Er hatte die Arme voll beladen mit Holz fĂŒr das kleine Feuer, dass sie in der Baracke entzĂŒndet hatten, das aber bei weitem nicht ausreichte, um den ganzen Raum zu erwĂ€rmen.
Der Schnee und die KĂ€lte, die dadurch weiter in das GemĂ€uer drangen halfen nicht es gemĂŒtlicher zu machen.
Lediglich die Eiszapfen, die vom Dach wuchsen hatten ihr Gutes.
Sie konnten sie abbrechen und hatten so jede Menge frisches Wasser zum Kochen.
Es Ànderte aber nichts daran, dass sie alle einfach nur weg wollten von hier.
Im Sommer waren sie hier stationiert worden, um den Grenzabschnitt zu bewachen. Schon vor Monaten hĂ€tte ihre Ablösung kommen sollen, aber noch immer saĂen sie in diesem Loch fest, ohne ein Wort von ihren Vorgesetzten.
Es war alles andere als eine gute Stimmung unter ihnen.
Mit dem Ellenbogen öffnete er das schwere Eisentor der Baracke und stemmte sie dann mit der Schulter dagegen, um es vollstÀndig zu öffnen.
Seine Kameraden saĂen dicht um das Feuer gedrĂ€ngt, sogar der Wachhabende war zu ihnen zurĂŒckgekehrt.
„Da bist du ja endlich!“ BegrĂŒĂte ihn der Jungspund ihrer Gruppe, der gerade so alt genug war, um den Dienst anzutreten.
Mit einem Brummen erwiderte er den GruĂ und stapelte das Holz an seinem Platz neben dem Feuer. Er wĂ€rmte sich die HĂ€nde ĂŒber den Flammen und setzte sich dann auf einen freien Platz.
„Wir haben nachgedacht.“ VerkĂŒndete sein Kamerad neben ihm.
Es kam selten etwas Gutes dabei heraus, wenn sie sich ĂŒber etwas Gedanken machten und als Ăltester hatte er ihnen oft schon Flausen ausreden mĂŒssen. Mit einem Nicken bedeutete er dem anderen fortzufahren.
„Weihnachten steht vor der TĂŒr und wir wollen nicht lĂ€nger hier bleiben.“ Offenbarte er ihren Plan.
„Ihr wollt desertieren?“ Fragte der Ălteste erstaunt nach.
„Wie kann man von einem Posten desertieren, der eh nicht beachtet wird? Niemand hat sich seit dem Sommer um uns geschert. Unsere Ablösung hĂ€tte im Juli kommen mĂŒssen, also ist unser Dienst getan. Es ist höchste Zeit, dass wir zu unseren Familien zurĂŒckkehren.“ ErklĂ€rte der andere weiter.
Der Alte lieĂ die Worte auf sich einwirken. Sie hatten Recht. Wer wusste schon, ob ihr Posten ĂŒberhaupt noch gebraucht wurde. Ob sie nicht vergessen wurden und schon lange hĂ€tten zu Hause sein können.
Er sah sich in der spĂ€rlich eingerichteten Unterkunft um. Ein paar Betten standen um das Feuer herum, ein mickriger Weihnachtsbaum in der einen Ecke, eine kleine KĂŒche bestehend aus einen Herd und einem alten Tisch mit StĂŒhlen in der anderen.
Sie alle vermissten ihre Familien, aber eine Sache gab es noch zu tun.
„Dann lasst uns heute gemeinsam Weihnachten feiern, bevor wir morgen auseinander gehen.“ VerkĂŒndete er seine Entscheidung.
Die Gesichter seiner Kameraden erhellten sich.
Sie hatten diese Antwort nicht erwartet.
„Auf eine Nacht kommt es jetzt auch nicht mehr an.“ FĂŒgte er in das Schweigen hinzu.
„Worauf warten wir dann noch? Wir haben ein Festmahl vorzubereiten!“ Sprang der Jungspund sogleich auf und klatschte in die HĂ€nde.
Wenn sie wirklich desertierten mit dieser Tat, wĂŒrde man sie hinrichten, aber auch wenn es glimpflich ausging wĂŒrden sie sich nie wieder sehen. Jeder von ihnen kam aus einem anderen Winkel des Landes. Also hieĂ es den letzten Moment gemeinsam zu genieĂen bis man seine eigene Familie wieder in die Arme schlieĂen konnte.
Es war ein Abschluss ihres Auftrages, den sie sich redlich verdient hatten und bald wÀren sie endlich wieder zu Hause.
Eine wahrliche WeihnachtsĂŒberraschung fĂŒr ihre Familien.
~~~~~~~ â ~~~~~~~ â ~~~~~~~ â ~~~~~~~ â ~~~~~~~ â ~~~~~~~
He had his arms full with wood for the small fire that they had lit in the barracks, which wasn’t enough to heat the whole room by far.
This way the snow and cold could creep into the building and turn it into an even less comfortable place.
Only the icicles that grew from the roof were useful.
They could break them off and use them as fresh water for cooking.
This didn’t change the fact that all of them just wanted to leave.
In the summer they had been stationed here to guard the border section. Months before their replacements should have arrived, but they were still stuck in this run-down shack without a word from their superiors.
It wasn’t a good mood amongst them.
He opened the heavy iron door of the barracks with his elbow and leaned his shoulder against it to push it open completely.
His comrades sat closely huddled around the fire, even the current guard had returned to them.
„There you are!“ The youngling of their group, just old enough for service, greeted him.
With a grumble he returned the greeting and stacked the wood in its place beside the fire. He warmed his hands over the flames and then sat down in an empty space.
„We thought of something.“ His comrade beside him declared.
Rarely anything good came from it, when they thought about things and as the oldest he often had had to talk them out of their silly ideas.
With a nod he urged the other to continue.
„Christmas isn’t far from now and we don’t want to be here any more.“ He revealed their plan.
„You want to desert?“ The old one asked in surprise.
„How can you desert from a post that no one pays attention to? Nobody hadn’t given two figs about us since the summer. Our replacements should have come in July, so our duty is done. It is high time we got back to our families.“ The other explained further.
The old man let this words sink. They were right. Who knew, if their post was even still needed, if they hadn’t been forgotten and could have been home for a long time?
He looked around in the barely furnished dwelling. A few beds stood around the fire, a puny Christmas tree stood in one corner, a small kitchen, composed of a stove and an old table with chairs, in the other.
They all missed their families, but there was one thing left to do.
„Then let us celebrate Christmas together today, before we part ways tomorrow.“ He declared his decision.
The faces of his comrades lightened up.
They had not expected this answer.
„One more night doesn’t matter now anyway.“ He added into the silence.
„What are we waiting for then? We have a feast to prepare!“ The youngling jumped up and clapped his hands together.
When what they did was really desertion, they would be executed, but even if it went well they wouldn’t see each other again. Each of them came from a different corner of the country. So this meant that they had to enjoy their last moment together before they could embrace their own families again.
It would be an ending to their task that they had hard-earned and soon they would finally be home again.
A true Christmas surprise for their families.
Der Schnee und die KĂ€lte, die dadurch weiter in das GemĂ€uer drangen halfen nicht es gemĂŒtlicher zu machen.
Lediglich die Eiszapfen, die vom Dach wuchsen hatten ihr Gutes.
Sie konnten sie abbrechen und hatten so jede Menge frisches Wasser zum Kochen.
Es Ànderte aber nichts daran, dass sie alle einfach nur weg wollten von hier.
Im Sommer waren sie hier stationiert worden, um den Grenzabschnitt zu bewachen. Schon vor Monaten hĂ€tte ihre Ablösung kommen sollen, aber noch immer saĂen sie in diesem Loch fest, ohne ein Wort von ihren Vorgesetzten.
Es war alles andere als eine gute Stimmung unter ihnen.
Mit dem Ellenbogen öffnete er das schwere Eisentor der Baracke und stemmte sie dann mit der Schulter dagegen, um es vollstÀndig zu öffnen.
Seine Kameraden saĂen dicht um das Feuer gedrĂ€ngt, sogar der Wachhabende war zu ihnen zurĂŒckgekehrt.
„Da bist du ja endlich!“ BegrĂŒĂte ihn der Jungspund ihrer Gruppe, der gerade so alt genug war, um den Dienst anzutreten.
Mit einem Brummen erwiderte er den GruĂ und stapelte das Holz an seinem Platz neben dem Feuer. Er wĂ€rmte sich die HĂ€nde ĂŒber den Flammen und setzte sich dann auf einen freien Platz.
„Wir haben nachgedacht.“ VerkĂŒndete sein Kamerad neben ihm.
Es kam selten etwas Gutes dabei heraus, wenn sie sich ĂŒber etwas Gedanken machten und als Ăltester hatte er ihnen oft schon Flausen ausreden mĂŒssen. Mit einem Nicken bedeutete er dem anderen fortzufahren.
„Weihnachten steht vor der TĂŒr und wir wollen nicht lĂ€nger hier bleiben.“ Offenbarte er ihren Plan.
„Ihr wollt desertieren?“ Fragte der Ălteste erstaunt nach.
„Wie kann man von einem Posten desertieren, der eh nicht beachtet wird? Niemand hat sich seit dem Sommer um uns geschert. Unsere Ablösung hĂ€tte im Juli kommen mĂŒssen, also ist unser Dienst getan. Es ist höchste Zeit, dass wir zu unseren Familien zurĂŒckkehren.“ ErklĂ€rte der andere weiter.
Der Alte lieĂ die Worte auf sich einwirken. Sie hatten Recht. Wer wusste schon, ob ihr Posten ĂŒberhaupt noch gebraucht wurde. Ob sie nicht vergessen wurden und schon lange hĂ€tten zu Hause sein können.
Er sah sich in der spĂ€rlich eingerichteten Unterkunft um. Ein paar Betten standen um das Feuer herum, ein mickriger Weihnachtsbaum in der einen Ecke, eine kleine KĂŒche bestehend aus einen Herd und einem alten Tisch mit StĂŒhlen in der anderen.
Sie alle vermissten ihre Familien, aber eine Sache gab es noch zu tun.
„Dann lasst uns heute gemeinsam Weihnachten feiern, bevor wir morgen auseinander gehen.“ VerkĂŒndete er seine Entscheidung.
Die Gesichter seiner Kameraden erhellten sich.
Sie hatten diese Antwort nicht erwartet.
„Auf eine Nacht kommt es jetzt auch nicht mehr an.“ FĂŒgte er in das Schweigen hinzu.
„Worauf warten wir dann noch? Wir haben ein Festmahl vorzubereiten!“ Sprang der Jungspund sogleich auf und klatschte in die HĂ€nde.
Wenn sie wirklich desertierten mit dieser Tat, wĂŒrde man sie hinrichten, aber auch wenn es glimpflich ausging wĂŒrden sie sich nie wieder sehen. Jeder von ihnen kam aus einem anderen Winkel des Landes. Also hieĂ es den letzten Moment gemeinsam zu genieĂen bis man seine eigene Familie wieder in die Arme schlieĂen konnte.
Es war ein Abschluss ihres Auftrages, den sie sich redlich verdient hatten und bald wÀren sie endlich wieder zu Hause.
Eine wahrliche WeihnachtsĂŒberraschung fĂŒr ihre Familien.
~~~~~~~ â ~~~~~~~ â ~~~~~~~ â ~~~~~~~ â ~~~~~~~ â ~~~~~~~
He had his arms full with wood for the small fire that they had lit in the barracks, which wasn’t enough to heat the whole room by far.
This way the snow and cold could creep into the building and turn it into an even less comfortable place.
Only the icicles that grew from the roof were useful.
They could break them off and use them as fresh water for cooking.
This didn’t change the fact that all of them just wanted to leave.
In the summer they had been stationed here to guard the border section. Months before their replacements should have arrived, but they were still stuck in this run-down shack without a word from their superiors.
It wasn’t a good mood amongst them.
He opened the heavy iron door of the barracks with his elbow and leaned his shoulder against it to push it open completely.
His comrades sat closely huddled around the fire, even the current guard had returned to them.
„There you are!“ The youngling of their group, just old enough for service, greeted him.
With a grumble he returned the greeting and stacked the wood in its place beside the fire. He warmed his hands over the flames and then sat down in an empty space.
„We thought of something.“ His comrade beside him declared.
Rarely anything good came from it, when they thought about things and as the oldest he often had had to talk them out of their silly ideas.
With a nod he urged the other to continue.
„Christmas isn’t far from now and we don’t want to be here any more.“ He revealed their plan.
„You want to desert?“ The old one asked in surprise.
„How can you desert from a post that no one pays attention to? Nobody hadn’t given two figs about us since the summer. Our replacements should have come in July, so our duty is done. It is high time we got back to our families.“ The other explained further.
The old man let this words sink. They were right. Who knew, if their post was even still needed, if they hadn’t been forgotten and could have been home for a long time?
He looked around in the barely furnished dwelling. A few beds stood around the fire, a puny Christmas tree stood in one corner, a small kitchen, composed of a stove and an old table with chairs, in the other.
They all missed their families, but there was one thing left to do.
„Then let us celebrate Christmas together today, before we part ways tomorrow.“ He declared his decision.
The faces of his comrades lightened up.
They had not expected this answer.
„One more night doesn’t matter now anyway.“ He added into the silence.
„What are we waiting for then? We have a feast to prepare!“ The youngling jumped up and clapped his hands together.
When what they did was really desertion, they would be executed, but even if it went well they wouldn’t see each other again. Each of them came from a different corner of the country. So this meant that they had to enjoy their last moment together before they could embrace their own families again.
It would be an ending to their task that they had hard-earned and soon they would finally be home again.
A true Christmas surprise for their families.
Behind the Scenes
I hope you enjoyed the seventeenth story.
For a long time I starred at this picture before the actual story came to me.
I knew it reminded me of barracks and it had something to do with soldiers that wouldn’t be home for Christmas. My initial notes even say that the old man was in a bad mood when he returned to the shack and I think he should have found his comrades setting up the tree instead. But I do believe I made him less grumpy unintentionally and had the tree already standing. đ
PoiSonPaiNter
© For the story by me and for the picture by Anice. Do not use or repost either without my or her permission.
