Tag Archives: Fairy Tale Summer

The Weekend Guess #121

wegWas ist der Weekend Guess?

Ein von mir formuliertes Rätsel, das Wortwitze und Wortspiele über die Antwort selbst enthalten könnte, wird hier zum Lösen für meine Leser*innen eingestellt.

Worum geht es bei den Fragen?

Diese sieben speziellen Fragen drehen sich um Märchen, schließlich ist Märchensommer. 😉

Was ist deine Aufgabe dabei und was bringt das für dich?

Du kannst versuchen das Rätsel zu lösen und damit fünf Punkte für die gesammte Märchensommer Challenge sammeln!

Lasst uns einen Blick auf das zweite Märchenrätsel werfen:

Kindererziehung mit Ziege

Welches Märchen suche ich?

Wenn ihr die Antwort kennt, benutzt NICHT die Kommentare, sondern sendet eure Antwort über das Formular!

Anne/PoiSonPaiNter

The Weekend Guess #120

wegWas ist der Weekend Guess?

Ein von mir formuliertes Rätsel, das Wortwitze und Wortspiele über die Antwort selbst enthalten könnte, wird hier zum Lösen für meine Leser*innen eingestellt.

Worum geht es bei den Fragen?

Diese sieben speziellen Fragen drehen sich um Märchen, schließlich ist Märchensommer. 😉

Was ist deine Aufgabe dabei und was bringt das für dich?

Du kannst versuchen das Rätsel zu lösen und damit fünf Punkte für die gesammte Märchensommer Challenge sammeln!

Lasst uns einen Blick auf das erste Märchenrätsel werfen:

Waldspaziergang mit Umweg

Welches Märchen suche ich?

Wenn ihr die Antwort kennt, benutzt NICHT die Kommentare, sondern sendet eure Antwort über das Formular!

Anne/PoiSonPaiNter

Julia Maar: Der Siebte Sohn

Read in English

Und weiter geht der Märchensommer mit meiner Rezension zum neunten Band der Märchenspinnerei:Der Siebte Sohn von Julia Maar, einer Adaption von „Aschenputtel“.

Worum geht’s?

4 of 5 stars

Robin ist mit seinem Leben als Lehrling in der Schmiede eigentlich ganz zufrieden, doch viel lieber würde er ein echter Ritter sein und gemeinsam mit seinen royalen Halbbrüdern an Turnieren teilnehmen. Als sein ältester Bruder Dante ihn schließlich zu seinem Knappen macht, könnte er nicht glücklicher sein.

Seine Freude wird jedoch schnell getrübt, als er einen seiner Brüder davon abhält, wie er sich an der jungen Magd Vivienne vergehen will.
Doch diese Tat könnte das Ende seines Traums bedeuten …

Das Leseerlebnis

Auch wenn ich das Buch kurz nach erscheinen auf der BuchBerlin – inklusive Autogramm von Julia – erstanden habe, habe ich es erst kurz vor dem Märchensommer tatsächlich gelesen. Zu dem Zeitpunkt war es bereits auf der Long- und später auf der Shortlist des  Deutschen Phantastik Preises (noch könnt ihr abstimmen dafür). D.h. meine Erwartungen waren relativ hoch, auch wenn ich versucht habe sie zu drücken.

Da es ein relativ kurzes Buch ist, hatte ich es auch relativ schnell durch, was aber auch bedeutete, dass einige Handlungsstränge oder Hintergrunde nur angedeutet und nicht ausgebaut wurden.
Das störte in den meisten Fällen allerdings nicht, da selbst das schon genügte das entsprechende Bild zu zeichnen.

Der finale Twist wirkte etwas sehr konstruiert, aber doch auf eine gewisse Art glaubwürdig. Man konnte es sich denken, vielleicht nicht unbedingt so, aber es war doch recht offensichtlich, das hinter dem Charakter mehr steckte.

Die Charaktere

Robin ist ein Niemand, ein Außenseiter, der Bastard des Königs, der eher geduldet als gemocht wird. Ich gehöre ja zu denen, die eher Kontakt zu den Außenseiter knüpfen kann, wodurch er mir sehr sympatisch war. Auch wenn mich seine Naivität gegenüber seinen Brüdern doch etwas genervt hat. Glücklicherweise hat er das ja schnell abgelegt.

Vivienne und Karl waren eine wunderbare Ergänzung. Clever, witzig und gefühlvoll, neugierig und loyal.
Hinter allen dreien steckt noch so viel mehr Geschichte, die leider auf den Seiten keinen Platz mehr gefunden hat.

Über die Prinzen hingegen muss ich gar nicht mehr wissen, es würde mich vermutlich zu sehr aufregen … solche Kotzbrocken … *grummel* oder in anderen Worten: Sehr gute, unsympathische Charaktere.

Die Eltern der ganzen Leute hier spielten zwar eine Nebenrolle, so ganz genau konnte ich ihren Argumentationen allerdings nicht folgen. Einiges erschien mir zu unlogisch, aber vielleicht bin ich hier auch wieder zu sehr Realist und mein romantisches Unverständnis lässt das nicht zu. 😀

Welchen Charakter ich allerdings nicht wirklich verstanden habe, war der Hund – und ein bisschen das doch recht menschliche Pferd … Die Enthüllung zu ihm, war für mich ein „Hä? Wie jetzt?“- Moment und mir fehlt hier einfach die essentielle Information wer zuerst da war … und wie das überhaupt funktioniert …

Generelle Meinung

Das Originalmärchen wurde auf wunderbare Weise eingebaut. Der Schuh, die Magie und das alles ohne tote Eltern und Stiefgeschwister. 😀 Na gut, nicht ganz ohne tote Eltern, aber die waren nicht auf Aschenputtels, ähm, Robins Seite der Familie …

Meiner Meinung nach hat das Buch seinen Platz auf der Liste verdient, selbst wenn für mich hier und da noch an Schräubchen gedreht oder noch was ergänzt werden könnte, damit es komplett rund ist.

Alles in Allem hat die Geschichte einfach ein Happy End, das man den Charakteren von Herzen gönnt.

Dinge, die ich hinzufügen möchte

Die Märchenspinnerei ist dafür bekannt, ungewöhnliche Adaptionen zu schreiben. Zusammen mit der Anthologie „Es war einmal …. ganz anders“ ist dies die erste von drei Aschenputtel-Adaptionen, die nicht den traditionellen Geschlechterrollen entsprechen. Auf Twitter habe ich mich ein bisschen genauer dazu ausgelassen: Cinderella Funfacts.

Morgen gibt es hier ein Interview mit Julia. Ein E-Book von Der Siebte Sohn könnt ihr während des Sommers gewinnen. (Das Schreiben eigener Rezensionen zu Märchen(adaptionen) bringt übrigens auch 3 Punkte. 😉 )

Anne/PoiSonPaiNter

© Für das Cover gehören den rechtmäßigen Besitzern.
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Lies auf Deutsch

And the Märchensommer continues with my review of the nineth volume of the Märchenspinnerei: Der Siebte Sohn (The Seventh Son) by Julia Maar, an adaptation of the Cinderella.

What is it about?

4 of 5 stars

Robin is quite happy with his life as an apprentice in the forge, but he would much rather be a real knight and take part in tournaments together with his royal half-brothers. When his eldest brother Dante finally makes him his squire, he couldn’t be happier.

However, his joy is quickly clouded when he prevents one of his brothers from wanting to molest the young maid Vivienne.
But this act could mean the end of his dream…

The reading experience

Even though I bought the book shortly after it was published on BuchBerlin – including Julia’s autograph – I only read it shortly before the fairytale summer. At that time it was already on the long list and later on the shortlist of the Deutschen Phantastik Preises (German Fantasy Prize – you can still vote for it). Meaning my expectations were relatively high, even if I tried to push them down.

Since it is a relatively short book, I went through it relatively quickly, which also meant that some storylines or backgrounds were only hinted at and not expanded.
This did not disturb in most cases, however, since even that was already enough to draw the corresponding pictures.
The final twist seemed very constructed, but in a certain way credible. You could have figured it out, maybe not necessarily like that, but it was quite obvious that there was more to the character.

The characters

Robin is a nobody, an outsider, the king’s bastard, who is tolerated rather than liked. I am one of those who rather like to socialize with the outsiders, which made me very fond of him. Even if I was a little annoyed by his naivety towards his brothers. Fortunately, he got rid of that quickly.

Vivienne and Karl were a wonderful addition. Smart, funny and soulful, curious and loyal.
Behind all three of them there is so much more to tell, which unfortunately has not found a place on the pages.

About the princes, however, I don’t need to know any more, it would probably agitate me too much… such scoundrels … *grumble* or in other words: Very good, unsympathetic characters.

The parents of all the people here played a supporting role, but I couldn’t follow their arguments exactly. Some things seemed too illogical to me, but maybe I am too much of a realist here again and my romantic incomprehension does not allow that. 😀

However, the character I didn’t really understand was the dog – and a little bit the quite human horse… The revelation regarding him was a „Huh? What now?“ moment for me and I just lack the essential information of who was there first… and how that even works…

General Opinion

The original Fairy Tale was wonderfully incorporated. The shoe, the magic and all this without dead parents and stepsiblings. Well, not entirely without dead parents, but they weren’t on Cinderella’s, um, Robin’s side of the family…

In my opinion, the book deserves its place on the list, even if here and there I would have liked to have some fine tuning or something added so that was completely round.

All in all, the story just has a happy ending, which you grant the characters from the bottom of your heart.

Stuff I’d like to add

The fairy tale spinning mill is known for writing unusual adaptations. Together with the anthology „Es war einmal …. ganz anders“ (Once upon a time…. quite different), this is the first of three Cinderella adaptations that do not conform to traditional gender roles. On Twitter I explained a little bit more about it: Cinderella Funfacts.

Tomorrow there will be an interview with Julia.

Anne/PoiSonPaiNter

© For the cover belongs to its rightful owner.

Es war einmal ein Brüderpaar …

Read in English

Letztes Jahr hat Jan sich der Mär vom Chen angenommen, dieses Mal beschäftigt er sich mit dem sprachlichen Einfluss der Brüder Grimm auf unsere heutige Märchenwelt.

Es war einmal ein Brüderpaar …

Jeder in deutschen Landen kennt die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, nicht zwingend aus eigener Anschauung. Die halbe Welt kennt die Grimm‘schen Märchen und das meist dank einer (äußerst freien) Filmadaption. Dennoch sind die Brüder Grimm die ersten Autorennamen, wenn wir an Märchen denken, und ihre Stimmen sind das Maß, wenn wir uns den Text vorstellen. Dabei wollten sie weder Autoren sein, noch eine eigene Stimme in diesen Märchen zeigen.

Am Anfang war die Bitte, Könnt ihr für mich Märchen sammeln? Diese ersten 50 Märchen hat Clemens Brentano (dt. Schriftsteller des 19. Jh.) nie verwendet, aber die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm sammelten weiter Märchen und Erzählungen. In ihrer letzten Ausgabe der Kinder- und Hausmärchen stehen über 200 Märchen geschrieben. Sie suchten eine unverfälschte Form deutscher Literatur und deutscher Kultur. Das 19. Jahrhundert war im Ganzen auf der Suche nach einer deutschen Identität und der eigenen Nation und für die Grimms war Sprache der Weg zu einer Antwort. Sie sammelten nicht nur Märchen, sondern auch Legenden, mittelalterlichen Minnesang, althochdeutsche Epen und vieles mehr. Ihre Märchensammlung ist nur die berühmte Spitze des Eisberges.

Randbemerkung: Vor allem Wilhelm Grimm sammelte und schrieb an den Texten, Jacob Grimm kümmerte sich mehr um die wissenschaftlichen Anmerkungen. Jacob Grimm ist wesentlich bekannter für seine sprachwissenschaftlichen Arbeiten und seine Deutsche Grammatik ist eine der Gründungsschriften der Germanistik.

Die Kinder- und Hausmärchen waren die Grimm‘sche Antwort auf die Frage: Was ist ureigentlich deutsch? Sie übernahmen Geschichten wie Rotkäppchen, welche in ganz Europa verbreitet war, weil sie glaubten hier eine Spiegelung germanischer Kultur zu sehen. Und was ist schon germanische Kultur, wenn nicht der Anfang von Deutschheit? Unter ihren Quellen (sprich: ausgewählte Menschen, die ihnen Märchen erzählten) befanden sich auch Hugenotten, also Franzosen. Denke der Leser hierzu bitte seinen eigenen Teil.
Um diese Deutschheit stärker aus den Märchen zu heben, führten die Grimms regionale Wendungen, Dialektsprache und gerne Plattdeutsch in ihre Textfassungen ein. Unter den Grimms hieß die Freundin der sieben Zwerge noch „Sneewittchen“ und obwohl ihr Name heute an unsere Standard sprechenden Zungen angepasst ist, Hochdeutsch ist er immer noch nicht. Niemand nennt sie „Schneeweißchen“.
Allerdings überarbeiteten sie die Märchentexte nicht nur in Hinblick auf dialektale Sprache. Nach der ersten Veröffentichung und der teilweise harschen Kritik überarbeitete Wilhelm Grimm die sexuellen Anspielungen, die in vielen Märchen vorhanden waren und nicht als kindgerechet angesehen wurden. Aus Rapunzel beispielsweise nahm er die deutliche sexuelle Beziehung zwischen dem Prinzen und dem Mädchen im Turm heraus. Außerdem fügte er so manchesmal Moral in den Text ein, um Gewalt abzuwschächen oder die Lehre zu verdeutlichen. Es sollte eben kinderfreundlicher werden.
Die Märchen sollten auch leserfreundlich sein, also fügte Wilhelm Grimm ihnen mehr Details ein, erfand Dialoge und arbeitete Motive, Themen und Handlungsstränge aus. So mancher Märchentext wuchs in dieser Weise auf die doppelte Länge an. Darüber hinaus passte er die Erzählsprache der Märchen einander an, damit sie stilistisch zueinander passen und nicht wie das bunt zusammengewürfelte Sammelsurium klangen, dass sie eigentlich waren. Er arbeitete einen rustikalen Ton heraus und gab den Wörtern einen deutschen Anstrich. Wenn in vielen Märchen von Feen, Prinzen und Prinzessinnen die Rede war – alles französische Wörter – verdeutschte er diese Figuren zu Zauberinnen, weise Frauen und Königssöhnen bzw. -töchtern.

Wenn es heißt „Es war einmal …“, dann hören wir Wilhelm Grimm erzählen, weniger eine Urformel der Märchenerzählung. Wenn es heißt „Sie hätte Schneewittchens Lunge und Leber gegessen“, dann ist es Wilhelm Grimms Verdienst, dass sie nicht mehr Schneewittchens leibliche Mutter und damit diese schreckliche Szene weniger schrecklich war. Wenn es heißt „Frau Königin, Ihr seid die Schönste hier, aber Schneewittchen über den Bergen bei den sieben Zwergen ist noch tausendmal schöner als Ihr“, dann lesen wir Wilhelm Grimms Dichtkunst. Wenn es heißt „Es geschah aber, daß ein Königssohn in den Wald geriet und zu dem Zwergenhaus kam“, dann schrieb Wilhelm Grimm jedes Wort so deutsch, wie er nur konnte.

Die halbe Welt kennt die Brüder Grimm als die Autoren von Märchen und dieser Ruhm wird ihrem Einfluss auf die Gestalt von Märchen gerecht. Sie verfassten die Formeln und Wendungen, die wir alle aus Märchen kennen und von Märchen erwarten. Sie waren mehr als nur Sammler auf der Suche nach deutscher Kultur. Sie erschufen deutsche Kultur.

Der Gastautor:

In Greifswald studierte Jan Laumeier Sprachwissenschaft und trat mit dem Autorenverein GUStAV zu Lesungen auf. Das Publikum lachte, weinte und staunte mit seinen Kurzgeschichten. Er schreibt von Problemen der Liebe und des Alltags, von Mythen, Magie und Tod, von fremden Kulturen und Sprachen. Sein Lieblingszitat ist: „Habe keine Angst vor der Perfektion: du wirst sie nie erreichen.“ (Salvador Dalí)

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Twitter: Ingenius11

Anne/PoiSonPaiNter
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Lies auf Deutsch

Last year Jan took up the Tale of Chen, this time he looks at the linguistic influence of the Brothers Grimm in our Fairy Tale world today.

Once upon a time there were two brothers …

Everyone in Germany knows the Children’s and Household Tales by the Brothers Grimm, not necessarily of their own viewing. Half the world knows of Grimm’s folk tales and often thanks to a (exceedingly free) film adaptation. Nevertheless, the Brothers Grimm are the first authors, when we think about Fairy Tales, and their voices are the measurement, when we imagine the wording. Although they did not want to be authors, nor did they want their voices to show off in these folk tales.

In the beginning was the request: Could you collect some folk tales for me? These first 50 tales were never used by Clemens Brentano (germ. writer in the 19th century), but the brothers Jacob and Wilhelm Grimm collected more tales and stories. The last issue of their Children’s and Household Tales included more than 200 tales. They searched for a pure form of German literature and German culture. The 19th century as a whole was searching for a German identity and their own nation. The brothers thought language was the way to an answer. They not only collected folk tales, but also legends, medieval minnesongs, Old High German epics and much more. Their collection of folk tales is just the famous tip of the iceberg.

Side note: Primarily Wilhelm Grimm collected and wrote these tales, Jacob Grimm mostly took care of the scientific annotations. Jacob Grimm is mostly famous for his linguistic work and his German Grammar is one of the founding papers of the academic field of German language and literature studies.

The Children’s and Household Tales were the Grimm’s answer to the question: What is innately German? They adopted stories like Little Red Riding Hood, which was widely spread in all of Europe, because they thought it reflected Germanic culture. And what is Germanic culture, if not the beginning of Germaness? Among their sources (say: chosen people, who told them folk tales) were Huguenots, thus French people. May the reader make of this what he wants.
To emphasize this Germaness in their folk tales, the Brothers used regional phrases, dialects and their liked to use Low German in their versions. For example, in the Grimm’s version the friend of the seven dwarfs was still called „Sneewittchen“ and even though her name nowadays has been adapted to our Standard German speaking tongues, it’s still not High German. Nobody calls her „Schneeweißchen“.1
But they did not only revise with regard to dialectal language. After the first publication and some harsh critics Wilhelm Grimm reworked the sexual innuendos, which were present in many of the tales but were not deemed as appropriate for children. In Rapunzel he deleted the sexual relationship between the prince and the girl in the tower. Furthermore, he added some morality to weaken the violence or to polish the education value. The tales should be child friendly after all.
Also, the tales should be reader friendly, hence Wilhelm Grimm integrated more details, imagined dialogue and strengthened motives, themes and plot lines. Some of the text grew twice as long with this method. Moreover, he leveled the narrative language of the tales, so they became stylistically similar and less like a colorful random smorgasbord, which they actually were. He worked in a rustic tone and gave the words a German coat. Whenever there were fairies, princes and princesses mentioned in the tales – all of them words of French origin – he germanized these characters as „Zauberinnen“ (enchantresses), „weise Frauen“ (wise women) and „Königssöhne“ or „Königstöchter“ (king’s son and daughters).

When it says „Once upon a time …“, then we hear Wilhelm Grimm narrating, less a prototype of the narration of folk tales. When it says „She had eaten Snow-White’s lungs and liver“, then it is to Wilhelm Grimm’s credit it wasn’t Snow Whites biological mother anymore and therefore this terrible scene was a little less terrible. When it says „Mirror, mirror, on the wall, who in this land is fairest of all?“ – „You, my queen, are fair; it is true. but Snow-White is a thousand times fairer than you“, then it is Wilhelm Grimm’s poetic talent we witness. When in the German version it is a „king’s son“ who kisses Snow White, then Wilhelm Grimm wrote every word as German as he possibly could.

Half the world knows the Brothers Grimm as the authors of fairy tales and their fame lives up to their influence on the form of folk tales. They invented phrases, we all know from Fairy Tales and we also expect from them. They were more than just collectors in search of German culture. They created German culture.

1 For everyone not familiar with German dialects: „snee“ is Low German for „Schnee“ (eng. snow); and „wittchen“ is Low German for „weißchen“ (eng. little white).

The Guest-Author:

Jan Laumeier studied linguistics in Greifswald and performed readings with the author association GUStAV. The audience laughed, cried and marveled at his short stories. He writes about the problems of Love and everyday life, about myths, magic and death, about foreign cultures and language. His favourite quote is: „Don’t fear perfection: You will never reach it.“ (Salvador Dalí)

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Katherina Ushachov: Zarin Saltan

Read in English

Und weiter geht der Märchensommer mit meiner Rezension zum achten Band der Märchenspinnerei: Zarin Saltan von Katherina Ushachov, einer Adaption von des russischen Märchens „Zar Saltan„.

Worum geht’s?

4 of 5 stars

Slavistik Studentin Anna will eigentlich nur eins: Endlich ihren Abschluss in der Tasche haben. Es kommt dann allerdings doch alles anders, als Viktor in einer kitschigen Russenbar begegnet.

Als ihre Freundinnen sie schließlich einfach zu einer russischen Heiratssendung anmelden und sie in gerade dieser Sendung erneut auf Viktor trifft, ist gar nichts mehr so, wie sie es sich vorstellt.

Ihre Freundinnen allerdings gönnen ihr ihr neues Glück nicht und hecken einen perfiden Plan aus. Nur eine kann Anna nun noch helfen: Eichhörnchen Irina.

Das Leseerlebnis

Anfang des Jahres habe ich Katherina bei ihrer Aktion #Schusselhörnchen unterstützt, kurz darauf, habe ich dann angefangen es endlich selbst zu lesen.

Mit einer netten Prise Humor führt sie leicht durch die Handlung, die Streckenweise aber auch sehr dunkle und psychotische Züge annimmt.

Das Originalmärchen habe ich erst im Zusammenhang mit der Veröffentlichung gelesen und finde, dass die Elemente des Originalmärchens auf faszinierende Weise eingebunden wurden. Besonders die Umsetzung des schnell heranwachsenden Sohns fand ich klasse, auch wenn das für werdende Mütter vielleicht keine allzu nette Szene ist. Im „echten Leben“ wäre das aber SEHR merkwürdig gewesen … und eher in Richtung Science Fiction als Fantasy.
Was ich auch hier wieder großartig fand, ist das es das Märchen im Märchen gibt und darauf Bezug genommen wird, wie schon bei Hollerbrunn.

Allerdings merkt man der Geschichte an, dass Katherina selten Romantik schreibt, denn in der Hinsicht habe ich an einigen Stellen nicht so sehr mit den Charakteren mitgefiebert, wie ich es bei anderen getan hätte. Nichtsdestotrotz waren die Szenen während der Heiratssendung zum Fremdschämen gut geschrieben. 😀

Die Charaktere

Anna ist eine kluge, unabhängige Frau. Selbst als sie mit Viktor zusammenkommt schmeißt sie nicht sofort alles hin um nur noch Hausfrau zu sein, sondern kümmert sich weiterhin um ihren Abschluss. Wunderbar, ganz anders als die Zarin im Märchen. Selbst als alles verloren scheint, gibt sie nicht auf, reißt sich zusammen und tut was ihr das sprechende Eichhörnchen sagt. 😀

Viktor hingegen wirkt etwas platt, da sein Hauptstreben ist, der Frau in die er verliebt ist hinterherzutrauern oder sie zu vergöttern. Also genau das, was normalerweise die Rolle der Frau ist, was es wieder irgendwie … lustig macht. Dennoch hat auch er ein paar Momente, vor allem in Interaktion mit seinem Kollegen Kurschakov, die das wieder etwas wett machen.

Was mich am meisten störte, war der schnelle Abriss der Beziehung zwischen Anna und Viktor. Auf nur einer Seite rast Katherina durch genau die Momente, die für mich die Beziehung glaubhaft und mich den Charakteren näher gebracht hätte. Dadurch konnte mich der Schicksalsschlag, der Anna widerfährt erst viel später treffen und das fand ich schade. Diese kleinen Szenen und Momente, die fast zum Schluss erzählt werden hätte ich mir viel früher gewünscht.

Annas Freundinnen waren den Schwestern der ursprünglichen Zarin nachempfunden und waren so hinterhältig und arg, dass ich mich mehrmals fragte, warum Anna immer noch mit ihnen befreundet war, warum sie ihnen immer wieder eine Chance gab.

Die anderen Charaktere spielten nur kleinere Rollen, hatten aber zum Teil trotzdem ein bisschen Hintergrundgeschichte, wie zum Beispiel die Moderatorin der Heiratssendung.

Wen ich noch vergessen habe ist natürlich das quirlige Eichhörnchen, das Anna zu ihrem Glück verhilft. Zu viel will ich über sie gar nicht verraten, nur, dass ich bei jeder Erwähnung eines Eichhörnchens bereits die Ohren gespitzt hatte. 😀

Generelle Meinung

Als jemand, der mit russischen Märchenfilmen und den Überbleibseln der ehemaligen russischen Besatzungszone/DDR aufgewachsen ist, hatte ich, denke ich, eine andere Herangehensweise an diese Adaption. Ich wusste, wie bizarr russische Märchen sein können. Bei Lesern, die diesen Hintergrund nicht haben, könnte es sein, dass hier ein bisschen der Bezug und dadurch der Wunsch es zu lesen, fehlen könnte, was sehr schade ist.

Auch wenn Katherina an der Romantik und die dadurch verbundene Nähe zu den Charakteren noch etwas feilen muss, fühlte ich mich gut unterhalten. Humor und Ernsthaftigkeit wechselten sich passend ab und langweilig war die Geschichte nie. 😀

Dinge, die ich hinzufügen möchte

In „Magisches Erbe“ aus der Reihe „Schuld der Ahnen“ von Anna Kleve, hat das Buch sogar einen Gastauftritt, aber dazu mehr, wenn ich das Buch in ein paar Wochen rezensiere.

Morgen gibt es hier ein Interview mit Katherina. Ein Exemplar von Zarin Saltan könnt ihr in der Märchenrallye nächste Woche als E-Book und durch das Sammeln von Punkten während des Sommers als E-Book und signiertem Print gewinnen. (Das Schreiben eigener Rezensionen zu Märchen(adaptionen) bringt übrigens auch 3 Punkte. 😉 )

Anne/PoiSonPaiNter

© Für das Cover gehören den rechtmäßigen Besitzern.
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Lies auf Deutsch

And the Märchensommer continues with my review of the eighth volume of the Märchenspinnerei: Zarin Saltan(Tzaritza Saltan) by Katherina Ushachov, an adaptation of the Russian Fairy Tale „Tzar Saltan„.

What is it about?

4 of 5 stars

Slavic studies student Anna only wants one thing: to finally have her degree. But then everything goes differently when she meets Viktor in a kitschy Russian bar.

When her friends eventually register her for a Russian marriage show and she once again meets Viktor on this show, nothing is the way she imagined it.

Her friends, however, do deny her her new happiness and hatch a perfidious plan. Only one can help Anna now: Squirrel Irina.

The reading experience

Earlier this year I supported Katherina with her promotion #Schusselhörnchen, shortly afterwards, I finally started to read it myself.

With a nice pinch of humor she leads easily through the plot, which also takes on very dark and psychotic features.

I read the original fairy tale only in context with the publication and think that the elements of the original fairy tale were incorporated in a fascinating way. I especially liked the realization of the rapidly growing son, even though this may not be too nice a scene for expectant mothers. But in „real life“ this would have been VERY strange… and more science fiction than fantasy.
What I found great here again is that there is the fairy tale in the fairy tale and it is referred to, like it was in Hollerbrunn.

But you can tell from the story that Katherina seldom writes romance, because in that respect I wasn’t as excited about the characters in some places as I would have been with others. Nevertheless, the scenes during the marriage show were well written to feel ashamed for them (fremdschämen as we call it in German). 😀

The characters

Anna is a smart, independent woman. Even when she meets Viktor, she doesn’t immediately throw everything away to be just a housewife, but continues to take care of her graduation. Wonderful, very different from the Tsarina in the fairy tale. Even when everything seems lost, she doesn’t give up, pulls herself together and does what the talking squirrel tells her to. 😀

Viktor, on the other hand, seems a little bland because his main striving is to mourn or worship the woman he is in love with. So exactly what is normally the role of the woman, which somehow makes it … funny. Nevertheless, he also has a few moments, especially in interaction with his colleague Kurschakov, which make up for that somewhat.

What bothered me the most was the quick breakdown of the relationship between Anna and Viktor. On only one page Katherina races through exactly the moments that would have made the relationship credible for me and brought me closer to the characters. Thus, the blow of fate that happens to Anna only hit me much later and that was unfortunate. Those little scenes and moments that are told almost at the end I would have wished for much earlier.

Anna’s friends were based on the sisters of the original Czarina and were so deceitful and despicable that I asked myself several times why Anna was still friends with them, why she always gave them another chance.

The other characters only played smaller roles, but still had some background stories, like for example the host of the marriage show, which was a nice addition.

Who I forgot is of course the lively squirrel, which helps Anna achieve her happiness. I don’t want to tell you too much about her, only that I had already pricked up my ears every time a squirrel was mentioned. 😀

General Opinion

As someone who grew up with Russian fairy tale films and the remnants of the former Russian occupation zone / GDR, I think I had a different approach to this adaptation. I knew how bizarre Russian fairy tales could be. For readers who do not have this background, it could be that the connection and therefore the desire to read it could be missing, which is a pity.

Even though Katherina still needs to work on the romance and the resulting closeness to the characters, I felt well entertained. Humour and seriousness alternated and the story was never boring. 😀

Stuff I’d like to add

In „Magisches Erbe“ (Magical Heritage) from the series „Schuld der Ahnen“ (Sins of the Ancestors) by Anna Kleve, the book even has a guest appearance, but more about that when I review the book in a few weeks.

Tomorrow there will be an interview with Katherina.

Anne/PoiSonPaiNter

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Anna Holub: Meerschaum

Read in English

Auch in diesem Märchensommer werde ich wieder ein paar Bücher rezensieren. Anfangen möchte ich dabei mit dem siebten Band der MärchenspinnereiMeerschaum von Anna Holub, einer Adaption von Hans-Christian Andersens „Kleinen Meerjungfrau„.

Worum geht’s?

4 of 5 stars

Journalist Oliver steckt in der Krise, die Schreibblockade hat ihn voll erwischt. Als er auf drängen seiner „Chefin“ endlich etwas abliefert, kommt er vom Regen in dir Traufe. Anstatt seines Enthüllungsberichts über illegalen Menschenhandel in einem Großkonzern, soll er eine Jobhudelei auf eben jenen verfassen. Doch hinterrücks bittet der junge Firmenchef ihn ein paar weitere Nachforschungen für ihn anzustellen.

Und was hat das Ganze eigentlich mit der unbekannten Schönheit zu tun, von dem sein Freund Mathieu so angetan ist?

Die Kleine Meerjungfrau als Skandinavien-Krimi.

Das Leseerlebnis

Meerschaum war der letzte Band, der während des letzten Sommers herausgekommen ist. Schon die ersten Veröffentlichungsteaser hatten mich neugierig gemacht und das obwohl ich nicht unbedingt ein Krimileser bin, die schaue ich mir lieber als Serien an. Anna hat die Geschichte um Oliver und die stumme Fremde jedoch so gut aufgearbeitet, dass es ich es nicht weiter bemerkte, denn der eigentliche Krimi Aspekt war eher in eine hautnah-Recherche umgewandelt.

An ein paar Stellen gingen mir die Übergänge zu schnell, da hätte ich mir etwas mehr Inhalt, mehr Erklärung gewünscht, um besser nachvollziehen zu können, warum ein Charakter was nun gerade macht – und wie viel Einfluss tatsächlich die Undine darauf hatte.

Die Einbindung dieser Sagengestalten ist einerseits gut gelungen, andererseits für meinen Geschmack etwas kurz geraten, aber ich bin jemand der gerne ausschweifende Erklärungen über magische Wesen liest. Selbst zum Schluss wusste ich leider nicht genau, was die Undinen dieser Geschichte nun eigentlich konnten.

Was auch sehr offen geblieben ist, ist das Ende an sich und solange Anna nicht explizit irgendwo schreibt, dass der eine Charakter tatsächlich tot ist, werde ich der festen Überzeugung sein, dass es noch eine Rettung gab … und selbst wenn, werde ich es eventuell einfach öhm … ignorieren. 😀

Die Charaktere

Wie ich bereits im letzten Sommer gesagt habe, war mir Oliver von vornherein sympatisch und er ist es auch im Verlaufe des Buches geblieben. Seine doch recht zynische Art die Dinge anzugehen, machen ihn definitiv zu einem der Highlights des Buches.

Mathieu hingegen war mir schon zu anstrengend, zu sehr versessen darauf das Mädchen zu finden und zu labil, was nur darauf hinweist, dass seine Charakterisierung als der besessene Freund gut funktioniert.

Neben Oliver war Komissarin Berg mir noch am sympatischsten, die zwar den Regel folgt, aber doch ihren eigenen Weg geht, ihr Kollege ging mir einfach nur auf den Keks, aber das war vermutlich so beabsichtigt.

Die Meerjungfrau selbst schwankte zwischen sehr genialen Momenten und solchen, die sich für mich nur schlecht mit diesen verbinden ließen. Als wäre sie zwei verschiedene Personen. Was in gewisser Weise ja auch irgendwie stimmt …

Viele der Nebencharaktere werden nur kurz eingeführt und verschwinden dann, um später nochmal einen kleinen Auftritt zu haben, was dafür sorgte, dass hin und wieder die Zusammentreffen leider schon etwas konstruiert wirkten.

Generelle Meinung

Die Geschichte ist faszinierend aufgebaut. Je mehr Details zum Vorschein kommen, umso mehr fügt sich das große Rätsel zu einem stimmigen Ganzen zusammen, so wie es bei einem guten Krimi der Fall sein muss. Auch wenn mir wie gesagt, kleinere Details dann doch fehlten.

Die Stimmung des Ganzen ist wunderbar festgehalten, die Charaktere wirken für ihre Zwecke realistisch, trotz konstruierter Treffen und ich staune über den Kaffeekonsum der Dänen …

Ich hätte mir wie gesagt auch ein bisschen mehr zur Undinenlegende gewünscht, aber das ist persönliche Meinung.

Gefallen hat es mir definitiv und meine Vorfreude wurde bestätigt.

Dinge, die ich hinzufügen möchte

Aus irgendeinem Grund habe ich mich sehr schwer getan mit dieser Rezension. Ob Olivers Schreibblockade abgefärbt hat? Ich weiß es nicht … es kann also sein, dass ich den Text oben immer mal wieder noch ein Stück anpasse, wenn mir etwas einfällt, an das ich bisher nicht gedacht habe.

Morgen gibt es dann nicht nur hier ein Interview mit Anna, sondern bei Trimagie und Drachengeschichten und Nordlichter auf Facebook auch die ersten Bilderrätsel.

Anne/PoiSonPaiNter

© Für das Cover gehören den rechtmäßigen Besitzern.
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Lies auf Deutsch

This Fairy Tale Summer I will again review a few books. I would like to start with the seventh volume of the Märchenspinnerei: Meerschaum by Anna Holub, an adaptation of Hans-Christian Andersen’s „Little Mermaid„.

What is it about?

4 of 5 stars

Journalist Oliver is in a slump, the writer’s block has hit him hard. When he finally delivers something at the insistence of his „boss“, he comes out of the frying pan into the fire. Instead of his disclosure report about illegal human trafficking in a large corporation, he is to write an adulation of the same. But behind closed doors the young company boss asks him to do some more research for him.

And what does all this have to do with the unknown beauty his friend Mathieu is so taken with?

The Little Mermaid as a Scandinavian thriller.

The reading experience

Meerschaum was the last volume that came out during the last summer. Already the first release teasers had made me curious and this although I am not necessarily a detective story reader, I prefer to watch them as series. Anna worked out the story about Oliver and the mute stranger so well, however, that I didn’t notice it further, because the actual thriller aspect was rather transformed into first-hand research.

In a few places the transitions went too fast for me, I would have wished for a bit more content, more explanation, in order to be able to understand better why a character does something – and how much influence the Undine actually had on it.

The integration of these legendary creatures has succeeded well on the one hand, on the other hand it is a little short for my taste, but I am someone who likes to read excessive explanations about magical beings. Even at the end I didn’t know exactly what the undines of this story actually could do.

What also remained very open is the end itself and as long as Anna does not explicitly write somewhere that one character is actually dead, I will be convinced that there was still a rescue… and even if she does, I might just, um … ignore it. 😀

The characters

As I said last summer, I liked Oliver right from the start and he remained so throughout the book. His cynical way of doing things definitely makes him one of the highlights of the book.

Mathieu, on the other hand, was already too stressful, too eager to find the girl and too unstable, which only indicates that his characterization as the obsessed friend works well.

Besides Oliver, Commissioner Berg was the one I liked most, she follows the rules but still goes her own way, her colleague just got on my nerves, but that was probably the intention.

The mermaid herself wavered between very ingenious moments and moments that I found difficult to connect to them. Like she’s two different people. Which is in a way somehow true…

Many of the side characters are introduced only briefly and then disappear in order to have a small performance later on, which unfortunately made the encounters seem somewhat constructed now and then.

General Opinion

The story has a fascinating composition. The more details come to light, the more the big mystery merges into a coherent whole, as it must be with a good thriller. Even though, as I said, some minor details were missing.

The mood of the whole thing is wonderfully captured, the characters seem realistic for their purposes, despite constructed meetings and I am amazed about the coffee consumption of the Danes…

As I said, I would have liked a little more on the undine legend, but that is my personal opinion.

I definitely liked it and my anticipation was justified.

Stuff I’d like to add

For some reason I had a hard time with this review. I wonder if Oliver’s writer’s block has rubbed off? I don’t know… so it may be that I adjust the text above every now and then, if I remember something I have not thought of so far.

Tomorrow there will not only be an interview with Anna here, but also the first picture puzzles at Trimagie and Drachengeschichten und Nordlichter  on Facebook.

Anne/PoiSonPaiNter

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