Tag Archives: schreiben

#CroMär: Kapitel 3

Letzte Woche wurde Regina ein etwas fragwürdiges Obst angedreht, was sie damit macht und wies es weiter mit dem dritten Kapitel des #CroMär, des Crossover Märchens, könnt ihr heute lesen.

Kapitel 3 – Forsthilfe

Es war wirklich nicht fair von ihrer Tante, ausgerechnet Wolf ins Spiel zu bringen. Todesmutig hatte sie ihm ihre Gefühle gestanden und er hatte sie einfach nur ausgelacht. Nur Freunde seien sie. Nach dem er den Talentwettbewerb gewonnen hatte, nicht mal mehr das. Weil er keine Zeit mehr hatte. Sie hätte ihm die Augen auskratzen sollen. Stattdessen hat sie sich zurückgezogen und einfach nicht aufhören können, an ihn zu denken. Wenn er sich genug in der Welt ausgetobt hatte, vielleicht, das hoffte sie ganz insgeheim, vielleicht würde er zu ihr zurückkommen. Niemand vergaß seine Sandkastenliebe. Oder? Bestimmt nicht! Schmachtend starrte sie auf den Apfel. Sieben Kilo. In einer Woche. Er war wirklich wunderbar rot. Aber bildetet sie sich das ein oder roch er nach Marzipan? Wie eklig war das denn? Urplötzlich fielen ihr die Mädchen ein, mit denen Wolf in der Zeitung abgebildet war. Im hohen Bogen schleuderte sie den Apfel zwischen die Bäume, lobte sich ihre Pfunde und schob das Rad weiter.
Nach ein paar Metern sah sie ihn noch einmal im Moos liegen. Er war in der Nähe einer Ameisenstraße gelandet, doch die emsigen Arbeiter stürzten sich nicht auf ihn, sondern machten einen großen Bogen darum. Regina warf einen Blick über die Schulter, ob der pinke Neonblitz noch irgendwo zu sehen war – Tante Susi war verschwunden –, und kickte den Apfel tiefer ins Unterholz. Sie konnten sie mal, alle Wölfe und Hungerhaken dieser Welt. Sie blieb bei richtigen Äpfeln, echtem Marzipan und kaschierenden Kapuzenpullovern.
Der Wald wurde dichter. Schon oft hatte sie es verflucht, dass man die letzte Strecke nur schieben konnte, wenn man nicht von der anderen Seite kommen und die Straße nehmen wollte. Und das wollte sie definitiv nicht, auch wenn es hier manchmal unheimlich war. Kurz überlegte sie, ihr Rad an einen Baum zu ketten, um ohne besser vorwärts zu kommen, da entdeckte sie zwischen den Stämmen eine Gestalt auf sich zu kommen. Nicht schon wieder jemand, oder? War denn die ganze Stadt heute im Wald unterwegs? Das mit dem Anketten erübrigte sich. Schnell wegkommen war jetzt gefragt, aber die Gestalt bemerkte wohl ihren Plan und beschleunigte den Schritt.
„Hey, Regina, warte mal!“
Wie vom Donner gerührt blieb sie stehen. Unter tausend Stimmen hätte sie diese eine wiedererkannt. Hastig drehte sie sich um und nahm nun tatsächlich den Kopfhörer aus dem Ohr.
„Mensch, gut, dass ich dich gefunden habe!“ Er lächelte. Das gleiche zauberhafte, pulsbeschleunigende Lächeln wie damals, als er noch auf dem Schulhof die Pausen mit ihr verbracht hatte.
„Wolf? Bist du das?“
Er grinste. „Und ob. Ich musste ganz schön suchen, um dich zu finden.“
„Aber … aber … woher?“ Ihr blieb der Mund offen stehen. Er stand wirklich vor ihr. Hier. Mitten im Wald.
„Deine Mutter. Sie hat mir gesagt, dass du zu deiner Oma unterwegs bist. Da bin ich hinterher.“
„Du warst bei mir zuhause?“
„Gott, nein, wie kommst du darauf? Ich habe angerufen.“
Der Mund klappte wieder zu. „Ach so.“ Angerufen? „Aber wieso?“
„Hör zu! Ich brauche dich.“
„Mich?“
„Genau dich.“
„Wozu?“
„Nächsten Samstag ist der Wunderjunggesellenball. Na ja, wir bringen alle unsere erste Liebe mit. Und meine warst ja nun mal du.“
„Ich? Und was ist mit Lisa? Leonie? Sabrina? Elke? Martina? Und die hundert anderen, die mir nicht mehr einfallen?“
Er hob beschwichtigend die Hände. „Schon gut, schon gut. Es hat ein paar gegeben. Aber nur eine war die Erste. Und das bist du. Wie sollte ich meine Sandkastenliebe vergessen?“
Sie schluckte. „Im Ernst?“
„Würdest du mich begleiten?“
„Wunderjunggesellenball?“
„So heißt er nun mal.“
„Ich habe Samstag schon was vor.“
„Kannst du das nicht verschieben? Um der alten Zeiten willen?“
„Du solltest lieber eine von deinen Magermodels fragen.“ Sie wünschte sich, dass ihr Herz nicht wie verrückt pochen würde. Er sah noch tausend mal besser aus, als auf den vielen Fotos, die sie von ihm gesammelt hatte. Und war er wirklich durch den ganzen Wald gehetzt, um sie zu finden?
„Hab ich d… hab doch nur eine Sandkastenliebe.“
Ihr Blick schweifte langsam zwischen den Baumstämmen hin und her, als suchte sie dort nach dem Haken. Das war doch alles ein Traum, oder?
„Komm schon, sag ja!“ Da war es wieder, dieses Lächeln.
„Ich … ich kann nicht tanzen. Und ich habe kein Kleid.“
„Das mit dem Tanzen kriegen wir schon hin. Und für ein Kleid habe ich natürlich gesorgt.“ Er griff in seine Hosentasche und zog ein Bild heraus. „Wie wäre es mit dem hier?“ Ein Traum aus dunkelblauer Seide, schwingendem Rock und Swarovskisteinen besetztem Dekolleté zeigte sich darauf.
„Das … das … ich … da passe ich niemals rein.“ Es war abscheulich diese Worte sagen zu müssen. Feurige Röte zog sich über ihre Wangen. War ja klar, dass das alles nur ein Witz war. Er wollte sie demütigen, auf übelste Weise. Und sie wäre beinahe darauf reingefallen. Mit zittrigen Händen zog sie sich die Kapuze über und wandte sich ab.
Wolf legte ihr die Hand auf die Schulter. „Hey, warte. Das ist kein Witz. Geh mit mir zum Wunderjunggesellenball. Das Kleid ist wirklich für dich. Irgendwie wirst du da schon reinpassen. Natürlich nur, wenn du willst. Aber wie es aussieht, hast du wohl keine Lust.“
Doch. Hatte sie.
„Na, dann …“ Jetzt war er es, der sich abwandte.
Blitzartig fiel ihr Tante Susis Apfel ein. „Äh, doch. Warte! Ich habe Lust.“
„Du kommst mit?“ Seine Augen blitzen auf. So wie früher.
„Ja. Das mit dem Kleid bekomme ich hin. Wann treffen wir uns?“
Ein breites Grinsen überzog sein Gesicht. „Ich hole dich ab. Samstag um sechs.“
„In einer Woche?“
„In einer Woche, Baby.“
„Okay. Abgemacht.“
„Das Kleid lasse ich dir vorbeibringen.“
„Gut.“
„Dann bis Samstag in einer Woche.“
„Bis Samstag.“
Seine athletische Gestalt verschwand zwischen den Bäumen. Sie starrte ihm hinterher, als wäre er ein Geist. Ein wunderschöner Geist, ein Traum von einem Mann. Sie musste jetzt nur noch dafür sorgen, dass dieser Traum nicht ungeträumt blieb – und diesen verdammten Apfel wiederfinden, damit sie pünktlich zum Fest eher für das Kleid passende Figur hatte. Denn Tante Susi um einen weiteren Apfel zu bitten – eher würde sie sich von einer Klippe stürzen, als sich das dumme Grinsen ihrer Tante anzutun.
Das Fahrrad wurde jetzt doch an den Baum gekettet, samt Korb, denn beim Suchen brauchte sie die Hände frei. Aber wo zum Teufel hatte sie den Apfel hingetreten? Wo hatte sie ihre Tante getroffen. Wo war die Ameisenstraße? Gab es denn in diesem Wald nichts als Bäume, Bäume, Bäume?
Innerlich verfluchte sie ihre nerdige Angewohnheit, niemals ganz genau den gleichen Weg zu nehmen. Trotzdem musste sie es versuchen. In Gedanken tanzte sie schon einen Walzer mit Wolf, schwebte in seinen Armen, spürte seine Hand auf der Hüfte, roch seinen Atem. Sie. Brauchte. Diesen. Apfel.
Die Äste knackten unter ihren Schritten, Brombeerdornen verfingen sich in ihrem Hosenbein, mit einem Ruck befreite sie sich, stürzte vornüber und landete im Moos.
Verdammt.
„Kann ich Ihnen helfen, junge Frau?“
Verwirrt fuhr sie herum, nur, um festzustellen, dass sie dank ihres Körpergewichts gar nicht so einfach herumfahren konnte. Also drehte sie sich um.
Vor ihr stand ein kleiner, untersetzter Herr mit Rauschebart und Rotzbremse. An den äußersten Haaren über der Oberlippe klebten noch gelbe Reste der letzten Mahlzeit. Eine Forstuniform umspannte seine Wampe, der Hut hing halb über seinem Ohr. Er reichte Regina eine Hand und half ihr wieder auf die Beine.
„Kann ich Ihnen helfen?“, wiederholte er seine Frage, nachdem sie ihre Hosenbeine sortiert hatte.
„Ich such einen Apfel.“
„Einen Apfel?“
„Einen roten.“
„Einen roten Apfel?“
„Ja.“ Sein übler Atem ließ sie einen Schritt zurückweichen. „Einen roten Apfel. Er war ein Geschenk von meiner Tante. Ich brauche ihn dringend. Man könnte sagen, mein Leben hängt davon ab. Oder mein Glück. Meine Liebe. Einfach alles.“
„Wo haben sie ihn verloren?“
„Zwischen den Bäumen bei der Ameisenstraße.“
„Aha. Welcher Baum genau?“ Während er sprach, wippte sein Schnäuzer auf und ab, ein Teilchen des gelben Speiserestes löste sich, fiel herab und blieb im Rauschebart kleben.
„Das weiß ich doch nicht mehr.“
„Hmm. Schwierig, schwierig. Wenn sie keine genauere Beschreibung haben …“
„Nein.“
„Ich könnte Ihnen natürlich auch anders helfen.“
„Und wie?“ Sie tat einen Schritt auf ihn zu, bereute es augenblicklich, aber traute sich nicht, wieder zurückzutreten.
„Ich kann Ihnen den Apfel beschaffen.“
„Wirklich?“ Das Kleid blitzte vor ihrem inneren Auge auf. Sie tanzte mit Wolf in einem wunderschönen Kartenhaus.
„Sicher.“
„Ja dann.“
„Es hätte natürlich einen Preis.“
Das Kartenhaus stürzte zusammen. „Wie teuer wird es denn?“
Der Förster lachte hämisch. „Nicht teuer, eine winzige Kleinigkeit.“
„Und was?“
„Sollten sie ihren Liebsten auf dem Fest erobern …“
Woher wusste er denn jetzt von Wolf und dem Ball? „Ja?“
„… gehört der erste Kuss mir.“
„Was?“
„Also? Was ist?“
„Sie wollen einen Kuss?“ Sie presste die Lippen aufeinander.
„Den ersten Kuss. Nur, wenn Sie ihren Liebsten gewinnen. Sonst natürlich nicht.“
„Aber?“
„Das ist doch wohl nicht zuviel verlangt, wenn man bedenkt, was Sie bekommen.“
„Nein. Natürlich.“
„Und? Wollen Sie ihren Apfel zurück?“
Was sollte geschehen? Sollte sie wirklich Wolfs Herz erobern, dann würde ihr liebster doch verhindern, dass dieser sabbernde Bartträger sie küsste, oder nicht? Eigentlich war es ein völlig gefahrloser Deal. „Ja. Bitte helfen Sie mir.“
„Und ich bekomme den ersten Kuss?“
„Ja.“
„Abgemacht?“
„Abgemacht.“
Mit einem Freierlächeln schnippte er mit den Fingern. Ein winziger Blitz fuhr aus den Fingerspitzen. Dann steckte er seine Hand in die Uniformtasche und zog … den Apfel heraus. „Bitte sehr.“
„Aber.“ Ihr blieb nun schon zum zweiten Mal an diesem Tag der Mund offen stehen. „Woher?“ Es war tatsächlich Tante Susis Apfel, samt Marzipangeruch.
„Wir sehen uns. Danken Sie mir später.“
Ehe sie sich versah, stand sie wieder alleine im Wald.

Weiter geht’s: Kapitel 4

Hinter den Kulissen

Heute war Paula Roose dran, an deren Kapitel wir etwas rumdoktern mussten, da sich Regina in der ersten Fassung doch etwas zu sehr „geistig umnachtet“ anfühlte, als sie viel zu schnell auf Wolf eingegangen ist.
Ursprünglich war der Förster auch ein Polizist, aber so tief im Wald, war das dann doch etwas unpassend.
Von Paula könnt ihr übrigens im Verlauf des Märchensommers ihr Buch „Drachenschuld“ als Rundenpreis der dritten Märchenrallye Runde und als zwei der kleinen Hauptpreise des Sommers gewinnen.
Anne/PoiSonPaiNter

#CroMär: Kapitel 2

Nachdem wir letzte Woche mit Regina in den Wald gegangen sind, geht es heute weiter mit dem zweiten Kapitel des #CroMär, des Crossover Märchens.

Kapitel 2 – Apfelprobleme

Sie radelte über den leicht holperigen Weg, immer tiefer in den Wald hinein. Es roch nach feuchter Erde und Moos. Das Sonnenlicht, gefiltert durch das dichte Blätterdach über ihr, tauchte alles in einen leichten hellgrünen Schimmer. Es war beinahe, als würde man unter Wasser fahren. Cool, dachte Regina. Aber am coolsten: keine Leute hier. Es gab sowieso überall viel zu viele Leute. Krabbelten durcheinander, schubsten, drängten, nervten. Regina war nicht besonders gesellig. Zu viele Menschen auf einmal machten ihr Kopfschmerzen.
„Regina? Juhu, Reginaaaaa!“
Da hatte sie sich wohl zu früh gefreut. Regina legte eine Vollbremsung hin. Sie konnte gar nicht anders. Denn da, genau vor ihr, war eine kleine, schlanke Frau in einem grellen, pinkfarbenen Jogging-Outfit aufgetaucht: Tante Susi. Ganz plötzlich, als hätte der Wald sie ausgespuckt. Regina konnte es dem Wald nicht verdenken. Sie würde auch spucken, wenn ihr diese botoxlippige Barbie im Magen liegen würde.
„Regina, Schätzchen, du machst auch Sport? Das ist eine hervorragende Idee. Wir können ja mal zusammen joggen.“
Susi warf gekonnt die blonden Locken zurück (Hildes Haarsalon: färben, föhnen, neuester Klatsch und Tratsch zusammen 300.- Euro mindestens) und musterte vielsagend Reginas kaum vorhandene Taille. Na wunderbar. Das hatte gerade noch gefehlt.
„Ich muß zu Oma. Notfall.“
„Und Proviant hast du dir auch mitgenommen, wie ich sehe?“
Die gekonnt gezupften Augenbrauen hoben sich. Susi hatte den Picknickkorb erspäht.
„Ist für Oma“, stellte Regina klar.
„Ah ja.“
Süffisanter Tonfall. Susi, rank und schlank, ihrem großen Vorbild Heidi Klum unermüdlich nacheifernd, war eine der Schlimmsten, die Regina ständig wegen ihres Gewichtes nervten. Wunderdiäten, Wunderpillen und am besten den Magen per Operation kleiner schnippeln. Susi schreckte vor nichts zurück. Hauptsache, Size Zero. Regina würde gerne ein paar Pfunde verlieren. Aber sie hatte nicht die geringste Lust, eine Nullnummer zu werden.
„Ich muss weiter.“
„Natürlich, Schätzchen, ich will dich ja auch gar nicht aufhalten. Aber ich hab da was, das wollte ich dir unbedingt zeigen.“
Susi nahm ihren kleinen stylischen Rucksack vom Rücken, öffnete ihn und holte … einen Apfel heraus.
„Hier, für dich.“
„Ne, danke. Hab keinen Hunger.“
Susi lächelte fein. „Du glaubst bestimmt, das ist nur ein ganz gewöhnlicher, wenn auch sehr rotbackiger, süß-saftiger Apfel?“
Regina zuckte mit den Schultern. Sie hatte nichts gegen Äpfel. Nur was gegen eine Apfeldiät.
„Aber das ist kein gewöhnlicher Apfel. Das ist eine neue Züchtung, mit Ballaststoffen. Du isst drei Stück am Tag, morgens, mittags, abends. Sie schmecken köstlich, versorgen dich mit allen nötigen Nährstoffen, vertreiben dein Hungergefühl und du wirst sehen, deine überflüssigen Kilos verschwinden wie durch Zauberhand. Eigentlich reicht schon einer, und du wirst keinen Hunger mehr haben.“
Eine neue Züchtung? Regina wollte gar nicht wissen, was da an Chemie und Gentechnik so alles drinsteckte. Aber das war Susi natürlich völlig egal. Sie arbeitete als Chemikerin für einen großen Kosmetikkonzern, der seine Cremes an wehrlosen Tieren ausprobierte und seine Abwässer so gut wie ungefiltert in den Fluss nebenan leitete.
„Ich bin doch keines von deinen Versuchskaninchen!“
„Völlig ungefährlich. Mein halbes Labor hat die schon probiert“, versicherte Susi.
„Danke, nein.“
„Schätzchen, du kannst bis zu sieben Kilo abnehmen in nur einer Woche. Denk doch mal an Wolf.“
Das war nicht fair. Woher wusste Susi von Reginas Schwäche für ihn? Wolf, der berühmteste, berüchtigtste Sohn der Stadt. Gewinner eines landesweiten Talentwettbewerbes, steile Karriere als Rockmusiker: Wolf & The Hounds of Hell würden in einer Woche in der Stadt gastieren. Wolf, ihr alter Sandkastenfreund, Nachbar, erste große Liebe und erste große Enttäuschung. Wolf, der nur interessiert war an den heißen Mädchen, denen, die sexy waren und selbstbewusst. Und trotzdem hatte Regina seine Karriere mitverfolgt, hatte Zeitungsartikel ausgeschnitten und sich natürlich alle seine Platten gekauft.
„Ich habe übrigens gehört, dass er schon hier in der Gegend sein soll“, flötete Susi. „Seine Mutter besuchen.“
„Ist mir egal“, behauptete Regina.
Aber ihr Herz machte einen verräterischen kleinen Hüpfer. Regina dachte an das Konzertticket, dass sie sich online bestellt hatte. Sie starrte den Apfel an. Sieben Kilo in einer Woche? Wer‘s glaubt … Und selbst wenn. Wolf würde sich wahrscheinlich gar nicht mehr an sie erinnern.
„Ich will nur dein Bestes“, sagte Susi mit süßem Lächeln und legte den rotbackigen Apfel in den Picknickkorb. „Denk in Ruhe darüber nach. Aber nicht zu lange.“
Regina sah ihr nach, wie sie leichtfüßig davonjoggte. Der Apfel glänzte einladend. Regina erinnerte sich an Wolfs Lächeln. Seine strahlend weißen Zähne, seine grünen Augen. Die langen dunklen Haare, die breiten Schultern.
Regina griff nach dem Apfel.

Weiter geht’s: Kapitel 3

Hinter den Kulissen

Der heutige Beitrag stammt von Carola Wolff, die nicht nur ihren Namensvettern eingeführt hat, sondern bei deren Nachnamen ich grundsätzlich die Anzahl der Ls und Fs vertausche …

Im Verlauf des Märchensommers kannst du übrigens ihr Buch „Der Fluch des Erlkönigs“ als Gesamtpreis der vier Märchenrallye Runden und als einen der Hauptpreise des Sommers gewinnen.

Anne/PoiSonPaiNter

#CroMär: Kapitel 1

Wie letzte Woche bereits angekündigt wird es die nächsten Wochen an dieser Stelle immer ein Kapitel des #CroMär, des Crossover Märchens geben.

Viel Spaß mit:

Kapitel 1 – Die Frau mit dem roten Hoodie

“Bin wieder da!” Reginas Stimme hallte durch das alte Haus ihrer Eltern als sie die Tür hinter sich schloss. Das laute Surren der Nähmaschine verriet ihr, dass ihre Mutter zu Hause war. In aller Ruhe hing sie ihre Jacke an die Garderobe, stellte die Schuhe ins Regal und schlurfte in ihren Hausschuhen ins Arbeitszimmer. Für einen Moment blieb sie in der Tür stehen und beobachtete wie ihre Mutter mit konzentriertem Blick den Stoff durch die Maschine schob. Immer wieder hatte Regina es selbst versucht, aber sie hatte was diese Art von handwerklicher Arbeit anging einfach zwei linke Hände. Dafür verstand sie andere Dinge besser, die für ihre Mutter Böhmische Dörfer waren.

“Ah”, entfuhr es ihrer Mutter, als sie von der Arbeit aufblickte und sie bemerkte. “Musst du dich immer so anschleichen?” Es sollte ein Vorwurf sein, doch das leichte Lächeln und die übertriebene Geste mit der sie ihre Hand aufs Herz legte, sagten Regina, dass ihre Mutter sie nur neckte. Das Spiel konnten zwei spielen.
“Soll ich wieder den Schellenring tragen?”, schlug sie breit grinsend vor und erinnerte sich daran, wie genervt ihre Mutter gewesen war, als sie diesen von einem Mittelaltermarkt mitgebracht hatte und damit durchs Haus spaziert war.
“Untersteh dich!”, widersprach ihre Mutter und kam zu ihr, um sie zu begrüßen. “Hast du schon wieder das alte Ding zur Arbeit angehabt?”, kommentierte sie, als sie sich aus der Umarmung gelöst hatten und zupfte an Reginas Hoodie.
“Mamaaa, wie oft noch? Es interessiert keinen auf Arbeit und das ist nun mal mein Lieblingspulli!” Regina verdrehte die Augen und machte sich auf in ihr Zimmer.
“Ja, aber so wirst du es doch nie zu etwas in der Firma bringen!”, erinnerte sie ihre Mutter zum tausendsten Mal.
“Wer sagt denn, dass ich das wi-hill?”, erwiderte sie nur mit einem Singsang und verschwand die Treppe hoch.
Immer wieder führte sie diese Unterhaltung mit ihren Eltern, dabei war die Anstellung in der Software-Klitsche nur ein Nebenjob, um ihr Studium zu finanzieren. In der Abteilung, in der sie angestellt war, kümmerte sich nun wirklich keiner darum, was man trug. Einer ihrer Kollegen trug fast täglich dasselbe, ein anderer lief nur mit Nerd-T-Shirts rum und sie, sie trug halt oft ihren alten, roten Kapuzenpullover, der ihr bei vielen Leuten auf Arbeit und in ihrem Freundeskreis Spitznamen wie “Red” oder manchmal auch “Rotkäppchen” eingebracht hatte. Klar, er war schon etwas ausgefranst an den Ärmeln, die Farbe war nicht mehr ganz so knallig, wie zu Anfang, aber sie mochte ihn. Sie mochte das Gefühl, dass er ihr gab, wenn sie ihn trug. Mit ihrem roten Pulli konnte sie alles schaffen. Das er außerdem dafür sorgte, dass man ihre Fettpölsterchen nicht gleich zu Gesicht bekam war nur ein kleiner Zusatzbonus.

“Regina!”, rief ihre Mutter aus der Küche.
“Komme!”, erwiderte sie knapp und eilte hinab.
Auf dem Küchentisch stand ein Korb in den ihre Mutter gerade kleine Plasteschüsseln packte, die sich daneben stapelten.
“Kannst du bitte zu Oma fahren, ich muss das Kleid noch fertig machen und schaffe es heute nicht”, bat ihre Mutter und sah von ihrer Arbeit auf.
“Findet sie wieder die Steckdose nicht?”, scherzte Regina und verschränkte die Arme. In den meisten Fällen, in denen ihre Mutter darauf bestand, dass sie zu ihrer Großmutter fuhr, hatte die alte Dame etwas an ihrem Computer kaputt gemacht, dass Regina wieder reparieren sollte. Eine der unpraktischen Nebenerscheinungen die Informatikerin im Haushalt zu sein: Jeder glaubte, man wusste alles über Computer. Was in den meisten Fällen allerdings nicht stimmte, aber das brauchte Regina nicht versuchen ihrer Familie zu erklären, da stieß sie nur auf taube Ohren.
“Sei nicht albern. Ihr geht’s nicht so gut und ich habe ihr eine Suppe gekocht. Außerdem hab ich noch ein paar Reste vom Abendessen von gestern und vom Kuchen eingepackt und noch ein paar andere Lebensmittel, weil sie die nicht mehr im Haus hat und in ihrem Zustand nicht einkaufen gehen will”, erklärte Reginas Mutter ohne Umschweife.
“Enkeltochter-Lieferservice, verstehe.” Regina seufzte. Sie war gerade erst angekommen und musste schon wieder los. Normalerweise würde sie sich beschweren, aber sie mochte ihre Oma und ihre Mutter klang besorgt.
“Außerdem tut dir ein bisschen Bewegung mit dem Fahrrad ganz gut”, stichelte ihre Mutter, die deutlich näher am Normalgewicht war als sie.
“Is ja nicht so, dass ich zur Arbeit rolle …”, brummte Regina und ging sich die Schuhe anziehen.

Als alles eingepackt war, schnallte sie es auf den Gepäckträger ihres Fahrrads.
“Fahr vorsichtig und grüß schön”, gab ihre Mutter ihr zusammen mit einem Kuss auf den Weg.
“Natürlich, Mama …”, kommentierte Regina nur genervt und stieg aufs Rad.
Der Weg zu ihrer Oma führte durch ein altes Waldstück, das ihr Dorf vom Nachbardorf trennte. Eigentlich hatte Regina schon seit Jahren erwartet, dass entweder sie dichter zu Oma oder Oma zu ihnen ziehen würde, da die alte Dame zwar noch sehr rüstig, aber auch nicht mehr die Jüngste war, doch bisher wollte sich keine der beiden Parteien bewegen. Warum auch? Der Weg zueinander konnte in einer Stunde mit dem Rad, in einer halben mit dem Auto zurückgelegt werden und alle waren mit ihrem Wohnort mehr als zufrieden. Nur Regina würde sich nach ihrem Studium entscheiden müssen, ob sie weiter Zuhause wohnen blieb oder sich etwas eigenes suchte, aber darüber wollte sie sich jetzt keine Gedanken machen.

Etwas außer Sichtweite des Hause stieg sie noch einmal vom Fahrrad ab und schaltete eines ihrer Handyspiele an. Wenn sie sich schon bewegte, konnte das Spiel ruhig laufen und ihre Schritte mitzählen, damit die kleinen Monster aus ihrem Ei schlüpfen konnten. Ein albernes Spiel, aber ein netter Zeitvertreib, außerdem waren im Wald auch immer wieder ein paar interessante Monster, die in der Stadt nicht so oft auftauchten. Das Handy sicher in ihrer Tasche deponiert, den Kopfhörer in einem Ohr, um den Ton zu hören, wenn ein neues Monster erschien, machte sie sich auf den Weg.

Weiter geht’s: Kapitel 2

Hinter den Kulissen

Dieses Kapitel stammt aus meiner Feder und wie schon in der Ankündigung erwähnt, ist Regina anhand der Vorgaben einer Twitterumfrage entstanden – und im Prinzip ich in jünger mit ein paar Ausnahmen …
Nur um das Klarzustellen: Ich habe nur Pullis in den Farben schwarz, grau und dunkelblau. Die einzigen roten Sachen, die ich besitze sind ne Gewandungsbluse, ein Spider-Man und ein Deadpool T-Shirt.
Wenn gewünscht kann ich Beweisfotos liefern 😀
Wollte ich nur erwähnt haben …

Anne/PoiSonPaiNter

#CroMär

Als Vorbereitung auf den Märchensommer möchte ich euch heute vorstellen, was sich hinter dem Hashtag #CroMär verbirgt, das ich ja schon ein paar Mal auf Twitter verwendet habe.

Eine Idee entsteht

Kurz nachdem ich ein paar Leute zusammen hatte, die mit mir gemeinsam für den Märchensommer gehirnstürmten, kam relativ schnell die Frage auf, ob man sich denn auch mit Märchen-Kurzgeschichten beteiligen kann. Eine wunderbare Idee an sich, entwickelte sich diese jedoch noch ein Stück weiter als die (Spinn-?)Rädchen sich zu drehen begannen und schwups hieß es:

Wir schreiben gemeinsam ein #CroMär, ein Crossover Märchen!

Als ich klein war, mochte ich es schon immer mit meinem Vater zusammen die obskursten Geschichten zu erfinden. Da stürmte dann auch mal Bugs Bunny eine Burg, um irgendwen zu retten und genau dieses Gefühl wollte ich in die Geschichte einbringen. Es sollte passen, aber doch anders sein, als man es für gewöhnlich kennt.
Schnell fanden sich dann auch ein paar interessierte Mit-Autorinnen nachdem ich meine Idee kurz umrissen hatte.
Lustigerweise habe ich dann auch genau mein Beispiel ausführlicher geschrieben.

Wer sich erinnert, vor einer Weile habe ich auf Twitter mir einen Charakter erstellen lassen, eben dieser Charakter – der mir selbst SEHR ähnlich ist – ist die Hauptfigur im Crossover Märchen geworden – und ihr seid schuld. 😀

Aber bevor ich euch von ihr erzähle mal noch ein kleiner Überblick zu meinen

Mitstreiterinnen

Eine der ersten war Sarah Wagner, die schon einen Beitrag zu meiner Nerdwoche: Superheldinnen beigesteuert hatte, von ihr stammte auch die ursprüngliche Frage nach Kurzgeschichten.
Sie wurde 1990 in Sachsen geboren. Angezogen vom Reich der Fantasie, begann sie schon früh, Geschichten zu schreiben. Nach der Schule studierte sie vier Jahre Theologie und schrieb im Bereich Philosophie ihre Abschlussarbeit.

Ihre ersten Kurzgeschichten wurden in Anthologien veröffentlicht. 2015 gewann sie den Nachwuchspreis der Berner Bücherwochen. Ihr Debütroman „Xanna: Magische Lieder“ wurde für sie zu mehr als nur dem Schreiben einer Geschichte. Sie entdeckte dabei eine ganz eigene, faszinierende Welt, in der sie auch zukünftig noch viel entdecken möchte.

Facebook: Sarah Wagner

Die nächste war dann Anne Danck, die letztes Jahr noch auf der Teilnehmer-Seite stand und einen meiner Hauptpreise mühelos absahnte und auch beim letzten Adventskalender eine große Hilfe war.

Sie hat Biologie studiert, um die Fabelwesen der realen Welt kennenzulernen, und arbeitet jetzt daran, sie weiterzuerforschen. War schon immer von Geschichten und allen voran Märchen fasziniert. Spinnt mit Vorliebe fantastische Kurzgeschichten, verweigerte sich jedoch nicht, als eine von ihnen besondere Blüten trieb und zum Romanmanuskript wurde.

Facebook: Anne Danck

Ebenfalls beim Adventskalender dabei gewesen ist Paula Roose, die nun wieder mit von der Partie war.

Neben dem Schreiben phantastischer Geschichten über Drachen, haben es Paula auch Adventskalender angetan. Ursprünglich aus der Idee geschlüpft, das sie Leseadventskalender auch für Erwachsene haben wollte, kann sie nun schon mehrere ihr eigen Zählen. Außerdehm schreibt sie in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk „Leichte Sprache“ Geschichten für Menschen mit Lernschwierigkeiten.

Homepage: Paula Roose

Gänzlich neu hinzugekommen ist Carola Wolff, die sich prompt anbot auch mehrere Kapitel zu übernehmen, was ich sie aber nicht habe machen lassen. 😀

Sie lebt in Berlin, zusammen mit Stapeln ungezogener Bücher, die überall herum lümmeln und einer extensiven Sammlung literarischer Teebecher. Sie ist gelernte Buchhändlerin, hat einen BA in englischer Literatur und ein Faible für alles Britische. Jetzt schreibt sie u.a. Jugendfantasyromane. Wer mehr über sprechende Raben und magische Musenküsse wissen möchte, der sei hiermit herzlich eingeladen, Carola auf Twitter, Facebook oder ihrer Homepage beim Schreiben über die Schulter zu gucken.

Homepage: Carola Wolff
Facebook: Carola Wolff
Twitter: @carolawolff

Ebenfalls neu dazu kam die frisch gebackene Debütautorin Christina Löw der Märchenspinnerei.

Sie würde am liebsten den ganzen Tag lang schreiben, um allen Ideen, die ihr durch den Kopf hüpfen, angemessen Aufmerksamkeit zu schenken. Vor allem da ihre Plotbunnies alles zwischen historischem Kinderbuch, Regionalkrimi, Phantastik in unterschiedlichen Ausprägungen, Dystopie und auch englischen Stoffen einschließen. Märchen durften da natürlich ebenfalls nicht fehlen.
Hauptberuflich arbeitet Christina als Literatur-Übersetzerin und Lektorin/Korrektorin. Daneben beschäftigt sie sich als Journalistin vor allem mit kulturellen und sozialen Themen. Außerdem ist sie als Kunstvermittlerin in Museen tätig.

Homepage: Christina Löw
Facebook: Christina Löw
Twitter: @christina_loew

Wir alle zusammen haben eine etwas andere Märchenadaptation für euch geschrieben.

Aber wie funktioniert das überhaupt?

Da der Sommer sieben Wochen hat, sollte auch die Geschichte sieben Kapitel haben, dabei wird basierend auf einem Märchen eine Geschichte bis zu einem bestimmten Punkt erzählt. Diesen Punkt und die Figuren greift dann die nächste auf, fügt neue Wendungen und Figuren ein und schreibt bis zu einem bestimmten Punkt, usw. bis wir dann am letzten Tag alle Fäden zu einem Ende verknüpft haben.

Lustigerweise ist dabei unabgesprochen jedes Kapitel einem anderen Märchen gewidmet, mal sehen, ob ihr sie alle erkennen könnt. 😀

Jeden Sonntag, weil sonntags ja immer das Sonntagsmärchen kommt, wird hier auf dem Blog das neuste Kapitel veröffentlicht. Ich werde am 03.06. die erste sein, die den Faden der Geschichte aufnimmt. Carola wird danach das Spinnrad betreiben und es im fliegenden Wechsel an Paula übergeben. Mit geschickten Händen wird der Faden von Anne zu Christina weiterwandern, die ihn in Sarahs Hände knüpft, die den Rest der Geschichtenwolle spinnt. Dann bringe ich das Spinnrad zum Stehen.

Ich hoffe ihr freut euch schon genauso wie ich, auf das Ergebnis dieses besonderen Projekts.

Anne/PoiSonPaiNter

Triff mich … auf der Leipziger Buchmesse

Heute ist ein merkwürdiger Tag, denn die Trauer aufgrund des dritten Jahrestages wird mit Vorfreude überdeckt.

Vorfreude auf die Leipziger Buchmesse

Heute in einer Woche werde ich nämlich mit InGenius zusammen nach Leipzig fahren und dann mit Elenor Avelle, Nike Leonard, Katrin IlsDiandra Linnemann und Jana Jeworreck unseren Stand vom Nornennetz, in Halle 2, J303, aufbauen.

Und dann geht es erst richtig los. Vier Tage voller Messe, Menschen und (M)E(h)rlebnisse, auf die ich schon seit Wochen/Monaten hinarbeite und hinfiebere – was schlimmstenfalls wörtlich zu nehmen ist, denn seit Anfang der Woche kämpfe ich mit einem Schnupfen, der über Husten zur Erkältung werden will …

Wir haben so viel vorbereitet und geplant für die Messe, da ist krank werden einfach keine Option. 😉

Triff mich … am Stand

Wer einen Stand hat, muss ihn auch betreuen, vermutlich werde ich auch außerhalb meines Standdienst da viel rumhängen und euch gerne Empfehlungen zu den Nornenwerken geben, die wir dort ausstellen – und die ich in den letzten Wochen gelesen habe (Packstation sein, hat seine Vorteile 😉 ).

Es gibt auch noch viele tolle Preise zu gewinnen – Alien-Horst in allen Variationen z.B. 😀 – da lohnt es sich bei unserer Verlosung teilzunehmen: Magische Momente mit To-Go-Artikeln am Nornenstand.

Ich selbst bringe auch wieder Märchensommer Postkarten (von line artist Nami and digital artist Yoyo) vom letzten Jahr mit, die ihr dann aus einer extra von Elenor gebastelten Goodie Box losen könnt: Der verboxte Jester. Außerdem werde ich Lesezeichen für dieses Jahr und Visitenkarten dabei haben – und vllt. kommt auch noch was anderes in die Box. Vorbeikommen lohnt sich also. 😀

Aber wann bin ich denn nu definitiv am Stand?

Zum Einen habe ich am Sonntag Standdienst von 14:00 – 16:00 Uhr – zusammen mit Diandra und später Anna Kleve.

Zum Anderen gibt es am Samstag von 14:00 – 14:30 Uhr eine Lesung + Meet & Greet mit mir, wo ich aus Wintermond meinem Anthologie-Kapitel des Neubrandenwolfs (#Neubrandenwolf), aus dem Wunsch der Königin (#WunschDerKönigin) und aus meinem Adventskalender vom letzten Jahr (#Eishörnchen) vorlesen werde und anschließend für Fragen und Gespräche zur Verfügung stehe.

Wer sich das im Kalender markieren möchte, kann das gerne über die Facebook-Veranstaltung machen, wo ich auch noch ein bisschen über die Ausschnitte schreibe(n werde): Triff Norne Anne Zandt.

Das ganze noch schön visuell dargestellt im Banner, den Nora Bendzko für uns Vorleser angefertigt hat:

Neben meiner gibt es natürlich noch einige andere Nornenlesungen und auf der Fantasy Insel am Samstag auch noch eine Talkrunde: Über Frauen in der Fantastik und im Literaturbetrieb.

Drückt mir die Daumen, dass meine Stimme bis dahin wieder vernünftig klingt …

Wie erkennt ihr mich sonst?

Eben habt ihr ja schon mein Gesicht – wenn auch nur von Elenor wunderbar gezeichnet – gesehen, aber T-Shirts haben ja meist noch einen stärkeren Wiedererkennungswert.

Da sich mein Jester zum Logo gemausert hat und Edguy auch die Inspiration für meinen Online-Namen waren, werden zwei Bandshirts von ihnen meine Messeoutfits abrunden, zusätzlich dazu dann noch mein DF.PP Shirt und das, ebenfalls von Elenor angefertigte – ja sie ist ein verdammt fleißiges Bienchen, Nornennetz-T-Shirt am Samstag mit meinem Schriftzug vorne und der Norne auf dem Rücken. Es fällt bestimmt niemandem auf, dass ich an dem Tag mal kein schwarzes T-Shirt trage …

Ich denke damit sollte ich dann auch erkennbar sein, für all jene, die mich finden wollen. 😀

Auf alle Fälle freue ich mich auf eine Messe mit vielen Nornen, Bloggern, Autor*innen und und und …

Wir sehen uns (vielleicht) in Leipzig!

Anne

Last Minute Adventskalenderhilfe

This post will be in German, as the work on this years Advent Calendar is done in that language, sorry.

Von Plänen, die nicht so ganz wollten

Schon im Juli hatte ich angefangen mit dem Gedanken zu spielen die Geschichte vom letzten Jahr, die ich am 26. Dezember veröffentlicht hatte, weiterzuführen: Santa’s Helper. Ich mochte die Charaktere und die Idee, wie es mit ihnen weitergehen konnte spukte mir schon eine Weile im Kopf herum. Bis August hatte ich dann ein Konzept mit Charakteren, Weltenbau, Szenenvorschlägen und Kapiteleinteilungen aufgesetzt. Darauf aufbauend wollte ich mit anderen zusammen eine vollständige Geschichte schreiben. Ein paar Freiwillige hatte ich und es war noch genügend Zeit um selbst den Rest aufzufüllen.
Jetzt ist es Anfang November und es stehen mehr oder weniger vier Kapitel, vier sind noch bei den Gastautorinnen in Planung. Das Hauptproblem ist allerdings ein anderes: Die Urlaubswoche, die ich dafür nutzen wollte, um weiterzukommen habe ich mit Kopfschmerzen und Mandelentzündung verbracht, die noch nicht auskuriert ist. Und ich weiß nicht, wie lange mich das noch lahm legt. Momentan habe ich einfach nur Angst, dass der diesjährige Adventskalender im Sande verläuft und das wäre echt schade…
Daher meine Frage:

Wer möchte kurzfristig dem Projekt beitreten?

(und damit helfen, diese wirklich tolle Geschichte zu retten)

Wer kann mitmachen?

Alle, die gerne schreiben und Lust auf die Geschichte haben. Ich behalte mir allerdings vor „Bewerbungen“ abzulehnen.

Wie kann ich mich „bewerben“?

Schreib mich auf Twitter oder FaceBook an (s. rechts und unten) und sag mir, dass du dich gerne beteiligen möchtest. Bitte mit Links zu Werken, die du bereits geschrieben hast, sollten wir uns noch nicht kennen. Es wäre hilfreich, wenn du einen Discord Account hättest, da darüber momentan die meiste Kommunikation stattfindet, aber das ist nicht zwingend notwendig.

Was musst ich tun?

Es ist eine vollständige Geschichte in 24 Kapiteln, du kannst dir davon eine Szene oder einen Tag aussuchen (oder auch mehr), die/der dir zusagt und die/den du dann bearbeiten möchtest. Die Bearbeitung erfolgt über ein Google-Doc zu dem du einen Link und weitere Erklärungen erhältst sobald ich mit deiner Teilnahme einverstanden bin.
Ich hoffe wirklich, es finden sich ein paar Interessenten!
Grüße aus dem Krankenlager
PoiSonPaiNter

Story Sunday

Lies auf Deutsch
You guys know I like writing stories, making up stuff and basically being creative, right?

Well, here’s the thing:

While I am able to write stuff for DF.PP Entertainment’s Your Picture – A Story the regulations for that are pretty confining, if you just want to scribble down a short story.
I’m not saying it’s not fun, but every once in a while I wouldn’t mind to write stories shorter than 800 words – it can be quite annoying and difficult to reach them at times.
Therefore I’m thinking about doing something different here with a lower word count and a different premise to challenge myself abit.

The Idea

  • You will give me a writing prompt – a headline, a (starting) sentence, a setting, a character, a scene, whatever you like; note: no pictures (if you want to submit pictures please do so for Your Picture – A Story)!
  • I will write a story using the given prompt, with the following rules:
    • The story has to have at least 200 words.
    • The story can be written in either German or English – with a possible translation.
    • The prompt has to be recognizable within the story

Submitting the prompts can be done through comments here – and the page I’ll create in the Writings-menu for it – or via my different social media channels or e-mail.
I’d like to start the whole thing in July, so you have nearly a month to submit the first prompts and I’ll see what I can do about them!
I don’t know how frequently I’ll manage to do this as there are still a few things to factor in.
I don’t know how the new schedule will work out for one, but I also can’t say anything about the amount of prompts I’ll receive. If I don’t get enough of the latter I won’t be able to write anything – obvious isn’t it?
So make sure to send me lots of stuff to work with! 🙂
I’m curious how this will turn out…
PoiSonPaiNter
____________
Read in English
Ihr wisst ja, dass ich gerne Geschichten schreibe, mir Sachen ausdenke und einfach kreativ bin, richtig?

Naja, hier ist das Ding

Während ich für DF.PP Entertainment’s Dein Bild – Geschichte schreiben kann, sind die Regularien da doch recht einschränkend, wenn man nur mal eine Geschichte runterschreiben will.
Ich sage nicht, dass es keinen Spaß macht, aber hin und wieder würde es mich nicht stören Geschichten zu schreiben, die kürzer als 800 Wörter sind – es kann recht nervig und schwierig sein, diese manchmal zu erreichen.
Daher denke ich darüber nach, etwas anderes mit niedrigerer Wortzahl und anderer Grundvoraussetzung zu machen, um mich selbst ein bisschen herauszufordern.

Die Idee

  • Ihr gebt mir eine/n Schreib-Prompt/Anforderung – eine Überschrift, ein (Anfangs)Satz, ein Setting, ein Charakter, eine Szene was immer du magst; Hinweis: Keine Bilder (Wenn du Bilder einreichen möchtest, mach das bitter über Dein Bild – Eine Geschichte)!
  • Ich werde dann eine Geschichte anhand des Prompts unter folgenden Regeln schreiben:
    • Die Geschichte muss mindestens 200 Wörter lang sein.
    • Die Geschichte kann entweder in Deutsch oder in Englisch geschrieben werden – ggf. mit einer Übersetzung.
    • Der Prompt muss innerhalb der Geschichte erkennbar sein.

Das Einreichen kann über die Kommentare hier – und die Seite im Writings-Menü, die ich dann dafür anlegen werde – gemacht werden oder über meine verschiedenen Social Media Accounts oder E-Mail.
Ich würde gerne im Juli mit dem Ganzen anfangen, daher habt ihr also fast einen Monat, um die ersten Prompts einzureichen und ich werde sehen, was ich damit anstellen werde!
Ich weiß noch nicht wie regelmäßig ich es schaffen werde das hier zu machen, da da noch ein paar andere Faktoren mit reinspielen.
Ich weiß zum Einen nicht, wie mein neuer Zeitplan sich entwickeln wird, aber ich kann auch nichts dazu sagen, wie viele Prompts ich bekommen werde.
Wenn ich nicht genügend von Letzterem bekomme kann ich nichts schreiben – offensichtlich oder?
Also schickt einfach jede Menge Zeug mit dem ich arbeiten kann! 🙂
Ich bin gespannt, was hierbei rauskommen wird…
PoiSonPaiNter