Tina Skupin: Die Supermamas

Im Rahmen meiner Nerdwoche zum Thema Superheldinnen erhaltet ihr meine Rezension für  Die Supermamas – Windeln wechseln und Welt retten von Tina Skupin, deren Werk Hollerbrunn ich bereits letztes Jahr im Märchensommer vorgestellt habe.

Worum geht’s?

4 of 5 stars

Maira ist schwanger und obwohl sie regelmäßig sie umkreisende Monde sucht, ist alles normal, bis … bis ihr Sohn Peter unter schwierigen Umständen zur Welt kommt. Plötzlich ist da nicht nur ein neues Leben, um das sie sich kümmern muss, sondern auch die Tatsache, dass sie nicht mehr ganz auf dem Boden der Tatsachen ist: Maira kann fliegen.

Bald begegnet sie anderen Frauen, die ähnliches wie sie erlebt haben und auch Kräfte davongetragen haben, mit deren Hilfe sie nun einer finsteren Verschwörung auf die Schliche kommen. Den gemeinsam sind sie Die Supermamas.

Das Leseerlebnis

Wie schon bei Hollerbrunn hat Tinas Schreibstil mich schnell gefesselt und mir regelmäßig ein Schmunzeln oder Lachen entlockt. Als nicht-Mutter habe ich zwar mit vielen der beschrieben Sachen keine Verbindung, kann aber vollkommen verstehen, wenn die Protagonistin von den „Windeln des Todes“ und anderen Sachen spricht.

Besonders toll fand ich die ganzen Superhelden-Referenzen, Maira war z.B. so hungrig wie Hulk und noch vieles mehr, was ich jetzt nicht vorweg nehmen möchte. Man merkt aber auf alle Fälle, dass Tina nicht nur Informationen des Genres aneinandergeklatscht hat, sondern weiß, wovon sie redet. Sie ist halt auch nur ein Nerd. 😀

Das Buch selbst hat ein recht großes Format, was es etwas unhandlich macht, aber das ist eher ein Luxusproblem.

Die Charaktere

Maira hatte zwar ein paar „ernsthaft?!“ Momente, aber im Großen und Ganzen war sie ein sehr sympathischer Charakter. Ihre Entwicklung ist dennoch verständlich und nicht erzwungen in die Superheldinnen-Rolle gepresst.

Ihre Schwester Jenny und Mairas Mann haben dahingegend mir wesentlich mehr Kopfzerbrechen bereitet mit ihren doch nicht so ganz nachvollziehbaren Handlungen – auch wenn Putin, der Pinguin schon ziemlich lustig war.

Besonders schwierig war für mich Maira und Jenny nicht mit Pegg und Marie aus Hollerbrunn zu vergleichen, aber irgendwann ging es dann, weil die beiden Geschwisterpaare doch sehr verschieden sind. Mal gucken, ob es wieder Schwestern in der Valkyrie gibt, in ihrer Geschichte in der Märchenspinnerei Anthologie hat sie ja auch wieder welche. 😉

Die anderen Mamas hatten eine gute Balance zwischen „Nach mir die Sintflut“-Attitüde, stink normale Mama und „Badass“-ness und besonders fand ich die Interaktionen zwischen den Charakteren wieder herrlich.

Tina schreibt einfach super MENSCHEN. 😀

Generelle Meinung

Ich hätte bitte gerne eine Fortsetzung, einen Comic und eine Fernsehserie über die Supermamas. Danke! 😀
Spaß Beiseite: Ich finde das Konzept klasse und das Lesen hat unglaublich viel Spaß gemacht und ich würde gerne mehr aus der Welt der Supermamas erfahren. Die Verbindung vom alltäglichen Mutterdasein mit den Kräften und Abenteuern ist einfach so unbeschreiblich passend.

Dinge, die ich hinzufügen möchte

Hat euch gefallen, was ihr hier gelesen habt? Dann schaut nächsten Samstag wieder vorbei und hüpft in den Lostopf, um ein von Tina signiertes Exemplar zu gewinnen!

Wenn ihr außerdem einer Supermama oder Superheldin aus eurem eigenen Umfeld sagen möchtet, wie super ihr sie findet, könnt ihr euch von Trimagie einen Heldenbutton abholen: Wer ist eure Superheldin?

(Wer nicht auf Facebook ist, kann sich den Button auch gern hier abholen, ich leite dann weiter. )

Morgen geht es dann weiter mit einem Gastbeitrag von Sarah Wagner, die uns etwas über die Schwächen von Superheld*innen erzählt und ihr könnt selbst testen, welcher Typ Held*in ihr seid.

Leider konnte meine eigene Supermama dieses Buch nie lesen und auch wenn sie nicht alle Referenzen verstanden hätte, bin ich mir sicher, dass es ihr gefallen hätte.
Alles Gute zum Geburtstag, Mama.

Anne

© Für das Cover gehören den rechtmäßigen Besitzern.

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