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Spuk im Tierpark

Nachdem ich zwei Tage vor Halloween feststellte, dass ich noch keinen Beitrag dafür hatte und eben das auf Elenor Avelle’s Discord Server verkündete, bewarf mich Ico_Gnitus direkt mit einem Plotbunny für eine kleine Szene.
Ein bisschen mit dem Gedanken gespielt, stellte ich schnell fest, dass die beiden Figuren aus meiner Geschichte Die Teufelsmauer, die 2019 über den Bücherstadt Kurier veröffentlicht wurde, noch einmal mitspielen wollten.

Um die Figuren besser einordnen zu können, empfiehlt sich, die Geschichte vorneweg zu lesen, aber es ist kein muss, da die Szene einige Zeit in der Zukunft spielt und die wichtigsten Dinge erklärt/benannt werden.

Also dann viel Spaß!

Spuk im Tierpark

Suse konnte immer noch nicht glauben, dass sie wirklich die Halloween-Nacht im Tierpark verbringen würde. Um sie herum nutzten viele die Möglichkeit durch teils schwer erkennbare Kostüme den Eintrittspreis zu verringern. Auch sie und Thorsten waren verkleidet. Thorsten trug mit weißen Knochenlinien versehene Kleidung, sein haarloser Kopf war komplett mit weißer Farbe bedeckt. Nur seine Augen, sowie falsche Nasenhöhlen und Zahnzwischenräume hatte er eingeschwärzt. So fielen seine fehlenden Brauen und Wimpern noch weniger auf als sonst. Ihre Hexe ging vermutlich nur aufgrund des geliehenen Mantels als solche durch, den Hut wollte Suse partout nicht aufsetzen. Je weiter sie in der Schlange vorrückten, desto breiter grinste Thorsten, was sein Skelettgesicht noch unheimlicher wirken ließ. Seine Vorfreude allein machte das Herkommen zur richtigen Entscheidung. Auch wenn diese Nacht neben Beltane und den Sonnenwenden eine der für Suse anstrengendsten im Jahr war. Ihre Fähigkeiten würden heute schwerer zu bändigen sein und könnten sie überwältigen, aber darauf waren sie vorbereitet.
Vor und hinter ihnen wuselten Kinder begeistert durch die Reihen der Erwachsenen. Eine pinke Fee duellierte sich mit einem Geist, ihre Holzschwerter klackten wild aneinander. Ein anderes Kind schwang laut rufend einen Stock über die Dekorationen, versuchte offensichtlich die Kürbisse in eine Kutsche zu verwandeln. Es klappte leider nicht, worüber es sich entsprechend empörte. Suse hörte Thorsten neben sich schnauben, dann klopfte er ihr aufgeregt gegen den Arm. Mit ausgestrecktem Arm deutete er auf die Schwert-Kinder, die auf der anderen Seite des Eingangstores kleine Eimerchen in Kürbisform in den Händen hielten.
„Ob wir auch einen bekommen?“, fragte Thorsten mit einem schelmischen Grinsen.
Suse sah mit hochgezogener Braue zu ihrem fast einen Kopf größeren Freund hinauf. „Selbst auf Knien kriechend gehst du nicht als Kind durch.“
Er seufzte theatralisch. „Irgendwas ist ja immer.“
Lachend knuffte Suse ihm in die Seite, was ihn dazu veranlasste, seinen Arm um sie zu legen und ihr einen Kuss auf die Stirn zu drücken. „Danke, dass du mitgekommen bist.“
„Mal sehen, ob es hält, was es verspricht“, neckte Suse und erntete dafür eine herausgestreckte Zunge.

Als sie es endlich in den Tierpark geschafft hatten, war Suse beeindruckt. Der Eingang war anzusehen, aber die noch ausgeschalteten Lichter und Girlanden im Inneren waren auf einem ganz anderen Niveau. Sie konnte sich jetzt schon vorstellen, wie es später aussehen würde und konnte Thorstens Begeisterung für die Veranstaltung besser verstehen. Zunächst studierten sie allerdings das Programm und überlegten sich einen Weg an Gehegen und Stationen vorbei. Hand in Hand machten sie sich anschließend auf zu den Pinguinen, wo es eine späte Fütterung geben würde.
Die langsam hinter dem Horizont versinkende Sonne brachte nicht nur Kälte mit sich, sondern auch ein Prickeln auf Suses Haut. Schon jetzt bereitete sie sich auf die Welle vor, die kommen würde, sobald sie komplett versunken war.
Nach und nach schalteten sich um sie herum die Lichterketten an, nur sporadisch leuchteten dazwischen auch die Weglaternen. Vermutlich, damit die niemand im Dunkeln über die eigenen Füße stolperte. Hin und wieder sah Suse eine wie auch die Kerzen in den geschnitzten Kürbissen, die auf Podesten oder Umzäunungen standen, angezündet wurden. Schon vorher hatten sie das typische Halloween-Gemüse in einigen Gehegen gesehen und auch als Dekoration war es überall verteilt.
Dann geschah es, blieb sie abrupt stehen und schlang die Arme um ihren Oberkörper. Sie zitterte am ganzen Leib, die Energie zuckte über ihre Haut.
„Hey, was ist los?“, fragte Thorsten besorgt und ließ seine Hände über ihre Arme schweben, ohne sie zu berühren.
Aus Erfahrung wussten sie beide, dass es die Situation schlimmer machen könnte, wenn er es tat. Suse versuchte das Gefühl zu akzeptieren und in sich aufzunehmen. Mehrmals atmete sie tief ein und aus, konzentrierte sich auf das hier und jetzt. Als sie die Augen öffnete, konnte sie Thorstens Aura deutlich vor sich sehen. Der warme Sommerregen, von Wolken verdunkelt.
„Hätten wir doch Zuhause bleiben sollen?“ Er legte die Stirn kraus.
Suse schüttelte sie den Kopf. Vor diesem Moment konnte sie sich nicht verstecken, selbst in ihren eigenen vier Wänden hätte es sie genauso erwischt.
„Okay, aber wenn es nicht mehr geht, sagst du Bescheid, ja?“
Mit einem Lachen lehnte sie ihre Stirn gegen seine, ließ ihre Ruhe in ihn übergehen und sich selbst an seine Präsenz gewöhnen. „Das wird keinen Unterschied machen.“
Sein verwirrter Blick überraschte sie nicht, das vorsichtige Lächeln schon.
„Du hast mein Make-Up verwischt.“ Er zog seinen Handschuh aus und wischte sich vorsichtig über die die Stirn, bevor er versuchte die weiße Farbe auf ihrer etwas zu verteilen.
Anstatt darauf zu reagieren, nahm Suse seine Hand und gab ihm einen Kuss. „Gut, dass ich auch schwarzen Lippenstift trage.“
Ein paar Gehege weiter, stockte Suse an einer besonders gruseligen Fratze auf einer Steinmauer. Etwas daran rief nach ihr. Sie ließ Thorstens Hand los und näherte sie sich langsam. Ein Knirschen und Knacken drang daraus hervor, als wenn etwas darin nagen würde. Vorsichtig beugte sie sich hinunter, um sich das Innere genauer anzusehen. Ein Grunzen ließ sie mit einem Aufschrei zurückschrecken.
„Woah, ruhig! Ist da was?“, fragte Thorsten besorgt und stellte sich stützend hinter sie, um sie notfalls aufzufangen, wieder ohne sie zu berühren.
Suse brauchte einen Moment, um ihren wilden Herzschlag zu beruhigen, dann konzentrierte sie sich auf den Kürbis. Etwas Graues schälte sich daraus hervor und sah dann aus kleinen Knopfaugen zu ihr hinauf.
„Ein … Biber?“, fragte Suse verwirrt und legte den Kopf zur Seite.
Das Wesen quietschte empört, was sie nur noch stutziger machte und genauer hinsehen ließ. „Ne, der Schwanz is´ nich´ platt … mehr so … rattig …“
„Eine Nutria?“, schlug Thorsten vor.
„Was?“ Verwirrt drehte Suse sich zu ihm um, doch er ging ein paar Schritte weiter und leuchtete mit seiner Smartphone-Lampe auf das Schild des Geheges, an dem sie standen.
„Biberratte“, übersetzte er erstaunt und tippte auf ein Wort darauf.
Anscheinend hatte Thorsten richtig geschlussfolgert, denn das Wesen grunzte erfreut.
„Ist es ein Geist?“, fragte Thorsten und lehnte sich auf die Mauer.
Auch wenn er die Dinge, die sie wahrnahm, nicht sehen konnte, versuchte er sie dennoch zu verstehen. Die Nutria ging auf ihn zu, schnupperte, auch wenn Suse sich nicht vorstellen konnte, dass sie etwas roch. Vermutlich ein Überbleibsel aus Lebzeiten.
„Keine Ahnung. Es ist Halloween, es kann auch `ne Seele sein oder beides…“ Verloren zuckte Suse mit den Schultern. Auren zu verstehen und Gefühlen zu folgen, hatte ihre Oma ihr noch beibringen können, alles andere war seit ihrem Tod mehr Versuch und Irrtum. „Aber sie scheint dich zu mögen.“
„Was?“ Erstaunt richtete Thorsten sich auf, woraufhin die Nutria sich in den Kürbis zurückzog.
“Jetzt hast du sie erschreckt!“ Suse lachte auf und Erleichterung legte sich um sie. „Lass uns weitergehen“, schlug sie vor und hielt ihm die Hand hin, die er mit einem warmen Lächeln annahm.

Je weiter sie gingen, desto mehr Tiere zeigten sich. Unweigerlich duckte Suse sich, wenn Vögel über sie hinwegrauschten. Zwischen den Beinen der Leute huschten kleinere Tiere hindurch und auch da hielt sie Thorsten auf, um nicht auf eines von ihnen zu treten. Auf einem Kürbishaufen am Wegrand tummelte sich eine Schar aus Mäusen, Ratten und anderen Nagetieren, die Suse aus der Ferne nicht identifizieren konnte. Auf der Schulter eines Piraten, der sie im schnellen Schritt, einen kleinen Kraken an der Hand, überholte, saß dem Klischee entsprechend ein mitwippender Papagei. Ein Stück weiter fiel ihr der graue Schal einer Rollstuhlfahrerin auf, und es dauerte einen Moment, bis Suse verstand, dass es eine Giftschlange war, die sich so kutschieren ließ. Doch das war nichts gegen die größeren Tiere, die bei ihren Artgenossen in Gehegen standen, als sei nichts gewesen, oder sich gelassen durch die Anwesenden hindurchbewegten. Eines von ihnen, das mitten auf dem Weg vor ihnen stehen blieb, ließ Suse komplett innehalten. Höher und höher ging ihr Blick, bis sie das Tier überhaupt erfassen konnte. Gemütlich sah es auf sie hinab, dann hob es den Rüssel zu einem sehr lauten Tröten, das ihr in den Ohren klingelte.
„Ein Elefant“, antwortete sie flüsternd auf Thorstens ebenso leise Frage.
„Es gibt seit Jahrzehnten keine Elefanten mehr hier.“
„Das kümmert wandernde Seelen nicht.“
Vorsichtig hob Suse die Hand und der Elefant senkte den Rüssel. Mit der Spitze versuchte er sie zu berühren, doch es klappte nicht. Stattdessen durchströmte Suse eine Welle aus Trauer und Einsamkeit, die ihr Tränen in die Augen trieb. Sie wünschte, sie könnte etwas tun, aber sie hatte nie gelernt, wie sie rastlosen Seelen helfen konnte. Der Elefant senkte Rüssel und Kopf, dann stapfte er durch sie hindurch davon. Suse schnäuzte sich und trocknete ihre Tränen.
„Sollen wir gehen?“, bot Thorsten erneut an, legte den Arm vorsichtig um sie.
„Nein, wir wollten doch die Feuershow sehen.“ Sie versuchte sich an einem aufmunternden Lächeln, aber er schien ihr nicht vollends zu glauben.
Noch wollte sie ihm nicht sagen, dass sie auf dem Heimweg noch ganz andere Dinge als Tiere erwarteten. Irgendwann würden sie darüber reden müssen. Irgendwann würde sie versuchen zu helfen. Heute würde sie den Rest des Abends genießen.


Falls ihr noch mehr gruselig-angehauchte Geschichten von mir oder anderen lesen wollt, schaut gerne hier vorbei:

Ihr wollt noch mehr Grusel? Dann schaut heute Abend ab 18 Uhr bei Saskia Dreßler auf Twitch vorbei für eine Lesung aus der Anthologie Kürbisgemetzel. (Eine Lesung aus „Dunkle Federn, Scharfe Krallen“ wird es übrigens am 6.11. 19 Uhr auf dem Twitch-Kanal von Elenor Avelle geben.)

Ein geschnitzter und beleuchteter Kürbis mit Wolfsgesicht.

Wandert nicht zu tief in die dunkle Nacht!

Anne/PoiSonPaiNter

P.S. Die Titel-Assoziation zu Spuk unterm Riesenrad ist beabsichtigt. B)

Dunkle Federn, Scharfe Krallen

Erinnert ihr euch noch an diese Aussage aus meinem letzten Beitrag?

Weiter ging es auch mit den Arbeiten an der im nächsten Monat erscheinenden Anthologie „Dunkle Federn, Scharfe Krallen“ von Mika M. Krüger in der ebenfalls eine Geschichte von mir enthalten sein wird – dazu aber mehr, wenn das Datum näher rückt! Auf alle Fälle sieben faszinierende Geschichten und ein Erlös, der dem Tierschutz zu Gute kommt.

Tja, jetzt ist es soweit!

Das Cover konntet ihr am Montag auf Mikas Kanälen – bzw. bei mir auf Twitter – bereits sehen. Seit dem geben euch die beteiligten Autorinnen Einblicke in ihre Geschichten, was noch bis zum 14.10. so weitergehen wird. Denn da erscheint die Anthologie.

Heute erzähle ich euch ein bisschen zu meiner „Stadtgeschichte“ und der Entstehung.

Wie alles begann …

Vor ein bisschen mehr als einem Jahr fragte Mika mich, ob ich Interesse hätte mich an einer Anthologie mit ihr und sechs weiteren Schreibenden zu beteiligen. Solch eine Ehre konnte ich nicht ablehnen und hatte auch direkt eine Idee im Kopf, als es hieß: Jede Geschichte sollte ein Tier behandeln, denn alle Einnahmen werden einem Tierschutzverein gespendet.

Gleich hatte ich die Idee für eine Schlange, die eigentlich keine Schlange ist, denn Geschichten mit ohne fantastische Elemente zu schreiben … schaffe ich selten – wie ich schon im Writers on Writers Interview mit Stella Delaney erzählte, von der ebenfalls eine Geschichte in der Anthologie enthalten ist. Die Umsetzung stellte sich dann doch ein bisschen schwieriger vor als gedacht.

Quadratische Zitategrafik. Auf schwarzem Hintergrund mit blau-grauen Wolkenakzenten befinden sich oben links goldene Farne und Blumen. Darunter das Zitat Ein Grummeln drang aus der Dunkelheit vor ihnen und Christin lief ein Schauder über den Rücken. »Schneewittchen ist hungrig«, murmelte Bullock. »Das ist nicht witzig«, beschwerte sich der Zwerg. und eine nähere Benennung der Geschichte in Form einer Silhouette einer Schlange darunter Anne Zandt "Stadtgeschichte" "Dunkle Federn, Scharfe Krallen" - Anthologie
(c) Juliet May

Einerseits, weil mir einfach nicht einfallen wollte, wie ich die Geschichte enden lassen sollte. Andererseits, weil ich erst einmal herausfinden musste, WAS meine „Schlange“ nun tatsächlich ist, denn nur, weil es Flügel hat, ist es noch lange kein Drache und Arme/Beine erschweren die Benamsung noch ein Stückchen weiter. Aber, ich fand den richtigen Begriff, werde ihn aber nicht verraten. B)

Das sich allerdings für das Wesen der Name „Schneewittchen“ eingeschlichen hat, war mehr der Welt – und natürlich der Geschichte – geschuldet.

Wie ihr hier und auch im anderen Zitat lesen könnt, ist Schneewittchen, die „Schlange“ nämlich hungrig und hat zur Zeit einen besonderen Appetit auf die zwergischen Arbeiter, die sich in ihr Reich vorwagen … warum sie das tun und wieso Schneewittchen überhaupt da unten ist und wie die Elfin Christin das Abenteuer übersteht … tja, da müsst ihr euch noch ein paar Tage gedulden.

Neue Chance in einer alten Welt

Tatsächlich habe ich die Welt in der diese Geschichte spielt bereits 2019 das erste Mal betreten und seit dem – mit dieser – drei weitere Male. Es ist eine Urban Fantasy Welt in der Elfen, Zwerge, Werwölfe, Orks und alles, was es sonst noch so gibt, mit Menschen in mehr oder weniger Harmonie zusammenleben. Bullock aus dem oberen Zitat ist dabei die verbindende Figur aller vier Geschichten. Ein Wesenhändler mit gutem Herz und einem Drang zum Abenteuer. Ob er allerdings ein Mensch oder doch etwas ganz anderes ist, konnte ich ihm bisher noch nicht entlocken.

Quadratische Zitategrafik. Auf schwarzem Hintergrund mit blau-grauen Wolkenakzenten befinden sich oben links goldene Farne und Blumen. Darunter das Zitat »Ich habe jetzt schon sieben Leute, an was auch immer da im Tunnel sitzt, verloren. Das muss aufhören!« Seine Worte klangen mehr wie eine Drohung als ein Auftrag. und eine nähere Benennung der Geschichte in Form einer Silhouette eines/einer Schlange Anne Zandt "Stadtgeschichte" "Dunkle Federn, Scharfe Krallen" - Anthologie
(c) Juliet May

In diesem Abenteuer unterstützt er Christin bei ihrer Aufgabe die „Schlange“ „loszuwerden“. Christin selbst ist eigentlich nur die Assistentin eines Bauunternehmers und will ihren Job machen, auch wenn das als Vorgesetzte eines Zwerges nicht immer einfach ist – und schon gar nicht, wenn etwas seine Arbeiter frisst.

Eine kleine Spielerei, die ich mir für diese Welt erlaubt habe, sind die Namen, die oft Alliterationen und Wortspiele (bzw. nerdiges Easter Egga) sind. Vor allem aber nutze ich mit Miks eine geschlechtsneutrale Anrede anstatt mich auf Herr und Frau zu begrenzen. Im weitesten Sinne ist dies an das Englische Mx. angelehnt, eine deutschsprachige Variante davon ist mir bisher nicht begegnet. Bin gespannt, was ihr davon haltet. Und natürlich von der Geschichte selbst.

Die Anthologie ist auf Dark Fantasy ausgelegt und ich fürchte, meine ist etwas zu seicht dafür, aber vielleicht ist eine kleine Pause zwischen den richtig gruseligen Sachen doch ganz nett.

Kleiner FunFact: Da wir sieben die Geschichten der anderen lasen, konnten wir die Reihenfolge mitentscheiden. Die endgültige Version stammt von mir, was in Verbindung mit meinen Anmerkung zu den anderen Geschichten dafür sorgte, dass ich als Korrektorin im Impressum gelistet bin. B)

Die nächsten Tage bekommt ihr, wie gesagt, noch ein paar Infos von den anderen – und vor allem zur Leserunde auf Lovelybooks. Haltet also Ausschau!

Dunkle Federn, Scharfe Krallen auf BoD erhältlich.

Anne/Poisonpainter

Ist das dieses #Autor_innenleben?

Erinnert ihr euch noch an das letzte Update vorm Fairy Tale Summer?

Da erzählte ich euch von der frisch geschlüpften Anthologie „Tiefen einer Götterseele“ und seitdem ist literarisch doch einiges passiert … also im Vergleich zu anderen ist es popelig wenig, aber für mich doch riesige Schritte …

Aber von vorn …

Nach jener Veröffentlichung folgte eine weitere in der Jubiläumsausgabe des Phantast by Literatopia, was zudem auch meine erste eigene Märchenadaption (Fortsetzung des Rattenfänger von Hameln) ist. Eine Geschichte, die später noch eine Rolle spielen würde …

Parallel schaffte es auch eine weitere Geschichte von mir auf die Seite des Bücherstadt Kuriers und sicherte mir somit den Erhalt meiner nunmehr sechsjährigen Veröffentlichungssträhne im Rahmen der verschiedenen Aktionen. Dieses Mal für den #BKtastisch in dem auch ein Gastbeitrag von mir über Subgenre der Fantastik und die Subgenre-Aktion des Nornennetzes erschien.

Weiter ging es auch mit den Arbeiten an der im nächsten Monat erscheinenden Anthologie „Dunkle Federn, Scharfe Krallen“ von Mika M. Krüger in der ebenfalls eine Geschichte von mir enthalten sein wird – dazu aber mehr, wenn das Datum näher rückt! Auf alle Fälle sieben faszinierende Geschichten und ein Erlös, der dem Tierschutz zu Gute kommt.

Zusätzlich hatte ich noch zwei Ausschreibungen auf dem Plan, für die eine habe ich es geschafft einen Text zu verfassen, mal sehen, ob das was wird. Bei der anderen bin ich leider an der Zeichenzahl gescheitert auch wenn ich drei „Spiegelgeschichten“ (sie erzählen alle Teile/Aspekte einer Begebenheit aus unterschiedlichen Perspektiven) habe, die genau ins Thema gepasst hätten. Klappt halt nicht immer, so wie die Ausschreibung für die ich neulich auch wieder eine Absage bekam.

Nebenbei habe ich übrigens auch mehrere Romane testgelesen – bei Zweien bin ich noch dabei – und kann euch sagen: Da kommen ein paar verdammt coole Dinge auf euch zu! Auf Schneerot by Elenor Avelle könnt ihr euch besonders freuen, denn diese Adaption von Schneeweißchen und Rosenrot bricht mit so vielen „Traditionen“, dass es erfrischend anders ist! Asexuelle Aromantische Protagonistin, harmoniebezogene Problemlösung, Erkundung der Vergangenheit aus einer zukünftigen Perspektive, faszinierendes Zusammenspiel zwischen Mensch und Natur(geistern). Nur um ein paar Dinge zu nennen. Und es gibt Gohis!

Achja, im August habe ich übrigens tatsächlich die Rohfassung des #Neubrandenwolf beendet! Jetzt geht es daran die Anmerkungen der Testleserinnen einzuarbeiten, damit ich die ersten Kapitel ins Sensitivity Reading und dann auch ins Lektorat schicken kann … nachdem ich schon ein paar Mal sowohl Ende als auch große Teile von Kapiteln umgeschrieben habe, weil es nicht mehr passte ist da vermutlich noch einiges an Arbeit vor mir …

Doch das war nur das Schriftliche …

Gemeinsam mit Stella Delaney habe ich im Rahmen der Writers on Writers Aktion des Nornennetzes teilgenommen bei der wir uns gegenseitig interviewten. Etwas, dass ich mich letztes Jahr noch nicht getraut habe, weil ich mich für nicht interessant genug befand – nicht das ich das jetzt tue, aber an Stellas Seite schwieg das Impostor-Syndrom (und es half auch, dass ich vorher ein Video der Originalen Variety Aktion Actors on Actors sah, dass neben wehenden Palmen, Spiegelbildern und Wortwiederholungen, die ich auch oft mache, weniger professionell wirkte, als ich mir vorgestellt hätte). Das ganze könnt ihr hier nachhören:

Und weil das noch nicht genug Aufregung war, habe ich zusammen mit Katherina Ushachov ein Subgenre-Video zum Thema Plastikpunk aufgenommen und das ganze am Beispiel von Katherinas „Der tote Prinz“ erörtert.

Subgenre waren ja sowieso DAS Thema der „Facetten der Fantastik“ Lesung, die ich im letzten Update erwähnte. Dort las ich unter anderem die Rattenfänger-Geschichte und stellte damit das Genre der Märchen(adaptionen) vor zu dem ich ebenfalls ein Subgenre-Video mit Katrin Ils und Elenor aufgenommen hatte. Auch hiervon gibt es eine Aufzeichnung, an der aber noch gefeilt wird, d.h. ich kann sie euch noch nicht verlinken, aber bald! Es war auf alle Fälle eine faszinierende Erfahrung und das seltsamste war tatsächlich mittlerweile, das ich mich zur Seite drehen musste, um den anderen Lesenden zusehen zu können, anstatt einfach auf deren Video-Feed zu gucken. 😀

Aber dafür könnt ihr jetzt Hörproben der Götterseelen Geschichte und der Geschichte aus „Entzünde den Funken“ lauschen, die ich für das Nornenjubiläum eingelesen habe – wofür ich auch an diversen Talks teilgenommen hatte, was nach und nach auf den YouTube Kanal des Nornennetzes eingestellt werden wird! Ein paar Videos zu Japanischen Märchen und Nordischer Mythologie wird es irgendwann dann auch noch geschnitten geben, nachdem wir auf Saskia Dreßlers Twitch Kanal jeweils darüber sprachen.

Und joa … gestern landete dann die nächste Zusage für eine Anthologie stilecht im Spam-Ordner … bin mir nicht sicher, ob es so langsam „läuft“ oder ob es gerade einfach nur eine nette Phase ist, bevor einfach wieder nichts passiert.

Es bleibt spannend …

© For the cover belongs to its rightful owner.

P.S. Sorry an die Teilnehmenden des Märchensommers, ich bin noch nicht dazu gekommen alles zu verteilen. Eure Preise sind nicht vergessen!

Eine neue Ära

Auch wenn der Januar fast vorbei ist, wünsche ich euch noch ein gesundes neues Jahr. Auf das wir auch die letzten Hürden der Pandemie überstehen und bald zu etwas mehr Normalität zurückkehren können!

Der Beitragstitel ist allerdings nicht nur maßgebend für den Jahreswechsel, er hat auch noch eine ganz andere Bewandtnis.

Aber von vorn

Es begab sich zu einer Zeit, da Poison versuchte eine Kurzgeschichte für den Englischen Markt zu schreiben. Zwar wurde sie von den Herausgebern gemocht, fand ihren Weg dennoch nicht in die ausgeschriebene Sammlung.

Die Geschichte wartete, versuchte es erneut im nächsten Band der Sammlung, aber kein Glück.

Doch dann!

Ein deutschsprachiger Verlag schrieb ein ähnliches Thema aus!

Also galt es die Geschichte zu übersetzen und noch ein bisschen auszuschmücken, da die Wortzahl noch nicht passte.

Nun begann das warten.

Frohe Kunde in dunklen Tagen

Das vergangene Jahr steckt uns noch allen in den Knochen, doch es zeigte auch seine netten Seiten:

Zumindest für den Moment.

Hocherfreut über die erste Ausschreibung in der eine Geschichte nur aufgrund des Inhaltes gewählt wurde, war das Grinsen schwer zu vertreiben. Die Zweifel und Ängste, dass auch diesmal etwas schief gehen würde, ließen sich jedoch nicht so leicht vertreiben.

Zu Recht, wie sich Ende des Jahres herausstellte.

Die wirtschaftliche Krise, die das Ausbleiben von Messen in der Buchbranche mit sich brachte, machte auch hier keinen halt.

Der Verlag wurde aufgekauft. Die Anthologie nicht mit übernommen.

Mist.

Rettung in der Not

Doch die an der Ausschreibung beteiligten Organisatorinnen und Lektorinnen, usw. wollten so schnell nicht aufgeben. Kurzerhand wurde das Projekt ins Selfpublishing geschoben.

Eine neue Ära

ist der Titel der Kurzgeschichte, die voraussichtlich im März in der Anthologie „Tiefen einer Götterseele“ erscheinen wird.

Worum geht es?

Kurz gesagt: Einen Gott im Altenheim.

Angus Broda ist ein älterer Herr, der Kartentricks und Streiche liebt. Tief in seinem Inneren weiß er jedoch, dass er mehr ist, als nur ein Insasse wie alle anderen. Doch da er sich nicht einmal daran erinnert, wie er im Altenheim gelandet ist, ist alles andere noch viel schwerer zu erfassen.

Die Geschichte begleitet ihn auf der Suche nach seinen Wurzeln und seinem wahren Ich.

Und wer sich ein bisschen Mythologie auskennt, weiß schon jetzt auf wem er basiert.

Ist das alles?

Natürlich nicht, sobald noch ein bisschen mehr zur Anthologie erscheint werde ich euch über Twitter auf dem Laufenden halten. Ihr könnt aber auch selbst auf dem Instagram der Herausgeberin Hanna Jung vorbeischauen. Dort gibt es immer wieder exklusive Einblicke in die Geschichten.

Angus wird jedoch nicht der einzige Charakter sein, der, wenn alles gut geht, in diesem Jahr das Licht der Welt erblickt!

In zwei weiteren Anthologien, die gerade in der Entstehungsphase sind, warten Drache Harald und Amphitere Schneewitchen darauf, sich in die Lüfte erheben zu dürfen, während Protagonist aus Nummer drei und sein Kaninchen ihres Urteils harren, sowie die Protagonistin aus Nummer vier auf die Vollendung und Wahl.

Zusätzlich dazu arbeite ich in den Mittwoch-Schreibstreams von Elenor Avelle am #Neubrandenwolf , der theoretisch auch noch in diesem Jahr erscheinen soll. Das ist aber noch ein bisschen unwahrscheinlicher als der Rest, denn hier fehlen mir nicht nur noch einige Kapitel, sondern auch Testlesende, Sensitivity Reader* und dann natürlich Lektorat und Korrektorat. Womit ich allerdings noch immer nicht mehr Ahnung von Grafiken und Buchsatz habe und mir dafür auch noch wen suchen muss.

Es bleibt also spannend, was nach zwei Jahren VÖ-Pause in diesem Jahr tatsächlich erscheinen wird.

Passt auf euch auf

© For the cover belongs to its rightful owner.

* Wer wen kennt oder selbst Sensitivity Reading im Bereich Flucht, Rassismus und angelehnte Bereiche macht, gerne an mich wenden/weiterleiten!

#Blogvent2020: Schnee und Eis

Die Tage werden immer kälter, aber nicht so kalt, wie noch vor ein paar Jahren. In Lexa’s (Meergedanken) #Blogvent2020 dreht sich heute alles um das was einigen von uns schon ein bisschen fehlt …

Instagram Grafik des #Blogvent2020: Alle Daten und Themen sind vor einem weihnachtlichen Hintergrund zweireihig aufgelistet - welche das sind findet ihr im verlinkten Blogbeitrag.

Schnee und Eis

Ja, ich weiß, kratzen und im Schnee fahren ist doof, aber da wir ja sowieso alle Zuhause bleiben sollen, ist das doch überhaupt kein Problem. Und nach Jahren in denen wir nur ganz wenig Schnee hatten, wäre es doch schön gerade in diesem seltsamen Jahr welchen zu bekommen, den wir aus der Ferne beobachten können.

Auch in meinen Geschichten kamen Eis und Schnee immer wieder vor. Am eindeutigsten ist es im #Eishörnchen, schließlich ist es da nicht nur im Namen. Protagonist Nicholas hat nämlich die Fähigkeit Eiszapfen aus den Tattoos an seinen Handgelenken zu erschaffen. Seine Schwester Nicole kann es übrigens schneien lassen, während ihr Bruder Klaus direkt einen Blizzard beschwören kann. Sie können sich also ihre weiße Weihnacht selbst erschaffen.

Im Projekt Your Picture – A Story spielte es auch schon ein paar mal eine Rolle und zwar in diesen hier:

Und auch mein Adventskalender 2014 hat neben weihnachtlichen Themen auch ein paar, die sich mit Schnee und Eis beschäftigen:

Vielleicht ist ja bei einer was für euch dabei zum Lesen.

Weitere Beiträge zum heutigen Thema findet ihr vor allem auf der Übersichtsseite.

Anne/Poisonpainter

Was für ein Jahr …

Hier kommt er, der Jahresrückblick auf den ich eigentlich keine Lust hatte, weil zu viele wow-Sachen passiert sind. 😀

Aber von vorn … erinnert ihr euch noch, wie ich Anfang des Jahres noch darüber nachgedacht habe, ob ich von Englisch auf Deutsch wechsel oder zweisprachig mache? Tjoa, wie man sieht bin ich irgendwie einfach dazu übergegangen. Das war aber eher so eine notwendige, als bewusste Entscheidung, weil meine Blog-Aktionen doch eher deutsches Publikum anlocken … ein paar Englische Beiträge haben sich ja trotzdem dazwischen geschlichen, aber es wurde schon ab März immer seltener … Zusätzlich dazu, fing ich auch an die Beiträge nicht mehr länger als PoiSonPaiNter zu unterzeichnen, sondern meinen richtigen (Vor)Namen zu verwenden, da der ja mittlerweile auch bei meinen Veröffentlichungen steht … alles sehr merkwürdig …

Wo wir schon beim Blog sind …

Nachdem die DSGVO alles durcheinander brachte, wanderte der Blog im Mai von randompoison.wordpress.com zu randompoison.com. Damit kamen ein paar Umstellungen, die ich jetzt noch nicht alle hinter mir habe – vor allem die Zeilenumbrüche in alten Beiträgen muss ich noch durchackern … es gibt also immer was zu tun …

Und weil das nicht genug ist, gab es natürlich wieder ein paar Aktionen.

Nachdem ich letztes Jahr die Supermamas by Tina Skupin, gelesen und Karriere: Superheldin von Marion G. Harmon gewonnen hatte, war mir klar: Ich muss die Nerdwoche neu auflegen, mit dem Thema Superheroines.
Gesagt getan und mit Hilfe von diversen Gastautorinnen füllten sich schnell mehr Tage, als ursprünglich geplant. Sogar eine Verlosung konnte ich dabei machen, bei der es Comics vom Gratis Comic Tag, die ich selbst gesammelt hatte und drei, die ich von den Veranstaltern selbst bekam und ein Exemplar der Supermamas zu gewinnen gab. Die Beteiligung war leider etwas gering, aber die Beiträge waren trotzdem klasse.

Nachdem es letztes Jahr schon so viel Spaß gemacht hat, musste ich auch dieses Jahr wieder einen Fairy Tale Summer machen. Diesmal war alles größer, ausgereifter und vielleicht auch besser? Als frisch ernannte Fee (inklusive meines aller ersten Interviews) der Märchenspinnerei hatte ich doch ein paar andere Möglichkeiten und einige neue Beteiligte, die mir bei der Umsetzung halfen. Zusammen mit fünf anderen Autorinnen erschufen wir dann auch das #CroMär, das Crossover Märchen. Mal schauen, wie es nächstes Jahr weitergeht. 😀

Die Feenwerdung hat auch gleich ein paar andere Sachen mit sich gebracht, denn kurz darauf, wurde ich auch schon die Patenfee von Susanne Eiseles „Das erste Lied„. Die Releaseparty habe ich nicht nur betreut, sondern auch eine kleine Videolesung für vorbereitet … und ich weiß immer noch nicht, warum es so klingt als wenn ich lispele. :’D

Das war die zweite von vier bedeutenden Lesungen dieses Jahr … die dritte war vor ein paar Monaten im Märchenhaus Neubrandenburg, als ich Ausschnitte aus drei Geschichten der Märchenspinnerei Anthologie „Es war einmal … ganz anders“ lesen durfte, leider nur vor drei Leuten, aber mal sehen, ob da noch mehr draus wird im neuen Jahr …

Vorher habe ich aber auch Katherina Ushachov schon mit einer kleinen Aktion zu ihrer Adaption „Zarin Saltan“ geholfen.

Doch nicht nur die Spinnerei habe ich unterstützt. Für die Veröffentlichung ihres letzten Galgenmärchens „Hexensold“ kam Nora Bendzko auf mich zu und fragte mich, ob ich die Betreuung der Online Releaseparty übernehmen möchte, während sie in Wien live feierte. Konnte ich auch nicht nein sagen …

Ups, irgendwie bin ich jetzt vom Thema abgekommen … ich wollte ja über den Blog reden … zwei Sachen davon waren aber auf Facebook … eine im echten Leben … also zurück zum Thema!

Fremdgebloggt & Geschriebsel

Neben diversen Beiträgen auf dem Nornennetz Blog (u.a. zu den Themen Comics, Conventions, Gute Bösewichte und natürlich Märchen) habe ich dieses Jahr auch zwei Gastbeiträge auf dem Blog des Bücherstadt Kuriers gehabt in deren Diversitätsmonat (Diversität ist mehr als Hautfarbe und sexuelle OrientierungEnglisch, Review zu „Strowlers“Englisch ). Doch das war nicht alles! Eine weitere Geschichte von mir erschien im Rahmen des #100Bilder100Geschichten Projekts (Ungreifbare Geschichte) und eine Geschichte, die ich gemeinsam mit June Is geschrieben habe, belegte gleich zwei Türchen des diesjährigen Adventskalenders (Operation „Joker“ – Teil 1; Teil 2).

Aber nicht nur das, ich habe auch andere … öhm … zu mir geholt.
Und zwar für meinen diesjährigen Adventskalender. Neben jeder Menge Schnipsel aus meinen verschiedenen Projekten, gab es fünf Kurzgeschichten an den Adventssonntagen und Heiligabend von Gastautorinnen.

Wo wir schon bei Kurzgeschichten sind …

Neben den oben genannten Geschichten gab es auch eine kleine Halloweengeschichte hier, ein Drabble im Adventskalender des Nornennetzes. Und natürlich meine Veröffentlichung in der Anthologie „Entzünde den Funken“ von Siiri Saunders & Adrian Stiller.

Massig Messe …

Dies ist ein weiterer Schritt in meiner Autorinnen-Karriere, in der es in diesem Jahr einige Highlights gab.
Für die LBM wurde für mich eine tolle Box gebastelt und ich habe seit dem ein gepimptes Logo, Visitenkarten und Märchensommer Lesezeichen (und Buttons). Ich denke, in diesem Fragefreitag vom Nornennetz, habe ich das denke ich mal ganz gut zusammengefasst:

Ich war 2017 das erste Mal auf einer richtigen Buchmesse, der BuchBerlin, als Besucherin, die sich ordentlich mit neuem Lesestoff eingedeckt hat und als Autorin, deren erster Anthologiebeitrag an jenem Wochenende erschien. Nicht viel später war ich dann eine derjenigen, die den Messeauftritt der Nornen auf der LBM 18 nicht nur geplant, sondern auch als Standinventar begleitet hat. Außerdem hatte ich da auch noch meine erste große Lesung am Stand … Momentan bin ich eine der Hauptorganisatorinnen unserer Messeauftritte (BuchBerlin 2018 und LBM 2019) und das ist irgendwie ein sehr schräger Wandel …

Kurz vor meiner Lesung regelte Elenor Avelle noch die Lautstärke des Mikros. (Foto: T.S. Elin)

Den Bericht zur BuchBerlin hab ich noch nicht geschrieben, aber eines der Highlights da, war definitiv die Lesung (Nr. 4) in verteilten Rollen von Anne Dancks Beitrag in der Anthologie „Verirrte Prinzen und bockige Prinzessinnen„. Die war einfach nur witzig … sollte die Aufzeichnung davon mal ihren Weg ins Internet finden, geb ich Bescheid. 😀

Als Gast war ich außerdem im Dezember online unterwegs. In Anja Buchmanns Adventskalender konnte man Weihnachtspost von mir gewinnen. Die Bücherhexe auf Facebook stellte in ihrem mein Projekt #Eishörnchen vor. Und beim Comic Klatsch durfte ich in Folge 8 (54:00:00 – 1:05:00) zwei Comics empfehlen. Den eine habe ich hier auch schon vorgestellt.

Auf Achse …

Das waren aber nicht die einzigen Veranstaltungen, an denen ich teilgenommen habe. Mit June habe ich Berlin nicht nur während des Gratis Comic Tags unsicher gemacht, sondern auch die German Comic Con besucht. Zusammen waren wir aber auch musikalisch unterwegs, als wir uns Van Canto bzw. Stratovarius and Tarja Turunen angesehen haben.
Mit den üblichen Verdächtigen, war ich dieses Jahr auch wieder auf dem Rockharz, auch wenn es etwas anders als geplant ablief … aber dazu irgendwann später mehr.

Faszinierende Fische

Obendrauf kam dann noch das wunderbare #NornenHopping, bei dem ich so vielen großartigen Autorinnen begegnet bin, das ich es immer noch nicht ganz glauben kann … geendet hatte es dann im LitcampHH, auf dem ich dann am ersten Tag auch gleich eine Session leitete. Zu beidem werde ich noch einen Bericht schreiben, versprochen!

Doch das war noch nicht alles. Mit meinem Vater besuchte ich zum ersten Mal das Ozeaneum in Stralsund und kehrte nach Jahren zum Königsstuhl zurück. Meinen Halloween-Urlaub verbrachte ich bei Elenor Avelle und half ihr bei der Vorbereitung und Durchführung ihres Hexenhofmarkts, bevor es dann mit Jancy für ein Wochenende nach Amsterdam ging.

Tja, wie ihr seht … hatte ich ein sehr ereignisreiches und wow-iges Jahr.
Vieles erlebt, viele tolle Leute getroffen, und doch ist es gefühlt irgendwie nur der Anfang …Wir werden sehen, was 2019 bringt. Bis nächstes Jahr.
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Türchen #24

Man glaubt es kaum, aber schon sind wir am letzten Tag des Adventskalenders angelangt!

Diesen heiligen Abend versüßt uns Angelika Depta mit ihrer Kurzgeschichte

Das Weihnachtsgeschenk

Eingepackt in einem schweren mit Lammfell gefütterten Ledermantel eilt ein Mann durch die vor Kälte klirrende Weihnachtsnacht. Das Atmen fällt ihm schwer. Jeder Atemzug schmerzt, weil sich die Kälte ihren Weg durch die Luftröhre bahnt. Er zieht sich seinen Schal über Mund und Nase. Im hellen Schein des Vollmondes leuchtet das Feld. Der Wanderer nimmt die Umgebung heute Nacht kaum wahr, er hastet seinen Weg weiter. Trotz der Kälte bilden sich Schweißtropfen auf seiner Stirn. In Zwiesprache mit sich selbst schimpft er: „Ausgerechnet heute muss das Auto liegen bleiben. Hätte ich doch nur getankt. Herr im Himmel lass mich nicht zu spät kommen“, dabei wirft er einen Blick nach oben. Die Sterne blinken über ihm wie die Birnchen einer Lichterkette. Eine Sternschnuppe fliegt durch das Blickfeld des Mannes, schnell schickt er dem verglühenden Schweif einen Wunsch hinterher, und stapft so schnell es geht weiter. Ein paar Schritte vor ihm erkennt er die Spuren eines fliehenden Rehes in der sonst unberührten weißen Pracht. Am nächtlichen Horizont zeichnen sich bereits die Umrisse seines Hauses ab. Er und seine Familie wohnen am Rande eines kleinen Dorfes auf der Schwäbischen Alb. Es ist ein kleines altes Bauerndorf mit drei Höfen, die gerade so die Familien über Wasser halten können. Der Ort ist in einer verschneiten hügligen Landschaft eingebettet und schmiegt sich im Osten schutzsuchend an ein größeres Waldgebiet

„Gott sei Dank habe ich es gleich geschafft.“ Mit noch schnelleren Schritten schreitet er auf sein Ziel zu. Bei dieser Eile übersieht er den vor ihm liegenden Schneehügel. Er stürzt über das Hindernis der Länge nach hin und bleibt einen Moment auf dem kalten Boden liegen. Unter dem Schnee verborgen lag ein großer Stein. Verärgert über sich, dass er nicht aufgepasst hat, schickt er einen Schwall Schimpfwörter in die Nacht hinaus. Der Mann versucht aufzustehen und setzt sich gleich wieder hin. Er hat sich seinen Fuß verstaucht. Beim zweiten Versuch kommt er auf seinem verletzten Fuß zu stehen. Mit schmerzverzerrtem Gesicht humpelt er weiter auf sein Ziel zu. „Du schaffst es! Komm! Los, beeil dich! Du hast es versprochen dabei zu sein!“ Den Rest des Weges passt er auf, wohin er tritt. Aus einem Gebüsch, an dem er vorbeieilt springt ein aufgescheuchtes Reh und sucht das Weite. Vor Schreck fängt ihm das Herz an zu rasen. Durch das ruckartige Stehenbleiben meldet sich sein schmerzender Fuß erneut. Das Tier verschwindet in dem in der Nähe liegenden Wäldchen. Die Laufgeräusche des Rehs schluckt der Schnee, es ist noch nicht einmal ein Knirschen des weißen Belages zu hören. Langsam beruhigt sich sein Herz wieder, der Mann hinkt weiter. Nach einer kleinen Ewigkeit erreicht er den Asphaltweg, der direkt zu seinem Ziel führt. Er sieht wie ein Auto auf dem Parkplatz vor dem Haus einparkt. Er bleibt kurz stehen um seine letzten Reserven zu aktivieren, einen Moment nimmt er sein vor ihm liegendes Haus auf. Es sieht heimelig von außen aus, alles ist weihnachtlich geschmückt. Einige mit selbstgebastelten Strohsternen geschmückte Fenster, sind in warmes Licht getaucht. Aus dem Kamin auf dem schneebedeckten Dach steigt der Rauch auf. Er kann sogar das Kaminholz durch die kalte Luft riechen. Die wie ein zerfließender Nebel wirkende Milchstraße mit ihren unzähligen Sternen ziert den Nachthimmel über seinem Haus. Nicht an den Schmerz in seinem Fuß denkend, läuft er so schnell wie möglich  auf sein Heim zu.

Im Vorgarten steht ein mit einer Lichterkette geschmückter Lebensbaum. Direkt am Hauseingang begrüßt ihn ein Schneemann. Dieser trägt auf dem Kopf eine Nikolausmütze, um den Hals einen Wollschal gewickelt. Steine dienen als Augen, Nase und Knöpfe.

Der Hausherr atmet einmal tief durch, endlich hat er es geschafft, eiligst betritt er den Flur seines Zuhauses. Es duftet nach gebackenen Plätzchen, gemischt mit dem Geruch von Tannenharz des bereits geschmückten Weihnachtsbaums.

Marie seine kleine Tochter kommt ihm wie ein kleiner Wirbelwind entgegengegerannt, aufgeregt quietscht sie: „Papa, komm ganz schnell! Mama hat ganz doll Bauchweh! Sie sagt, das Baby kommt gleich!“

Die Augen des Mannes strahlen zufrieden. Er ist doch noch pünktlich eingetroffen. „Ja, mein kleiner Schatz, ich komme ja schon.“

Er gibt der Kleinen einen Kuss auf die Wange, nimmt sie an die Hand und erklimmt mit ihr humpelnd die Treppe zum Schlafzimmer. Die Hebamme hatte schon alles vorbereitet. Jeden Moment würde es losgehen. Ria seine Frau liegt bleich und mit verschwitztem Haar im Bett. Alle Strapazen sind für einen Moment vergessen, als sie ihren Mann Joe sieht. Er lässt Maries Hand los, eilt zu seiner Frau ans Bett, nimmt sie liebevoll in die Arme und gibt ihr einen Kuss.

“Da bin ich Liebling, pünktlich zum Eintreffen unseres Weihnachtsgeschenkes.“

Sie strahlt ihn mit glücklichen Augen an: „Wir haben nur auf dich gewartet.“

Die Autorin

Angelika Depta wohnt mit ihrem Mann, zwei Hunden und einem Kater im schönen Rheinhessen. 2015 hat sie das Schreiben für sich entdeckt. Sie belegt immer wieder Seminare um das Handwerk der Schreibkunst richtig zu lernen. Nebenbei unterhält sie eine Homepage und ist viel in den sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram unterwegs.

Homepage: ad wie es mir gefällt
Facebook: Angelika Depta Autorin
Facebook-Gruppe: Schreiben – Mein Leben – Was mir gefällt
Instagram: @angelika.depta.autorin

Hinter den Kulissen

Ein kleines Drabble von mir erscheint heute auch auf der Instagram-Seite des Nornennetzes. Schaut mal vorbei!

Ich hoffe alle Leser*innen und Autorinnen hatten Spaß – und Letztere waren nicht zu arg genervt, wenn ich doch nochmal was geändert haben wollte.

Damit wünsche ich uns:

Besinnliche Feiertage mit euren Lieben und vielleicht noch ein paar Flocken Schnee!

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Türchen #23

Die vorletzte Gastgeschichte stammt von der wunderbaren Irina Christmann.

Freut euch auf

Heiße Weihnachten

Weihnachten … kein Fest polarisiert die Menschen so wie dieses. Gehasst oder geliebt. Dazwischen gibt es nichts. Ich liebe Weihnachten. Jedenfalls die Idee dahinter. Seine Lieben um sich sammeln, gemeinsam etwas Gutes essen, einander zeigen, dass man sich mag. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich in einer Pflegefamilie aufgewachsen bin. Noch heute besuche ich das einzige Zuhause, das ich je kannte regelmäßig. Hanna und Klaus haben nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass ich nicht ihr Kind bin. Sie ließen mir die Wahl, ob ich sie Mama und Papa nennen wollte. Und als ich alt genug war, unterstützten sie mich auch dabei Kontakt mit meiner Mutter Miriam aufzunehmen. Sie war gerade mal 13, als sie mich zur Welt brachte. Sie ist eine verrückte, liebenswerte Frau und eine gute Freundin. Seit ich studiere, wohnen wir nur ein paar Kilometer voneinander entfernt.

Ich muss ein Stück durch die Fußgängerzone, wo der Weihnachtsmarkt noch einmal alles gibt, bevor er heute Abend zum letzten Mal für dieses Jahr schließt. Von allen Seiten duftet es nach Essen. Geräucherter Fisch, Bratwurst, Crêpes, Plätzchen und Glühwein bilden diese ganz spezielle Mischung, die zu dem Trubel einfach dazugehört. Heute habe ich allerdings keine Zeit und eile weiter. Irgendwo muss es den Film doch noch geben. Im Kaufhaus riecht es leider mehr nach verschwitzten Menschen und Stress, als nach Weihnachten. Die Spielwarenabteilung ist ein Chaos aus quengelnden Kindern und genervten Erwachsenen, die am Tag vor Heiligabend noch auf Geschenkejagd sind. Mein Ziel liegt dahinter. Vorsichtig schlängele ich mich durch die Menschen und halte den Eingang zur Medienabteilung im Auge. Für meinen Geschmack sind dort auch eindeutig zu viele Leute.

Zuerst suche ich im Sonderregal für Zeichentrick- und Kinderfilme. Leider jedoch ohne Erfolg. Dann durchsuche ich die alphabetisch sortierten Titel. Unglaublich wie viele Filme mit einem ‘Z’ beginnen. Ich bin kurz davor, die Suche aufzugeben, als ich im vorletzten Fach doch noch fündig werde.
“Yes”, jubele ich und drücke die Hülle an mich.
“Muss ja ein toller Film sein”, spricht mich da jemand an und ich drehe mich erschrocken um.
“Ich liebe Faultiere”, sage ich perplex. Mein Gegenüber lacht leise.
“Kann ich verstehen”, ahmt er die extrem langsame Sprechweise von Flash aus dem Film nach. “Ich mag Zeichentrickfilme auch.”
“Cool”, sage ich wenig eloquent, denn irgendwie scheint mein Kopf plötzlich leer zu sein.
“Ist noch eine da? Mein Ex hat die komplette Sammlung mitgenommen. Dieser Arsch. Und ich brauch Stoff für die Feiertage.”
“Nein, Ich glaube das war die Letzte. Aber die hab ich noch nicht durchgeschaut.” Ich deute auf die beiden letzten Fächer und freue mich, dass ich zwei zusammenhängende Sätze formuliert habe. “Ach, schade. Ich hab einfach kein Glück”, meint er und zuckt mit den Schultern. “Dann such ich mir wohl was anderes.”
“Monster Uni”, schlage ich vor, ohne nachzudenken. Am liebsten würde ich mir sofort auf die Zunge beißen. Er legt den Kopf schief und sieht mich an.
“Gute Idee, der hat ja sogar zwei Teile”, meint er dann und geht an den Regalreihen entlang. Noch einmal schaut er sich nach mir um und lächelt. Dann beginnt er die Hüllen durchzusehen und ich bin wieder in der Lage mich zu bewegen. Ich stecke gerade meinen Einkauf in den Rucksack, als auch ER bezahlt.
“Brauchst du noch was? Oder hättest du Zeit und Lust auf einen Glühwein?”
Überrascht sehe ich von meinem Rucksack auf.
“Wer? Ich?”, quietsche ich überrascht. Er grinst nur und nickt.
“Äh, klar, gerne”, stammele ich.
“Super. Ich lad dich ein. Als Danke für die Empfehlung, okay? Ich bin übrigens Dominik.”
Er streckt mir seine Hand entgegen.
“Tobias”, stelle ich mich vor und lege meine Hand in seine. Sein Händedruck ist erstaunlich vorsichtig, wahrscheinlich hat er Angst meine dünnen Finger zu zerquetschen. Auf seinem Handrücken prangt eine große Narbe, die noch nicht allzu alt zu sein scheint. Zusätzlich sorgt sein Lächeln für ein sanftes Kribbeln in meinem ganzen Körper.
“Wollen wir dann?”
Dominik sieht mich fragend an und ich nicke stumm. Endlich lasse ich auch seine Hand los. Er bahnt sich souverän einen Weg durch die Leute, die auch je näher wir dem Ausgang kommen glücklicherweise weniger werden. Immer wieder sieht er sich um, ob ich auch noch da bin.

Vor der Tür atme ich erst einmal tief durch. Stadtluft als frisch zu bezeichnen wäre wahrscheinlich übertrieben, aber besser als in einem stickigen Kaufhaus ist sie allemal.
Nur wenige Meter weiter steht die erste Glühweinbude und Dominik hält direkt darauf zu.
“Mit oder ohne Alkohol”, erkundigt er sich bei mir.
“Lieber ohne, ich rede sonst nur wirres Zeug.”
“Dann vielleicht beim nächsten Mal”, meint er und geht die letzten Schritte, um unsere Bestellung aufzugeben. Mir schwirrt noch das “nächste Mal” durch den Kopf, da steht er auch schon mit einem Becher in jeder Hand wieder vor mir. “Bitteschön.”
Sein Lächeln ist eindeutig eine Gefahr. Und nicht nur für mich. Denn ich fange den Blick einer jungen Frau auf, die ihn ganz offen mustert. Dominik zwinkert ihr zu, stellt sich dann so, dass sie ihn nur noch von hinten sehen kann und hält mir einen Becher entgegen.
“Danke”, antworte ich. Unsere Finger streifen sich, als ich diese nehme. Vielleicht sogar etwas länger, als eigentlich nötig. Wir schlendern zwischen den Buden entlang, nippen an unserem Punsch. Dominik fragt mich nach meinem Lieblingsfilm, wir unterhalten uns über die neuesten Superheldenfilme. Selten habe ich mich so schnell so gut mit jemandem verstanden. Ohne uns abzusprechen, geben wir die zwischenzeitlich leeren Tassen zurück und stellen uns in die Reihe der Crepês-Liebhaber. Es dauert eine Weile, bis wir an der Reihe sind. Dominik entscheidet sich für die herzhafte Schinken-Käse-Variante , ich für die klassische Bananen-Schoko-Kombination.
“Dacht ich mir doch, dass du ein Süßer bist”, kommentiert Dominik lachend. Ich grinse lediglich. Noch immer bin ich überfordert, wenn ich so offensiv angeflirtet werde. Ich bin nicht gerade der Typ, der einem sofort auffällt. Eigentlich genau das Gegenteil, der Typ, den man schnell übersieht oder gleich wieder vergisst. Normalerweise macht mir das auch gar nichts aus. „Naja, eigentlich versuch ich nur auf Fleisch und so zu verzichten“, kommentiere ich lächelnd. Hoffentlich gerate ich jetzt nicht in eine Grundsatzdiskussion über meine Ernährung. Doch Dominik beißt einfach in seinen Crêpes und geht weiter. Eigentlich müsste ich dringend nach Hause. Meine Tasche muss noch gepackt werden und ich fürchte außerdem, dass ich erst noch ein paar Klamotten waschen und trocknen muss, bevor ich morgen mit Miriam zu meinen Eltern fahren kann.

Wir haben die letzten Buden in der Fußgängerzone erreicht.
„Du hast da was“, meint Dominik und deutet auf mein Gesicht. „Darf ich?“
Da es sich dabei bestimmt um Schokosauce handelt, und ich sie mir im Zweifel nur mehr im Gesicht verteile, als sie zu entfernen, nicke ich nur. Dominik beugt sich zu mir herunter, legt eine Hand in meinen Nacken. Ich blinzele verwirrt, und will protestieren. Da küsst er mich schon und jeglicher Protest verflüchtigt sich. Nur Augenblicke später werfe ich sämtliche weiteren Einwände meines Hirns über Bord, das mir zuflüstert, dass ich eine Dummheit mache, dass man nicht einen fast Fremden küsst. Dafür macht es einfach viel zu viel Spaß. Doch leider endet dieser Kuss – wie jeder andere auch – irgendwann. Dominik hält mich fest an sich gedrückt. Ich genieße seine Wärme, seine Nähe und fühle mich einfach wohl.
„Sorry, aber ich konnte einfach nicht widerstehen“, entschuldigt er sich.
„Hast du das Gefühl, dass es mir nicht gefallen hat?“ Er lacht leise und ich lege meinen Kopf an seine Schulter, schließe die Augen und wünsche mir, dass das hier nur der Anfang ist.

„Verdammt“, Dominik drückt mich sachte von sich weg, greift in seine Jackentasche und zieht einen Pieper hervor. „Scheiße, ich muss sofort weg … Gib mir mal schnell dein Handy“, sagt er nachdem er einen schnellen Blick darauf geworfen hat.
Vollkommen perplex reiche ich ihm das Gerät und er tippt hastig eine Nummer ein.
„Ruf mich an, bitte!“ Ich nicke und sehe ihm nach, wie er im Laufschritt durch die Menschen eilt und nach wenigen Augenblicken von der Masse verschluckt wird.

Werft einen Blick hinter die Kulissen, um zu erfahren, wie es weitergeht …

Die Autorin

Seit 2017 schreibt Irina Christmann unter diesem Pseudonym alles. Die Einhornfreundin ist eine Vielleserin, aber auch Vielschreiberin. Täglich schreibt sie in „ihrem“ Café, ob nun von verliebten Jungs, historischen Charakteren oder nun auch phantastische Geschichten.

Facebook: Irina Christmann
Twitter: Ridani76

Hinter den Kulissen

Da die gute Irina nicht nur sofort inspiriert war (s. #WeihnachtenFürPoison), sondern auch die Wortvorgabe von ~1.000 Wörtern versechsfacht hat, haben wir uns entschieden, das ich hier nur das erste Kapitel präsentiere.
Wie es mit Tobias und Dominik weitergeht, könnt ihr auf Bookrix nachlesen: Heiße Weihnachten.

Viel Spaß

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Türchen #16

Auch an diesem Adventssonntag bekommt ihr wieder eine Geschichte. Dieses Mal von Britta Redweik.

Zum Teufel mit den Prinzen

Rapunzel schaute aus dem Turmfenster auf die Lichtung unter sich und runzelte die Stirn. Über die Jahre hatte sie einigen Wandel dort draußen mitansehen müssen. Städte waren gewachsen, Straßen hatten sich ausgebreitet und immer mehr des Waldes, der ihren Turm umschloss, war abgeholzt worden. Wo sie als Kind noch mit ihrer Ziehmutter Gothel zusammen hatte Tiere beobachten können, wo Reisende zwischen dichten Bäumen ihr Lager mit Wache und Feuer gesichert hatten, standen nun Gasthäuser und Brunnen, Wachtürme und Ställe. Mit jedem Jahr kam die Außenwelt näher zu ihrem Turm. Als Kind hatte sie sich noch darüber gefreut, davon geträumt, einmal Andere Menschen kennenzulernen, wirklich aus Fleisch und Blut und nicht nur weit entfernte Punkte unten auf der Straße. Nun aber wuchs mehr und mehr das Bedauern über all das, was sie verlor. Schon lange hatte kein Reh mehr auf der Lichtung vor dem Turm gegrast. Und die Tage, an denen Rapunzel noch von Vogelgezwitscher geweckt wurde, konnte man mittlerweile an einer Hand abzählen. Im Jahr.

Und doch, ganz war der Traum noch nicht verpufft. So schön sie es hier im Turm hatte, so gern hätte sie auch immer noch jemanden zum Reden gehabt. Jemand anderen als nur Gothel.

Mit einem letzten Atemzug der längst nicht mehr so frischen Waldluft wandte sie sich vom Fenster ab. Es brachte ja doch nichts, hier ihren Gedanken nachzuhängen. Sie hatte Arbeit zu erledigen. Gothel würde ihr sicher bald ihren wöchentlichen Besuch abstatten und Ergebnisse fordern.

Rapunzel nahm ihr Stickzeug und begann, kunstvoll die Tücher zu besticken, die Gothel wiederum auf dem Markt der Hauptstadt verkaufte, um ihnen beiden das Leben zu finanzieren.

Sie summte dabei verträumt vor sich hin, bis sie die Stimme ihrer Ziehmutter hörte: „Rapunzel, lass dein Haar hinunter“

Schnell eilte sie zum Flaschenzug und spannte ihren langen Zopf dort ein. Dann ließ sie ihn aus dem Fenster hinab und hielt das Ende auf ihrer Seite zusätzlich fest. Aus Erfahrung wusste sie, dass sie sonst Kopfschmerzen bekommen würde, wenn nur ihr Kopf das Gewicht zu tragen hatte.

Die dunkelhaarige Zauberin stieg über den Fenstersims in den Raum und blickte sich um. Anerkennend nickte sie. „Ordentlich und sauber, wie immer. Ich bin stolz auf dich, mein Täubchen.“

Sie stellte den Korb mit frischem Gemüse, Obst und Brot auf den Tisch. Vorräte, die bis zu Gothels nächstem Besuch alles waren, was die junge Frau an Nahrung bekam. Aber der Korb war gut gefüllt, so dass Rapunzel nicht glaubte, Hunger leiden zu müssen.

Schnell räumte sie die Speisen aus, froh, dass der Zopf noch zum Fenster hinaushing und damit nicht im Weg war. Dann füllte sie den Korb mit ihren bestickten Tüchern. Schließlich schaute sie ihre Ziehmutter an, vorsichtig und unterwürfig. Sie setzte ihre süßeste Kleinmädchenstimme auf. „Gothel, kann ich nicht endlich mitkommen? Ich bin sicher, ich kann dort draußen noch nützlicher sein als eh schon. Nur Hausarbeit kann doch nicht alles sein?“
Die alte Zauberin kniff dem Mädchen in die Wange und schüttelte den Kopf. „Aber Täubchen, ich muss dich doch beschützen. Du bist alles, was ich habe. Und die Welt dort draußen ist so grausam. Du hast keine Ahnung, was man dir dort antun würde. Nein, du bist noch nicht soweit. Eines Tages vielleicht.“

Damit drückte sie Rapunzel einen Kuss auf die Stirn und schwang sich am Zopf wieder aus dem Fenster.

Schon bald war das Gewicht verschwunden und das Mädchen wandte sich wieder summend ihrer Arbeit zu. Mit einem fröhlichen Lied auf den Lippen ging ihr das Tagwerk gleich leichter von der Hand.

Auf einmal wurde ihr Zopf, der noch vergessen im Flaschenzug und damit aus dem Turm hing, wieder gespannt. Erneut musste sie ein Gewicht daran ertragen.

Rapunzel ging zum Fenster. Hatte Gothel etwas vergessen? Das war ihr doch noch nie passiert.

Aber statt in das Gesicht ihrer Ziehmutter zu sehen, erblickte das Mädchen einen bärtigen Mann.

„Was willst du und wer bist du?“, fragte sie und hielt ihren Zopf fest umklammert. Das Gewicht war viel unangenehmer als Gothels, viel mehr. Sie spürte bereits, wie der Zug am Hinterkopf einen stechenden Kopfschmerz auslöste.

„Ich komme, um dich zu befreien“, sagte der junge Mann am anderen Ende ihrer Haare. Seine Stimme klang leicht gequält, dabei hatte er sich erst eine Armlänge hochgezogen.

„Wer sagt denn, dass ich befreit werden möchte?“ Rapunzel blickte ihn neugierig an, eine Augenbraue hochgezogen. Natürlich interessierte sie die Welt dort draußen. Aber er hätte ja wenigstens erst fragen können. Vor allem, da sie hier gerade die eigentliche Arbeit machte und sein Gewicht trug.

„Wer so schön summt, sollte nicht eingesperrt sein“, antwortete der Mann, dessen Stimme nun noch gepresster klang. Er zog sich eine weitere Armlänge hoch.

„Was für eine seltsame Antwort, haben denn die beiden Dinge überhaupt etwas mit einander zu tun?“, fragte sie mit einem schlecht verborgenen Unterton der Herausforderung in der Stimme.

Doch der Mann antwortete nicht. Stattdessen gab er erst ein sehr unschönes Geräusch und dann seinen Mageninhalt von sich.

Plötzlich ließ das Gewicht am Zopf wieder nach und war schließlich ganz fort.

Rapunzel sah zu, wie der junge Mann seinen Bauch hielt. „Verdammte Höhenangst“, hörte sie ihn noch fluchen, dann wandte sie sich vom Fenster ab.

Sie schnaubte zu sich selbst. Was für ein Held. Wollte sie ungefragt befreien und schaffte es nicht einmal einen Meter hoch. Nicht, dass sie nicht froh darüber war. Sympathisch erschien der Möchtegernheld nun wirklich nicht.

Rapunzel wollte gerade ihre Haare aus dem Flaschenzug ziehen, damit er nicht noch einen Versuch startete, als sich der Zopf wieder spannte. War er wirklich so dreist? Und so schnell wieder auf den Beinen?

Aber nein, der letzte Störenfried lehnte noch unten an der Turmmauer, etwas bleich um die Nase, soweit sie das von oben sehen konnte. Stattdessen kam nun ein neuer Mann daher.

„Und was willst du jetzt?“, fragte Rapunzel genervt. Sie war doch kein Sportgerät, an dem man nach Lust und Laune herumklettern konnte.

„Prinz Theobald meinte, hier warte eine hübsche Maid auf Rettung. Das trifft sich gut“, meinte der Kletterer und grinste zu ihr hinauf. „Mein Vater will erst abdanken, wenn ich ihm eine Braut präsentieren kann. Und all die Mädchen im Dorf stellen Ansprüche. Romantik, Umwerben, Liebe. Als ob ich Zeit für so etwas hätte.“

Rapunzel rollte die Augen. „Ich nehme an, der Feigling dort ist Theobald?“

Der Mann am Zopf nickte.

„Und du bist?“

„Prinz Ansgar.“

Wo kamen nur plötzlich all die Prinzen her? „So, Ansgar. Was bringt dich auf die Idee, ich würde deine Braut werden wollen? Und dann auch noch keine Ansprüche haben?“

Ansgar schien mit den Schultern zucken zu wollen. Da das beim Klettern aber nicht richtig ging, wirkte es kurz eher, als hätte er einen Anfall.

„Das ist Tradition. Eine gerettete Maid ist auf ewig dankbar und heiratet ihren Helden. Ungeschriebenes Gesetz“, antwortete er dann. „Kannst du eigentlich auch kochen? Du ahnst ja gar nicht, wie schwer man heutzutage gutes Personal findet.“

Da hatte Rapunzel genug. Sie nahm ihre Nähschere und schnitt sich den Zopf ab. Lieber verzichtete sie auf Gothels Besuche und verhungerte ohne die Essenlieferungen hier oben, als dass sie sich von so einem Mann retten ließ, nur um dann auf ewig in seiner Schuld zu stehen.

Voll Genugtuung sah sie zu, wie ihr selbsternannter Retter in die Tiefe stürzte, hörte seine Rüstung scheppern.

„Und jetzt hört mir mal gut zu“, erhob sie die Stimme und blickte von einem Prinzen zum anderen. „Frauen sind keine Objekte. Sie haben einen eigenen Willen. Sie sind es euch nicht schuldig, euch zu heiraten, nur weil ihr mal etwas für sie tut. Sie können selbst entscheiden, ob sie mit jemandem wie euch leben wollen. Oder ob sie vielleicht sogar in einem Turm glücklich sind. Ohne euch. Wenn ihr eine Braut sucht, versucht einfach mal, nett und aufmerksam zu sein. Und wagt es nie wieder, mich retten zu wollen.“

Sie wandte sich vom Fenster ab und rieb sich die von der Anstrengung schmerzende Kehle. Sie seufzte leise. Jetzt war ihr letzter Kontakt zur Außenwelt gekappt. Aber sie brachte es nicht über sich, die Entscheidung zu bereuen.

Sie hatte sich ihr Essen rationiert und machte sich nun darauf gefasst, Gothel zu erklären, was geschehen war. Vielleicht kannte die Zauberin ja sogar einen Trick, die vielen Meter vom Boden bis hoch zu Rapunzel ohne Zopf überwinden zu können? Nun schaute sie wieder aus dem Fenster und wartete auf ihre Ziehmutter.

Allerdings betrat gerade eine viel jüngere Gestalt die Lichtung. Eine junge Frau blickte sich um, als würde sie gejagt werden, entspannte sich dann aber und warf etwas um sich.

„Was tust du da?“, fragte Rapunzel.

Die Frau am Boden schaute sich erst verwirrt um, bis sie sah, woher die Stimme kam. „Wonach sieht es denn aus?“

„Als würdest du irgendwas durch die Gegend werfen. Und wohl ohne Erlaubnis?“ Immerhin sah die Frau sich immer wieder verstohlen um. „Aber was? Und warum hier?“

„Dies sind kleine Kugeln aus Blumensamen und Dünger.“

Rapunzel blinzelte zunächst nur. Das klang nicht wirklich, als würde man dafür gejagt werden. „Warum?

„Siehst du denn nicht, wie der Mensch hier die Natur verdrängt? Insekten finden keinen Lebensraum mehr, damit auch Vögel und Nager nicht. Und letztlich auch der Mensch nicht, denn ohne Insekten wachsen auch unsere Nutzpflanzen nicht. Aber die Menschen scheinen zu dumm, um das zu begreifen. Nennen mich Vandalin, wenn ich versuche, sie zu retten.“

Rapunzel nickte. Pflanzen ansäen, das klang gut. Nützlich.

„Und was machst du da oben?“, fragte die junge Frau am Boden nun.

„Festsitzen. Ich komm hier nicht mehr raus.“ Rapunzel deutete auf ihren abgeschnittenen Zopf, der noch am Boden vor dem Turm lag.

„Nicht? Na, das wollen wir doch mal sehen.“

Noch bevor Rapunzel fragen konnte, was das heißen sollte, war die junge Frau im Wald verschwunden.

Nach kurzer Zeit kam sie wieder, mit mehreren aneinander geknoteten Seilen und einem improvisierten Bogen samt Pfeil. „Geh mal zur Seite, nicht, dass ich dich verletze. Ich bin nicht allzu gut mit sowas.“

Rapunzel hob eine Hand. Nicht, dass sie sich selbst in eine unangenehme Lage brachte. Sie wollte nicht um jeden Preis aus dem Turm heraus. „Warte kurz. Ich muss dich aber nicht heiraten oder bekochen, wenn du mich hier rausholst, oder?“

Die junge Frau lachte auf. „Kochen kann ich ganz gut allein. Und heiraten … Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das erlaubt wäre. Nein, du bist mir nichts schuldig. Zu helfen ist eine Selbstverständlichkeit.“

Dann zielte sie und Rapunzel ging in Deckung.

Lange Zeit hörte sie nichts, außer leisen Geräuschen an der Turmmauer und einigen Flüchen, die ihr die Röte ins Gesicht trieben. Dann aber flog der Pfeil durch ihr Fenster. An ihn gebunden war das Seil, das sie schnell an der Halterung des Flaschenzugs festknotete. Dann packte sie alles zusammen, was ihr wichtig war.

Der Weg nach unten erschien beinahe unendlich, doch schließlich kam sie am Boden an und schaute sich um. Der Wald sah von hier unten so viel eindrucksvoller aus. Die Bäume waren ja riesig. Und von hier unten konnte sie sehen, dass nicht nur Gras um den Turm herum wuchs, sondern auch Moos und Klee. So eine wunderschöne Vielfalt.

„Und du rettest die Tiere?“, fragte sie dann ihre Helferin beeindruckt.

„Reiner Eigennutz“, zuckte diese mit den Schultern. „Meine Eltern sind Obstbauern. Und ohne Bienen gibt es kein Obst, ohne Obst verarmen wir und verhungern. Aber … ja.“

Rapunzel überlegte einen Moment lang. Sie war jetzt frei und konnte tun, was sie wollte, richtig? „Braucht ihr vielleicht noch Hilfe?“ Sie holte ein Tuch aus ihrer Tasche. „Ich kann auch arbeiten. Meine Stickereien sind am Hof beliebt, sagte man mir. Ich komme für meinen Unterhalt also selbst auf. Aber ich … möchte, dass der Wald wieder aussieht, wie früher. Ich will die Vögel wieder hören. Kann ich da bitte helfen?“

Die junge Frau lächelte und nickte, dann zeigte sie Rapunzel den Weg zu sich nach Hause.

Keine der beiden sah Gothel, die sie aus den Schatten heraus beobachtete. Stolz ruhten die dunklen Augen der Zauberin auf den beiden Frauen, dann löste sie sich auf. Sie hatte ein junges, mutiges Mädchen erzogen, das wusste, was es wollte und nicht nur den erstbesten Mann heiratete, weil sie nichts mit sich anzufangen wusste. Ihre Arbeit hier war getan. Und sicher brauchte man sie anderswo.

Die Autorin

Britta Redweik wurde in eine Familie der Geschichtenerzähler geboren. Wurde ihr als Kind noch erzählt, wie die Gummibärchen an Board der Enterprise kamen, hat sie sich erst daran gemacht, den Menschen zu studieren, um ihn besser zu verstehen. Nachdem sie dank ihrem Soziologiestudium aber gelernt hat, dass die Realität einfach nicht magisch genug ist, zieht sie sich jetzt lieber in die Welt in ihrem Kopf zurück und nimmt gerne mal Leser auf diese Reise mit.

Homepage: Britta Redweik
Twitter: @britta_redweik
Facebook: Britta Redweik

Hinter den Kulissen

Diese Geschichte hatte Britta ursprünglich bei der Prinzen-Anthologie des Chaospony Verlags eingereicht. Dieselbe Anthologie, aus der Anne Danck ihre Geschichte mit ein paar weiteren Nornen und mir auf der BuchBerlin gelesen hat.
So schließen sich Kreise. 😀

Übrigens erscheint heute die neue Folge des ComicKlatsch, für die ich im Gespräch mit Sandra von Booknapping ein paar Vorschläge für Comics unterm Weihnachtsbaum gemacht habe. Wer also noch Geschenke sucht, sollte unbedingt reinhören! 🙂

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Türchen #13

Heute gibt es nochmal einen Ausschnitt aus einer Kurzgeschichte:

Besessen

Dieser ist über den Alltag von Tod und entsprechend spricht er mit Großbuchstaben – da ich keine Ahnung habe, wie man bei WordPress Kapitälchen einpflegt.

Der elfte Schnipsel

Er hatte schon ein paar Filme gesehen und Bücher gelesen in denen er eine Rolle spielte; immer wenn er während seiner Arbeit bei jemandem vorbei kam, der sie gerade schaute oder las. Romanzen, Horror oder Apokalypse, das waren meistens die Grundthemen. Ein Tod war ihm dabei besonders ins Auge gefallen: Ein im adretten Anzug gekleideter Mann, mit einer Vorliebe für Essen. Der gefiel ihm. HÄTTE ICH EINEN KÖRPER, WÜRDE ICH AUCH ALLES AUSPROBIEREN, war sich Tod sicher. ZUMINDEST, WENN ICH RAUSBEKOMME, WIE MAN IHN BENUTZT …, ergänzte er und erinnerte sich an eine doch eher unangenehme Begebenheit.

Hinter den Kulissen

Die Geschichte habe ich für einen Anthologie-Wettbewerb geschrieben. Genommen wurde sie nicht, da ich sie trotzdem mag, werde ich die vollständige Kurzgeschichte auch irgendwann mal einstellen.

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