Türchen #21

Ein weiter Blick auf

Der Wunsch der Königin

führt uns zu einer kleinen, aber doch bedeutungsschweren Unterhaltung zwischen der Heilerin Mara und der Bediensteten Lihsa.

Der achtzehnte Schnipsel:

„Kannst du mir den Trank geben, den Emry immer für uns braut, wenn wir…“, bat sie zögerlich und doch hörte Mara Bestimmtheit heraus. Sie holte den Behälter aus einem Schrank und stellte ihn auf einen der Behandlungstische. Lihsa öffnete ihn sogleich und schüttete den Inhalt in einen Becher, den sie mitgebracht hatte.
„Halt, das ist viel zu viel!“ Mara griff nach dem Behälter und zwang Lihsa dazu aufzuhören. „Was ist geschehen?“, fragte sie vorsichtig, schlimmes ahnend.
Lihsa schüttelte nur den Kopf und presste die Lippen aufeinander; ihre Hand umklammerte noch immer den Behälter. „Hat es Nebenwirkungen, wenn ich zu viel nehme?“, fragte sie stattdessen.
„Du wirst dich schlecht fühlen und vielleicht sogar Schmerzen haben oder Durchfall bekommen“, erklärte Mara und löste vorsichtig Lihsas Hand. Diese ließ es geschehen und setzte sich langsam auf die danebenstehende Liege. Mara nutzte die Gelegenheit und schüttete einen Teil der Kräutermischung zurück in den Behälter. Anschließend brachte sie ihn wieder weg und setzte Wasser auf.
„Willst du darüber reden?“, versuchte Mara es erneut nachdem sie den Trank aufgebrüht hatte, aber Lihsa schüttelte nur den Kopf und nahm den heißen Becher entgegen.
Mara setzte sich zu ihr und legte einen Arm um ihre Schulter, um sie wenigstens ein bisschen zu trösten. Sie konnte sich vorstellen was passiert war. Seit Emry sie erneut abgewiesen hatte, hatte sie gelegentlich versucht in den Armen einer der Krieger oder Dienstboten Trost zu finden. Und einer von ihnen hatte sie nun verletzt.

Hinter den Kulissen

Es gibt zwei Dinge, die hier interessant sind: Der Trank und öhm Emry.
Den Trank habe ich als alternatives Verhütungsmittel eingeführt, da es solche tatsächlich früher mal gegeben hat, bevor die Pille, etc. erfunden wurden.

Und Emry … nun ja … er lenkt sich gerne ab … nennen wir es mal so … ?

Anne

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