Ein weiter Blick auf
Der Wunsch der Königin
fĂŒhrt uns zu einer kleinen, aber doch bedeutungsschweren Unterhaltung zwischen der Heilerin Mara und der Bediensteten Lihsa.
Der achtzehnte Schnipsel:
âKannst du mir den Trank geben, den Emry immer fĂŒr uns braut, wenn wirâŠâ, bat sie zögerlich und doch hörte Mara Bestimmtheit heraus. Sie holte den BehĂ€lter aus einem Schrank und stellte ihn auf einen der Behandlungstische. Lihsa öffnete ihn sogleich und schĂŒttete den Inhalt in einen Becher, den sie mitgebracht hatte.
âHalt, das ist viel zu viel!â Mara griff nach dem BehĂ€lter und zwang Lihsa dazu aufzuhören. âWas ist geschehen?â, fragte sie vorsichtig, schlimmes ahnend.
Lihsa schĂŒttelte nur den Kopf und presste die Lippen aufeinander; ihre Hand umklammerte noch immer den BehĂ€lter. âHat es Nebenwirkungen, wenn ich zu viel nehme?â, fragte sie stattdessen.
âDu wirst dich schlecht fĂŒhlen und vielleicht sogar Schmerzen haben oder Durchfall bekommenâ, erklĂ€rte Mara und löste vorsichtig Lihsas Hand. Diese lieĂ es geschehen und setzte sich langsam auf die danebenstehende Liege. Mara nutzte die Gelegenheit und schĂŒttete einen Teil der KrĂ€utermischung zurĂŒck in den BehĂ€lter. AnschlieĂend brachte sie ihn wieder weg und setzte Wasser auf.
âWillst du darĂŒber reden?â, versuchte Mara es erneut nachdem sie den Trank aufgebrĂŒht hatte, aber Lihsa schĂŒttelte nur den Kopf und nahm den heiĂen Becher entgegen.
Mara setzte sich zu ihr und legte einen Arm um ihre Schulter, um sie wenigstens ein bisschen zu trösten. Sie konnte sich vorstellen was passiert war. Seit Emry sie erneut abgewiesen hatte, hatte sie gelegentlich versucht in den Armen einer der Krieger oder Dienstboten Trost zu finden. Und einer von ihnen hatte sie nun verletzt.
Hinter den Kulissen
Es gibt zwei Dinge, die hier interessant sind: Der Trank und öhm Emry.
Den Trank habe ich als alternatives VerhĂŒtungsmittel eingefĂŒhrt, da es solche tatsĂ€chlich frĂŒher mal gegeben hat, bevor die Pille, etc. erfunden wurden.
Und Emry … nun ja … er lenkt sich gerne ab … nennen wir es mal so … ?
Anne
