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Märchensommer: Montagsfrage #1

Herzlich willkommen zum Dritten Märchensommer! Schön das ihr euren Weg hergefunden habt!


Ab heute könnt ihr wieder jeden Montag einen Punkt für die Gesamtpreise des Märchensommers ergattern indem ihr die unten gestellte Frage in den Kommentaren beantwortet.

Doch vorweg eine kleine Buchvorstellung …

In den letzten Jahren habe ich euch die bis dato aktuellen Bände der Märchenspinnerei vorgestellt, damit soll es auch heute weitergehen.

Diese sind drei sind seit dem letzten Sommer neu hinzugekommen:

Alle drei Bände stammen aus der Feder von Autorinnen, die bereits ein Werk innerhalb der Spinnerei veröffentlicht haben. Es wird also eine kleine Abwandlung des bekannten Interviews mit ihnen geben, seid gespannt …

Das erste Lied von Susanne Eisele ist nach Kein Schnee im Hexenhaus (Hänsel & Gretel) nicht nur eine Rumpelstilzchen-Adaption mit metallischer Musik & den Tücken der Musikbranche, sondern auch das erste Buch, dass ich als Fee bepaten durfte.

In Unter Pinken Sternen erzählt Sabrina Schuh die Geschichte einer Nebencharakterin aus Unter Schwarzen Federn weiter und webt eine Sterntaler Version, die sich mit dem Thema Obdachlosigkeit befasst.

Nach Zarin Saltan widmete sich Katherina Ushachov in Der tote Prinz einer weiteren Russischen Märchenadaption. Diesmal einer steampunkigen Schneewittchen-Variante (Die tote Prinzessin), die ihr letzten Sommer auch in den Bilderrätseln erraten musstet.

Als Patenfee habe ich Das erste Lied bereits gelesen, dazu und ein paar anderen Werken, wird es also definitiv eine Rezension geben.

Einige dieser Bücher könnt ihr im Verlauf des Sommers als E-Book gewinnen, haltet also Ausschau nach dem entsprechenden Beitrag.

Aber nun zur Frage des Tages:

Was ist dein Lieblingsmärchen und warum?

Da ich auf diese Frage bereits zweimal (#1 und #2) geantwortet habe, bin ich einfach mal faul und drücke mich davor. Geändert hat sich bewusst nichts, auch wenn ich wieder ein paar interessante neue Sachen (kennen) gelernt habe.

Anne/PoiSonPaiNter

© Für die Cover gehört ihren rechtmäßigen Besitzern und dienen hier lediglich zur Veranschaulichung.

On a Side Note #5: Da war doch was…

Wie ihr sicherlich mitbekommen habt, ist es zur Zeit sehr ruhig hier, daher mal eine Erklärung dazu.

Nach dem Märchensommer brauchte ich erstmal eine Pause, ~50 Beiträge in 7 Wochen war schon ne ganz schöne Nummer und so richtig bin ich aus dem Sumpf noch nicht wieder raus … hinzukam, dass dadurch einiges liegengeblieben ist, was im Anschluss erstmal aufgeholt werden musste.

Ein neuer Tag“ kam aus dem Groblektorat zurück, denn die Kurzgeschichte soll Ende des Jahres Teil einer Benefiz-Anthologie werden. Die erste genauere Lektoratsrunde hat sie mittlerweile auch schon hinter sich.

Na wer erkennt alle 17 Märchen auf dem Banner des Märchenhauses Neubrandenburg?

Für das Nornennetz hatte ich mich bereiterklärt, ein paar Blogbeiträge zu verfassen. Einerseits ein Interview-Bericht im Comic-Monat, bei der ich zusammen mit verschiedenen Autor*innen die Frage erörtert habe: Lohnen sich Comic Conventions für Autor*innen?. Und ein Beitrag in Zusammenarbeit mit den Nornen Grumpy Moon und Laura Kier, in dem es um Das Gute an Bösewichten ging – vielleicht erinnert sich ja noch jemand daran, dass ich während/nach meiner Superheldinnen Nerdwoche mit dem Gedanken gespielt habe/spiele, eine Villain-Week zu machen. Ein sehr passender Beitrag für mich also.

Dem Bücherstadt Kurier hatte ich zwei Beiträge für ihren Diversitäts-Monat #kunterbunt zugesagt. Das wurde zum einen ein, hmm, „Rant“ zum Thema Diversität ist mehr als Hautfarbe und sexuelle Orientierung (hier auch auf Englisch) und eine Rezension zur Pilot Folge des Zombie Orpheus Entertainment Projekts Strowlers (hier auch auf Englisch).

Hinzukam, dass ich Anfang August innerhalb eines Tages die Kickstarter Kampagne des Nornenetzes für die Teilnahme an der Leipziger Buchmesse 2019 aufgesetzt und seit dem betreut habe und auch andere Dinge im Netzwerk zu tun hatte.
Für unseren Auftritt auf der BuchBerlin, den ich ebenfalls mitorganisiere, gibt es übrigens momentan Tageskarten zu gewinnen: Wer fährt mit uns zur BuchBerlin?

Nebenbei habe ich dann auch immer mal wieder Elenor Avelle bei ihrer Aktion zu ihrem neusten Werk „Gefesselt – Der Anfang“ geholfen. Für alle, die herausfinden wollen, welcher Charakter sie in der Geschichte wären, geht es hier zum: Storyquiz.

Zwischendrin gab es dann auch schon wieder Planungsphasen für neue Aktionen und u.a. auch Besprechung für meine Patenschaft von Susanne Eiseles Rumpelstilzchen Adaption „Das erste Lied„, für das ich noch ein bisschen was vorbereiten muss, es wird auf alle Fälle eine interessante Release Party am 13.09. und im Oktober dann auch eine Blogtour geben.

Dann war ich bei der Eröffnung des Neubrandenburger Märchenhauses und habe gleich ein bisschen Werbung für die Märchenspinnerei und andere gemacht. Es wird spannend …

Einen Samstag habe ich mir dann auch gegönnt, um mit meinem Vater zusammen – das erste Mal seit es vor 10 Jahren eröffnet wurde – das Ozeaneum Stralsund zu besichtigen und danach seit langem mal wieder hoch zum Königsstuhl auf Rügen zu fahren bzw. durch den Wald dort hinzulaufen. War ganz schön teuer der Spaß, trotzdem ein paar tolle Sachen gesehen.

Eine Aufführung von „Wildes Herz„, dem Dokumentarfilm über den aus meinem Heimatort stammenden Sänger der Ska-Punk Band Feine Sahne Fischfilet, konnte ich mir auch nicht entgehen lassen und vermutlich lasse ich meine Gedanken dazu irgendwann auch mal in einem Beitrag aus …

Das alles (und noch viel mehr) hat dafür gesorgt, dass ich die Märchensommer Preise noch immer nicht abgeschickt habe, was mir furchtbar leid tut für alle, die sehnsüchtig darauf warten. Doch ein bisschen müsst ihr euch noch gedulden. Tut mir Leid …

Denn heute begebe ich mich seit Langem mal wieder auf eine Reise durch Deutschland (und kurz auch zum ersten Mal in die Schweiz), was übernächstes Wochenende auf dem Literaturcamp Hamburg endet.

Das Ganze unter dem Thema #NornenHopping, das bedeutet, dass ich auf meiner Reise u.a diese Nornen treffe: Anne DanckHolly MilesJune IsSiiri Saunders, Jule M. ReichertStella Delaney, Felicity Green, Eva-Maria Obermann, Elenor Avelle, Laura Kier und Paula Roose, und wer sich noch so auf dem #LitcampHH anfinden wird.
Die Reise verfolgen könnt ihr über den entsprechenden Hashtag auf meiner Twitter-Seite.
Kleine Anekdote am Rande: Ich werde die ganze Zeit unseren 3x6m Pavillon im Kofferraum haben, weil ich den für das Litcamp angeboten habe … =D

Ein bisschen Kreidefelsen auf Rügen

Danach werde ich mich dann aber wirklich um den Versand kümmern, bevor ich mich in die Arbeit für neue Aktionen und eine weitere potentielle Kurzgeschichten-Veröffentlichung stürze … und den diesjährigen Adventskalender. 😉

Na gut, nachdem die neuen Postkarten angekommen sind und ich das Gespräch mit dem Märchenhaus hatte … Spätestens Ende September sollten aber alle Preise angekommen sein. Versprochen!

Also bis dann

Anne/PoiSonPaiNter

#AxolotlAusgefragt

Vor mehr als einem Jahr schwamm der erste Band der Märchenspinnerei in die weite Welt.

Diesem ersten Band, dem Axolotlkönig von Sylvia Rieß, ist heute diese Aktion gewidmet, denn seit damals ist viel Zeit ins Land gegangen. Nicht nur hat der kleine Lurchi eine Bonusszene bekommen(, die ich verursacht habe), sondern mit dem Herrn der Sieben Königreiche auch einen pelzigen kleinen Bruder, den ich als Teil einer Facebook Aktion von seinem Geisterhusten befreien musste.

Im November wurde der „Solidaritätslurch“ im Rahmen der Blogger gegen Cybermobbing-Kampagne, noch einmal auf die Reise geschickt und er kann auch immer noch weitergeschickt werden. Es ist eine einfache Möglichkeit Leuten zu zeigen, dass sie in den weiten des Internets nicht alleine sind.
Denn das ist eines der Kernthemen des Buches.

Obendrauf gab es dann noch die Nominierung zum Deutschen Phantastik Preis, auch wenn es da „nur“ bis zur Longlist reichte. Für die LBM gab es dafür ein paar tolle Plakate, die stolz an den Wänden der Phantastik-Halle hingen.

Aber worum geht es heute überhaupt genau?

Wir feiern noch einmal den Axolotl (habe meine Rezension aus dem letzten Sommer dafür ganz frisch übersetzt) und dafür verlose ich zwei signierte Axolotl-LBM-Plakate und ein signiertes Print der Originalausgabe des Axolotlkönigs (noch ohne Bonusszene, den Print MIT Bonusszene, könnt ihr im Gesamtsommer gewinnen). Alle Teilnehmer erhalten außerdem ein Goodie Paket von Sylvia, solange der Vorrat reicht.

Was müsst ihr dafür tun?

Einfach so viele Fragen wie möglich zum Axolotlkönig richtig beantworten, je mehr umso höher die Preischancen. Und die Fragen sind auch wirklich nicht schwer.

Ein kleiner Tipp: Viele der Informationen lassen sich im Klappentext, auf Sylvia’s Blog und in den FB-Veranstaltungen zum Buch finden. 😉

Viel Erfolg!

Das Quiz

1. Wie erlöst man traditionell einen in einen Frosch verwandelten Prinzen?

  • Man wirft ihn gegen die Wand
  • Man küsst ihn
  • Man singt ihm ein Ständchen

2. Aus welchen zwei Märchen setzt sich die Geschichte des Axolotlkönigs zusammen?

  • Frau Holle & der Froschkönig
  • Die Schneekönigin & der Froschkönig
  • Schneewittchen & der Froschkönig

3. Was ist ein Axolotl?

  • Ein Schwanzlurch
  • Ein Kopffrosch
  • Eine Halsbandeidechse

4. Welche Musik mag Leonie?

  • Spice Girls
  • We Butter the Bread with Butter
  • Subway to Sally

5. Wo wird Axolotl-Fynn gefunden?

  • Auf dem Mensamenü
  • Auf dem Seziertisch
  • In der Kloschüssel

6. Was passiert, wenn ein Axolotl ein Bein verliert?

  • Nichts
  • Es wächst nach
  • Es wächst doppelt nach

7. Was haben ein Stern, ein hustender Hamster und ein Axolotl gemeinsam?

  • Sylvia Rieß
  • Sylvana Reis
  • Silke Reiß

Anne/PoiSonPaiNter

Märchenspinnerei im Interview: Christina Löw

Read in English

Wie schon im letzten Jahr, habe ich ein paar Märchenspinnerinnen im Rahmen des Märchensommers ein paar Fragen über ihre Adaptionen und Märchen gestellt.

Christina Löw – Autorin von „Träume voller Schatten“

Ein paar Daten zu dir:

Sie würde am liebsten den ganzen Tag lang schreiben, um allen Ideen, die ihr durch den Kopf hüpfen, angemessen Aufmerksamkeit zu schenken. Vor allem da ihre Plotbunnies alles zwischen historischem Kinderbuch, Regionalkrimi, Phantastik in unterschiedlichen Ausprägungen, Dystopie und auch englischen Stoffen einschließen. Märchen durften da natürlich ebenfalls nicht fehlen.

Hauptberuflich arbeitet Christina als Literatur-Übersetzerin und Lektorin/Korrektorin. Daneben beschäftigt sie sich als Journalistin vor allem mit kulturellen und sozialen Themen. Außerdem ist sie als Kunstvermittlerin in Museen tätig.

Neben „Träume voller Schatten“ stammt auch die Kurzgeschichte „Eine Krone für die Freundschaft“ in der Märchenspinnerei Anthologie „Es war einmal … ganz anders“ und „Herbstgedanken“ bei neobooks (Wettbewerb „Hallo Herbst“ (2017), 2. Platz) von ihr.

Vorneweg ein paar Fragen zu deinem Band „Träume voller Schatten“ und der Märchenspinnerei:

1. Welches Element deines Märchens war am Schwierigsten umzusetzen?

Mein Protagonist. Patrick ist in vielerlei Hinsicht in seinem Verhalten das komplette Gegenteil von mir – allein beim Gedanken an Schönheitswettbewerbe stellen sich mir die Nackenhaare auf und Menschen, die andere aus vollem Bewusstsein schlecht behandeln, verstehe ich einfach nicht. Auch bin ich eine Person, die sehr (!) viel nachdenkt, geradezu ununterbrochen, da musste ich mich bei ihm an einigen Stellen zusammenreißen, um ihn nicht zu früh zu viel reflektieren zu lassen.

2. Was hat dich bei der Arbeit am Märchen am meisten zur Verzweiflung gebracht?

Beim Schreiben selbst? Da fällt mir tatsächlich nichts Konkretes ein. Klar, hier und da sind meine Figuren mal etwas vom Plot abgewichen oder haben Entscheidungen getroffen, die ich so nicht vorhergesehen hatte … aber schlussendlich hat all das die Geschichte an einigen Stellen runder und an anderen noch etwas tiefergehender gemacht. Geflucht habe ich eher ein bisschen bei der Formatierung bzw. dem Buchsatz, aber auch das ließ sich schließlich bezwingen.

3. Welche Fassung (Film, Erzählung, Adaption) deines Märchens, außer deiner eigenen, magst du am liebsten?

Kennengelernt habe ich das Märchen durch ein illustriertes Kinderbuch und auch bis heute kenne ich Zwerg Nase vorrangig in Buchform. Da gibt es viele schöne illustrierte Fassungen, die über die Jahre erschienen sind. Mit den klassischen Märchenverfilmungen tue ich mich schwer … ich bin da aber auch sehr kritisch.

4. Ein Film-Mensch kommt auf dich zu und möchte dein Märchen umsetzen, wen siehst du in den Hauptrollen?

Oh je. Dafür sollte ich wohl erst einmal genau darüber nachdenken, wie meine Figuren aussehen. 😀 Das überlasse ich für gewöhnlich gerne der Vorstellung der Leser*innen. Wobei, ein paar Anhaltspunkte gibt es: Patrick hat mir erzählt, dass er blaue Augen hat und meine Cover-Designerin hat ihm instinktiv braune Haare dazugegeben. Bei Melissa wird es tatsächlich gar nicht erwähnt im Buch, für mich hat sie aber auf jeden Fall ein freundliches, offenes Gesicht und wirre Locken.

5. Was wünscht du dir für die Zukunft der Märchenspinnerei?

Mehr Märchenadaptionen? Wobei das nicht wirklich ein Problem werden dürfte. An neuen Ideen mangelt es uns eindeutig nicht!

Ich denke, ich wünsche mir weiterhin ein gutes Miteinander, ein stetiges Wir-Gefühl, denn trotz unserer Unterschiedlichkeit – ob bei den Adaptionen oder uns Autorinnen – ist es die Gemeinschaft, die uns verbindet. Wir alle sind Einzelteile, die ineinandergreifen, ein Ganzes, das deutlich mehr ist als ‚nur‘ die Summe seiner Teile.

Schauen wir uns deine Märchenleidenschaft mal etwas genauer an…

6. Was ist deine schönste Erinnerung, wenn es um Märchen geht?

In den Anfängen war es das Vorlesen bzw. das wohlige Gefühl, die Geschichten vorgelesen zu bekommen. Mit großen Augen und gespitzten Ohren zu lauschen, mit den Helden mitzufiebern, ab und an auch zu bibbern, und am Ende erleichtert aufzuatmen, wenn alles gut ausgegangen ist.

7. Was magst du lieber? Happy End oder Bad End?

Früher war mir das Happy End sehr wichtig, das gehörte einfach dazu. Inzwischen ist mir das am liebsten, was am besten zur jeweiligen Geschichte passt.

8. Was stört/begeistert dich bei Märchen am meisten?

Heute stört es mich, wenn ich allzu sehr mit Stereotypen beworfen werde oder gefühlt in jedem zweiten Satz darüber stolpere. Bei der Adaption von Märchen kommt mir so etwas aber natürlich gerade recht, das sind dankbare Ansatzpunkte, um damit zu brechen. Ich mag Märchen mit Heldinnen, die z.B. nicht auf einen Prinzen warten, sondern eher einen befreien/retten – gibt es nicht ständig, aber doch hier und da. Und irgendwie habe ich eine kleine Schwäche für Tier-Begleiter … wie einem vielleicht auch in meiner Adaption auffällt. 😉

9. Was ist für dich typisch an einem Märchen?

Hm, das ist wirklich schwierig. Ich könnte jetzt alle möglichen Merkmale herunterbeten, die einem bei einem klassischen Märchen so einfallen können, aber das wäre langweilig, finde ich. Was mir als Autorin besonders auffällt, ist, dass es selten Erklärungen gibt – zum Beispiel funktioniert Magie für gewöhnlich ‚einfach so‘, es steckt kein erkennbares Magie-System dahinter. Auch sind die Motivationen, wieso eine Reise unternommen, ein besonderer Gegenstand gefunden werden soll, oft eher weniger existent. Doch auch da gibt es natürlich Ausnahmen.

Zum Schluss noch ein paar märchenhafte Fragen:

10. Du triffst auf ein sprechendes Tier, das dir weismachen will, dass es ein verzauberter Mensch ist. Was würdest du tun?

Wahrscheinlich würde ich mich erst einmal freuen, endlich ein Tier gefunden zu haben, dem ich nicht zuschreiben muss, was es mir sagen könnte, sondern das wirklich mit mir redet. Und dann würde ich wohl ausprobieren, ob ich diesen Menschen nicht erlösen kann – es sei denn, er/sie ist als Tier viel glücklicher.

11. Eine gute Fee will dir drei Wünsche erfüllen, was würdest du dir wünschen?

Kann ich mir damit auch erst einmal wünschen, dass ich unendlich viele Wünsche bekomme, die zudem auf andere Menschen übertragbar sind? Ich finde, hier und da kann jede/r mal einen Wunsch gebrauchen, der sich wie durch Magie erfüllen lässt. Allerdings immer unter der Voraussetzung, dass damit niemand anderem Schaden zugefügt wird.

12. Welchen Märchenweg würdest du wählen um jemanden aus dem Weg zu räumen?

Ganz pauschal? Keinen. Erst einmal wüsste ich gerne, wer genau aus welchem Grund ‚aus dem Weg geräumt‘ werden soll und ob damit automatisch ‚umbringen‘ gemeint ist oder ob das auch anders interpretiert werden kann.

13. Bonusfrage: Mit welcher Märchenfigur würdest du gerne tauschen?

Puh. Kann ich bitte einen Crash-Kurs haben, mit dem ich alle existierenden Märchenfiguren in meinen Kopf trichtern und nach Pros und Cons sortieren kann? Denn mit denen, die mir auf Anhieb einfallen – und das sind schon recht viele –, mag ich nicht unbedingt tauschen.

Mehr zu Christina gibt es hier:

Homepage: Christina Löw
Facebook: Christina Löw
Twitter: @christina_loew

Vielen Dank, Christina!

Anne/PoiSonPaiNter
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Lies auf Deutsch

Like last year, I asked a few Märchenspinnerinnen (Fairy Tale spinnerettes) a few questions about their adaptations and fairy tales as part of the Fairy Tale Summer.

Christina Löw – Authoress of „Träume voller Schatten“ (Dreams filled with shadows)

A few things about you:

She would love to write all day long to pay appropriate attention to all the ideas that jump through her mind. Especially since her plot bunnies include everything between historical children’s books, regional crime novels, fantasy in different forms, dystopia and also English materials. Of course, fairy tales shouldn’t be missing either.

Christina works as a literary translator and proofreader. In addition, as a journalist she mainly deals with cultural and social topics. She also works as an art agent in museums.

In addition to „Träume voller Schatten“ (Dreams filled with Shadows, the short story „Eine Krone für die Freundschaft“ (A Crown for Friendship) in der Märchenspinnerei Anthologie „Es war einmal … ganz anders“ (Once Upon a Time … quite different) and „Herbstgedanken (Autumn Thoughts) at neobooks (competition „Hallo Herbst“ – Hello Autumn (2017), 2nd place).

Beforehand a few Questions regarding your book „Träume voller Schatten“ and the Märchenspinnerei:

1. Which element of your Fairy Tale was the hardest to transfer?

My protagonist. Patrick is in many ways the complete opposite of me in his behaviour – just when I think about beauty contests, my neck hair stands up and I just don’t understand people who treat others badly in full consciousness. I am also a person who thinks a lot (!), almost without interruption, so I had to pull myself together in some places in order not to let him reflect too much too early.

2. What reduced you most to despair working on your Fairy Tale?

While writing? I can’t think of anything specific. Sure, here and there my characters have deviated a bit from the plot or made decisions I hadn’t foreseen… but in the end all this has made the story rounder in some places and deeper in others. I rather cursed a little during the formatting or the book typesetting, but even this could finally be overcome.

3. Which Version (Movie, Tale, Adaptation) of your story, except your own, do you like most?

I got to know the fairy tale through an illustrated children’s book and even today I know Nose, the Dwarf primarily in book form. There are many beautiful illustrated versions that have appeared over the years. With the classic fairy tale adaptations I have a hard time… but I’m also very critical here.

4. A Movie-Person comes to you and wants to turn your Fairy Tale into a movie, whom do you see in the leading roles?

Oh, dear. I guess I should think about what my characters look like first. I usually leave that to the imagination of the readers. Patrick told me that he has blue eyes and my cover designer instinctively gave him brown hair. With Melissa it is actually not mentioned in the book, but for me she definitely has a friendly, open face and chaotic curls.

5. What’s your wish for the future of the Märchenspinnerei?

More fairy tale adaptations? Which shouldn’t really be a problem. There is clearly no shortage of new ideas!

I think I wish for a good togetherness, a constant we-feeling, because despite our differences – whether in adaptations or us authoresses – it is the fellowship that unites us. We are all individual parts that interlock, a whole that is much more than ‚just‘ the sum of its parts.

Let’s take a closer look at your passion for Fairy Tale …

6. What is your loveliest memory regarding Fairy Tales?

In the beginning it was the reading aloud or the comforting feeling to have the stories read aloud. To listen with big eyes and sharpened ears, to share the excitement with the heroes, to shiver from time to time, and finally to breathe a sigh of relief when everything has gone well.

7. What do you prefer? Happy End or Bad End?

In the past, the happy ending was very important to me, that was just part of it. Meanwhile, I prefer what fits best to the respective story.

8. What bothers/enthuses you the most about Fairy Tales?

Today it bothers me when I find myself too much pelted with stereotypes or stumbled upon them in every other sentence. But when it comes to adapting fairy tales, these are grateful starting points for breaking with them. I like fairy tales with heroines who, for example, don’t wait for a prince, but rather rescue a prince – there are not many, but still here and there. And somehow I have a little weakness for animal companions… as you might notice in my adaptation. 😉

9. What is typically for a Fairy Tale for you?

Hm, that’s really difficult. I could now recite all sorts of characteristics that can come to mind in a classic fairy tale, but that would be boring, I think. What particularly strikes me as an author is that there are rarely explanations – for example, magic usually works ‚just like that‘, there is no discernible magic system behind it. Also the motivations, why a journey should be undertaken, a special object should be found, are often rather less existent. But even there are of course exceptions.

At the End a few fantastical Questions:

10. You meet a talking animal, that makes you believe they’re an enchanted human. What would you do?

I would probably be happy to have finally found an animal to whom I don’t have to attribute what it could tell me, but who really talks to me. And then I would probably try to see if I can’t save this person – unless he/she is much happier as an animal.

11. A Fairy Godmother wants to grand you three wishes, what would you wish for?

Can I wish I had an infinite number of wishes that can also be transferred to other people? I think that here and there everyone can use a wish that can be fulfilled as if by magic. However, always under the condition that no harm is done to anyone else.

12. Which Fairy Tale way would you choose to get rid of someone?

All in all? None. First of all, I would like to know exactly who is to be ‚getting rid of‘ for what reason and whether this automatically means ‚killed‘ or whether this can also be interpreted differently.

13. Bonusquestion: With which Fairy Tale character would you like to trade places?

Whew. Can I have a crash course with which I can funnel all existing fairy tale characters into my head and sort them by pros and cons? Because I don’t necessarily like to swap with those who come to my mind right away – and there are quite a few of them.

More about Christina here:

Homepage: Christina Löw
Facebook: Christina Löw
Twitter: @christina_loew

Thank you very much, Christina!


Anne/PoiSonPaiNter

#IchAlsZwerg – Einmal Zwerg Nase und zurück

Dies ist mein Beitrag zur Kreativtour zu „Träume voller Schatten“ von Christina Löw.

Am Anfang der Tour wurden wir alle und Patrick, der Hauptcharakter des Buches, in Zwerge verwandelt und müssen nun mit Hilfe von Aufgaben versuchen unsere alte Gestalt wiederzuerlangen.

Zum Anfang geht es hier: #IchAlsZwerg

Eine Übersicht über den bisherigen Weg gibt es hier: #EinmalZwergNaseUndZurück

Maskenhaft

Patricks Kopf schwirrt, so viele Gedanken sind in kurzer Zeit aus den unterschiedlichsten Richtungen auf ihn eingeprasselt und sie alle wollen irgendwie die Oberhand gewinnen. Ohne zu sehen, wohin seine Füße in den viel zu großen Schuhen ihn tragen, schlurft er durch die Stadt. Erst als das Licht um ihn herum langsam schummrig wird, dämmert es ihm, dass er wohl mal herausfinden sollte, wo er eigentlich ist.

Langsam dreht er sich um sich selbst. Eine Straße wie jede andere liegt zu seiner Rechten, dahinter ein nichtssagender, grüner Park. Als er fast seine Runde geschafft hat, fällt sein Blick auf das Schaufenster vor ihm. Neben seinem erschreckenden Spiegelbild sieht er andere furchteinflössende Fratzen mit großen Augen oder Zähnen. Er geht langsam an der Auslage entlang, bedacht darauf, sich nicht selbst zu sehen. Auf der anderen Seite der Eingangstür entdeckt er schließlich eine Maske, die ihm nur zu vertraut vorkommt. Sie sieht anders aus, als all die anderen und doch jagt ihr Anblick ihm einen Schauer über den Rücken. Sein eigenes, gut gepflegtes, altes Gesicht starrt lidlos auf ihn hinab.

Ehe er es sich versieht, haben seine wunden Füße ihn in das Innere des Geschäfts getragen. Noch mehr Masken starren ihn an. Hübsche, wie entstellte Gesichter auf Reihen und Reihen von schmalen Regalen.
„Guten Abend, kann ich Ihnen behilflich sein?“, spricht ihn plötzlich jemand an.
Patrick fährt herum und seine Augen weiten sich. Statt das Gesicht eines Menschen starrt ihm ein Eselskopf entgegen, auf dessen Kopf eine bunte Narrenkappe thront.
„Ich – ähm“, mehr brachte er nicht zustande.
„Sie suchen eine Maske?“, versuchte der Eselsmensch zu helfen, die Glöckchen an seiner Kappe klingeln leicht, als er leicht nickt und sogleich fortfährt: „Was hätten Sie denn gerne? Der Genervte ist eine beliebte Maske.“ Das Wesen vor ihm deutet auf ein Gesicht mit tief in Falten liegender Stirn und finsterem Blick, „Sie hält unerwünschte Gespräche wunderbar ab.“
„Oder wollen Sie eher in die Richtung Täuschung? Da hätte ich den Glücklichen, für die Momente in denen man der Welt zeigen will, dass es einem gut geht, auch wenn man innerlich gerade zerbricht.“ Die Maske strahlt Patrick entgegen, ein freundliches Lachen auf den Lippen und doch wirkten die Augen leer.
„Oder wollen Sie eine ganz neue Erfahrung machen?“ Der Esel tritt einen Schritt zur Seite und Patrick erschreckt erneut: Sein Spiegelbild. „Der Zwerg ist für all jene, die einen neuen Blickwinkel brauchen.“
Einen neuen Blickwinkel, wovon faselte der Typ? Sah er denn nicht, dass Patrick bereits so aussah? Konnte er überhaupt richtig sehen? Schließlich war das eine Auge des Esels von einer Narbe durchzogen. Patrick schüttelt den Kopf. Nein, er wollte mehr über eine andere Maske erfahren. Zitternd deutet er auf die Auslage.
„Ahhh, der Angeber, eine gute Wahl für diejenigen, die mit etwas prahlen wollen, das sie nicht besitzen …“, er hangelt nach der Maske und hält sie ihm entgegen, „sehr beliebt unter Modeln und Schauspielern.“
Vorsichtig nimmt Patrick sein Gesicht entgegen und spürt, wie Tränen in seine Augen stiegen. Ein Angeber? War er nichts weiter als das gewesen?

„Puhaa“, hört er ein Schnauben neben sich und blickt zum Esel, doch da war kein Esel mehr.
Die Maske locker auf dem dunklen Haarschopf blickt eine junge Frau über eine fast rahmenlose Brille zu ihm hinab. Patrick blinzelt. Eine Frau? Wie hatte er das übersehen können? Wieso war der Esel so eindeutig ein Mann für ihn gewesen?
„Sorry, wird mit der Zeit warm unter dem Ding“, erklärt sie sich mit einem aufrichtigen Lächeln. „Nehmen Sie sich Zeit mit der Auswahl. Man trägt seine Maske immer länger als man plant und manchmal verschwimmen die Linien bis man nicht mehr weiß, wer man eigentlich ist.“
Nun noch verwirrter blickt Patrick von der Maske in seiner Hand zu ihr. „Welche Bedeutung hat Ihre Maske?“, fragt er aus dem Bauch heraus.
Der Jester, mein Jester, dafür da, um Dinge zu tun, die ich mir sonst nicht trauen würde“, gibt sie mit einem müden Lächeln zu und legt die Maske vorsichtig auf den Tisch, „mittlerweile versuche ich auch ohne ihn mutig zu sein.“
Beeindruckt blickt Patrick wieder auf sein Gesicht hinab. War er noch er, obwohl er nicht mehr so aussah wie er selbst?

Aufgabe:

Für welche Maske entscheidet sich Patrick?

  1. Die von seinem Gesicht. Schließlich will er wieder normal werden.
  2. Die des Glücklichen, niemand soll sehen, wie sehr ihn das alles aufgewühlt hat.
  3. Keine der angebotenen Masken. Er ist so gut, wie er ist.

Teilnahmebedingungen

  • Kommentiert auf Facebook – ich kann leider erst am Montag Kommentare hier wieder freischalten – mit eurer Wahl 1, 2, oder 3; wenn ihr mögt, begründet es noch.
  • Für jeden von euch, der unter dem Beitrag von dieser Station kommentiert, gibt es ein Los für den Lostopf.
  • Die Teilnahme für den Loserhalt ist bis zum 8.7. um 23 Uhr möglich.
  • Erfahrt am 8.7. durch die Punktevergabe pro ausgewählter Antwort, ob ihr es geschafft habt, euch zurückzuverwandeln oder nicht.
  • Die Leerung des Lostopfes/Auslosen der Gewinne erfolgt am 9.7. und ist unabhängig von eurem Reiseergebnis
  • Für die detaillierten Teilnahmebedingungen und den Gewinnmöglichkeiten schaut bitte bei Christina Löw vorbei.

Dies ist eine Sonderaktion des Märchensommers.

Morgen gibt es in dessen Rahmen hier ein Interview mit Christina.

Anne/PoiSonPaiNter

P.S. Liebe Grüße vom Rockharz

Märchenspinnerei im Interview: Sabrina Schuh

Read in English

Wie schon im letzten Jahr, habe ich ein paar Märchenspinnerinnen im Rahmen des Märchensommers ein paar Fragen über ihre Adaptionen und Märchen gestellt.

Sabrina Schuh – Autorin von „Unter schwarzen Federn“

Ein paar Daten zu dir:

Ich heiße Sabrina Schuh, ein offenes Pseudonym, komme aus dem schönen Frankenland und lebe dort mit Mann, Sohn und Hund. Wenn ich nicht gerade schreibe, koche, backe und schwimme ich sehr gerne. Außerdem führe ich mit meinem Mann zusammen einen kleinen Buchblog und lese natürlich auch sehr gerne. Da ich arbeitstechnisch die Bücher lieber Kollegen lektoriere und vermarkte, kann man sagen, dass sich ein Großteil meines Lebens um Bücher dreht.
Veröffentlichungstechnisch ist „Unter schwarzen Federn“ mein Debütroman, allerdings habe ich außerdem in „Der Zauber des Winters“ aus dem Zeilengold Verlag, der Märchenspinnerei-AnthologieEs war einmal … ganz anders“ und im Anthologiekalender für 2018 des Machandel Verlags jeweils eine Kurzgeschichte veröffentlicht. Unter meinem echten Namen sind noch zwei Gedichte und ein Poetry Slam Text in Anthologien sowie drei Geschichten in einer Hörapp erschienen.

Vorneweg ein paar Fragen zu deinem Band „Unter schwarzen Federn“ und der Märchenspinnerei:

1. Welches Element deines Märchens war am Schwierigsten umzusetzen?

Wenn ich ehrlich bin, hatte ich damit keine Probleme. „Das hässliche Entlein“ ist ein Märchen, das ohne fantastische oder magische Elemente auskommt und sehr nah am echten Leben gestrickt ist. An sich ist es eine klassische Mobbinggeschichte mit Happy End. Das ließ mir alle Freiheiten, die ich brauchte, daher blieben mir solche Schwierigkeiten zum Glück erspart.

2. Was hat dich bei der Arbeit am Märchen am meisten zur Verzweiflung gebracht?

Es war teilweise schwierig genügend Märchen unterzubekommen. „Das hässliche Entlein“ hat ja eine sehr überschaubare Handlung, die sich in ihren Grundzügen immer wiederholt (Begegnung mit einer Figur, Mobbing, Flucht). Das allerdings reicht nicht, um ein gutes Buch mit 300 Seiten zu schreiben. Hier musste ich ein bisschen tricksen, damit das Märchen nicht untergeht.

3. Welche Fassung (Film, Erzählung, Adaption) deines Märchens, außer deiner eigenen, magst du am liebsten?

Das Original. Allerdings muss ich sagen, dass ich weder eine andere Adaption noch einen Film oder eine andere Erzählung zu meinem Märchen kenne, denn „Das hässliche Entlein“ ist nun nicht gerade eines der populären.

4. Ein Film-Mensch kommt auf dich zu und möchte dein Märchen umsetzen, wen siehst du in den Hauptrollen?

Das kann ich absolut nicht sagen. Mir persönlich wäre es tatsächlich am liebsten, dass wir zwei Teenager casten, die noch „unverbraucht“ sind. Ich kann mir keinen der aktuell bekannten Teeniedarsteller in der Rolle vorstellen, sondern möchte lieber unbekannte Schauspieler, die wirklich zu den Rollen passen. Alles andere wäre eine Kompromisslösung.

5. Was wünscht du dir für die Zukunft der Märchenspinnerei?

Ich wünsche mir und allen Spinnerinnen, dass wir noch viel mehr so tolle Fans bekommen, wie wir sie jetzt schon haben, außerdem ganz viele tolle Ideen und viel Energie. Leser, neue Bücher und viel Power sind für mich die drei wesentlichen Bausteine, um dieses Projekt noch ganz lange betreiben zu können.

Schauen wir uns deine Märchenleidenschaft mal etwas genauer an…

6. Was ist deine schönste Erinnerung, wenn es um Märchen geht?

Als ich noch sehr klein war, hat meine Oma mir ein wundervolles Sterntalerkostüm geschneidert für Fasching, das ich heiß und innig geliebt habe. Es war wirklich wunderschön.

7. Was magst du lieber? Happy End oder Bad End?

Das Ende muss immer zum Buch passen. Wenn es das tut, mag ich lieber Bad Ends, aber diese müssen stimmig sein. Was ich allerdings weniger mag, sind die Art von Happy Ends, bei denen sich wirklich alles, selbst wenn es noch so unwahrscheinlich ist, in Wohlgefallen auflöst.

8. Was stört/begeistert dich bei Märchen am meisten?

Am meisten begeistert mich bei Märchen, wenn sie hinter der Geschichte eine tolle Botschaft verstecken.
Am meisten stören mich diese ganzen Geschichten mit Prinzen und Prinzessinnen. Viele Märchen fände ich schöner, wenn sie auf bürgerlicher Ebene spielen bzw. bleiben würden.

9. Was ist für dich typisch an einem Märchen?

Ich denke, da geht es mir wie vielen. Wenn ich an typisch Märchen denke, dann kommt mir als Erstes so dieses typisch Grimmsche „Es war einmal …“ Und „… und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute“ in den Sinn.

Zum Schluss noch ein paar märchenhafte Fragen:

10. Du triffst auf ein sprechendes Tier, das dir weismachen will, dass es ein verzauberter Mensch ist. Was würdest du tun?

Vermutlich würde ich erst ungefähr hundert Mal testen, ob ich nicht nur träume. Dann würde ich ihm erstmal zuhören und mir erklären lassen, ob und wie man es erlösen kann. Vielleicht kann ich ihm selbst helfen, vielleicht auch nur dabei, jemand zu finden, der das kann.

11. Eine gute Fee will dir drei Wünsche erfüllen, was würdest du dir wünschen?

Das ist total schwierig. Es gibt so viele gute Wünsche, die unsere Welt brauchen kann. Für mich persönlich brauche ich gar nichts, denn ich würde ebenso davon profitieren wie alle anderen.
1. Eine erneuerbare Energieform, die unsere Landschaft nicht verschandelt und weltweit jedem zugänglich ist, damit die fossilen und atomaren Energieformen abgeschafft werden können.
2. Eine „Rundumerneuerung“ für unseren Planeten, sprich Land, Wasser und Luft wieder sauber und die Ozonschicht ohne Löcher.
3. Eine weltweite Gleichverteilung des Wohlstands (Geld und Lebensmittel) auf alle Menschen.
Vermutlich würde die Fee aber bereits bei Wunsch eins vor Erschöpfung umkippen und meine Wünsche würden alle verfallen.

12. Welchen Märchenweg würdest du wählen um jemanden aus dem Weg zu räumen?

In Märchen wird viel gemordet, zumindest in den Originalen. Trotzdem fällt mir die Auswahl sehr leicht, denn irgendwie fand ich den Tod der bösen Stiefmutter aus „Schneewittchen“ immer cool. Es war einfach kreativ und etwas wirklich anderes. Mein Opfer müsste sich also in glühenden Schuhen zu Tode tanzen.

13. Bonusfrage: Mit welcher Märchenfigur würdest du gerne tauschen?

Jetzt gerade, mitten im Veröffentlichungsstress (Interview ausgefüllt Ende Januar)? Dornröschen! Schlafen klingt gerade einfach zu verlockend. Das kam die letzte Zeit extrem zu kurz.
Allgemein? Mit keiner. Die Bösewichte treffen immer drakonische Strafen und die Protagonisten müssen leiden, Prüfungen bestehen, werden schikaniert etc., bis sich alles am Ende zum Guten wenden kann. Warum sollte ich also den Platz für etwas tauschen, das ich hier auch an jeder Ecke bekommen kann? Da ich ja lieber die Originalmärchen mag, ist nicht mal ein Happy End garantiert. Nein, danke. Da würde ich doch lieber gerne verzichten.

Mehr zu Sabrina gibt es hier:

Facebook: Sabrina Schuh  – Autorin

Vielen Dank, Sabrina!


Anne/PoiSonPaiNter
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Lies auf Deutsch

Like last year, I asked a few Märchenspinnerinnen (Fairy Tale spinnerettes) a few questions about their adaptations and fairy tales as part of the Fairy Tale Summer.

Sabrina Schuh – Authoress of „Unter schwarzen Federn“ (Under Black Feathers)

A few things about you:

My name is Sabrina Schuh, an open pseudonym, I am from the beautiful Franconian region and live there with my husband, son and dog. When I’m not writing, I love to cook, bake and swim. I also keep a small book blog together with my husband and of course I also enjoy reading. Since I prefer to proofread and market the books, one can say that a large part of my life is about books.
From a publishing point of view „Unter schwarzen Federn“ (Under blacke Feathers) is my debut novel, but in „Der Zauber des Winters“ ( The Sorcerer of Winter) from the Zeilengold Verlag, the Märchenspinnerei anthology „Es war einmal… ganz anders“ (Once upon a time … completely different“ and in Machandel Verlag’s anthology calendar for 2018 I also published short stories. Under my real name, two poems and a poetry slam text have appeared in anthologies as well as three stories in a listening app.

Beforehand a few Questions regarding your book „Unter schwarzen Federn“ and the Märchenspinnerei:

1. Which element of your Fairy Tale was the hardest to transfer?

To be honest, I didn’t have any trouble with that. „The ugly duckling“ is a Fairy Tale that works without fantastic or magical elements and is knitted very close to real life. It’s a classic bullying story with a happy ending. This gave me all the freedom I needed, so I was fortunately spared such difficulties.

2. What reduced you most to despair working on your Fairy Tale?

It was sometimes difficult to fit in enough Fairy Tale. „The ugly duckling“ has a very straightforward plot that repeats itself in its basic features (encounter with a character, bullying, escape). However, this is not enough to write a good book with 300 pages. I had to do some tricks here to keep the Fairy Tale from vanishing.

3. Which Version (Movie, Tale, Adaptation) of your story, except your own, do you like most?

The original. However, I must say that I know neither another adaptation nor a film or another narrative to my Fairy Tale, because „The Ugly Duckling“ is not exactly one of the popular ones.

4. A Movie-Person comes to you and wants to turn your Fairy Tale into a movie, whom do you see in the leading roles?

I can’t say at all. Personally, I would really like to cast two teenagers who are still „unused“. I can’t imagine any of the currently known teen actors in the role, but rather unknown actors who really fit the roles. Anything else would be a compromise solution.

5. What’s your wish for the future of the Märchenspinnerei?

I wish for myself and all Spinnerinnen that we get even more great fans than we already have, as well as lots of great ideas and a lot of energy. Readers, new books and a lot of energy are the three essential building blocks for me to be able to run this project for a very long time to come.

Let’s take a closer look at your passion for Fairy Tale …

6. What is your loveliest memory regarding Fairy Tales?

When I was very young, my grandmother made me a wonderful Star Money costume for carnival, which I loved ardently. It was truly beautiful.

7. What do you prefer? Happy End or Bad End?

The ending must always match the book. If it does, I prefer bad ends, but these have to be coherent. What I like less, however, is the kind of happy endings in which everything, even if it is unlikely, falls into place.

8. What bothers/enthuses you the most about Fairy Tales?

What excites me most about Fairy Tales is when they hide a great message behind the story.
What bothers me most are all these stories with princes and princesses. I would find many Fairy Tales much nicer if they were or would remain on a bourgeois level.

9. What is typically for a Fairy Tale for you?

I think I feel like many do. When I think of typical Fairy Tales, the first thing that comes to mind is this typical Grimm‘ „Once upon a time…“ and „… and they lived happily ever after“.

At the End a few fantastical Questions:

10. You meet a talking animal, that makes you believe they’re an enchanted human. What would you do?

I’d probably test about a hundred times to see if I wasn’t just dreaming. Then I would first listen to it and have it explained to me whether and how it can be redeemed. Maybe I can help them myself, maybe only to find someone who can.

11. A Fairy Godmother wants to grand you three wishes, what would you wish for?

That’s really hard. There are so many good wishes our world needs. For me personally, I don’t need anything, because I would benefit as much as everyone else.
1. A renewable form of energy that does not disrupt our landscape and is accessible to everyone worldwide, so that fossil and nuclear forms of energy can be dismantled.
2. A „complete renewal“ for our planet, i.e. land, water and air clean again and the ozone layer without holes.
3. a worldwide equal distribution of wealth (money and food) among all people.
However, the fairy would probably fall over from exhaustion already upon wish one and all my wishes would be forfeit.

12. Which Fairy Tale way would you choose to get rid of someone?

There’s a lot of murder in Fairy Tales, at least in the originals. Nevertheless, the choice is very easy for me, because somehow I always thought the death of the evil stepmother from „Snow White“ was cool. It was just creative and something really different. So my victim would have to dance themselves to death in red-hot shoes.

13. Bonusquestion: With which Fairy Tale character would you like to trade places?

Right now, in the middle of publishing stress (interview completed end of January)? Sleeping Beauty! Sleeping just sounds too tempting. There hasn’t been enough time for that lately.
General? None. The villains always face draconian punishments and the protagonists have to suffer, pass tests, are harassed, etc. until everything can finally turn out well. So why should I change places for something I can get on every corner? Since I prefer the original fairy tales, not even a happy ending is guaranteed. No, thank you. I’d rather not do that.

More about Sabrina here:

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Thank you very much, Sabrina!


Anne/PoiSonPaiNter

Sabrina Schuh: Unter schwarzen Federn

Read in English

Und weiter geht der Märchensommer mit meiner Rezension zum elften Band der Märchenspinnerei: Unter schwarzen Federn von Sabrina Schuh, einer Adaption von Hans-Christian Andersen’s „Das hässliche Entlein“.

Worum geht’s?

4 of 5 stars

Egal wo Fee hinkommt, irgendwann wird sie überall ausgeschlossen und gemobbt. Es zerrt an ihr und irgendwann sieht sie keinen anderen Ausweg als es permanent zu beenden.

Grade noch rechtzeitig kommt Markus hinzu und kann sie davon abhalten, schafft es sogar sie dazu überreden sich Hilfe in einer Therapie zu suchen.

Doch wird es Fee schaffen, sich ihrer inneren Dunkelheit zu stellen oder wird sie nur wieder enttäuscht werden?

Das Leseerlebnis

In recht kurzen Kapiteln wechselt der Erzähler zwischen Fee und Markus, was oft interessant, teils aber auch anstrengend ist. Ich mag es, wenn Geschehnisse von mehreren Seiten beleuchtet werden, hier hat es mich hin und wieder gestört, denn die Ich-Erzähler reden mit dem Leser ähnlich wie mit einem Tagebuch, wodurch die Stimmung, die der eine Charakter geschaffen hat, von der Reaktion des Zweiten gelegentlich geschmälert wird. Aber vielleicht störe ich mich hier zu sehr an den jugendlichen Reaktionen, die die doch noch recht jungen Charaktere mit sich bringen. Man könnte das Buch durchaus zu Young Adult zählen und das ist ja eher nicht so meins.

Der Verlauf der Geschichte, die gezeigten Therapie-Ansätze und der Kampf, den Fee durchmacht, macht das Ganze wieder wett. Bei einigem davon fühlte ich mich an mich selbst erinnert, denn wie ich beim Axolotl schon schrieb, habe ich ähnliches durchgemacht, nur nicht so schlimm wie die beiden jeweiligen Protagonistinnen. Ihre Entwicklung war gut nachzuvollziehen und wenn man auf die Scherenschnitte am Seitenende achtet, sieht man auch, wenn sie einen wichtigen Schritt gemacht hat. Ein Daumenkino ist das auch. 😀

Die Charaktere

Fee schwankte für mich ein wenig zwischen nervigem/zickigem Teenager und jemand den ich einfach nur in den Arm nehmen wollte, um ihr zu zeigen, dass sie nicht alleine ist. Für viele Dinge habe ich daher Verständnis aufgebracht, hin und wieder hätte ich sie doch gerne geschüttelt. Ihr Wandel war nachvollziehbar und gut gezeigt.

Markus war allerdings noch frustrierender was das anging. Ich bin mir nicht sicher, wie gut ich es finde, dass er sich in Fees Leben eingemischt hat und wie falsch die eigenen Dinge waren, die er gelegentlich eingebracht hat um ihr zu helfen und es dadurch schlimmer gemacht hat, weil er sie nicht ganz durchdacht hat.

Die Freundschaft/Beziehung der beiden wirkte zum Teil etwas konstruiert, etwas zu … passend (convenient) … ich fand es gut, dass gerade auch das von den Charakteren selbst angesprochen wurde und vor allem, dass die beiden auch wirklich über Dinge gesprochen haben. Offene Kommunikation ist ja doch etwas, dass in Geschichten oft untergeht, um ja noch etwas mehr Konflikt zu erzeugen. Hier ist es ein Mittel um die Charaktere vorwärts zu bringen, um ihnen einen neuen Weg aufzuzeigen und das wurde wunderbar umgesetzt.

Die Nebencharaktere wurden nicht sehr ausgezeichnet, aber man merkte ihnen ihre Bestimmung an. Die positiven Helfer in der Klinik, die Unbeteiligten in Markus‘ Band und die Mobber als Gegenspieler. Für die Erzählung, die doch darauf beruhte Fees Entwicklung zu folgen, war das auch nicht notwendig und hätte nur von der Tiefe abgelenkt.

Generelle Meinung

Fees Teil der Geschichte spielt eigentlich hauptsächlich in der Klinik, aber es fällt nicht auf und es stört auch nicht, denn ihre Entwicklung vom Entchen zum Schwan steht im Fokus. Ein Szenenwechsel wäre hier sicherlich nicht hilfreich gewesen und den bekommen wir durch Markus Außensicht etwas.

Wie schon der Axolotl ist diese Geschichte wichtig, denn viel zu viele Leute leiden unter ähnlichen Problemen. Mobbing, Suizidgedanken und Depressionen sind leider viel zu häufig in unserer Gesellschaft. Ohne Zeigefinger wird gezeigt, dass es Hilfe gibt, das es nicht schlimm ist, sich Hilfe zu holen und vor allem, das man nicht alleine ist. Und das manchmal die Hilfe aus ganz unerwarteten Quellen kommen kann. Und das ist die beste Botschaft, die man dieser Adaption entnehmen kann.

Dinge, die ich hinzufügen möchte

Dieses Buch ist immer noch eine Märchenadaption. Das heißt, einige Dinge wurden verschönert, so zum Beispiel das wunderbare Klinikpersonal, dass Fee auf ihrem Weg begleitet und essentiell zu ihrer Veränderung beiträgt. Leider ist eine solch individuelle Behandlung und vor allem positive Behandlung nicht immer gewährleistet. Sei es, weil das Personal überfordert ist oder sie einfach alle Patienten über den gleichen Kamm geschert wird. Ich weiß es nicht, frage mich aber wie solche Menschen überhaupt in ihre jeweiligen Positionen gekommen sind, da sie ja doch nicht das tun, was in ihrer Jobbeschreibung steht …

Im Verlauf der Geschichte macht Sabrina eine Anspielung auf einen Sänger, der sich aufgrund seiner Depression das Leben genommen hat. Das hat es für mich realistischer gemacht, denn das war damals auch für mich ein Schock gewesen, dass auch er den Kampf nicht gewonnen hat. Eines seiner Lieder spielt eine wichtige Rolle im Verlauf der Geschichte, irgendwie hatte ich nachdem die Band genannt wurde allerdings ein anderes Lied im Kopf, aber das ausgewählte passt wesentlich besser.

Oh! Schaut! Da hat sich doch tatsächlich eine Ente in diesen Beitrag verirrt und die Kombination 13-H mitgebracht!

Wenn ihr auf Facebook der Spur des Hashtags #Märchenente folgt, könnt ihr noch zwölf weitere Position-Buchstaben-Kombinationen finden! Alle zusammen ergeben ein Lösungswort mit dem ihr hier: #Märchenente an der Verlosung von tollen Preisen teilnehmen könnt! (U.a. ein E-Book und jede Menge signierte Goodies), wenn du Hilfe brauchst schau hier vorbei: Hilfe!

Ein weiteres E-Book von Unter schwarzen Federn könnt ihr auch während des Sommers gewinnen. (Das Schreiben eigener Rezensionen zu Märchen(adaptionen) bringt übrigens auch 3 Punkte. 😉 )

Morgen gibt es dann hier ein Interview mit Sabrina.

Anne/PoiSonPaiNter

© Für das Cover gehören den rechtmäßigen Besitzern.
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Lies auf Deutsch

And the Märchensommer continues with my review of the eleventh volume of the Märchenspinnerei: Unter schwarzen Federn (Under Black Feathers) by Sabrina Schuh, an adaption of Hans-Christian Andersen’s „The ugly duckling“.

What is it about?

4 of 5 stars

No matter where Fee goes, at some point she is excluded and bullied everywhere. It draws on her and at some point she sees no other way out than to end it permanently.

Just in time Markus arrives and can stop her, even manages to persuade her to seek help in a therapy.

But will Fee be able to face her inner darkness or will she only be disappointed again?

The reading experience

In quite short chapters the narrator changes between Fee and Markus, which is often interesting, but sometimes exhausting. I like it when events are illuminated from several sides, here it bothered me now and then, because the first-person narrators talk to the reader in a manner similar to a diary, whereby the mood created by one character is occasionally diminished by the reaction of the second. But maybe I’m too bothered here by the youthful reactions that the still quite young characters bring with them. You could count the book to Young Adult and that’s rather not mine.

The course of the story, the therapy approaches shown and the struggle that Fee is going through make up for this. Some of them reminded me of myself because, as I wrote with the Axolotl, I’ve been through similar things, not as bad as the two respective protagonists. Her development was easy to understand and if you look at the silhouettes at the bottom of the page, you can also see when she took an important step. Making it a flipbook. 😀

The characters

Fee wavered for me a little between annoying/bitchy teenager and someone I just wanted to hug to prove to her that she is not alone. That’s why I showed understanding for many things, now and then I would have liked to shake her. Her metamorphosis was understandable and well demonstrated.

Markus was even more frustrating in that respect. I’m not sure how good I think it was that he interfered in Fee’s life and how wrong the things he occasionally brought in to help her were, which made matters worse because he hadn’t thought them through.

The friendship/relationship between the two seemed to be somewhat constructed, something too… convenient … I liked the fact that this was also mentioned by the characters themselves and above all that they really talked about things. Open communication is something that often falls short in stories in order to create even more conflict. Here it is a means to bring the characters forward, to show them a new way and this was done wonderfully.

The side characters weren’t very distinguished, but you could tell their purpose. The positive helpers in the clinic, the uninvolved in Markus‘ band and the mobbers as opponents. For the story, which was based on Fee’s development to follow, this wasn’t necessary and would have only distracted from its depth.

General Opinion

Fee’s part of the story actually takes place mainly in the clinic, but it goes unnoticed and doesn’t interfere, because the focus is on her development from duckling to swan. A change of scene would certainly not have been helpful here and we get it from Markus‘ outside view.

Like with the Axolotl, this story is important, because far too many people suffer from similar problems. Bullying, suicidal thoughts and depression are unfortunately far too frequent in our society. Without lecturing it is shown that there is help, that it is not bad to get help and above all, that you are not alone. And that sometimes the help can come from quite unexpected places. And this is the best message that can be taken from this adaptation.

Stuff I’d like to add

This book is still a fairy tale adaptation. This means that some things have been brightened up, such as the wonderful clinic staff who accompany Fee on her way and make an essential contribution to her improvement. Unfortunately, such individual treatment and above all positive treatment is not always guaranteed. Be it because the staff is overwhelmed or because all patients are simply lumped together. I don’t know, but I wonder how such people got into their respective positions, since they don’t do what is written in their job description…

In the course of the story Sabrina makes an allusion to a singer who has taken his own life because of his depression. That made it more realistic for me, because it was a shock for me at the time that he did not win the fight either. One of his songs plays an important role in the course of the story, somehow after the band was named I had another song in mind, but the selected one fits much better.

Tomorrow there will be an interview with Sabrina.

Anne/PoiSonPaiNter

© For the cover belongs to its rightful owner.

Märchenspinnerei im Interview: Julia Maar

Read in English
Wie schon im letzten Jahr, habe ich ein paar Märchenspinnerinnen im Rahmen des Märchensommers ein paar Fragen über ihre Adaptionen und Märchen gestellt.

Julia Maar – Autorin von „Der siebte Sohn“

Ein paar Daten zu dir:

Ich bin 1993 im Rheinland geboren worden und lebe dort bis heute. Neben meinem Brotjob mache ich Ende diesen Jahres hoffentlich meinen Betriebswirt und habe danach wieder mehr Zeit zum Schreiben.
Meine Begeisterung für Bücher und das Schreiben hat bereits in der Grundschule begonnen und am häufigsten zieht es mich dabei in fantastische Welten. Im Oktober 2017 erschien mit der Aschenputtel-Adaption „Der siebte Sohn“ mein Debüt. Außerdem stammt die Kurzgeschichte „Der Informatiker und das Biest“ in „Es war einmal … ganz anders“ aus meiner Feder.

Vorneweg ein paar Fragen zu deinem Band „Der siebte Sohn“ und der Märchenspinnerei:

1. Welches Element deines Märchens war am Schwierigsten umzusetzen?

Mit den Märchenelementen an sich hatte ich keine Probleme, was mir hingegen Schwierigkeiten bereitet hat war das Leben im Mittelalter möglichst authentisch darzustellen. Die Turnierszenen haben mich wahnsinnig gemacht und Christina war im Lektorat gnadenlos und hat mir jede unrealistische Kleinigkeiten gnadenlos um die Ohren gehauen.

2. Was hat dich bei der Arbeit am Märchen am meisten zur Verzweiflung gebracht?

Eventuell sollte ich erstmal alle Fragen durchlesen, bevor ich mit dem Beantworten anfange. *lach* Aber abgesehen von den mittelalterlichen Fakten hat mich das Überarbeiten generell in den Wahnsinn getrieben. Schreiben macht da doch deutlich mehr Spaß.

3. Welche Fassung (Film, Erzählung, Adaption) deines Märchens, außer deiner eigenen, magst du am liebsten?

Als Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ und die Luna-Chroniken unter den Büchern. Wie cool ist bitte die Idee aus Aschenputtel einen Cyborg zu machen? Allerdings fehlt mir noch der letzte Band, also bitte nicht spoilern!

4. Ein Film-Mensch kommt auf dich zu und möchte dein Märchen umsetzen, wen siehst du in den Hauptrollen?

Ui schwierige Frage. Schwierig vor allem, weil ich mir Namen und Gesichter wirklich schlecht merken kann – Schande über mich. Für Robin stelle ich mir eher einen ruhigen und zurückhaltenden Teenager vor. Vielleicht Dylan Minnette aus „Tote Mädchen Lügen nicht“. Und Vivienne muss richtig Wumms haben, aber da fällt mir grade niemand in ihrem Alter ein.

5. Was wünscht du dir für die Zukunft der Märchenspinnerei?

Dass noch viele weitere Geschichten das Licht der Welt erblicken und wir unsere Leser damit langfristig begeistern können. Und natürlich, dass die tolle Zusammenarbeit der Märchenspinnerinnen anhält und sich festigt.

Schauen wir uns deine Märchenleidenschaft mal etwas genauer an…

6. Was ist deine schönste Erinnerung, wenn es um Märchen geht?

Ich denke das war, als meine Mutter mir mein erstes, und auch sehr lange einziges, Märchenbuch geschenkt hat. Es ist eine illustrierte Ausgabe und vermutlich eher für Kinder gedacht, aber ich hatte nicht damit gerechnet und sie hat sich bei der Auswahl wirklich Mühe gegeben, sodass es wundervolles Geschenk war.

7. Was magst du lieber? Happy End oder Bad End?

Sagen wir mal, dass mich Happy Ends im Normalfall glücklicher machen. Aber ich weiß ein Bad End zu schätzen, wenn es gut umgesetzt ist.

8. Was stört/begeistert dich bei Märchen am meisten?

Mir gefällt, dass in Märchen alles möglich ist. Stroh zu Gold spinnen, an Haaren einen Turm hinaufklettern oder einer Bohnenranke in ein anderes Reich folgen – nichts ist unmöglich. Auf Anhieb fällt mir gerade nichts ein, dass mich an Märchen stört. Gut, vielleicht hätte Rapunzel zum Beispiel gerne ihre Freiheit genossen statt zu heiraten, aber die meisten Märchen stammen eben aus einer anderen Zeit.

9. Was ist für dich typisch an einem Märchen?

Der Konflikt zwischen Gut und Böse. Ich habe das Gefühl Märchen sind was das angeht immer schwarz-weiß. Man ist entweder gut oder böse, ein Mittelding gibt es nicht.

Zum Schluss noch ein paar märchenhafte Fragen:

10. Du triffst auf ein sprechendes Tier, das dir weismachen will, dass es ein verzauberter Mensch ist. Was würdest du tun?

Naja erstmal würde ich mich mit ihm unterhalten, um etwas mehr herauszufinden. Aber so unwahrscheinlich ist es doch gar nicht, dass ein sprechendes Tier vorher ein Mensch war. Und dann mal schauen, ob man ihm irgendwie helfen kann, aber vielleicht möchte das Tier ja auch einfach nur eine Runde quatschen.

11. Eine gute Fee will dir drei Wünsche erfüllen, was würdest du dir wünschen?

Weltfrieden klingt jetzt ziemlich pathetisch und nach Schönheitswettbewerb, oder? Ich würde mich auch damit zufrieden geben, wenn jeder einfach ein bisschen mehr Rücksicht auf seine Umwelt nimmt. „Bitte“ und „Danke“ haben noch niemandem wehgetan. Dann würde ich mir noch Gesundheit für meine Familie und Freunde wünschen und zuletzt, dass der Tag ein paar Stunden mehr hat, damit ich alle Sachen machen kann für die mir aktuell die Zeit fehlt.

12. Welchen Märchenweg würdest du wählen um jemanden aus dem Weg zu räumen?

Das ist eine schwierige und eine gefährliche Frage. *lach* In extremen Fällen würde ich vermutlich ganz hinterhältig Gift nehmen, aber generell finde ich die Variante mit dem Turm ganz gut. So macht man nichts, dass man nicht mehr rückgängig machen kann.

13. Bonusfrage: Mit welcher Märchenfigur würdest du gerne tauschen?

Wenn, dann mit Rotkäppchen. Wer einen Wolf fertig macht, den kriegt auch sonst nichts aus der Fassung gebracht. Aber eigentlich bin ich ganz froh in keinem Märchen zu stecken.

Mehr zu Julia gibt es hier:

Facebook: Julia Maar

Vielen Dank, Julia!

Anne/PoiSonPaiNter
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Lies auf Deutsch
Like last year, I asked a few Märchenspinnerinnen (Fairy Tale spinnerettes) a few questions about their adaptations and fairy tales as part of the Fairy Tale Summer.

Julia Maar – Authoress of „Der siebte Sohn“ (The Seventh Son)

A few things about you:

I was born in 1993 in the Rhineland and still live there today. In addition to my dayjob, I hope to become a business economist at the end of this year and then have more time to write again.
My enthusiasm for books and writing began in primary school and most often I am drawn to fantastic worlds. My debut came in October 2017 with the Cinderella adaptation „Der Siebte Sohn“ (The Seventh Son). I also wrote the short story „Der Informatiker und das Biest“ (The IT guy and the beast) in „Es war einmal… ganz anders“ (Once upon a time … completely different“).

Beforehand a few Questions regarding your book „Unter schwarzen Federn“ and the Märchenspinnerei:

1. Which element of your Fairy Tale was the hardest to transfer?

I had no problems with the fairy tale elements themselves, but what caused me difficulties was to present life in the Middle Ages as authentically as possible. The tournament scenes drove me crazy and Christina was merciless in editing and smashed every unrealistic little thing mercilessly into my face.

2. What reduced you most to despair working on your Fairy Tale?

Maybe I should read through all the questions before I start answering them. *laugh* But apart from the medieval facts, reworking has driven me crazy in general. Writing is much more fun.

3. Which Version (Movie, Tale, Adaptation) of your story, except your own, do you like most?

As a film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ (Three Wishes for Cinderella) and the Lunar-Chronicles among the books. How cool is the idea of making a cyborg out of Cinderella? But I’m still missing the last volume, so please don’t spoil!

4. A Movie-Person comes to you and wants to turn your Fairy Tale into a movie, whom do you see in the leading roles?

Gee difficult question. Difficult above all, because I can‘ t remember names and faces very well – shame on me. For Robin, I imagine a quiet and reserved teenager. Maybe Dylan Minnette from „13 Reasons Why“. And Vivienne must have some real oomph, but I can’t think of anyone her age right now.

5. What’s your wish for the future of the Märchenspinnerei?

That many more stories are born and that we can inspire our readers for many years. And of course, that the great cooperation of the Märchenspinnerinnen continues and strengthens.

Let’s take a closer look at your passion for Fairy Tale …

6. What is your loveliest memory regarding Fairy Tales?

I think that was when my mother gave me my first, and for a very long time the only, Fairy Tale book. It is an illustrated edition and probably intended more for children, but I hadn’t expected it and she really made an effort to make it a wonderful gift.

7. What do you prefer? Happy End or Bad End?

Let’s say happy endings usually make me happier. But I appreciate a bad end when it’s well done.

8. What bothers/enthuses you the most about Fairy Tales?

I like that anything is possible in Fairy Tales. Spinning straw into gold, climbing up a tower by hair or following a beanstalk into another realm – nothing is impossible. Right off the bat, I can’t think of anything that bothers me about Fairy Tales. Well, maybe Rapunzel would have preferred to enjoy her freedom instead of getting married, but most Fairy Tales are from a different time.

9. What is typically for a Fairy Tale for you?

The conflict between good and evil. I have the feeling that fairy tales are always black and white when it comes to that. You’re either good or bad, there’s no such thing as medium.

At the End a few fantastical Questions:

10. You meet a talking animal, that makes you believe they’re an enchanted human. What would you do?

Well, first, I’d talk to it to learn some more. But it is not so unlikely that a talking animal was a human being before. And then we’ll see if there’s anything I can do to help him, but maybe the animal just wants to have a chat.

11. A Fairy Godmother wants to grand you three wishes, what would you wish for?

World peace sounds pretty pathetic and beauty pageant now, doesn’t it? I would also be satisfied if everyone simply showed a little more consideration for their environment. „Please“ and „thank you“ have never hurt anyone. Then I would wish for health for my family and friends and finally that the day has a few more hours so that I can do all the things for which I currently lack the time.

12. Which Fairy Tale way would you choose to get rid of someone?

This is a difficult and a dangerous question. laugh* In extreme cases I would probably use poison quite sneakily, but in general I think the alternative with the tower is quite good. You don’t do anything you can’t undo.

13. Bonusquestion: With which Fairy Tale character would you like to trade places?

If, then with Little Red Riding Hood. Anyone who takes down a wolf will never get upset. But I’m actually glad I’m not in any Fairy Tale.

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Facebook: Julia Maar

Thank you very much, Julia!
Anne/PoiSonPaiNter

Julia Maar: Der Siebte Sohn

Read in English

Und weiter geht der Märchensommer mit meiner Rezension zum neunten Band der Märchenspinnerei:Der Siebte Sohn von Julia Maar, einer Adaption von „Aschenputtel“.

Worum geht’s?

4 of 5 stars

Robin ist mit seinem Leben als Lehrling in der Schmiede eigentlich ganz zufrieden, doch viel lieber würde er ein echter Ritter sein und gemeinsam mit seinen royalen Halbbrüdern an Turnieren teilnehmen. Als sein ältester Bruder Dante ihn schließlich zu seinem Knappen macht, könnte er nicht glücklicher sein.

Seine Freude wird jedoch schnell getrübt, als er einen seiner Brüder davon abhält, wie er sich an der jungen Magd Vivienne vergehen will.
Doch diese Tat könnte das Ende seines Traums bedeuten …

Das Leseerlebnis

Auch wenn ich das Buch kurz nach erscheinen auf der BuchBerlin – inklusive Autogramm von Julia – erstanden habe, habe ich es erst kurz vor dem Märchensommer tatsächlich gelesen. Zu dem Zeitpunkt war es bereits auf der Long- und später auf der Shortlist des  Deutschen Phantastik Preises (noch könnt ihr abstimmen dafür). D.h. meine Erwartungen waren relativ hoch, auch wenn ich versucht habe sie zu drücken.

Da es ein relativ kurzes Buch ist, hatte ich es auch relativ schnell durch, was aber auch bedeutete, dass einige Handlungsstränge oder Hintergrunde nur angedeutet und nicht ausgebaut wurden.
Das störte in den meisten Fällen allerdings nicht, da selbst das schon genügte das entsprechende Bild zu zeichnen.

Der finale Twist wirkte etwas sehr konstruiert, aber doch auf eine gewisse Art glaubwürdig. Man konnte es sich denken, vielleicht nicht unbedingt so, aber es war doch recht offensichtlich, das hinter dem Charakter mehr steckte.

Die Charaktere

Robin ist ein Niemand, ein Außenseiter, der Bastard des Königs, der eher geduldet als gemocht wird. Ich gehöre ja zu denen, die eher Kontakt zu den Außenseiter knüpfen kann, wodurch er mir sehr sympatisch war. Auch wenn mich seine Naivität gegenüber seinen Brüdern doch etwas genervt hat. Glücklicherweise hat er das ja schnell abgelegt.

Vivienne und Karl waren eine wunderbare Ergänzung. Clever, witzig und gefühlvoll, neugierig und loyal.
Hinter allen dreien steckt noch so viel mehr Geschichte, die leider auf den Seiten keinen Platz mehr gefunden hat.

Über die Prinzen hingegen muss ich gar nicht mehr wissen, es würde mich vermutlich zu sehr aufregen … solche Kotzbrocken … *grummel* oder in anderen Worten: Sehr gute, unsympathische Charaktere.

Die Eltern der ganzen Leute hier spielten zwar eine Nebenrolle, so ganz genau konnte ich ihren Argumentationen allerdings nicht folgen. Einiges erschien mir zu unlogisch, aber vielleicht bin ich hier auch wieder zu sehr Realist und mein romantisches Unverständnis lässt das nicht zu. 😀

Welchen Charakter ich allerdings nicht wirklich verstanden habe, war der Hund – und ein bisschen das doch recht menschliche Pferd … Die Enthüllung zu ihm, war für mich ein „Hä? Wie jetzt?“- Moment und mir fehlt hier einfach die essentielle Information wer zuerst da war … und wie das überhaupt funktioniert …

Generelle Meinung

Das Originalmärchen wurde auf wunderbare Weise eingebaut. Der Schuh, die Magie und das alles ohne tote Eltern und Stiefgeschwister. 😀 Na gut, nicht ganz ohne tote Eltern, aber die waren nicht auf Aschenputtels, ähm, Robins Seite der Familie …

Meiner Meinung nach hat das Buch seinen Platz auf der Liste verdient, selbst wenn für mich hier und da noch an Schräubchen gedreht oder noch was ergänzt werden könnte, damit es komplett rund ist.

Alles in Allem hat die Geschichte einfach ein Happy End, das man den Charakteren von Herzen gönnt.

Dinge, die ich hinzufügen möchte

Die Märchenspinnerei ist dafür bekannt, ungewöhnliche Adaptionen zu schreiben. Zusammen mit der Anthologie „Es war einmal …. ganz anders“ ist dies die erste von drei Aschenputtel-Adaptionen, die nicht den traditionellen Geschlechterrollen entsprechen. Auf Twitter habe ich mich ein bisschen genauer dazu ausgelassen: Cinderella Funfacts.

Morgen gibt es hier ein Interview mit Julia. Ein E-Book von Der Siebte Sohn könnt ihr während des Sommers gewinnen. (Das Schreiben eigener Rezensionen zu Märchen(adaptionen) bringt übrigens auch 3 Punkte. 😉 )

Anne/PoiSonPaiNter

© Für das Cover gehören den rechtmäßigen Besitzern.
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Lies auf Deutsch

And the Märchensommer continues with my review of the nineth volume of the Märchenspinnerei: Der Siebte Sohn (The Seventh Son) by Julia Maar, an adaptation of the Cinderella.

What is it about?

4 of 5 stars

Robin is quite happy with his life as an apprentice in the forge, but he would much rather be a real knight and take part in tournaments together with his royal half-brothers. When his eldest brother Dante finally makes him his squire, he couldn’t be happier.

However, his joy is quickly clouded when he prevents one of his brothers from wanting to molest the young maid Vivienne.
But this act could mean the end of his dream…

The reading experience

Even though I bought the book shortly after it was published on BuchBerlin – including Julia’s autograph – I only read it shortly before the fairytale summer. At that time it was already on the long list and later on the shortlist of the Deutschen Phantastik Preises (German Fantasy Prize – you can still vote for it). Meaning my expectations were relatively high, even if I tried to push them down.

Since it is a relatively short book, I went through it relatively quickly, which also meant that some storylines or backgrounds were only hinted at and not expanded.
This did not disturb in most cases, however, since even that was already enough to draw the corresponding pictures.
The final twist seemed very constructed, but in a certain way credible. You could have figured it out, maybe not necessarily like that, but it was quite obvious that there was more to the character.

The characters

Robin is a nobody, an outsider, the king’s bastard, who is tolerated rather than liked. I am one of those who rather like to socialize with the outsiders, which made me very fond of him. Even if I was a little annoyed by his naivety towards his brothers. Fortunately, he got rid of that quickly.

Vivienne and Karl were a wonderful addition. Smart, funny and soulful, curious and loyal.
Behind all three of them there is so much more to tell, which unfortunately has not found a place on the pages.

About the princes, however, I don’t need to know any more, it would probably agitate me too much… such scoundrels … *grumble* or in other words: Very good, unsympathetic characters.

The parents of all the people here played a supporting role, but I couldn’t follow their arguments exactly. Some things seemed too illogical to me, but maybe I am too much of a realist here again and my romantic incomprehension does not allow that. 😀

However, the character I didn’t really understand was the dog – and a little bit the quite human horse… The revelation regarding him was a „Huh? What now?“ moment for me and I just lack the essential information of who was there first… and how that even works…

General Opinion

The original Fairy Tale was wonderfully incorporated. The shoe, the magic and all this without dead parents and stepsiblings. Well, not entirely without dead parents, but they weren’t on Cinderella’s, um, Robin’s side of the family…

In my opinion, the book deserves its place on the list, even if here and there I would have liked to have some fine tuning or something added so that was completely round.

All in all, the story just has a happy ending, which you grant the characters from the bottom of your heart.

Stuff I’d like to add

The fairy tale spinning mill is known for writing unusual adaptations. Together with the anthology „Es war einmal …. ganz anders“ (Once upon a time…. quite different), this is the first of three Cinderella adaptations that do not conform to traditional gender roles. On Twitter I explained a little bit more about it: Cinderella Funfacts.

Tomorrow there will be an interview with Julia.

Anne/PoiSonPaiNter

© For the cover belongs to its rightful owner.

Märchensommer: Gruslig, gruslig …

Herzlich willkommen zur zweiten Woche des Märchensommers! Schön das ihr euren Weg hergefunden habt!

Auch heute könnt ihr wieder einen Punkt für die Gesamtpreise des Märchensommers ergattern indem ihr die unten gestellte Frage in den Kommentaren beantwortet.

Doch vorweg eine kleine Buchvorstellung …

Auch heute geht es nochmal um die Märchenspinnerei.
Neben den Bänden, die ich letzte Woche vorgestellt habe, habe die fleißigen Spinnerinnen im November auch eine Anthologie herausgebracht:
Es war einmal … ganz anders
Für diese Anthologie, die ebenfalls für die Shortlist des Deutschen Phantastik Preis nominiert ist, haben die Spinnerinnen ihre – damaligen – Feen gefragt, was denn deren Lieblingsmärchen sind. Bald darauf wurden die Märchen unter den Spinnerinnen aufgeteilt, sogar einigen, die bis dahin noch nicht unter dem gemeinsamen Banner veröffentlicht hatten, und zur BuchBerlin gingen dann die fertigen Anthologien bis zum letzten Exemplar über den Tisch – und eines auch in meine Hände, (bis auf 3 Unterschriften, habe ich auch alle Autogramme. :D).
Entstanden sind daraus 13 Kurzgeschichten, manchmal zum gleichen Märchen, aber auch zu ganz verschiedenen, u.a. mit bei: AllerleirauhDie Schöne und das Biest und Aschenputtel in mehrfacher Ausführung sogar.

Gelesen hab ich es noch nicht, aber dafür ist der Sommer ja da.

Aber nun zur Tagesfrage:

Welches Märchen findest du am gruseligsten und warum?

Auch diese Frage ist wieder aus dem vergangenen Jahr übernommen. Ich mochte sie einfach zu sehr.
Damals habe ich mit „Das kalte Herz“ geantwortet und bleibe auch weiterhin dabei. Es ist einfach nur creepy …

Ich denke das Märchen ist für mich am gruseligsten, weil es einfach die Tiefe der menschlichen Schlechtheit aufzeigt – und wegen der Herzwand…

Was so von der Ferne betrachtet eine interessanter Blickwinkel ist, finde ich doch gut gemachte Bösewichte durchaus faszinierend … wie ich gerade erst bei Gotham wieder gemerkt habe, aber das ist eine andere Geschichte …

Anne/PoiSonPaiNter

© Für das Cover gehört den rechtmäßigen Besitzern. Sie dienen hier lediglich zur Veranschaulichung.