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Schreiberlinge im Interview: Kerstin G. Rush

Mit diesem Interview sind dann alle Autorinnen der Fairy Tale Summer Leserunde #MärchenDreier an der Reihe gewesen. Viel Spaß mit den Antworten von …

Das Märchensommer Banner zeigt eine Scherenschnitt-Fee, die Glitzer auf den verschnörkelten Schriftzug "Märchensommer" über einem aufgeschlagenen Buch streut. Alles vor einer grünen Wiese neben einem Baum und Sonnenstrahlen im Hintergrund.

Kerstin G. Rush

Ein paar Daten zu dir:

 Ich heiße Kerstin, komme aus der Pfalz und liebe Fantasy und Sci-Fi. Alle meine Werke sind bis jetzt im Bereich Selfpublishing erschienen. Diesen Weg habe ich aus freien stücken gewählt, weil ich Herausforderungen liebe.

Meine Bücher:

Vorneweg ein paar Fragen zu deinen Märchen Yukina:

1. Welches Element deines Märchens war am Schwierigsten umzusetzen?

Das Verständnis, warum Yukina und Schneewittchen sich nicht ausstehen können, obwohl sie Mutter und Tochter sind.

2. Was hat dich bei der Arbeit am Märchen am meisten zur Verzweiflung gebracht?

Ehrlich gesagt fällt mir da nichts ein. Die Geschichte sprudelte gerade so aus mir heraus.

3. Welche Fassung (Film, Erzählung, Adaption) deines Märchens, außer deiner eigenen, magst du am liebsten?

Spieglein, Spieglein – Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen.

4. Ein Film-Mensch kommt auf dich zu und möchte dein Märchen umsetzen. Wen siehst du in den Hauptrollen?

Florence Hunt

5. Was wünscht du dir für die Zukunft deines Märchens?

Das viele Menschen es lesen und ein paar schön Stunden in einer anderen Welt verbringen können.

Schauen wir uns deine Märchenleidenschaft mal etwas genauer an…

6. Was ist deine schönste Erinnerung, wenn es um Märchen geht?

Das Wegträumen in eine andere Welt, in der so viele möglich ist.

7. Was magst du lieber? Happy End oder Bad End?

Happy End

8. Was stört/begeistert dich bei Märchen am meisten?

Hm schwere Frage. Manchmal stört mich das Bild der Frau in Märchen. Auf jeden Fall begeistert mich die Leichtigkeit mit den Geschichten erzählt werden. Selbst bei schwierigen Themen.

9. Was ist für dich typisch an einem Märchen?

Das die Magie nicht erklärt werden muss. Wenn Tiere sprechen können, dann ist das einfach so.

Zum Schluss noch ein paar märchenhafte Fragen:

10. Du triffst auf ein sprechendes Tier, das dir weismachen will, dass es ein verzauberter Mensch ist. Was würdest du tun?

Ich würde es sehr penibel Ausfragen und ihm dann gegebenenfalls helfen.

11. Eine gute Fee will dir drei Wünsche erfüllen, was würdest du dir wünschen?

1. Geld, es macht zwar nicht Glücklich, aber sorgenlos.
2. Gesundheit
3. Ein fast ewiges Leben, bei dem ich selbst entscheiden kann, wann ich sterbe.

12. Welchen Märchenweg würdest du wählen um jemanden aus dem Weg zu räumen?

Uh, was für eine Frage. Jemanden wie bei Hänsel und Gretel in einen Ofen zu schubsen, ist zwar sehr brutal, aber eben auch effektiv.

13. Bonusfrage: Mit welcher Märchenfigur würdest du gerne tauschen?

Noch so eine Gemeine Frage. Wenn ich mich wirklich entscheiden muss, dann würde ich wohl Goldmarie aus Frau Holle wählen. Natürlich hatte sie es auch schwer. Da Frau Holle ja eigentlich eine Göttin ist, wäre das schon interessant.

Mehr zu Kerstin gibt es hier:

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Instagram: kerstin.g.rush.autorin
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Vielen Dank, Kerstin!

Anne/PoiSonPaiNter

Schreiberlinge im Interview: Elenor Avelle

Als ein Drittel der Autorinnen der Fairy Tale Summer Leserunde #MärchenDreier fangen wir heute mit der Person, die mich im Hintergrund mit am meisten unterstützt (u.a. durch Komposition des Banners, Videoschnitt, Arschtritte, …) und sich durch den Sommer ein Bunny einfing.

Das Märchensommer Banner zeigt eine Scherenschnitt-Fee, die Glitzer auf den verschnörkelten Schriftzug "Märchensommer" über einem aufgeschlagenen Buch streut. Alles vor einer grünen Wiese neben einem Baum und Sonnenstrahlen im Hintergrund.

Elenor Avelle

Ein paar Daten zu dir:

Elenor Avelle ist seit ihrer frühesten Kindheit Autorin und Zeichnerin aus Leidenschaft. Die in Berlin geborene Österreicherin mit internationalen Wurzeln, lebt aktuell mit ihrer Familie in Baden-Württemberg. Ihr erstes Buch „Infiziert“ – ein postapokalyptischer Zombieroman mit Genreumbruch zu Sci-Fi – erschien 2017. Sie liebt es mit Konventionen zu brechen, Genregrenzen zu überschreiten und zu überraschen. In ihren vorwiegend dystopischen Romanen, legt sie viel Wert auf die Charaktere, das Setting und den Subtext bezüglich der menschlichen Gesellschaft und Zivilisation.

Vorneweg ein paar Fragen zu deinen Märchen Schneerot:

1. Welches Element deines Märchens war am Schwierigsten umzusetzen?

Keines. Die Basiselemente von Schneeweißchen und Rosenrot fand ich alle leicht umzusetzen. Die Einarbeitung in ein futuristisches Clockpunksetting war interessant, aber nicht schwierig.

2. Was hat dich bei der Arbeit am Märchen am meisten zur Verzweiflung gebracht?

Die Adaption war das aufwändigste Buch, das ich jemals geschrieben habe. Die Genderneutralität, die Entwicklung der Sprache, das gesamte Worldbuilding waren extrem arbeitsintensiv. Daran bin ich schon hin und wieder ein bisschen verzweifelt.

3. Welche Fassung (Film, Erzählung, Adaption) deines Märchens, außer deiner eigenen, magst du am liebsten?

Die Originalfabel von Karoline Stahl. Die Prinzen in der bekannten Märchenfassung wirken zurecht wie ein Fremdkörper neben den eigentlichen Hauptpersonen, den Schwestern.

4. Ein Film-Mensch kommt auf dich zu und möchte dein Märchen umsetzen. Wen siehst du in den Hauptrollen?

Amandla Stenberg stelle ich mir als Rota vor, Chloë Grace Moretz als ihre Schwester Wite und Cole Sprouse als Juliano.

5. Was wünscht du dir für die Zukunft deines Märchens?

Ich würde mir wünschen, dass die wertschätzende Art der Erzählung viele Menschen erreicht und dadurch zu einem Umdenken in Sachen gegenseitiger sozialer Akzeptanz führt. Vielleicht trauen sich noch andere Geschichten zu erzählen, die nicht ausschließlich von Konflikten leben.

[Anm. Poison wünscht sich außerdem ein erfolgreiches Crowdfunding von Teil 2, damit sie beide Bücher wunderbar im Schrank haben kann. B)]

Schauen wir uns deine Märchenleidenschaft mal etwas genauer an…

6. Was ist deine schönste Erinnerung, wenn es um Märchen geht?

Märchenerzählungen sind für mich unweigerlich mit meiner Kindheit verknüpft. Jede Osterferien sind wir zu meinen Großeltern gefahren und auf der Fahrt hat meine Großmutter Märchen erzählt. Das war eine wertvolle Zeit, an die ich mich gerne erinnere. Im Haus meiner Großeltern kam ich mir oft selbst wie eine Märchenfigur vor. Alles schien möglich und war abenteuerlich.

7. Was magst du lieber? Happy End oder Bad End?

Ich bin ganz klar Team Happy End. Traurige Enden kann ich zwar ertragen, aber ich finde im Leben gibt es schon so viel auszuhalten, da möchte ich in Geschichten die Möglichkeiten von Glück erleben.

8. Was stört/begeistert dich bei Märchen am meisten?

Märchen sind mit Absicht simpel gestrickt. Das kann zum einen das Erleben der Geschichte leicht machen. Hin und wieder sind simple Darstellungen erfrischend und kurzweilig ohne viel Komplikation. Zum anderen kann gerade diese Eigenheit auch zu Klischees führen und sehr eindimensionalen Figuren, an denen viel mehr im Verborgenen dran sein könnte, ohne, dass es erzählt wird.

9. Was ist für dich typisch an einem Märchen?

Die Menschen mit fieser Gesinnung bekommen immer was sie verdienen. Diesen Aspekt liebe ich sehr.

Zum Schluss noch ein paar märchenhafte Fragen:

10. Du triffst auf ein sprechendes Tier, das dir weismachen will, dass es ein verzauberter Mensch ist. Was würdest du tun?

Ich würde mich zuerst einmal freuen, weil ich mich schon immer mal mit einem Tier unterhalten wollte. Danach käme es sehr darauf an, was das Tier von mir will. Es darf gerne einziehen, aber ob ich helfen könnte den Bann zu brechen, käme darauf an, wie.

11. Eine gute Fee will dir drei Wünsche erfüllen, was würdest du dir wünschen?

Darüber habe ich schon oft nachgedacht. Diese Wünsche müssen ja meist sehr genau formuliert werden, damit kein Haken dran ist. Ich würde mir als erstes wünschen, dass in allen Ländern der Welt nur noch Menschen an die Macht kommen, die sozial, altruistisch, umweltbewusst, friedlich und reflektiert sind. Dann würde ich mir wünschen, dass die Umweltverschmutzung verschwindet und der ganze Energiebedarf von erneuerbaren Energien gedeckt ist. Den dritten Wunsch würde ich für mich behalten und mir und meiner Familie 100% Gesundheit bis zum Tod wünschen.

12. Welchen Märchenweg würdest du wählen um jemanden aus dem Weg zu räumen?

Ich würde mir den roten Stier halten, der meine Widersacher ins Meer treibt.

13. Bonusfrage: Mit welcher Märchenfigur würdest du gerne tauschen?

Mit gar keiner. Ich mag mein Leben, auch wenn es nicht perfekt ist.

Mehr zu Elenor gibt es hier:

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Vielen Dank, Elenor!

Anne/PoiSonPaiNter

Ist das dieses #Autor_innenleben?

Erinnert ihr euch noch an das letzte Update vorm Fairy Tale Summer?

Da erzählte ich euch von der frisch geschlüpften Anthologie „Tiefen einer Götterseele“ und seitdem ist literarisch doch einiges passiert … also im Vergleich zu anderen ist es popelig wenig, aber für mich doch riesige Schritte …

Aber von vorn …

Nach jener Veröffentlichung folgte eine weitere in der Jubiläumsausgabe des Phantast by Literatopia, was zudem auch meine erste eigene Märchenadaption (Fortsetzung des Rattenfänger von Hameln) ist. Eine Geschichte, die später noch eine Rolle spielen würde …

Parallel schaffte es auch eine weitere Geschichte von mir auf die Seite des Bücherstadt Kuriers und sicherte mir somit den Erhalt meiner nunmehr sechsjährigen Veröffentlichungssträhne im Rahmen der verschiedenen Aktionen. Dieses Mal für den #BKtastisch in dem auch ein Gastbeitrag von mir über Subgenre der Fantastik und die Subgenre-Aktion des Nornennetzes erschien.

Weiter ging es auch mit den Arbeiten an der im nächsten Monat erscheinenden Anthologie „Dunkle Federn, Scharfe Krallen“ von Mika M. Krüger in der ebenfalls eine Geschichte von mir enthalten sein wird – dazu aber mehr, wenn das Datum näher rückt! Auf alle Fälle sieben faszinierende Geschichten und ein Erlös, der dem Tierschutz zu Gute kommt.

Zusätzlich hatte ich noch zwei Ausschreibungen auf dem Plan, für die eine habe ich es geschafft einen Text zu verfassen, mal sehen, ob das was wird. Bei der anderen bin ich leider an der Zeichenzahl gescheitert auch wenn ich drei „Spiegelgeschichten“ (sie erzählen alle Teile/Aspekte einer Begebenheit aus unterschiedlichen Perspektiven) habe, die genau ins Thema gepasst hätten. Klappt halt nicht immer, so wie die Ausschreibung für die ich neulich auch wieder eine Absage bekam.

Nebenbei habe ich übrigens auch mehrere Romane testgelesen – bei Zweien bin ich noch dabei – und kann euch sagen: Da kommen ein paar verdammt coole Dinge auf euch zu! Auf Schneerot by Elenor Avelle könnt ihr euch besonders freuen, denn diese Adaption von Schneeweißchen und Rosenrot bricht mit so vielen „Traditionen“, dass es erfrischend anders ist! Asexuelle Aromantische Protagonistin, harmoniebezogene Problemlösung, Erkundung der Vergangenheit aus einer zukünftigen Perspektive, faszinierendes Zusammenspiel zwischen Mensch und Natur(geistern). Nur um ein paar Dinge zu nennen. Und es gibt Gohis!

Achja, im August habe ich übrigens tatsächlich die Rohfassung des #Neubrandenwolf beendet! Jetzt geht es daran die Anmerkungen der Testleserinnen einzuarbeiten, damit ich die ersten Kapitel ins Sensitivity Reading und dann auch ins Lektorat schicken kann … nachdem ich schon ein paar Mal sowohl Ende als auch große Teile von Kapiteln umgeschrieben habe, weil es nicht mehr passte ist da vermutlich noch einiges an Arbeit vor mir …

Doch das war nur das Schriftliche …

Gemeinsam mit Stella Delaney habe ich im Rahmen der Writers on Writers Aktion des Nornennetzes teilgenommen bei der wir uns gegenseitig interviewten. Etwas, dass ich mich letztes Jahr noch nicht getraut habe, weil ich mich für nicht interessant genug befand – nicht das ich das jetzt tue, aber an Stellas Seite schwieg das Impostor-Syndrom (und es half auch, dass ich vorher ein Video der Originalen Variety Aktion Actors on Actors sah, dass neben wehenden Palmen, Spiegelbildern und Wortwiederholungen, die ich auch oft mache, weniger professionell wirkte, als ich mir vorgestellt hätte). Das ganze könnt ihr hier nachhören:

Und weil das noch nicht genug Aufregung war, habe ich zusammen mit Katherina Ushachov ein Subgenre-Video zum Thema Plastikpunk aufgenommen und das ganze am Beispiel von Katherinas „Der tote Prinz“ erörtert.

Subgenre waren ja sowieso DAS Thema der „Facetten der Fantastik“ Lesung, die ich im letzten Update erwähnte. Dort las ich unter anderem die Rattenfänger-Geschichte und stellte damit das Genre der Märchen(adaptionen) vor zu dem ich ebenfalls ein Subgenre-Video mit Katrin Ils und Elenor aufgenommen hatte. Auch hiervon gibt es eine Aufzeichnung, an der aber noch gefeilt wird, d.h. ich kann sie euch noch nicht verlinken, aber bald! Es war auf alle Fälle eine faszinierende Erfahrung und das seltsamste war tatsächlich mittlerweile, das ich mich zur Seite drehen musste, um den anderen Lesenden zusehen zu können, anstatt einfach auf deren Video-Feed zu gucken. 😀

Aber dafür könnt ihr jetzt Hörproben der Götterseelen Geschichte und der Geschichte aus „Entzünde den Funken“ lauschen, die ich für das Nornenjubiläum eingelesen habe – wofür ich auch an diversen Talks teilgenommen hatte, was nach und nach auf den YouTube Kanal des Nornennetzes eingestellt werden wird! Ein paar Videos zu Japanischen Märchen und Nordischer Mythologie wird es irgendwann dann auch noch geschnitten geben, nachdem wir auf Saskia Dreßlers Twitch Kanal jeweils darüber sprachen.

Und joa … gestern landete dann die nächste Zusage für eine Anthologie stilecht im Spam-Ordner … bin mir nicht sicher, ob es so langsam „läuft“ oder ob es gerade einfach nur eine nette Phase ist, bevor einfach wieder nichts passiert.

Es bleibt spannend …

© For the cover belongs to its rightful owner.

P.S. Sorry an die Teilnehmenden des Märchensommers, ich bin noch nicht dazu gekommen alles zu verteilen. Eure Preise sind nicht vergessen!

Schreiberlinge im Interview: Christian Handel

Ein kleinen Interview-Nachzügler gibt es diesen Fairy Tale Summer gibt es noch. Christian Handel hat sich für seine neusten Werke dem Mini-Bogen noch einmal gestellt.

Das Märchensommer Banner zeigt eine Scherenschnitt-Fee, die Glitzer auf den verschnörkelten Schriftzug "Märchensommer" über einem aufgeschlagenen Buch streut. Alles vor einer grünen Wiese neben einem Baum und Sonnenstrahlen im Hintergrund.

Palast aus Gold und Tränen

1. Welches Element deines Märchens war am Schwierigsten umzusetzen?

In Palast aus Gold und Tränen verwebe ich vor allem osteuropäische Märchen in meine Geschichte. Eine bedeutende Rolle nimmt vor allem die berühmte Hexe Baba Yaga ein. In den Sagen, Mythen und Märchen, die sich um sie ranken, ist sie mal die Antagonistin, mal die Helferin der Held:innen. Ihr zwielichtiges Wesen so einzufangen, dass ihr auch die Leser:innen nicht ganz über den Weg trauen, war eine Herausforderung.

2. Was hat dich bei der Arbeit am Märchen am meisten zur Verzweiflung gebracht?

Der Lektoratsprozess. Das darf man jetzt nicht falsch verstehen. Ich arbeite sehr gern mit meinen Lektoren zusammen. Beim Palast merkte mein Lektor jedoch an, dass für ihn zum einen das Buch mit einem anderen Antagonisten besser funktionieren würde, zum anderen der Anfang zu ausführlich geschildert sei und sich dadurch arg zöge. Das Dumme war: er hatte recht. Das hatte zur Folge, dass ich ca. 200 Seiten noch mal gelöscht und neu geschrieben habe. Durch das Raffen des Anfangs lernten sich manche Figuren anders kennen als zunächst geplant. Und das war in den Überarbeitungsrunden wirklich extrem anstrengend, weil so eine Änderung Auswirkung auf spätere Kapitel hatte. Das war echt noch mal krass viel Arbeit. Auch für meinen Lektor. Allerdings bin ich froh, dass wir das gemacht haben, das Ergebnis liest sich meinem Empfinden nach jetzt so viel besser.

3. Welche Fassung (Film, Erzählung, Adaption) deines Märchens, außer deiner eigenen, magst du am liebsten?

Spontan fällt mir der Roman Wildwood Dancing von Juliet Marillier ein. Sie erzählt zwar eigentlich das Märchen von den Zertanzten Schuhen, versetzt es jedoch nach Transsilvanien und arbeitet osteuropäische Märchenmotive mit ein. Diese Vorgehensweise fand ich faszinierend und ich liebe den Roman.

4. Ein Film-Mensch kommt auf dich zu und möchte dein Märchen umsetzen, wen siehst du in den Hauptrollen?

Eigentlich ist sie dafür zu schön, aber Adelaide Kane (Reign) wäre sicher als Muireann phantastisch. Und Marlehn Loose wäre eine großartige Rose. Wenn wir dann gleich beim Träumen sind: Was hältst du von Helen Mirren als zwielichtige Baba Yaga?

Rowan & Ash

1. Welches Element deines Märchens war am Schwierigsten umzusetzen?

Rowan und Ash beginnt mit einer märchenhaften Erzählung um eine Schattenhexe, die eine augenzwinkernde Verbeugung an das Grimm’sche Märchen Die sechs Schwäne darstellt. Es kommt zwar nicht zu einer Schwanen-Verwandlung. Aber die Hexe, die zur bösartigen Königin wird und Schlossbewohner ihrer menschlichen Gestalt beraubt: das sind wichtige Elemente. In der zweiten Hälfte des Romans, in der es darum geht, dass Rowan sich aufmacht, seine große Liebe Ash zu retten, erfährt er mehr über die Herkunft der Schattenhexe – und diese Erkenntnisse in die Handlung einfließen zu lassen, ohne dass die Spannungskurve einknickt, war eine Herausforderung.

2. Was hat dich bei der Arbeit am Märchen am meisten zur Verzweiflung gebracht?

Zur Verzweiflung gebracht hat mich bei diesem Roman eigentlich nichts. Es war ein wunderbares Abenteuer.

Rowans Prozess, zu sich selbst zu stehen, für sich anzunehmen, dass er schwul ist und sich auf einen jungen Mann einzulassen stellt für mich den Kern des Romans dar. Ich wollte ein Buch schreiben, in dem sich sowohl queere Menschen wiederfinden und das ihnen Mut gibt, als auch eines, das heterosexuellen Menschen zeigt: so fühlt sich (für manche von uns) das Coming Out an. Diese Sorgen und Ängste quälen viele von uns in dieser Phase. Kein Coming Out gleicht jedoch dem anderen. Ich habe mich also an meinen Erinnerungen orientiert, noch mal alte Tagebucheinträge gelesen – und das hat teilweise schmerzliche Erlebnisse wieder stark in Erinnerung gerufen.

3. Welche Fassung (Film, Erzählung, Adaption) deines Märchens, außer deiner eigenen, magst du am liebsten?

Rowan & Ash erzählt mehr ein eigenes Märchen, als dass es eine Adaption ist. Da aber Elfen eine große Rolle spielen, möchte ich euch unbedingt die Comicreihe ElfQuest – Abenteuer in der Elfenwelt ans Herz legen. Diese wunderschöne, epische Fantasy-Erzählung hat mich sehr geprägt.

[Anm. In Zusammenarbeit mit The Fantasy Network wird gerade ein Audiomovie erschaffen nachdem es über Crowdfunding finanziert werden konnte.]

4. Ein Film-Mensch kommt auf dich zu und möchte dein Märchen umsetzen, wen siehst du in den Hauptrollen?

Die Schauspieler, an die ich gerade denke, sind eigentlich inzwischen zu alt, aber Ash sah vor meinem inneren Auge Sam Claflin in seiner Rolle als Finnick Odair aus den Hunger Games sehr ähnlich. Und da zwischen den beiden die Chemie zu stimmen scheint, würde Josh Hutcherscon (Peetah) als Rowan gut passen.

Mehr zu Christian gibt es hier:

Interview zu Rosen & Knochen: Christian Handel

Homepage: Christian Handel
Twitter: @DarkstarGermany
Facebook: Christian Handel Autor

Vielen Dank, Christian!

Anne/PoiSonPaiNter

Schreiberlinge im Interview: Jenny Völker

Seit Jahren ist sie eine feste Instanz des Fairy Tale Summer, ob als Rallyestation oder Preisgeberin, ihre Bücher auch dieses Jahr wieder unter den Preisen. Nun endlich auch das Interview ihren Adaptionen!

Das Märchensommer Banner zeigt eine Scherenschnitt-Fee, die Glitzer auf den verschnörkelten Schriftzug "Märchensommer" über einem aufgeschlagenen Buch streut. Alles vor einer grünen Wiese neben einem Baum und Sonnenstrahlen im Hintergrund.

Jenny Völker

Ein paar Daten zu dir:

Hallo zusammen,

mein Name ist Jenny Völker und ich schreibe Märchenromane für Erwachsene, weil ich der festen Überzeugung bin, auch wie Großen wollen fantastische Abenteuer erleben, ein magisches Portal entdecken und auf einem Ball mit einem Prinzen tanzen. Meine Bücher starten immer in unserer Welt, damit ihr euch vorstellt, euch könnte auch einmal so etwas passieren. Ob es ein Zwerg ist wie beim „Sternmarie“, der euch abholt, oder Piraten, die euch entführen wie bei „Die gefallene Fee“, oder ob ihr von heute auf morgen Hexenkräfte habt und mitten in einem Wald steht, obwohl ihr euch eigentlich mitten in der Frankfurter Innenstadt befindet wie bei „Die Weltenfalten“ – durchdrungen werden meine Romane immer von Hoffnung und Magie, Spannung und Liebe.

Vorneweg ein paar Fragen zu deinen Märchen:

1. Welches Element deiner Märchen war am Schwierigsten umzusetzen?

Ich finde es immer eine Herausforderung, den richtigen Weg zu finden zwischen dem kindlichen Zauber von Märchen und dem, was wir Erwachsenen uns vorstellen können, was wirklich passieren könnte.

2. Was hat dich bei der Arbeit an den Märchen am meisten zur Verzweiflung gebracht?

Wenn ich mal in einem Loch stecke und nicht weiß, wie es weitergeht, das lässt mich verzweifeln – aber zum Glück immer nur, bis die Muse wieder zu flüstern anfängt.

3. Welche Fassung (Film, Erzählung, Adaption) deiner Märchen, außer deiner eigenen, magst du am liebsten?

Ich finde die klassischen Erzählvarianten immer am schönsten.

4. Ein Film-Mensch kommt auf dich zu und möchte deine Märchen umsetzen. Wen siehst du in den Hauptrollen?

Also den Piraten von „Die gefallene Fee“ könnte definitiv Colin O’Donoghue spielen!

5. Was wünscht du dir für die Zukunft deiner Märchen?

Dass die Leser sich darauf einlassen. Ich glaube, solange wir Märchen lesen, bleibt die Hoffnung in unseren Herzen.

Schauen wir uns deine Märchenleidenschaft mal etwas genauer an…

6. Was ist deine schönste Erinnerung, wenn es um Märchen geht?

Als ich noch klein war und mir meine Mutter abends aus meinem Märchenbuch vorgelesen hat. Darin war zwar nur wenig Test, aber die Bilder waren traumhaft schön.

7. Was magst du lieber? Happy End oder Bad End?

Auf jeden Fall Happy End, das ist mir sehr wichtig, um die Hoffnung zu transportieren, die in meinen Augen Märchen ausmachen.

8. Was stört/begeistert dich bei Märchen am meisten?

Ich finde es wunderbar, dass egal wie aussichtslos deine Situation am Anfang ist, am Ende findest du das große Glück.

9. Was ist für dich typisch an einem Märchen?

Die Guten werden belohnt und die Bösen bestraft.

Zum Schluss noch ein paar märchenhafte Fragen:

10. Du triffst auf ein sprechendes Tier, das dir weismachen will, dass es ein verzauberter Mensch ist. Was würdest du tun?

Ich nehme das Abenteuer an und versuche, das Tier zu erlösen. Wer weiß, wen ich auf dem Weg kennenlerne und welche fantastische Geschichte ich erleben würde.

11. Eine gute Fee will dir drei Wünsche erfüllen, was würdest du dir wünschen?

Mehr Zeit (was würde eine Stunde mehr am Tag ausmachen?), Gesundheit und Gelassenheit. Ich bin definitiv zu ungeduldig 😉

12. Welchen Märchenweg würdest du wählen um jemanden aus dem Weg zu räumen?

Schwere Frage. Mit der Bestrafung der Bösewichte tue ich mich in meinen Büchern immer schwer. Ich bin einfach zu nett. Aber eine gerechte Strafe ist immer das Ziel.

13. Bonusfrage: Mit welcher Märchenfigur würdest du gerne tauschen?

Mit Belle aus die Schöne und das Biest. Einen Tag in der Bibliothek verbringen, zwischendurch eine Schneeballschlacht im Garten und abends ein märchenhafte Ball. Wunderbar.

Mehr zu Jenny gibt es hier:

Homepage: Jenny Völker
Facebook: Jenny Völker
Instagram: jennyvoelker_autorin

Vielen Dank, Jenny!

Anne/PoiSonPaiNter

Schreiberlinge im Interview: Katrin Ils

Im Fairy Tale Summer ist das Plotbunny zu Das Rot der Nacht entstanden, heute beantwortet Katrin Ils die Interviewfragen dazu.

Das Märchensommer Banner zeigt eine Scherenschnitt-Fee, die Glitzer auf den verschnörkelten Schriftzug "Märchensommer" über einem aufgeschlagenen Buch streut. Alles vor einer grünen Wiese neben einem Baum und Sonnenstrahlen im Hintergrund.

Katrin Ils

Ein paar Daten zu dir:

Ich bin Katrin Ils und lebe in Wien, wo ich viel zu viel Kaffee trinke und düstere Fantasy Romane schreibe. Neben dem Wintermärchen „Das Rot der Nacht“, habe ich bis jetzt drei Bände der Fantasy-Serie „Unstern“ und den Einzelroman „Splitter der Nacht“ veröffentlicht. Neben dem Schreiben bastele ich auch irrsinnig gerne, mach YouTube Videos und ich habe neben der schon fast obligatorischen Notizbuch-Sucht auch eine ausgewachsene Liebe zu Stickern und Washi Tape.

Vorneweg ein paar Fragen zu deinem Märchen:

1. Welches Element deines Märchens war am Schwierigsten umzusetzen?

Das herausgetrennte Tierherz als Beweis dafür, dass jemand tot ist. Ich wusste, dass es vorkommen wird, aber wie genau ich es so unterbringe, dass es organisch (ha!) in die Handlung einfließt und nicht aufgedrückt wirkt, wer es warum und wem überbringt – da stand am Anfang ein großes Fragezeichen dahinter. Doch letztendlich hat es sich ganz natürlich in den Plot gefügt.

2. Was hat dich bei der Arbeit am Märchen am meisten zur Verzweiflung gebracht?

Der größte Knackpunkt war, wie sehr ich das Umfeld der Heldin ausbauen soll. Im Märchen bleibt es dann doch sehr vage, zu vage für einen Roman. Und dann war die Frage, wie viel ich mich mit den Vorstellungen vom Märchenmittelalter spielen soll und wie viel „tatsächliches Mittelalter“ ich einfließen lassen soll. Und dann die Recherche zu der Zeit um 1200. Ich hatte bei dem Buch nicht damit gerechnet, dass ich Stunden danach googeln werde, wann Knöpfe in welchen Schichten an welcher Kleidung üblich waren …

3. Welche Fassung (Film, Erzählung, Adaption) deines Märchens, außer deiner eigenen, magst du am liebsten?

Red Riding Hood von Sarah Blakley-Cartwright. Es ist ein „Buch zum Film“, und den Film selbst habe ich nicht gesehen, aber das Buch fand ich toll! Die Art, wie sie Stimmung aufbaut und dann natürlich die Umsetzung des Rotkäppchenstoffes ist einfach super.

4. Ein Film-Mensch kommt auf dich zu und möchte dein Märchen umsetzen. Wen siehst du in den Hauptrollen?

Schwierige Frage. Ich weiß nicht, ob ich da nach Aussehen oder schon gespielten Rollen gehen soll. Da schummle ich mich jetzt drüber und lasse dem Castingteam freie Hand, solange ich einmal am Set dabei sein und zuschauen darf.

5. Was wünscht du dir für die Zukunft deines Märchens?

Also über den Film-Menschen würde ich mich sehr freuen *g*

Ich würde unglaublich gerne einmal eine Märchenlesung mit „Das Rot der Nacht“ machen, und zwar als Stationslesung nachts im Wald. Die Zuhörenden würden von Station zu Station geführt werden, und an jeder würde aus einem Märchen gelesen werden. Das fände ich unheimlich toll, und vielleicht gelingt die Organisation ja, wenn man sich wieder näher als 2 Meter kommen darf.

Ansonsten hoffe ich, dass Belanca noch ganz viele Lesenden mit in den Winterwald nimmt, und dass die Krähenhexe vielleicht beim nächsten Schneefall ihre Geschichte erzählen kann.

Schauen wir uns deine Märchenleidenschaft mal etwas genauer an…

6. Was ist deine schönste Erinnerung, wenn es um Märchen geht?

Mein Großvater hat mir ein Märchenbuch geschenkt, in dem nicht nur die von den Grimms gesammelten, sondern auch andere waren und ich bin völlig in dem Buch versunken. Es ist eines der ersten Bücher, wo ich mich bewusst an das Lesen von ihm erinnern kann: Die Stimmung, das Gewicht des Buches, die Seiten unter den Fingern und das Gefühl, nach Hause zu kommen und eine vertraute Zeichnung auf der Seite zu sehen.

7. Was magst du lieber? Happy End oder Bad End?

Happy End. Von der anderen Sorte gibt es auf der Welt bereits genug.

8. Was stört/begeistert dich bei Märchen am meisten?

Ich mag, dass Märchen trotz ihrer Einfachkeit so viel Raum für Interpretation und Fantasie lassen. Obwohl die Figuren und die Handlung sehr gradlinig erzählt werden – oder gerade weil – , lädt der Leeraum zu Fragen ein. War der König wirklich so gut? Warum waren die Stiefschwestern so böse? Warum haben Prinzen einen Fetisch für schlafende und/oder tote Frauen?

9. Was ist für dich typisch an einem Märchen?

Märchen sind kleine Welten ohne Grauzonen, in denen Magie alltäglich ist. Es gibt klare Regeln, was gut und was böse ist, und ein falsch abgezupfter Salatkopf hat schon schlimme Konsequenzen. Über sprechende Tiere, Wunscherfüllung, Zwerge oder selbst deckende Tische hebt sich hingegen nicht einmal eine halbe Augenbraue. Ach ja, und drakonische Strafen. In einer Märchenwelt möchte ich mich wirklich nicht danebenbenehmen.

Zum Schluss noch ein paar märchenhafte Fragen:

10. Du triffst auf ein sprechendes Tier, das dir weismachen will, dass es ein verzauberter Mensch ist. Was würdest du tun?

Auf ein gemeinsames Abenteuer gehen! (Ich gehe einmal ganz naiv davon aus, dass er:sie erlöst werden will.)

11. Eine gute Fee will dir drei Wünsche erfüllen, was würdest du dir wünschen?

Ich glaube, ich würde erst einmal das Kleingedruckte sehen wollen. (Merkt man, dass ich der Märchenwelt nicht so recht traue?) Damit wäre ein Wunsch vermutlich schon weg.

Ansonsten: Ich würde mir wirklich von Herzen wünschen, dass Gier aufhört, zu existieren. Es ist für mich die zerstörerischste Charaktereigenschaft, die die Menschheit hat. Weniger Gier, mehr Einsicht, mehr Geduld miteinander und weniger Stolz – wenn es das als Kombipaket gäbe, gäbe es mehr Happy Ends.

12. Welchen Märchenweg würdest du wählen um jemanden aus dem Weg zu räumen?

Gute Frage, vor allem nachdem Märchen uns gezeigt haben, dass die meisten Methoden sehr unzuverlässig sind. Ich glaube, ich würde die Backofen-Methode aus Hänsel und Gretel wählen: Da sind auch gleich alle Beweise mitbeseitigt.

13. Bonusfrage: Mit welcher Märchenfigur würdest du gerne tauschen?

Mit jede:r, der:die gerade das Tischlein-deck-dich hat!

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YouTube: Katrin Ils

Vielen Dank, Katrin!

Anne/PoiSonPaiNter

Schreiberlinge im Interview: Jana Jeworreck

Gerade erst habe ich euch im Rahmen des Fairy Tale Summers ihr neustes Werk vorgestellt, kommt sie nun auch selbst zu Wort und beantwortet meine Interviewfragen zu ihrer Adaption.

Das Märchensommer Banner zeigt eine Scherenschnitt-Fee, die Glitzer auf den verschnörkelten Schriftzug "Märchensommer" über einem aufgeschlagenen Buch streut. Alles vor einer grünen Wiese neben einem Baum und Sonnenstrahlen im Hintergrund.

Heute im Gespräch:

Jana Jeworreck

Ein paar Daten zu dir:

Meine Name ist Jana Jeworreck, ich lebe im Ruhrgebiet, bin Fantasyautorin und habe inzwischen fünf Bücher im Eigenverlag veröffentlicht. Das erste Buch war „Reise in die Mitte von Mera“, mit einigem Abstand dann die Fantasytrilogie „Dreiland“ und letztes Jahr die Märchennovelle „Die Töchter des Henkers“. Hinzukommen einige kleinere Sachen, wie ein Kurzgeschichten und Gedichtebüchlein und eine Kurzgeschichte in der Anthologie „Schicksal, Schuld und Werden“.

Vorneweg ein paar Fragen zu deinem Märchen:

1. Welches Element deines Märchens war am Schwierigsten umzusetzen?

Ich springe bei dieser Frage direkt in den Spoileralert, denn es geht um ein zentrales Element, nämlich um einen Körpertausch. Ich wusste nicht, wie oft ich für den Leser wiederholen musste, dass X im Körper von Y ist. Möglicherweise habe ich es für den einen übertrieben und für den anderen zu wenig klar gemacht. Es war definitiv der schwierigste Teil.

2. Was hat dich bei der Arbeit am Märchen am meisten zur Verzweiflung gebracht?

Die Geschichte drohte ab der Mitte epischer zu werden, also sich zu einem richtigen Fantasyroman ausdehnen zu wollen und da fiel es mir schwer, mich zurückzuhalten. Der Weltenbau rumort noch immer in mir. Folgegeschichten sind also nicht ausgeschlossen.

3. Welche Fassung (Film, Erzählung, Adaption) deines Märchens, außer deiner eigenen, magst du am liebsten?

Da ich kein Märchen adaptiert, sondern ein eigenes erfunden habe, gibt es keine andere Fassung. Der Schwerpunkt meiner Geschichte ist aber etwas, das mir einerseits in Märchen wichtig ist und zugleich enthält es ein Spiel mit den Rollenbildern und Rollenmustern, die mir nicht mehr zeitgemäß erschienen.

Also Zauber, Magie, geheimnisvolle Wesen und Natur liebte ich immer im Märchen, auch die royalen Machtstrukturen, Schlösser und der Kampf von Arm und Reich, Sieg des Guten etc. Auch das Element der Wandlung und Verwandlung gefiel mir immer sehr.

Mir war aber wichtig, dass das hässliche Entlein nicht einfach schön wird, oder das arme Mädchen eine Prinzessin, ich wollte die Frage nach der Identität stellen und auch durch zwei gleichwertige Frauenfiguren spiegeln, deren Rollen als Gut und Böse ständig wechseln. Muster, die mir zu simpel vorkamen, wollte ich brechen, aber die romantische Stimmung und Verzauberung beibehalten.

4. Ein Film-Mensch kommt auf dich zu und möchte dein Märchen umsetzen. Wen siehst du in den Hauptrollen?

Die Töchter wären Ruth Wilson als Tonja und Mia Wasikowska als Felia. Der Henker wäre Kristofer Hivju, der Prinz James Norton und der Graf Kid Harrington.  Ich gestehe, das sprengt jedes Budget. Außerdem glaube ich, dass fast alle zu alt für die jeweiligen Rollen sind. Aber man darf ja mal träumen.

5. Was wünscht du dir für die Zukunft deines Märchens?

Weniger Prinzessinnen mehr Königinnen. Der einscheidende Unterschied ist: Die eine ist von Beruf Tochter. Die andere ist Kanzlerin. Es geht um das Umdenken von Mustern und diese in neuen Heldengeschichten vereinfacht erzählen.

Schauen wir uns deine Märchenleidenschaft mal etwas genauer an…

6. Was ist deine schönste Erinnerung, wenn es um Märchen geht?

Verzauberung. Däumelinchen beispielsweise, das auf einem Blatt von einem Schmetterling gezogen wird und so auf dem Wasser reist. Das hat mich fasziniert und mir als Kind einen völlig anderen Blick auf die Natur gegeben. Jedes Blatt wurde zu einem Boot, jede Blume zu einem Zauberhut und kleinste Tiere ganz groß.

7. Was magst du lieber? Happy End oder Bad End?

Eine Weile dachte ich, ich würde ein Bad Ende bevorzugen, glaube aber inzwischen, dass es um positive Ideale geht. Unsere Moral oder Ethik haben sich stark verändert, auch weil alte Muster nicht mehr greifen. Für ein gesellschaftliches Miteinander muss es aber Ideale geben, die erstrebenswert sind. Ein Happy End, was eine „Moral der Geschichte“ passend zu unserer heutigen Zeit gibt, finde ich inzwischen wohltuend und auch wichtig.

8. Was stört/begeistert dich bei Märchen am meisten?

Siehe oben, das Prinzessinnen/Königinnen-Beispiel. Wichtig wäre eben auch, dass das Rollenbild des Prinzgemahls auch nichts Ungewöhnliches mehr ist. Aktuell ja schön am Beispiel des verstorbenen Prinz Philip zu erkennen. Weibliche wie männliche Rollenbilder müssten sich erneuern. Natürlich muss man sich auch generell fragen, wofür das Bild der Monarchie im Märchen überhaupt noch steht und welche Geschichten man damit oder abseits davon erzählen kann. Mir fällt es schwer, mich von der romantischen „alten Welt“ zu trennen, aber Märchenmuster passen natürlich auch in ein Science Fiction Setting. Wobei ich dann denke, hier fließt die Grenze zur epischen Fantasy, bzw. richtigem Science Fiction.

(weiter bei der nächsten Frage)

9. Was ist für dich typisch an einem Märchen?

Typisch für Märchen ist für mich, dass es nach gewissen Mustern abläuft und an mancher Stelle mehr Tell als Show hat. Manches wird eben nicht ausgearbeitet, wie in der epischen Fantasy, sondern nur „zentrale Szenen“. Außerdem gibt es einen starken Symbolismus. Es sind Analogien, Allegorien und Metaphern, die sich durch die Geschichten ziehen und komplexe Sachverhalte vereinfacht darstellen. Man kann sich mit den dahinterliegenden Themen auseinandersetzen oder auch nicht.

Zum Schluss noch ein paar märchenhafte Fragen:

10. Du triffst auf ein sprechendes Tier, das dir weismachen will, dass es ein verzauberter Mensch ist. Was würdest du tun?

Ich würde ihn/sie/es erst ein wenig prüfen und wenn ich ihm glaubte, dann würde ich helfen.

11. Eine gute Fee will dir drei Wünsche erfüllen, was würdest du dir wünschen?

Das weiß ich wirklich nicht. Die Superkraft „Glück“ in Deadpool 2 fand ich einfach genial. Vielleicht wäre das mein einziger Wunsch und zwei verschenke ich. Aber da ja das Meiste in Märchen ungeahnte Konsequenzen hat, wäre ich vorsichtig.

12. Welchen Märchenweg würdest du wählen um jemanden aus dem Weg zu räumen?

Das Duell mit Schwertern. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, bin ich für ehrliche Konfrontation. Auch wenn es natürlich verlockend wäre, jemanden mit Zauberei oder Gift zu beseitigen. Meist hat heimtückiger Mord aber verheerende Konsequenzen.

13. Bonusfrage: Mit welcher Märchenfigur würdest du gerne tauschen?

Ich denke, ich wäre gerne für einige Zeit Däumelinchen, könnte in einer Walnussschale schlafen, würde auf einem Seerosenblatt von einem Schmetterling über Wasser gezogen. Aber am Ende bin ich lieber die Strippenzieherin, die Schreibende.

Mehr zu Jana gibt es hier:

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Twitter: @herartis

Vielen Dank, Jana!

Anne/PoiSonPaiNter

Märchenspinnerei im Interview: Barbara Schinko

Am Montag stellte ich euch im Fairy Tale Summer die neuen Bände der Märchenspinnerei vorgestellt. Heute gibt es passend dazu die kleinen Interviewbögen von Barbara Schinko.
Banner der Märchenspinnerei. Es zeigt links ein Spinnrad auf dessem Faden zur Spindel verschiedene Märchenfiguren sitzen, stehen oder laufen.

Das Meer so tief

1. Welches Element deines Märchens war am Schwierigsten umzusetzen?

Ich würde mal sagen der Pferdekopf. Wobei das nicht ganz richtig ist, weil ich ja schon von Anfang an gewusst habe, was ich mit diesem Element anfangen würde. Es gibt schließlich mehrere Gründe, warum ich beschlossen habe, meine Adaption im keltischen Sprachraum anzusiedeln. 😉

2. Was hat dich bei der Arbeit am Märchen am meisten zur Verzweiflung gebracht?

Ganz ehrlich: gar nichts. Ich habe mir dieses Märchen ausgesucht und ich liebe Irland, daher war es eine Geschichte, die ich wirklich, wirklich, wirklich gerne schreiben wollte.

3. Welche Fassung (Film, Erzählung, Adaption) deines Märchens, außer deiner eigenen, magst du am liebsten?

Ich liebe die Version der Brüder Grimm trotz oder gerade wegen seiner schrägen Charaktere. Ein König, der sich null für das Regieren seines Reichs interessiert und stattdessen die ganze Zeit auf der Gänseweide Detektiv spielt, und ein Prinz, der nicht mal merkt, dass er die falsche Braut hat? Damit eröffnen sich doch wunderbar viele gedankliche Möglichkeiten.

4. Ein Film-Mensch kommt auf dich zu und möchte dein Märchen umsetzen, wen siehst du in den Hauptrollen?

Emma Watson als Deidre, und was Murrough angeht – der „Pooljunge“ auf dem Cover entspricht ziemlich genau meiner Vorstellung von ihm.

Der Wind so frei

1. Welches Element deines Märchens war am Schwierigsten umzusetzen?

Die Gänse, aber wie schon beim ersten Band waren diese von Anfang an ein Teil meiner Planung. Irische Söldner trugen früher mal den Spitznamen „Wildgänse“, und als ich das gelesen habe, stand für mich sofort fest, wo meine Adaption spielen würde.

2. Was hat dich bei der Arbeit am Märchen am meisten zur Verzweiflung gebracht?

Nichts. Es gibt andere Projekte, an denen man als Autor wirklich zu kämpfen hat, aber dieses hat einfach Spaß gemacht.

3. Welche Fassung (Film, Erzählung, Adaption) deines Märchens, außer deiner eigenen, magst du am liebsten?

Die Version der Brüder Grimm. Allein schon wegen des genialen Windspruchs.

4. Ein Film-Mensch kommt auf dich zu und möchte dein Märchen umsetzen, wen siehst du in den Hauptrollen?

Sophie Turner als Aoife. Und für Kevin einen jüngeren Brian Austin Green.

Mehr zu Barbara gibt es hier:

Interview zu Ein Mantel so rot: Barbara Schinko

Homepage: Barbara Schinko Welten zwischen den Zeilen
Facebook: Barbara Schinko

Vielen Dank, Barbara!

Das Märchensommer Banner zeigt eine Scherenschnitt-Fee, die Glitzer auf den verschnörkelten Schriftzug "Märchensommer" über einem aufgeschlagenen Buch streut. Alles vor einer grünen Wiese neben einem Baum und Sonnenstrahlen im Hintergrund.

Anne/PoiSonPaiNter

On a Side Note #6: [Hier aussagekräftigen Titel einfügen]

Wie ihr schon am Titel erkennt, bin ich gerade super kreativ, was Titel angeht. Vermutlich ist mein Hirnschmalz dafür gerade für Überarbeitungen draufgegangen, immerhin habe ich den #Neubrandenwolf (nach nur fast zwei Jahren!) jetzt halbfertig! (Fehlen nur noch Testlesende, Sensitivity Reader, Lektorat, Korrektorat und natürlich die zweite Hälfte des Buches …) Trotzdem wollte ich euch ein paar Updates nicht vorenthalten, denn irgendwie passiert gerade mal wieder alles auf einmal.

Neue Veröffentlichung

Die Anthologie „Tiefen einer Götterseele“ ist erschienen! Im Januar hatte ich euch von meiner darin enthaltenen Geschichte „Eine neue Ära“ erzählt, die ihr nun im Print oder E-Book selbst lesen könnt.

Ich bin schon sehr gespannt wie und ob die Geschichte gefällt.

Ab 27.3. wird es auf Instagram auch eine Blogtour dazu geben, wenn ich die Links erwische teile ich sie mit euch auf Twitter – wenn ihr sie erwischt, dürft ihr sie mir auch gerne zukommen lassen, da ich ja selbst nicht auf der Plattform bin.

Events, Events, Events

Vergangenen Mittwoch habe ich an der 2. Kultur- und Kreativwerkstatt des Frauenbildungsnetzes Mecklenburg-Vorpommern teilgenommen. Es geht in den Veranstaltungen darum, gemeinsam „von der Zielgruppe für die Zielgruppe“ ein Konzept zu entwickeln wie Frauen in der MV-Kulturbranche gefördert werden können. Es begann mit einem Workshop zur Definierung der Stolpersteine und ging diesmal weiter indem wir in vier Gruppen zu zwei „Protagonistinnen“ Prototypen entwickelten. Das nächste Mal geht es um die Testung bzw. Auswertung der Tests mit eben jenen aufgearbeiteten Prototypen. Ob ich da wieder dabei sein werde/kann, weiß ich noch nicht. Es war auf alle Fälle eine interessante Erfahrung andere Kunstschaffende aus meiner Heimat kennenzulernen.

Letztes Wochenende war ich auf dem eduRPG Barcamp des Waldritter e.V. und habe mir verschiedene Sessions angehört. Vor allem zu Themen, die gesellschaftliche Strukturen, Geschichte und Charakterdesign verbanden. Ich konnte ein paar interessante Gedanken mitnehmen und war begeistert vom hohen Niveau in dem die Diskussionen geführt wurden. Aus einem Gedanken daraus, ist auch bereits ein potentieller Gastbeitrag für den Fairy Tale Summer entstanden.

Doch gehen wir von der Vergangenheit in die Zukunft.

Kommenden Samstag, dem 27.3. ab 17 Uhr werde ich beim #Bücherfrühling by 9Lesen nicht nur aus dem #CroMär lesen, sondern mit Nora Bendzko and Katrin Ils über Märchen, Märchenadaptionen und alles was damit einhergeht sprechen. Ich bin schon sehr gespannt darauf. Aus irgendeinem Grund behaupten ja alle, ich sei eine Märchen-Expertin. 😀
Das ganze wird auf dem 9Lesen Twitch-Kanal stattfinden.

Ebenfalls auf Twitch fand und findet das Alea Libris Verlag Schreibbattle statt bei dem ich Anfang des Monats tatsächlich Dennis Frey „besiegen“ konnte und am 17.4. gegen Sophie Grossalber antreten werden. Mal sehen was diesmal aus den vorgegebenen Bildern für eine Geschichte entsteht. Beim letzten Mal war es eine Variation von Hänsel & Gretel. Es ist auf alle Fälle schwierig das Korrigieren für die 15-minütigen Runden abzustellen und vor allem auch keine unzufrieden stellenden Sätze zu löschen. Ich habe irgendwann auch Groß- und Kleinschreibung ignoriert und bei Buchstabendrehern drauf geachtet, das zumindest die Buchstaben oder die Anzahl der Buchstaben des Wortes passten, wenn auch das Wort teils sehr seltsam aussah. Die Taktik hat zumindest funktioniert.

Wie ihr seht steht einiges an und ist passiert … es ist ein schönes Gefühl in dieser stillstehenden Zeit doch ein paar großartige Dinge erleben zu dürfen.

Passt auf euch auf

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Schreiberlinge im Interview: Fabienne Siegmund

Das Märchensommer Banner zeigt eine Scherenschnitt-Fee, die Glitzer auf den verschnörkelten Schriftzug "Märchensommer" über einem aufgeschlagenen Buch streut. Alles vor einer grünen Wiese neben einem Baum und Sonnenstrahlen im Hintergrund.

Schon sind wir auch beim letzten Interview in diesem Fairy Tale Summer angelangt.

Fabienne Siegmund

Ein paar Daten zu dir:

Fabienne Siegmund, geboren 1980, lebt in der Nähe von Köln. Ihre Liebe zum Märchen begleitet sie schon seit Kindertagen und so kam es beinahe wie von selbst, dass in den meisten ihrer Bücher und geschriebenen Welten immer wieder märchenhafte Elemente zu finden sind, wenn sie Märchen nicht gleich ein neues Kleid verpasst. So finden sich in den Büchern „Sommerkuss“ und „Winterträne“ Märchenfiguren im heutigen New York wieder und in „Das Nebelmädchen von Mirrors End“ muss eine junge Frau einen gefährlichen Weg auf sich nehmen, um einen Fluch zu brechen, der die ganze Welt zu verschlingen droht.

Vorneweg ein paar Fragen zu deinem Märchen:

1. Welches Element deiner Märchen war am Schwierigsten umzusetzen?

Puh, gar nicht so leicht zu beantworten. Die Elemente kommen meistens wie von selbst, aber sie schlüssig miteinander zu verbinden, ohne dabei zu sehr in Klischees abzudriften, empfinde ich immer als Herausforderung.

2. Was hat dich bei der Arbeit am Märchen am meisten zur Verzweiflung gebracht?

Bislang gab es da noch nichts, aber ich merke, dass die Planung meines nächsten Buches mich aufgrund einer Vielzahl von märchenhaften Prüfungen vermutlich dicht an den Rand der Verzweiflung bringen wird.

3. Welche Fassung (Film, Erzählung, Adaption) der Märchen, außer deiner eigenen, magst du am liebsten?

Da ich selbst selten direkte Märchenadaptionen nehme, sondern eher Elemente aus Märchen nutze, muss ich eine Kurzgeschichte zur Rate ziehen, die ich als Adaption der Schneekönigin für Christian Handels Anthologie „Durch Eiswüsten und Flammenmeere“ geschrieben habe. In der Anthologie ist noch eine andere Variante der Geschichte der Schneekönigin, geschrieben von Nora Bendzko, die ich wahnsinnig liebe. Und ansonsten ist und bleibt meine allerliebste Variante dieses Märchens „Frostfeuer“ von Kai Meyer.

Wenn ich die Werke anderer nennen sollte, was Märchenadaptionen im Allgemeinen angeht, wären es im Buch: Julia Adrian, „Winters zerbrechlicher Fluch“ und „Saint Falls“ (diverse Autoren), als Film wäre es „Auf immer und ewig“

4. Ein Film-Mensch kommt auf dich zu und möchte deine Märchen umsetzen. Wen siehst du in den Hauptrollen?

Hui. Kommt auf das Märchen an. In dem Buch, dass ich gerade geschrieben habe: Emma Watson und Dominic Sherwood, Cate Blanchett, Helena Bonham Carter und Zoe Krawitz

5. Was wünscht du dir für die Zukunft der Märchen?

Was meine eigenen Geschichten angeht, natürlich, dass sie gelesen werden – denn dafür sind Geschichten da. Geschichten erwachen zum Leben durch die Augen Lesender. Und ich hoffe, dass die Märchen nie in Vergessenheit geraten, da sie unendlich wichtig sind. Vielleicht sind meine Geschichten ein kleiner Weg dorthin – zurück zu den Märchen. Denn die Welt braucht Märchen.

Schauen wir uns deine Märchenleidenschaft mal etwas genauer an…

6. Was ist deine schönste Erinnerung, wenn es um Märchen geht?

Meine Großeltern haben mir immer Märchen vorgelesen, als ich klein war. Ich sehe die Ausgabe der Grimms Märchen immer noch vor mir.

7. Was magst du lieber? Happy End oder Bad End?

Ich mag beides, es kommt immer darauf an, wie es zur Geschichte passt. Ein erzwungenes Happy End finde ich schrecklich.

8. Was stört/begeistert dich bei Märchen am meisten?

Dass es oft Klugheit, Güte und Freundlichkeit sind, die ans Ziel bringen. Was mich stört – vielleicht, dass die Bösewichte nur selten beleuchtet werden. Sie sind einfach böse. Aber zum Glück gibt es ja Adaptionen.

9. Was ist für dich typisch an einem Märchen?

Die Elemente. Magische Gegenstände. Sprechende Tiere. Prüfungen. Die Magie der Zahlen 3, 7, etc. – halt die ganz klassischen Sachen =)

Zum Schluss noch ein paar märchenhafte Fragen:

10. Du triffst auf ein sprechendes Tier, das dir weismachen will, dass es ein verzauberter Mensch ist. Was würdest du tun?

Mir erst seine Geschichte anhören. Und ihm dann vermutlich helfen, den Fluch zu brechen. (Es sei denn, ich komme zur Ansicht, dass dieser Mensch als Tier vielleicht besser dran ist. Weniger Schaden anrichten kann.)

11. Eine gute Fee will dir drei Wünsche erfüllen, was würdest du dir wünschen?

Weniger Ellbogengesellschaft. Gesundheit für meine Lieben und mich. Ein dritter Wunsch fällt mir gerade gar nicht ein.

12. Welchen Märchenweg würdest du wählen um jemanden aus dem Weg zu räumen?

Vielleicht würde ich diesen jemand in ein Tier verwandeln. Aber ich bin nicht sicher, ob ich dazu neige, jemandem aus dem Weg zu räumen.

13. Bonusfrage: Mit welcher Märchenfigur würdest du gerne tauschen?

Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Bei allen, die mir in den Sinn kommen, fallen mir sofort all die Dinge ein, die ich nicht erleben wollen würde …

Mehr zu Mika gibt es hier:

Facebook: Fabienne Siegmund
Instagram: @fabienne.s_autorin

Vielen Dank, Fabienne!

Anne/PoiSonPaiNter