wpforms id=“5834″ title=“false“ description=“false“]

Anne/PoiSonPaiNter

Hans Christian Andersen – Zwischen Armut, Ruhm und Phobien

Na, habt ihr schon den Weg durch die MĂ€rchenrallye gefunden?

Heute starten wir mit dem ersten Gastbeitrag dieses MĂ€rchensommers. Bisher haben wir uns ja recht hĂ€ufig mit den BrĂŒder Grimm beschĂ€ftigt. Mit diesem Gastbeitrag von Carola KĂ€pernick von der Textgemeinschaft widmen wir uns dem wohl berĂŒhmtesten Autoren von KunstmĂ€rchen: Hans Christian Andersen.

Das MĂ€rchensommer Banner zeigt eine Scherenschnitt-Fee, die Glitzer auf den verschnörkelten Schriftzug "MĂ€rchensommer" ĂŒber einem aufgeschlagenen Buch streut. Alles vor einer grĂŒnen Wiese neben einem Baum und Sonnenstrahlen im Hintergrund.

Hans Christian Andersen – Zwischen Armut, Ruhm und Phobien

In dem Fall des Dichters Hans Christian Andersen trifft das Sprichwort „Eigenlob stinkt“ wohl nicht so gut zu. Sicherlich war er ein begnadeter Schriftsteller, doch er beschĂŒttete sich nicht mit Eigenlob – auch, wenn er es aufgrund der Bekanntheit und der Beliebtheit seiner Werke durchaus verdient hĂ€tte. Die breite Öffentlichkeit kennt ihn als Verfasser verschiedener KunstmĂ€rchen, doch er schrieb auch in anderen Genren, was zu seinem eigenen Verdruss aber nur wenige Menschen wahrnahmen. Auch heute ist es vielen unbekannt.

Aus Hans Christian Andersens insgesamt MĂ€rchen sind vor allem diese bekannt:

  • Das hĂ€ssliche Entlein,
  • Die Prinzessin auf der Erbse,
  • DĂ€umelinchen,
  • Die kleine Meerjungfrau
  • Des Kaisers neuen Kleider
  • Die Schneekönigin
  • Das MĂ€dchen mit den Schwefelhölzern

Aber er schrieb auch sechs Romane, sieben ReisebĂŒcher, 46 TheaterstĂŒcke und 1000 Gedichte. Er wollte auf keinen Fall das Bild des „harmlosen Idyllikers“ verkörpern, sondern von den Menschen ernstgenommen werden. Erst acht Jahre, nachdem seine ersten MĂ€rchen erschienen sind, fand er sich damit ab, als Dichter fĂŒr Kinder berĂŒhmt geworden zu sein.

Doch, wer war Hans Christian Andersen ĂŒberhaupt? Was wissen wir ĂŒber den Schriftsteller, der so viele schöne KunstmĂ€rchen geschrieben hat und somit eine echte Konkurrenz fĂŒr die GebrĂŒder Grimm darstellt?

Hans Christian Andersen – eine kleine Biographie

Hans Christian Andersen erblickte am 2. April 1805 in Odense, DĂ€nemark als das Kind eines Schuhmachers und einer WĂ€scherin das Licht der Welt. Weder seine Mutter noch sein Vater verdienten viel Geld, weshalb er in Armut groß wurde und die Eltern so wenig Geld zur VerfĂŒgung hatten, dass es ihnen schwerfiel ihrem Sohn einen Besuch in der Schule zu ermöglichen.

Das soll nun keine Steilvorlage fĂŒr Kinder sein, die Andersen als Beispiel nutzen, um ihre Aussage zu unterstreichen, dass man auch ohne Schulbesuch berĂŒhmt und reich werden kann. Zwar mag das auf ihn zutreffen, doch das Leben in Armut war fĂŒr ihn kein Zuckerschlecken.

Hintergrundwissen: In dem MĂ€rchen „Das hĂ€ssliche Entlein“ reflektiert Hans Christian Andersen seine eigenen GefĂŒhle sich selbst und seines Erscheinungsbildes gegenĂŒber. Als Junge war er aufgrund seiner Optik und seiner recht hohen Stimme oft Opfer von Mobbing.

Mit nur 14 Jahren verlor Hans Christian Andersen seinen Vater, was nicht nur emotional einen großen Einschnitt in seinem Leben darstellte. Er zog in die dĂ€nische Hauptstadt Kopenhagen und arbeitete dort als Schauspieler in einem Theater. In diesem Zusammenhang fĂŒhrte er auch eigene verfasste Texte auf, die die Menschen ansprachen, sodass die Menschen schnell das große Talent erkannten, das in ihm steckte.

Der Direktor des königlichen Theaters nahm Andersen auf und ließ ihn sogar bei sich wohnen. Dank seiner Hilfe besuchte er nach der Lateinschule spĂ€ter auch die UniversitĂ€t und schrieb weiterhin eigene Texte. Seine Werke gibt es heute in mehr als 120 Sprachen. Doch auch Andersen selbst kam viel in den Kontakt mit anderen LĂ€ndern, da er ab dem Jahr 1831 leidenschaftlich gerne reiste und sich so oft, wie es ihm möglich war, in andere LĂ€nder begab. In diesem Zusammenhang verbrachte er auch einige Zeit in Deutschland.

Hintergrundwissen: Dass viele der MĂ€rchen, die Hans Christian Andersen verfasste mit einer augenscheinlich aussichtslosen und schlechten Situation der Protagonisten starten, kommt nicht von ungefĂ€hr. Der Schriftsteller verarbeitete in den Geschichten seine persönlichen Traumata, wie die Kindheit in Armut und den Tod des Vaters. 

Hans Christian Andersen heiratete nie und hat auch keine Kinder bekommen, wobei diese beiden Aspekte fĂŒr ihn keine zwingenden Bestandteile eines Happy Ends darstellten – zumindest nicht fĂŒr sein eigenes Leben. Denn in seiner spĂ€teren Autobiographie schrieb er Folgendes: „Mein Leben ist ein hĂŒbsches MĂ€rchen, so reich und glĂŒcklich.“

In dem Alter von 70 Jahren starb Andersen am 4. August 1875 an Leberkrebs und hinterließ der Welt viele schöne Werke, die Kinder und Erwachsene in vielen LĂ€ndern auch heute noch in ihren Bann ziehen, aber auch Kritiker finden, die in MĂ€rchen nur von wahrwerdenden TrĂ€umen lesen möchten.

Hintergrundwissen: Obwohl er selbst sein Leben als hĂŒbsches MĂ€rchen, reich und glĂŒcklich beschreibt, litt Hans Christian Andersen sein ganzes Leben lang unter vielen Phobien. So hatte er unter anderem Angst vor Hunden und aß kein Schweinefleisch, weil er Angst vor dem Parasiten „Trichinae“ hatte, der in Schweinefleisch vorkommen kann. Eine seiner grĂ¶ĂŸten Phobien war es allerdings fĂ€lschlicherweise fĂŒr Tod erklĂ€rt und lebendig begraben zu werden. Aus diesem Grund schrieb er jeden Abend, bevor er zu Bett ging einen Zettel auf dem er festhielt: „Ich scheine nur tot zu sein“, um sicher zu gehen, nicht lebendig begraben zu werden.

Wer einmal in die eigenen Kindheitserinnerungen zurĂŒckreist wird sich bestimmt an eines oder auch mehrere MĂ€rchen des beliebten Schriftstellers zurĂŒckerinnern. Nicht nur Hans Christian Andersens Leben selbst war also ein hĂŒbsches MĂ€rchen, sondern auch seine MĂ€rchen selbst verzaubern vielen Kindern das Leben und bescheren ihnen ganz besondere Momente. Nicht zuletzt aus diesem Grund gilt Andersen in seinem Heimatland DĂ€nemark als „national treasure“ – also als „Schatz der Nation“.

Zu Ehren von Hans Christian Andersen:

  • feiern wir immer am 2. April (dem Geburtstag des beliebten Schriftstellers) den internationalen Kinderbuchtag.
  • ließ die dĂ€nische Regierung damals eine Statue fĂŒr ihn bauen, die sich im Königsgarten in Kopenhagen wiederfindet. Andersen konnte diese noch zu Gesicht bekommen, starb jedoch vier Monate spĂ€ter, nachdem sie zu Ehren seines 70. Geburtstags aufgestellt wurde.
  • kann man sich heute sein Geburtshaus in Odense ansehen.
  • gibt es an der Langelinje SeebrĂŒcke eine Statue von der kleinen Meerjungfrau, die in der Originalfassung im ĂŒbrigen weitaus grausamer ist und kein Happy End findet, wie wir das von der heute bekannten und beliebten Filmadaption gewöhnt sind.

Die Gastautorin

Geboren im Februar 1969, lebt Carola KĂ€pernick in SĂŒdbaden. Sie betreibt die Textgemeinschaft als Herzensprojekt und sieht sich als Netzwerkerin fĂŒr Autor:innen. Zudem schreibt sie eigene BĂŒcher in verschiedenen Genren von der Romanze bis zum Krimi. MĂ€rchen liebt sie und hat mit einer ihrer Anthologieausschreibungen auch MĂ€rchen fĂŒr Erwachsene von verschiedenen Autor:innen gesammelt und herausgegeben (FrĂŒhlingserwachen im MĂ€rchenwald, dass diesen Sommer auch wieder einer der Preise ist).

Homepage: Carola KĂ€pernick
Twitter: @Textgemeinscha1

Willkommen im MĂ€rchensommer!

Es ist wieder MĂ€rchensommer!

Das MĂ€rchensommer Banner zeigt eine Scherenschnitt-Fee, die Glitzer auf den verschnörkelten Schriftzug "MĂ€rchensommer" ĂŒber einem aufgeschlagenen Buch streut. Alles vor einer grĂŒnen Wiese neben einem Baum und Sonnenstrahlen im Hintergrund.

Dieses Jahr starten wir etwas anders in diese sieben Wochen voller MĂ€rchen und Adaptionen, denn wir begeben uns direkt in die MĂ€rchenrallye!

Was ist die MĂ€rchenrallye?

Die MĂ€rchenrallye ist eine Aktion des MĂ€rchensommers, ursprĂŒnglich erdacht von Janna Ruth, seit 2018 von mir weitergefĂŒhrt. Sie ist eine mĂ€rchenhafte Reise durch verschiedene Blogs auf denen die unterschiedlichsten MĂ€rchen vorgestellt werden. Vom Startbeitrag (diesem hier) aus, kommt ihr durch die Beantwortung der MĂ€rchenfragen zu den nĂ€chsten Stationen, bis ihr das Ende erreicht habt. Auf diesem Weg mĂŒsst ihr euch die Buchstaben fĂŒr den Lösungssatz merken. Die diesjĂ€hrige Rallye hat sechzehn (16) Stationen, von der letzten Station aus werdet ihr auf einen finalen Beitrag geleitet, in dem ihr euch ĂŒber das Formular die Punkte, fĂŒr den gesamten MĂ€rchensommer anrechnen lassen könnt.

Das MĂ€rchensommer Rallye Banner zeigt eine Scherenschnitt-Fee, die Glitzer auf den verschnörkelten Schriftzug "MĂ€rchensommer Rallye" ĂŒber einem aufgeschlagenen Buch streut. Alles vor einer grĂŒnen Wiese neben einem Baum und Sonnenstrahlen im Hintergrund.

Mein MĂ€rchen ist

(Das MĂ€rchen) Von einem, der auszog das FĂŒrchten zu lernen

Es ist ein eher unbekanntes MĂ€rchen der BrĂŒder Grimm, mit folgender PrĂ€misse:

Ein junger Mann weiß nicht wie man sich fĂŒrchtet/gruselt und begibt sich auf die Reise es zu lernen. Eine Nacht im Glockenturm und unter einem Leichenbaum geben ihm keine neuen Erkenntnisse. Und auch die drei NĂ€chte im Spukschloss des Königs lehren ihm nicht das FĂŒrchten. Erst als die Prinzessin, die nach der Erlösung des Schlosses seine Frau wurde, ihn im Schlaf mit GrĂŒndlingen ĂŒberschĂŒttet bekommt er endlich eine GĂ€nsehaut und weiß von da an, was es heißt sich zu fĂŒrchten.

Das MĂ€rchen ist eines von jenen, wo die Andersartigkeit des Protagonisten als „Dummheit“ oder „EinfĂ€ltigkeit“ beschrieben wird. Seine UnfĂ€higkeit sich zu Gruseln (und anscheinend einfache Arbeiten zu verrichten, sodass er oft im Hause des Vaters in der Ecke sitzt und nichts tut) wird nicht verstanden. Die Leute, denen er begegnet können es ihm auch nicht erklĂ€ren, versuchen es oft auch gar nicht sondern schicken ihn in teils lebensgefĂ€hrliche Situationen.
Mit heutigem Wissensstand scheint eine NeurodiversitĂ€t des Protagonisten nicht unwahrscheinlich und wĂ€re fĂŒr moderne Fassungen sicher ein interessanter Aspekt.

Leben ohne Furcht

Es gibt ĂŒbrigens eine Genmutation (Kongenitale Analgesie), die dafĂŒr sorgt, dass eine Person kein Schmerzempfinden hat. Jene Personen zeigen teils eine gesenkte Hemmschwelle gefĂ€hrliche Dinge auszuprobieren. Das halte ich in Bezug auf das MĂ€rchen fĂŒr eher unwahrscheinlich. (So wie ich es verstanden habe, ist dies nur eine von mehreren Varianten, wie dieses PhĂ€nomen entstehen kann. Die Fallzahlen sind allerdings weitaus geringer, als x-beliebige Arztserien es weismachen wollen, die mindestens einmal einen Patienten mit diesem oder einem Ă€hnlichen Krankheitsbild behandeln.)

Ein Leben ohne Furcht stelle ich mir sehr befreiend, aber auch nicht unbedingt praktikabel vor. Furcht mag uns in gewissen Situationen blockieren und von dem abhalten, was uns vorwĂ€rts bringt (s.u.a. meinen Tweet von letzter Woche bzgl. Bewerben von meinen Geschichten mit queeren Charakteren). Sie sorgt aber oft genug dafĂŒr, dass wir uns nicht in waghalsige Aktionen stĂŒrzen. Sie lĂ€sst uns zögern und bedenken. Oft ist ein gut durchdachter Plan sinnvoller, als furchtloses Vorpreschen.

Auch wenn letzteres fĂŒr faszinierende Ereignisse sorgt. Im 30-jĂ€hrigen Krieg waren die Schwedischen Soldaten so gottesfĂŒrchtig, dass sie ihr Schicksal komplett in „seine“ Hand legten im Sinne von „wenn ich sterbe/lebe war es Gottes Wille“. Das fĂŒhrte dazu, dass sie in einem Schusswaffengefecht so dicht an ihre Gegner herangingen, dass sie das weiß in den Augen ihrer GegenĂŒber sehen konnten. Eine Taktik, die so sehr irritiert hat, dass sie zielsicher alles abschießen konnten, was ihnen im Weg stand – obwohl um sie herum ihre Kameraden fielen. (Wunderbar erklĂ€rt in der Sabaton History Folge zum gleichnamigen Sabaton Lied „The Carolean’s Prayer„, ab ca. 4:30)

So, nun aber zum wichtigen Punkt der Rallye!

Die MĂ€rchenfrage

Ein O um dessen Kreis Ranken geschlungen sind auf schwarzem Grund und mitgrauen graden Rahmen und darum noch ein weißer eckiger Rahmen.

Mein Lösungsbuchstabe ist ein O.

Was nimmt der Protagonist mit ins Spukschloss?

a) ein Feuer, eine Drehbank und eine Schnitzbank mit dem Messer
b) Ein Feuer, eine Keule und ein Buch
c) Ein Feuer, eine Axt und einen Bogen

Viel Spaß und verlauft euch nicht im MĂ€rchenwald!

Anne/Poisonpainter

P.S. Ist euch aufgefallen, dass der Buchstabe etwas anders aussieht als in den letzten Jahren? Elenor Avelle hat Rahmen und Blumen neu gestaltet und mir gezeigt, wie ich die Buchstaben mit der MĂ€rchensommer-Schriftart erstelle. Gefallen sie euch?