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Ein Ruhrpott Mini-Abenteuer

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Wie ich bereits erwähnte – und wie ihr vielleicht auf Twitter bemerkt habt – waren June Is und ich letztes Wochenende auf der German Comic Con Dortmund Spring Edition.

Bevor ich zu einer detaillierteren Beschreibung der Ereignisse komme, möchte ich nur sagen: Ich war noch nie in so kurzer Zeit in so vielen verschiedenen (und neuen) Restaurants. 😀 Ernsthaft, jeden Abend haben wir woanders gegessen … und wir haben überraschenderweise nie eine falsche Entscheidung getroffen …

Wie auch immer … dieses ganze Abenteuer begann, als die Con bekannt gab, dass Gotham-Star Robin Lord Taylor an der Spring Edition teilnehmen würde. Ich „miep“te darüber, denn damals war meine eigene Teilnahme etwas, das ohnehin aus diversen, u.a. diesen, Gründen, nicht passieren würde:

  • Es liegt Mitte April, knapp nach der Leipziger Buchmesse im März und kurz vor dem Gratis Comic Tag im Mai.
  • Es ist mehr als 600 km (~7 Stunden) entfernt, eine Reise, die ich nicht bereit bin, an einem Tag ganz alleine zu machen.
  • Die Chancen, dass mich jemand auf eine solche Reise begleitet, waren gering bis gar nicht vorhanden.

Im Dezember fingen June und ich an, Gotham zusammen (erneut) zu schauen und früher oder später ließ sie Hinweise fallen, dass wir vielleicht gemeinsam auf die Con gehen könnten. Es war schwer, meine Hoffnungen nicht zu hoch zu setzen, denn bis dahin konnte noch alles passieren.

Aber am Ende hat es wirklich geklappt. Wir bekamen die Tickets, ein Zimmer in Bochum und einen Kumpel von ihr, der als zweiter Fahrer mitkam. Ein Luxus (und Schrecken), den ich auf dem Rückweg benutzt habe….

Starstruck

In meinen relativ begrenzten Erfahrungen mit Cons und Buchmessen kann ich ehrlich sagen, dass ich noch nie nervöser war, jemanden persönlich zu sehen, dessen Arbeit ich aus der Ferne bewundert habe. Buffy’s James Marsters auf der GCC Berlin 2016 zu sehen, war spannend, zumal ich auch die Gelegenheit nutzte, vorher auf sein Konzert zu gehen. Doch ich traute mich nicht, ihn anzusprechen – ich war noch nicht so weit. Das Treffen mit dem Cartoonisten Bastian Melnyk auf der GCC Berlin 2018 war ganz anders. Ich verfolge seinen Webcomic über Fledermausfürst Frederick fon Flatter seit zehn Jahren und ja, ich war begeistert von der Begegnung und es war toll, einen Moment lang mit ihm zu plaudern (FunFact: Ich „kenne“ ihn länger als seine Frau ihn kennt).

Aber das hier? Das Potenzial, RLT zu sehen/zu treffen? Es fühlte sich anders an.
Wie ich nicht scheu bin, es immer wieder zu sagen – es steht immerhin auch auf meiner About me-Seite: Ich mag Batman nicht. Dieser Mary Sue Charakter könnte mir nicht egaler sein … trotzdem war ich neugierig auf Gotham. Es dauerte nicht lange, bis ich gefesselt war, und es lag alles an der unglaublichen Darstellung einer Figur, von der ich kaum etwas wusste (wenn ich mich richtig erinnere, waren die einzigen DC-Filme, die ich je gesehen habe, Green Lantern, der erste Nolan-Batman und Wonder Woman, serienmäßig nur ein paar Episoden von Arrow – ohne Vertigo-Sachen mitzuzählen). Es ist nicht einmal ein Jahr her, seit ich die Serie angefangen habe, indem ich von meiner Nerdwoche: Superheldinnen prokrastinierte und es ist die erste, die ich in ihrer Gesamtheit erneut gesehen habe und eine derjenigen, die am stärksten bei mir hängen geblieben sind – neben u.a. Buffy, die immer noch meine erste Anlaufstelle ist, wenn es um Empfehlungen geht. Sicher, es ist alles andere als perfekt, manchmal völlig absurd und übersät mit Plotlöchern, die einen Lektor dazu bringen würden, schwere Dinge auf einen zu werfen, aber es ist lustig, unterhaltsam und eine sehr interessante Interpretation des Superheldengenres. Vor allem in Bezug auf die Darstellung der klassischen Batman-Bösewichte.

Es war faszinierend, der Entwicklung von – Hauptbösewicht/-charakter –  Oswald Cobblepot/Pinguin zu folgen, die in Kombination mit der Bandbreite an Emotionen, die Robin in einen einzelnen Blick legen kann, etwas ist, das mir so bisher noch nicht begegnet ist.
Der Charakter fand aber nicht nur dadurch besonderen Anklang bei mir, auch andere Dinge kamen mir einfach sehr bekannt vor. Das Ringen, etwas besseres zu sein, als von einem erwartet wird, Verrat und die damit einhergehende unterschwellige Darstellung von Ängsten, die mörderischen Tendenzen … ähm … fiktiv natürlich. Abgesehen von Massakern bin ich mir ziemlich sicher, dass meine Todesrate höher ist, als die Anzahl der gezeigten Morde von Pinguin. Ich meine, ich konnte nicht mal eine Valentinstagsgeschichte schreiben, ohne jemanden zu umbringen … 😀
Kurz gesagt: Er wurde zu einem der faszinierendsten Bösewichten, denen ich je begegnet bin, und das meiste davon ist auf Robins bemerkenswerte Darstellung und sein unglaubliches Talent zurückzuführen. Wenn er jetzt, da Gotham zu Ende geht, nicht eine Menge Arbeit bekommt, wäre es so eine Verschwendung …

Das und mehr sind Dinge, die ich ihm/n gerne gesagt/gefragt hätte (wie ob es ihm gut ging, da er ziemlich erschöpft aussah – und das nicht nur am Tag nach der Feier ihrer Mini-Wiedervereinigung), aber als wir den Mut aufbrachten, an seinen Autogrammtisch zu gehen, hatten wir nicht wirklich die Zeit, zu irgendeinem dieser Themen zu kommen. Was wir schafften, war, scherzhaft die Schuld dafür, dass wir Gotham schauten, hin und her zu schieben. June meinte, dass ich es war, die sie dazu brachte, die Sendung zu schauen, und ich sagte, dass es Robins Schuld war, dass ich daran hängen geblieben war, woraufhin er dramatisch ausrief, dass es ihm leid täte. 😀
Es ist ein albernes Kompliment, aber ich denke, zumindest habe ich/wir es geschafft, ein paar Worte herauszubekommen – und er verstand sie als die ulkige Bemerkung, die sie waren.

Und dann war es vorbei, weil hinter uns mehr Leute in der Schlange standen.

Warum bist du dann nicht einfach zu einem Meet & Greet gegangen?

Naja … einfache Antwort: Weil es sich nicht richtig anfühlt.

Vielleicht bin ich zu verwöhnt von meiner Buch(Messe) Bubbel, aber das ganze Konzept, Leute für Dinge wie Autogramme, Selfies und M&G’s zu bezahlen, ist für mich einfach seltsam.
Versteht mich nicht falsch: Es ist toll, dass sie dadurch zusätzliche Einnahmen zwischen den Projekten bekommen, und ich verstehe es vollkommen, für professionelle Bilder mit ihnen zu bezahlen. Aber das andere Zeug? Nein, das kann ich nicht wirklich verstehen.

Ich meine, ich bin im Grunde genommen diejenige an unseren Buchmesse-Ständen, die die Leute auf die Autorinnen verweist, deren Arbeit sie gerade durchstöbern, damit sie mit ihnen sprechen können – und ihre Autogramme in ihrem Preis oder Kauf bekommen. Ich bin auch diejenige, die die Autogramme der Nornen bei unseren Auftritten und Treffen sammelt, wie beim #NornenHopping und unserem Abendessen am Samstag mit Anna Kleve und Jana Jeworreck.

Hätte ich also für jedes Autogramm, das ich in einem Buch – oder auf einem Lesezeichen – erhalten habe, bezahlen müssen, hätte ich nie so viele bekommen und ich könnte sie sicherlich nicht so einfach als Preise während meines Märchensommers verwenden.

Außerdem: Das Zahlen für ein M&G ist im Grunde genommen das Bezahlen von jemandem, mit dir Zeit zu verbringen. Man weiß nie, was die Motivation dahinter ist. Nur monetär oder sind sie wirklich an einer etwas privateren Interaktion mit den Fans interessiert? Und wo liegt der Sinn darin, es zu einem exklusiven Event zu machen (außer räumliche Einschränkungen und jedem einen eigenen Moment zu geben)?

Klar, ich stelle das in Vergleich zu den M&Gs am Stand der Nornen oder mit anderen aus der Buch Bubbel aber diese fühlen sich eher wie eine gewollte und gesuchte Interaktion an, da es ein speziell dafür freigehaltenes Zeitfenster ist und das fühlt sich viel richtiger an …

Also … du hast eine ganze Reise gemacht, um nur einen Schauspieler live zu sehen?

Ein wenig, aber nicht nur? Nach Robin wurden noch weitere Darsteller aus Gotham angekündigt: Erin Richards (Barbara Kean), Camren Bicondova (Selina Kyle), Tonya Pinkins (Ethel Peabody), Sean Pertwee (Alfred Pennyworth), Donal Logue (Harvey Bullock) and Drew Powell (Butch Gilzean/Solomon Grundy).

Mit Ausnahme von Drew ist es uns gelungen, zumindest allen Hallo zu sagen. Wir konnten Donal sogar erzählen, dass Harveys sarkastische Sprüche die Höhepunkte der Episoden sind, was er u.a. damit kommentierte, dass er selten zu Cons eingeladen wird und die meisten Leute Harvey eher ignorieren. Dann rief er Camren, die genauso selten eingeladen wird, um auch mit uns zu sprechen. Während dieses Gesprächs bemerkte Donal anscheinend zum ersten Mal, das Robin Linkshänder ist, es sei denn, er band uns einen Bären auf, was viel wahrscheinlicher ist, als etwas so Offensichtliches wie das mehrere Jahre lang nicht zu bemerken (ich meine, ich brauchte nur ein paar Episoden und Interviews dafür …).
Unser Gespräch mit Sean wurde leider unterbrochen, weil wir zu lange gezögert haben, hinüberzugehen, und er zu seinem Heimflug aufbrechen musste, aber es war trotzdem interessant.

Erin war die erste, zu der wir uns trauten – am Sonntag, wir brauchten einen ganzen Tag, um den Mut dazu aufzubringen, und ich bin mir ziemlich sicher, dass auch eine Metprobe beteiligt war – vor allem, weil ihre Schlange die kürzeste war. Einen Abend bevor wir von Berlin nach Bochum/Dortmund fuhren, haben June und ich die neueste Episode der 5. Staffel angesehen und wir wussten, dass wir Erin von einer unserer Lieblingsszenen erzählen wollten. Leider haben wir keine geeignete Waffe gefunden, um sie nachzustellen – obwohl ich kurz vorgeschlagen habe, eine alte Banane zu verwenden … Außerdem trug June ein Oberteil, das von einem von Barbaras Werbefotos inspiriert war. Kurioserweise war es das gleiche Bild, das auf Erins Autogrammtisch lag, und sie war ziemlich begeistert, als sie es begriff, da es sich anscheinend um ein Outfit handelt, das selten nachgemacht wird. Alles in allem ein wirklich schöner Moment mit einer Schauspielerin, deren Charakter so viel mehr Potenzial hatte, als sie von ihr zeigen konnten …

Dennoch fühlte sich alles ein wenig wie uhm Massenabfertigung an … auch wenn niemand hinter uns war, waren die Gespräche kurz und relativ bedeutungslos und ich bin mir nicht ganz sicher, ob das eine gängige Praxis oder nur eine Taktik ist, um sich den Leuten zuzuwenden, die tatsächlich für Dinge bezahlen. Allerdings könnte ich in dieser Hinsicht aufgrund der oben genannten Zahlungsbedenken ein wenig paranoid sein.

Irgendwas anderes interessantes?

Eine Menge tatsächlich.

Es gab Tonnen von Tischen, die Merchandise verkauften – ich werde den Gesichter-auf-Kissen-Trend nie verstehen – oder selbstgemachtes Zeug. Anstelle von Künstlergassen, die andere Cons nutzen, hatten die verschiedenen Künstler, die ihre Original- und Fanwerke verkauften, ihre Tische unter all dem, was aber eher unpraktisch war.

Parallel zur Comic Con fand das Weekend of Hell statt, früher bekannt als Weekend of Horrors, das 2011 meine erste Convention überhaupt war. Es war seltsam, wieder da zu sein, aber zumindest wurde man nicht von den Massen an DVDs erschlagen wie damals (wir sind nicht in die Rubrik für Erwachsenenfilme gegangen). Stattdessen unterhielten sie das Publikum mit einem Horrorzirkus aus Köln? und Tattoo-Künstlern mit echter Katzen-Mumie. Sie hatten auch ein paar Stars und eine Bühne, aber wir haben uns keine Panels angesehen und sind an den Tischen nur vorbei gegangen. Einer der Schauspieler, Ted Raimi, war übrigens einer, der es in Form einer lustigen Anekdote in den oben verlinkten Beitrag geschafft hat. 😀

Unser Fokus lag auf dem Comic Con Teil, wo wir die Panels von Elisabeth Olsen und Charlie Sheen auf der Hauptbühne und Supernatural’s Osric Chau’s auf der Nebenbühne verfolgten – untermalt von Geräuschen der Wrestler, die am anderen Ende der Halle ihre Übungen vorführten. Vor ihm gab es Panels von Cosplayern, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass der Rest des Publikums genauso wenig Interesse an ihnen hatte wie wir, leider….

Während wir auf andere Panels warteten, schauten wir uns die Trainingseinheit des Saberproject an, einer Gruppe von deutschen Star Wars-Fans, die ihre eigenen Lichtschwerter bauen und Kampfszenen choreografieren. Während der Show erwähnten sie, dass sie in den neuesten Rammstein (Deutschland) und Schandmaul (Die Insel) Videos zu sehen sind, was ziemlich cool ist.

Ein paar andere, wie Jennifer Morrison, hätte ich auch gerne mitgenommen, aber irgendwo muss man ja immer Abstriche machen …

Und natürlich haben wir an beiden Tagen die Gotham-Panels angesehen …

Die Panels waren großartig, wenn auch viel zu kurz. Auch wenn ich einige der Fragen – und Antworten – in anderen Interviews schon gehört habe, war es interessant, das mal live zu erleben – es war auch überraschend, dass sich kaum Fragen zwischen den beiden Panels überschnitten. Die Interaktion zwischen den Schauspielern zeigte, wie gut sie miteinander auskommen und wie viel Spaß sie zusammen haben/hatten. Was ich interessant fand, war, dass in anderen Interviews einige der Schauspieler davon sprachen, dass sie nichts dagegen hätten, ihre Rollen in Spin-offs zu übernehmen. Hier waren sie ziemlich unnachgiebig, das nicht in einer Umgebung zu tun, die nichts mit Gotham zu tun hat, wie z.B. Harvey, der durch ein GCPD-Set in einer Arrow-Episode schlendert, nur um den Cameo zu haben – das war ein Beispiel von Donal. Als Fan von Crossovern und verbundenen Universen habe ich das nicht gerne gehört, aber wie sie es erklärten, war es verständlich. Für sie wäre es nicht richtig, New York nicht als Hintergrund für die Show und nicht all die Menschen um sich zu haben, mit denen sie in den letzten fünf Jahren gearbeitet haben. Aber wenn sie immer noch zu Spin-offs bereit sind … 😀
Zu meinen Lieblingsmomenten gehören Erin, die im Schneidersitz auf ihrem Stuhl saß, und Camren, die mit einem riesigen GCC-Kissen kuschelte und damit zeigten, wie wenig es ihnen ausmachte vor Publikum zu sprechen (ich weiß, dass das Kissen auch als verstecken angesehen werden könnte, aber öffentlich Unsicherheit zeigen, erfordert auch Mut). Es war auch lustig zu erleben, wie Robin reagierte, wenn jemand ihm/seiner Arbeit ein Kompliment machte. Ebenfalls großartig war, dass alle von ihnen sich einig waren, dass Harvey ihr Favorit und der am meisten unterschätzte Charakter ist. Das ist er wirklich. 😀

Während des Sonntagspanels verwirrte eine Ankündigung bezüglich Sheen alle und war natürlich wichtig genug, um zuerst auf Deutsch und dann auf Englisch gesendet zu werden, was dem Panel wertvolle Minuten kostete. Sean ging amüsant mit der ersten um, indem er einfach weiter „sprach“, während sein Mikrofon ausgeschaltet war…. während der zweiten sprang Drew auf – ein wenig ähnlich wie Butch es getan haben könnte – und beschwerte sich lautstark darüber … 😀

Der Schalter

Am Montag nach der Con trafen wir uns mit zwei Bekannten von June jeweils zu einem köstlichen Sus(h)i-Mittagessen in Hagen und einem Abend mit seeehr leckerem Met in Zu den vier Winden in Bochum, die ich von einem früheren Besuch in 2012 schon kannte.

Danach kam June zu dem Schluss, dass das, was Stars auf Conventions jeden Tag für Hunderte von Menschen tun, bemerkenswert ist. Sie war bereits erschöpft, nachdem sie zwei neue Menschen kennen lernte, mit denen sie zumindest zuvor Kontakt hatte. Ich dachte einen Moment darüber nach und versuchte, es in Verhältnis zu meinen eigenen Erfahrungen von den Nornen-Ständen zu bringen.

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Menschen, die sich einem Autogrammtisch/einem Messestand nähern:

  1. Diejenigen, die nur das Angebot wollen (Autogramm, Selfie/Preise).
  2. Diejenigen, die ein echtes Gespräch wollen.

Die erste ist einfach zu handhaben. Es ist im Grunde genommen ein Austausch von Dienstleistungen und dann sind sie weg. Preise austeilen, mit jemandem ein Foto machen oder etwas unterschreiben. Ich sehe dort keinen wirklichen Unterschied. Es ist eine kurze Interaktion ohne tatsächliche Folgen.

Die zweite ist eine ganz andere Sache. Hier muss man auf die Person hören, die zu einem kommt, und entsprechend darauf reagieren. Auf Buchmessen nutze ich dies gelegentlich, um sie sanft zu einer der anderen zu schieben, wenn ich denke, nicht der richtige Gesprächspartner zu sein. Wie als ich die Reporterin vom NDR Radio zu Stella Delaney schickte, da sie die ganze Erklärungssache viel besser macht – auch wenn die Reporterin letzten Endes meinen Namen falsch aussprach (beginnt ab 13:50), da ich der Grund war, warum sie überhaupt an den Stand kam, aber das ist etwas für den LBM-Bericht, den ich noch schreiben muss …
Stars haben diesen Luxus jedoch nicht und es ist daher viel bemerkenswerter, dass sie es schaffen, auch nach einem langen Con-Tag offen und interaktionsbereit zu sein.

Durch diese Buchmesse-Erfahrungen merkte ich, dass ich persönlich so etwas wie einen „Messe-Modus“ habe, in dem ich einfach ohne viel nachzudenken reagiere, wenn ich eine Aufgabe habe und diese einfach erledige. Es ist, als ob ein Schalter von der sehr introvertierten Person zu der Person umgelegt wird, die nichts dagegen hat, mit Fremden zu reden, die sie nie wieder sehen wird. Ich stellte auch fest, dass dieser Schalter umgelegt wurde, während wir mit den Gotham-Leuten sprachen, und ich bin mir immer noch nicht sicher, wie ich das finden soll …

Ich habe auch von anderen Autorinnen gehört, dass sie mit bestimmten Accessoires im Grunde genommen zu ihrer Schreibpersönlichkeit werden, um diese Art von Interaktionen durchführen, vor Publikum zu lesen oder einfach nur an einer Buchmesse teilnehmen zu können. In gewisser Weise, denke ich, tue ich das auch, mit meiner schwarzen Kleidung, den spezifischen Band-Shirts (niemand hat den grinsenden Jester –Edguy-Shirt-Witz verstanden… =( ) und den Festivalbändchen. Ich fühle mich einfach sicherer, wenn ich in meiner „Kampfrüstung“ bin, und sie auch.

Keine Ahnung, welche Techniken Stars auf Cons verwenden, aber sie sind vielleicht nicht ganz so anders, wie das, was wir in der Buch Bubbel verwenden. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich eines Tages einen Con vs. Buchmesse Beitrag schreiben werde….

The Plot thickens …

Da wir etwas Zeit hatten, bevor wir zum Mittagessen nach Hagen aufbrachen, nutzten June und ich die Gelegenheit, die RAC-Story weiter zu plotten – der offizielle Hashtag steht noch aus. Wir haben sie im Oktober oder November mit einer Kurzgeschichte für den Adventskalender des Bücherstadt Kuriers begonnen und hatten so viel Spaß an der Entstehung von „Operation ‚Joker'“. (Pt. 1, Pt. 2), dass wir nicht anders konnten, als die Welt weiter zu erkunden.

Inzwischen haben wir den groben Überblick über zwei Hauptplots, alle Charakternamen und Berufe und wissen ein paar Dinge über ihre Beziehungen zueinander. Obwohl viele der Wortspiele und Easter Eggs, die wir in die Namen einbauten, wahrscheinlich beim Publikum nicht ankommen … naja, wir haben zumindest etwas zu lachen … 😀 Es fehlt noch einiges, ein paar Nebenhandlungen sind noch offen, aber damit können wir sicher bald anfangen, die Geschichte von Cosplayern zu erzählen, die versuchen, ihre Charaktere in das wirkliche Leben zu bringen – und dabei etwas freisetzen, das keiner von ihnen erwartet hat. Ich kann es kaum erwarten, mit diesem Projekt weiterzumachen … und ich bin immer noch neugierig, wie viele Leute die Kurzgeschichte gelesen haben, nachdem ich sie in unserem Diversitäts Talk auf der LBM erwähnt habe.

Und jetzt: Wünsche ich euch ein schönes Osterwochenende, viel Schokolade und Momente zum Entspannen!

Anne

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Lies auf Deutsch

A Ruhrpott Mini-Adventure

As I mentioned before – and as you might have noticed on Twitter – did June Is and I attend the German Comic Con Dortmund Spring Edition last weekend.

Before I get into a more detailed recollection of the events, let me just say: I’ve never been to so many different (and new) restaurants in such a short amount of time. 😀 Seriously, every evening we ate somewhere else … and we surprisingly never made a wrong choice …

Anyway … this whole adventure started when the con posted that Gotham star Robin Lord Taylor would be attending the Spring Edition. I „miep“t about it, as back then it was something that wouldn’t be happening anyway for several reasons, amongst others:

  • It’s in the middle of April, closely following the Leipziger Buchmesse in March and just before the Gratis Comic Tag in May.
  • It’s more than 600 km (~7 hours) away, a journey I’m not willing to make all by myself in one day.
  • The chances of someone accompanying me on a trip like that were low to not existent.

Then in December June and I started (re-)watching Gotham together and sooner or later she dropped hints, that mayyybe we could be attending the con together. It was hard to not get my hopes up too high because anything could happen until then.

But in the end, it really worked out. We got the tickets, a room in Bochum and a friend of hers, that tagged along, as a second driver. A luxury (and horror) I used on our way back …

Starstruck

In my relatively limited experiences regarding cons and book fairs, I can honestly say that I’ve never been more nervous to see someone in person whose work I’ve admired from afar. Seeing Buffy’s James Marsters at the GCC Berlin 2016 was thrilling, especially as I also took the chance to attend his concert beforehand. Yet, I didn’t dare to approach him – I wasn’t ready. Meeting cartoonist Bastian Melnyk at the GCC Berlin 2018 felt entirely different. I’ve been following his webcomic about Fred the bat for ten years and yes, I was excited about the encounter and it was great to chat with him for a moment (FunFact: I’ve „known“ him longer than his wife has known him).

But this? The potential of seeing/meeting RLT? It felt different.
As I’m sure I’ve made clear over time – well, it is on my about me page: I don’t like Batman. I couldn’t care less about this Mary Sue of a character … still, I was curious about Gotham. It didn’t take long for me to get hooked and it was all due to the incredible portrayal of a character I barely knew anything about (if I remember correctly, the only DC-movies I ever watched were Green Lantern, the first Nolan-Batman and Wonder Woman, show-vise only a couple episodes of Arrow – not including Vertigo-stuff). It hasn’t even been a year since I first started the show through procrastinating from my Nerdweek: Superheroines and it has become the first I re-watched in its entirety and one of those that stuck with me the most – alongside Buffy that is still my go-to series when it comes to recommendations. Sure, it’s far from perfect, totally absurd at times and littered with plot holes that would make a copy editor throw heavy things at you, but it’s fun, entertaining and a very nice twist on the superhero genre. Especially in regards to its portrayal of the classic Batman villains.

It was fascinating to follow – main villain/character – Oswald Cobblepot/Penguin’s journey, which combined with the range of emotions Robin is capable of portraying with just a look, is just something I haven’t really encountered before.
He resonated with me on a quite personal level, the struggle to become something more than what is expected of oneself, the betrayals and underlying narrative of insecurities stemming from those, the murderous tendencies … uhm … fictionally of course. Excluding massacres, I’m pretty sure my death toll is higher than Penguin’s on-screen murders. I mean, I couldn’t even write a Valentine’s day story without killing someone … 😀
In short: He became one of the most fascinating villains I’ve ever encountered and most of it is due to Robins remarkable portrayal and incredible talent. If he doesn’t get a ton of work now that Gotham is ending, it’d be such a waste …

These and more are things I would have liked to let him know/ask (like if he was doing okay, as he looked quite exhausted – and not just the day after celebrating their mini-reunion), but when we worked up the courage to walk up to his signing table we didn’t actually have the time to get to any of those topics. What we did was jokingly push around the blame for us watching Gotham. June remarked, that it was me who got her to watch the show and I in turned said that it was Robin’s fault I stuck with it, to which he dramatically exclaimed that he was sorry about that. 😀
It’s a silly compliment, but I guess, at least I/we managed to get some words out – and he understood them as the playful remark they were.

And then it was over because there were more people waiting in the line behind us.

Why didn’t you just go to a Meet & Greet then?

Well … simple answer: Because it doesn’t feel right.

Maybe I’m too spoiled by my Book (Fair) Bubble, but the whole concept of paying people for things like autographs, selfies and M&G’s is just weird for me.
Don’t get me wrong: It’s great that they get additional income between projects through this and I totally understand paying for professional pictures with them. But the other stuff? No, I really can’t wrap my head around that.

I mean, I’m basically the one at our Book Fair booths that points people towards the authoresses whose work they are currently checking out, so they can talk to them – and get their autographs in their price or purchase. I’m also the one collecting the Norn’s autographs during our appearances and meet-ups, like the #NornenHopping and our dinner on Saturday with Anna Kleve and Jana Jeworreck.

So if I had had to pay for every autograph I got in a book – or on a bookmark – I would have never have gotten that many and I most certainly couldn’t use them as easily as prices during my Fairy Tale Summer.

Besides: Paying for a M&G is basically paying someone to spend time with you. You never know, what the motivation behind it is. Just monetary or are they genuinely interested in a little more private interaction with fans? And where is the point in making it an exclusive event (other than areal restrictions and everyone wanting a moment of their own)?

Sure, I’m putting this in contrast to the M&Gs at the Norn’s booth or with others from within the Book Bubble, but those feel way more like a wanted and sought out interaction as it’s a time slot specially saved for this and that feels way more right …

So … you made a whole trip to see just one actor live?

Sort of, but not entirely? After Robin, more cast members of Gotham were announced: Erin Richards (Barbara Kean), Camren Bicondova (Selina Kyle), Tonya Pinkins (Ethel Peabody), Sean Pertwee (Alfred Pennyworth), Donal Logue (Harvey Bullock) and Drew Powell (Butch Gilzean/Solomon Grundy).

With the exception of Drew, we managed to at least say Hi to all of them. We even could tell Donal that Harvey’s sarcastic remarks are the highlights of the episodes, which he commented by saying he is rarely invited to cons and most people ignore Harvey. He then called over Camren, who is just as infrequently invited, to talk to us as well. During this conversation, Donal apparently noticed that Robin is a lefty for the first time, well, unless he was pulling our legs which seems way more likely than not noticing something as obvious as that for several years (I mean it took me only a few episodes and interviews to figure it out …)
Our chat with Sean was unfortunately cut short because we hesitated too long to walk over and he had to leave for his flight back home, but it was interesting nonetheless.

Erin was the first one we dared to approach – on Sunday, it took us a whole day to work up the courage to do so and I’m fairly certain a mead tasting was involved as well – mostly because her line was the shortest. The evening before we went from Berlin to Bochum/Dortmund June and I watched the latest episode of Season 5 and we knew, that we wanted to tell Erin about one of our favourite scenes. Still, we didn’t find a proper weapon to re-enact it – though I briefly suggested using an old banana … Additionally to that was June wearing a top that was inspired by one of Barbara’s promotional shots. Curiously, it was the same picture that lay on Erin’s table for signatures and she was quite excited when she figured it out, as it was apparently an outfit that rarely got cosplayed. All in all a really lovely moment with an actress whose character had so much more potential than what they were able to show of her …

Still, all of it did feel a little like uhm mass processing … even if there wasn’t anyone behind us the conversations were brief and relatively meaningless and I’m not entirely sure if this is common practice or just a tactic to get on towards the people that are actually paying for things. Though, I might just be a little paranoid in this regard due to the above payment-complaint.

Anything else interesting?

Lots of things, actually.

There were tons of tables selling merchandise – I’ll never understand the faces on pillows trend – or self-made stuff. Instead of artist alleys other cons use, the different artists selling their original and fanworks had their tables among all of that, which wasn’t really that well planned.

Parallel to the Comic Con was the Weekend of Hell, formerly known as Weekend of Horrors, which was my first convention ever back in 2011. It was strange to attend it again, but at least the amount of DVDs sold wasn’t as present (we didn’t go into the adult-movie section). Instead, they entertained the audience with a horror circus from Cologne? and tattoo artists that displayed a mummified cat. They also had a few stars and a stage, but we didn’t watch any panels and just past by the other tables. One of the actors, Ted Raimi, was by the way one who has made it into the above-linked review in the form of a funny tale. 😀

Our focus was on the Comic Con part, where we watched the panels of Elisabeth Olsen and Charlie Sheen on the main stage and Supernatural’s Osric Chau’s on the smaller stage – underlined with the noises of the wrestlers at the other end of the hall. Before him, there were panels of cosplayers, but I’m fairly certain the rest of the audience was as uninterested in them as we were, unfortunately …

While waiting for other panels we got to see the training session of the Saberproject, a group of German Star Wars fans that build their own lightsabers and choreograph fight scenes. During the show, they mentioned that they can be seen in the latest Rammstein (Deutschland) and Schandmaul (Die Insel) videos, which is pretty cool.

I would have liked to see a few others, like Jennifer Morrison, as well, but a few things never work out …

And of course, we watched the Gotham panels on both days …

The panels were great, albeit far too short. Even if I’ve heard some of the questions – and answers – in other interviews was it interesting see this all live – it was also surprising to see that barely any questions overlapped between the two panels. The interaction between them showed how well they get along and how much fun they have/had together. What I found interesting was, that in other interviews some of the actors mentioned they wouldn’t be opposed to reprising their roles in spin-offs. Here they were quite adamant about not doing that in a setting that wasn’t Gotham-related like Harvey strolling through a GCPD set in an Arrow episode just to have the cameo – this was an example Donal made. As a fan of crossovers and connected universes this is not something I enjoyed hearing, but the way they put it, it was understandable. For them, it wouldn’t feel right to not have New York as the background for the show and all the people they worked with for the past five years around them. Though, if they are still up for spin-offs … 😀
Some of my favourite moments include Erin sitting cross-legged on her chair and Camren snuggling with a giant GCC pillow, showing how comfortable they were talking to the audience (I know the pillow could also be seen as hiding, but publicly showing insecurity like that also takes guts). It was also fun to see Robin’s reaction every time someone complimented him/his work. Also great was, when all of them agreed that Harvey is their favourite/the most underrated character. He truly is. 😀

During the Sunday panel, an announcement regarding Sheen confused everyone and of course was important enough the be aired in first German and then English, taking away precious minutes from the panel. Sean dealt amusingly with the first one, by simply continuing to „talk“ while his microphone was tuned out … during the second Drew jumped up – a bit akin to what Butch might have done – and loudly complained about it. 😀

The Switch

The Monday after the con we met up with two acquaintances of June for a delicious Sus(h)i lunch in Hagen and an evening in Zu den vier Winden in Bochum, that I knew from an earlier visit way back in 2012, with some veeery tasty mead, respectively.

Afterward June came to the conclusion that what stars at conventions do for hundreds of people each day, is remarkable, as she was already exhausted after getting to know two new people that she at least had had contact with before. I contemplated this for a moment and tried to put my own experiences from working at the Norn’s booths into perspective.

Basically there are two kinds of people approaching a signing table/a booth:

  1. Those that only want what’s offered (autograph, selfie/prices)
  2. Those that want an actual conversation.

The first one is easy to deal with. It’s basically an exchange of services and then they’re gone. Handing out prices, taking a picture with someone or signing something. Don’t really see a difference there. It’s a short interaction with no actual consequences.

The second one is an entirely different thing. Here you have to listen to the person approaching you and react to them accordingly. At book fairs, I occasionally use this to gently push them towards one of the others, if I don’t feel like being the appropriate partner for a conversation. Like when I sent the reporter from the NDR Radio to Stella Delaney as she is way better at doing the whole explaining thing – even if the reporter ended up mispronouncing my name (starts at 13:50) as I was the reason they came to the booth in the first place, but that’s something for the LBM review I still need to write … –
Stars, however, do not have this luxury and it is thus way more remarkable that they manage to be open and willing to interact even after a long con day.

Still, through these book fair experiences, I noticed that I personally have something like a „Messe-Modus“ (Fair-/Exhibition-Mode) where I just react without much thinking, where I have my job and just do it. It’s like a switch is turned from the very introverted person to the one who doesn’t mind talking to strangers, they will never see again. I also noticed that this switch was turned while we were talking to the Gotham-people and I’m still not sure how to feel about that …

I also heard from other authoresses, that they use certain accessories to basically become their writing-persona, to be able to do these kinds of interactions, or read in front of an audience, or simply attend a book fair. In a way, I think, I’m doing this as well, with my black clothes, the specific band shirts (no one got the grinning-jester-Edguy-Shirt-joke … =( ) and the festival bracelets. I just feel more confident when I’m in my „battle armor“ and so do they.

Now I can’t say which techniques stars at cons use, but they might not be that different from what we use in the book bubble. And I’m pretty sure I’ll write a con vs. book fair post one day …

The Plot thickens …

As we had a little time on our hands before we departed for lunch in Hagen, June and I used the chance to continue plotting the RAC-story – official hashtag pending. We started this in October or November with a short story for the Bücherstadt Kurier’s advent calendar and we had so much fun with the creation of „Operation ‚Joker'“ (Pt. 1, Pt. 2) that we couldn’t help but explore the world further.

By now we have the rough outline of two major plots, all character names and occupations and know a few things about their relationships. Though, lots of the wordplays and easter eggs we put into the names will probably be lost on the audience … oh, well, we have something to laugh about at least. 😀 There is still a lot missing, a few subplots still open, but with this, I’m sure we can soon start to tell the story of cosplayers trying to bring their characters into real life – and unleashing something that none of them expected. Really can’t wait to continue with this project … and I’m still curious how many people read the short story after I mentioned it during our Diversity talk at the LBM.

And now: Have a nice Easter Weekend, lots of chocolate and moments to relax!

Anne

Diversity is more than skin colour and sexual orientation

This is a translation of my guest post for the Bücherstadt Kurier’s event „#kunterbunt: a feast for diversity„. You can read it in German on their page here: Diversität ist mehr als Hautfarbe und sexuelle Orientierung.

Illustration: Worteweberin Annika

It is a fact that we need even more representation of great female characters and people of all ethnicity and sexual orientation. We are all aware of this and something that I would only like to mention here to a limited extent.
If you like, you can read about why we need superheroines and how few all-female teams exist in my superheroine nerd week.
Instead, I want to draw attention to something that I take for granted, but that is still unthinkable in our media culture:
The positive representation of people who are different from the norm.

A while ago I wrote on my blog about the cancellation of a few tv shows and what I suspect behind them, as they all had something in common: they were different.
In the series there were great female characters (Agent Carter :'( , Girlboss), a colorful, queer mixture of characters (Sense8, Shadowhunters), overweight teenagers who felt comfortable with their pounds (Huge), unusual narrative styles (Galavant, Undateable), and and and…
Nevertheless, they came to an abrupt end.
Even favourites of the public like Lucifer stood briefly before their demise and I suspect the ratio of 6 women to 3 ½ men, plays a not insignificant role here.

So what’s the big deal about telling those stories?
Why must a story about someone in a wheelchair always be a tragicomedy (The Intouchables, Me Before You)? Why do people who don’t conform to the norm always need a makeover to feel better (The devil wears Prada and tons of other „chick flicks“ – and why are they even called chick flicks if there are men who like to watch them too?)? Why can’t stories about realistic people simply be told, as it is already the case in various (mostly self published) books (like e.g. in The Supermamas)?

I like to look at other projects of actors and actresses that I liked in a series or a film. Recently I „binged“ Gotham and informed myself about the actor Anthony Carrigan. I noticed that his appearance in the series is not cosmetic, but that he suffers from Alopecia areata, an autoimmune disease that has caused him to lose all facial hair (hair, beard, eyebrows and eyelashes). I didn’t even notice that he has no eyebrows and eyelashes, well, not conscious until I actually paid attention to it …
What I’m getting at is: I saw an interview with him on YouTube, and the basic statement didn’t leave me alone:
When he still had hair, he was typecasted for the „Pretty Boy“ role, without hair he is offered fewer and almost only bad-guy roles. An offer of a romantic leading role would surprise him positively.
And my wheels start turning right here. Why? What’s so bad about not giving such roles to a great actor just because he lacks facial hair?
Without thinking about it for long, I could think of several settings where it could work – and none of them would be on the sickness or Nazi track.
As a member of the metal and nerd scene it is simply incomprehensible to me that no scripts are written that would make such a role possible for him – and it itches my fingers to let the plot bunnies come closer, which are already staring at me from afar. After all, people who have the same hobby meet there and (superficially) it’s all about that and not about what someone looks like.
To get a complete picture, I looked at the series The Forgotten (also discontinued), in which Carrigan played the role of the charming semi-playboy (aka the „Pretty Boy“). At that time still with fuzzy hair and a subtle beard. And again and again I found myself wondering: Would the character also work without hair? Part of me says no, because the character is designed for this very pattern. The other part, who knows the bald, kind-hearted metalheads and short-haired/thinning IT guys in real life, says: of course, if the role is played authentically, it doesn’t matter if it’s with no hair.
Another aspect I paid attention to when looking was due to his own statement that he had become a better actor by accepting his illness. And I have to agree to that. His presence as Tyler Davies has absolutely nothing of the brilliance he brings to roles like Gotham’s Victor Zsasz or Barry’s NoHo Hank. Somehow you can tell that he was not feeling well.

At this point, it shouldn’t come as a surprise to anyone that you rarely find bald heroes. Luke Cage and Capheus from Sense8 are probably the better known examples besides Kojak and the Kriminalist (criminalist – a German crime show).

For women, of course, it’s completely different. The only bald women I remember in recent years were mostly cancer patients and only Miss Rosa from Orange is the New Black had gotten a reasonable (pretty cool) characterization outside her illness.
And that’s just wasted potential. In every direction…

But even with hair you can quickly get cast into questionable roles. Also famous for Gotham, Robin Lord Taylor has made his mark with his magnificent portrayal of Oswald „Penguin“ Cobblepot. The character is considered a gay icon by fans (I myself see him more as asexual/demiromantic, but that’s another topic), is allowed to appear eccentrically in a fur-covered coat and with elaborately styled hair and has a fascinating depth. Feels like a knighthood for the queer actor. However, some stages in his career suggest otherwise. In various police dramas his characters were accused of assaulting women and homosexuals.
The cynical part of me suspects that he got these roles because of his light eyes and (usually) blond hair. You know, the (other) Nazi cliché…

I find it a shame that mainstream media repeatedly insist on the same clichés and thus discourage other important projects that dare to take steps in modern directions from early on. I am thankful to all self-publishers who publish a book in which an outsider has the title role. I especially think of the fairy tale adaptations of Märchenspinnerei, where the otherwise hushed up topics of bullying, suicide, abuse, PTSD and much more are dealt with. Or the countless web comics, which also cover such topics (Strong Female Protagonist, Namesake,…) or web series like The Gamers, which offer a platform to the nerds of this world.

We need more of that. More in bookshelves and series.
Life isn’t perfect, so we should stop chasing after these illusions.
Life puts you in a wheelchair, makes you lose your hair or makes it grow in uncomfortable places. It makes you skinny or round as a ball, makes you feel good, or makes you need mental care. No matter in which variant it hits you, above all it makes you you who you are and that should also be granted to fictional characters.

Because imperfect characters are way more fun.

Pia Zarsteck/Bücherstadt Kurier

Anne

P.S. No plot bunnies were harmed in the creation of this article. They have kept a sufficient distance.