Category Archives: Random Thoughts

On a Side Note #6:

Wie ihr schon am Titel erkennt, bin ich gerade super kreativ, was Titel angeht. Vermutlich ist mein Hirnschmalz dafür gerade für Überarbeitungen draufgegangen, immerhin habe ich den #Neubrandenwolf (nach nur fast zwei Jahren!) jetzt halbfertig! (Fehlen nur noch Testlesende, Sensitivity Reader, Lektorat, Korrektorat und natürlich die zweite Hälfte des Buches …) Trotzdem wollte ich euch ein paar Updates nicht vorenthalten, denn irgendwie passiert gerade mal wieder alles auf einmal.

Neue Veröffentlichung

Die Anthologie „Tiefen einer Götterseele“ ist erschienen! Im Januar hatte ich euch von meiner darin enthaltenen Geschichte „Eine neue Ära“ erzählt, die ihr nun im Print oder E-Book selbst lesen könnt.

Ich bin schon sehr gespannt wie und ob die Geschichte gefällt.

Ab 27.3. wird es auf Instagram auch eine Blogtour dazu geben, wenn ich die Links erwische teile ich sie mit euch auf Twitter – wenn ihr sie erwischt, dürft ihr sie mir auch gerne zukommen lassen, da ich ja selbst nicht auf der Plattform bin.

Events, Events, Events

Vergangenen Mittwoch habe ich an der 2. Kultur- und Kreativwerkstatt des Frauenbildungsnetzes Mecklenburg-Vorpommern teilgenommen. Es geht in den Veranstaltungen darum, gemeinsam „von der Zielgruppe für die Zielgruppe“ ein Konzept zu entwickeln wie Frauen in der MV-Kulturbranche gefördert werden können. Es begann mit einem Workshop zur Definierung der Stolpersteine und ging diesmal weiter indem wir in vier Gruppen zu zwei „Protagonistinnen“ Prototypen entwickelten. Das nächste Mal geht es um die Testung bzw. Auswertung der Tests mit eben jenen aufgearbeiteten Prototypen. Ob ich da wieder dabei sein werde/kann, weiß ich noch nicht. Es war auf alle Fälle eine interessante Erfahrung andere Kunstschaffende aus meiner Heimat kennenzulernen.

Letztes Wochenende war ich auf dem eduRPG Barcamp des Waldritter e.V. und habe mir verschiedene Sessions angehört. Vor allem zu Themen, die gesellschaftliche Strukturen, Geschichte und Charakterdesign verbanden. Ich konnte ein paar interessante Gedanken mitnehmen und war begeistert vom hohen Niveau in dem die Diskussionen geführt wurden. Aus einem Gedanken daraus, ist auch bereits ein potentieller Gastbeitrag für den Fairy Tale Summer entstanden.

Doch gehen wir von der Vergangenheit in die Zukunft.

Kommenden Samstag, dem 27.3. ab 17 Uhr werde ich beim #Bücherfrühling by 9Lesen nicht nur aus dem #CroMär lesen, sondern mit Nora Bendzko and Katrin Ils über Märchen, Märchenadaptionen und alles was damit einhergeht sprechen. Ich bin schon sehr gespannt darauf. Aus irgendeinem Grund behaupten ja alle, ich sei eine Märchen-Expertin. 😀
Das ganze wird auf dem 9Lesen Twitch-Kanal stattfinden.

Ebenfalls auf Twitch fand und findet das Alea Libris Verlag Schreibbattle statt bei dem ich Anfang des Monats tatsächlich Dennis Frey „besiegen“ konnte und am 17.4. gegen Sophie Grossalber antreten werden. Mal sehen was diesmal aus den vorgegebenen Bildern für eine Geschichte entsteht. Beim letzten Mal war es eine Variation von Hänsel & Gretel. Es ist auf alle Fälle schwierig das Korrigieren für die 15-minütigen Runden abzustellen und vor allem auch keine unzufrieden stellenden Sätze zu löschen. Ich habe irgendwann auch Groß- und Kleinschreibung ignoriert und bei Buchstabendrehern drauf geachtet, das zumindest die Buchstaben oder die Anzahl der Buchstaben des Wortes passten, wenn auch das Wort teils sehr seltsam aussah. Die Taktik hat zumindest funktioniert.

Wie ihr seht steht einiges an und ist passiert … es ist ein schönes Gefühl in dieser stillstehenden Zeit doch ein paar großartige Dinge erleben zu dürfen.

Passt auf euch auf

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Unknown – What’s in a name?

Cover der Unknown Anthologie.Der Titel besteht aus dem Wort KNOWN bei dem über dem ersten N das U den Buchstaben herunterdrückt wodurch es als "Unknown" und "Known" lesbar ist. Der Untertitel lautet "Erzählungen unbekannter Herkunft". Das Cover ist in verschiedenen rot und weiß Tönen gehalten, die von einem weißen spitz zulaufendem Weg schmetterlingsförmig aus Regalreihen entstehen.

Vor gut anderthalb Jahren, habe ich mich am Unknown-Kickstarter beteiligt, der ein für mich sehr faszinierendes Konzept hatte: Anhand der Schreibweise gilt es zu erkennen, ob ein Text von einem Mann, einer Frau oder einer nicht-binären Person geschrieben wurde.

Da ich selbst schon des Öfteren aufgrund meiner Chatweise für einen Mann gehalten wurde, wollte ich herausfinden, ob ich es bei fremden Texten „besser“ einschätzen könnte.

Lesegewohnheiten

Eine Vielzahl von Menschen ist durch die überwiegend männliche Buchbranche geprägt. Besonders im Fantasy-Bereich bezeichnen sich einige Herren als die Meister der Phantastik, während alle anderen unter den Teppich gekehrt werden. Wobei weiße cis Frauen noch mehr Möglichkeiten offen stehen, als zum Beispiel trans Frauen oder nicht-binären Personen. Genau darüber entstand diesen Monat auch eine Diskussion auf Twitter: Das eigene Leseverhalten sollte umgestellt werden. Nicht nur auf mehr Frauen, sondern auch auf mehr Diversität.

Eine sehr wichtige und wunderbare Idee, die uns gesellschaftlich nur voranbringen kann, allerdings stellt uns das auch vor Herausforderungen bezüglich der Aufklärungsarbeit, denn für viele, die noch in den alten Strukturen festhängen, ist der Sprung zu groß.

Geprägt von cis männlicher Schreibe kennen die meisten Personen die Feinheiten des menschlichen Daseins noch gar nicht – oder nur Vorurteilbelastet aus unzähligen schlechten Witzen und Verballhornungen. Für diese ist es schon eine gewaltige Umstellung neue Leseerfahrungen mit Autorinnen zu sammeln. Existieren dieser erst einmal, dann wächst schnell aus den gewonnenen Erkenntnissen das Bedürfnis abwechslungsreicher zu lesen. Challenges und entsprechende Aufrufe zu diverserem Lesen sind daher wichtiger denn je.

Mein eigenes Leseverhalten sah in etwa so aus:

  1. Cover sieht interessant aus
  2. Blick auf den Namen, ob er mir bekannt vorkommt oder mir noch unbekannt ist
  3. Klappentext lesen, ob er nicht meine Buzzwords enthält, die mich direkt das Buch wieder hinlegen lassen
  4. wenn alle Kriterien stimmen, mit nach Hause nehmen

Bei diesem Verhalten mag ich behaupten, dass ich tatsächlich nicht darauf geachtet habe, welches Geschlecht ich mit dem abgedruckten Namen assoziiere. Dennoch sind mehr männliche Autoren über den regulären Handel in mein Regal gewandert, da diese noch immer vermehrt ausgestellt werden.

Nun, da ich mich über meine Arbeit im Nornennetz vermehrt mit Frauen in der Literatur, Kleinverlagen und Selfpublishern befasse, fällt es mir schwer zu sagen, wann ich das letzte Mal (vom #Bücherhamstern im vergangenen März und Comics/Manga abgesehen) ein Werk eines cis Mannes bewusst gekauft habe. Stattdessen sind meine Regale nun voll mit – soweit ich weiß – weiblichen Autorinnen. Und ich bin mir sicher, da wird es nicht enden und bald schon werden sich die Werke von nicht-binären oder trans Schreibenden zu ihnen gesellen.

Mit dem Wunsch nach mehr diversem Lesen sehe ich allerdings auch einen kritischen Punkt, denn, um eine Person als nicht cis zu erkennen, muss diese sich outen. Nicht jede:r Autor:in ist bereits öffentlich als das Geschlecht bekannt, als dass sie sich privat identifizieren. Entsprechend ist es verletzend, wenn sie dennoch aufgrund der Namensassoziation z.B. in Listen für Autorinnen aufgenommen werden, obwohl sie sich nicht als Frau sehen. Doch Ottonormal-Lesenden fehlt teils das Verständnis und das Wissen in Bezug auf Diversität und die damit einhergehenden Problematiken. Daher ist es noch ein weiter Weg diese Wissenslücke zu schließen. Doch wenn es uns gelingt, dann erhöhen wir den Busfaktor der Thematik, womit wir wiederum die Leute entlasten, die sich momentan den Mund fusselig reden.

Kleiner Einschub: Was ist der Busfaktor?

Busfaktor bezeichnet die Anzahl Menschen, die von einem Bus überfahren werden müssten, um notwendiges Wissen vollständig zu verlieren.

Das Prinzip wird meist in der Projektplanung verwendet, aber ich finde es hier auch sehr passend, da jede Person ihr eigenes Wissen mit an den Diversitäts-Tisch bringt und je mehr davon gehört haben, umso größer wird der Busfaktor für dieses individuelle, spezielle Wissen.

Und ja, ich schließe mich da mit ein.

Denn wenn privilegierte Personen ihre Privilegien nutzen, um andere mit auf ihre Stufe zu ziehen, anstatt sie weiter nach unten zu treten, können wir vielleicht irgendwann eine wahre Gleichberechtigung erreichen. Momentan noch eine große Utopie, aber ohne Wünsche für die Zukunft wären wir vermutlich noch nicht mal bis hierher gekommen.

Es wird vermehrt eingefordert, dass Teilnehmer in komplett cis männlichen Panels durch Frauen von gleichem Wissensstand ausgetauscht werden. Doch bevor bewusster wird, dass da „noch mehr“ (als cis Frauen) sind, wird es an dieser Stelle nicht weitergehen. Und das ist der Punkt, der für so viele Leute, so frustrierend ist. Es ist eine berechtigte Forderung, dass dieses Austauschen nicht nur auf (weiße) cis Frauen erfolgt und auch Platz für trans oder nicht-binäre oder oder oder Personen gemacht wird. Oft jedoch geschieht dies auf Kosten der teilnehmenden cis Frauen, wodurch wir wieder eine Verschiebung der Verhältnisse haben, die so niemand von uns wünscht. Im Sinne einer intersektionalen Betrachtung sollten solche Panel und Diskussionen definitiv diverser werden und in speziellen Fällen vor allem von denjenigen geführt werden, die es tatsächlich betrifft. Eine marginalisierte Gruppe mit einer anderen zu ersetzen, anstatt beide zu Wort kommen zu lassen, ist allerdings keine schöne Lösung für das eigentliche Problem, dass den meisten cis Männern alle Möglichkeiten mit Schleifchen übergeben werden, die wir uns hart erkämpfen müssen.

Ja, (weiße) cis Frauen haben Privilegien, die trans Frauen, nicht-binäre Personen usw. verwehrt bleiben, wenn sie sich nicht konstanter Missgenderung oder Schlimmerem stellen wollen. Trotzdem finde ich es schwer nachzuvollziehen, dass cis Frauen schon jetzt Beiseite treten sollen, wenn sie selbst noch nicht nahezu genug und nur mit wackeligen Beinen ihren Status erreicht haben. Andere mit hochziehen, wenn man selbst keinen festen Stand hat ist nicht nur beim Bergsteigen unratsam. Wir sollten in all unseren Bemühungen um Gleichberechtigung nicht vergessen, dass jede Gruppe ihre eigenen, individuellen Päckchen zu tragen hat. Es ist daher durchaus legitim hin und wieder auch mal nur die eigenen Ziele im Fokus zu haben und Forderungen nur für sich zu stellen. Da darf ein Beitrag mal nur cis Frauen betreffen, genauso wie sie an anderer Stelle lediglich Reichweiteverstärker der Stimmen anderer Marginalisierter sein sollten. Wir sollten uns stets vor Augen führen, dass wir auf der gleichen Seite stehen und trotzdem nicht die Päckchen von allen gleichzeitig tragen müssen. Wir wollen eine bessere, bunte Zukunft, in der Individualität so geachtet wird, wie sie ist.

Einen Austausch und Hinweise auf Missstände ist legitim, wichtig und hilfreich, um das Bewusstsein dafür zu stärken, sozusagen den Busfaktor zu erhöhen. Ich bin dankbar für jede Erklärung zu Dingen, die mich nicht betreffen und gebe sie gerne weiter an Leute, die davon noch nichts gehört haben. Weise darauf hin, dass eine Formulierung nicht inklusiv ist – gerade erst in einer Präsentationsschulung gemacht, die „Geschlecht“ für einen wichtigen Punkt befand in den die Zielgruppe eingeordnet werden sollte – und bemühe mich selbst darum nicht ausgrenzend zu schreiben. Und das hört bei Geschlechteridentitäten nicht auf. Behinderungen, Glaubensrichtung, Hautfarbe, Sexuelle Orientierung. Das alles sind Punkte, die auch heute – trotz Gesetze – noch zu Diskriminierungen und schlimmeren Dingen führen (können). Die ebenso wichtig sind anzusprechen und mit zu behandeln. Niemand sollte unter dem Teppich leben müssen.

Doch, lasst uns nach dieser Abschweifung zurück zu den Unknown-Geschichten kommen.

Schreibverhalten

Zur Erinnerung, die Prämisse des Projekts ist:

Kann man wirklich nur anhand des Schreibstils erkennen, ob die schreibende Person männlich, weiblich oder nicht-binär ist?

Mein momentaner Stand nach 10/12 Geschichten ist: Jein.

Doch woran kann man überhaupt festmachen, als was sich die schreibende Person identifiziert?

Die beiden Herausgeberinnen Sonja Rüther and Hanka Leo haben für die Auswertungen Fragebögen bereitgestellt. Da diese öffentlich zugänglich – wenn auch nicht abschickbar ohne Kennziffer – sind, ist es denke ich kein großes Problem, wenn ich ein bisschen daraus verrate. Und ja, sie haben auch die Inklusion der Geschlechter beschränkt, daher bildet das Projekt nur einen Bruchteil dessen ab, was im Literaturbetrieb vorhanden ist. Allerdings ist eine fokussierte Untersuchung für die generelle Beantwortung der These schon einmal ein guter Anfang, um der breiten Masse das eigentliche Problem (Vorurteile gegenüber Schreibenden aufgrund des mit dem Namen assoziiertem Geschlechts) vor Augen zu führen.

Eine der Fragen bezieht sich darauf, ob der Stil der Geschichte eher sanft oder hart ist. Was für mich bereits die erste Verwirrung ist. Was macht einen sanften/harten Stil aus? Mit sanftem Stil verbinde ich romantische Geschichte, davon ist mir bisher noch nichts begegnet.

Ein Punkt, an dem ich es stattdessen versuche festmache, ist wie detailreich die Beschreibung ist. Aus meiner von früher noch männlichen Prägung und den frischen neuen Sachen von Autorinnen, hat sich momentan folgendes Bild festgesetzt:

eher männlicheher weiblich
– Kaum/keine inneren Gedanken
– Umfangreiche Umgebungsbeschreibung
– Klischeebehaftete Erzählungen
– Innere Gedankenwelt wird thematisiert
– Fortschrittlichere und sensitivere
Behandlung von Themen

Ich weiß, dass es auch genau umgekehrt sein kann und sowieso und überhaupt, aber bei den meisten Werken, die ich in den letzten Jahren gelesen habe, traf es recht gut zu. Die wenigen nicht-binären Schreibenden, von denen ich bisher etwas lesen konnte/durfte, fallen zum Beispiel auch in beide Bereiche – auch wenn es noch zu wenige sind, als dass ich eine eigene Spalte für sie befüllen könnte, da werde ich mich noch verbessern müssen. Außerdem begegnet mir diese meine innere Einteilung auch eher in den Endfassungen. In Rohfassungen sind nicht-cis-Männer genauso gut darin, Motivationen und innere Gedanken im entsprechenden POV wegzulassen und die Lesenden vor vollendete Tatsachen zu stellen.

Bei einigen der Unknown-Geschichten war es jedoch weniger der Stil und mehr der Umgang mit dem entsprechenden Thema, der mich eine Zuordnung vermuten lässt. Es fühlt sich einfach eher nach einer Frau an, wenn Prostitution nicht als ein Witz oder Schockmoment verwendet, sondern ernst und zu gewissem Grad (soweit ich das als Außenstehende einschätzen kann) realistisch dargestellt wird. Und im Gegensatz sehr männlich, wenn zwei Typis mit Joint-Obsession einer Astronautin dabei zugucken, wie sie ein schwarzes Loch-Dingens gebärt von dem sie anschließend aufgefressen wird und alles woran einer von ihnen denkt ist, wie er ein Date damit beeindrucken kann indem er in der Situation hilft … aber vielleicht denke auch nur ich so und andere Lesende schätzen es komplett anders ein?

Es ist auf alle Fälle nicht leicht eine Entscheidung zu treffen, vor allem, da sich Stile sehr schnell vermischen und vermutlich liege ich bei mehreren, wenn nicht sogar allen, Geschichten auch komplett daneben. Ich bin auf die Auswertung ab kommenden Monat gespannt und finde es klasse, das dieses Projekt auf die Beine gestellt wurde. Vielleicht wird es ja eines Tages eine Fortsetzung mit Geschichten von trans oder inter* Schreibenden oder mit Fokus auf andere Marginalisierungen wie Hautfarbe und Behinderungen, geben, um noch mehr zu beweisen, dass es nicht darauf ankommt, wer eine Geschichte geschrieben hat, solange Lesende daran Spaß haben.

Denn Schreibe kann so unterschiedlich und doch gleich sein. Es fließt viel vom eigenen Selbst ein, was die Trennung Werk und Autor:in ja so schwer macht. Es andersherum zu betrachten, also das Werk zu lesen ohne den Namen der schreibenden Person zu kennen, um diese Rückschlüsse zu ziehen ist ein faszinierender Prozess.

Da wird einem erst einmal bewusst, wie sehr wir gewisse Vorurteile doch verinnerlicht haben und wie viel wir noch dafür tun müssen, um bunter, diverser zu schreiben und zu konsumieren.

Also, an die Arbeit mit uns!

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Wenn die Gedanken Achterbahn fahren

Vor Jahren nahm ich mir vor jeden Monat einen Beitrag für den Blog zu verfassen und nun sitze ich hier, Ende August, und weiß immer noch nicht worüber ich schreiben soll.

Eigentlich wollte ich euch schon längst die Zusammenfassung mit allen Rätsellösungen des Märchensommers geben und auch die Gesamtfassung des #CroMär. Die Überarbeitung dauert allerdings länger als erwartet und bis morgen schaffe ich es definitiv nicht mehr.

Dann hatte ich überlegt euch an den Gedanken und Erlebnissen aus den Streams, an denen ich in den vergangenen Monaten teilgenommen habe, teilhaben zu lassen. Und glaubt mir, da ist einiges zusammengekommen. Ich war ja nicht nur mit Elenor Avelle and Zefiiel Feather als Die Drei Lesezeichen live, sondern auch mit Carolyn Gmyrek in einem Stream über den Märchensommer und Adaptionen und seit kurzem mit Elenor im wöchentlichen Schreibstream. Aber auch die Worte wollen sich nicht richtig formulieren lassen.

Dazu kamen noch all die Gedanken zur aktuellen Weltsituation, die von Tag zu Tag merkwürdiger und grauseliger wird. Wie war das noch mit diesem schlecht geplotteten Kapitel der Menschheitsgeschichte? Dem verlorenen Jahr? Es ist doch echt der Wurm drin, vermutlich mittlerweile eher ein Lindwurm oder gar die Midgardschlange …

Ich könnte auch ein bisschen zu Online Messen und Veranstaltungen erzählen, an denen ich teilgenommen habe, aber eigentlich würde ich das alles viel lieber live haben. Wieder reisen, wieder Leute treffen, die ich schon Monate lang nicht gesehen hab … ich bin urlaubsreif und hab doch ein zu mulmiges Gefühl überhaupt raus zu gehen, geschweige denn irgendwo anders hinzufahren … Wenn ich mal ins Büro muss, nehm ich ja nicht mal den Bus …

Letzteres ist übrigens auch einer der Gründe, warum ich zur Zeit so gut wie nicht lesen kann. Hin und wieder bekomme ich mich mit Comics ausgetrickst oder schaffe doch mal ein Kapitel, aber es ist schleppend und frustrierend. Immerhin klappt das Schreiben einigermaßen, auch wenn die Energie eher für Projekte reicht, die die meisten als sinnlos bezeichnen würden. Na ja, immerhin bleib ich in der Übung und durch den Schreibstream und die Waschbärensammlung komme ich auch mit den wichtigeren Projekten voran.

Es ist mühsam, es ist ermüdend und anstrengend und ich sehne mich nach der Normalität, die wir noch Anfang des Jahres hatten – abgesehen davon, dass wir in einigen Bereichen gute Schritte vorwärts gemacht haben, die gerne beibehalten werden dürfen. Die Rückwärtsschritte können dahingehend genauso wieder verschwinden, wie sie vermehrt wieder auftreten – und damit hab ich doch ein paar Gedanken dazu hier gelassen.

Kurz gesagt: Momentan ist einfach alles seltsam.

So, und damit ihr noch was von dem Geschwurbel habt, gibt es hier noch eine Clue-Geschichte, die ich vor ein paar Jahren geschrieben habe, in der die Protagonistin ein ähnliches Problem hat: Das Durcheinander der Gedanken.

Passt auf euch auf

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Die Drei Lesezeichen

Erinnert ihr euch noch an das Messe-Schlendern zur Online LBM mit Elenor Avelle and Zefiiel Feather?

Aus dieser Aktion entstand die Idee, mehr gemeinsam zu machen, namentlich als

Die Drei Lesezeichen

Drei weiße Lesezeichen mit (v.l.n.r.) einem roten, grünen und hellblauem Band. Davor der Schriftzug "Die Drei Lesezeichen"
Das Lesezeichen-Logo

Vergangenen Samstag gab es dann unseren ersten Stream auf Twitch (Link zum Multistream von Elenors und Zefis Twitch-Kanälen). Dafür haben wir uns das Oberthema Sexismus ausgesucht, dass wir in einer „Staffel“ behandeln wollen. In Folge 1 konzentrierten wir uns auf Digitalsexismus gegen Frauen. Wir erklärten was eigentlich ein Troll ist und wie sich dessen Definition geändert hat. Vor allem aber sprachen wir darüber mit was für tollen Sachen sich Frauen im Internet so rumschlagen müssen.

Nachschauen könnt ihr das hier auf Twitch bei Zefiiel z.B.:
Staffel 1 Troll dich – Folge 1: Digitalsexismus (CN Sexuelle Belästigung und Übergriffe)

Staffel 1 Troll dich – Folge 2: Ausgeklammert

In Folge 2 soll es um Leute gehen, die bei Sexismus-Debatten meist nicht oder nur nebensätzlich erwähnt werden. Am (voraussichtlich) 20.6. ab 10:30 Uhr wollen wir daher mit euch die Thematik von euren Own-Voice-Standpunkten beleuchten, die wir – als weiße abled cis Frauen – selbst nicht abdecken können.

Es wird über Sexismus geredet, aber du fühlst dich nicht mitgemeint, sogar ausgeklammert? Dann komm zu uns in den Stream!

Dafür gibt es folgende Möglichkeiten:

  • als Live-Gast (du darfst selbst entscheiden, ob du uns die gesamte Sendung begleiten oder nur zu einem spezifischen Thema zugeschaltet werden möchtest)
  • als Video-Gast (deine Meinung/Erlebnisse in Videoform wird während des Streams eingespielt – 2 Slots)
  • als Text-Gast (deine Meinung/Erlebnisse in Textform wird von einer von uns vorgetragen – 4 Slots)

Was wir dafür von dir brauchen:

  • Eine Nachricht mit deinen Informationen an eine von uns (z.B. über unsere Social Media Kanäle) oder per Mail auch an poisonpainter(at)ymail.com – Betreff: Lesezeichen-Gast
  • Den Namen unter dem wir dich vorstellen sollen (wenn du möchtest auch als Anonym)
  • Für Live-Gast: Deinen Discordnamen, damit wir dich ins Gespräch dazuholen können & dein Wunsch, wie lange du beteiligt sein möchtest
  • Für Video-Gast: Ein (höchstens) 5 min Video von dir aufbereitet und geschnitten – (Auch anonym als Standbild mit Ton möglich)
  • Für Text-Gast: Eine Nachricht, die vorgelesen 5 min nicht übersteigt.

Hinweis für Video und Text-Gäste: Wir schauen und hören uns alles im Vorfeld an, schickt uns also bitte rechtzeitig (Deadline: 14.6.) eure Beiträge, damit wir euch noch Rückfragen stellen können, um sie ins Gespräch einzubauen.

Wir bitten um Verständnis, dass wir eventuell nicht alle live zu Wort kommen lassen können. Wir versuchen besten Wissens und Gewissens eine breite Auswahl an Texten, Videos und Gästen zu finden, um allen die verdiente Plattform zu ermöglichen.
Wir behalten uns vor unpassende Einsendungen direkt auszusortieren.

Wir freuen uns auf eure Beiträge!

Die Drei Lesezeichen

Elenor Avelle, Anne Zandt, Zefiiel Feather

Im Schneckentempo ins neue Jahrzehnt

Fast einen Monat ist das neue Jahrzehnt bereits alt und ich habe es bisher nicht geschafft einen Neujahrsbeitrag zu schreiben. Also dann an dieser Stelle noch ein gesundes neues Jahr!

Eigentlich wollte ich im Dezember noch einen What’cha Watching Wednesday fertig machen, aber nachdem ich den Beitrag im Kopf formuliert und die Serien, über die ich reden wollte, in den Entwurf geschrieben hatte, hörte ich einfach auf. Wie so oft. Ich hab eine Idee, schreibe sie auf oder versuche sie umzusetzen und dann bleibt sie liegen.

Eine weitere Idee war es, meine früheren Kurzgeschichten zu überarbeiten und als Anthologie zu veröffentlichen. In einem Dokument stehen sie bereits, aber überarbeitet hab ich noch keine. Stattdessen hatte ich neue Ideen für drei Ausschreibungen. Eine ist tatsächlich fertig, die Zweite ist ein grober,  handschriftlichen Entwurf und die Dritte müsste ich nur übersetzen. Mal sehen, ob ich das noch bis zu den jeweiligen Deadlines schaffe. Wäre mal was anderes von mir, zwei sind nämlich Romantasy-Geschichten.

Ich denke etwas, dass mich am meisten am Schreiben hindert, ist dieses Gefühl, dass sich niemand für meinen Krempel interessiert. Ich habe Probleme, Testleser zu finden und bekomme keine Reaktionen zu existierenden Texten. Das ist alles sehr unmotivierend.

Vielleicht sollte ich einfach wieder zurück in mein Schneckenhaus … ach quatsch, dem bin ich entwachsen.
Vor allem, da noch noch einige tolle Projekte mit Autorenkolleginnen nur darauf warten hoffentlich bald das Licht der Welt erblicken.

Wo wir grade bei Schnecken sind …

Vor ein paar Tagen feierte ich den Beginn meines eigenen dritten Jahrzehnts mit wunderbaren Menschen wie Elenor Avelle and Janzy, die extra aus ihren entsprechenden Winkeln Deutschlands nach Berlin kamen, wo June Is and Holly Miles schon in den Startlöchern standen. Cupric & Mann, die sich babyfrei nahmen und Schmusi, AnnaTao & InGenius, die mit mir zusammen Zug fuhren. Eine tolle Runde, mit der wir den Escape Room vor der vorgegebenen Zeit lösten – und sogar 10 min früher gewonnen hätten, wenn die Schlösser richtig funktioniert hätten.

Einige der Lösungen, wie unser „42!“-Chorus werden mich noch eine Weile begleiten.

Wir waren allerdings so viele, dass ich einige der Rätsel gar nicht mitbekommen habe, während ich an einem Apothekerschrank rumdokterte, aber ich durfte Laserharfe spielen, das war witzig. 😀

Ich bin immer noch stolz und mega dankbar für diesen tollen Abend, den wir vermutlich etwas früher hätten beginnen sollen, damit ich auch wirklich Zeit gehabt hätte mit allen etwas zu quatschen … aber frau will ja keine Unannehmlichkeiten machen …

Was nicht so toll war, war meine Bekanntschaft mit der Gravitation. Das Gebäude in dem der Escape Room sich befindet, hat nämlich noch nicht begriffen, dass einfache Zugänglichkeit – auch bekannt als Barrierefreiheit – etwas sinnvolles ist.
Nach Eingangsstufen muss man als Gast nämlich eine weitere Treppe in den Keller (!) um den Fahrstuhl in die fünfte Etage zu benutzen – alle anderen Etagen sind nur mit entsprechendem Schlüssel zu öffnen. Mit der Treppe habe ich dann auf dem Weg nach unten nähere Bekanntschaft gemacht und, Schutzengel sei dank, ist eine nervige Schienbeinprellung das Schlimmste, das passiert ist.

Und so schleiche ich nun von Ort zu Ort und verstehe langsam, warum der Pinguin den Fuß zur Seite dreht. Das ist echt entspannend …

Also dann, wir lesen uns!

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Sieben Jahre Random Poison

Heute ist es soweit … heute jährt sich mein Hello World zum siebten Mal … Mensch, wie die Zeit vergeht …

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten, wage ich zu behaupten, dass ich mittlerweile das Bloggen ganz gut im Griff habe. Ich gehöre zwar zu denen, die keine großen Grafiken verwenden, aber ich schaffe es immerhin einmal im Monat einen Beitrag zu veröffentlichen (in all den Jahren habe ich nur den August 2012 ausfallen lassen).

Außerdem ist nicht nur dieser Beitrag mein Jubiläumsbeitrag, er ist auch mein 600er. Also in dem Sinne gibt es heute eine Doppel-Party (und da dachte ich erst, ich schaff das nicht …).

Aber werfen wir mal einen Blick zurück …

In den vergangenen Jahren habe ich mich in verschiedene Richtungen ausprobiert. Reisen, Festivals, Konzerte, Serien/Filme, Bücher, Comics, aber auch Sachen wie Lost in Translation und den Weekend Guess. Zu allen Themen habe ich noch jede Menge zu erzählen, aber an der Umsetzung scheitert es gelegentlich …

Wobei das Hauptproblem leider ist, dass ich zwar viel schreibe, aber nur wenig Rückmeldung bekomme.

Mal ein paar Zahlen …

Wie gesagt, ist dies mein 600. Blogbeitrag darin enthalten sind:

Und natürlich wird es weitergehen … so schnell gebe ich nicht auf …

Aber ich hab ja gesagt, wir wollen heute mit ernsten bis ulkigen Fragen feiern!

Also dann … was habt ihr denn so gefragt?

Leider haben nur vier Leute Fragen gefunden, die sie mir stellen wollten, aber dafür einige gleich mehrere und bei ein paar bin selbst ich auf meine Antwort gespannt. 😀

June Is: Mit was spielen Eskimo-Kinder?

Hmmm …. Pinguinen? 😀
Ach, Moment, die sind ja am anderen Ende der Erde … hmm … die Sendung mit der Maus hat mir glaube mal erzählt, die spielen auch mit Eisbärkindern
Abgesehen davon, dass sie viel öfter Figuren aus Schnee bauen können als wir, spielen die vermutlich mit ähnlichen Dingen, wie auch wir es früher getan haben.
Wer hofft eigentlich noch, dass der Winter nicht erst wieder zur LBM einbricht?

Sophie GrossalberHast du schon mal deine Plotbunnies nach Mitternacht gefüttert und sind sie dann zu Plotgremlins geworden? Oder wurden sie eher zahmer?

Guute Frage … hmm … da ich es grundsätzlich vermeide, Plotbunnies zu füttern – außer sie werden gerade gebraucht – kann ich das gar nicht so sagen. Auch wenn es durchaus Plotbunnies gab, die sich durch (düstere/merkwürdige) Träume mir erst vorgestellt haben … also … hmm … muss ich mal im Auge behalten und wir können dann Erfahrungsberichte austauschen!

Kia Kahawa vom BuchessembleWenn ein Blitz ins Maisfeld einschlägt, gibt es dann Popcorn?

Meine These: Kommt drauf an wo. Wenn der Blitz direkt den Maiskolben trifft, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass – wenn der Maiskolben nicht direkt verkohlt – es zumindest ein paar Körner schaffen würden zu Popcorn zu werden. Trifft er allerdings den Boden, dann wird das vermutlich nichts … 🙁

Warum nenne ich meine Waschmaschine ständig „Mikrowelle“?

Vermutlich aus dem gleichen Grund warum ich zum Bus immer Zug sage/sagen wollte … oder war das umgekehrt?

FunFact: Ich hatte als Kind – und gelegentlich habe ich das auch immer noch – das Problem, dass ich anstatt Kirche immer Kirsche gesagt habe … da sind wir dann sonntags halt mal in die Kirsche gegangen … ^^°

Warum kommt die Latte im Tetris immer zu früh oder gar nicht?

Weil Tetris eines der wundervollsten und fiesesten Spiele überhaupt ist …

Kennt ihr eigentlich schon den Tetris-Bot auf Twitter? Den hat die fürchterbar fiesliche Kirana neulich geteilt und seit dem muss ich da gelegentlich immer mal mitspielen …

Zumindest bis ich mich dann wieder dem Reallife Tetris für die LBM widmen kann.

… Äh, ich meine, wann kommt nochmal eine Nerdwoche o.ä.? Ist etwas in der Art in Planung?

Ja und nein.
Ja: Ich möchte definitiv wieder so etwas machen.
Nein: Ich hab nur keine Ahnung zu welchem Thema … beim letzten Mal hatte ich gerade angefangen Gotham nebenbei zu gucken und musste mal wieder feststellen, dass ich die Bösewichte in Geschichten sehr oft wesentlich besser finde als die Helden. Daher kam die Überlegung auf, eine Villain-Week zu machen. Passend zu den Superheroines müsste/sollte/könnte es allerdings um weibliche Bösewichte gehen, was aber schon fast daran scheitert, Gute zu finden … wobei hier eine Mischung wohl auch nicht schlecht wäre …

Dann kommt hinzu, dass es demnächst auch den Essayband Roll-Inclusive zu Diversität in Pen&Paper-Rollenpielen gibt, der eine ganz andere Thematik einbringen würde, die wir vom Nornennetz – inklusive mir *Panik* – auch auf der LBM besprechen wollen. Das wäre für eine Nerdwoche im Mai allerdings zu spät …

Lange Rede, kurzer Sinn: Es sind Ideen da, aber allzu konkret ist nichts. Erstmal wieder den Märchensommer in die Gänge kriegen, da ist auch einiges zu tun noch … (Wenn wer helfen mag, gerne schon mal melden!)

Anne Granert: Was befindet sich auf deinem Nachttisch und in deinen Anorak-Taschen?

Nachttisch: Viel zu viel Krempel 😀 Darunter verstecken sich aber auch Bücher, die ich noch lesen muss (inklusive der beiden Anthologien, in denen ich vertreten bin), der Dragonball, den ich immer noch nicht weggeräumt habe, Kleingeld und jede Menge anderes Zeug. 😀

Jackentasche: Momentan nur meine fingerlosen Handschuhe (ich mag es nicht, wenn irgendetwas meinen Tastsinn einschränkt …), wenn ich sie trage auch meine Hände in den Handschuhen und mein Telefon mit Pokémon Go. 😀
Gestern waren da zwei Ohrenstöpsel mit drin, um unsere Ohren vor potentiellen Glockenläuten zu schützen, als wir die Konzertkirche in Neubrandenburg hochgekraxelt sind.

Welches phantastische Element in einem Roman hat dich positiv umgehauen?

Puh … immer diese schweren Fragen … ich mag es, wenn die phantastischen Elemente, Magiesysteme etc. gut durchdacht sind und in sich schlüssig. Sie müssen nicht den physikalischen Regeln entsprechen, sollten sich aber zumindest nicht widersprechen.

Deine Talente in „Des Sandes Wiederhall“ klingen interessant, auch wenn du noch nicht so viel über ihre Entstehung erzählt hast. Den Umgang mit Superkräften in „Karriere: Superheldin“ fand ich faszinierend – auch wenn die Charaktere und die Handlung meh waren … Das Rumpelstilzchen aus „Kindsräuber“ hat auch seinen ganz eigenen Charme …

Doch was mich wirklich umgehauen hat, dass kann ich gar nicht sagen …

Welche Romanverfilmung fandest du gut und welche ging gar nicht?

Legende von … aach ne, das war ja ein Cartoon und kein Roman … hmm … ich bevorzuge es ja, Verfilmungen erst zu sehen, nachdem ich das Buch gelesen haben. Manchmal klappt das nicht, da konnten z.B. Tintenherz and Der Sternwanderer mich überzeugen. Mit Blick auf die Bücher sind sie zwar nicht perfekt, aber sie erschaffen trotzdem eine ähnlich großartige Stimmung.

Und nu?

Nun, nun widme ich mich wieder meiner ToDo-Liste und ihr bekommt dann demnächst zu hören, was für den Märchensommer geplant ist, wo ihr mich wann auf der LBM findet und was sonst noch so ansteht.

Es bleibt spannend

Auf die nächsten sieben Jahre und Danke an alle, die hier (un)regelmäßig lesen und kommentieren. Und natürlich auch Danke für die tollen Fragen!

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Bloggeburtstagsvorbereitung

Wie ich neulich feststellte, jährt sich in diesem Jahr am 19.02. der erste Beitrag, den ich je auf „diesem“* Blog geschrieben habe zum siebten Mal!

Seit sieben Jahren blogge ich also schon und das heißt, es wird

Bloggeburtstag

gefeiert!

Dafür habe ich mir Folgendes überlegt:

Von jetzt bis zum 17.02. könnt ihr mir hier in den Kommentaren, über Twitter, Facebook – oder sonstwo, wo wir miteinander verbunden sind – Fragen stellen.
Das kann sein:

Das Beste daran: Die Frage kann sowohl ernst, als auch total unsinnig sein! Denn wer eine Plüsch-Elchtrophäe bei sich an der Wand hängen hat und sich über eine Tetris-Lampe freut (beides Geburtstagsgeschenke), der mag auch unsinnige Fragen. Oder wie man im Englischen sagen würde: „totally random questions“, immerhin sind wir hier ja auf „Random Poison“. 😀

Das ist aber nicht alles: Wer mag, kann mit der Frage auch in den Lostopf hüpfen (bitte entsprechend im Kommentar dazuschreiben), denn für die skurrilste/merkwürdigste/verrückteste (die ich beantworten kann) von ihnen verlose ich ein Buch eurer Wahl mit einer Beteiligung von 7,00 € (ein anderer Betrag wäre im siebten Jahr irgendwie unpassend).

Also dann: Lasst mich eure Fragen hören!
Ich behalte mir jedoch vor Fragen, zu denen ich keine Antwort weiß oder geben möchte, nicht zu beantworten

Wer gewonnen hat und wie meine Antworten lauten erfahrt ihr dann pünktlich zum Bloggeburtstag am 19.02. genau hier!

In gespannter Erwartung

Anne/PoiSonPaiNter

* Ich blogge weiterhin unter dem Namen Random Poison aber technisch gesehen fing ich ja mit einer wordpress.com-Seite an, die erst vergangenes Jahr auf diese selbstgehostet Variante umgezogen ist.

Poisonige Entwicklung

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Unterbewusst habe ich mir irgendwann mal vorgenommen, jeden Monat mindestens einen Beitrag zu schreiben. Bisher ist mir nichts eingefallen … jetzt aber!

Die Idee sprang mich förmlich an, als ich mal wieder über Gotham nachdachte. Diese Serie will mich einfach nicht loslassen, vor allem da ich sie gerade mit June Is noch einmal schaue, damit wir gemeinsam dann endlich (*hibbel*) in Staffel 5 einsteigen können. (Und ja, selbst Gotham hat nichts an meiner Meinung geändert, dass Batman immer noch einer der langweiligsten und nervigsten Charaktere ist, die mir je begegnet sind.)

Jedenfalls gab es in Staffel 2 einen Spruch, der mich zum Grübeln gebracht hat:

„And like the butterfly, I’ve come to realize that I cannot be a caterpillar once again.“/
[Und wie der Schmetterling habe ich erkannt, dass ich keine Raupe mehr sein kann.]
– Edward Nygma, Staffel 2, Folge 9: A bitter Pill to swallow

Jede*r von uns macht im Leben eine Entwicklung durch

Ob wir uns das eingestehen oder nicht, wir verändern uns – auch wenn es oft genug in Geschichten heißt, dass Menschen das nicht tun. Nur aufgrund unserer Anpassungsfähigkeit hat es die Menschheit überhaupt erst soweit gebracht, dass wir uns jetzt selbst zerstören können, anstatt nur auf den nächsten Fressfeind zu warten. Aber das ist ein anderes Thema.

Wie ich in meinem Jahresrückblick schon erzählt habe, gab es im vergangenen Jahr einige Veränderungen für mich:

  • Das neue Logo
  • Die Lesung auf der LBM
  • Bloggen unter richtigem Namen

Für manche mögen das Kleinigkeiten sein, für mich sind es große Schritte.

Schauen wir uns die Schmetterlingsmetapher mal etwas genauer an:
Biologisch betrachtet hat ein Schmetterling drei Entwicklungsstufen: Raupe, Puppe/Kokon, Schmetterling oder anders gesagt: Raupy, Safcon, Smettbo … 😀

Als Raupy ist man ja bekanntlich recht scheu, versteckt sich und will sich gar nicht so in die Welt hinauswagen. Das ist die Phase in der ich angefangen habe mich in einem Fantasy Forum herumzutreiben. Der Name PoiSonPaiNter entstand und das Krakelbild vom Jesterdeer wurde mein Avatar. Das war 2007, also vor fast zwölf Jahren.
Ich begann mit Beiträgen, kommentierte mit und lernte über die Zeit, dass mit vielen Smileys schreiben als doch recht albern angesehen wurde. Nach und nach, traute ich mich dann auch an erste eigene Geschichten, die ich im Rahmen des Forums vorstellte.

Vier Jahre später wagte ich mich an Fanfictions auf Englisch, und da ich Poison nicht damit in Verbindung bringen wollte entstanden die Abwandlungen Mod Soul bzw. konpaku für die entsprechenden Seiten. Trotzdem wurde auch hier mein Jester der Avatar. Mittlerweile nutze ich in Bezug auf diese Geschichten eine strengere Teilung, denn Fanfictions werden leider immer noch sehr oft belächelt. Ich ließ es mir dennoch nicht nehmen, bei einer Charity Auktion für Random Acts mitzuhelfen und meine Schreibdienste gegen eine Spende anzubieten.

Meinen Blog begann ich dann im Februar 2012, wartet … ich habe dieses Jahr 7-jähriges Jubiläum! *panisch im Kreis renn* … *räusper* … zurück zum Thema: Auch hier blieb ich dem Namen und dem Avatar treu und verwendete auch für andere Leute, mit denen ich zu tun hatte, Spitznamen anstatt Realnamen. (Was ich im oben verlinkten Beitrag ausführlicher erklärte.)

Wow, wie sich Ansichten ändern können … denn aus

„Ich will einfach nicht, dass die Leute das, was ich schreibe, sofort mit dem verbinden, wer ich bin. Ich möchte, dass sie lesen und genießen und dann vielleicht einen genaueren Blick darauf werfen, wer hinter all dem Müll steckt. Ich möchte, dass die Leute „mich“ mögen / meine Arbeit für das, was ich tue / wie ich schreibe und nicht für das, wer ich bin.“

wurde mittlerweile etwas ganz anderes.

Mittlerweile wurden nicht nur Geschichten unter meinem echten Namen veröffentlicht, sondern auch meine Seiten in den Sozialen Netzwerken entsprechend umbenannt.

Mit der letzten LBM kam dann auch der Logowechsel hinzu. Der krakelige Jester bekam ein neues Gewand. Doch nicht nur das: Ich wurde gezeichnet. Denn für die Werbung unserer Lesungen am Nornenstand musste ein Bild her und da ich noch lange nicht so weit war, mein Gesicht zu zeigen – und auch kein vernünftiges Bild hatte – nahm sich Elenor Avelle der Sache an.
Während der Messe hatte es sich Ela Bellcut zur Aufgabe gemacht, ein Foto von mir zu schießen. Dieses Foto wurde nicht nur für den BuchBerlin-Katalog im November, sondern wird auch für die bald schon anstehende LBM genutzt.

Hier das ganze mal etwas visualisiert:

Um bei der Metapher zu bleiben: Das Raupy begann sich zu verpuppen.

Durch die Arbeit mit und für die Nornen habe ich viel gewonnen, vor allem aber das Selbstbewusstsein hinter meinen Sachen zu stehen. Trotzdem habe ich noch immer einen weiten Weg vor mir. Noch ist das Smettbo nicht komplett aus der Safcon-Hülle ausgebrochen. Noch verstecke ich mich zu gern hinter Poison und Jester.

Denn auch das ist Teil einer Entwicklung: Aus den bekannten Mustern auszubrechen und sich auf neue Pfade zu wagen. Hin und wieder tue ich genau das, um mich herauszufordern, um mir selbst zu zeigen, dass ich etwas kann. Denn wie heißt es so schön? Man ist selbst sein schlimmster Feind und Kritiker. Mein innerer Kritiker ist zum Teil extrem laut und da hilft es noch immer den schützenden Safcon-Kokon zu haben, in den ich mich zurückziehen kann.

Doch nach und nach werde ich in den Vordergrund rücken müssen.
Außer natürlich ich schmeiße alles bisher Erreichte über den Haufen und … ach, ne, das wäre dämlich. 😀

Es wird allerdings noch eine Weile dauern, bis ich das Autorenfoto auch auf meiner Autorenseite verwende, geschweige denn Bilder von mir nicht nur gelegentlich in Beiträgen unterzubringen, sondern mich selbst damit zu präsentieren. Das fällt mir halt immer noch sehr schwer.

Der Jester wird auf alle Fälle weiterhin mein Logo und Avatar bleiben.

Womit ich mich dieses Jahr auf der LBM herausfordere, werdet ihr demnächst noch erfahren … 😉

© For the cover belongs to its rightful owner.
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Lies auf Deutsch

Poisonian Evolution

Subconsciously, I decided at some point to write at least one article every month. So far nothing has crossed my mind … but now!

The idea jumped at me when I thought about Gotham again. This series just won’t leave me alone, especially since I’m watching it again with June Is, so that we can finally start season 5 together. (And yes, even Gotham hasn’t changed my mind that Batman is still one of the most boring and annoying characters I’ve ever met.)

Anyway, there was a line in Season 2 that got me thinking:

„And like the butterfly, I’ve come to realize that I cannot be a caterpillar once again.“
– Edward Nygma, Season 2, Episode 9: A bitter Pill to swallow

Every one of us goes through a transformation in their lives

Whether we admit it to ourselves or not, we change – even if it is often said in stories that people don’t. It is only because of our adaptability that humanity is now capable of destroying itself instead of waiting for the next predator. But that is another topic.

As I already told you in my retrospective, there were some changes for me in the past year:

  • The new Logo
  • My reading at Leipzig Bookfair (LBM)
  • Blogginng with my real name attached

For some, those may be little things, for me they’re big steps.

Let’s take a closer look at the butterfly metaphor:
From a biological point of view, a butterfly has three stages of evolution: Caterpillar, chrysalis/cocoon, butterfly or in other words: Caterpie, Metapod, Butterfree… 😀

As you know, as a Raupy you are quite shy, hide and don’t want to venture out into the world. This is the phase in which I started to hang out in a fantasy forum. The name PoiSonPaiNter was created and the scribble picture of the Jesterdeer became my avatar. That was in 2007, almost twelve years ago.
I began with contributions, commented and learned over time that writing with lots of smileys was considered quite silly after all. Little by little, I dared to write my first own stories, which I presented in the forum.

Four years later I ventured into Fanfictions in English, and since I didn’t want to associate Poison with it, the variations Mod Soul and konpaku were created for the corresponding pages. Nevertheless my Jester became the Avatar. By now I use a stricter division regarding these stories, because Fanfictions are unfortunately still very often ridiculed. Nevertheless, I didn’t miss the opportunity to help with a Charity Auction for Random Acts and offer my writing services for a donation.

I started my blog in February 2012, wait … this year I’ll have my 7th anniversary! *running in a circle in panic* … *cough* … back to topic: Again I stayed true to the name and the avatar and used nicknames instead of real names for other people I met. (Which I explained in more detail in the above linked post.)

Wow, how views can change … because

„I just don’t want people to associate what I write with who I am right away. I want them to read and enjoy and than maybe have a closer look at who is behind all this rubbish. I want people to like „me“/my work for what I do/how I write and not for who I am. „

has changed into something completely different.

Not only have stories been published under my real name, but my pages in the social networks have also been renamed accordingly.

With the last LBM the logo change was added. The squiggly Jester got a new robe. But not only that: I was drawn. Because for the advertisement of our readings at the Norn’s booth a picture had to be made and since I was far from ready to show my face – and also had no proper picture – Elenor Avelle took care of it.
During the fair, Ela Schnittke made it her mission to take a picture of me. This photo was not only used for the BuchBerlin catalogue in November, but also for the upcoming LBM.

Here the whole thing visualized:

To stick with the metaphor: The Caterpie began to pupate.

By working with and for the Norns I gained a lot, but above all the self-confidence to stand behind my stuff. Nevertheless, I still have a long way to go. The Butterfree hasn’t completely broken out of the Metapod-shell yet. I still like to hide behind Poison and Jester.

Because that is also part of a evolution: To break out of the familiar patterns and venture onto new paths. Every now and then I do exactly that to challenge myself, to show myself that I can do something. Because what does it say so fittingly? You are your own worst enemy and critic. My inner critic is sometimes extremely loud and it still helps to have the protective Metapod cocoon to which I can retreat.

But little by little I’ll have to come to the surface.
Except of course I throw everything achieved so far away and … oh, no, that would be stupid. 😀

However, it will take a while until I will use the author’s photo on my author’s page, not to mention not only to place pictures of me occasionally in articles, but to present myself with them. This is still very difficult for me.

The Jester will definitely remain my logo and avatar.

What I’m challenging myself with this year at the LBM, you’ll soon find out … 😉

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Was für ein Jahr …

Hier kommt er, der Jahresrückblick auf den ich eigentlich keine Lust hatte, weil zu viele wow-Sachen passiert sind. 😀

Aber von vorn … erinnert ihr euch noch, wie ich Anfang des Jahres noch darüber nachgedacht habe, ob ich von Englisch auf Deutsch wechsel oder zweisprachig mache? Tjoa, wie man sieht bin ich irgendwie einfach dazu übergegangen. Das war aber eher so eine notwendige, als bewusste Entscheidung, weil meine Blog-Aktionen doch eher deutsches Publikum anlocken … ein paar Englische Beiträge haben sich ja trotzdem dazwischen geschlichen, aber es wurde schon ab März immer seltener … Zusätzlich dazu, fing ich auch an die Beiträge nicht mehr länger als PoiSonPaiNter zu unterzeichnen, sondern meinen richtigen (Vor)Namen zu verwenden, da der ja mittlerweile auch bei meinen Veröffentlichungen steht … alles sehr merkwürdig …

Wo wir schon beim Blog sind …

Nachdem die DSGVO alles durcheinander brachte, wanderte der Blog im Mai von randompoison.wordpress.com zu randompoison.com. Damit kamen ein paar Umstellungen, die ich jetzt noch nicht alle hinter mir habe – vor allem die Zeilenumbrüche in alten Beiträgen muss ich noch durchackern … es gibt also immer was zu tun …

Und weil das nicht genug ist, gab es natürlich wieder ein paar Aktionen.

Nachdem ich letztes Jahr die Supermamas by Tina Skupin, gelesen und Karriere: Superheldin von Marion G. Harmon gewonnen hatte, war mir klar: Ich muss die Nerdwoche neu auflegen, mit dem Thema Superheroines.
Gesagt getan und mit Hilfe von diversen Gastautorinnen füllten sich schnell mehr Tage, als ursprünglich geplant. Sogar eine Verlosung konnte ich dabei machen, bei der es Comics vom Gratis Comic Tag, die ich selbst gesammelt hatte und drei, die ich von den Veranstaltern selbst bekam und ein Exemplar der Supermamas zu gewinnen gab. Die Beteiligung war leider etwas gering, aber die Beiträge waren trotzdem klasse.

Nachdem es letztes Jahr schon so viel Spaß gemacht hat, musste ich auch dieses Jahr wieder einen Fairy Tale Summer machen. Diesmal war alles größer, ausgereifter und vielleicht auch besser? Als frisch ernannte Fee (inklusive meines aller ersten Interviews) der Märchenspinnerei hatte ich doch ein paar andere Möglichkeiten und einige neue Beteiligte, die mir bei der Umsetzung halfen. Zusammen mit fünf anderen Autorinnen erschufen wir dann auch das #CroMär, das Crossover Märchen. Mal schauen, wie es nächstes Jahr weitergeht. 😀

Die Feenwerdung hat auch gleich ein paar andere Sachen mit sich gebracht, denn kurz darauf, wurde ich auch schon die Patenfee von Susanne Eiseles „Das erste Lied„. Die Releaseparty habe ich nicht nur betreut, sondern auch eine kleine Videolesung für vorbereitet … und ich weiß immer noch nicht, warum es so klingt als wenn ich lispele. :’D

Das war die zweite von vier bedeutenden Lesungen dieses Jahr … die dritte war vor ein paar Monaten im Märchenhaus Neubrandenburg, als ich Ausschnitte aus drei Geschichten der Märchenspinnerei Anthologie „Es war einmal … ganz anders“ lesen durfte, leider nur vor drei Leuten, aber mal sehen, ob da noch mehr draus wird im neuen Jahr …

Vorher habe ich aber auch Katherina Ushachov schon mit einer kleinen Aktion zu ihrer Adaption „Zarin Saltan“ geholfen.

Doch nicht nur die Spinnerei habe ich unterstützt. Für die Veröffentlichung ihres letzten Galgenmärchens „Hexensold“ kam Nora Bendzko auf mich zu und fragte mich, ob ich die Betreuung der Online Releaseparty übernehmen möchte, während sie in Wien live feierte. Konnte ich auch nicht nein sagen …

Ups, irgendwie bin ich jetzt vom Thema abgekommen … ich wollte ja über den Blog reden … zwei Sachen davon waren aber auf Facebook … eine im echten Leben … also zurück zum Thema!

Fremdgebloggt & Geschriebsel

Neben diversen Beiträgen auf dem Nornennetz Blog (u.a. zu den Themen Comics, Conventions, Gute Bösewichte und natürlich Märchen) habe ich dieses Jahr auch zwei Gastbeiträge auf dem Blog des Bücherstadt Kuriers gehabt in deren Diversitätsmonat (Diversität ist mehr als Hautfarbe und sexuelle OrientierungEnglisch, Review zu „Strowlers“Englisch ). Doch das war nicht alles! Eine weitere Geschichte von mir erschien im Rahmen des #100Bilder100Geschichten Projekts (Ungreifbare Geschichte) und eine Geschichte, die ich gemeinsam mit June Is geschrieben habe, belegte gleich zwei Türchen des diesjährigen Adventskalenders (Operation „Joker“ – Teil 1; Teil 2).

Aber nicht nur das, ich habe auch andere … öhm … zu mir geholt.
Und zwar für meinen diesjährigen Adventskalender. Neben jeder Menge Schnipsel aus meinen verschiedenen Projekten, gab es fünf Kurzgeschichten an den Adventssonntagen und Heiligabend von Gastautorinnen.

Wo wir schon bei Kurzgeschichten sind …

Neben den oben genannten Geschichten gab es auch eine kleine Halloweengeschichte hier, ein Drabble im Adventskalender des Nornennetzes. Und natürlich meine Veröffentlichung in der Anthologie „Entzünde den Funken“ von Siiri Saunders & Adrian Stiller.

Massig Messe …

Dies ist ein weiterer Schritt in meiner Autorinnen-Karriere, in der es in diesem Jahr einige Highlights gab.
Für die LBM wurde für mich eine tolle Box gebastelt und ich habe seit dem ein gepimptes Logo, Visitenkarten und Märchensommer Lesezeichen (und Buttons). Ich denke, in diesem Fragefreitag vom Nornennetz, habe ich das denke ich mal ganz gut zusammengefasst:

Ich war 2017 das erste Mal auf einer richtigen Buchmesse, der BuchBerlin, als Besucherin, die sich ordentlich mit neuem Lesestoff eingedeckt hat und als Autorin, deren erster Anthologiebeitrag an jenem Wochenende erschien. Nicht viel später war ich dann eine derjenigen, die den Messeauftritt der Nornen auf der LBM 18 nicht nur geplant, sondern auch als Standinventar begleitet hat. Außerdem hatte ich da auch noch meine erste große Lesung am Stand … Momentan bin ich eine der Hauptorganisatorinnen unserer Messeauftritte (BuchBerlin 2018 und LBM 2019) und das ist irgendwie ein sehr schräger Wandel …

Kurz vor meiner Lesung regelte Elenor Avelle noch die Lautstärke des Mikros. (Foto: T.S. Elin)

Den Bericht zur BuchBerlin hab ich noch nicht geschrieben, aber eines der Highlights da, war definitiv die Lesung (Nr. 4) in verteilten Rollen von Anne Dancks Beitrag in der Anthologie „Verirrte Prinzen und bockige Prinzessinnen„. Die war einfach nur witzig … sollte die Aufzeichnung davon mal ihren Weg ins Internet finden, geb ich Bescheid. 😀

Als Gast war ich außerdem im Dezember online unterwegs. In Anja Buchmanns Adventskalender konnte man Weihnachtspost von mir gewinnen. Die Bücherhexe auf Facebook stellte in ihrem mein Projekt #Eishörnchen vor. Und beim Comic Klatsch durfte ich in Folge 8 (54:00:00 – 1:05:00) zwei Comics empfehlen. Den eine habe ich hier auch schon vorgestellt.

Auf Achse …

Das waren aber nicht die einzigen Veranstaltungen, an denen ich teilgenommen habe. Mit June habe ich Berlin nicht nur während des Gratis Comic Tags unsicher gemacht, sondern auch die German Comic Con besucht. Zusammen waren wir aber auch musikalisch unterwegs, als wir uns Van Canto bzw. Stratovarius and Tarja Turunen angesehen haben.
Mit den üblichen Verdächtigen, war ich dieses Jahr auch wieder auf dem Rockharz, auch wenn es etwas anders als geplant ablief … aber dazu irgendwann später mehr.

Faszinierende Fische

Obendrauf kam dann noch das wunderbare #NornenHopping, bei dem ich so vielen großartigen Autorinnen begegnet bin, das ich es immer noch nicht ganz glauben kann … geendet hatte es dann im LitcampHH, auf dem ich dann am ersten Tag auch gleich eine Session leitete. Zu beidem werde ich noch einen Bericht schreiben, versprochen!

Doch das war noch nicht alles. Mit meinem Vater besuchte ich zum ersten Mal das Ozeaneum in Stralsund und kehrte nach Jahren zum Königsstuhl zurück. Meinen Halloween-Urlaub verbrachte ich bei Elenor Avelle und half ihr bei der Vorbereitung und Durchführung ihres Hexenhofmarkts, bevor es dann mit Jancy für ein Wochenende nach Amsterdam ging.

Tja, wie ihr seht … hatte ich ein sehr ereignisreiches und wow-iges Jahr.
Vieles erlebt, viele tolle Leute getroffen, und doch ist es gefühlt irgendwie nur der Anfang …Wir werden sehen, was 2019 bringt. Bis nächstes Jahr.
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On a Side Note #5: Da war doch was…

Wie ihr sicherlich mitbekommen habt, ist es zur Zeit sehr ruhig hier, daher mal eine Erklärung dazu.

Nach dem Fairy Tale Summer brauchte ich erstmal eine Pause, ~50 Beiträge in 7 Wochen war schon ne ganz schöne Nummer und so richtig bin ich aus dem Sumpf noch nicht wieder raus … hinzukam, dass dadurch einiges liegengeblieben ist, was im Anschluss erstmal aufgeholt werden musste.

Ein neuer Tag“ kam aus dem Groblektorat zurück, denn die Kurzgeschichte soll Ende des Jahres Teil einer Benefiz-Anthologie werden. Die erste genauere Lektoratsrunde hat sie mittlerweile auch schon hinter sich.

Na wer erkennt alle 17 Märchen auf dem Banner des Märchenhauses Neubrandenburg?

Für das Nornennetz hatte ich mich bereiterklärt, ein paar Blogbeiträge zu verfassen. Einerseits ein Interview-Bericht im Comic-Monat, bei der ich zusammen mit verschiedenen Autor*innen die Frage erörtert habe: Lohnen sich Comic Conventions für Autor*innen?. Und ein Beitrag in Zusammenarbeit mit den Nornen Grumpy Moon and Laura Kier, in dem es um Das Gute an Bösewichten ging – vielleicht erinnert sich ja noch jemand daran, dass ich während/nach meiner Superheldinnen Nerdwoche mit dem Gedanken gespielt habe/spiele, eine Villain-Week zu machen. Ein sehr passender Beitrag für mich also.

Dem Bücherstadt Kurier hatte ich zwei Beiträge für ihren Diversitäts-Monat #kunterbunt zugesagt. Das wurde zum einen ein, hmm, „Rant“ zum Thema Diversität ist mehr als Hautfarbe und sexuelle Orientierung (hier auch auf Englisch) und eine Rezension zur Pilot Folge des Zombie Orpheus Entertainment Projekts Strowlers (hier auch auf Englisch).

Hinzukam, dass ich Anfang August innerhalb eines Tages die Kickstarter Kampagne des Nornenetzes für die Teilnahme an der Leipziger Buchmesse 2019 aufgesetzt und seit dem betreut habe und auch andere Dinge im Netzwerk zu tun hatte.
Für unseren Auftritt auf der BuchBerlin, den ich ebenfalls mitorganisiere, gibt es übrigens momentan Tageskarten zu gewinnen: Wer fährt mit uns zur BuchBerlin?

Nebenbei habe ich dann auch immer mal wieder Elenor Avelle bei ihrer Aktion zu ihrem neusten Werk „Gefesselt – Der Anfang“ geholfen. Für alle, die herausfinden wollen, welcher Charakter sie in der Geschichte wären, geht es hier zum: Storyquiz.

Zwischendrin gab es dann auch schon wieder Planungsphasen für neue Aktionen und u.a. auch Besprechung für meine Patenschaft by Susanne Eiseles Rumpelstilzchen Adaption „Das erste Lied„, für das ich noch ein bisschen was vorbereiten muss, es wird auf alle Fälle eine interessante Release Party am 13.09. und im Oktober dann auch eine Blogtour geben.

Dann war ich bei der Eröffnung des Neubrandenburger Märchenhauses und habe gleich ein bisschen Werbung für die Märchenspinnerei und andere gemacht. Es wird spannend …

Einen Samstag habe ich mir dann auch gegönnt, um mit meinem Vater zusammen – das erste Mal seit es vor 10 Jahren eröffnet wurde – das Ozeaneum Stralsund zu besichtigen und danach seit langem mal wieder hoch zum Königsstuhl auf Rügen zu fahren bzw. durch den Wald dort hinzulaufen. War ganz schön teuer der Spaß, trotzdem ein paar tolle Sachen gesehen.

Eine Aufführung von „Wildes Herz„, dem Dokumentarfilm über den aus meinem Heimatort stammenden Sänger der Ska-Punk Band Feine Sahne Fischfilet, konnte ich mir auch nicht entgehen lassen und vermutlich lasse ich meine Gedanken dazu irgendwann auch mal in einem Beitrag aus …

Das alles (und noch viel mehr) hat dafür gesorgt, dass ich die Märchensommer Preise noch immer nicht abgeschickt habe, was mir furchtbar leid tut für alle, die sehnsüchtig darauf warten. Doch ein bisschen müsst ihr euch noch gedulden. Tut mir Leid …

Denn heute begebe ich mich seit Langem mal wieder auf eine Reise durch Deutschland (und kurz auch zum ersten Mal in die Schweiz), was übernächstes Wochenende auf dem Literaturcamp Hamburg endet.

Das Ganze unter dem Thema #NornenHopping, das bedeutet, dass ich auf meiner Reise u.a diese Nornen treffe: Anne DanckHolly MilesJune IsSiiri Saunders, Jule M. ReichertStella Delaney, Felicity Green, Eva-Maria Obermann, Elenor Avelle, Laura Kier und Paula Roose, und wer sich noch so auf dem #LitcampHH anfinden wird.
Die Reise verfolgen könnt ihr über den entsprechenden Hashtag auf meiner Twitter-Seite.
Kleine Anekdote am Rande: Ich werde die ganze Zeit unseren 3x6m Pavillon im Kofferraum haben, weil ich den für das Litcamp angeboten habe … =D

Ein bisschen Kreidefelsen auf Rügen

Danach werde ich mich dann aber wirklich um den Versand kümmern, bevor ich mich in die Arbeit für neue Aktionen und eine weitere potentielle Kurzgeschichten-Veröffentlichung stürze … und den diesjährigen Adventskalender. 😉

Na gut, nachdem die neuen Postkarten angekommen sind und ich das Gespräch mit dem Märchenhaus hatte … Spätestens Ende September sollten aber alle Preise angekommen sein. Versprochen!

Also bis dann

Anne/PoiSonPaiNter