Category Archives: Random Book

Marion B. Harmon: Karriere: Superheldin

Read in English

Im Rahmen meiner Nerdwoche zum Thema Superheldinnen erhaltet ihr meine Rezension für Karriere: Superheldin, dem ersten Band der Wearing the Cape Reihe von Marion B. Harmon.

Worum geht’s?

3 of 5 stars

In einer Welt in der es seit mehr als einem Jahrzehnt Superhelden gibt, deren Kräfte plötzlich erwachten, ist Hope eine ganz normale Schülerin kurz vorm College. Zumindest bis sie in einen Angriff des Tea Time Anarchist gerät und plötzlich das Dach ihres Autos mit bloßen Händen aufdrücken kann.
Schnell wird sie von Atlas, dem Anführer des Chicagoer Prestige Teams Sentinels eingesammelt und sie beginnt ihr Training zur Superheldin als sein Side Kick. Bald stellt sich heraus, dass der Anschlag vielleicht doch nicht vom Anarchist verübt wurde und Hope, nun Astra, versucht der Verschwörung auf die Schliche zu kommen.

Das Leseerlebnis

Nachdem ich das Buch bei der Blogtour zur Veröffentlichung beim Feder&Schwert Verlag gewonnen und die entsprechenden Beiträge gelesen hatte, war ich neugierig, denn die Welt und das Buch klangen interessant. Ich bin mir relativ sicher, dass ich vorm Lesen allerdings Booknappings Rezension schon vorher gelesen habe, denn dadurch bin ich schon mit einem gemilderten Enthusiasmus an die Sache herangegangen.

Das Buch an sich hat auf die relativ vielen Seiten eine extrem kleine Schrift, man gewöhnt sich daran, aber es ist trotzdem anstrengend. Woran ich mich nicht gewöhnen konnte, war die Vorhersehbarkeit der Handlung in gewissen Aspekten … was mir das Lesen nicht unbedingt erleichtert hat … Und die wenigen Twists DIE es gab, waren dann doch etwas arg … abstrus …

Auch sehr schwierig war es zu folgen von welchen Charakteren nun die Rede war, denn die ich-Erzählerin Astra wechselte gerne mal zwischen Superheldenname und Realnamen oder sogar einem Spitznamen … und das gefühlt ständig …

Die Charaktere

Hauptsächlich waren es aber die Charaktere, die mir regelmäßig ein Augenrollen entlockten mit ihrer Klischeehaftigkeit.

Hope ist mal wieder der typische Hauptcharakter: Kaum hat sie ihre Kräfte, muss sie alles im Alleingang erledigen. Und von Geheimhaltung hält sie auch nicht viel, denn als alle ihr Raten niemandem etwas davon zu erzählen und sie damit anzulügen, tut sie das genaue Gegenteil.
Sie wird uns als die tragische Charakterin verkauft, die schreckliches mitgemacht hat und trotzdem ihren eigenen Weg weitergeht, aber ich finde hier wurde es übertrieben: Tote Schwester, Tote beste Freundin, schlimme Krankheit überstanden, in Katastrophe verwickelt wodurch sie erwacht ist und das alles hübsch verpackt in einem „elfenähnlichen“ doch gar nicht soo hübschen Körper …

Ihr männlicher Counterpart Atlas ist aber auch nicht viel besser … oder seine Kollegen von den Sentinels. Im Prinzip sind sie alle Abziehbilder bekannter Superhelden und Schurken. Ein paar interessantere Fähigkeiten und Hintergrundgeschichten sind mit bei, aber die sind von unbedeutenden Nebencharakteren.

Wobei ob nun Haupt- oder Nebencharakter, eine wirkliche Verbindung konnte ich zu keinem von ihnen aufbauen und meine eigene Emotionalität zum Ende hin galt der Szene an sich, nicht ihnen, mit Beerdigungszeremonien komm ich selten klar.

Auch Astras Entwicklung, wenn man sie denn als solche bezeichnen möchte, folgte dem bekannten Prinzip und ich wusste schon sehr schnell, dass eine andere Figur ihr Love Interest wird und habe nur noch drauf gewartet, dass sie es doch endlich mal tun. Als gut erzogenes katholisches Mädchen, natürlich erst nach der Hochzeit und er hat auch seine ganze Art für sie geändert und fand sie die stärkste Frau, die er je kennengelernt hat, will sie aber trotzdem auf immer beschützen und  … ARG … diese Entwicklung hat mir im Prinzip die ganze Welt und das Buch kaputt gemacht … was wirklich schade ist … denn die war wirklich großartig.

Kurz gesagt: Wo ich die Supermamas für ihre Menschlichkeit loben konnte, wirkt hier leider alles sehr gekünstelt…

Generelle Meinung

Wie eben schon gesagt, fand ich die Welt großartig. Superkräfte entstehen, die Welt wird neu geordnet, Konflikte, Teams, die nur als glorifizierte Rettungs- und Einsatzkräfte genutzt werden, Kräfte, die einer Aufgabe entsprechend entstehen und eingesetzt werden. Alles super. Alles sehr faszinierend, hätte ich gerne mehr von gelesen, aber die Charakterentwicklung schreckt mich einfach ab mir weitere Bände zu Gemüte zu führen.

Auch der letzte Twist erscheint mir unplausibel. Abgesehen davon, dass es ein mutiger Schritt ist diverse Haupt- und Hauptnebencharaktere zu töten, war die Erklärung – und der ganze Zeitreiseaspekt, der der Geschichte beschwang – irgendwie unglaubwürdige, irgendwie ZU viel des Guten … getrennte Plots, eine Auflösung im zweiten Teil, soetwas hätte der Story vermutlich geholfen etwas mehr zu atmen und die Charaktere hätten sich dann vielleicht auch besser entwickelt.

Wirklich schade, dass sie so enttäuschend waren, ich hatte mich wirklich auf das Buch gefreut …

Dinge, die ich hinzufügen möchte

Als zusätzlichen Preis zum Buch habe ich eine Zeichnung gewonnen, aber davon werde ich an anderer Stelle vielleicht einmal mehr erzählen.

Morgen geht es dann weiter mit einem Gastbeitrag von Diandra Linnemann in dem sie mal ein bisschen über die Arbeitskleidung von Superheld*innen erzählt.

Anne

© Für das Cover gehören den rechtmäßigen Besitzern.
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Lies auf Deutsch

As part of my nerdweek on superheroes, you’ll receive my review for Karriere: Superheldin, the first volume in Marion B. Harmon’s Wearing the Cape series.

What is it about?

3 of 5 stars

In a world where superheroes have been around for more than a decade whose powers have suddenly awakened, Hope is a normal student close to college. At least until she is caught in an attack by the Tea Time Anarchist and can suddenly push the roof of her car open with her bare hands.
Quickly collected by Atlas, leader of the Chicago Prestige Team Sentinels, she starts her superhero training as his side kick. Soon it turns out that the attack may not have been carried out by the anarchist after all and Hope, now Astra, tries to unravel the conspiracy.

The reading experience

After winning the book during the blog tour for the publication at Feder&Schwert Verlag and having read the corresponding articles, I was curious, because the world and the book sounded interesting. I’m relatively sure that I’ve read Booknapping’s review before reading it, because I’ve already approached the matter with a softened enthusiasm.

The book itself has an extremely small font on the relatively many pages, you get used to it, but it is still exhausting. What I couldn’t get used to was the predictability of the plot in certain aspects… which didn’t necessarily make reading it easier for me… And the few twists that existed were a quite … abstruse…

It was also very difficult to follow which characters were actually mentioned, because the narrator Astra liked to switch between superhero name and real name or even a nickname… and it felt like she was doing it all the time…

The characters

But it was mainly the characters who regularly enticed me to roll my eyes because of their clichédness.

Hope is once again the typical main character: As soon as she has her powers, she has to do everything on her own. And she doesn’t think much of secrecy either, because when everybody advises her not to tell anyone about it and to lie to them, she does the exact opposite.
She is sold to us as the tragic character who has gone through terrible things and still continues on her own path, but I think it was exaggerated here: Dead sister, dead best friend, survived a bad illness, got involved in a catastrophe which caused her to awaken and all this nicely packed in an „elf-like“ but not so pretty body…

But her male counterpart Atlas is not much better… or his colleagues from the Sentinels. Basically, they’re all decals of well-known superheroes and villains. A few interesting abilities and background stories are included, but they are from insignificant side characters.

I could not establish a real connection to any of them and my own emotionality towards the end was directed at the scene itself, not to them, I can rarely cope with funeral ceremonies.

Also Astra’s development, if you want to call it that, followed the well-known principle and I knew very quickly that another character would become her love interest and I was just waiting for them to finally do it. As a well brought up catholic girl, of course only after the wedding and he also changed his whole nature for her and found her the strongest woman he’s ever met, but still wants to protect her forever and… ARG… this development basically ruined the whole world and the book for me… which is a real pity… because it was really great.

In short: Where I could praise the Supermamas for their humanity, everything seems very artificial here…

General Opinion

As I said above, I really liked the world. Superpowers are emerging, the world is being reorganized, conflicts, teams that are only used as glorified rescue and emergency troops, powers that arise and are deployed according to a task. Everything’s great. Everything is very fascinating, I would have liked to have read more about it, but the character development just deterred me from reading more volumes.

Even the last twist seems implausible to me. Apart from the fact that it is a courageous step to kill several main and main supporting characters, the explanation – and the whole time travel aspect that influenced the story – was somehow unbelievable, somehow Too much overkill… separate plots, a resolution in the second part, that would probably have helped the story to breathe a little more and the characters might have developed better.

Too bad they were so disappointing, I was really looking forward to the book…

Stuff I’d like to add

As an additional prize to the book I won a drawing, but perhaps I will talk about it some more later.

Tomorrow we continue with a guest post by Diandra Linnemann in which she tells a little bit about the work clothes of superhero*ines.

Anne

© For the cover belongs to its rightful owner.

Tina Skupin: Die Supermamas

Read in English

Im Rahmen meiner Nerdwoche zum Thema Superheldinnen erhaltet ihr meine Rezension für  Die Supermamas – Windeln wechseln und Welt retten von Tina Skupin, deren Werk Hollerbrunn ich bereits letztes Jahr im Märchensommer vorgestellt habe.

Worum geht’s?

4 of 5 stars

Maira ist schwanger und obwohl sie regelmäßig sie umkreisende Monde sucht, ist alles normal, bis … bis ihr Sohn Peter unter schwierigen Umständen zur Welt kommt. Plötzlich ist da nicht nur ein neues Leben, um das sie sich kümmern muss, sondern auch die Tatsache, dass sie nicht mehr ganz auf dem Boden der Tatsachen ist: Maira kann fliegen.

Bald begegnet sie anderen Frauen, die ähnliches wie sie erlebt haben und auch Kräfte davongetragen haben, mit deren Hilfe sie nun einer finsteren Verschwörung auf die Schliche kommen. Den gemeinsam sind sie Die Supermamas.

Das Leseerlebnis

Wie schon bei Hollerbrunn hat Tinas Schreibstil mich schnell gefesselt und mir regelmäßig ein Schmunzeln oder Lachen entlockt. Als nicht-Mutter habe ich zwar mit vielen der beschrieben Sachen keine Verbindung, kann aber vollkommen verstehen, wenn die Protagonistin von den „Windeln des Todes“ und anderen Sachen spricht.

Besonders toll fand ich die ganzen Superhelden-Referenzen, Maira war z.B. so hungrig wie Hulk und noch vieles mehr, was ich jetzt nicht vorweg nehmen möchte. Man merkt aber auf alle Fälle, dass Tina nicht nur Informationen des Genres aneinandergeklatscht hat, sondern weiß, wovon sie redet. Sie ist halt auch nur ein Nerd. 😀

Das Buch selbst hat ein recht großes Format, was es etwas unhandlich macht, aber das ist eher ein Luxusproblem.

Die Charaktere

Maira hatte zwar ein paar „ernsthaft?!“ Momente, aber im Großen und Ganzen war sie ein sehr sympathischer Charakter. Ihre Entwicklung ist dennoch verständlich und nicht erzwungen in die Superheldinnen-Rolle gepresst.

Ihre Schwester Jenny und Mairas Mann haben dahingegend mir wesentlich mehr Kopfzerbrechen bereitet mit ihren doch nicht so ganz nachvollziehbaren Handlungen – auch wenn Putin, der Pinguin schon ziemlich lustig war.

Besonders schwierig war für mich Maira und Jenny nicht mit Pegg und Marie aus Hollerbrunn zu vergleichen, aber irgendwann ging es dann, weil die beiden Geschwisterpaare doch sehr verschieden sind. Mal gucken, ob es wieder Schwestern in der Valkyrie gibt, in ihrer Geschichte in der Märchenspinnerei Anthologie hat sie ja auch wieder welche. 😉

Die anderen Mamas hatten eine gute Balance zwischen „Nach mir die Sintflut“-Attitüde, stink normale Mama und „Badass“-ness und besonders fand ich die Interaktionen zwischen den Charakteren wieder herrlich.

Tina schreibt einfach super MENSCHEN. 😀

Generelle Meinung

Ich hätte bitte gerne eine Fortsetzung, einen Comic und eine Fernsehserie über die Supermamas. Danke! 😀
Spaß Beiseite: Ich finde das Konzept klasse und das Lesen hat unglaublich viel Spaß gemacht und ich würde gerne mehr aus der Welt der Supermamas erfahren. Die Verbindung vom alltäglichen Mutterdasein mit den Kräften und Abenteuern ist einfach so unbeschreiblich passend.

Dinge, die ich hinzufügen möchte

Hat euch gefallen, was ihr hier gelesen habt? Dann schaut nächsten Samstag wieder vorbei und hüpft in den Lostopf, um ein von Tina signiertes Exemplar zu gewinnen!

Wenn ihr außerdem einer Supermama oder Superheldin aus eurem eigenen Umfeld sagen möchtet, wie super ihr sie findet, könnt ihr euch von Trimagie einen Heldenbutton abholen: Wer ist eure Superheldin?

(Wer nicht auf Facebook ist, kann sich den Button auch gern hier abholen, ich leite dann weiter. )

Morgen geht es dann weiter mit einem Gastbeitrag von Sarah Wagner, die uns etwas über die Schwächen von Superheld*innen erzählt und ihr könnt selbst testen, welcher Typ Held*in ihr seid.

Leider konnte meine eigene Supermama dieses Buch nie lesen und auch wenn sie nicht alle Referenzen verstanden hätte, bin ich mir sicher, dass es ihr gefallen hätte.
Alles Gute zum Geburtstag, Mama.

Anne

© Für das Cover gehören den rechtmäßigen Besitzern.
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Lies auf Deutsch

As part of my nerd week on the topic of Superheroines, you will receive my review for „Die Supermamas – Windeln wechseln und Welt retten“ (The Supermamas – Changing diapers and saving the world) by Tina Skupin, whose novel Hollerbrunn I reviewed last year during the Fairy Tale Summer.

What is it about?

4 of 5 stars

Maira is pregnant and although she regularly looks for orbiting moons, everything is normal until… until her son Peter is born under difficult circumstances. Suddenly there is not only a new life to worry about, but also the fact that she is no longer completely down to earth: Maira can fly.

Soon she meets other women who have experienced something similar to her and have also gained abilities, with whose help they now come to grips with a sinister conspiracy. Together they are: The Supermamas.

The reading experience

As with Hollerbrunn, Tina’s writing style quickly captivated me and regularly made me smile or laugh. As a non-mother I have no connection with many of the things described, but I can fully understand when the protagonist talks about the „diapers of death“ and other things.

I especially liked all the superhero references, Maira was as hungry as Hulk and many more things I don’t want to spoil. But you can definitely see that Tina isn’t just sprinkling information of the genre into it, but knows what she is talking about. She’s after all a nerd. 😀

The book itself is quite large, which makes it a bit unwieldy, but that’s more of a luxury problem.

The characters

Maira had some „seriously?!“ moments, but on the whole she was a very likeable character. Her development is nevertheless understandable and not forced into the role of a superheroin.

Her sister Jenny and Maira’s husband, on the other hand, caused me much more headaches with their not quite comprehensible actions – even if Putin, the penguin, was actually quite funny.

It was especially difficult for me not to compare Maira and Jenny to Pegg and Marie from Hollerbrunn, but at some point it worked because the two siblings are very different. I’m curious if there are sisters in the Valkyrie again, in her entry in the Märchenspinnerei anthology she also has them. 😉

The other mamas had a good balance between „devil-may-care“-attitude, totally normal mum* and „Badass“-ness and especially  the interactions between the characters were amazing again.

Tina simply writes amazing PEOPLE*. 😀

General Opinion

I’d like to have a sequel, a comic book and a TV series about the Supermamas, please. Thank you! 😀
All kidding aside: I think the concept is great and the reading was unbelievably fun and I would like to learn more about the world of Supermamas. The connection of being a mother in everyday life with the powers and adventures is simply so indescribably fitting.

Stuff I’d like to add


Tomorrow we will continue with a guest post by Sarah Wagner, who tells us something about the weaknesses of superhero*ines and you can test yourself which type of hero*ine you are.

Unfortunately, my own Supermama could never read this book and even if she wouldn’t have understood all the references, I’m sure she would have liked it.
Happy birthday, Mom.

Anne

© For the cover belongs to its rightful owner.

* This post was translated using deepl.com and a few very funny mistranslations were involved.

A*3+B oder von Antibiotika, Adventskalender, Anthologie & BuchBerlin

As this post will be mostly in German again, I’ll give you a short recap at the end of it. Jump to the end

Am Titel ist es bereits erkennbar, es gibt ein paar Dinge zu erzählen.
Dank einer Mandelzündung und Antibiotika, die nicht anschlagen wollten – wie sich nach zwei Wochen Anwendung herausstellte – hat sich meine Adventskalender Planung ja etwas hinausgezögert, aber einige sehr tolle Autorinnen haben nach und auch schon vor meinem Aufruf geholfen ihn zu füllen und ich denke wir sind auf einem guten Weg, dass er rechtzeitig fertig wird, wenn auch dieses Jahr eventuell zum ersten Mal nicht zweisprachig, aber das wird sich noch zeigen. Wer genau dabei ist, hab ich zwar schon bei Twitter (und Facebook) verraten, aber da werde ich noch etwas genauer drauf eingehen im Prequel. 😉

Was ich euch nicht vorenthalten möchte, auch wenn ich es selbst noch nicht so ganz realisiert habe:

Das erste Kapitel des Neubrandenwolfs (Wintermond*) ist in einer längeren, deutschen Fassung Teil der Weihnachtsanthologie des Bundesamts für magische Wesen!

Es gab ein bisschen hin und her während der Entstehung, aber nun ist es soweit, das Buch kann bestellt werden – das E-Book jetzt schon, das Print ab Samstag – und meine Geschichte kann von wildfremden Menschen gelesen und bewertet werden. Ich muss ehrlich sagen ich bin panisch und aufgeregt zu gleich. Na gut, es ist ja auch meine erste offizielle Veröffentlichung…

Apropos Samstag: Da werde ich auf der BuchBerlin sein – wie das Amt auch, [eventuell] mit den Druckausgaben der Antho *bibber* – und mir das Ganze zusammen mit Anni Mal vom Märchensommer mal ansehen.
In erster Linie freu ich mich darauf ein paar Damen der Märchenspinnerei zu treffen. Sylvia Rieß, Tina Skupin, Susanne Eisele, Janna Ruth, sowie Julia Maar und Kathrin Koitka – mit denen ich noch kein Interview geführt habe 😉 – werden da sein. Und auch ein paar Nornen vom Nornennetz. Ich bin schon sehr gespannt, ob das alles so klappt, wie wir uns das vorstellen und vor allem mit wie vielen Büchern ich wieder nach Hause fahre. 😀

So und nun zu einem kleinen

Gewinnspiel.

Wenn du mich auf der BuchBerlin siehst und einen von sieben Sätzen Märchensommer Postkarten gewinnen möchtest, dann sprich mich einfach auf den gestiefelten Kater an. Natürlich nur solange der Vorrat reicht. 😉

Woran du mich erkennst?

Ich werde mein DF.PP T-Shirt tragen, auf dem auch mein Nickname drauf steht – ein Shirt nur für mich habe ich (noch?) nicht.

Bin gespannt, wie viele Postkarten ich wieder mit nach Hause nehmen muss. 😉

Also dann, vielleicht sieht man sich auf der BuchBerlin – oder vielleicht lest ihr von mir in der BafmW-Antho. *bibber*

Bis demnächst

PoiSonPaiNter

* Der Weberglockenmarkt, Schauplatz des besagten Kapitels, wird gerade passenderweise aufgebaut und öffnet am 27.11. seine Pforten. Da wird dieses Jahr definitiv ein Glühwein oder Punsch auf den Neubrandenwolf getrunken. 😉
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Lies auf Deutsch

A*3+B or of Antibiotics, Advent Calendar, Anthology and BuchBerlin

Basically what I wrote above:
Thanks to a tonsillitis and antibiotics that did not want to work properly I was knocked out for a while and called out for help for this year’s Advent Calendar, which is a continuation of last year’s short story Santa’s Helper. I’ve found a few incredible ladies that helped me out (I’ll make a proper introduction with the prequel post, but I already spoiled it a bit on Twitter and Facebook) and it’s looking good that we will actually finish it. Though I’m not so sure about the translation…might be that it will only be a German version this year. Keep your fingers crossed and send encouragement my way if you don’t want to see that happen.

In other news will the first chapter of the Neubrandenwolf be published in a longer German version in an anthology by the Bundesamt für magische Wesen. The release is somewhere during this week, the e-book is already available, the prints starting Saturday and I’m quite horrified and excited by that.

Speaking of Saturday: Those prints will [probably] also be at the BuchBerlin a small-ish book fair in our capital city that I also will be attending with Anni Mal from the Märchensommer. I’m excited to meet some of the ladies of the Märchenspinnerei, as Sylvia Rieß, Tina Skupin, Susanne Eisele, Janna Ruth, just as Julia Maar and Kathrin Koitka – whom I have not interviewed yet 😉 – have their own booth there.
As probably none of my English readers will be there as well, I don’t need to tell you about the little raffle for Märchensommer post cards – so in the off-chance that someone is there look for the italic text above. 😉

So yeah, that’s pretty much it.

See you around

PoiSonPaiNter

Janna Ruth: Im Bann der zertanzten Schuhe

Read in English

Im Rahmen des Märchensommers bekommt ihr meine Rezension zu Im Bann der zertanzten Schuhe von Janna Ruth.

Worum geht’s?

5 of 5 stars

Auch nach zwei Jahren hat der Krieg immer noch Einfluss auf Jonas und Albträume und Visionen sind seine ständigen Begleiter. Als er eines Tages durch eine neue Stadt wandert, erreicht er die DeModie und die fröhliche Sophie, die daraus herausstolpert, verzaubert ihn unerwartet mit ihrer Lebendigkeit. Kurz danach erfährt er, dass der Job, für den er sich bewirbt, von ihrem Vater ist, der ihn einstellen will, um zu wissen, was seine Tochter jeden Abend macht. Wie Jonas bald herausfindet, tanzt die ehemalige Ballerina mit ihrem Prinzen Luca im DeModie, einem verzauberten Reich mitten im Nachtleben.

Die zertanzten Tanzschuhe mit weniger Prinzessinnen, aber noch magischer durch die Märchenspinnerei.

Das Leseerlebnis

Auch hier habe ich einige Gedanken in der Lesegruppe auf Facebook (Märchenspinnerei Turmcafé) aufgeschrieben und auch auf Goodreads festgehalten, so dass die meisten Dinge vielleicht vertraut klingen.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Jonas und Sophie erzählt, aber nicht in der ersten Person. Die Kapitel sind viel länger als die der anderen Märchenspinnerei-Bücher und es ist eine schöne Abwechslung. Jeder Kapiteltitel verwendet eine Phrase und Silhouette aus dem Ballett, da es ein integraler Bestandteil von Sophies Leben ist. Wo Sophies Kapitel meist magisch und phantastisch sind, bringt Jonas‘ einen realistischeren Blick auf die Seiten und es ist ein toller Kontrast, die Dinge mit ihren ganz anderen Augen zu sehen. An einem Punkt bekommen wir sogar eine Szene aus beiden Perspektiven zu sehen, was mir in verschiedenen Medien immer Spaß macht. Die Geschichte selbst schafft es, zwischen sehr weichen, ruhigen Passagen und energetischen Höhepunkten zu wechseln, wie in einer guten Ballade.

Apropos Musik: Als ich anfing, das Buch zu lesen, musste ich meine Musik hervorholen, damit ich mich auf das Lesen konzentrieren konnte, aber mein Shuffle wählte bereits sehr passende Musik, die den Übergang in die Geschichte noch magischer machte. Ich bin sicher, wenn ich mehr Musik gehört hätte, wäre auch das noch passendere „To Hell and Back“ von Sabaton aufgetaucht. (Wie bei YouTube, als ich diese Rezension vorbereitet habe) 😉

Im Kern ist das Buch eine Liebesgeschichte und hat daher die notwendigen Elemente: Ein Mädchen mit einer rosaroten Brille, einem Liebesschwur und sofortiger Zuneigung. Einiges davon wird durch die Charaktereigenschaften und -situationen erklärt, aber für jemanden wie mich, der nicht so sehr auf Romantik steht, ist es schwer, es ernst zu nehmen. Dennoch bekommt es nicht allzu viel Aufmerksamkeit und ist schön und natürlich integriert – vor allem die Reaktionen in manchen Situationen. Im Allgemeinen sind die Wechselwirkungen zwischen den Charakteren und ihren jeweiligen Reaktionen auf bestimmte Ereignisse sehr natürlich. So fühlt es sich nicht wie das Lesen eines Buches an, sondern eher wie das Verfolgen der Reise an ihrer Seite.
Da es sich um eine Adaption handelt, wurden einige Dinge vom ursprünglichen Märchen wie die Alte Dame und natürlich der Fluch selbst geändert – und dass es nur eine „Prinzessin“ ist, aber die anderen Elemente sind schön integriert: Der Unsichtbarkeitsmantel, der goldene und silberne Wald, der Fluss und die Boote. Die herrliche Beschreibung ließ einen alles direkt vor Augen sehen und der gelegentliche Blick hinter die Kulissen des DeModie ist ebenso unglaublich gut gelungen.

Dazu kamen noch ein paar sehr starke Kapitel, vor allem zwei kurz nach der unglaublichen Sylvester-Szene, die für die Charakterentwicklung notwendig waren. Sie waren faszinierend und spannend, aber auch herzzerreißend und emotional. Und ich war sicher nicht auf diese Friedhofs-Szene vorbereitet….

Abgesehen davon ist die Stärke des Zaubers meist durch den Kontrast zwischen allem, was außerhalb des DeModie geschieht und allem, was innerhalb des DeModie geschieht, dargestellt, es ist einfach aufregend, so wie die Veränderungen, die wir durch Sophies Augen sehen, je mehr die Geschichte fortschreitet. Durch Jonas‘ Augen sehen wir, was PTSD dem Leben einer Person antun kann und es ist etwas das sich viel zu wenige Leute trauen zuzugeben, dass es passiert und noch weniger Autoren, die darüber schreiben.
Die Autorin selbst sprach von einem Punkt ohne Wiederkehr beim Lesen, und ich kann das durchaus nachvollziehen, da ich das Buch nicht wirklich weglegen wollte…. Ich habe sogar von mindestens zwei Aspekten des Abschnitts geträumt, den ich vorher gelesen hatte….
Das Buch rief mir wirklich laut zu, als ich es beiseite legte, und es ist etwas gruselig, wenn der gleichnamige Zauber die Seiten verlässt…. >_<

Und ich möchte das Finale immer noch als Tanzwettbewerb bezeichnen, auch wenn es das gar nicht beschreibt =D Obwohl ich zugeben muss, dass ich ein wenig verwirrt war über die verschiedenen Orte, an denen der Kampf stattfand, und mich nur auf die Charaktere und nicht auf ihre Bewegungen konzentrierte.

Die Charaktere

Während der Release-Party für dieses Buch hat Janna selbstgezeichnete Bilder der Charaktere gepostet, so dass ich bereits ein Bild von ihnen im Kopf hatte, bevor ich anfing zu lesen (und Luca sieht für mich immer noch wie Benedict Cumberbatch aus….), was nicht bedeutet, dass ich daran festhielt, sondern nur erwähnen wollte, dass es sie gibt. 😉

Wie ich bereits erwähnt habe, sind die Interaktionen zwischen den Charakteren sehr natürlich, was das Verfolgen ihrer Geschichte so viel einfacher macht. Man kann diese Interaktion besonders bei Jonas und Sophie sehen: Sie motivieren und helfen sich gegenseitig, ohne etwas dafür zu wollen. Das Beste an den Charakteren ist, dass sie alle fehlerhaft sind. Sophie ist stur (genau wie ihre Cousine ;)) und weiß nicht, wann sie aufhören soll, jemandem zu helfen (Helper-Syndrom) und stattdessen auf sich selbst aufpassen soll. Jonas hat seine PTSD Rückblenden und Luca kann ein arroganter Arsch sein. Willst du wissen, was noch besser ist? Dass diese Dinge tatsächlich behandelt werden! Das PTSD wird nicht als eine nicht-konsequente Überreaktion beiseite gelegt, es macht Jonas sogar zu einem sichtbar gefährlicheren Charakter als andere. Die Wendung(en) dazu gehören zu den besten Teilen des Buches. Sophie wird immer wieder mit anderen Menschen konfrontiert, die sich um sie sorgen, während sie sich um jemand anderen sorgt, aber das bedeutet nicht, dass nicht alles auf sie einstürzt. Was mir auch gefallen hat, ist, dass Jonas, obwohl man wusste, dass er ziemlich schnell in Sophie verknallt war, sie nicht gedrängt hat oder besonders eifersüchtig auf Luca war. Er trat einfach zur Seite und respektierte ihre Wahl.
Kurzum: Ihre Reise ist einfach unglaublich und ihre Charakterentwicklung ist sehr natürlich und keineswegs erzwungen.

Je weiter die Geschichte ging, desto mehr machten mir das DeModie und die hübschen Prinzchen Angst, vor allem ihre sprudelnden Energizer und ihre Apathie gegenüber allem, was Sophie betrifft, aber hier mehr zu sagen würde den Spaß verderben.

Sogar die anderen Charaktere wie Sophies Vater, Luca’s Brüder und Jonas‘ Familie, die nicht so lange auftauchen, haben ihre eigene, einzigartige Atmosphäre. Im Fall von Jonas‘ Familien gibt es auch einen weiteren großen Kontrast, wenn es darum geht, mit seiner PTBS umzugehen, und es ist einfach großartig.

Generelle Meinung

Ich weiß, ich habe mich immer wieder wiederholt, wie toll ich bestimmte Aspekte gefunden habe, aber ich kann einfach nicht anders. Ich schreibe Rezensionen, wie ich Dinge sehe, und dieses Buch war wirklich etwas Besonderes, das mich sicherlich in seinen Bann gezogen hat (Wortspiel beabsichtigt ;)).

Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr glaube ich, dass ich kein Buch, sondern eine geschriebene Komposition gelesen habe. Die Sprache des Tanzes ging in das Erzählen der Geschichte über und verwandelte den Fluss des Lesens in ein Leseerlebnis, das zwischen schnellen, spannenden Hauptthemen, emotionalen Höhepunkten und langsamen Einlagen variierte. Die angesprochenen Themen (PTSD, Helfersyndrom, Abhängigkeit, Verlust) wurden realistisch dargestellt und die Charaktere reagierten und interagierten natürlich und individuell.

Alles in allem eine schöne Komposition über das Leben in seinen vielen Facetten. 🙂

Dinge, die ich hinzufügen möchte

Weißt du noch, was ich dir gesagt habe, als ich über Märchen-Crossover sprach? Sophie ist die Cousine von Leonie vom Axololtkönig. (Der übrigens eine Bonusszene über Leonies ersten Schultag bekommen hat! Sieh dir das an: Bonusszene!)

Zur Erinnerung: Als Teil der Herausforderung kannst du Punkte sammeln, indem du selbst Märchen rezensierst. 😉 Man kann auch weiterhin an der von Janna organisierten Märchenrallye teilnehmen.

Am Donnerstag gibt es ein Interview mit Janna über das Buch und andere Märchensachen und am Samstag spricht sie ein wenig über die Adaption von Märchen. Also bleibt gespannt!

PoiSonPaiNter

© Für das Cover gehören den rechtmäßigen Besitzern.

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Lies auf Deutsch

As part of the Fairy Tale Summer you get my review for Im Bann der zertanzten Schuhe (Under the Spell of the worn-out Dancing Shoes) by Janna Ruth.

What is it about?

5 of 5 stars

Even after two years  the war still has its hold on Jonas and nightmares and visions are his constant companions. As he one day wanders through a new town he reaches the DeModie and stumbling out of it is the cheerful Sophie who unexpectedly enchants him with her liveliness. Shortly after he learns that the job he’s applying for is from her father who wants to hire him to know what his daughter is doing every night. As Jonas soon finds out is the former ballerina off to dance with her prince, Luca, in the DeModie, an enchanted realm right within the nightlife.

The worn-out dancing Shoes with less princesses, but even more magical by the Märchenspinnerei.

The reading experience

For this one I as well wrote down some thoughts in the Reading Group on Facebook (Magical Book Reading) and also kept track of them on Goodreads, so most things might sound familiar.

The story is told in turns from Jonas‘ and Sophie’s perspectives, but not in first person. The chapters are much longer than the ones from the other Märchenspinnerei books and it’s a nice change. Every chapter title uses a phrase and silhouette from ballet, as it is an integral part of Sophie’s life. Where Sophie’s chapters are mostly magical and phantastic, Jonas‘ brings a more realistic view to the page and it’s a great contrast to see things through their very different eyes. At one point we even get to see a scene from both their perspectives, something I always enjoy in different media. The story itself manages to switch between very soft, quiet passages and energetic climaxes, just like in a good ballad. 😀

Speaking of music: When I started reading the book I had to take out my music, so I could concentrate on reading, yet my shuffle already picked some very fitting music that just made the transition into the story even more magical. I’m sure if had listened to more music the even more fitting „To Hell and Back“ by Sabaton would have come up too. (Like the YouTube one did when I prepared this review) 😉

At the core of it, the book is a love story and therefore has the necessary elements: A girl with rose-coloured glasses, a lover’s oath and instant affection. Some of it is explained through the characters situations and characteristics, but for someone like me, who’s not that much into romance it’s hard to take serious. Still, it doesn’t get too much attention and is integrated nice and naturally – especially the reactions in some situations. In general are the interactions between the characters and their respective reactions to certain turns of events very natural. Thus it doesn’t feel like your just reading a book, it feels more like you’re following their journey by their side.
As it is an adaptation some things were changed from the original Fairy Tale like the Old Lady and of course the curse itself – and that it was only one „princess“, but the other elements where nicely integrated: The invisibility cloak, the golden and silver forest, the river and the boats. The beautiful description made you see everything right before your eyes and the occasional peek behind the curtains of the DeModie is just as incredibly well done.

In addition to that were there a few very strong chapters, especially two shortly after the incredible Sylvester scene, that were necessary for the characters development. They were fascinating and thrilling, but also heart-wrenching and emotional. And I was certainly not prepared for that cemetery scene…

Other than that is the strength of the spell mostly portrayed by the contrast between everything happening/said outside and everything happening/said inside the DeModie it’s just thrilling, just as the changes we witness through Sophie’s eyes the more the story progresses. Through Jonas‘ eyes we see what PTSD can do to a persons life and it’s something far too few people dare to admit is happening and even less authors to write about.
The authoress herself talked about a point of no return while reading and I can certainly relate to that as I did not really want to put down the book…I even dreamed about at least two aspects of the part I had previously read…
The book was really loudly calling out to me when I put it aside and it’s a bit creepy when the eponymous spell leaves the pages… >_<

And I still want to call the finale a dance-off, even if that does not describe it, at all. =D Though I do have to admit that I was a little confused about the different places the fight took place in and started to only concentrate on the characters and not their movements.

The characters

During the release party for this book Janna posted self-drawn images of the characters so I already had a picture of them in my head before I started reading (and Luca still looks like Benedict Cumberbatch to me…), which doesn’t mean that I stuck to it, but well just wanted to mention that they exist.  😉

As I’ve mentioned before are the interactions between the characters very natural, which makes following their story so much easier. You can see this interaction especially with Jonas and Sophie: They motivate and help each other without wanting anything in return. What’s best about the characters is that all of them are flawed. Sophie is stubborn (just like her cousin 😉 ) and doesn’t know when she should stop helping someone (Helper Syndrome) and take care of herself instead. Jonas has his PTSD flashbacks and Luca can be quite the arrogant prick. You want to know what’s even better? That these things are actually dealt with! The PTSD isn’t put aside as some non-consequential overreaction, it even makes Jonas a more visibly dangerous character than others. The twist(s) regarding it are amongst the best parts of the book. Sophie is again and again confronted with others worrying about her, while she worries about someone else, but it doesn’t mean it all doesn’t come crashing down on her. What I also enjoyed is that even though you knew Jonas had a crush on Sophie pretty fast, he didn’t push her or was especially jealous towards Luca. He just stepped aside and respected her choice.
In Short: Their journey is just incredible to follow and their character development is very natural and not at all forced.

The further the story went the more did the DeModie and the pretty princelings creep me out especially their bubbly energizers and their apathy towards anything concerning Sophie, but saying more here would spoil the fun. 😉

Even the other characters like Sophie’s father, Luca’s brothers and Jonas‘ family, who don’t get that much screen time, have their own unique air about them. In Jonas‘ families case there is also another great contrast when it comes to them dealing with his PTSD and it’s just awesome.

General Opinion

I know I’ve repeated myself over and over how great I found certain aspects, but I just can’t help it. I write reviews the way I see stuff and this book really was something special that certainly put me under its spell (pun intended 😉 ).

The more I thought about it, the more I believed that I didn’t read a book but a written composition. The language of the dance crossed over into the telling of the story and turned the flow of reading into a reading experience that varied between fast, exciting main themes, emotional climaxes and slow interludes. The addressed topics (PTSD, Helper Syndrome, Dependency, Loss) were portrayed realistically and the characters reacted and interacted naturally and individually.

All in all a beautiful composition about life in its many complexities. 🙂

Stuff I’d like to add

Remember what I told you when I talked about Fairy Tale Crossovers? Sophie is the cousin of Leonie from the Axololtking. (Which by the way got a bonus scene about Leonie’s first day in school! Check it out: Bonusszene!)

As a reminder: As part of the challenge you can collect points by reviewing Fairy Tales yourself. 😉 You can also still participate in the Märchenrallye that Janna organized.

On Thursday you’ll get an interview with Janna about the book and some other Fairy Tale related stuff and on Saturday she’ll talk a bit about adapting Fairy Tales. So stay tuned!

PoiSonPaiNter

© For the cover belongs to its rightful owner.

Susanne Eisele: Kein Schnee im Hexenhaus

As part of the Fairy Tale Summer/Märchensommer you get my review for Kein Schnee im Hexenhaus (No Snow in the Witch House) by Susanne Eisele.

What is it about?

3 of 5 stars


Hansjörg and Margarete are lost in the woods. Eventually they get picked up by the police, but everything goes downhill from there. Due to their repeated drug abuse their parents send them to a reformatory in the middle of nowhere. There they meet a real witch, monsters and poisonous plants.
But at least they are together and this way it’ll be easier for them to escape; or so they think…
Hänsel & Gretel are facing their drug problems in this adaptation by the Märchenspinnerei.

The reading experience

For this one I as well wrote down some thoughts in the Reading Group on Facebook (Magical Book Reading) and also kept track of them on Goodreads, so most things might sound familiar.
The story is told in different chapters that start with low page beginnings and in a mixture of outside-look and Hansi’s/Gretel’s-perspective. Towards the end there is a great perspective change to a different character, that I truly enjoyed as it felt much more mature and coherent than anything the youths‘ brains could come up with…
Even if it starts off and ends with the typical Fairy Tale quotes the narration itself feels like a report of what happened. At first the chapter beginnings irritated me a bit, but I’ve gotten used to it. The perspective change was strange too, but what bugged me most, was the combination of teeny-slang-speech with high, sometimes even seemingly contrived language.
Knowing the original Fairy Tale Hansi’s paranoia took me in and I just wanted to continue reading to see, if my brain send me the correct images for the hog roast and what that implied, but at some point it turned into frustration on my part, because of the youths‘ behaviour and I was curious whether Hansi’s and Gretel’s behaviour would change in the end. At the same time I was also kind of waiting for a big twist. Was it all really happening or just a figment of their drug-abused brains? Never saw THAT ending coming though…
I was impressed by the way the drug-therapy was incorporated into the story and turned into something I would indeed expect from a witch and I’m sure it would be something a lot of therapists could benefit from, if it were real. There was also a very funny comparison of a crystal ball and a webcam. This and the end-twist to the original were some of my favourite things.

The characters

It’s not strange for me to have troubles liking main characters, but when they are stupid teenagers like Hansi and Gretel, they make it so much easier for me not to. It’s not a reason for me to put the book aside if the story is worth it, and that it absolutely was. On the one hand can you see how damaged Hansi and Gretel are, on the other hand do they seem as superficial as the side characters. In a few scenes a bit more about them is explored and you also see how horribly co-dependent the two of them are, but that’s about it. They are far away from being „perfect“ main characters, unfortunately did that not change their annoying-ness.
The characters I liked most, though, were Frau Hag (Mrs. Hag) – the witch and director of the reformatory and her assistant Bodo, even if the latter didn’t get that much screen time. 🙁 Unfortunately I can’t tell you why again without spoilers, but that’s just more reason for you to read it and form your own opinion. 😉
What I liked though were the names as someone really had fun with naming troublesome children: Hansjörg, Kevin, Serena…they already paint a fitting picture. 😀
But the other names were chosen just as well:
Frau Hag, the witch; Waldmann (Forestman) for the Woodchopper-family; Krude (crude) the slimy social worker and the fairies Tinky (Tinkerbell) and Ali (Galadriel), even the Bodo, that I associate with a wiener dog. 😀

General Opinion

An alternate version I enjoyed to venture into. An interesting take on the original stuff, with many great ideas (Bodo, the detox, the roles of witch and children), that portrays many important topics (e.g. drug abuse, co-dependence of siblings). Unfortunately did I not like the linguistic realization in some passages and the characters stayed pretty superficial…
It still was fun to follow the events and be carried by the paranoia. 🙂
And there were too few moments with Bodo. 😉

Stuff I’d like to add

As a reminder: As part of the challenge you can collect points by reviewing Fairy Tales yourself. 😉
Next Tuesday you’ll get an interview with Susanne about the book and some other Fairy Tale related stuff. So stay tuned!
PoiSonPaiNter
© For the cover belongs to its rightful owner.

Tina Skupin: Hollerbrunn

Lies auf Deutsch

As part of the Fairy Tale Summer you get my review for Hollerbrunn by Tina Skupin.

What is it about?

4 of 5 stars

Everything changes for Marie after her mothers death, especially when her father brings home her stepmother Desiree and her stepsister Pegg. When she has to take part in an internship everything goes topsy-turvy, as she isn’t allowed to take care of her mother’s restaurant as she had hoped, and Desiree doesn’t yet have a clue how to handle things. Instead she has to help out Frau Hollerbrunn (Ms. Hollerbrunn) at the Hollerhof (Hollergrange) and soon learns that not everything there is at it seems…

Frau Holle meets Alpine legends (with a hint of The Snow/Ice Queen) by the Märchenspinnerei.

The reading experience

For this one I as well wrote down some thoughts in the Reading Group on Facebook (Magical Book Reading) and also kept track of them on Goodreads, so most things might sound familiar.

As I told you before was this the adaptation I feared the most, because the premise is too familiar. When Tina and other readers assured me that the “mean” parts were well executed or rather in the first chapter that calmed me down a little. As I soon discovered myself it really isn’t as bad as I had feared; the description in the Axolotlking was worse…Here the focus is on the description of the loss not on what really happened and that made it easier for me.

Reading the blurb of the book I was confused at the description that it used „a hint of Ice Queen“, but it soon turned out that this Ice Queen is more like the Snow Queen than the Disney-version that I kept thinking about.
The story itself is parted into different chapters that are fittingly titled after characters, places and a few other things that play a major role in the chapter. It prepares you a little of what’s to come, but at the same time doesn’t give away too much. Some titles are also references to the original Fairy Tale, which is a nice nod in that direction. Towards the middle there is a really incredible perspective change that makes the story just a little more interesting.

Other than that did I directly dive into the Hollertal (Hollervalley). I can easily see the place before my inner eye. From bureaucratic nonsense to the general interactions, all of it felt natural and realistic. I was taken in by the descriptions pretty fast and later didn’t want to put the book down as it was nearing its end. It had some quite surprising and exciting twists and portrayed certain dangers quite well. I was quite excited while reading some parts of it, even if some stuff was – and still is – quite confusing regarding the backstory of certain characters. Unfortunately including that would have been too much for the story. 🙁

The characters

I never thought I’d find a version of Frau Holle where I prefer the Pechmarie (Pitchy Marie) over the Goldmarie (Golden Marie). I’m not even sure why… It feels like I should feel more connected to the golden one, as we’ve suffered a similar loss, but I guess I’m too annoyed by her, but that could just be me not liking main-characters again. Marie seems a little too well loved by everyone, even if she’s certainly not a perfect character, as she definitely has her flaws. Two of her more prominent ones include rose-coloured glasses and a tendency to just accept other peoples opinion/orders without questioning them. And I guess I’m also a little frustrated that she’s still stuck in her grief after six months and doesn’t want to get out of her safety bubble. Sure such a loss is horrible, but not continuing is something I don’t think anyone passing away would really want for their bereaved… Still, in the end it fit for the character, even if I wouldn’t like her as a person.

Besides: The other one is snarkier and I like snark… Pegg is… Pegg is awesome, even if I felt bad for her at times. Sure she’s rough and says what she thinks, which is not always nice, but in the end was she way more useful than lovey-dovey Marie and actually gets things done. She’s a great contrast to her half-sister (and yes there is a great explanation for that Frau Holle-reference!). The way she’s treated is horrible, but unfortunately also very realistic, both in a working and a living environment. To have her as strong as she is regardless of that turns her into an incredible character. She’s like the tragic anti-hero that doesn’t want you to root for them, but in the end you’ll do it anyway…

Though even if I liked one sister more than the other, as she got on my nerves quite a bit in parts, that balanced itself out quite well.

Desiree is the typical stepmother with too high standards that wants too much in too little time and Marie’s and Pegg’s father is not really helping the whole family matter…he’s pretty frustrating too…

The other inhabitants of the valley are barely mentioned/seen so there is not much I can say about them, other than that they sure are great with prejudices. The Librarian being one of the more fascinating background characters.

Florian and the other employees of the Hollerhof (Waldemar, Ronan, Gustl and Gerda) are bit windy (pun intended 😉 ) and therefore have quite some mood swings, but the concept behind them is pretty cool and they make for some very funny scenes and play an incredible role in the finale.

Frau Hollerbrunn is a whole different story by herself and like Grischa from A Cloak as Red would describing her give too much away. Let’s just say: There is a lot more to her than „just“ being Frau Holle. 😉

General Opinion

I like the combination of Frau Holle with the idea of the Snow/Ice Queen and some Alpine legends, it just worked very well together. Also great were the twists on the original tales elements like the he whole baking and picking apples part (two of my favourite scenes), and the stepmother. There were also a lot of magical rituals at play throughout the story and it’s a pity that the different magical backgrounds (of characters and rituals) were only scratched on the surface. Though, more attention to them – and the backstory of certain characters – would have been beyond the scope of the story. I know, I’d really enjoy reading another book just about that. 😀

The story also sets good examples of what jealous and prejudiced people are capable of doing and how other people have to pay for it. I enjoyed the character development and I especially enjoyed the finale – and the epilogue that had a pretty cool scene that made me like a certain character just a little more. 😉

All in all: A beautiful story about two sisters that overcome their differences in an incredible adventure after a blow of fate.

Stuff I’d like to add

Today the new book of the Märchenspinnerei is released: Brighblack Ravenmoon

As a reminder: As part of the challenge you can collect points by reviewing Fairy Tales yourself. 😉

On Saturday you’ll get an interview with Tina about the book and some other Fairy Tale related stuff. So stay tuned!

PoiSonPaiNter

© For the cover belongs to its rightful owner.
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Read in English

Im Rahmen des Märchensommer erhaltet ihr meine Rezension für Hollerbrunn von Tina Skupin

Worum geht’s?

4 of 5 stars

Nach dem Tod ihrer Mutter ändert sich alles für Marie, besonders nachdem ihr Vater ihre Stiefmutter Desiree und ihre Stiefschwester Pegg nach Hause bringt. Als sie dann auch noch Praktikum machen muss, geht alles schief. Denn anders als gehofft, darf sie sich nicht um das Restaurant ihrer Mutter kümmern von dem Desiree noch keine Ahnung hat, wie die Dinge dort laufen. Stattdessen muss sie Frau Hollerbrunn auf dem Hollerhof  aushelfen und erfährt bald, dass nicht alles dort so ist, wie es scheint …

Frau Holle trifft auf Alpenlegenden (mit einem Hauch von Die Schnee-/Eiskönigin) der Märchenspinnerei.

Das Leseerlebnis

Auch hier habe ich einige Gedanken in der Lesegruppe auf Facebook (Märchenhafte Leserunden) aufgeschrieben und auch auf Goodreads festgehalten, so dass die meisten Dinge vielleicht bekannt klingen.

Wie ich bereits schrieb, war dies die Adaption, die ich am meisten fürchtete, weil die Prämisse zu vertraut ist. Nachdem Tina und andere Leser mir versicherten, dass die „gemeinen“ Stellen gut verarbeitete waren bzw. im ersten Kapitel, beruhigte mich das ein wenig. Als ich bald selbst feststelte, war es nicht so schlimm, wie befürchtet; die Beschreibung im Axolotlkönig war schlimmer…. Hier liegt der Fokus auf der Beschreibung des Verlustes, nicht darauf, was wirklich passiert ist, und das machte es mir leichter.

Beim Lesen des Klappentextes war ich verwirrt über die Beschreibung, dass es „einen Hauch von Eiskönigin“ verwendet wurde, aber es stellte sich bald heraus, dass diese Eiskönigin eher der Schneekönigin gleicht als der Disney-Version, an die ich immer wieder dachte.
Die Geschichte selbst ist in verschiedene Kapitel unterteilt, die passend nach Charakteren, Orten und einigen anderen Dingen benannt sind, die im Kapitel eine große Rolle spielen. Es bereitet einen ein bisschen auf das vor, worum es darin geht, gibt aber nicht zu viel preis. Einige Titel sind auch Verweise auf das ursprüngliche Märchen, was eine schöne Referenz in diese Richtung ist. Zur Mitte hin gibt es einen wirklich unglaublichen Perspektivwechsel, der die Geschichte ein wenig interessanter macht.

Ansonsten bin ich direkt ins Hollertal getaucht. Ich kann den Ort leicht vor meinem inneren Auge sehen. Vom bürokratischen Unsinn bis zu den allgemeinen Interaktionen fühlte sich alles natürlich und realistisch an. Ich war von den Beschreibungen ziemlich schnell angetan und wollte das Buch später nicht mehr weglegen als es sich seinem Ende näherte. Es hatte einige ziemlich überraschende und aufregende Wendungen und stellte einige Gefahren ziemlich gut dar. Ich war ziemlich gespannt, als ich einige Abschnitte gelesen habe, auch wenn einige Dinge in Bezug auf die Hintergrundgeschichte bestimmter Charaktere ziemlich verwirrend waren – und immer noch sind. Das ebenfalls aufzuführen, wäre leider zu viel für die Geschichte gewesen. 🙁

Die Charaktere

Ich hätte nie gedacht, dass ich mal eine Version von Frau Holle finden würde, wo ich die Pechmarie der Goldmarie vorziehe. Ich bin mir nicht mal sicher, warum…. Es fühlt sich an, als sollte ich mich mehr mit der Goldenen verbunden fühlen, da wir einen ähnlichen Verlust erlitten haben, aber ich denke, ich bin zu verärgert über sie, aber das könnte nur wieder meine Abneigung gegen Hauptcharaktere sein. Marie scheint ein wenig zu sehr von allen geliebt zu werden, auch wenn sie sicherlich kein perfekter Charakter ist, da sie definitiv ihre Fehler hat. Zwei ihrer bekannteren sind rosafarbene Brillengläser und die Tendenz, die Meinung anderer Leute zu akzeptieren, ohne sie zu hinterfragen. Und ich schätze, ich bin auch ein wenig frustriert, dass sie nach sechs Monaten immer noch in ihrer Trauer steckt und nicht aus ihrer Sicherheitsblase herauskommen will. Sicher ist solch ein Verlust schrecklich, aber nicht fortzufahren ist etwas, von dem ich denke, dass sich Verstorbene es für die Hinterbliebenen nicht wünschen würden … Aber am Ende passte es zum Charakter, auch wenn ich sie als Person nicht mögen würde.

Außerdem: Die andere ist scharfzüngig und ich mag fiese Kommentare … Pegg ist … Pegg ist fantastisch, auch wenn ich mich manchmal schlecht für sie gefühlt habe. Sicher ist sie grob und sagt, was sie denkt, was nicht immer nett ist, aber am Ende war sie viel nützlicher als die turtelnde Marie und setzt Dinge auch tatsächlich um. Sie ist ein toller Kontrast zu ihrer Halbschwester (und ja, es gibt eine tolle Erklärung für diese Frau Holle-Referenz!). Die Art, wie sie behandelt wird, ist schrecklich, aber leider auch sehr realistisch, sowohl in einem Arbeits- als auch in einem Lebensumfeld. Sie so stark zu haben, wie sie ist, macht sie zu einem unglaublichen Charakter. Sie ist wie der tragische Antiheld, der nicht will, dass du sie anfeuerst, aber am Ende wirst du es trotzdem tun….

Auch wenn ich die eine Schwester mehr mochte als die andere, da sie mir teilweise ziemlich auf die Nerven ging, so hat sich das doch recht gut ausgeglichen.

Desiree ist die typische Stiefmutter mit zu hohen Ansprüchen, die in zu kurzer Zeit zu viel will und der Vater von Marie und Pegg hilft nicht wirklich in dem ganzen Famliendrama  … er ist auch ziemlich frustrierend …

Die anderen Bewohner des Tales werden kaum erwähnt/gesehen, so dass ich nicht viel über sie sagen kann, außer, dass sie unglaublich toll mit Vorurteilen umgehen können. Die Bibliothekarin ist eine der faszinierenderen Hintergrundfiguren.

Florian und die anderen Mitarbeiter des Hollerhofs (Waldemar, Ronan, Gustl und Gerda) sind etwas windig (Wortspiel beabsichtigt 😉 ) und haben daher einige Stimmungsschwankungen, aber das Konzept dahinter ist ziemlich cool und sie sorgen für einige sehr lustige Szenen und spielen eine unglaubliche Rolle im Finale.

Frau Hollerbrunn ist eine ganz andere Geschichte für sich und wie Grischa aus Ein Mantel so Rot würde sie zu beschreiben zu viel verraten. Sagen wir einfach: Sie ist viel mehr als „nur“ Frau Holle. 😉

Generelle Meinung

Ich mag die Kombination von Frau Holle mit der Idee der Schnee-/Eiskönigin und einigen Alpenlegenden, es hat einfach sehr gut funktioniert. Großartig waren auch die Änderungen an den originalen Geschichtenelementen wie der ganze Back- und Pflückteil (zwei meiner Lieblingsszenen) und die Stiefmutter. Es waren auch viele magische Rituale im Spiel und es ist schade, dass die verschiedenen magischen Hintergründe (von Charakteren und Ritualen) nur an der Oberfläche angekratzt wurden. Doch mehr Aufmerksamkeit für sie – und die Hintergrundgeschichte bestimmter Charaktere – hätte den Rahmen der Geschichte sprengen können. Ich weiß, ich würde wirklich gerne ein weiteres Buch darüber lesen. 😀

Die Geschichte ist auch ein gutes Beispiel dafür, was eifersüchtige und voreingenommene Menschen bereit sind zu tun und wie andere Menschen dafür bezahlen müssen. Mir hat die Charakterentwicklung gefallen und besonders das Finale – und der Epilog, der eine ziemlich coole Szene hatte, die mir einen bestimmten Charakter etwas sympathischer machte. 😉

Alles in allem: Eine schöne Geschichte über zwei Schwestern, die nach einem Schicksalsschlag ihre Differenzen in einem unglaublichen Abenteuer überwinden.

Dinge, die ich hinzufügen möchte

Heute erscheint das neue Buch der Märchenspinnerei: Leuchtendschwarzer Rabenmond

Zur Erinnerung: Als Teil der Challenge könnt ihr Punkte sammeln, indem ihr selbst Märchen lest. 😉

Am Samstag bekommst ihr ein Interview mit Tina über das Buch und andere märchenhafte Dinge. Also bleibt dran!

PoiSonPaiNter

© Für das Cover gehören den rechtmäßigen Besitzern.

Barbara Schinko: Ein Mantel so rot

As part of the Fairy Tale Summer/Märchensommer you get my review for Ein Mantel so Rot (A Cloak as Red) by Barbara Schinko.

What is it about?

5 of 5 stars


It’s not enough that the war has taken its toll on the land, but when Zoyas husband Venko returns to her as a wolf she can’t fathom what misfortune will befall her and her village. Right away they call him a “Raging Wolf” and Zoya has to fear and fight for her love.
Will she succeed in breaking the curse?
Little Red Riding Hood meets a human wolf in a tsarist-era in this mature adaptation by the Märchenspinnerei.
 

The reading experience

For this one I as well wrote down some thoughts in the Reading Group on Facebook (Magical Book Reading) and also kept track of them on Goodreads, so most things might sound familiar.
When I first saw the book in comparison to the others I couldn’t keep in the chuckle at how adorably short it is. At the same time did I fear that the 118 pages might be too short to tell a round story. Dude, was I wrong.
The story is divided into two parts and an epilogue telling the story of Zoya in chapter-like episodes without actual chapter titles. Within these chapters the sentences themselves are rather short as well. It was weird at first if you’re used to elaborate writing styles, but I soon realized that no more description was needed to create the fitting atmosphere and the characters. E.g. are those scenes were Zoya interacted with the other villagers or was with a man only shorty or vaguely described, but that didn’t mean you didn’t get a bad feeling about some of them.
The only thing that irritated me a bit was that I couldn’t properly sort the story into a time frame (tsar-time) and fully understand the references to old (Russian?) burial traditions and beliefs. Though they are well enough incorporated and it isn’t necessary for the Fairy Tale to fully understand those things, but it still feels like I’m missing out on something to fully understand Zoyas world.
One of the things I loved most about this story was that instead of the bite to become a wolf the old superstitions were used where you turn into a wolf by wearing a wolf pelt coat. The change through the pelt and the accompanying distrust was well portrayed, even if I can never understand why it’s always the wolfs‘ fault if something goes wrong…
The tone is completely different to the first Märchenspinnerei-book and much more mature. It’s a nice change.

The characters

Through the short descriptions no real connection to the characters is created, yet you can still feel the atmosphere they leave behind and you get a certain feeling about them. And I still wanted things for Zoya to get better. She’s an interesting character that goes through a lot during the story and makes a few decisions that are bad for her and I can only attribute some of them to her gradual decent into madness. Her way is interesting to follow and I was relieved once she figured some things out for herself. I’m still amazed at Zoya. To make such decisions, to make such sacrifices that can’t have been easy and yet she continued to go her own way and I think that’s what impressed me the most.
We don’t learn much about Venko, her husband, but what we do is enough to know that he deeply cares about her, which can even be seen when he’s a wolf.
The other man at Zoya’s side is the huntsman Grischa, who usually is the hero of the story, but here he gets a different turn and it’s partly terrifying. I can’t really describe him that much without giving away one of the two twists of this story. What I can tell you is, that I didn’t like him and that I was relieved when Zoya finally realized the same thing about him. Let it be said: When I finished the book I wasn’t sure who really was the „Raging Wolf“… (I talked more about this in the Reading Group, but there I wanted to spoiler, so. 😉 )
Another interesting twist on the original Fairy Tale was the grandmother. In the beginning there was the memory of Zoyas grandmother aiding her, towards the end there was an old woman taking up the place.

General Opinion

In the beginning I was skeptical about the length and the writing style of the book, but that soon changed. The short sentences and scarce description created a thick atmosphere where at some point it did no longer matter how detailed things were described. My personal highlight was the usage of the wolf pelt, as I have mentioned above, as that is really something modern werwolf stories usually ignore.
In addition to that did the story manage to surprise me twice, both times at the end of each part. I didn’t expect them and the real ending was good and I believe somewhat important. Not every Fairy Tale can have a Happy End.
The story alternates between relatively realistic and truly fantastical and is definitely something for more experienced readers.

Stuff I’d like to add

The blurb lies. 😉
As a reminder: As part of the challenge you can collect points by reviewing Fairy Tales yourself. 😉
On Thursday you’ll get an interview with Barbara about the book and some other Fairy Tale related stuff. And you’ll also get an update on the Neubrandenwolf, tomorrow. So stay tuned!
Plus: This is a scheduled post as I’m off to the Rockharz again. Accepting any comments will probably take me until Sunday/Monday. Sorry, for that, but I hadn’t expected that the Fairy Tale Summer would become this big…I already suffered for this decision as I had to prepare last weeks, this weeks and next Mondays post ahead of time….
So yeah, see you next week! 😉
PoiSonPaiNter
© For the cover belongs to its rightful owner.

Sylvia Rieß: Der Axolotlkönig

Read in English

Im Rahmen des Märchensommer erhaltet ihr meine Rezension zu Der Axolotlkönig von Sylvia Rieß.

Worum geht’s?

4 of 5 stars

Fynn, ein beliebter Musiker, findet sich 20 Zentimeter groß und mit seltsamen Auswüchsen, wo sein Hals sein sollte, in einem Aquarium; ohne eine Ahnung, wie er hierher kam.

Aber es scheint, dass es genau zur rechten Zeit war, denn seine neue Zimmergenossin Leonie hat nicht nur die letzte Verbindung zu ihrer Großmutter verloren, sondern sieht auch nur einen Ausweg….

Kann der axolotifizierte Fynn sie davon überzeugen, dass es eine schreckliche Idee ist?

Der Froschkönig trifft die Schneekönigin in dieser Märchenadaption der Märchenspinnerei.

Das Leseerlebnis

Aus irgendeinem Grund habe ich eine ganze Weile gewartet, um es zu lesen, nachdem ich es im Februar gewonnen hatte. Was wahrscheinlich nicht so schlimm war, da ich deswegen den Märchensommer geschaffen habe….

Wie auch immer, da Sylvia bereits auf Facebook (Märchenspinnerei Turmcafé) Einträge in der Lesegruppe veröffentlicht hat, konnte ich gleich ein paar Gedanken mit ihr besprechen. Das war eine tolle Erfahrung und ich bin wirklich froh, dass sie die Gelegenheit dazu gegeben haben. Darüber hinaus habe ich auch meine Gedanken über Goodreads festgehalten, so dass einige Dinge vielleicht vertraut klingen.

Ansonsten war ich nicht auf die Rückblende zu dem, was mit Leonies Großmutter geschah, vorbereitet. Es traf mich ziemlich hart, zumal es viel zu vertraut klang. Dieses und andere Dinge wie das Mobbing, die Depression und die Flucht in eine Online-Welt waren sehr gut dargestellt und sicherlich realistischer als das, was man manchmal von einem YA-Roman erwarten würde. Ich fand auch einige Ähnlichkeiten zu meinen eigenen Erfahrungen in dem Buch und sprach mit Sylvia darüber; anscheinend ist sie eine „Realitätsbändigerin“ und kreiert manchmal Charaktere, die sie später im wirklichen Leben trifft, was gleichermaßen erstaunlich und erschreckend ist.

Die Geschichte wird mit einem Ich-Erzähler geschrieben, der zwischen Leonies und Fynns Perspektive wechselt, was mir normalerweise nicht gefällt, aber ich habe mich mit der Zeit daran gewöhnt. Besonders gegen Ende war es die bessere Wahl, da die Gedankengespräche zwischen Leonie und Lurchi-Fynn noch komplizierter gewesen wären, als sie es bereits waren. Was übrigens eine interessante Wendung war, wie der Frosch mit der Prinzessin kommunizierte. Das einzige Mal, wenn sie von diesem Muster bricht, sind der Prolog und eine Passage in der Mitte aus einer dritten Perspektive. Die Geschichte hat auch einige Einfügungen wie Flashback (Oma, wie ich oben erwähnt habe), private Nachrichten von Leonies Online-Freunden, Facebook-Kommentare von ihren Klassenkameraden und ihre Tagebucheinträge. Seitdem ich Dracula gelesen habe, genieße ich gut gemachte Tagebuchnotizen und das war ein Beispiel dafür. Man wusste, dass es von einem Kind/jungen Erwachsenen stammt, aber zumindest nicht von einem nervigen.

Die Charaktere

Leonie ist im Grunde dein typisches gemobbtes Schulkind, außer dass sie eher dünn statt fett ist. Nur wenn man sie besser kennen lernt, was man beim Lesen des Buches tut ;), wird sie so viel mehr. Für mich war es schwer zu lesen, was sie durchmachen musste und wo sie anfing, nur um zu sehen, wo sie landete. Aber ich glaube nicht, dass ich sie bemitleidet habe. Sicher, ich wollte sie umarmen und mich mit ihr anfreunden, denn was ich über ihre Hobbys gelernt habe, klang großartig, aber ich war wütender auf ihre Klassenkameraden, weil sie ignorante A-Löcher waren…. Ich habe die Reise, die sie durchmacht, sehr genossen und war gegen Ende stolz auf sie. Sicher ist sie manchmal ziemlich melodramatisch und hat ein paar dumme Entscheidungen getroffen, aber ich denke, das ist für Kinder in ihrem Alter „normal“.

Am Anfang war ich sicher, dass Fynn definitiv verdiente, was er bekam und ich schätze, dass ich es immer noch bin, aber auch er hat eine realistische Reise hinter sich. Ich denke, dass seine Zeit weg von seinen Mitschülern, die er mit Selbstreflexion verbrachte, in diesem Prozess sehr geholfen hat. Seine Art, Leonie zu helfen, war nicht immer die klügste, aber zumindest versuchte er es. 😀 Mir gefiel auch, wie er mit den anderen Charakteren – und anderen Aquarienbewohnern – interagierte. Letzteres war sogar ein Osterei, das ich nicht näher erläutern will und nur sage, dass ich es als Erste gefunden habe 😉 Und es sorgte für eine unglaublich originelle Idee, wie man eine SMS verschickt, eines meiner Highlights.

Eine kleinere, aber nicht weniger bedeutende Rolle übernahmen Leonies Online-Freundin Mamba/Cecille, die Leonie so gut wie möglich unterstützt, und Fynns älterer Bruder Rob, der eine Offenbarung macht, die seinen Bruder sprachlos lässt. Die beiden rundeten das Ensemble ab und waren großartig und notwendig für die Reise der beiden Charaktere. Sie hatten auch eine großartige Dynamik und ich fand mich wieder mehr an Seiten- als an Hauptfiguren interessiert, auch wenn ich Leonie noch umarmen wollte….

Und natürlich gibt es Poison….einen Charakter, dessen Namen ich für einen lustigen „Zufall“ hielt (Poison ist nicht wirklich ein in der Gothic-Szene unbekannter Spitzname), auch wenn meine Alarmglocken läuteten, als ich eine seiner ersten Nachrichten las. Leonies Interaktion mit ihm führt zu einem faszinierenden und frustrierenden Wendepunkt der Ereignisse und ich bin stolz darauf, wie sie damit umgegangen ist: 🙂
Lustige Seite Anmerkung: Als ich eine Mail über die E-Book Verlosung verschickte und es mit “ Poison “ signierte, war die Empfängerin der Nachricht ein wenig irritiert, da sie dieses Buch bereits gelesen hatte. 😀

Die Charaktere haben in den Kapiteln immer mehr Gestalt angenommen und sind gut dargestellt. Jeder der vier Hauptdarsteller hat Ecken und Kanten, die ich an Charakteren sehr mag. Leonies Eltern und Klassenkameraden waren im Vergleich etwas blass, aber mehr Konzentration auf sie hätte es nicht besser gemacht.

Generelle Meinung

Das Ende gefällt mir sehr gut, besonders wenn man das Original-Märchen betrachtet. Außerdem sind die Spiegelstücke eine tolle Metapher für Depressionen, es ist nur traurig, dass es im wirklichen Leben nicht so funktioniert, also ist das Nachwort genauso wichtig.

Mit Leonies Erfahrungen wird ein sehr wichtiges Licht auf die Entwicklung der Mobbing-Kultur und deren Folgen und natürlich auf Depressionen im Allgemeinen geworfen. Es gab ein paar schwere Passagen im ganzen Buch, einige vor allem, weil ich ähnliche Dinge durchgemacht habe. Es gab auch etwas sehr Ernstes über on-line-dating für Minderjährige, die Nachrichten nicht sorgfältig genug lesen. Kurz gesagt: Während ich dies als eine YA-Geschichte betrachten würde, enthält sie auch reife Inhalte, die häufiger diskutiert werden müssen, vor allem mit jungen Erwachsenen.

Ich hätte mir auch einen näheren Einblick in die Magie der Verwandlung gewünscht, aber ich schätze, das wäre über den Rahmen der Geschichte hinausgegangen. Es gibt auch zwei Szenen, die ich gerne gesehen hätte: Cecille und Rob auf der Polizeiwache und Leonies Schultag gegen Ende. Aber ich verstehe, warum Sylvia sich entschieden hat, sie nicht hinzuzufügen.

Alles in allem ist es eine runde und tolle Geschichte über ein junges Mädchen, das lernt, um Hilfe zu bitten und es schafft, aus einem sehr tiefen Loch herauszukommen. Es hat Spaß gemacht, die Geschichte zu verfolgen und in der Gruppe zu diskutieren.

Dinge, die ich hinzufügen möchte

Zur Erinnerung: Als Teil der Herausforderung kannst du Punkte sammeln, indem du selbst Märchen rezensierst 😉

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Sylvia hat der Geschichte eine Bonus-Szene hinzugefügt und sie mir und ihren Lesern geschenkt, oder zumindest ist es meine Schuld, dass sie sie geschrieben hat…. Wie auch immer, ich bin begeistert! Es ist fantastisch! Jetzt geh und lies sie: „Ich will sie sehen.“ Bonus-Szene!

Und natürlich: Danke, Sylvia, dass du uns die Geschichte von Leonie noch ein Stück weiter abgeschlossen hast! 🙂

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In ein paar Tagen bekommst du ein Interview mit Sylvia über das Buch und andere märchenhafte Dinge. Also bleibt dran!

Poison

© Für das Cover gehören den rechtmäßigen Besitzern.

P.S. PoiSonPaiNter 😉
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Lies auf Deutsch

As part of the Fairy Tale Summer you get my review for Der Axolotlkönig (The Axolotlking) by Sylvia Rieß.

What is it about?

4 of 5 stars

Fynn, a well liked musician, finds himself 20 centimetres tall and with strange outgrowth where his neck should be, in an aquarium; with no idea how he got here.

But it seems it was quite on time, as his new room mate Leonie has not just lost the last connection she had had to her grandmother, but because of being bullied in school she also only sees one way out of this…

Can axolotified Fynn convince her that it’s a horrible idea?

The Frog King meets The Snow Queen in this Fairy Tale adaptation by the Märchenspinnerei.

The reading experience

For some reason did I wait quite a while to read it after I won it back in February. Which probably wasn’t that bad, seeing as I created the Fairy Tale Summer because of it…

Anyway, as Sylvia already posted entries into the Reading Group on Facebook (Magical Book Reading) I could right away discuss a few thoughts with her. This was a great experience and I’m really glad she/they provided the opportunity. In addition to that did I also keep track of my thoughts on Goodreads, so some things might sound familiar.

Other than that was I not prepared for the flashback to what happened with Leonie’s grandmother. It hit me pretty hard, especially as it sounded far too familiar. This thing and others like the Bullying, the depression and the flight into an online world were very well portrayed and certainly more realistic than what you’d sometimes expect from a YA novel. I also found several similarities to my own experiences in the book and talked to Sylvia about it; apparently she’s a „Realitybender“ and sometimes creates characters that she later meets in Real Life, which is equally amazing and terrifying.

The story is written with a first person narrator switching between Leonie’s and Fynn’s perspective, which I usually don’t like, but I got used to it over time. Especially towards the end was it the better choice as the thought-conversations between Leonie and Lurchi-Fynn would have been even more complicated than they already were. Which by the way was an interesting twist on how the Frog communicated with the Princess. The only time she breaks from this pattern are the prologue and a passage in the middle from a third perspective. The story also has some insertions as flashback (granny, as I mentioned above), private messages from Leonie’s online friends, Facebook comments from her classmates and her diary entries. Ever since reading Dracula I enjoy well made diary-narration and this was one example for it. You knew it was made by a child/young adult, but at least not an annoying one.

The characters

Leonie is basically your typical bullied school kid, except that she’s rather skinny instead of fat. Only if you get to know her better, which you do while reading the book ;), does she become so much more. For me it was hard to read about the things she had to go through and where she started only to see where she ended up. But I don’t think I pitied her. Sure, I wanted to hug her and befriend her, because what I learned about her hobbies sounded amazing, but I was more angry with her classmates for being ignorant a-holes… I really enjoyed the journey she goes through and was proud of her towards the end. Sure she’s quite melodramatic at times and made a few stupid decisions along the way, but I guess that’s „normal“ for kids her age.

At the beginning I was certain Fynn definitely deserved what he got and I guess I still am, but he too went through a realistic journey. I think his time away from his peers that he spent with self-reflection helped quite a bit in this process. His way of helping Leonie wasn’t always the smartest, but at least he tried. 😀 I also liked the way he interacted with the other characters – and other aquarium dwellers. The latter was even an Easter Egg, which I will not further explain and only say that I was the first one to find it. 😉 And it caused an incredibly original idea of how to send a SMS, one of my highlights. 😀

Smaller but not less significant roles were taken up by Leonie’s online friend Mamba/Cecille, who supports Leonie however she can and Fynn’s older brother Rob who makes a revelation that leaves his brother speechless. Those two rounded the ensemble and were great and necessary for both characters‘ journey. They also had a great dynamic and I again found myself more interested in side- than main characters, even if I still wanted to hug Leonie…

And of course there is Poison…a character whose name I considered a funny „coincidence“ (Poison isn’t really a nickname unfamiliar to the Goth-scene) even if my alarm bells went ringing when I read one of his first messages. Leonie’s interaction with him leads to a fascinating and frustrating turning point of the events and I’m proud of the way she handled it. 🙂
Funny side Note: When I send out a mail regarding the e-book give-away and signed it with, as I usually do, „Poison“ the receiver of said message was a little irritated as she had already read this book. 😀

The characters gained more and more shape throughout the chapters and are well portrayed. Every one of the four main ones has rough edges, which I really like in characters. Leonie’s parents and classmates where a bit pale in comparison, but more focus on them wouldn’t have made it better.

General Opinion

I really like the ending, especially considering the original Fairy Tale. In addition to that are the mirror pieces a great metaphor for depression, it’s just sad that it doesn’t work like that in Real Life, so the afterword is just as important.

With Leonie’s experiences some very important light is shone on the development of the Bullying culture and on its consequences and of course depressions in general. There were a few heavy passages throughout the book, some mostly because I went through similar things. There was also some very serious stuff about online dating for minors who do not read messages carefully enough. In short: While I would consider this a YA story does it also contain mature content which needs to be discussed more often, especially with young adults.

I would also have liked a closer into the magic of the transformation, but I guess that would have went beyond the scope of the story. There are also two scenes that I would have liked to see: Cecille and Rob at the police station and Leonie’s day at school towards the end. But I understand why Sylvia chose not to add them.

All in all is it a round and great story about a young girl that learns to ask for help and manages to get out of a very deep hole. It was fun to follow the story and discuss it in the group.

Stuff I’d like to add

As a reminder: As part of the challenge you can collect points by reviewing Fairy Tales yourself. 😉

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Sylvia added a Bonus-scene to the story and pretty much gave it as a gift to me and her readers, or at least it’s my fault that she wrote it … Anyway, I’m excited! It’s awesome! Now go read it: Bonus-scene!

And of course: Thank you, Sylvia, for giving us a little more closure to Leonie’s story! 🙂

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In a couple of days you’ll get an interview with Sylvia about the book and some other Fairy Tale related stuff. So stay tuned!

Poison

© For the cover belongs to its rightful owner.

P.S. PoiSonPaiNter 😉

Reader, reader, pumpkin-eater

A couple of days ago Aleshanee shared a post on Twitter by Mikka from Mikka liest (Mikka reads) about what it means to be well-read, in addition DarkFairy posted another review that made me look through her reading challenges and all of this made me think (again).
With my affinity to procrastinate I’d like to dwell a bit on these thoughts instead of what I actually should be writing…

Am I well-read?

Mikka’s points about what it means to be well-read can be basically summed up to:

You’re well read if you read more than one book from all kind of genres – even outside your comfort zone – in differing difficulty.

I agree with her sentiment (and hope the summary is correct) and enjoyed her reasoning leading to this, but what does that mean for me?
I don’t want to make my own definition, I’d like to try using the main points of the statement to try figuring out if I would consider myself to be well-read.

#1 Diversity

The majority of books I read are in the fantasy genre, but thanks to school and different interests I also picked up a few classics and non-fiction books, but that still doesn’t make it that widely spread, even if a few of them differ greatly from my usual reads.
Though, that doesn’t mean that I don’t know things about books/topics/stuff I only have on my to-read list or just heard/read about in reviews/articles.
In addition do I read all kinds of (web)comics, manga, short stories(, fanfictions, etc.) ranging from fantasy up to slice of life stuff, so there is a bit more variation there.

#2 Quantity

Okay, this point is probably the one that bugs me the most. With readers like Aleshanee and Mikka, who read between 100-200 books a year or Evanesca, DarkFairy and SaJaehwa, who manage 30-80 books a year, you have quite some competition.
That is, if you view reading as a competition.
Which it technically isn’t, but that doesn’t mean it doesn’t feel like it.
When I look through my statistics on Goodreads it’s apparent that my reading habits aren’t really that regular. There are years where I haven’t read anything or just a few measly books and then there are years where the book count rises above 20. In total I seemingly haven’t even managed to read as much books in my entirely life as Aleshanee does in a year.
I do consider myself a fast reader, I manage to finish a ~200 pages book in about a week, only by reading on the bus (~1h total) and I think I manage 60 pages per hour on average, but there are times when I either don’t have the time to read (car-commute) or I just don’t feel like it – which is kind of my main reason for not reading – or I’m using the bus to draft stories instead.
Though this does also mean that keeping up with challenges isn’t really my thing. I started two in 2014 (BiblioSmile’s Summer Book Challenge 2014 and DarkFairy’s Alphabet Reading Challenge), that I still haven’t finished as I keep putting other books between actually reading the ones on those lists…I’m just no good with schedules. 😉
It feels frustrating, when I compare my reading list to others‘, but when I think about the (web)comics, manga, short stories(, fanfictions, etc.) I also read – that I don’t have on my Goodreads list – it evens out a little, but it still doesn’t feel the same. Why not?

#3 Difficulty

Because one could argue about the challenge they pose and if you could even count (web)comics and manga as „books“, as they are „just“ stories with pictures.
Though things like The Sandman are quite difficult to read…
Some of the other books weren’t easy either, but being the stubborn person I am I powered through even if it was exhausting at times. I also don’t shy away from longer reads if I feel like reading the book, I just sometimes don’t feel like starting them, but that’s mostly because of the topic.
I also don’t mind just reading YA or not so challenging stuff, though I stay away from the entirely lovey-dovey stuff as I just can’t stand it… I already make fun of the stuff I linked above (not challenging-link), no need to give my jokes more fuel…
I kind of also increase the difficulty by reading books in English – recently I even read something in Russian! 😀 *proud* – which has me not just read, but learn new words/phrases in the process.
So at least my difficulty is differing, I guess.

Conclusion

Apart from the fact that I chose a ridiculous title* and spread the same alliterations throughout it, do I feel a bit more comfortable with just reading about 20 books a year.
And looking at all the stuff I wrote above: I do believe I’m well-read.
Even if I’m not actually reading that much. 😉
What do you think about this? Do you consider yourself well-read?
PoiSonPaiNter
P.S. If anyone needs help with the German posts, just let me know.
* I blame that entirely on Halloween approaching and me thinking about travelling to Ireland again… anyone interested in accompanying me? 😉

Kai Meyer: Die Seiten der Welt

Last year I read about Die Seiten der Welt (The Pages of the World) over on Weltenwanderers Blog. It just sounded interesting, so when I saw it on one of the shelves in our local library I picked it up and took it with me.
With the third part of this book published soon and the second one waiting for me to read it, I decided to give you a little look into part one of the trilogy (I won’t mention that I originally wanted to publish this review back when part two was released, no, I’m not going to tell you that…).

What is it about?

4 of 5 stars


The world of the young Bibliomancer (Bibliomant in German) Furia is turned upside down when a book-collecting trip with her father goes awry. Now she has to free her little brother Pip from a dangerous assassin, while also fleeing from her into the hidden refuge Libropolis. In this magical city filled with book stores, Bibliomancers and creatures that fell out of books, the Exlibri, she finds unexpected help from rebels and soon gets involved in their struggle against the Adamitic Academy (Adamitische Akadamie), who control everything concerning  Bibliomancy (Bibliomantik).

The reading experience

Hard cover editions are usually unwieldy and this one is no exception and even the lovely cover art cannot distract from that.
The story is fluently written and even with some explorations into details it was never boring. Though I would have liked some things to be explained a bit more thoroughly than others. The world Meyer creates in this book is just so fascinating that you just want to continue to learn more about it. The fact that there are also some murders, intrigues and dark secrets in it makes it even better.
It has a lot of really interesting concepts. The whole idea of the Bibliomancy is fascinating, but it doesn’t stop there. To even be able to perform Bibliomancy you need a Soulbook (Seelenbuch) to which you have a natural bond, much like Wands in Harry Potter does the book choose you and not the other way round.
(Powerful) Bibliomancers are able to create kind of bubble rooms that they can use as hideouts or refuge and jump from one place to the other through two books of the same edition. This destroys the book you used, but it’s still a great idea. The energy emitted from the usage of Bibliomancy drags characters out of their respective books (Exlibri) and is strong enough to regrow trees from destroyed books, which in turn have bookmark leaves. Then there are the Beakbooks (Schnabelbücher), which are semi-conscious beings usually used similar to roosters that have a whole concept of illegality behind them.
And then there is the Unwriting (Entschreibung) the big threat lurking in the background causing everyone to wonder: Is Bibliomancy possible because someone wrote it existed that way or was that someone able to record the happenings because Bibliomancy was possible?

The characters

Unfortunately the characters were a bit superficial. I never quite connected to any of them, as it felt like a lot of stuff was left out in their stories. This might change in the sequels, but in this one I missed that certain spark that creates a connection to a character.
I usually struggle with main characters and while Furia isn’t one of the bad ones, she is not one of the good ones either. She barely knows her own powers, but is still able to accomplish unimaginable things, that’s always a bit weird to me. Well, she did overcome enough obstacles to make it at least worthwhile, but some of her reactions did seem a bit too calm and collected for a 15-year old girl, given the circumstances.
While you read a lot about Furia’s fear for her family (her brother in particular), you don’t really learn much about them and therefore the impact of their respective fates isn’t as strong as it could have been.
A bit more focus was put on the rebels Cat and Finnian, but their run of the mill relationship undid the liking I had for them a little – even if it was quite cute at times it was annoying in other moments.
For quite a while you never really knew who the bad guys really were: The Exlibri presented by Ariel and Puck (yes, the guys from Shakespear) or the Academy and their assassin? Though there was a stronger impact to the fate of one of them then the others. Whereas the punishment and revelation concerning Siebenstein and the Entschreibung where not that surprising and rather boring.
My favourites and highlights certainly were the sassy Reading Lamp, the cranky Chair and the cheeky Beakbook who made for some great comedic relief in an otherwise quite serious narration

General Opinion

For a Young Adults‘ novel I really like it.
Though which Bibliophile wouldn’t like a book about people being capable of using the magic of words to do sorcery-like things (the aptly called Bibliomanten – Bibliomancer, I’d say, judging from the translation of Nekromant to Necromancer)? Especially if there are such things as living letters and Origami and most of all a cranky arm chair and a sassy reading lamp? 😀
All in all a lot of really interesting concepts that were covered far too little in one book (imagine my relief when I discovered there would be sequels!). The characters might not be that impressive but the overall story still keeps it interesting and worth reading and hard to put down.
I’m curious how it will continue and can’t wait to launch myself into Furia’s world again.

Stuff I’d like to add

Some of the thoughts in this review are re-used from my Reading Together about it.
From what I can see there is no English version(, yet?).
PoiSonPaiNter
© For the cover belongs to its rightful owner.